Pentaquarks: LHC findet nach Neustart 50 Jahre gesuchtes Teilchen

Die Anlagen am weltweit größten Physik-Labor CERN wurden nach dem Nachweis des Higgs-Bosons gerade erst wieder aus ihrer Wartungs- und Umbau-Phase geholt und schon können die Wissenschaftler ihre nächste große Entdeckung verkünden. mehr... CERN, Elementarteilchen, Pentaquarks, LHCb Bildquelle: CERN CERN, Elementarteilchen, Pentaquarks, LHCb CERN, Elementarteilchen, Pentaquarks, LHCb CERN

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"Na, wo ist es denn, wo ist es denn? Ah, hier!" - immer dort, wo man zuletzt gesucht hat :P
 
Na endlich. Gestern hab ich so ein Ding im Staubsaugerbeutel gefunden und mich gefragt was das is...
 
Das geht weit über mein laienhaftes Vorstellungsvermögen hinaus... Und ich frage mich, ob das was die gesehen haben, wirklich ein Pentaquark war oder nur ein Störsignal, das darauf beruht, dass jemand in Neuseeland gleichzeitig die Mikrowelle eingeschaltet und das Klo abgezogen hat^^
 
@rallef: Auf Quantenebene ist natürlich alles auf Grund der Heisenbergsche Unschärferelation nur mit einer gewissen Sicherheit anzugeben. Deswegen sprechen die erst von einem gefunden Teilchen, wenn die etliche 1000 mit gleichen Eigenschaften beobachtet haben.
 
@rallef: Die statistischen und systematischen Fehler sind natürlich sehr genau bekannt und werden immer mit angegeben. Man kann sich das auch nicht so vorstellen, dass das Pentaquark oder Higgs oder sonstwas "produziert" und dann direkt detektiert wird. Es ist viel mehr so, dass die Theorie auf der wir alles aufbauen (das Standard-Modell, hier insbesondere die GSW-Theorie) eine Vorhersage für die Ausgang der stattfindenden Teilchenkollisionen macht.

Diese Vorhersagen sind rein statistischer Natur. Stell dir das so vor, dass man vorher berechnet "Wenn zwei Teilchen von dieser Sorte zusammenstoßen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese anderen Teilchen in diese Richtung davonfliegen so und so groß" (nur, dass du die Idee kriegst, welche Größen hier überhaupt eine Rolle spielen). Man misst nach und stellt entweder fest, dass sich das Experiment mit der Theorie deckt oder eben nicht.

Wenn man nun ein Teilchen wie das Higgs entdeckt, dann stellt man schlicht und ergreifend fest, dass die vorhergesagten Streuamplituden sich mit dem Experiment decken (wobei die Theorie natürlich immer noch freie Parameter hat, die man mit dem Experiment vermessen lassen, hier die genaue Masse des Higgs). Das ganze Verfahren ist äußerst indirekt und einen kolossalen Überbau. Dass man so genaue Aussagen wie "wir haben ein neues Teilchen beobachtet" am Ende überhaupt treffen kann, hat im Wesentlichen sehr viel damit zu tun, dass wir schon eine Theorie haben, die unfassbar gut ist. Hätte man diese Theorie nicht, könnte man mit den Messungen von ATLAS oder CMS absolut gar nichts anfangen.
 
In einem Fraktal nach dem kleinsten zu suchen ist grundsätzlich sinnlos. Die Idee das wir in einem Objektiven Universum leben ist doch schon lange überholt. Nur Beweisen wird schwierig :D
 
Und WANN endlich begreift IHR, das der NUCLEUS sieben (7) Teilchen HAT,
braucht wohl noch seine ZEIT, ich weis es bereits JETZT schon !!!
Aber WER hört schon auf MICH ?!?
 
Pff CERN, wenn ich Quark will hole ich mir den ausm Kühlregal :D
 
@sl55: Die wollen aber gleich ein 4er Pack, mit Soße!
 
Na hoffentlich verlieren sie es nicht wieder wie das Higgs Boson...

http://xkcd.com/1437/
 
Versteh ich das richtig? Die Elementarteilchen also Proton Elektron Neutron bestehen wiederum aus Quarks?
 
@xerex.exe: Elektronen bestehen nicht aus anderen Teilchen. Protonen und Neutronen allerdings schon, nämlich aus jeweils 3 Quarks (konkret up- und down-Quarks).
 
@LeChuck: Danke! Hast du was für mich zum nachlesen dazu? ;)
 
@xerex.exe: Das ist keine ganz so einfache Frage. Bei mir sind die Einführungen in das Thema gut 20 Jahre her und seitdem habe ich eher Fachbücher vor der Nase gehabt. Leider weiß ich nicht mehr, wie das Buch hieß, das ich selbst damals praktisch verschlungen habe.
Obwohl nicht gut bewertet, könnte man es mit dem Buch "Elementarteilchen" von Harald Fritzsch versuchen oder man steigt bei Wikipedia in die Begriffe Elementarteilchen bzw. Standardmodell ein.
 
@xerex.exe:
http://particleadventure.org/german/frameless/hadrons.html
http://www.weltderphysik.de/gebiet/teilchen/hadronen-und-kernphysik/hadronen/
https://de.wikipedia.org/wiki/Hadron

Prinzipiell unterscheidet man zwischen den Teilen im Atomkern, die aus Quarks bestehen, den Hadronen - und den Teilen außerhalb des Kerns die nicht aus Quarks bestehen, den Leptonen (zu denen zB das Elektron gehört).
Die Hadronen wiederum unterteilt man in Teilchen aus 3 Quarks, den Baryonen (zb Neutron, Proton) und Teilchen aus 2 Quarks (einem Quark-Antiquark-Paar), den Mesonen.
Allerdings soll es eben auch Teilchen mit mehr als 3 Quarks geben, das Tetraquark und das hier beschriebene Pentaquark.
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