Modder machen aus Resident Evil 4 HD jetzt einen echten HD-Titel

Die Vorstellungen darüber, wie ein Spiel mit ordentlicher hochauflösender Grafik auszusehen hat, gehen zwischen Anbietern und Nutzern zuweilen deutlich auseinander. Wie stark die Ansprüche voneinander abweichen können, zeigen nun zwei Modder am ... mehr... Capcom, Hd, Grafik, Mod, Modding, Resident Evil 4 Bildquelle: RE4 HD Project Capcom, Hd, Grafik, Mod, Modding, Resident Evil 4 Capcom, Hd, Grafik, Mod, Modding, Resident Evil 4 RE4 HD Project

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Sehr gute Arbeit. Gut gelungen. Manche Texturübergänge waren teilweise wirklich von schlechter Qualität. Von der Qualität insgesamt mal abgesehen.
 
Sind das die Original Texturen vom GameCube oder sieht die "HD" Version wirklich so schlecht aus?
 
@picasso22: Ich habs "damals" auf dem Game Cube gehabt und ich hab nicht den Eindruck, dass sich die Texturqualität wesentlich verbessert hätte. Schon irgendwie traurig, dass man so viele Jahre später ein "HD" Reboot macht und abgesehen von der Anzeigeauflösung nichts daran "HD" ist. Da ist ja RE4 kein Einzelfall. Ein Glück gibt es noch Modder wie diese hier.
 
@msh1n0: Nun ja, man täuscht sich doch meist stark, was Erinnerung angeht. Aber auf dem GameCube war es schon Hammer. Weiß noch als es dann für PS2 und PC raus kam, kein Vergleich zum GC. Das war die letzte gute Nintendo Konsole...
 
Woran man nur wieder sieht, dass nicht hochauflösende Texturen für die Atmosphäre nötig sind, sondern korrekte Ausleuchtung, Schatten, volumetrischer Rauch etc... :(
 
@EffEll: "Nicht nur" meintest du wohl. Wenn du popelige Texturen hast, nützen dir auch die geilsten Effekte nichts.
 
@Shiranai: Ja, und umgekehrt. Sieht sowas von steril aus
 
@EffEll: Da hilft dann wohl nur selber und/oder besser machen?
Denn wir wissen: Über Geschmack kann man streiten sagte .. und biss in die Seife.
 
Muss hart sein, wenn man einen Bildschirm hat, der nur eine einzige Auflösung im Vollbild sauber anzeigen kann und alles Material was diese nicht nativ mitbringt verunstaltet. Da lobe ich mir doch meine Röhrenmonitore. Da sieht Material jeder Auflösung im Vollbild gut aus und man kann sich somit darauf sowohl alte Spiele als auch altes Videomaterial in guter Qualität im Vollbild ansehen. ;-)
 
@resilience: Röhrenmonitore sind tatsächlich was die Auflösung angeht gut. Aber dafür brauchen sie enorm viel Platz, Breitbild gibt es kaum, brauchen viel Strom und neigen zum Flimmern (wobei das natürlich bei guten nicht so schlimm ist) und gegen einen guten LCD mit LED Beleuchtung ist auch die Qualität der Farben nicht merh ganz aktuell - vor allem, da eine Röhrenmonitor mit der Zeit immer blasser wird.
 
@pcfan: Der grösste Vorteil von Röhrenmonitoren liegt nicht in deren Auflösung, sondern darin, dass sie verschiedene Auflösungen nicht erst per Software umskalieren müssen, bevor sie sie im Vollbild anzeigen können. Sie skalieren ohne fehlerhafte Pixel in ein anzuzeigendes, niedriger aufgelöstes Video einzurechnen. Das sorgt für die gegenüber TFT-Monitoren höhere Anzeigequalität.

Sehe ich mir ein 360p-Video von YouTube auf meinem professionellen Eizo-Fotoediting-Flatscreen für bald 2000EUR an und vergleiche das mit meinem bald 15 Jahre alten und damals um die 5000DM teuren, ebenfalls für Fotosbearbeitung und das Desktop-Publishing gedachten Eizo CRT, dann sieht das 360p-Video im Vollbild auf dem CRT um Klassen besser aus als auf dem Flatscreen. Im Vergleich Seite an Seite in meiner Monitorwand erkennt selbst meine Tochter und deren Freundinnen im Grundschulalter auf den ersten Blick, dass der CRT-Monitor das bessere Bild liefert.

