Visual Studio 2015 veröffentlicht: wichtige Feature fehlen aber noch

Ab sofort können Entwickler Microsofts neue Entwicklungs-Umgebung Visual Studio 2015 ausprobieren: Der Software-Konzern hat die IDE heute pünktlich wie geplant mit RTM-Status veröffentlicht und schickt damit drei neue Versionen ins Rennen. mehr... Entwicklung, Programmierung, Visual Studio Code Bildquelle: Visual Studio Entwicklung, Programmierung, Visual Studio Code Entwicklung, Programmierung, Visual Studio Code Visual Studio

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Eine exzellente IDE, aber in den letzten 3 Versionen leider ziemlich hässlich geworden. Und dass man immer mehr zu Cloud-Kram gedrängt wird, nervt auch ziemlich.
 
@TiKu: Naja, das Aussehen ist Geschmack und Du kannst ja zumindest das Blue Theme aktivieren, um etwas mehr in Richtung alte IDE zu kommen.

Und inwiefern wird man zu Cloud-Kram gedrängt? Natürlich ist Cloud für MS wichtig und VS unterstützt die Entwicklung von Cloud-bezogenen Applikationen und an einigen Stellen auch das Deployment in die Cloud, aber die IDE selbst braucht ja nun keine Cloud, um zu funktionieren.
 
@HeadCrash: Auch beim Blue Theme sind die meisten Icons absolut nichtssagend und bieten dank Farbmangel keinen Wiedererkennungswert.

Bei der Beta von VS2015 brauchte man einen Microsoft-Account. Ist das bei der Final anders?
 
@TiKu: Ja, das ist immer nur bei den Vorab-Versionen notwendig. War schon bei 2013 so. Die RTM-Version kann komplett ohne MSA genutzt werden.
 
@HeadCrash: Ah, okay. Dass man die Vorab-Versionen nicht ohne Microsoft-Account nutzen kann, sollte Microsoft mal überdenken. Mein Interesse an einer neuen VS-Version haben sie damit immer ziemlich gedrückt.
 
@TiKu: naja bei alpha/beta versionen geht es halt auch zentral um feedback und spätestens wenn du in den entsprechenden foren mitdiskutieren willst brauchst du dann eh einen ms account. das ist aber auch bei allen anderen so, bei google kannst du an previews auch nicht ohne gmail account teil nehmen.

ich bin z.b. kein google fan, hab mir aber einen gmail account für die google apps for business damals geholt. sind ja eh gratis wen störts also, wenn man eine preview sehen will und am ende hab ich jetzt einen spam account für den ganzen web-müll ;) ... bzw kann man accounts ja auch wieder schliessen wenn man sie nicht mehr haben will.
 
@TiKu: Ich fand VS2010 auch am schönsten ehrlich gesagt. Die neuen Versionen sind echt Geschmackssache. Aber wenigstens ändern sie nicht ständig jetzt wieder alles und die sln's sind wenigstens einigermaßen kompatibel. Kurios finde ich in vs2015 aber, dass es immer noch MVC in den Fokus rückt.
 
@XDestroy: Meinst du mVc (Model-View-Controller) oder mFc (Microsoft Foundation Classes)?
 
@cptdark: MFC ist erschreckenderweise auch noch drin. Das wird wohl nie aussterben. Naja ich meinte schon MVC. Gut ist, dass MVC und Web API controller gemerged wurden. Ist eh sinnlos das zu trennen. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Templates mehr auf MVC rücken als auf Web API... (inkl. Razor und so)
 
Finds etwas schade, dass man nur die Konvertierung von Android/iOS zu Windows Apps anbietet und nicht umgekehrt. Gerade wenn man in C#/VB u.s.w entwickeln möchte, muss man anschliessend trotzdem die App nach Java/Swift portieren. Oder gibts da irgend was schlaues, abgesehen von Xamarin?
 
@glurak15: Das Schlaueste dürfte wohl Xamarin sein. Warum willst Du die App denn unbedingt portieren? Der Weg über Xamarin und die Portable Class Libraries ist doch eigentlich der deutlich elegantere?
 
@HeadCrash: Dann scheint Xamarin wohl die beste Lösung zu sein, wenn auch etwas teuer.
Die App wurde noch nicht entwickelt, allerdings sind schon einige Ideen da und da diese von einem iOS User kommen, wärs auch nicht schlecht, das dort ebenfalls lauffähig zu haben. ;)
Aber dann wirds wohl als erstes eine Weblösung.
 
