Autonome Autos: Google sagt, dass Versicherungen begeistert sind

Google hat gestern Abend neue Smartphones und Chromecast-Versionen sowie ein neues Tablet vorgestellt. Am Rande dieses Herbstevents (aber ohne direkten Zusammenhang) gab es auch noch eine weitere Veranstaltung und zwar zum Thema selbstfahrende Autos. mehr... Google, Selbstfahrendes Auto, Google X Bildquelle: Google Google, Selbstfahrendes Auto, Google X Google, Selbstfahrendes Auto, Google X Google

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Klar sind die begeistert: Kriegen dieselbe Kohle und müssen zu 90% nicht mehr bezahlen, also mehr Einnahmen.
 
@Shiranai: Da Täuschen sich die Versicherungen... sollte mein Auto "Unfallsicher" sein, werde ich es nicht mehr versichern!
=> Abgesehen bin nicht mehr ich der Fahrer sondern nur der "Inhaber" d.h. es reicht meine Private Haftpflicht...

Die Schneiden sich Tief ind Fleisch in der Hoffnung "Reich" damit zu werden.
 
@baeri: Und plötzlich steht in den neuen Haftpflichtversicherungen, das Autonome Fahrzeuge ausgenommen sind, oder für einen Aufschlag von XXX € mit abgedeckt werden können.
 
@crmsnrzl: das wird nicht so einfach in Deutschland... dieweil die Konkurrenz belebt das Geschäft und "Absprachen" sind Illegal...

d.h. derjenige der es Einführt dafür Geld zu verlangen hat schnell keine Kunden mehr ^^

Außerdem wird im ersten Moment die Versicherung schreien: "Versicher dich bei mir, hier ist es Kostenlos!"
 
@baeri: Soweit die Theorie.
 
@baeri: faire Prämie=Eintrittswahrscheinlichkeit*Schaden
kommerzielle Prämie=(Eintrittswarscheinlichkeit*Schaden)*(1+Aufschlag in %)
Lass Eintrittswahrscheinlichkeit gegen 0 gehen -> kommerzielle Prämie geht gegen 0.
Es wird natürlich Widerstand auf Seiten der Versicherungen geben, aber auf mittlere oder lange Frist, werden sie zumindest bei Fahrzeugen untergehen. (siehe Eisabbau nach der Erfindung von Kühl-/Gefrierschränken)
Zwei weitere Faktoren, die die Entscheidung von Versicherungsnehmern und -gebern beeinflussen sind "moral hazard" und "adverse selection". Das würde den Rahmen des Kommentares sprengen, gibt aber guten Einblick in die Versicherungsmathematik und ist für Laien auch noch mit etwas Aufwand verständlich. Wenn es dich interessieren sollte, dann kannst du ja jetzt danach googlen.
 
@mil0: in deiner Rechnung fehlt "Leider" die Grund- / Verwaltungsgebühr... diese verkauft dir zwar keine Versicherung, ist aber trotzdem mit inbehalten. Somit können die Risiko Kosten zwar bei 0 stehen, die Versicherung trotzalledem etwas Kosten.

Das einzig vernünftige (in meinen Augen) wäre eine gute Kasko mit anzubieten die gleichzeitig eine Haftung mit einschließt. Man muss das ganze inteligent angehen... evtl. sollte man sogar noch eine KFZ-Rechtsschutz bekommen. Ab dann wirds sogar für mich Interessant.

Aber vor 2020 wird niemand (PRIVAT) mit einem Autonomen Auto fahren... bis dahin müssen wir uns keine Gedanken machen.
 
@baeri: In dem (1+Aufschlag in %) sind alle Gebühren enthalten. Sie können nicht als Variable absolut hinzuaddiert werden, da die kommerzielle Prämie das Vermögen, und somit den gesamten erwarteten Nutzen, des V.Nehmers unmittelbar beeinflussen.
 
@baeri: Gegen verkratzen, Steinschlag und Co. ist auch das Google Auto nicht sicher.
Von daher wird man auch dafür weiterhin eine Versicherung benötigen.
 
@andi1983: dann nenn mir mal ne (Haftpflicht-)Versicherung die gegen Verkratzen, Steinschlag und Co wirklich wirkt...

was du meinst sind Kasko-Versicherungen... und das ist mal wieder etwas "ganz" anderes...
 