Flimmern gibt es schon bei 75Hz bestenfalls noch aus den Augenwinkeln zu sehen und bei 85Hz Bildwiederholfrequenz eigentlich gar nicht mehr. Meine, mittlerweile dank günstiger Preise auf 3 Geräte angewachsene Eizo CRT Sammlung stellt 1600x1200 Pixel notfalls auch mit weit über 100Hz dar.

Ich habe allerdings maximal 100Hz Horizontalfrequenz eingestellt um die Bauteile der Horizontalendstufe nicht maximal zu belasten. Ich brauche die Geräte ja vermutlich noch ein paar Jahre und habe nicht gerade Lust eine ganze Produktionsanlage für die Röhrenfertigung zu kaufen, um mir welche nachfertigen zu können, wenn sich eines meiner Geräte ins Nirwana verabschiedet. Ein nagelneu produzierter CRT-Monitor in Spitzenqualität ist heute vermutlich weit teurer als der teuerste derzeit erhältliche TFT-Monitor.

Ich habe inzwischen auch einen etwas jüngeren CRT-Monitor von Sony, der FullHD-Auflösung mit hoher Bildwiederholrate darstellt. Der ist aber noch nicht in meine 6-Monitor-Wand am Computertisch integriert, sondern steht noch daneben auf meinem langen und 1,20m tiefen Schreibtisch. Platzprobleme habe ich mit den CRTs also nicht. Die bilden mit den drei darüber hängenden TFT-Monitoren eine Monitorfläche auf meinem Schreibtisch.

Was die Farben angeht, kann ich mich bei den CRTs auch nicht beschweren. Während ich schon zwei Eizo-TFTs nach Vermessen der Farbwiedergabe über das ganze Panel wieder zurückgeschickt und mir ein anderes Gerät desselben Modells habe schicken lassen, dessen Panel dann glücklicherweise jedes Mal weniger Farbveränderungen auf der gesamten Fläche zeigte als das des zurückgeschickten Gerätes, war jeder meiner CRT-Monitore bei der Farbkalibrierung bisher unproblematisch.

Die grauslichsten Farbverfälschungen habe ich bisher ohnehin bei TFT-Monitoren gemessen und nicht bei CRTs. Ich hatte mal einen 600EUR-Eizo bei einem Bekannten, bei dem ich bei mittelgrauem Hintergrundbild in Windows mit blossem Auge sehen konnte, dass das Grau von einem kälteren Grau auf der linken Monitorhälfte und der Mitte zu einem wärmeren Grau auf der linken Panelseite wechselte. Schlimm, was es da für Produktionstoleranzen bei den Panels gibt. Ein CRT mit einer derartigen Problematik habe ich bisher nicht gehabt.

Die Leuchtschicht altert bei CRTs in der Tat, weshalb ich meine nicht allzu hell eingestellt habe. Aber das Panel von TFT-Monitoren altert ebenfalls. Unter anderem deshalb, weil es aus transparentem Kunststoff besteht, aus dem mit der Zeit die Weichmacher ausdünsten und der dadurch härter und spröder wird und seine Tönung Richtung Gelb verändert. So etwas hat man bei einer Bildröhre aus Glas nicht.

Während bei CRTs, die z. B. in einem sonnendurchfluteten Büro standen, früher schlimmstenfalls das helle Kunststoffgehäuse durch die UV-Strahlung vergilbte, vergilbt heute das Kunststoffpanel der TFT-Monitore gleich mit und das hat eben Auswirkungen auf die Bildqualität.

Neue Technologien müssen halt nicht unbedingt überall besser sein als die alten. Es reicht wenn man mit ihnen mehr Geld verdienen kann, weil sie billiger zu produzieren sind, um sie einzuführen. Den meisten Kunden kriegt man das Zeug mit genug Werbegewäsch, welches die Vorteile hervorhebt und die Nachteile verschweigt, ohnehin verkauft.

