Monatelange Verhandlungen über Breitband-Milliarden abgeschlossen

Über Monate zogen sich die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern darüber hin, wie die rund zwei Milliarden Euro, die für die Förderung des Breitband-Ausbaus zur Verfügung stehen, verteilt werden sollen. Doch nun scheint es eine Einigung zwischen den ... mehr... Internet, Daten, Netzwerk, Router, Dsl, Kabel, Ethernet Bildquelle: secretlondon123 / Flickr Internet, Daten, Netzwerk, Router, Dsl, Kabel, Ethernet Internet, Daten, Netzwerk, Router, Dsl, Kabel, Ethernet secretlondon123 / Flickr

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"Das Ziel besteht letztlich darin, das alle Haushalte in Deutschland bis 2018 einen Anschluss mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde im Download buchen können. "
"Buchen können" wird nicht das Problem sein. Kabel Deutschland schafft es Stand heute nicht, in vielen Teilen von München an einem gewöhnlichen Abend mehr als 3 Mbit mit massivem Packet Loss durch die Leitung zu quetschen.
 
@PatrickE: Also ich "buchen können" gelesen habe dacht ich mir, dann kannste halt buchen... heißt noch lange nicht dass du es auch bekommst.
50Mbit gebucht und 12Mbit erhalten ^^
 
@PatrickE: Ach, dann hab nicht nur ich das Problem? Morgens um 5 habe ich 50 Mbit :D abends grad mal 4-5... :(( Aber wenn es so extrem ist, greift das Sonderkündigungsrecht. Die Telekom hat ja den Hybrid Tarif, das könnte eventuell besser sein.
 
@PatrickE: Das liegt aber an der Technik hinter "Kabel". Der Anschluss hat physische Grenzen und diese muss sich zwischen allen aufteilen, die diese gerade nutzen.
Die Rechtssituation ist klar: Man kann di Provider zur Nacherfüllung verpflichten, alternativ Kürzungen beim Betrag oder Sonderkündigungsrecht. Muss man halt von Gebrauch machen... ich kann aus Erfahrung sagen, dass ein Anwalt da immer Hilfreich ist!
 
@PatrickE: "Das Ziel besteht letztlich darin, das alle Haushalte in Deutschland bis 2018 einen Anschluss mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde im Download buchen können." Das geht hier und da bereits heute mit LTE. Nur ist das keine 100%ige Alternative. Wenn dann so ein Scherzkeks 2018 kommt und sagt "jaaa, bei Ihnen ginge ja LTE, Bedingung erfüllt", mich das für 30 GB aber 55 Euro im Monat kostet, die bei 50 Mbit/s praktisch in der ersten Woche weg sind und ich immer schön Traffic nachkaufen muss, dann ist das nichts anderes als Verarsche. Das ganze Netz legt sich mit seiner Entwicklung immer weiter auf höhere Geschwindigkeiten und infolgedessen auch auf mehr Traffic aus. Aber in Deutschland wird man als Internetkunde verarscht und gemolken. Und ich prophezeie jetzt schon, es wird 2018 so laufen...
 
Ob jetzt endlich mal Industriegebiete bevorzugt ausgebaut werden? Mit hinblick auf die Abschaffung von ISDN will man ja nun alle zu VoiP zwingen aber bei SIP-Trunk der Telekom wird mind. 50mbit vorausgesetzt.
 
@Odi waN: Nö... erst mal Wohngebiete und Dörfer, dann Industriegebiete, wie es bisher schon war. Wieso sollte sich was ändern. Zuerst wird es dort Ausgebaut, wo man am schnellsten wieder Geld rein holen kann. Und das sind nun mal Wohngebiete, gewichtet nach der Bevölkerungsdichte.
 
Und wenn sich die 50 MBit nur über LTE mit Volumenbegrenzung realisieren lassen, dann ist das auch kompletter Blödsinn.
 
@WOnken: Das ist ja der Sinn... die Umsetzung muss per "Kabel" realisiert werden. Die Mobilen Datenverbindungen gelten nicht als Breitband im Sinne dieser Förderung!
 
