Hörbücher: Amazon-Tochter Audible soll deutsche Verlage erpressen

Zwischen dem Handelskonzern Amazon und der deutschen Verlagsbranche bahnt sich ein neuer Streit an. Diesmal geht es um die Amazon-Tochter Audible, durch die Amazon sein Geschäft mit Hörbüchern abwickelt. Diese soll den Hörbuch-Verlagen mit ihrer ... mehr... Amazon, Kindle unlimited, Audible, Hörbücher Bildquelle: Amazon Amazon, Kindle unlimited, Audible, Hörbücher Amazon, Kindle unlimited, Audible, Hörbücher Amazon

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Das Verhalten verdeutlich wohl ganz gut, dass die ganzen Befürchtungen bezüglich der Marktmacht von Amazon nicht ganz grundlos waren. Heute die Lieferanten und morgen die Kunden. So sehr die Buchpreisbindung in den letzten Jahrzehnten kritisiert wurde, hier erhält sie wohl einen Markt mit Einzelhändlern, der in anderen Ländern ausgelöscht wird.
 
@elbosso: Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist einer der größte Sozialschmarotzer in der Deutschen Wirtschaft, oder nenne mir mal einen Wirtschaftszweig, der neben Strom noch staatlich garantierte Preise bekommt, insofern glaub ich dem erst mal garnix!
 
@elbosso: Es gibt gar keine Buchpreisbindung für Hörbücher.
 
@Klaus-Bärbel: Es gibt kaum Preiskampf, schaus dir an, Ob das illegale Absprachen sind oder nicht, ist für den Kunden ja erst mal wurscht. Bei den Ebooks genauso. Sind laut europäischem Gerichtshof keine Bücher, und deshalb keine Mehrwertsteuersenkung machbar. Im Umkehrschluss aber auch keine Buchpreisbindung, die aber doch stattfindet. Die Deutschen eBücher sind fast immer exakt so teuer wie die Normalen.
 
@Klaus-Bärbel: Ich meinte damit nicht explizit Hörbücher, sondern einen größeren Markt, zu dem auch Printprodukte und weitere Waren gehören, die wenngleich nicht explizit im Text genannt, so doch auch stets mit der Marktmacht von Amazon in Verbindung gebracht werden.
 
Also wenn hier erst mal wer erpresserische Methoden anwendet, dann ist das der Deutsche Buchverein, und zwar gegenüber uns, den Kunden. Oder wie kann es sein, das obwohl der europäische Gerichtshof gesagt hat, Ebooks sind überhaupt gar keine Bücher, da irgendwie drüber weggehört wird und die Buchpreisbindung bei den Ebooks immer noch eingehalten wird, oder die Dinger bei uns genauso teuer sind wie die normalen Bücher, oder man da ständig Rosinenpicken macht, wie einem das so gefällt.
Ich kauf aus Prinzip nur noch englische Ebooks, verbessert meine Sprache, spare ein Vermögen und ruiniere damit diese Verbrecher.
 
@LivingLegend: Weil der EGH keine Grundsatzentscheidung bzgl. eBooks getroffen hat, sondern nur im Bezug auf die Mehrwertsteuer. Das heißt das Urteil betrifft alle anderen Bereiche nicht! Das hat der EGH übrigens auch noch mal bestätigt. Sollte es den Kritikern um so etwas wie die Buchpreisbindung gehen, dann muss hier ein neues Verfahren eingeleitet werden. Für die Deutsche Buchpreisbindung ist der EGH aber kaum zuständig, da es kein europäisches Recht gibt, dass hier greifen würde!
 
Ich will Amazon nicht in Schutz nehmen auch ich glaube das es den Markt vergiftet!

Aber Merkwürdig ist doch, wenn das so Existenzbedrohend ist, wieso schließen sich die Hörbuchverlage nicht zusammen und Boykottieren Amazon?
Ein Hörbuch hat wie ein Buch keine direkte Konkurrenz, deshalb kann man den Titel nur von den jeweiligen Verlag bekommen, wenn Amazon den Verlag rausschmeißt wird ein Potenziell interessierter sich nach andern Quellen für sein Hörbuch umschauen.

Amazon missbraucht seine Macht bzw. versucht es, es währe aber ein einfaches Amazon im "Regen stehen zu lassen" wenn die Verlage es wirklich wollten!
 
@Kribs: Es ist doch allgemein überall üblich sich irgendwo einen Buhmann zu suchen und dem irgendwie rechtlich bei zu kommen. Google/Online-Printerzeugnisse, Facebook/Datenschutz, sollte irgendwas mit der Buchpreisbindung generell oder zumindest die für eBooks geschehen, ist der Buhmann den es zu verklagen gilt auch wieder ausgemacht.
Wirklich wollten = Was vernünftiges eigenes auf die Beine stellen, dass ist einfach nicht, da wird dann rumgeweint, "können wir uns sparen, die Kunden sind ja schon bei XYZ".
 
