Illegale Kopien am Gerichtsrechner: IT-Chef zu Unrecht gekündigt

Das Bundesarbeitsgericht hat aktuell in einem etwas seltsam anmutenden Fall zu entscheiden: Vor zwei Jahren wurde ein IT-Abteilungsleiter entlassen, weil er an seinem Arbeitsplatz in großem Umfang illegale Kopien anfertigte. mehr... Dvd, Blu-ray, Optisches Medium, M-Disk Bildquelle: M-Disc Dvd, Blu-ray, Optisches Medium, M-Disk Dvd, Blu-ray, Optisches Medium, M-Disk M-Disc

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
diese Bürokratie ^^

bei uns bekommst ne Abmahnung wenn du nen USB-Stick oder eine Private CD in den Rechner einlegst! Das muss noch nicht mal Illegal sein...

Ich glaube das so eine Kündigung "theoretisch" sehr wohl angemessen ist, der Mann hat zu Arbeiten und nix anderes zu machen! <- die Pausezeiten werden als "erholung" zwingend vorgeschrieben. Ich habe "auch" ein Nebengewerbe (ich möchte mich aber keineswegs mir diesen Machenschaften gleichsetzen)... aber selbst da gibt es Strenge auflagen wieviele Stunden ich im Monat Arbeiten darf (selbst wenn meine Arbeit Psychisch und Physisch weniger belastend ist als so manch andere Freizeitbeschäftigung)!
 
@baeri: Ich kenne keine einzige Person in meinem Umfeld, die den ganzen Tag (gehen wir mal von 8 Stunden aus) durchgehend arbeitet. Ich hab Sie mal gefragt, warum. Alle haben gesagt, dass Sie nicht dauernd was zu tun haben, oder auf etwas warten.
Ich finde man kann das so lange tolerieren, bis die Arbeit vernachlässigt wird.
 
@Melodize: hm... ich würde nieeeee... nicht mal auf Winfuture :D :D ...

ja,... stimmt schon du hast Recht... aber sich zu beschäftigen oder ein "Nebengewerbe" zu betreiben finde ich trotzdem nochmal nen Unterschied.

Eigentlich sind auch deine Leistungen und Ideen,... Eigentum deiner Firma! <- ich kenne da einen Speziellen fall bei der jemand eine (Firmenfremde) Idee hatte (das allerdings während der Arbeitzeit) und seine Firma sich diese, mit erfolg, eingeklagt hat (diese Entscheidung finde ich zwar 'fragwürdig' und doch ist es Gesetzlich gesehen so)!
 
@baeri: Natürlich hast du Recht, dass es ein Unterschied ist, ob man sich nur beschäftigt oder ein Nebengewerbe führt.

"Eigentlich sind auch deine Leistungen und Ideen,... Eigentum deiner Firma" - Macht mich irgendwie traurig...

Persönliche finde ich, dass es aber in Ordnung ist, wenn man ein Nebengewerbe hat, solange bis die "richtige" Arbeit dadurch flöten geht...
 
@Melodize: das ist nicht traurig... das ist mehr als nur traurig... das geht schon in den Bereich "Menschenhandel" & "Sklaverei"...

UND NEIN... nicht alle Arbeitgeber nutzen das bis aufs letzte aus... Ich z.B. habe bei meiner Einstellung gleich meinen Arbeitgeber gefragt und das auch Schriftlich bestätigen lassen (Wenn meine Arbeit nicht darunter leidet, wichtige Termine eingehalten werden - darf ich einen Bereitschaftsdienst leisten bei dem ich MAL Telefonisch erreichbar bin oder Spontan zu nen Kunden fahren muss... Das kommt bei mir 3 mal im Jahr vor und ist vollkommen in Ordnung => theoreitsch könnte das aber auch mal Passieren, das ich gleich 2-3 mal die Woche weg müsste <- selbstvertändlich geht dann [unbezahlter]-Urlaub drauf bzw. Überstunden AWAY)
 
@baeri: also wenn ich auf der Arbeit eine Idee für ein Tool habe (als Programmierer), welches ich dann NICHT auf der Arbeit umsetze und vielleicht sogar damit Geld verdiene, hat meine Firma da nichts zu melden (es sei denn ich habe Firmengeheimnisse genutzt oder gar preis gegeben - was ich ja bei nem z.B. Eclipse- oder VS-Addon ja nicht täte).

Insofern: der Firma gehört meine Arbeitszeit von 9 bis 17 Uhr (so Pi mal Daumen). Darüber hinaus gehöre ich mir (außer Firmengeheimnisse etc.).