Entweder da ist ein Fehler im Handelsblatt, das wird so nicht funktionieren oder ich überlese da etwas.
Ich hänge gerade an dem Satz "Danach erhält jeder Antragsteller bis zu zehn Millionen Euro, maximal 50 Prozent der Investitionen erstattet." Wenn ich das so deute, dass die 10 Mio die maximale Obergrenze ist, wird das wohl nicht funktionieren bzw. wohin geht der Rest der 2 Mrd? Ich gehe davon aus, dass der meiste Ausbau durch die Telekom geschehen wird. Nur wenn die Fördermittel nach oben hin gedeckelt sind, wird sich die Telekom den Ausbau 2 mal überlegen.
 
@Lastwebpage: Pro teilstück vermutlich. Die Telekom kann ja mehrere Gebiete ausbauen und je nach Ausbaugebiet gibts maximal 10 Mio.
 
@FatEric: Nein, die Investition ist PRO Antragsteller! Jeder Antragsteller kann maximal 10 Mio bekommen. Sprich die Telekom 10 Mio, Unitymedia 10 Mio, Vodafone 10 Mio, Telefonica 10 Mio, Kabel Deutschland, NetCologne und viele mehr.
Jeder kleines lokale Anbieter kann bis zu 10 Mio bekommen. Aber halt maximal 50 %. Das heißt viele werden locker bis zu 20 Mio investieren... darüber hinaus werden die sich schon überlegen, ob es Sinn macht.
Es ist nicht die Ultimative Lösung, aber ein Anfang.
 
Wenigstens macht die Telekom überhaupt was bei mir wurde z.b bzw wird noch Ausgebaut ohne Fördermittel ländliche Gegend und grade mal 6K Einwohner also die Telekom kann auch was "verbessern" wenn Sie den will auch wenn es "nur" Vectoring ist so ist ok den Glas überall hätte sich hier sicher in 200 Jahren nicht Gelohnt^^ was nicht heißt das die Telekom ne Heilige Kuh ist
 
@Windows_7_: Problem bei Glas ist vorallem, dass es noch genügend Leute gibt, die damit gar nichts anfangen können und ihre Immobilie nicht anschließen lassen. Stell dir vor, es soll Glasfaser in einer Stadt ausgebaut werden und nur 50% der Haushalte machen mit. Und das ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern Realität. So ein Ausbau ist dann auch schwachsinn. Insofern ist Vecotring schon ok, denn die Kupferdoppelader hängt dann schon in jedem Haus.
 
@FatEric: Nein, Vectoring ist großer Unsinn. Die Investition in die Technik verschlingt viel Geld und ist heute eigentlich schon veraltet. Es ist klar, dass sie in Zukunft durch Glasfaser ersetzt werden muss. Vectoring wäre als Übergangstechnologie ok, wenn die Technik schon da wäre. Ist sie aber nicht. Also investiere ich viel Geld in den Müll.
 
@Nunk-Junge: Vectoring verschlingt nur einen Bruchteil der Kosten, der ein Vollständiger Glasfaserausbau kostet. Bei Vectoring musst du aber den Verteiler eh schon mit Glasfaser versorgen. Somit bringt Vectoring schon mal das Glasfaser auf wenige 100 Meter an die Haushalte ran. solange es keine Anschlusspflicht gibt und nur knapp 50% der Haushalte überhaupt mitmachen, kannst Glasfaser vergessen.
 
@FatEric: Es stimmt, dass Vectoring billiger ist. Vectoring kostet laut einer Studie in 2014 pro Kunde im Schnitt 550 Euro. Glasfaser kostet mit 2400 Euro pro Kunde deutlich mehr. Aber die Investition in Vectoring wird man in wenigen Jahren wieder wegschmeißen müssen und dann doch nochmal die Investition in Glasfaser machen müssen. Langfristig geht kein Weg an Glasfaser vorbei, das sagt sogar die Telekom.
 
@FatEric: Problem ist, dass ich gerne Glasfaser anschließen lassen wollte, jedoch keins (wie in so vielen Neubaugebieten) mit verlegt wurde. Die haben da in den Behörden nicht mal gewusst, was ich damit will. Ende vom Lied, ich startete hier mit 3 MBit und bin jetzt nach vielen vielen Bemühungen und dem Wechsel von 1&1 weg zur Telekom immerhin bei 12 MBit angekommen.
 