Das sieht man heute z. B. auch an den CMOS-Videokameras. Bis über 6000EUR ist da keine Kamera mit Global-Shutter-Sensor zu kriegen und so kann man keine schneller bewegten Objekte filmen ohne hässliche Bildverzerrungen im Bild zu haben, wie sie selbst der billigste Flaschenboden von Frontlinse nicht produzieren könnte. Dieser sog. Rolling-Shutter-Effekt ist auch daran Schuld, dass man mit aktuellen Videokameras nicht mehr frei aus der Hand filmen kann, da er auch bei Bewegungen der Kamera das Bild verzerrt und das Bild dann trotz aktivem Stabilizer der Kamera unruhig und verwackelt wirkt. Aber das kurbelt ja die Videostativ-Verkäufe an, warum sollte man also Gobal-Shutter-Sensoren einbauen, wenn so mehr Geld zu verdienen ist? ;-)

Jahrzehntelang hatten Videokameras CCD-Sensoren, die prinzipbedingt einen Global-Shutter verwenden, so dass man keine Rolling-Shutter-Verzerrungen im Bild hatte. Die erste 3CMOS-FullHD-VideoCam der 3000EUR-Klasse, die ich getestet hatte um damals meine 3CCD-SD-Cam zu ersetzen, habe ich zum Testen ausgeliehen und danach direkt im Verkaufregal stehenlassen. Dank Rolling-Shutter-Effekt sah damit die von Windwellen bewegte Oberfläche eines Sees aus wie ein reissender Strom und das Windkraftwerk auf dem Deich hatte derart verzerrte Rotoren, dass es mich an ein Gemälde von Salvador Dalì erinnerte.

Sorry, aber egal was die Werbefritzen mir dazu erzählen wollten: Für 3000EUR kaufe ich so einen Mist nicht, da ich gemeinhin keine Stillleben vom Stativ filme, sondern Action- und Extremsport und mir eine verzerrungsarme, gute Bildqualität bei Bewegungen im Bild wichtiger ist als FullHD-Auflösung. Ich habe mir dann eine schon damals nur noch gebraucht zu erhaltende FullHD-CCD-Cam gekauft. Da kriegte ich für 3000EUR nicht nur eine weit professionellere, wenn auch gebrauchte Kamera, sondern auch ein verzerrungsarmes Bild, wie ich es von meiner 3CCD-SD-Cam gewohnt war.

Die meisten Videofilmer scheinen heute offenbar nur noch höhere Auflösung zu verlangen oder nur noch unbewegte Stillleben vom Stativ zu filmen und kaufen deshalb offenbar Kameras die, sobald sich etwas im Bild oder die Kamera selbst bewegt, grausam schlechtes, verzerrtes Bildmaterial (wenn auch in FullHD-Auflösung) liefern. Sowas hat für mich keine höhere Qualität. Was habe ich von FullHD, wenn ich ein Rolling-Shutter-Wabbeln (einfach mal mit einer Suchmaschine nach "Jello Effect" suchen) im Bild habe? Wir scheinen heute die unkritischste Kundschaft aller Zeiten zu haben, dass die sich Videokameras verkaufen lässt, die weit mehr und dazu noch weit unkorrigierbarere Bildfehler verursachen als die Videokamera-Vorgängergeneration.

Bei LCD- bzw. TFT-Monitoren und TV-Flatscreens genau dasselbe. Es wird immer Video-Material in unterschiedlichen Auflösungen geben und wer sich in Zukunft keine 3-4 Monitore/Fernseher mit verschiedenen nativen Panel-Auflösungen in die Bude stellen will, wird einen Grossteil des Materials nur noch in mieser Qualität oder als winziges Bild in der Mitte eines grossen Monitors/Fernsehers sehen (dafür ist ja keine qualitätsmordende Skalierung nötig).

Auf einem heutigen FullHD-Fernseher sieht sowohl 720p-, wie auch zukünftiges 4K-Material schlechter aus als es müsste, weil bei der notwendigen Skalierung eben massiv Bildfehler eingerechnet werden. SD-Material sieht gar auf einem 20 Jahre alten Röhren-TV weit besser aus als auf einem gleichgrossen FullHD-Flatscreen im Vollbild. Ich würde mir daher nie ein LCD-TV kaufen. Bei dem Grossteil meiner Filme der letzten 30 Jahre würde ich mich schwarz ärgern, wenn ich mir das sorgsam digitalisierte Material durch den miserablen Echtzeit-Scaler eines heutigen FullHD-TVs ansehen müsste.

>>[...] Breitbild gibt es kaum, [...]<<

Das "Breitbild" ist übrigens unergonomischer Unsinn, der nur dabei hilft am Rand sitzenden Zuschauern in niedrigen Kinosäälen noch ein Stück beleuchtete Leinwand vor die Nase setzen zu können. Das menschliche Gesichtsfeld ist eher rund und entspricht gewiss nicht einem liegenden schmalen Rechteck. Ich habe immer den Eindruck durch den Sichtschlitz einer Ritterrüstung zu gucken, wenn ich bei Freunden Filme von einer BluRay-Disk sehe.

