Apple Music: Konzern bestätigt elf Mio. Nutzer in der Probephase

Apple hat nun erstmals offiziell bekannt gegeben, wie viele Nutzer der Ende Juni gestartete Musik-Streaming-Dienst derzeit hat, nämlich rund elf Millionen. Diese Zahl verriet iTunes-Chef Eddy Cue einer US-amerikanischen Tageszeitung. mehr... Apple, Itunes, Apple Music, iTunes 12.2 Bildquelle: Apple Apple, Itunes, Apple Music, iTunes 12.2 Apple, Itunes, Apple Music, iTunes 12.2 Apple

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Im Vergleich zu Spotify hat Apple Music einen Vor- und einen Nachteil, meiner Meinung nach.

Vorteil: Die Familienfreigabe.
Die ist mit rund 15€ / Monat günstiger als Spotify-Premium, wo jedes zusätzliche Konto 50% vom normalen Preis kostet. Wenn mehr als zwei Nutzer in einem Haushalt das Angebot nutzen, kommt man bei Apple deutlich günstiger weg. Und das völlig unabhängig davon betrachtet, dass bei der Apple Familienfreigabe generell auch alle Einkäufe aus dem Appstore zählen.

Nachteil (derzeit jedenfalls noch): Datenflatrate bei entsprechendem Tarif.
Hier hat Spotify die Nase vorn, da es Mobilfunktarife gibt, bei denen der Spotify-Traffic nicht auf das monatliche Datenvolumen gezählt werden. Das macht Spotify deutlich attraktiver, was das mobile Streamen unterwegs angeht.

Zum Angebot selbst kann ich jedenfalls nur sagen, dass ich bislang sowohl bei Apple als auch bei Spotify vieles gefunden habe, was ich suchte. Da scheinen beide recht ähnlich aufgestellt zu sein.

Was mir bei Spotify jedoch besser gefällt ist die Tatsache, dass ich hier viele verschiedene Songlisten mir anhören kann, die von anderen Nutzern geteilt werden. Da stößt man zwar häufig auf relativ ähnliche Musik, aber insgesamt kann man doch auch viel neues entdecken.

Auf der anderen Seite finde ich die "Für Dich"-Empfehlungen von Apple wieder besser als die von Spotify. Hier schafft es Apple, eher meinen Geschmack zu treffen als Spotify.

Summa sumarum: Apple Music habe ich natürlich ausprobiert. Werde meine Mitgliedschaft jedoch nicht verlängern, da es sich für mich nicht lohnt. So viel Musik höre ich gar nicht, als dass es mir wert wäre, knapp 15€ in der Familienfreigabe dafür aufzuwenden. Ich denke, ich werde daher bei Spotify bleiben, da ich hier durchgängig kostenlos Musik hören kann. Davon abgesehen kaufe ich mir sowieso meistens die Tracks, wenn sie mir gefallen. Da eignet sich dann Spotify besser, da man hier quasi eine vollständige, kostenlose Hörprobe hat anstatt nur einige Sekunden.
 
@RebelSoldier: ich erkenne das problem der datenflatrate nicht weil ich ja die möglichkeit habe musik offline zu speichern.
 
@xanax: So weit korrekt. Aber da du wohl kaum das komplette Angebot offline speichern kannst, bist du eben darauf angewiesen, dass du deine Auswahl vorab triffst. Dann kannst du dich, sobald du einmal unterwegs bist, nicht so einfach umentscheiden oder was neues suchen.
 
@RebelSoldier: vor allem kann man die "Radio"-Funktion nicht nutzen, was ich unterwegs ebenfalls gerne mache.
 
@RebelSoldier: wenn ich mir 50 oder 60 alben offline speicher, da finde ich bestimmt immer was unterwegs.
 
