Berührungslose 'Touchscreens' werden durch neues Material möglich

Noch vor wenigen Jahren stellten Touch-Sensoren quasi einen großen Sprung in der technischen Entwicklung von Eingabesystemen dar. Ein neues Material könnte nun dafür sorgen, dass gar keine direkten Berührungen der Oberfläche mehr notwendig sind und ... mehr... Smartphone, Display, Touchscreen Bildquelle: Engadget Smartphone, Display, Touchscreen Smartphone, Display, Touchscreen Engadget

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Tolle Technik, sehe ich aber nicht wirklich für solche Einsätze. Ich möchte tatsächlich keine noch abstrakteren Eingabemöglichkeiten. Ich möchte Feedback haben. Ich möchte, dass ich eine natürliche Response zu meinem Input kriege, sodass ich zuverlässiger, intuitiver und schneller bei der Eingabe sein kann. Das ist im Wesentlichen das genaue Gegenteil davon und fühlt sich eher an wie eine Rückstufe auf dem Weg dahin. Beim traditionellen Touch-Display habe ich ja wenigstens die unmittelbare Rückwirkung der Oberfläche und ich weiß völlig intuitiv, dass wenn ich die Fläche fühle, eine Eingabe erfolgt, wenn nicht dann nicht. Wie soll das hier passieren? Mir der Ergonomie von solchen berührungslosen Eingabekonzepten will ich gar nicht erst anfangen. Man kennt das vom Theremin, ein berührungslos spielbares Instrument und weil hier lediglich akustisches Feedback erfolgt auch ein so gut wie unmöglich zu spielendes Instrument.
 
@nablaquabla: dann müsste man eigentlich komplett vom touch weg und sich eher der erkennung von gehirnaktivitäten als schnittstelle widmen
 
@Lucy Fagott: Ich hab eigentlich mehr an sowas gedacht wie ausgefeiltere Systeme für haptisches Feedback, bspw. durch Vortäuschen verschiedene Oberflächenstrukturen des Displays oder ähnliches. Gibt auch entsprechende Patente wenn ich mich recht erinnere. Erkennung von Hirnaktivitäten wäre quasi ein weiterer Schritt in die andere Richtung zu noch abstrakteren Bedienungskonzepten. Ich wäre mir auch nicht so sicher ob solche Konzepte wie "Gedankensteuerung" je ernsthaft Fuß fassen, auf jeden Fall nicht in den nächsten Paar Dekaden. Problem ist hier wiederum, dass das Feedback fehlt, da zwar ein solches Gerät unsere Gedanken "lesen" könnte, wir aber nicht die Gedanken des Geräts lesen können. Ich stelle mir eine sehr frustrierende Erfahrung vor, wie mit Links zu schreiben.
 
@nablaquabla: Der erste Schritt wird definitiv eine unidirektionale Kommunikation zwischen Mensch und Maschine sein. Wieso solltest du nicht auf einen Bildschirm schauen können und ihn mit deinen Gedanken steuern? Dann liest du halt die Daten wie bisher vom Screen ab. So weit entfernt ist man aber nun auch wieder nicht von solchen Steuerungsmöglichkeiten.
http://www.bbc.com/news/technology-31584547
Außerdem wird es in die andere Richtung auch nicht allzu lange dauern. Menschen überschätzen ihre Innovationsgeschwindigkeit schon regelmäßig, aber Forscher schätzen ein, dass bidirektionale Kommunikation mit Geräten in den nächsten 20 Jahren Realität wird. (bis dahin sicher nicht Standard, aber von da ist es kein langer Weg mehr).
 
@nablaquabla: naja ich kann deine Aussage nachvollziehen... aber ich dachte mir (noch vor 10 Jahren) Touchscreen ist nur als zusatz "annehmbar", ne echte Tatatur ist einfach nicht ersetzbar, ma fühlt die tasten nicht... bla bla bla...
Mittlerweile weiß ich garnicht mehr, wie ich das geschafft habe auf den "Knöpflis" 'effizient' rumzudrücken...
 
@baeri: Also ich finde Knöpflis immer noch hocheffizient fürs schreiben. Entgegen einer Touchscreen-Tastatur. Deswegen haben auch Touch-Tastaturen die PC Tastatur noch nicht ersetzt. Schnellschreiben auf einer Tastatur ohne einen mechanischen Druckpunkt wird es nicht geben, da ändert auch alles haptische Feedback nix dran.
 
@Shiranai: naja... da kommt es dann doch irgendwie auf die größe an...

auf der Computertastatur schreibe ich (wenn auch nicht Fehlerfrei) schneller als mach Sprechen kann (nein ich habe nicht Rappen gesagt :P).

Aber ein großer vorteil von Touchscrenntastaturen sind sowas wie swype oder swift womit ich locker doppelt so schnell bin. Am PC wird die Tastatur erst ersetzt (bzw. erweitert) wenn man mit "Gedanken" schreiben kann (und das zuverlässig) -> das ist zumindest meine Prognose. Aber für Einarmige / Händige wäre ein Swype / Swift touchscreen im 2-3" Format garnicht mal so unschlecht...
=> schnell mal Patent Anmelden geh...
 
@nablaquabla: Vielleicht kann so eine Eingabe für sicherheitskritische Anwendungen Verwendung finden. Ich denke da an die Nachrichten, dass man bei Geldautomaten oder Kartenlesegeräten theoretisch über die Temperatur der berührten Flächen die PIN herausbekommen kann.
 
@nablaquabla: Der normale Touchscreen wird ja sicher bleiben, das ist nur eine zusätzliche Eingabemöglichkeit. Wieso sollte man darauf verzichten wollen? Kennst du vielleicht die Filmszenen in denen jemand aus seinem Mobiltelefon eine Gesture macht, mit der quasi das Bild vom Gadget zu einem großen Monitor "zugeworfen" wird. Das wäre mit der Technologie denkbar und sehr intuitiv.
 
Kapazitative Touchscreens reagieren auch nicht auf Berührung. Sie reagieren auf Veränderungen der vielen kleinen EM Felder über der Scheibe, was i.d.R. ebenfalls bereits vor berühren der Oberfläche die Aktion triggert.
 
@karstenschilder: Wollte es grad schreiben. Mein Lumia brauch ich auch nicht berühren, um es zu bedienen.
 
@DerKritiker:
Schalt den Handschuhmodus ab! ;-)
 
@karstenschilder: Stimmt, kapazitive Displays reagieren durch Änderung der Kapzität und das berühungslos (daher kann man ja auch durch eine Glasplatte hindurch sein handy bedienen). Wenn ein Sensor auf das Feuchtigkeitsklima eines Fingers reagiert, dann ist das sicher eher weiter entfernt als ein Sensor für Kapazitätsänderung.
 
Das wird wahrscheinlich eh nicht praxistauglich sein. Ich sage nur mal "Nasse oder feuchte Finger" und Bildschirm berührt. Dann bleibt die Taste hängen.
 
@Shiranai: Naja nicht nur das ... die Umgebungsfeuchtigkeit ist ja auch keine statische Größe -- dann heisst es immer bei Regenwetter "ausser Betrieb" oder wie ?
Selbst in geschlossenen Räumen kann diese stark variieren. Da wäre ja Ortung der Fingerposition mittels Ultraschall ja noch sinnvoller......
 
Hmm Feuchtigkeitssensoren... und wo geht die Überweisung dann hin wenn ich mal aufn Screen huste? :D
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