Allerdings kann man als Entwickler sogar solche Projekte als z.B. eigenständige Weiterbildung oder gar Optimierung des Arbeitsumfeldes tarnen. Wie es dann aber mit dem Copyright auf den Code bzw. das Projekt aussieht, weiß ich nicht. Ich glaube aber, dass man dann schlechte Karten hat.
 
@divStar: naja... du hast insofern Recht, deine Firma müsste es dir erstmal Nachweisen...

Aber wie gesagt, ich kenne einen konkreten Fall, hier wurde vermutlich der Fehler begangen auf Arbeit davon zu erzählen...
=> mann muss dazusagen, das die Idee durch die Arbeit ausgelöst wurde:
also z.B. ein Maurer hat die Idee mit einen Lot könnte man eine Mauer gerade bauen... setzt sich daheim hin und Entwickelt einen Stein an der Schnur... <- das hat zwar nicht unmittelbar was mit seiner Arbeit zu tun und trotzdem ... wenn er in der Mittagspause bei den Kollegen Prahlt, ich hatte da gestern Früh die Idee...

Genauso ist es auch bei deinen Programmen... klar Programmierst du was ganz anderes zuhause... aber wenn die Idee bei dir auf Arbeit entstanden ist...
Wie gesagt, da müssen aber ein paar Faktoren "unglücklich" laufen 1. Muss dein Arbeitgeber davon wissen 2. muss er schon sehr gehässigen sein und 3. muss er das beweisen können (z.B. Aussage von einem Kollegen...)
<- da diese "zufälle" eher unwahrscheinlich sind, glaubt man die Idee gehört mir!
 
@divStar: wenn du beauftragt wurdest, ne komplizierte Aufgabe mittels Programmierung einer Excel-Tabelle oder ähnlichem zu erledigen, dann ist dies Firmeneigentum bzw. zumindest von der Firma bestellt.

wenn du dir aber zu hause abends nochmal den Kopf verdrehst, weil du mit dem auf dem Firmen-PC installierten Tool nicht klar kommst und dir daher selber eine Excel-Tabelle erstellst, um auch später flott ans Ziel zu kommen, so ist das deine geistige Eigenleistung, die auch dir gehört.

diese kannst du selbstverständlich allen verkaufen, die sich davon auch einen Vorteil versprechen.

Sowas haben wir schon vor langer Zeit so gehandhabt.
 
@Melodize: also ich arbeite meine 7 Stunden immer durch, mit den beiden Pausen dazwischen. Es sind immer neue Mails da die darauf warten in den nächsten Tagen abgearbeitet zu werden.
 
@steffen2: Dann hast du einen Beruf, bei dem du 7 Stunden durchgehend arbeiten kannst.
Meine Brüder (Einzelhandel - spez. Sport) können das nicht.
Ich (IT-Techniker in Ausbildung, mein Arbeitskollege & Schulkollegen) kann das nicht.

Es gibt natürlich einige Berufe, wo man durch arbeiten muss. (z.B. am Bau)
Aber es gibt auch viele Berufe, wo man auch Zeit hat, um sich mal ein Katzen Video anzusehen... :P

Es gibt bei uns hin und wieder stressige Zeiten, wo man viel zu tun hat. Aber, selbst dort findet sich eine Gelegenheit, um mal ne Pause nebenbei zu machen. (Soll übrigens nicht so klingen als arbeite ich nicht gerne oder als würde ich nur faulenzen)
 
@Melodize: "...wo man auch Zeit hat, um sich mal ein Katzen Video anzusehen... :P"

Und genau das macht dich am Ende produktiver, als jemand der "gezwungen" wird volle 8 Stunden durchzuackern, ohne eine freie Minute Entspannung.

Gab doch schon hier die News, dass es Untersuchungen gibt, die festgestellt haben, dass sofern diese "freie Zeit" nicht 20% der Arbeitszeit übersteigt, die Produktivität am Ende höher ist, als wenn man alles verboten bekommt.

Es ist wie mit allem. In Maßen ist es hilfreich. Sofern die Arbeit gemacht wird, kann man auch mal seinen Facebook-Status checken, ein Katzenvideo kucken, oder News lesen.
 
Einigkeit und recht auf Freizeit
 
@baeri: Arbeit über alles oder wie?
 
