Boeing 787 muss wegen eines explodierten BlackBerry-Akkus notlanden

Ein Langstreckenflug der British Airways musste offenbar vor kurzem auf dem Weg von London in die südkoreanische Hauptstadt Seoul im russischen Irkutsk notlanden. Die Piloten hatten Rauch im Cockpit und der Kabine gemeldet - Auslöser der Notlandung ... mehr... Flugzeug, Dreamliner, Boeing 787, Qatar Air Bildquelle: Boeing Italia Flugzeug, Dreamliner, Boeing 787 Flugzeug, Dreamliner, Boeing 787 Boeing Italia

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Ich sehe schon in naher Zukunft gelten Akkus als Bombe bezüglich den Sicherheitsvorschriften beim Fliegen ;)
 
@psyabit: naja... man darf ja nur 100ml Flüssigkeit (oder so) mitnehmen... ich Frag mich immer mit was man wohl "mehr anfangen*" kann (n Notebook Akku) oder n Liter Nitroclycerin...

*wenn man böse Absichten hätte
 
@baeri: So gut kenne ich mich auch nicht aus in Chemie. 1 Liter Nitroclycerin hört sich auf jeden Fall gefährlicher an als ein Notebook Akku.
 
@baeri: Notebooks warden auch oft nochmals gesondert getestet. auch mein Akku Pack wurde beim scan rausgefischt und nochmals gesondert auf sprengstoff ueberprueft
 
@baeri: Sprengstoffe haben um Größenordnungen höhere Energiedichten als Akkus (sowas wie ein Faktor 100 liegt dazwischen). Zudem ist auch die Leistungsdichte wichtig. Akkus sind so konstruiert, dass sie ihre Energie langsam und kontrolliert abgeben können. Deswegen ist die "Explosion" eines Akkus nicht mit der Explosion eines Sprengstoffes zu vergleichen (es ist typischerweise eher ein langsames Aufquellen. Nur in sehr seltenen Ausnahmefällen kommt es überhaupt zu einem Knall oder ähnlichem). Mit einem Liter Nitrogylcerin kannst du durchaus die äußere Hülle eines Flugzeugs penetrieren, bei einem Akku der gleichen Größe würde es mich wundern wenn sie überhaupt durch einen typischen Notebookchassis kommen.
 
@nablaquabla: zugegeben, ich kenn mich nicht so gut mit Sprengstoffe (insb. Flüssigsprengstoffe) aus. Aber ich weiß was ein LithiumIonen Akku Anrichten kann. Und glaub mir wenn mal der Innenraum Brennt (auch die Nichtbrennbaren Materialen) wirds echt Hässlich...

=> ob man ein "Modernen" Flugzeug damit runterbekommt weiß ich ehrlich gesagt nicht, da fehlt mir zu sehr die Ahnung von den verbauten Materialen und die Technik dies irgendwie trotzdem noch möglichmacht das Flugzeug zu landen...
(soweit ich weiß, ist das auch für das Flugzeug nicht so schlimm wenn da mal ne Tür oder n paar Fenster fehlen.

Wir hatten mal einen 200 Wattstunden LithiumIonen Akku (schon etwas größer als n Normaler Notebookakku) [aus nen Rasenmähroboter] der Feuer fing...
> in kurzer Zeit war die Halle (halbes Fußballfeld 10m höhe) voll Rauch und die Augen trähnten tierisch. Vom Roboter, Schreibtisch, dem Computer (+Zubehör), Beleuchtung & Co. war nicht mehr viel übrig.
> zugegeben, 5 Meter weiter war einfach nur RAUCH ab hier war der Schaden minimal.
 
@baeri: 200 Wh sind natürlich etwa Faktor 10 mehr als was typischerweise in einem Notebook verbaut ist, aber hätte ich persönlich nicht so heftig eingeschätzt. Ich kenne nur die Geschichten von aufgequollenen Akkupacks, die zwar heiß werden, aber jetzt nicht ernsthaft bedrohlich werden. Hätte nicht gedacht, dass das tatsächlich brennen kann. Gut zu wissen
 
@nablaquabla: ähnlich war das bei uns auch:
https://youtu.be/7-xPHopebiE
nur n bisschen Größer
 
@psyabit: Genau, dann musst du den Akku während des Fluges in einen Plastebeutel tun. :D Blöd nur, dass man den kaum noch rausnehmen kann -> Handy in Plastebeutel, Druck -> Handy entzündet Plase ... hmmm
 
@psyabit: Das ist schon jetzt so. Akkus fallen unter die Gefahrgutverordnung und die Verpackungen müssen gekennzeichnet sein.
 