@glurak15: Kommt halt immer drauf an, was Du genau machen willst. Apache Cordova wäre z.B. eine Möglichkeit, dieselbe App auf allen Plattformen laufen zu lassen. Da ist man zwar etwas eingeschränkt, aber es geht schon sehr vieles. Xamarin ist ein guter Ansatz, wenn man möglichst viel Code wiederverwenden möchte, da es eben auf den PCL aufsetzt, man kann aber trotzdem alle plattformspezifische Dinge machen, auch wenn man dazu für jede Plattform zumindest das Frontend separat schreibt. Und Du kannst natürlich native Apps schreiben, was die allerbeste Unterstützung der Plattformen bietet, aber eben auch der größte Aufwand ist...
 
@HeadCrash: Je nach dem was für eine app es wird kann man auch mit xamarin.forms arbeiten. Da schreibt man die UI im code behind und die xamarin tools erstellen automatisch die richtige UI dazu.
 
@Ludacris: Stimmt. Allerdings hab ich bisher immer gehört, dass Xamarin Forms irgendwie noch nix halbes und nix ganzes sein soll. Hab es selbst nie probiert.
 
@HeadCrash: Is leider richtig. Ich hab damals bei meiner Bachelorarbeit über Cross Plattform Dev geschrieben und auch mit Xamarin.Forms gearbeitet und das war sehr mühsam da du eben alles über den Code machen musst und das Ergebniss nicht perfekt ist. Eine standard Tab App (iOS, Android) und Pivot App ist kein Problem, aber sobald es etwas mehr werden soll wirds echt knifflig. (einzelne seiten gehen natürlich auch)
 
Da scheint ein interessanter Umdenkprozess bei Microsoft stattgefunden zu haben. Etwa in der Art:

Früher beschwerten sich die Nutzer bei mit allen Funktionen ausgelieferten Programmpaketen darüber, dass viele der Funktionen noch nicht ausgereift waren.

Heute sind wir einen Schritt weiter. Wir liefern die Programmpakete erst gar nicht mehr vollständig aus. Dann kann sich der Nutzer nur noch über einen Teil der Fehler beschweren, da der Rest an Fehlern erst nach und nach geliefert wird.

Das nenne ich Innovation. ;-)

Aber mal ehrlich: Benutzt irgendein Programmierer, der sich gelegentlich auch mal nach besseren Tools am Markt umsieht, noch Visual Studio mit seinem funktionell sehr eingeschränkten und wenig variablen, lahmen, grafischen Editor, der in der letzten Version nicht einmal mehr schnelle Textmakros unterstützte, so dass man erst ein halbes Programm schreiben musste um ein paar tausend Quelltextzeilen eines anderen Programms nach einem bestimmten Schema zu ändern?

Wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, benutzt man vielleicht einmal einen Compiler von Visual Studio per Kommandozeile aus einem Full-Featured-Editor heraus, aber die grafische Oberfläche von Visual Studio ist meiner Meinung nach viel zu überladen und träge zum Bearbeiten von Code. Zudem hampelt man ständig zwischen Maus und Tastatur herum, was zusätzlich Zeit kostet und wenn man dann endlich alles was man häufiger braucht auf Kurztastenkombis gelegt hat, muss man garantiert mal ein paar Tage an dem System eines Kunden arbeiten und eiert dann wieder mit der Maus in der grafischen Oberfläche herum, weil die eigenen ShortKeys da natürlich wieder nicht vorhanden sind.

Da nehme ich dann doch lieber gleich den Vi und kann damit selbst in der Kommandozeile eines Remote-Servers gleich performant arbeiten ohne mich vorher um irgendwelche ShortCuts kümmern oder bei einer neuen Version alle Jahre wieder in einer veränderten grafischen Oberfläche zeitaufwändig nach altbekannten Funktionen herumsuchen zu müssen, wie das auf Visual Studio gerne mal der Fall ist.

Immerhin scheint Microsoft mit Visual Studio Code das Editor-Problem erkannt zu haben, denn der Editor scheint mir grosse Ähnlichkeiten mit Atom zu haben und folgerichtig gibt es dort auch eine Git-Unterstützung.

Allerdings nervt auch dort die langsame Start- und Arbeitsgeschwindigkeit (Kommt einem so vor wie wenn man vor 10 Jahren mit Eclipse arbeitete.), die elende Cloudfixiertheit und für viele Funktionen muss man weiterhin erst umständlich zur Maus oder nach auf der Tastatur etwas abgelegen liegenden Tasten (PgUp/PgDn etc.) greifen, statt einfach alles mit dem Haupttastenfeld erledigen zu können. Dann kommt noch hinzu, dass MS natürlich seine "favorisierten" Programmiersprachen besser unterstützt als andere. Da sehe ich noch eine Menge Verbesserungsbedarf, bis Microsofts Lösungen meinem Setup auch nur ansatzweise das Wasser reichen könnte.