@baeri: Sehe ich allgemein genauso, allerdings ist in diesem konkreten Fall zu beachten, dass da scheinbar die ganze Abteilung mitgemacht hat. Die Kopien wurden auch angefertigt, als die Person im Urlaub war. Das schien also ein Problem zu sein, was die ganze Abteilung betrifft und soviele Nutznießer hatte, dass es geduldet bzw. möglicherweise noch gefördert wurde. Die Urheberrechtsverletzungen werden ja in einem noch anhängigen Verfahren behandelt.
 
@baeri: Unsinn. In nahezu allen Firmen die ich kenne ist es erlaubt geringfügig private Angelegenheiten zu machen. Also z.B. ein Telefonanruf bei der Familie, eine einzelne Kopie oder Ausdruck, ... Davon unabhängig müssen Sicherheitsvorschriften betrachtet werden. Daher ist es meist nicht erlaubt eigene Software zu installieren oder Logins und Passwörter weiter zu geben. Das würde einen Sicherheitsverstoß bedeuten und wäre viel schwerwiegender. Trotzdem ist eine Kündigung in diesem Fall völlig überzogen, nach dem was man aus dem Artikel entnehmen kann(!). Ein Abmahnung wäre gerechtfertigt, eine Kündigung wohl nicht. Daneben muss der Mensch sich natürlich für die Urheberrechtsverstöße verantworten, aber damit hat sein Arbeitgeber nichts zu tun.
 
@baeri: Es kommt halt darauf an, ob die private Nutzung erlaubt ist oder nicht. Auch welche diversen Unternehmens-Compliances ihr habt. Wie im Text steht, wenn bei denen die private Nutzung erlaubt ist und bei euch nicht, kann das schon einen großen Unterschied machen.
 
Das ganze Prozedere mit diversen Arbeitskollegen, die auf der Arbeit Raubkopien anfertigen, herunterladen und tauschen kommt mir irgendwie bekannt vor. Da habe ich mich immer schön herausgehalten, denn so etwas geht irgendwann zwangsläufig schief und ausserdem habe ich an kommerzieller Software, Musik und Kinofilmen ohnehin kein Interesse. Ich habe lieber einen malwarefreien Rechner.
 
@resilience: Man kann keine Raubkopien anfertigen, um Kopien zu rauben, müssen sie schon vorhanden sein.
 
@Shadow27374: StGB § 249 Raub
(1) Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.
--- Also um eine Kopie zu rauben, muss man Gewalt anwenden oder Gefahr für Leib und Leben androhen. Das ist hier wohl nicht geschehen, also geht es wohl doch nur um Kopien.
 
@Nunk-Junge: Nein, es geht hier um urheberrechtlich nicht gestattete Kopien und damit eben nicht nur um eine normale Kopie. Wenn Du mir ein einzelnes Wort nennst, welches diesen Sachverhalt direkt jedem Leser deutlich macht, wie das von den Urheberrechtsschützern selbst genutzte Wort "Raubkopie", dann werde ich dieses in Zukunft gerne alternativ verwenden.

Wenn einfach alle sog. Raubkopierer ihre Tätigkeiten in dem Bereich einstellen würden, könnte man auf Kunstworte und Haarspaltereien über diese Bezeichnungen sogar ganz verzichten und sich eine Menge Haarspaltereien darüber sparen, unter welchen Umständen man illegales Kopieren von urheberrechtlich geschützten Werken in welcher Weise rechtfertigen kann.

Ich denke nämlich, dass es nicht zu rechtfertigen ist, denn anders als beim Mundraub stirbt niemand nur weil er keine Möglichkeit hat den neuesten massenverdummenden Entertainmentausschuss aus Hollywood zu konsumieren. Im Gegenteil: Die meisten Menschen würden mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar intelligenter werden, wenn sie weniger Zeit darauf verwenden würden, sich banale und oft unlogische, irrationale Geschichten anderer Menschen zu konsumieren.
 
@resilience: Klar sprechen Urheberrechtsschützer mit dem größten Vergnügen von Raubkopien, da die Dämonisierung ihre Position unterstützt. Aber letztendlich ist das nur eine Kopie bei der das Urheberrecht misachtet wurde. Damit ist das genauso schlimm wie die Kindergärten, die das Lied "Stille Nacht" kopieren, um es mit ihren Kindern zu singen. Das ist nicht legal, aber mit Raub hat das nichts zu tun. Das Gesetz spricht da auch nicht von Raub, sondern die Medien-Industrie und ihre Vertreter. Genauso könntest Du statt Anwalt auch Raubmörder-und-Kinderschänder-Verteidiger sagen. Das ist nicht korrekt, polemisch und stimmungsmachend. Aber das Wort Raubkopie ist auch nichts anderes.
 
