Zu laut: Bürgerinitiative erstmals gegen Datenzentrum erfolgreich

Der hartnäckige Einsatz von Bürgerinitiativen hat in der Vergangenheit schon so manche Giftmüll-Deponie oder Flughafen-Erweiterung verhindert. Es dürfte aber ein bisher einmaliger Vorgang sein, dass eine solche Organisation erfolgreich gegen ein ... mehr... Server, Datenzentrum, Hosting Bildquelle: SAP Server, Datenzentrum, Hosting Server, Datenzentrum, Hosting SAP

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
"... Einsatz von Bürgerinitiativen hat in der Vergangenheit...Giftmüll-Deponie oder Flughafen-Erweiterung verhindert." Ich kenne keine erfolgreiche Bürgerinitiative. Weder gegen die Flughafenerweiterung noch den neuen Bahnhof usw. Alles Politisch durchgesetzt und die Bürgerinitiative ist Gescheitert. Siehe BER, Siehe Frankfurt, siehe Stuttgart. Bitte umschreiben in "Manchmal kann man auch mit einer Bürgerinitiative Erfolg haben, wenn die wirtschaftlichen Interessen der Politik/ Politiker und Lobbyisten nicht so stark sind."
 
@robs80: Dann brich mal aus Deinen Mikrokosmos aus. Es gibt durchaus erfolgreiche Bürgerinitiativen. Was du aber als gescheiterte BI anführst, waren Initiativen, die viel zu spät anfingen, aber während des veröffentlichten Planungsverfahren still waren. Wenn Bürger erst aktiv werden, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, ist das scheitern kein Wunder.
 
@iPeople: Mein sogenannter Mikrokosmos ist Deutschland. BI die viel zu spät anfangen liegt meistens daran, dass die Bürger, die es betrifft, erst sehr spät in den Entscheidungsprozess eingebunden werden, da Widerstand zu erwarten ist. Siehe genau die angesprochenen Flughäfen. Ich habe nicht behauptet das BI nicht erfolgreich sein können, nur wenn große wirtschaftliche Interessen dann wird auf die Meinung der Bürger gerne verzichtet. Deswegen ist der erste Satz falsch. Es gibt keine Erfolgreiche BI die den Ausbau eines Flughafen verhindert hat.
 
@robs80: und wieder liegst du falsch. Planungsverfahren werden und müssen frühzeitig veröffentlicht werden. Jeder , absolut jeder, kann dann überzeugende Argumente gegen das Projekt vorbringen.
 
@iPeople: Richtig. Und für diese InformationsPFLICHT gibt es klare Fristen. Frist verpasst: Genehmigung erloschen! (Muss man nur ggf. mal dran erinnern).
In Deutschland ist es nur so, dass es die Leute in Deutschland erst mal nicht interessiert. Diese theoretischen Planungsphasen interessieren niemanden. Erst wenn man dann die Praxis erlebt, kommt der Aufschrei, dann ist es aber oft schon zu spät und damit: selber Schuld!
 
@robs80: Die Aussage die Du beanstandest, ist aber nicht auf deinen Mikrokosmos Deutschland beschränkt, sondern global zu sehen und mit Sicherheit auch so gemeint, denn schließlich geht es in der entsprechenden News nicht mal ansatzweise um Deutschland!
In den Entscheidungsprozess werden Bürger generell nicht mit einbezogen. Weder in Deutschland, noch sonst wo in der EU, auch nicht in den USA, Japan, Korea und so weiter.
Aber in den meisten davon, vor allem in der EU, ist es Pflicht, die Bürger über die geplanten Änderungen hinzuweisen. Dies ist z.B. in Stuttgart ordentlich passiert. Die Leute hätten sich dann sofort zusammen schließen und ordentlich dagegen vorgehen müssen. Bei S21 passierte das aber erst, als das Ding schon im Gange war.
Und auch nicht vergessen. Auch hier (siehe Artikel) hatte die BI nur einen Erfolg, weil sie herausgefunden haben, dass es Formfehler gab. Ohne diese hätten sie auch keine Chance gehabt!
 
@robs80: In Österreich wurde sogar die Inbetriebnahme eines fertig gebauten Atomkraftwerks unterbunden - ja sogar das Verbot von AKW-Stromproduktion festgeschrieben.
 
@Bitfreezer: JA die Österreicher sind ja auch ein Völkchen, das sich zur Wehr setzten kann.
 
@robs80: Wenn sich nicht genügend zur ehr setzen, liegt das wohl daran, dass sich keinen Mehrheiten gegen etwas finden, ganz einfach. Und warum sollten Minderheiten berücksichtigt werden ?
 
Würde mich jetzt wirklich mal interessieren wie laut so ein Datenzentrum denn ist. Also Lüfter kann man auch so bauen, dass sie nicht laut sind. statt vieler 1m-Durchmesser-Lüfter, nimmt man dann halt welche mit 3m Durchmesser. Also irgendwie kann ich nicht so ganz nachvollziehen, wieso ein Datenzentrum laut sein muss.
 
@bowflow: "Also Lüfter kann man auch so bauen, dass sie nicht laut sind." - Wenn es denn gewollt ist und finanziell bedacht wurde, denke das Gerichtsurteil ist schon ziemlich wichtig und gut, da Firmen so gezwungen werden auch an sowas zu denken. Der reine Kapitalismus ist schon ein Arschloch, gut dass er in unseren Breitengraden immerwieder Dämpfer bekommt. Erinnert manchmal an Kinder die Grenzen austesten bis... :-)
 
@bowflow: Ichnehme an, Du bist Ingenieur und befasst Dich mit solchen Dingen?
 
@bowflow: Diese großen Lüfter passen in die "Pizza-boxen" die heutzutage üblich sind nur sehr schwer rein. Außerdem denke ich nicht das die Lüfter das Problem sind. In Interexion Rechenzentren stehen Schiffsmotoren also Notstrom Aggregate und diese müssen mindestens einmal im Monat (laut Gesetz in Ö zumindest) getestet werden.
 
@bowflow: Es geht nicht um irgendwelche einfachen Lüfter, sondern um ausgewachsene Klimaanlagen.
 
Alle wollen, daß ihr Müll abgehlt wird, aber niemand will eine Mülldeponie in der Nähe haben. Alle wollen fliegen, aber niemand will einen Flughafen in der Nähe haben. Alle wollen saubere Straßen, aber niemand will die Lauten Reinigungsfahrzeug vor dem Haus... das ist halt Wutbürgerdemokratie. Halte ich nichts von.
 
Ja ja, die Menschen...alle wollen in die Cloud, aber ein Datenzentrum geht gar nicht...
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen