Es geht noch kleiner: Erste 7-Nanometer-Chips erfolgreich gebaut

Jetzt steht es fest: Das Moorsche Gesetz wird uns entgegen aller Unkenrufe erst einmal weiter begleiten. Der Technologiekonzern IBM stellte jetzt ein Verfahren vor, mit dem sich Chips in einer Strukturweite von nur noch 7 Nanometern herstellen ... mehr... Intel, Prozessor, Chip, Wafer, Sandy Bridge Bildquelle: Intel Free Press / Flickr Intel, Prozessor, Chip, Wafer, Sandy Bridge Intel, Prozessor, Chip, Wafer, Sandy Bridge Intel Free Press / Flickr

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ob noch kleiner sinn macht? da will ich lieber einen größeren Chip mit Gleicher Leistung und besseren Kühlung.
 
@cs1005: Natürlich möchte man sowas. Dann muss halt noch die Kühlung optimiert werden.
 
@cs1005: kleiner = weniger benötigte Energie = weniger erzeugte Hitze = weniger benötigte Kühlung
 
@cs1005: Niemand der sich auskennt, will wieder größere Chips (bezogen auf das Fertigungsverfahren). Die sind viel ineffizienter als kleinere Strukturbreiten.
 
@cs1005: Naja bei 25% TDP bei gleicher Leistung kann man dann ja auch ganz einfach durch 3 D Stacking die Cores erhöhen und Anwendungen entwickeln die viel stärker von Multicore profitieren (siehe DX12) oder man kann wesentlich stärker virtualisieren.
Das lahmste am PC ist ja schon länger das, was vor der Tastatur sitzt..
Für den Rest braucht man dann nur einen Raspberry Pi 6 mit einer 16 Core ARM CPU und 64 GB stacked DDRn RAM für 40 Euro.... 20 TB SSD mit dann 32 Layer 3D V-NAND dran... TDP 4-5 Watt und ein 40GB Ethernet...wegen 32 Gbit NVME SSD an M2.

Im Rahmen von Big Data und column oriented DB structures dürfte sich dann auch einiges bei der Algorithmenverarbeitung getan haben... zudem sind Techniken wie HBM oder das Intel Pendant erst auf halbem Weg
 
Irgendwann ist mit der Verkleinerung aber dennoch Feierabend. Spätestens dann wird man die ausgetretenen Pfade verlassen müssen, um Neuerungen auf den Markt bringen zu können. Die Verwendung von Graphen oder anderen Werkstoffen zum Beispiel könnte in der Chipfertigung noch einige Überraschungen bereithalten.
 
@starship: richtig, wie du schon schreibst werden wir bald die grenzen das aktuell verwendeten Material "in der größe" erreichen.

Aber abgesehen vom Material gibt es natürlich auch noch Optimierungen in der Struktur.
Man könnte hier ein Beispiel vom Gehirn nehmen und den Speicherprozess und den Rechenprozess zusammenfassen (sozusagen HDDs die gleichzeitig als Prozessor dienen) <- hier wäre dann immer nur der Bereich Aktiv der auch nur benötigt wird... Unverarbeite Datenübertragung wäre nicht mehr Notwendig, da die Daten vor Ort und Stelle verarbeitet werden...
Grafik und Prozesss können noch dichter zusammen gefasst werden auch hier ist die Übertragung zwischen der perepherien immernoch das Langsamste...

Interessant finde ich im o1:re4 die aussage: "Das lahmste am PC ist ja schon länger das, was vor der Tastatur sitzt..."
Bis die Prozessoren an das Menschliche Gehirn rankommen wird noch viel Wasser den Bach runterlaufen. Für mich gilt eigentlich, das ich zu OFT auf den PC warte... <- und das obwohl ich eigentlich mit hervorragenden Ausstattungen (was es momentan halt so gibt im ProConsumer bereich) arbeiten darf.
 
@baeri: "Bis die Prozessoren an das Menschliche Gehirn rankommen wird noch viel Wasser den Bach runterlaufen." Stimmt schon, aber die Schnittstelle PC - Mensch (mechanisch sowie audiovisuell) ist teilweise schon der Flaschenhals.
 
Ausgehend von der Formulierung laufen die Chips dann ohne Strom. 14 auf 10nm - 40/50% einsparung 10 auf 7nm gleich nochmal 50%. Ein Hoch auf die Technik. *Scherz*
 
@Savoury: 50% von 50% sind 25% und nicht 0%.
 
@Savoury: man kann unendlich 50 % abziehen.. schule .. prozentrechnung und so? oh man :D
 
@Conos: Über 100% der Deutschen haben Probleme mit Prozentrechnung :)
 
@crmsnrzl: made my day ;)
 
@Conos: Kommt auf die Menge an. Bei den natürlichen Zahlen ist da irgendwann Schluss ;)
 
@Savoury: Und im nächsten Schritt erzeugen die Dinger sogar Strom, wer hätt's gedacht...
 
Wie schon angedeutet, es sollte ein Scherz sein.
 