@resilience: Unlizenzierte Kopie wäre z.B. ein juritisch korrekter Begriff. Ich finde es wichtig, dass wenigstens wir ITler solche Kampfbegriffe wie "Raubkopie" verhindern wo es nur geht.
 
@resilience: kommerzielle Musik und Filme? echt?! Selbst der Straßenmusikant unterm Bahnhof macht dies kommerziell. Und Software? glaubst du im ernst, jemand programmiert für lau, weil ihm langweilig ist. Und wie kommst du auf malware? Die Wahrscheinlichkeit, dass in opensource Software von Haus aus malware steckt ist durchaus sehr hoch, man MUSS schließlich Geld verdienen, nicht wahr....
 
@notme: "glaubst du im ernst, jemand programmiert für lau, weil ihm langweilig ist." Ob er das glaubt keine Ahnung, ich jedoch weiß es sogar. ;)
 
Die eigentliche Frage lautet doch, warum man überhaupt noch Cover drucken muss.. oder CD/DVD verwenden. Ich kennen niemanden der das privat noch macht.
 
@Johnny Trash: Guten Tag. Darf ich mich vorstellen? Allerdings mache ich dies nicht im Büro. Dafür ist die Hardware dort zu mickrig! Btw: Sogar manche Original-CD-Cover kann man "umwandeln", wenn die CD nur in einer weichen Papphülle verkauft wird, und die Sammlung im Schrank sauber und gleichmäßig in Jewelcases verpackt sein soll. Also, spätestens JETZT weist Du schon mal EINEN, der dies macht!
 
@Kobold-HH: Ich hab das auch mal gemacht bis HDDs so wie das Internet günstig wurden...
 
@Shadow27374: Stimmt, Speicherplatz ist heute billig. Und viele Filme sind von ihrem Unterhaltungswert nur Eintagsfliegen. Die werden im Heimnetz gestremt und mit den 3 Gs versehen (Geladen, gelacht, gelöscht). Doch einige Titel sind es wert konserviert zu werden. Und da machen sich die Hüllen im Regal recht ansehnlich. Und auch im Auto ist es bisher schlecht mit der Dropbox und dem Internet. Und 20 Audio-CDs Hörbücher passen auch locker als MP3 auf einen USB-Stick. Es gibt noch immer viele Gründe, weshalb man "Daten" nicht nur als File in einem Ordner speichert, sondern ihnen eine schöne Verpackung gönnt.
 
@Kobold-HH: Das ist ja auch in Ordnung, ich bin allerdings froh von optischen Medien weg zu sein. Die meisten 0815-User haben ihre Medien zu schnell gebrannt, so dass es immer wieder zu Lesefehlern kam etc. Jetzt kopiere ich (je nach Dateigröße) alles innerhalb weniger Sekunden und habe (bis auf einen theoretischen und noch nie eingetrettenen Defekt) keine Probleme mein lesen.
 
ausgrechnet das OLG Naumburg.WF hat vergessen zu erwähnen, dass das OLG Naumburg in Sachsen Anhalt Burgenlandkreis liegt.Ich lebecin dieser Gegend.Gut zu wissen, wie die Leute dort für Recht und Sicherheit arbeiten (Ironie).
 
@Fanta2204: Naja, dient wenigstens der erhöhten Datensicherheit, bei den vielen ausgelagerten Sicherheitskopien ;-)
 
@Fanta2204:
Na dann: Hallo "Nachbar"! ;-)
Ich komm nicht nur "aus der Gegend", ich komm aus Naumburg.
Was heist bei Dir aus der Gegend, wenn ich fragen darf?

Und bevor hier jemand fragt:
NEIN, ich kenn den Typen nicht zufällig!
Um ehrlich zu sein, ich hör von der Sache hier zum ersten Mal!
 
Würde man dies in unserer Firma so konsequent handhaben, könnte man den Konzern wegen Personalmangels schließen. Hier tauscht jeder mit jedem Filme, eBooks und Musik. Es gibt sogar ein verstecktes Verzeichnis auf einem alten Server, in dem viel nettes zu finden ist. Das ganze funktioniert seit den 1990'er Jahren. Ganz ohne Abmahnungen von Außerhalb. Wir sind halt eine "Familie". :-)
Abgesehen davon, habe ich mir dank einiger inspirierender Files sogar schon oft die Original gekauft, weil es Werke gibt, die ihr Geld wert sind. Bei anderen, hätte ich Gern von "Künstler" Geld bekommen, weil es mich kostbare Lebenszeit gekostet hat.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles