Dell kauft EMC für 67 Milliarden Dollar: größter Deal der IT-Geschichte

Der US-Computerkonzern Dell übernimmt den Speicherspezialisten EMC im bisher größten Deal dieser Art zum Preis von ganzen 67 Milliarden US-Dollar. Damit entsteht ein neuer Gigant auf dem IT-Markt, der künftig in Privatbesitz verbleibt und sich so ... mehr... Dell, Management, Irland Bildquelle: Dell Dell, Management, Irland Dell, Management, Irland Dell

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Der Nettogewinn von EMC lag zuletzt bei 2,7 Milliarden US-Dollar. D.h. man benötigt ohne Berücksichtigung der Zinsen für den Mega-Kredit ca. 25 Jahre bis man die Ausgaben für den Kauf wieder drin hat. Kann mir einer den Sinn dahinter erklären? Als ob es Dell in 25 Jahren noch gibt...
 
@DerKritiker: Du kannst dir doch auch heute ein Haus kaufen und es erst in 25-30 Jahren abzahlen. Weisst du denn ob du in 30 Jahren noch dort wohnen willst :O
 
@-adrian-: Und du meinst eine Firma im Hier und Jetzt plant so, dass man in 25 Jahren endlich Gewinn einfährt? Von wem stammt so ein Business-Plan? :-D
 
@DerKritiker: Ich glaube es ist sehr schwer das als Außenstehender auch nur ansatzweise zu verstehen. Du musst ja auch quersubventionierte Produkte und neue Gewinnmöglichkeiten mit in Betracht ziehen. DellsNettogewinn wird sich jetzt pro Jahr mit ziemlicher Sicherheit nicht um Summe x von EMC erhöhen, sondern ne gänzlich andere Zahl sein.
 
@Crider1990: Das ist mir schon klar. Man wird auch Kosten sparen, Know-How teilen, etc. pp. Aber selbst dann sind es mit Zinsen doch immer noch 15-20 Jahre. Ich finde den Kaufpreis völlig absurd und überzogen. Wäre er deutlich niedriger wäre alles ok und verständlich, aber nicht bei diesen Zahlen hier.
 
@DerKritiker: Solche Käufe werden oft dazu genutzt, um den Anschluss an die Marktführer zu erkaufen. Zum Beispiel, wenn das eigene Unternehmen es versäumt hat sich auf bestimmten Zukunftsmärkten zu entwickeln. Außerdem wird das Know-How (Mitarbeiter, Patente, Kundennetze) mit eingekauft.
Für Dell kann das durchaus Sinn machen, da sich sich nach eigener Einschätzung nach auf einem absteigenden Ast befinden und damit ihr künftiges Risiko streuen möchten.
Allerdings hat sich in der Vergangenheit oft gezeigt, dass solche Käufe nicht in dem Maße rentieren mit dem gerechnet wurde (siehe Daimler-Chrysler Fusion oder der Nokiakauf von Microsoft).
Die elegantere Lösung ist selbstverständlich Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und in diese zu investieren. Unternehmen tuen sich damit aber sehr schwer, weshalb solche Investitionen auch weiterhin zustande kommen werden.
______________________
ENDE PO PENDE :-)
 
@DerKritiker: ich würde mich auch wundern, wenn es Dell oder HP noch in 20 Jahren gibt. Solche ideenlose Unternehmen können in heutiger Zeit in dieser Branche nicht lange überleben.
 
@yournightmare: Mas sein, dass Dell sich im privatkundenmarkt nicht wirklich stark aufstellt(vom XPS 13 mal abgesehen mMn), aber das ist auch nicht der Markt, auf dem Gewinne eingefahren werden. Im Business-Bereich siehts anders aus und da werden nunmal die größeren Umsätze gemacht.
 
@yournightmare: Dachte man das nicht auch von Apple? So im Jahre..1997?...Denkanstoss ;)
 
@Edelasos: Noch haben sie 2 Jahre Zeit zum Untergehen. Das können sie noch schaffen, sie müssen es nur wollen!
 
@DerKritiker: Wieso sollte es Dell in 25 Jahren nicht mehr geben? Vielleicht gibt es Dell ja noch länger als z.B. Apple? Dell wird sich einfach in Zukunft in eine andere Richtung entwickeln und nicht mehr ein PC Hersteller sein.
 
@DerKritiker: Die übliche Richtgröße ist hier das KGV. Jetzt kann man behaupten, dass ein KGV von 24,8 (gemessen am Kaufpreis) hoch ist, jedoch ist das bei in der IT-Branche/New-Economy tätigen Konzernen fast immer. Facebook hat ein KGV von ~44, Netflix sogar von ~77. Amazon weist pro Aktie derzeit schlicht keinen Gewinn aus, hatte in den letzten Jahren aber ein KGV von mindestens 30, meist aber eher so um 70 oder 80, letztes Jahr sogar höher 600.