@RebelSoldier: es gibt aus meiner sicht noch andere argumente:

- pro spotify: spotify connect, spotify running, einfachere bedienung als apple music

- pro apple music: invidueller auf den kunden bezogenene playlists (wie du auch richtig schreibst), videos :)
 
@Balu2004: ich bin Spotify premium Nutzer und weiß nicht einmal was connect und running sind :P
Ich denke mit der Telekom-Partnerschaft ist der für die meisten Nutzer gewichtigste Vorteil genannt worden. Die einfachere Bedienung hätte ich vor nem Jahr noch unterschrieben, mittlerweile unterging das Interface so vielen (mMn dem Nutzerlebnis nicht zuträglichen) Änderungen, dass ich sowohl die App als auch den Desktop Client nicht als einfach zu bedienen bezeichnen würde.
Apple Music hab ich aus dem Datenvolumen-Grund noch nicht ausprobiert, obwohl ich mehrere Apple-Geräte besitze. Wenn mal ein Deal mit der Telekom/Congstar zustande kommen sollte schau ichs mir das mal an.
 
@jakaZ: spotify connect ist super praktisch in verbindung mit z.b. amazon fire tv stick .. du startest spotify auf deinem smartphone, wählst eine playliste und dann als ausgabe medium den amazon firetv stick. ab dann kannst du theoretisch dein smartphone ausschalten da du nicht streamst sondern spotify auf deinem handy lediglich als steuerung nutzt.

spotify running (wenn man halt joggt) lässt je nach deinem tempo unterschiedliche musik laufen (geht wohl auf den schrittzähler).. sehr praktisch und ich mag das eigentlich nicht mehr missen. .. hier sollte man allerdings schon bei der telekom sein denn das geht aufs datenvolumen .. mir fehlt noch spotify running für offline lieder
 
@Balu2004: Danke für die Erklärung.
Spotify Connect hab ich dann sogar schon ohne es zu wissen benutzt :D Das ist tatsächlich recht praktisch, obwohl ich zu Hause meistens Airplay nutze.
Die Tatsache, dass viele neuere AV-Receiver mittlerweile Spotify unterstützen ist auch noch ein Pluspunkt fällt mir da grad ein.
 
@Balu2004: Airplay ... geht mit jeder App unter iOS und OSX ... also kein Vorteil von Spotify, zumal es sicherlich mehr Sinn macht, Musik auf eine Anlage zu streamen. Und die meisten AV-Receiver haben Airplay.
 
@iPeople: der kleine von Spotify ist hier doch eigentlich, dass es eben kein Streaming ist, sondern eine Fernbedienung. Sprich es belastet das WLAN/Bluetooth und somit den Akku weniger. Ähnlich wie wenn man die "Remote"-App" auf dem iPhone nutzt um den Apple TV oder iTunes zu steuern.
Selbst benutzt hab ich das schon, wenn ich bei Freunden war bei denen nicht so viel technisches Equipment vorhanden ist. iPad mit Klinkenstecker an die Anlage und dann Musik am iPhone raussuchen.
Das ist mit Airplay nicht so einfach, wenn kein ATV oder Airplay-fähiger AVR da ist.
 
@jakaZ: Ob man nun ein Amazon Fire Stick , ein Raspi odere in ATV kauft, spielt doch letztlich keine Rolle, wobei mit Raspi und ATV (und diverse AV-Receiver) Airplay-tauglich sind. jemand, der Apple-Geräte nutzt, wird sich dessen bewusst sein. Was ich sagen wollte, Musik auf die Anlage bringen ist somit kein Alleinstellungsmerkmal vom Spotify, zumal das mit einigen Geräten auch nur mit Premium geht (z.B. Raumfeld).
 
Bei mehreren hundert Millionen iPhone Nutzern weltweit kommt mir 11Mio. für eine kostenlose Testphase jetzt nicht so wahnsinnig viel vor. Bin mal gespannt wie sich das entwickelt wenn die 3 Monate abgelaufen sind.
 