Mein Editor startet und arbeitet selbst auf 10 Jahre alter Hardware und mit Quellcodedateien mit über zehntausenden Zeilen Code noch performant. Das sehe ich bei Visual Studio Code noch nicht und beim normalen Visual Studio erst recht nicht. Das ist eher träge wie MS Word.
 
@resilience: Mir fehlt son bisschen der Vergleich hier. Ich finde VS immer noch einen der besten Editoren. Es gibt Leute die schwören auf Eclipse, obwohl ich den grottig finde und da zig Funktionen vermisse. Ich code seit Jahren und bin mit VS im großen und ganzen sehr zufrieden.
 
@XDestroy: Geht mir genau so. Ich hab im Studium viele Leute gesehen die auf intelliJ, eclipse und co geschworen haben und habs jedes mal gehasst wenn mal wieder eine Aufgabenstellung in java da war
 
@Ludacris: Wobei IntelliJ echt geil ist. Also die kann mit VS auf jeden Fall mithalten!
 
@XDestroy: ja, intelli j geht noch dennoch ist mir VS lieber
 
@XDestroy: >>Mir fehlt son bisschen der Vergleich hier. Ich finde VS immer noch einen der besten Editoren. Es gibt Leute die schwören auf Eclipse, obwohl ich den grottig finde und da zig Funktionen vermisse.<<

Also ich sehe in meinem Text auf den ersten Blick einen Vergleich des VS Editors mit dem Vi. In Deinem Text wird hingegen gar nichts verglichen, ja, noch nicht einmal ein paar der wichtigsten Funktionen benannt, mit denen Eclipse offenbar nicht aufwarten kann.

Wer auf was schwört ist mir zudem schon länger ziemlich egal, denn ich habe offenbar höhere Ansprüche als die Masse der Leute, die ja scheinbar mit Microsofts Standardlösungen auskommen (wenn auch manchmal zähneknirschend und mit viel Gemecker), und kann daher nicht darauf hoffen, dass mir jemand sagen kann, was das ideale Werkzeug für mich ist.

Viele Leute haben augenscheinlich ganz andere Kriterien bei ihrer Softwareauswahl als ich. Für die Möglichkeit, als Anfänger in einer grafischen Umgebung herumklicken zu können, statt erstmal ein Manual lesen zu müssen, bezahlen viele Leute offenbar gerne später als fortgeschrittene Nutzer mit ständigen Tastatur-Maus-Wechseln und damit langsamer, umständlicher Bedienung und dem Suchen nach altbekannten Funktionen infolge jeder Oberflächenumgestaltung des Herstellers.
Ich hingegen habe es eben lieber, wenn ich einmal ein Manual lesen und Befehle lernen muss und ab da zumindest bekannte Funktionen die nächsten Jahrzehnte mit genau diesen Befehlen ansprechen kann. Ich fände es zudem bei Funktionen, die ich noch nicht kenne, extrem unkomfortabel, wenn ich immer wieder seitenlange Klickanleitungen lesen und nachexerzieren müsste, obwohl das selbe Ergebnis auch mit einer einzigen Befehlszeile zu erzielen wäre. Da dies offenbar die Masse der Nutzer anders sieht, muss ich leider immer selbst herausfinden, was für mich funktioniert und was nicht.

Die meisten Leute, die einem versuchen Ratschläge zu erteilen, haben zudem andere Editoren/IDEs i. d. R. gar nicht ernsthaft über ein paar Wochen ausprobiert. Im Gegenteil: Wenn sie von ihrem Lehrer/Professor erstmal eine Entwicklungsumgebung untergeschoben bekommen und sich damit vertraut gemacht haben, beschränken sie viele nur noch darauf, ihre einmal getroffene Wahl zu verteidigen um bloss nichts Neues lernen zu müssen. Viele wählen deshalb Visual Studio, weil sie dort, wenn ihnen die Argumente ausgehen, immer noch sagen können: "Ich kann zwar gerade nicht erklären, warum es besser als Deine Lösung ist, aber VS ist DER Industriestandard (was auch nicht unbedingt stimmt, denn weltbekannte Projekte, wie z.B. auch Git, setzen andere Editoren/IDEs zur Erzeugung ihrer Softwarelösungen ein) und wenn so viele Leute sich dafür entscheiden, dann muss es besser sein als eine Lösung die weniger Leute verwenden." Dummerweise entscheiden sich die meisten Leute und damit auch die Entscheider in Firmen aber durchaus nicht für das technisch/funkionell beste Produkt, sondern für eines, mit dem sie selbst und die meisten ihrer Mitarbeiter schon vertraut sind und das ist genau der Punkt, wo Microsofts Education-Programm ansetzt, nämlich durch stark verbilligte oder gar kostenlose Software für Lehrpersonal und Schüler/Studenten sicherzustellen, dass die Entscheider wie die Mitarbeiter größtenteils auf MS Produkte eingeschworen sind. Es wird nämlich kaum ein Chef Software für seine Firma beschaffen, die er und viele seiner Mitarbeiter ohne Lehrgang/längere Einarbeitungszeit gar nicht nutzen können, nur weil ein kleiner Teil seiner Arbeiter da einen funktionellen Vorteil drin sieht.