@psyabit: Nach obigem Bericht wohl erstmal nur als das hier: Rauchgranate .. und nicht "schon" als: Bombe ? ;-)
Davon ab fehlt in der News und eigentlich schon in der Überschrift die Aussage, das es durch sowas wie menschliches Versagen, möglicherweise sogar um billigendes in Kauf nehmen bzw. leichten Vorsatz eines Fluggastes, überhaupt dazu kommen konnte.
 
Also irgendwie ist mir die Story unschlüssig. "ffenbar wurde starker Druck durch die Halterung der Sitze ausgeübt," klingt irgendwie seltsam.
 
@iPeople: Wieso? Was ist daran seltsam oder unschlüssig? Ich halte das durchaus für möglich!
 
@seaman: Schonmal geflogen? Dir mal die Sitze angeschaut?
 
Naja, Handy neben der Kotztüte, da wird es sogar dem Gerät schon mal schlecht.
 
@iPeople: In den letzten 25 Jahren bin ich schätzungsweise 50-60 mal geflogen (das letzte mal vor einem 1,5 Monaten) und weiß immer noch nicht, was du nun genau meinst?!

Ich halte diese Story nach wie vor für nachvollziehbar.

Was soll daran seltsam oder unschlüssig sein? Erkläre es mir!
 
@seaman: Dann kennst Du ja Sitze im Flugzeug .... wo genau soll das Gerät denn hingefallen sein, dass es auf einmal solchem Druck ausgesetzt wäre?
 
@iPeople: eventuell ists dem gast aus der hosentasche gerutscht, ohne dass er es bemerkt hat. Der Typ schläft und drückt es dabei in einen schlitz zwischen den sitzpolstern und gerät dadurch zwischen die sitzschale und polster. er wills wieder rausholen und zieht, dabei übt er eventuell auch noch selber druck auf den sitz aus, et voila!
 
@iPeople: PS: http://img.iex.nl/anp/2012/201206/img-200612-190.onlineBild.jpg
 
@stinkmon: Ja, Deine Vermutung macht totalen Sinn, wenn man liest: "Der Fluggast hatte das Gerät angeblich während der Reise zwischen die Sitze fallen lassen und versucht, das Gerät wieder hervorzuholen." ... ;)
 
@iPeople: Warum? Handy liegt unter einer Verstrebung, Fluggast setzt sich nochmal hin, Verstrebung fügt punktuell einen Druck aus.
 
@Yepyep: "und versucht, das Gerät wieder hervorzuholen." ... wohl eher nicht, oder?
 
@iPeople: wenn mir was im Auto runterfällt versuche ich es ja auch zu heben ohne anzuhalten und auszusteigen. Dabei verlagere ich auch mein Gewicht, so unwharscheinlich ist es nicht auch wenn die ganze Sache sehr zufallsbedingt ist.
 
@Yepyep: Ich weiß nicht, was Du für nen Auto hast, aber zwischen Bodenplatte und Sitz ist genug platz für ein Karton Handys, ohne beim Sitzenbleiben Druck auf das unterm Sitz liegende Handy auszuüben. Ähnlich im Flugzeug.
 
@iPeople: schmeiss mal ein Feurzeug oder Handy zwischen Sitz und Konsole, vielleicht noch so, dass es auf der Sitzschiene zum liegen kommt. Ich glaube kaum, dass das BB direkt unter dem Sitz zum liegen kam.
 
@iPeople: Ein bisschen begriffsstutzig oder?
 
@Yepyep: Auch dann wird beim Sitzen nicht so viel Druck ausgeübt. Und Sitze im Flugzeug sind anders aufgebaut.
 
@iPeople: ja, dann haben wir es mit einer Verschwörung zu tun.
 
@Yepyep: Oder der Falschaussage einer Airline ;)
 
@iPeople: womit wir bei der Verschwörung wären, schliesslich will man mit einer Falschaussage irgendetwas verschleiern. Eine unbewusste Falschaussage gibt es nicht bei so einer Firma.
 