@FuzzyLogic: wobei man noch abwarten sollte denn die android app wiederum fehlt ja noch. ich denke man muss einfach mal abwarten.
 
@FuzzyLogic: Die 3 Monate braucht man ja gar nicht abwarten. Ich habe bei meiner Lebenspartnerin und mir sofort die automatische Verlängerung deaktiviert. Ich vermute stark, dass wir damit nicht alleine sind. So vergisst man nicht, das wieder abzuschalten. Ich hab es die ersten Tage genutzt, aber im Auto höre ich eh täglich 2 Stunden Radio, das genügt mir persönlich als musikalische Berieselung. Wann man die ersten drei Monate Probeabo startet, bleibt ja jedem selbst überlassen, deswegen nützt es auch nichts vom Start an 3 Monate abzuwarten.
 
@ijones: Aber sämtliche 11mio. Abonnenten befinden sich derzeit noch im Probezeitraum. Ich bin sicher dass zu diesen 11mio. auch diejenigen zählen, die eine automatische Verlängerung ausgestellt haben. Darauf bezieht sich mein Kommentar, bin einfach gespannt wieviele nach Ablauf der 3 Monate übrig bleiben. Finde aber gut dass man die Möglichkeit bekommt, von vorn herein zu sagen, dass man nach den 3 Monaten nicht automatisch verlängern will.
 
@FuzzyLogic: ja und nein. Spotlight hatte nach 6 Jahren gerade mal 10 Millionen Nutzer (3 Millionen zahlend) ? das dürfte Apple also bereits in nur fünf Wochen erreicht haben. Außerdem dürften die 2 Millionen Fanilienabos wohl mindestens 6 Millionen Nutzer bedeuten?
Und es sind bis dato nur iPhone Nutzer und nicht die Androiden dabei. Auch beginnen die ganzen Werbekampagnen ja gerade erst.
 
@SteffenB: Du meinst Spotify... ? Spotify hat den Markt quasi aufgebaut und Apple profitiert jetzt davon. Die Trittbrettfahrer-Taktik ist seit Jobs Dahinscheiden ja Programm, was sich bei der Konkurrenz bewährt, kopiert man halbherzig, aber erst, wenn es nicht mehr rund läuft, versteht sich. Dummerweise ist der Markt stark aufgestellt, Apple wildert in einem Terrain, das noch vor Kurzem rigoros abgelehnt, ja verteufelt wurde. Man spürt das Kalkül dahinter, es fehlt die Leidenschaft, die hinter Firmen wie Spotify oder Napster steht. Apple Music ist einfach nur schlecht und solange sich das nicht ändert, wird es auch keinen berauschenden Erfolg geben.
 
@FuzzyLogic: Sehe ich sehr ähnlich. Die Zahl ist eher ernüchternd. Die große Frage ist natürlich inwiefern die 11 Mio. tatsächlich hängen bleiben. Ich weiß, dass ich nicht verlängern werde. Wenn im extrem optimistischen Fall knapp 10 Mio. hängen bleiben, dann ist Apple Music damit tatsächlich ziemlich stark gegen Spotify aufgestellt. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Hälfte, wenn nicht mehr wieder aussteigt (insbesondere weil die Software äußerst verbuggt ist und Apple sich scheinbar weigert was daran zu tun. Jetzt fängt's natürlich an richtig blöd zu werden, dass die Music-App in iOS integriert ist). Das macht Apple immer noch zu einem großen Mitbewerber, aber ich hab das Potential hinter Apple Music deutlich höher eingeschätzt.
 
@FuzzyLogic: Treffend bemerkt. Mehr als 300 Millionen iPhones sind im Umlauf. Und von den mageren 11 Millionen springen mindestens 1/3 - 1/2 noch ab. Wie ich zum Beispiel. Was bleibt, ist ein Witz. An Cooks Stelle würde ich mich zu sehr schämen, dieses Ergebnis zu verkünden.
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