Ich schneide deshalb bei den FullHD-Aufnahmen meiner Kamera inzwischen das Bild auf 1440x1080 Pixel zurecht, weil ich kaum weite Landschaften filme (die fotografiere ich lieber) und meine Hauptmotive (Windsurfer, Kletterer, Skater, Mountainbiker, Gleitschirmflieger/Basejumper) alle mehr hoch als breit sind und ich den Bildeindruck von "kleiner Sportler in der Mitte, verloren in einem endlos breiten Bild" nicht so wirklich liebe. Dazu spare ich auch noch Speicherplatz und Rechenleistung beim Editieren, wenn ich die Ecken des Breitbildes, in denen sowieso nie etwas Wichtiges passiert, einfach wegschneide.

Fazit:
Wie man sieht, wird dem Konsumenten heute in vielen Fällen mit Vorsatz Schund verkauft, der allen anderen Vorteile bringt (geringere Produktionskosten, Stativ zwingend nötig etc. = mehr Gewinn, Breitbild = besser für die kommerzielle Vorführung, da die Kinosääle nicht so hoch gebaut sein müssen), aber ihn selbst benachteiligt.

Die Werbung schafft es offenbar bei vielen Menschen den Verstand zu täuschen. Ich habe Erwachsene mit ihren Kindern bei mir vor der Monitorwand gehabt, wo die Kinder sofort erkannt haben, dass das Bild einer DVD auf den CRT-Monitoren weit besser aussah als auf den Eizo-TFT-Referenzmonitoren. Dagegen schufen sich einige der Erwachsenen dann ihre eigene Realität, nur um sich nicht eingestehen zu müssen, dass die neuere Technologie auch mal schlechtere Bilder produziert als die alte.

Ich habe z. B. einen Bekannten gehabt, der sich eine Stunde damit vergnügt hat einen meiner drei Eizo Flatscreens mit eigenen Händen im Treiber und am Monitor selbst einzustellen, weil er nicht akzeptieren wollte, dass der CRT-Monitor bei DVD-Material einfach ein fehlerfreieres, besseres Bild lieferte. Der war nicht einmal als er es nicht hinbekam das TFT-Bild besser aussehen zu lassen als das CRT-Bild völlig davon überzeugt, dass er einer Werbe-Gehirnwäsche aufgesessen war und hat sich die Test-DVD mitgeben lassen, um vielleicht doch noch den Fehler zu finden, der zu dieser für ihn offenbar unglaubwürdigen Realität führte. Ein paar Wochen später sah ich bei einem Besuch bei ihm ein frisch ersteigertes Modell desselben Eizo CRT Monitor Typs von dem ich drei auf meinem Tisch stehen habe. Irgendwann siegt die Realität dann möglicherweise doch gegen die Werbegehirnwäsche. Aber es war offenbar ein harter Kampf. :-P
 
@resilience: Wow, ich glaube ich habe hier noch nie einen so langen Kommentar gelesen.
Und ich habe Ihn gelesen!

Danke für die Aufklärung, ohne beleidigend zu werden, das hat man hier auch nicht so oft.

Ich selbst bin kein Grafiker, Filmer oder sonst was. Ich mache Büroarbeit und zocke mit meinem PC und von daher kenne ich nur den Vergleich zwischen günstigen Röhren und günstigen Flachbildschirmen (unter 200 €).
Und hier schneiden für mich persönlich Flachbildschirme besser ab - auch wegen des Stromverbrauchs.
Für Büroarbeit habe ich mich an 2 16:9 Flachbildschirme gewöhnt, ich find den Platz ganz angenehm, besser als auf meinen alten Röhren. Aber ist wohl auch ne Gewohnheitssache - und bei 6 Monitoren ist das wohl auch wieder anders...

Aber du hast mir gezeigt, dass es durchaus noch sinnvolle Anwendungen gibt (und hast dabei auch noch sehr weit auf Kameras umgeschwenkt^^).
Danke für die Aufklärung.
 
Eieiei... da wird ja das HD im Titel von "Resident Evil 4 HD" dem ganze nicht gerecht. Das da wieder Fans zeigen müssen wie es richtig geht und es wesentlich besser hinkriegen wie der eigentliche Hersteller ist ein Armutszeugnis für Capcom...
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