@Yepyep: Vielleicht, und das lässt der Artikel zu, wird nur gemutmaßt ;)
 
@iPeople: Im Zweifelsfall wird der Fluggast, angesichts des Geschehens, sicher nicht zugeben, mit welchen Stocher, Schieb & Drück Hilfsmitteln er so versucht hat, seines Geräts wieder habhaft zu werden ? ;-)
 
@DerTigga: Nicht selten verlangt ein Fluggast bei solchen Missgeschicken nach der Stewardess und bittet um Hilfe beim Problem ;)
 
@iPeople: Spekulativ, ja....aber denkbar, das die mit "Werkzeug" aus der Bordküche "ausgeholfen" hat.
Genauso wäre auch denkbar, das das Gerät durch / nach (s)einem vom Sitz aufstehen noch etwas tiefer rutschen konnte und er, beim anschließenden Versuch, es (mit angereichtem Werkzeug in der Hand) heraus zu fummeln, wegen der Enge zwischen zwei Sitzen regelrecht gezwungen war, sich auf den Sitz zu knieen = Knacks und kaputt bzw. Vermischung div. heftig miteinander reagieren könnender Bestandteile des Blackberry ?
 
@iPeople: Wer öfters fliegt, weiss dass man den Sitz (Lehne etc) nach hinten klappen und wieder aufrichten kann. Dafür gibt es ein Scherengestänge. Wenn das Handy nun dazwischengefallen ist und der Mensch dieRücklehne bewegt... Hebelgesetze: Kurzer Hebel = starke Kraft... Das war's dann schon.
 
@rallef: Nicht, wenn man ganz hinten sitzt ;) Da geht das nämlich nicht :p
 
Mir sind auch schon LiPos um die Ohren geflogen. (Beschädigung durch Absturz (Modellbau))
LiFes sind da undproblematischer bringen aber nicht Leistung wie LiIo oder LiPos.
 
Mit nem Airbus wär das nicht passiert...
 
@toXit: ..vor allem wenn (d)er von Matchbox wäre *fg
 
Irgendwie ist das alles weit weg von einer Explosion!
 
mich wundert, das hier noch keiner was geschrieben hat , das es ein Samsung Akku ist :-)
 
@Sir @ndy: Das "topaktuelle" Datum, oben über den ganzen Samsung Akku Bildern, das haste entdeckt / bemerkt ? ;-)
Nennt man bei Winfuture wohl den Versuch (des Beizerrens) eines (halbwegs passenden) Anschauungsbeispiels, wie ein geschmurgelter Akku aussehen kann ;-)
 
@DerTigga: Das mag auf den Bildern zutreffen, trotzdem wurden die Akkus der 9720-Blackberrys bei Samsung gefertigt ;)
 
Et voilà. Das war nur eine Frage der Zeit, wann so etwas auch in einem Flugzeug passieren würde.

Ich erzähle schon seit über 10 Jahren, dass es ein unkalkulierbares Risiko ist, Passagiere ihre LiIonen-Akkus mit an Bord bringen zu lassen. Schon die im Flugzeug verbauten LiIonen-Akkus für die Notstromversorgung der Elektronik sind ein Problem, aber die werden wenigstens regelmässig überprüft und man weiss welchesm Stress sie ausgesetzt waren. Bei den Akkus der Passagiere weiss man nicht, was die schon durchgemacht haben und einen Zellschaden muss man auf dem Scanner im Flughafen auch nicht unbedingt sehen, falls da überhaupt ein Sicherheitsbeamter drauf achtet.

Es gab schon Fluggesellschaften, die LiIonen-Akkus in ihren Flugzeugen verboten haben, darunter war sogar eine koreanische Fluggesellschaft. Das Problem ist also seit etlichen Jahren bekannt. So bekannt, dass man beim Transportieren von LiIonen-Akkus in einem LKW eine Gefahrgut-Kennzeichnung vorgeschrieben ist und man Tests mit ausgedienten Flugzeugen gemacht hat um herauszufinden was bei Flugzeugen die LiIonen-Batterien transportieren passiert wenn sich ein schadhafter Akku im Laderaum von selbst entzündet. In diesen Versuchen brannten die Flugzeuge auf dem Testgelände komplett aus und selbst das Aluminium-Skelett verformte sich und schmolz sogar.