@Savoury: Sorry, war aber nicht lustig :(
 
Wenn ich mich Recht an meine Quanteninformationsverarbeitung-Vorlesung (auch ein langes Wort) erinnere, dürfte theoretisch jetzt in etwa Schluss sein. Ich schätze ein fließender Übergang zu einer neuen Technologie, die dann auftretenen Quanteneffekte irgendwie in den Griff kriegt wird es wohl nicht geben, d.h. man muss sich jetzt hinsetzen und sich was Neues überlegen. So riesige Sprünge wie von 10 zu 7 nm wird man wohl jetzt erst einmal nicht mehr machen können. Ich bin neugierig was sich Intel und Co jetzt ausdenken.
 
@nablaquabla: höhere preise *grins*
 
@nablaquabla: Es wird doch schon seit Jahren geforscht, Prozessoren mit Laser-Technik zu bauen - oder nicht mehr? Schon lange nichts mehr gehört oder gelesen in der Richtung.
 
@nablaquabla: naja. 3 Ansätze werden ja zur Zeit verfolgt.
1: Quantenprozessoren (wird an einem technischen Institut erforscht)
2: Prozessoren auf LWL Basis
3: Neuronen-ähnliche Prozessoren. Irgendwie gab's doch vor kurzem einen Bericht darüber.

Klar, steckt das alles noch in den Kinderschuhen, aber Potential haben sie alle. Für den Consumer Markt wird es wohl am ehesten der LWL-Prozessor.
 
@mongini12: Gibt sicherlich noch mehr Ansätze. Der Punkt ist jedenfalls, dass sich bisher noch nicht "der" Kandidat herausgestellt hat, nicht mal ein bisschen. Quantum computing insbesondere stellt zwar eine Alternative dar, aber höchstens eine Ergänzende. Ich sehe ehrlich gesagt (zur Zeit) noch nicht wirklich einen Anwendungsbereich für Quantum Computing im Consumermarkt. Die meisten Prozesse in einem üblichen Computer ziehen nicht wirklich Vorteile aus Quantum-Algorithmen (im Gegenteil, sogar). Zu Photonic Computing habe ich bislang keine überzeugenden Proposals finden können, auch wenn die meisten Ideen elegant klingen.
 
@mongini12: Nennen sich Memristor. Der Vorteil ist, dass Datenverarbeitung und Speicherung an ein und der selben Stelle geschehen. Ist ungefähr so effizient wie das menschliche Gehirn. Ist zunächst auch Wahrscheinlicher als QuantenCPUs, da es tatsächlich schon welche kommerziell zu kaufen gibt.
 
@mil0: stimmt... Jetzt wo du sagst erinnere ich mich. HP hatte doch sowas mal angekündigt. Habs dann wieder aus den Augen verloren. Klingt auf jeden fall sehr genial wenn man sich die Schnittstelle zum RAM sparen kann.
 
Die Erwähnung des Mooreschen Gesetzes ist hier völlig unpassend. Das Mooresche Gesetz bezieht sich auf die Transistoren pro Fläche, hier geht es aber um die Strukturgröße, also einfach gesagt die Lochmaske bei der Herstellung. Dies ist nicht gleich zu setzen. Eine kleinere Strukturgröße bedingt nicht notwendigerweise eine Erhöhung der Packungsdichte der Transistoren (ist aber auch nicht ausgeschlossen). Dazu kommt, dass üblicherweise die Strukturgröße nicht durchgängig gleich ist. Es gab mal einen interessanten Artikel dazu im Zuge der 14 nm-Fertigung, der sich zwar hauptsächlich aus Intel-Aussagen zusammensetzt, aber trotzdem interessant ist. http://www.golem.de/news/fertigungstechnik-der-14-nanometer-schwindel-1502-112524.html
Für das Mooresche Gesetz spielen auch andere Möglichkeiten eine Rolle, die unabhängig von der Strukturgröße sind, z.B. DIE-Stacking.
 
Schon 2012 hat Intel bekundet, dass sie an einer 5 nm-Fertigung forschen. Diese soll bis 2019 eingeführt werden. Das zeigt wie lange so eine Entwicklung dauert. http://www.tomshardware.de/intel-cpu-prozessor-5nm,news-248137.html
 
@Nunk-Junge: Is ja logisch. Feilt der Azubi an einer Stelle zuviel bist da bei 3nm und kannst das ganze Werkstück wegwerfen.
 
"Ein DNA-Strang ist noch 6 Mal dünner. "

Dem guten Deutsch, wo du sprecht! Erstens: auf Deutsch heißt das DNS. Zweitens: Auch, wenn es im Englischen häufig so oder so ähnlich heißt: it is 6 times thinner than ... wird es bei wortwörtlicher Übersetzung ins Deutsche dadurch nicht korrekt.

Drittens: auch auf Englisch könnte man besser sagen: it is as thick as a sixth of ... ODER ... the DNAs thickness is only a sixth of these 7nm ... vllt bekommt es ja jmd noch schöner formuliert auf Englisch (bin kein Dolmetscher), aber so wie ihr es schreibt, schmerzt es beim Lesen deutlich!
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