@baeri: Du hast ja auch keine Fahrerhaftpflichtversicherung, sondern eine KFZ Haftpflichtversicherung ;)

In dem Wort steckt überdies die Silbe "Pflicht", wodurch dein persönlicher Entscheidungsspielraum ein wenig eingeschränkt wird.
 
@karstenschilder: Das Wort "Pflicht" bezieht sich aber auf "Haftpflicht" und nicht auf "Pflichtversicherung", auch wenn die KfZ Versicherung Pflicht ist, ist die private Haftpflichtversicherung eben keine Pflicht, obwohl es das gleiche Wort beinhaltet.
So, genug geklugscheißert für heute.. ;)
 
@baeri: Dir ist schon klar, dass in D eine Pflicht zur KFZ-Haftpflichtversicherung besteht? Also: Keine Versicherung und auch Dein autonomes KFZ fährt nirgendwo mehr hin.
 
@iPeople: dir ist schon klar, das Autonomes Autofahren in D überhaupt noch nicht Legalisiert ist und die Rahmenbedingungen für Versicherung schon 2x nicht?

Ich meiner KFZ-Haftpflichtversicherung ist IMMER ein Fahrer definiert... somit bringt diese NICHTS, NOTHING, NADA,... für autonome Autos.

... hautsache mal getrollt?
 
@baeri: Der Name steht da drin, um als alleiniger Nutzer einen besseren Tarif zu bekommen, mehr nicht. Und wenn Du glaubst, dass es keine Pflicht zur Haftpflicht mehr geben wird, weil Google tolle Technik liefert, hast Du offenbar sehr tolle Fantasien, mehr aber auch nicht.

--- hauptsache mal Unwissen gezeigt?
 
@baeri: Das wird aber schwierig, weil du ohne Versicherung kein Auto zugelassen bekommst^^
 
Ich sage, dass für mich Freude am Fahren im Vordergrund steht und ein autonomes Fahrzeug für mich nicht in Frage käme ;-) Aber prinzipiell natürlich eine gute Entwicklung.
 
@snaky2k8: ne mischung ist sicher nicht schlecht - für lange fahrten und oder lastwägen zb
 
@snaky2k8: Das würde ich auch so sagen ... wenn ich aber morgens auf dem Weg ins Büro durch 40 Minuten Stau fahre, dann wäre das System super ... denn wer da Freude am Fahren hat, steht auch auf glühende Kohlen aufs Gebimsel!
 
Ist das nicht ein wenig zu "übervorsichtig" einen derart dimensionierten Überrollkäfig (Video) in einen "Normalen" PKW einzubauen, sowas habe ich bisher nur bei der DTM gesehen?

Egal was die Versicherungen, Google oder sonstwer sagen, ich will selbst fahren, da halte ich wie "Markus".
Ganz abgesehen davon, das diese Autonom rollenden Terroristenträume ein Potential haben das bei mir Albträume verursacht.
 
@Kribs: Sind ja keine Serienmodelle. Wenn das für den Massenmarkt produziert würde, sähe das sicher anders aus.
 
Ah ja. Das Auto hat also einen Mann im Rollstuhl erkannt, der einem Truthan hintergejagt ist, hat dem Fahrer mitgeteilt, das Tier nicht weiter unnötig aufzuschrecken und sowohl den Tierschutzverband als auch den Pflegedienst verständigt, um sowohl dem Verfolger als auch dem Verfolgten gerecht zu werden.

Was ist denn das für eine Aussage!? Das Auto hat ein Hindernis erkannt. Oder zwei sich bewegende Hindernisse. Ich wage SEHR stark zu zweifeln, dass das Auto einen "Mann im Rollstuhl" und einen "Truthahn" erkannt und dann auch noch den Zusammenhang analyisert hat, dass der eine den anderen verfolgt. Das wäre eine so dermaßen überflüssige Information für ein autonom fahrendes Auto, dass ich hoffe, dass Google die Rechenkapazität lieber in andere Dinge investiert.

Und die Versicherungen freuen sich sicherlich nur in den USA. Denn sie wissen, dass sie im Falle eines Falles erst einmal gar nichts zahlen, weil ja im Grunde gar nicht geklärt werden kann, wer denn den Unfall verursacht hat. Beide Fahrer werden sich auf Ihr Auto berufen, in dessen Fahrweise sie ja nicht wirklich eingreifen können. Und der Hersteller wird sagen, dass er nicht gefahren ist. Jahrelanger Rechtsstreit und am Ende bleibt wahrscheinlich jeder auf seinen Kosten sitzen. Natürlich freuen sich die Versicherungen da. Deswegen wird es das so schnell auch in Deutschland nicht geben, da hier keine Versicherung ein solches Risiko eingehen würde.
 