@FatEric: Lösung: Gesetzgeber verpflichtet die Eigentümer zum Anschluss, wenn Mieter dies fordern. Wäre definitiv machbar. Beim Strom, Wasser und Co. gibt es ja entsprechende Pflichten schon. Auch da waren nicht alle angeschlossen, als das kam... der Gesetzgeber gab ne Frist und machte es für Neubauten zur Pflicht.
Mit dem Breitband Internet könnte man es auch machen. Nur bringt es nichts, die Eigentümer dazu zu verpflichten, wenn es nicht verfügbar ist. Erst muss die Infrastruktur stehen, dann kann man sie zur Pflicht machen.
Und wenn es auf freiwilliger Basis nicht geht.... dann halt so!
 
@Scaver: Und wenn durch Vectoring das Glasfaser nur noch hundert Meter vom Haus weg ist, dann kann ggfs so ein Gesetz kommen. Aber eines ist klar. Ohne ein solches Gesetz braucht man Glasfaser nicht ausbauen.
 
@Windows_7_: Glasfaser für alle haushalte ist das was alle Industriestaaten machen. Nur Deutschland baut veraltete Technologien aus (DSL/VDSL/Vectoring). Schon heute können wir selbst mit Ländern wie Rumänien nicht mehr mithalten. Zu den führenden Ländern in Europa wird Deutschland mehr als 10 Jahre Rückstand bescheinigt. Unsere leider völlig inkompetente Regierung hat als Ziel bis 2018 eine Anbindung von 50 MBit/s für alle zu erreichen. Zum Einen ist heute schon klar, dass das auf keinen Fall erreicht werden kann, denn es gibt unabhängig vom Geld einfach nicht genug Techniker um das in der Zeit zu schaffen. Zum Anderen will die Regierung das durch DSL/VDSL-Ausbau erreichen - und durch Anbindung über Satelliten. Beides sind aber geteilte Medien, die sehr schnell einbrechen bei einer Steigerung der Nutzerzahlen. Nun gehen aber immer mehr Tablets, Fernseher, Stereoanlagen, Smart Homes, ... ins Netz. Daher wird durch Wahl der veralteten Technologie dies wieder unterlaufen. Das ist nun auch keine neue Erkenntnis. Es ist allgemein schon seit vielen Jahren bekannt, dass langfristig nur Glasfaser helfen kann, daher bauen alle Länder auch schon lange ihre Netze aus. Selbst ärmere Länder haben schon signifikante Anzahl an Haushalten angeschlossen (Rumänien 3 %, Russland 25 %), nur wir nicht. In vielen europäischen Ländern gibt es schon Pilotgegenden mit 1 GBit/s Download - und auch Upload. Wenn unsere Politiker planen ländliche Gegenden über Satellit anzubinden, dann bedeutet das einen Upload der nicht einmal im bereich Mbit/s liegt. Bald kann Deutschland nur noch mit Ländern wie Nordkorea konkurrieren, denn selbst Entwicklungsländer sind dabei uns zu überholen.
 
Ich gehe jede Wette ein, dass hier an meinem Standort auch 2018 kein DSL oder Kabel verfügbar sein wird... der damalige Plan war ja mal im Jahre 2010 mindestens 2 MBit/s. Bis heute gibt es nicht mal DSL-Light, sondern eben nur LTE mit Volumenbeschränkung.

Hey Telekom & co, ich würde 50-60 Euro/Monat für DSL 6000 ohne Volumenbeschränkung zahlen. Wäre nämlich billiger als aktuell mein max 7,2 MBit/s LTE mit nur 30 GB/Monat.
 
Toll, wieder 2 Milliarden aus Steuergeldern verschenkt! Der Bund bzw. wir alle zahlen die Leitungen und die Einnahmen aus den Verträgen gehen dann zu 100% an die Firmen .... da sollten dann auch Teile der Leistungen zurück fließen, die Unterstützung darf also kein Geschenk sein, sondern gern ein günstiges Darlehen o.ä. ...
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