@Kribs: Das Problem sind die Konsumenten. Alle rennen zu Amazon. Viele Händler klagen schon über das "System" Amazon. Als Händler Plattformen nutzen wie eBay oder Amazon ist wie Pest oder Cholera.
 
@Kribs: Weil 90 der weltweiten Download Verkäufe über Amazon laufen. Die Verlage würden bei einem Boykott alle komplett pleite gehen, da sie aktuell keine Alternative haben!

Klar könnte man es aus Prinzip machen, aber dann gehen sie an ihren Prinzipien zu Grunde.
Wenn man Hörbücher digital vertreiben will, kommt man an Amazon aktuell nicht vorbei.

Auch etwas eigenes auf die Beine zu stellen wird kaum etwas bringen. Denn die Kund würden nicht wechseln. Denn dazu würden niemals genug Verlage gleichzeitig mit machen, als das die Kunden es auf Amazon merken würden und Amazon bzgl. Hörbücher uninteressant wird.
Und Amazon wirft dann halt gleich alle Produkte raus von den Verlagen... die sind Pleite bevor die Kunden gemerkt haben, dass sie die Bücher X bei Amazon nicht mehr bekommen.
 
Ich bin ein sehr guter Kunde bei Audible. Dachte immer mein Gewissen sei rein da ich eben dafür bezahle und nicht mehr einfach so sauge. Scheint nicht zu reichen... :/
 
@Matico: Der Kunde hat hier nun echt keine Schuld! Wir machen es Amazon damit vielleicht leichter. Aber welche Alternativen gibt es? Amazon oder illegal laden. Die meisten Sachen bekommt man doch nirgendwo anders.
 
@Scaver: Naja viele kriegt man schon aber das ist ein bisschen wie mit Musik früher. 40 Euro für nen Hörbuch hab ich nicht...da würde ich lieber verzichten.
 
Eine Runde Mitleid für die Contentindustrie - oder ne, doch nicht.
 
Nur noch am Jammer die Leute. Die Buch Industrie zockt jeden ab der e-Book und normales Buch will, dann bietet Amazon ein super einfaches System für Hörbücher und es paßt ihnen auch nicht.
Amazon hat halt mit den Hörbüchern was riskiert und fährt jetzt den Lohn ein. Hätte ja auch schief gehen können mit dem Portal wenn keine Sau aufeinmal auf Hörbücher steht. Sollen die Verlage doch ihre Sachen runter nehmen und selber verkaufen wenn sie so ne Klappe haben.
 
normalerweise müssten die buchverlage einfach zusammenarbeiten. Statt erpressung ebend nicht nachgeben und das geschlossen. dann würde denen (Amazon/Audible) ganz schnell der Ar*** auf Grundeis gehen weil wenns nix deutsches gibt zum hören dann kauft auch kaum einer. umsatzwegbruch des deutschen Marktes kann sich auch Amazon nicht leisten.
 
@MarcelP: Klar kann sich das Amazon leisten. Dein Vorschlag ist aber auch einfach nur hirnrissig. Wir leben im Jahre 2015 und da kauft man einfach keine 10 CDs mehr, die ein Hörbuch auch mal gerne hat. Deswegen ist der Vertrieb über das Internet einfach bequem. Wenn die Buchverlage so unzufrieden sind, ja dann sollen se halt selber so ein Portal auf die Beine stellen und es gefälligst selbst betreiben!
Ich finde den Weg, den Amazon einschlägt super für mich als Kunden. Ich muss so ein Hörbuch nicht besitzen, will es aber legal konsumieren können. Da sind doch Mietmodelle a la Spotify genau das richtige. Problem für die Verlage ist halt. Vermieten bringt erstmal weniger Geld als verkaufen. Überraschung, überraschung... Dafür bringt vermieten auch noch später Geld.
 
@FatEric: Ich habe nicht gesagt das man sich wieder CDs kaufen muss aber erpressen lassen ist auch keine Lösung. Übrigens gibt es auch andere Hörbuchportale. Am ende würde der Kunde so oder so drunter leiden. Entweder weil die Qualität nicht mehr stimmt später oder weil die Verlage halt woanders hingehen. Und dann sitzen leute nämlich da und beschweren sich weil die Hörbücher blöd aufgenommen wurden
 
Nicht Amazon sind die bösen Buben sondern die Buchverlage sehen ihre Felle davon schwimmen und dagegen unternehmen sie halt was. Hier halt mit fragwürdigen Argumenten! Denn mit Amazon können Autoren einfach ihren Kontent ganz ohne Buchverlage vertreiben. Das passiert ja auch immer mehr. Und wisst ihr was? Den Autoren bleibt unterm strich extrem viel mehr, als wenn der Buchverlag ein Werk bei Amazon einstellt und vertreiben lässt.
 
@FatEric: In der Newsmeldung geht es aber um Hörbücher. Und die kann ein Autor nicht einfach mal runterlesen und dann bei Amazon einstellen - nun gut, vielleicht könnte er das, das Resultat wäre aber in den allermeisten Fällen meilenweit von einem professionell produzierten Hörbuch entfernt.
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