Sorry, aber ein solches Verhältnis wie bei EMC ist jetzt nix Besonderses. Vor allem, da beim Kauf des Unternehmens bestimmt nicht davon ausgegangen wird, dass der Wert der Firma gleich bleibt oder gar sinkt.
 
@DerKritiker: Die 67 Milliarden Dollar sind ja nicht weg, man hat ja jetzt eine Firma in dem Wert. Man muss also nichts wieder rein holen, weil man hat jetzt nicht nur 67 Milliarden Dollar, sondern auch noch 2,7 pro Jahr. Man steigert also den Wert im ideal Fall und ganz einfach ausgedrückt.
 
@DerKritiker: Der "Sinn dahinter" ist schon ein bisschen mehr als nur in X-Jahren den Kaufwert wieder rein zu holen. Der Wert des Unternehmens ist ja auch von Dauer. Also in 25 Jahren immer noch vorhanden und idealer Weise sogar noch viel höher als heute. Unabhängig vom Gewinn besitzt ein Unternehmen noch einen Buchwert. In Relation zum Kurs hat man also das KBV, das Kurs Buch Verhältnis. Und das ist bei EMC gerade 2,70. Der Kurs liegt also um das 2,7 Fache über dem Sachwert des Unternehmen, also z.B. Immobilien, Bargeld, Inventar,... . Wenn man das berücksichtigt dauert es schon keine 25 Jahre mehr um sein Kapital zu rück zu kriegen. Daneben ergeben sich noch diverse Vorteile für Dell, z.B. die Steigerung des eigenen Wertes, da die EMC Produkte, Expertise, Patente, Kunden und Partner die Dell Produkte über kurz oder lang attraktiver machen werden. Dazu kommen Synergieeffekte, also doppelte Kostenstellen die nach der Übernahme eliminiert werden können, bestenfalls gehen solcher Ersparnisse in die Milliarden. Und so weiter und so fort.
Edit: Ach ja, vergessen, das Gewinnwachstum muss man auch noch berücksichtigen. Das wirkt in 25 Jahren wie ein Zinseszins auf der Bank.
 
@DerKritiker: den kleinen fressen die haie

Größe hilft schneller zu Wachsen und Dell hat hier ganz klar einen Kandidaten mit guten Wachstumschancen geschnappt. Von Dell kommt eben mit der Übernahme quasi das komplette Unternehmensit aus einer Hand (Software aussen vor)

Netzwerinfrastruktur = Force10
Speicherlösungen = EMC
Virtualisierungslösung = VMware
Server = Dell

Dell hat sich ja "selbst" gekauft um auf einen agressiven Wachstumskurs zu gehen....hier sieht man wie Dell das vor hat.
 
@DerKritiker: Dell musste doch jetzt immer Geld für die Komponenten von EMC bezahlen. Diese Ausgaben fallen jetzt quasi weg, bzw man bekommt sie zum Herstellungs-Preis.
 
@DerKritiker: es geht nicht immer um Gewinne... "interessanter" ist da der Kauf z.B. von Nokia... Microsoft wird mit NOKIA NIE Gewinne einfahren... im Gegenteil die haben auch noch 6 Milliarden Verlust gemacht...

Aber Patente, Kunden,... sind das alles einfach Wert! Abgesehen davon muss es ja nicht sein, dass man "nur" 2,5 Milliarden Umsatz macht... oft ist Gewinn von Firma 1 und Gewinn von Firma 2 getrennt weniger als Gewinn von Firma 1&2...

Seit dem iPhone Verkäufen lebt auch der MacBook Bereich wieder auf... vorher war Apple nur was für die "besonderen" jetzt kaufen sich viele ein "Gesamtkonzept"... evtl. will auch DELL dieses Gesamtkonzept erreichen...
 
@baeri: Da widerspreche ich. Microsofts Nokia-Kauf ist ein klassischer Griff ins Klo, sodass der Kauf fast komplett abgeschrieben werden musste. Die Patente und das Know How hätte man sich viel günstiger sichern können. Kunden gab es abseits von Feature Phones kaum noch und die sind für MS uninteressant.
 
Wenn ich eine komplette Firma kaufe, wer bekommt denn dann eigentlich das Geld dafür? Der Geschäftsführer oder wer?
 
@citrix no.4: Könnte vielleicht der Besitzer sein. Aber nur vielleicht. In dieser Größenordnung also meist der Aktionär.
 
@Niccolo Machiavelli: Also tue ich ja eigentlich gut daran, selbst viele Anteile zu halten, weil wenn ich die Firma dann kaufe, bekomme ich das Geld ja wieder zurück :)
 
@citrix no.4: Was macht ein Eigentümer anderes, als 100 % der Anteile zu besitzen?
 
@citrix no.4: Hä, ich glaube, da hast du noch nicht ganz verstanden was eine Aktiengesellschaft ist. Wenn du Anteile an einem Unternehmen hältst das du später kaufst hast du ja schon ein Teil des Unternehmens gekauft als du die Aktien gekauft hast, die du hältst.
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