Bei einem Freund von mir hat sich vor einiger Zeit mal sein Notebook-Akku beim Arbeiten mit dem Notebook entzündet. Der hat es gerade noch zum nächsten Fenster geschafft um den qualmenden Akku in seinen Garten "abzuwerfen" bevor Flammen aus dem Ding schlugen. Mit einem Autofeuerlöschen hat er versucht das Teil auf seinem Rasen zu löschen. Keine Chance. Als dann auch noch eine weitere Zelle unter Erzeugung einer Stichflamme platzte hat er die Löschversuche aufgegeben und ist lieber auf Abstand gegangen und hat das Ding abbrennen lassen. Gras ist an der Stelle auf seinem Rasen danach nicht mehr von selbst gewachsen. Das hat einige Zeit später wieder neu einsähen müssen, da die Hitze wohl selbst die Graswurzeln unter der Erde zerstört hatte.

Jemand der im Lager eines LiIonen-Akku-Herstellers arbeitet erzählte mir, als wir zufällig auf das Thema zu sprechen kamen, mal von seiner Sicherheitsunterweisung. Der Ausbilder hätte gemeint: "Wenn es in der Fabrikation oder im Lager laut knallt, dann nehmt die Beine in die Hand und bringt so viel Abstand wie möglich zwischen euch und Fabrik/Lager. Versucht nicht irgendjemandem am Unfallort zu helfen, denn das erhöht nur die Opferzahl."

Das man Leute mit derart gefährlichen Brandsätzen wie LiIonen-Akkus einfach in ein Flugzeug steigen lässt halte ich für unverantwortlich. Das gehört strikt und einfach verboten.

Als die neuen Flugsicherheitsbestimmungen nach den Anschlägen in den USA eingeführt wurden, habe ich mir schon an den Kopf gefasst als ich erfuhr, dass ich keine eigene Mineralwasserflasche mehr mit ins Flugzeug nehmen durfte um das Thromboserisiko zu senken, aber ein Gaming-Notebook mit riesigem Akku und zwei Ersatzakkus weiterhin einfach so mit in die Kabine durfte. Das ist kompletter Irrsinn. Um zu checken ob eine Wasserflasche ungefährlich ist, muss ich den Besitzer bei der Kontrolle nur ein paar Schluck daraus nehmen lassen. Einen LiIonen-Akku kriege ich hingegen niemals sicher. Ein Selbstmordattentäter könnte einen völlig intakten LiIonen-Akkupack auch noch im Flugzeug so manipulieren, dass der nach wenigen Minuten in Flammen aufgeht und ihn irgendwo in der Kabine verstecken (Toilette, Wandverkleidung etc.), wo das Feuer erst bemerkt wird, wenn schon sämtliche Zellen einen kritischen Zustand erreicht haben und der ganze Akku unlöschbar abbrennt. Das überlebt schon wegen des giftigen Rauches der dabei entsteht niemand längere Zeit in der engen Flugzeugkabine, selbst wenn die nicht komplett in Flammen aufgeht.

Auch durch die häufiger vorgekommenen, weltweiten LiIonen-Akku-Rückrufaktionen einiger großer Notebookhersteller und der Tatsache, dass viele Kunden so eine Rückrufaktion nicht mitbekommen und dann jahrelang mit einem potentiell schadhaften Notebook-Akku auch in Flugzeugen reisen, sollte jedem eine Warnung sein.

Aber scheinbar warten Politik und Wirtschaft nun wieder so lange ab, bis mal wirklich Leute durch so einen Vorfall sterben um dann, wie üblich, aus Profilierungsucht angesichts des Medieninteresses an dem Vorfall, direkt ins andere Extrem zu verfallen und mit wildem Aktionismus beim Verbot von Gefahrgütern im Flugzeug auch gleich noch ein paar weit harmlosere Utensilien in der Kabine zu untersagen, wie z. B. schon die kleinen Schweizer Taschenmesser. Solange durch eine Lithium-Ionen-Akku-Selbstentzündung nicht wenigstens eine paar Hand woll Leute in einer Fugzeugkabine verletzt oder getötet werden, scheint es wichtiger zu sein, dass Piloten (Die benutzen inzwischen oft Touch-Tablets im Cockpit für ihre Checklisten und die Dokumentation zum Flugzeug - wenn aus den Geräten mal ein Akku hochgeht und das Cockpit sich mit Rauch füllt, wird es sicher auch lustig.) und Passagiere mit ihrem Elektronikspielzeug im Flugzeug herumspielen können. Was das angeht kann man sich eigentlich nur wünschen das möglichst bald ein Terrorist einen Anschlag auf ein Flugzeug mit LiIonen-Akkus als Brandsatz verübt. Dann ist in kürzester Zeit Schluss mit dem, im wahrsten Sinne der Wortes, "brandgefährlichen" Unsinn.
 