@HeadCrash: Zu erkennen, ob ein Hinderniss ein Baum, ein Kind, ein Tier oder sonstwas ist, ist sehr wohl wichtig für das Fahrzeug, weil es die Art der Reaktion beeinflusst, ja sogar beeinflussen MUSS. Objekterkennungsalgorithmen geben sowas auch her, die können sowas durchaus ermitteln.
Auch der Zusammenhang "Hinderniss 1 jagt Hinderniss 2 hinterher" ist nicht unwichtig. Ein Ball als Hinderniss ist relativ harmlos, den kann man notfalls rammen. Wenn da aber ein Kind nebenher rennt und den Ball offenbar verfolgt, ist der Ball nicht mehr so harmlos.
 
@TiKu: Ich geb Dir recht, dass das System verschiedene Typen von Hindernissen erkennen muss, vor allem bzgl. der Frage "lebt das Hindernis oder nicht". Ob ein Hinderhins ein anderes verfolgt, ist vollkommen irrelevant. Wichtig ist für das Auto, dass es Hindernisse unterschiedlich bewerten kann, um z.B. zu entscheiden, welchem Hindernis man unbedingt ausweichen muss und welches man schlimmstenfalls überfahren kann. Würde ein Kind einem Ball hinterherlaufen, muss das Auto nicht wissen, wer wen verfolgt, sondern dass das eine "Ding" lebt und das andere "Ding" eben nicht. Außerdem muss es Bewegungen erkennen, um die Ausweichrichtung etc. zu bestimmen.

Komplexere Dinge wären einfach überflüssig, was nicht bedeutet, dass diese Punkte nicht schon sehr komplex sind.
 
@HeadCrash: Da bin ich anderer Meinung. Wenn das Fahrzeug erkennt, dass das Kind dem Ball hinterherläuft, kann es das Verhalten des Kindes besser voraussagen und anders reagieren. Wenn du an einem Kind vorbeifährst, dass die Straße entlang rennt, verhältst du dich doch vermutlich auch etwas anders als wenn du zusätzlich einen Ball herumrollen siehst und weißt, dass das Kind den Ball will. Klar, das spielt sich im Unterbewusstsein ab und fällt einem deshalb nicht auf. Aber achte mal drauf.
Etwas plakativer: Ein Kind rennt auf dem Gehweg die Straße entlang. Angemessene Reaktion des Autofahrers: Vielleicht etwas abbremsen, auf jeden Fall bremsbereit sein. Nun rollt aber auch noch ein Ball am Straßenrand entlang, der für sich genommen keinerlei Gefahr darstellt und an dem man problemlos vorbeifahren könnte. Ist es dann wirklich noch damit getan, nur bremsbereit zu sein?
 
@TiKu: Natürlich verhält sich der Mensch in dem Fall anders, ein Computer aber nicht. Der ist ja IMMER Bremsbereit und muss im Gegensatz zum Menschen nicht spezielle Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Aufgabe legen. Mit anderen Worten: solange sich Kind und Ball parallel zur Straße bewegen wird der Computer sagen "keine Gefahr, weiterfahren". Ob er die Geschwindigkeit reduziert, ist fraglich (genau wie bei den meisten Autofahrern) und hängt sicherlich noch von vielen anderen Faktoren wie z.B. dem Abstand zwischen lebendem Hindernis und Auto, der Geschwindidkgit des Hindernisses und des Autos etc. ab.

Sobald nun aber Kind oder Ball einen Kurs einschlagen, der den des Autos kreuzen könnte, wird das Auto reagieren, weil es ja sowieso immer alle Faktoren analysiert. Wenn man das Problem also versucht weitgehend zu abstrahieren und zu vereinfachen, was man im Bereich der Algorithmen nun einmal versuchen muss, wird es also primär auf die Informationen "lebendig oder nicht", "Geschwindigkeit", "Richtung", "Abstand zum Fahrzeug" rauslaufen.