Viele meiner ehemaligen Studienkollegen schreiben z. B. noch heute ihre Dokumente mit Microsoft Word, dass ihnen in der Ausbildung irgendwann mal ein Lehrer auf's Auge gedrückt hat und bei dem sie dann trotz Problemen und Zeitverlust in ihrer Diplomarbeit bei dem Versuch ein stabiles Layout hinzubekommen und trotz kostenloser und besserer Lösungen geblieben sind.
Folgerichtig programmieren sie dann auch seit dem ersten Softwaretechnikpraktikum im Studium auf Visual Studio, weil man ihnen das dort vorgesetzt hat, und haben sich andere IDEs, wenn überhaupt, bestenfalls 2 Tage lang angesehen und sie dann, ohne sie überhaupt näher kennengelernt zu haben, als schlechter als VS abgetan und nie wieder angerührt.

Ich bin hingegen, sowohl für meine heutige Office-Lösung, wie auch für meinen heutigen Softwareentwicklungssetup, einen weiteren und steileren Weg gegangen. Ebenfalls angefangen mit jahrelanger Nutzung von Microsoft-Produkten, aber im Folgenden eben mit dem einen oder anderen Jahr produktiver Arbeit in anderen Officepaketen (MS Office -> Lotus SmartSuite -> StarOffice -> OpenOffice -> LibreOffice -> LaTeX) und Softwareentwicklungsumgebungen (Metrowerks Code Warrior, VS, Eclipse, JBuilder, JCreator und noch einige mehr und heute eben Vim oder Emacs), weil ich halt mit dem Status Quo lange Zeit in keinster Weise zufrieden war und daher immer wieder etwas anderes ausprobiert habe. Ich lerne durchaus gerne mal über ein paar Wochen ein neues Softwarepaket kennen, wenn es mich weiterbringen könnte oder mir in Zukunft Frust erspart. Ich weiss daher recht genau, wie gut mein Setup heute ist und könnte aus heutiger Sicht gar nicht mehr zurück auf grafische Editoren/IDEs wie Visual Studio, da es damit z. B. einfach nicht möglich ist, selbst unterwegs von einem Mobilgerät mit beliebigem Betriebssystem aus, per Remote-Konsole Quellcode bzw. Scripte auf einem Server am anderen Ende der Welt zu editieren.

Ich will effizient arbeiten und dabei nicht von meiner Entwicklungsumgebung bzw. meinem Editor limitiert werden und da mein erster Editor als Kind ein auf DOS portierter Großsystemeditor auf dem DOS-PC meines Vaters war, hatte ich von Anfang an recht hohe Ansprüche was einen Texteditor als zentrales Softwareentwicklungstool angeht und habe danach über alles was MS an Editoren bisher unter das Volk brachte nur lachen können, weil es aus meiner Sicht so minderwertig war.

Man muss sich bloss mal ansehen, wie stiefmütterlich Microsoft das arme Notepad in den letzten 2 Jahrzehnten behandelt hat. Und damit meine ich nicht, dass es so eine platzfressende Ribbonleiste anstatt der alten Menüleiste bekommen sollte, mit der MS ja schon Paint verschandelt hat, sondern lieber mal ein paar nötige Funktionen, die selbst einem, mit einem für Anfänger gestalteten Betriebssystem mitgelieferten, grafischen Texteditor gut zu Gesicht ständen, wie z. B. eine Zeilennummerierung und eine Suchen-und-Ersetzen-Funktion die reguläre Ausdrücke unterstützt.