@resilience: Was für ein Roman um im Grunde nicht praktikables.
Weder werden amerikanische Grenzer es dulden, sozusagen stundenlang nach einem passenden Akku für ein frisch eingeflogenes, aber eben akkufreies Gerät suchen zu gehen, um es ans Laufen zu kriegen / kontrollieren zu können.
Noch werden z.B. Geschäftsreisende, die zwecks Vertragsabschluss mit dem eigenen Laptop anreisen, es dulden, erst zusehen zu müssen, das sie irgendwo einen neuen Akku gekauft bekommen, bevor es denn überhaupt mal losgehen kann.
Genauso wenig glaube ich daran, das es dazu kommen wird, das es irgendwo im Flugzeugbauch eine brand und explosionsfeste "Box" geben wird, wo jegliche Akkus von Fluggästen und Personal drin verbunkert werden. Dürfte nämlich eine halbe Ewigkeit dauern, die sowohl einzulagern wie auch anschließend wieder korrekt auszuhändigen.
Für dich Paniker dürfte wohl selbst eine Knopfbatterie in einer Digitalkamera noch zuviel des guten sein ?
 
@DerTigga: >>Weder werden amerikanische Grenzer es dulden, sozusagen stundenlang nach einem passenden Akku für ein frisch eingeflogenes, aber eben akkufreies Gerät suchen zu gehen, um es ans Laufen zu kriegen / kontrollieren zu können.<<

Die Zollbeamten bräuchen eigentlich nur eine Steckdose, denn das Netzteil dürfte der Fluggast ja mitnehmen und mit dem kann man das Notebook ja auch ohne Akku in Betrieb nehmen. Dafür haben die Kontrolleure dann den Vorteil, dass der Akku, als das Teil im Notebook in dem man am besten eine Bombe verstecken kann und das eben sogar in ungeöffneter Serienausführung einen perfekten Brandsatz darstellt, gar nicht erst mitfliegt und sie so weniger zu kontrollieren haben.

>>Noch werden z.B. Geschäftsreisende, die zwecks Vertragsabschluss mit dem eigenen Laptop anreisen, es dulden, erst zusehen zu müssen, das sie irgendwo einen neuen Akku gekauft bekommen, bevor es denn überhaupt mal losgehen kann.<<

Daran wird es wohl vermutlich liegen, dass man heute bei den meisten Fluggesellschaften immer noch das Leben der Passagiere und der Besatzung auf's Spiel setzt, indem man Gefahrgut wie LiIonen-Akkus zu hunderten in einer Flugzeug-Druckkabine zulässt. Da Geschäftsleute genau wie die von ihnen beeinflussten Politiker, die Gesetze zur Flugsicherheit beschliessen, ungern ohne ihre funktionsfähig mit einem Akku bestückten elektronischen Spielzeuge unterwegs sein werden (eine Neuregelung würde ja nicht nur Laptops, sondern auch SmartPhones und Tablets betreffen), gefährden sie für ihre Bequemlichkeit in dem Fall Menschenleben. Zumindest bis die ersten Opfer durch einen abbrennden Akku in einem Flugzeug zu beklagen sind, denn dann kann sich kein Politiker mehr erlauben können die Situation zu verharmlosen, da er dann schlichtweg von der Masse der Angsthasen nicht mehr gewählt wird und damit bei der nächsten Wahl sein Amt verliert.

>>Genauso wenig glaube ich daran, das es dazu kommen wird, das es irgendwo im Flugzeugbauch eine brand und explosionsfeste "Box" geben wird, wo jegliche Akkus von Fluggästen und Personal drin verbunkert werden. Dürfte nämlich eine halbe Ewigkeit dauern, die sowohl einzulagern wie auch anschließend wieder korrekt auszuhändigen.<<

Wenn die Akkus bzw. die Geräte mit fest eingebauten Akkus direkt beim Gepäck-Check-In am Flughafen mit eingesammelt und mit zusätzlich ausgedruckten Aufklebern gekennzeichnet werden, sollte das kein Problem sein. Die Boxen mit den Akkus (mehrere kleinere Boxen machen Sinn, weil sie verhindern das grössere Mengen Akkus zusammenliegen, sich gegenseitig entzünden und so mehr Hitze/Druck entwickeln können) könnte man dann genau wie das Gepäck durch die Kofferausgabe laufenlassen und jeder Fluggast kann sich den Akku bzw. das Gerät mit fest verbautem Akku mit dem zu seinem Gepäckaufkleber am Koffer passenden Aufdruck dort herausnehmen. Das ist also von der Logistik her keine unlösbare Herausforderung.