Und um auf das Beispiel zurückzukommen: dem Auto sollte es wurscht sein, ob dort ein Mann im Rollstuhl, ein Mann auf dem Fahrrad, ein Spaziergänger oder ein Mann mit Rollator unterwegs ist. Es ist ein lebendiges Hindernis, das eine bestimmte Richtung und Geschwindigkeit hat.

Der Auerhahn ist insofern ein interessanteres Problem, da er mind. als lebendes Hindernis erkannt werden müsste. Nach Deutschem Gesetz ist er aber als Tier nicht "schützenswert" und darf ruhig überfahren werden, im Gegensatz z.B. zu einem Kleinkind.
 
@HeadCrash: wenn das Kind nun aber noch weit weg von der Strasse ist, der Ball jedoch die Fahrtrichtung kreuzt, wird das Auto ohne Zusammenhang nunden Ball erkennen und eventuell keine Notbremsung einleiten. Sobald das Kind dann auf der Strasse idt könnte es dann zuspät sein. Ein Mensch hätte das Kind und den Ball sofort in Beziehung gesetzt obwohl das Kind erstmal noch weit weg ist. Ergo MUSS man die Beziehung zweier Objekte kennen um richtig zu reagieren.
 
@Ex!Li: Muss er nicht (siehe vorherige Antwort). Es wäre in diesem Fall evtl. sogar ineffizient.

Ihr "vermenschlicht" bei der Überlegung den Computer zu sehr. Der Computer könnte - im Gegensatz zum Menschen - folgendes erkennen:

1. Da kommt ein nicht lebendiges Hindernis angerollt, das so klein ist, dass es keinen Schaden anrichten wird. Ergebnis: überfahren oder - wenn problemlos möglich - ausweichen.

2a. Da bewegt sich ein lebendiges Hindernis auf den Fahrweg des Autos zu, das aber so langsam ist, dass ich ohne zu bremsen oder evtl. sogar mit leichter Beschleunigung das Hindernis passieren kann, ohne dass es zu einer Kollision kommt. Ergebnis: weiterfahren oder gasgeben, ggf. Richtung leicht korrigieren.

2b. Da bewegt sich ein lebendiges Hindernis auf den Fahrweg des Autos zu, mit dem es höchstwahrscheinlich kollidieren wird. Ergebnis: bremsen.

Insofern ist der Computer mind. in der Theorie viel besser im Einschätzen von Situationen, als es der Mensch je sein kann. Und falls autonome Autos sich einmal durchsetzen und nicht zu einer dramatischen Verlangsamung des Verkehrs mit noch mehr Verstopfungen von Straßen führen sollen. Dann müssen sie das auch. Dann sehen auch Überholmanöver oder ein- und ausfädeln plötzlich ganz anders aus, weil das Auto viel exakter Abstände und Geschwindigkeiten erkennen und sich anpassen kann. Es wäre also kein Problem, sich bei hoher Geschwindigkeit in einem gerade so passende Lücke einzufädeln, was ein Mensch in der Regel nicht oder nur mit sehr viel Training und erheblichem Restrisiko kann.

Aus diesem Grund bin ich auch skeptisch, dass sich die autonomen Autos in absehbarer Zeit durchsetzen. Denn solange nicht nur autonome Autos unterwegs sind, sondern sie sich die Straßen mit von Menschen gesteuerten Autos teilen müssen, sind letztere zu einem großen Teil schwer berechenbar, da sie nicht immer logisch agieren.
 
@HeadCrash: "Aus diesem Grund bin ich auch skeptisch, dass sich die autonomen Autos in absehbarer Zeit durchsetzen" - solltest Du der Programmierer sein, wäre ich da auch sehr skeptisch ;-)
Du gehst in Deiner Überlegung ständig davon aus, das der Computer nur zu reagieren braucht. Sprich er wartet, bis etwas passiert (z.B. Kind läuft Richtung Straße) und reagiert dann darauf. Ein solches Verhalten wäre tatsächlich dem menschlichen Fahrer unterlegen. Sehr wichtig ist es, auch für einen Computer, Abschätzungen über die zukünftige Entwicklung von Situationen vorzunehmen. Nur so kann er vorausschauend agieren, statt hinterherhechelnd zu reagieren. In der beschriebenen Situation (Ball & Kind) heißt das, die Geschwindigkeit zu redurzieren, schon bevor das Kind dem Ball hinterherläuft.