Selbst mein erster Editor, der bei mir bis heute auf dem originalen IBM-PC aus den 80er Jahren läuft, an dem ich damals als Kind DOS gelernt und meine ersten Basic- und Fortran-Programme geschrieben habe, hat immer noch ein paar Tricks im Ärmel, die im VS-Editor bis heute nicht annähernd so effizient zu realisieren sind. Nennt sich sowas "Innovation" bei Microsoft, wenn man es über Jahrzehnte verschläft, den systeminternen Editor konkurrenzfähig zu halten?
Microsoft "leiht" sich offenbar nun schon bei den Leuten von GitHub deren Editor "Atom" für das "Visal Studio Code" um in dem Bereich mal irgendetwas konkurrenzfähiges im Portfolio zu haben. Das ist wohl als innovationstechnische Bankrotterklärung seitens Microsofts zu sehen, wenn man sich im ehemals verhassten Open-Source-Lager bedienen muss, weil es da mittlerweile die bessere Software gibt.

Manchmal habe ich den Eindruck, Microsoft steckt den Grossteil seiner Innovativkraft seit Jahrzehnten in immer neue verspielte und leider auch ineffektive Oberflächendesigns, Lizenzmodelle- und DRM-Massnahmen und kaum noch etwas in die funktionelle Weiterentwicklung seiner Software.

>> Ich code seit Jahren und bin mit VS im großen und ganzen sehr zufrieden.<<

Hundertprozentig zufrieden bin ich mit meinem Setup auch heute noch nicht, aber es gibt keinen Editor mehr, der noch mehr und effizientere Funktionalitäten bietet als die beiden von mir benutzten mit allen ihren Erweiterungen. Selbst wenn ich mich hinsetzen und 10 Jahre meines Lebens dafür opfern würde einen noch effizienteren Editor zu programmieren, würde ich vermutlich im Alleingang keinen so aufgereiften, stabilen und dazu noch besseren Editor hinbekommen, als den, den ich heute überwiegend benutze. Damit kann ich mir den Versuch sparen und lieber daran arbeiten meine jetzigen Editoren noch hier und da etwas zu verbessern. Da der Quelltext von beiden offenliegt, sind mir da ja keine Grenzen gesetzt.
Auch das ist ein Vorteil meines Setups gegenüber Visual Studio: Ich bin nicht darauf angewiesen, dass ein Konzern Funktionen die ich benötige endlich in sein Produkt einarbeitet, Fehler daraus entfernt oder sein Produkt auf einer anderen Plattform zu laufen bringt. Ich kann es selber tun. Teilweise brauche ich das nicht einmal, denn den Vi-Editor gibt es z. B. selbst für Android und iOS. Wenn ich also irgendwann einmal nur das SmartPhone eines Bekannten zur Verfügung hätte, um per ssh-Zugang eine Änderung auf meinem Webserver vorzunehmen, dann könnte ich das mit dem selben Editor tun, mit dem ich das sonst auch von meinem Desktoprechner oder Notebook aus erledige und zwar ohne auf spezielle Editierfunktionen wie schnelle Textmakros verzichten zu müssen. Das kann ja mal jemand mit Visual Studio versuchen. Das läuft auf einem SmartPhone erst gar nicht und selbst wenn Microsoft jemals einen Grund sehen würde, es auf ein SmartPhone-Betriebssystem zu portieren, dann wäre die grafische Oberfläche wohl auf dem kleinen Display nur sehr schwer und umständlich bedienbar.
 
@resilience: Mir gefällt bisschen der Ton hier nicht. Du unterstellt anderen niedrige Ansprüche (was meiner Meinung nach beleidigend ist) und bist ebenfalls der Meinung scheinbar, dass man blind und fast schon indoktriniert die Tools verwendet, die man vor die Nase gesetzt bekommt. Ich kann dir versichern, es ist nicht so. Ich bin ständig auf der Suche nach guten IDE's und bin schlichtweg der Meinung, dass Visual Studio und IntelliJ das beste auf dem Markt ist. Es bietet viele Funktionen die ich benötige. Umgekehrt stelle ich mir gerade die Frage, ob wir das gleiche Vi meinen und generell wofür du Visual Studio verwendest. Um mal eben per ssh etwas auf einem Webserver zu ändern benutzt man sicherlich nicht Visual Studio. Da müsstest du eher mit PowerShell vergleichen. Vi so wie ich es kenne ist ein nackter Editor ohne irgendwas. Jedenfalls muss man sich da mit Plugins alles erst rein holen damit der was kann.
 
@resilience: Ich habe bisher noch keine bessere IDE für C++ und C# gefunden.
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