Mir reicht eigentlich die im Artikel beschriebene Notlandung als Beweis für jene Leute die mir seit über einem Jahrzehnt nicht glauben wollen, dass LiIonen-Akkus in einer Flugzeugkabine zu einem lebensbedrohlichen Problem werden können. So wichtig, dass dafür erst mehr als hundert Menschen nachweislich bei einem durch einen LiIonen-Akku verursachten Kabinenbrand in einem Flugzeug sterben müssen, damit ich gegenüber einigen zweifelnden Bekannten sagen kann: "Ha, seht ihr! Ich habe es gewusst!", ist mir der Beweis Recht gehabt zu haben nicht. Es wäre also nett wenn die Politik da einmal etwas ändern könnte BEVOR das Kind in den Brunnen fällt.

P.S. Als Extremsportler kümmert mich das höhere Risiko durch LiIonen-Akkus in einer Flugzeugkabine übrigens recht wenig. Wenn ich die Wahl habe, stürze lieber mit einem brennenden Flieger ab als auf der Erde in einen schweren Autounfall verwickelt zu werden, denn ersteres überlebt man normalerweise nicht, den schweren Autounfall mit etwas Pech schon und ist danach möglicherweise nicht mehr in der Lage sein Leben so weiterzuleben wie bisher und nur noch ein lukratives Testobjekt für Ärzte. Das muss ich nicht haben. Das ist auch der Grund, warum ich lieber fliege als mit dem Auto zu fahren.
 
@resilience: Sag es doch einfach ganz kurz und knackig, das deine Meinung die ist: Wer einen Akku benutzen dürfen möchte, der sollte bereit sein, sehr einsam, nämlich mit so gut wie durchgängig schön großem Sicherheitsabstand zu sämtlichen ihn umgebenden Menschen, zu leben.
Es gibt nämlich nur an einsamen Orten dieser Welt die Möglichkeit, niemanden bzw. nur sich selber damit in Gefahr zu bringen.
Dein Konstrukt beschränkt sich, von der dahinter stehenden Forderung / Machbarkeit aus gesehen, ja wohl kaum nur auf Flugzeuge und ist berechtigt, sonstige große (und genausowenig schnell zu verlassende) Menschenansammlungen wie z.B. in Zügen, Überlandbussen, Indoor - (Groß)veranstaltungen usw usw, einfach mal auszublenden ?

Keine Ahnung was genau du so Extremsportlerst, geht mich auch nicht unbedingt was an, aber so wie du schreibst, könnte man auf die Idee kommen, das du dabei / derweil vorsätzlich Einsamkeit bzw. das für dich damit einhergehende, das deiner Ansicht nach zurecht damit verknüpfte, starke Gefühl von "Sicherheit" vor dem durch andere Menschen gefährdet werden können suchst / genießt. Es deswegen machst / betreibst. Ist nun kein Vorwurf o.ä, sondern nur Beschreibung meiner Intuition, um das klar zu sagen.

Was ich bei dir ehrlich gesagt am meisten vermisse, sind praktikable Lösungsvorschläge.
Sind riesige Ansammlungen an diversesten Akkuformen und Herstellern in Flughafenräumlichkeiten, eben damit frisch gelandete Menschen sich erst dort wieder mit sowas versorgen müssen / können, besser als das Mitnehmen dürfen ?
Für dich als Extremer mal ein Extrembeispiel: wie kriegt ein Entwicklungshelfer, dessen Endziel ein popliger kleiner Provinzflughafen mitten in Afrika ist / war, DORT (s)einen Laptop wieder ans Laufen ? Dürfte DER sich ausnahmsweise ein Solarpaneel statt Handgepäck untern Arm klemmen oder wie ?
Was ich auch vermisse, ist die Einsicht, das du nicht nur der Gefährdete bist, sondern selber Gefährder. Irgendwas wirds immer geben, mit dem man jemand anderen gefährdet.
Nein, ich will damit keine Radikalität und Nach mir die Sintflut schönreden, im Gegenteil, aber dennoch: das Leben ist nunmal lebensgefährlich und endet in der Regel tödlich ?
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