Sicherlich werden auch Computer ein Fahrzeug nicht 100% fehlerfrei durch den Verkehr bewegen können, nicht mal dann, wenn alle Fahrzeuge computergesteuert fahren. Müssen sie aber auch nicht, es wäre schon ein Fortschritt, wenn sie insgesamt weniger Fehler als menschliche Fahrer machen. Dies scheint zumindest dem Google-Auto zu gelingen, womit es den Verkehr ein gutes Stück sicherer macht.
So gesehen wird es nicht mehr lange dauern, bis erste autonome Fahrzeuge angeboten werden. Hoffentlich kommt die Gesetzgebung schnell genug hinterher.
 
@webmantz: Dann hast Du meinen Text falsch gelesen. Ich habe ja geschrieben, dass der Computer ständig vorausberechnet auf den Daten, die er permanent misst. Nichts anderes macht der Mensch ja auch. Er reagiert auf das Kind, das er gesehen hat.

Was der Mensch im Gegensatz zum Computer aber nicht kann, ist tatsächlich und mit sehr hoher Sicherheit bewerten, wie sich das Kind verhalten wird. Aus diesem Grund verfällt der Mensch in den maximalen Schutzmodus, d.h. Kind = auf jeden Fall bremsen. De-facto MUSS man aber nicht bei jedem Kind die Geschwindigkeit reduzieren. So werden tatsächlich (behaupte ich) die meisten eben nicht die Geschwindigkeit reduzieren, wenn sich der Ball z.B. von der Fahrbahn wegbewegt. Könnten wir tatsächlich schneller und besser vorausrechnen, würden wir nicht grundsätzlich in den Schutzmodus schalten.

Natürlich macht das Google-Auto weniger Fehler, da es mit einer maximalen Geschwindigkeit von 25 km/h fährt. Würden wir alle Autos auf diese Geschwindigkeit beschränken, würden auch die Menschen weniger Fehler machen.
 
@HeadCrash: "Dann hast Du meinen Text falsch gelesen" - schöne Welt, wenn immer nur die anderen die Fehler machen.

"De-facto MUSS man aber nicht bei jedem Kind die Geschwindigkeit reduzieren." Doch, denn gerade und vor allem Kinder agieren häufig völlig unerwartet. Da kann dann der Computer noch so schnell rechnen, es reicht in vielen Fällen trotzdem nicht.
In einem früheren Post hattest Du auch geschrieben, dass computergesteuerte Autos nicht bremsbereit sein müssten. Falsch! Einerseits trifft auch der schnellste Rechner seine Entscheidungen nicht in Nullzeit, jede Form der Vorbereitung hilft also. Andererseits kommt es eben nicht nicht auf die reine Rechenzeit an. Auch die mehanischen Systeme brauchen Zeit, meist sogar mehr als der Computer. So können z.B. der Bremsdruck schon vorsorglich aufgebaut werden, Bremsbeläge schon an die Scheiben "angelegt" werden, etc. Alles, um noch mehr Zeit und damit überlebenswichtigen Anhalteweg zu sparen.

"Würden wir alle Autos auf diese Geschwindigkeit beschränken, würden auch die Menschen weniger Fehler machen." - das stelle ich ausdrücklich in Frage. Die Geschwindigkeit hat nichts mit der Fehlerhäufigkeit zu tun, allerhöchstens damit, wie gravierend die Auswirkungen begangener Fehler sind. Fakt ist aber, dass meines Wissens noch kein Fehler eines Google-Autos jemals zu einem Unfall geführt hätte. Mit menschlichen Fahrern hätte die Bilanz jedenfalls anders ausgesehen.
 
@webmantz: Es machen definitiv nicht nur die anderen Fehler, aber zu behaupten, dass ich sagen würde, Computer müssten nicht vorausberechnen, ist einfach falsch.

Aber davon ab: mit nicht "bremsbereit" meinte ich, dass ein Auto quasi immer bremsbereit sein sollte. Natürlich kann es vorbereitende Maßnahmen treffen, aber wann soll es das denn? Wenn ich auf eine grüne Ampel zufahre, an deren Fußgängerampel Menschen stehen? Die könnten jederzeit loslaufen. Oder wenn ich ein Tier am Straßenrand sehe? Das könnte jederzeit über die Straße laufen.

Ich will damit nur sagen, dass Menschen in bestimmten Situationen deutlich übervorsichtig fahren und das dennoch Unfälle passieren. Und würden wir in allen Situationen automatisiert so entscheiden, WÜRDEN wir alle 25 km/h fahren, da es kaum Situationen gibt, in denen ich gefahrenfrei hohe Geschwindigkeiten fahren kann. Ich dürfte z.B. niemals auf der Autobahn bei 160 km/h überholen, denn woher weiß ich, ob der neben mir nicht plötzlich rüberzieht? Müsste ich nicht immer bremsbereit sein (was man ja de-facto sein müsste).

Also nochmal: alle Systeme, auch die aktuell im Einsatz befindlichen wie Bremsassistenten etc. reagieren auf Abweichungen in der Vorausberechnung. Und NICHTS anderes kann ein Mensch auch tun, nur viel, viel langsamer. Eine Aussage wie "auch Systeme brauchen Zeit und müssten viel proaktiver arbeiten" stellt selbst bewährte Konzepte wie ABS/ASR etc. infrage.
 
@HeadCrash: hier hat aber auch keiner Mut, dem anderen mal Recht zu geben... Immer diese sinnlosen diskussionen
 
@windaishi: Hierbei geht's doch nicht ums recht haben oder nicht. Wir haben einfach unterschiedliche Meinungen, warum soll man über die nicht argumentieren?
 
Jetzt freuen sie sich, aber wenn mal "jeder" ein autonomes Fahrzeug hat, wird es schnell eine Gesetzesänderung geben und Versicherungunen sind plötzlich nicht mehr Pflicht. Dann werden sich die Versicherungen plötzlich alle aufregen.^^
 
Also ich bin kein Experte, aber wieso freuen sich die Versicherungen? Hätte die klassische KFZ-Versicherung bei autonomen Fahrzeugen nicht ausgedient? Schließlich kann der Fahrer für Unfälle nicht mehr haftbar gemacht werden, womit eine entsprechende Pflichtversicherung obsolet wäre.
 
@FuzzyLogic: Dann spricht man von einer sogenannten "Gefährdungshaftung". Pferdebesitzer beispielsweise benötigen eine Pferde- bzw. Tierhalterhaftpflichtversicherung. Ähnlich könnte es dann mit einem autonomen Fahrzeug gehandhabt werden.
 
Ja und werden dann die Versicherungstarife günstiger, oder gleich bleiben.

Spätestens, wenn jeder ein autonomes Fahrzeug hätte, würden die Tarife wieder steigen, weil die Manager dann nicht mehr genug Futter hätten.

Ist doch das gleiche wie diese Sonderregelungen für E-Autos, nur um noch ein paar zum Kauf zu locken.
Wie das Befahren von Busspuren usw. Das alles würde wieder wegfallen, wenn mehr ein solches Auto hätten.
 
@andi1983: Nun, bei real weniger Unfällen würden weniger Reparaturkosten für Unfallschäden entstehen. Da könnten auch bei gleichbleibender "Futtermenge für Manager" die Prämien sinken. Und wenn die Versicherungen nun nur einen Teil der gesunkenen Kosten in Form von sinkenden Prämien an die Versicherungsnehmer weitergeben, dann zahlt der Versicherungsnehmer weniger (wenngleich mehr als die tatsächliche Kostensenkung erlauben würde) und die Versicherung verdient zugleich noch mehr. Sowohl Autobesitzer/-fahrer als auch Versicherungen stehen besser da als zuvor - die Werkstattbetreiber und Ersatzteilhersteller allerdings nicht.
 
die Verträge können sie ja dann zukünftig mit Google abschließen. :)
 
Ich finde selbstfahrende Autos gut. Wenn ich an meine Oma denke die sich nicht mehr traut selber zu fahren und was sie dann alles wieder machen kann.

Ich selber habe beim fahren auch nur noch sehr selten spaß. Und es gibt auch genug leute, von denen ich denke das sie auch nicht mehr selber fahren sollten bzw. nie hätten den Führerschein bekommen dürfen.
 
Klar freuen sich die Versicherungen, weil nach der jetzigen Gesetzgebung nämlich der Fahrer verantwortlich ist, wenn das selbstfahrende Auto Mist baut. Dann muss die KFZ-Versicherung nix zahlen.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

LEGO Mindstorms 31313 im Preis-Check

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte