DJ David Guetta: 'Wegen Piraterie kommen Leute zu meinen Konzerten'

Star-DJ David Guetta ist zwar in der Szene durchaus umstritten bzw. nicht allseits beliebt, in Bezug auf Piraterie hat der auch als Produzent tätige Franzose aber immerhin eine unaufgeregte Sicht der Dinge. Er meint, dass er ohne widerrechtliche Kopien ... mehr... Software, Piraterie, Illegal, Downloads, Piracy Software, Piraterie, Illegal, Downloads, Piracy Anti Piracy

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Bei seinem Verdienst kann ihm das wirklich egal sein. Aber zum Thema, jeder Musiker geht davon aus, dass er mit seiner Musik Millionen verdient. Wieso sollte das so sein? Das ist ein Beruf und warum wollen alle immer mehr Geld und bekommen den Hals nicht voll? Meine Meinung ist, dass sich ein Musiker nicht beklagen kann, wenn er durch seine Musik im Monat "nur" beispielsweise 5000 € Brutto bekommt und keine Zehn- oder Hunderttausende. (Ich weiß natürlich, es gibt auch unbekannte Musiker die in Armut leben, aber es beschweren sich nur die Großen)
 
@606alex606: Kunst war seit jeher eine brotlose Zunft, ich verstehe die Aufregung überhaupt nicht. Wem gespendet wird sollte absolut zufrieden sein aber jeder noch so talentlose Trottel will reich werden und jammert über Piraterie.
 
@606alex606: So läuft die Welt nun mal :) Du verdienst viel mehr Geld,wenn du irgendwas komplett sinnloses,unbrauchbares machst aber dafür viele Leute damit beschäftigst und lustig machst als irgendwas, was wirklich wichtig wäre.. Vergleiche mal das Gehalt der besten Ärzte Deutschlands (die weiss ich nicht wievielen Meschen das Leben retten) mit dem Gehalt von FC Bayern Spielern, Michael Schumacher (Haut sogar von Deutschland und geh in die Schweiz um Steuern zu sparen .. die Deutschen bejubeln ihn trotzdem *G* ).. Leute zu unterhalten bringt einfach viel mehr Geld als irgendwas sinnvolles zu arbeiten .... Die Leute zahlen einfach Freiwillig für die idiotischsten Dinge ;) Reich wirst mit einer sinnvollen Arbeit nicht mehr so schnell :)
 
@setitloud:
'Michael Schumacher (Haut sogar von Deutschland und geh in die Schweiz um Steuern zu sparen .. die Deutschen bejubeln ihn trotzdem *G* )'

Dieser Satz bringt mir Freudentränen. Bin ich doch nicht der einzige der das genau so sieht :).
 
@setitloud: Moral und Gerechtigkeit hin oder her.. gute Unterhaltung ist nun mal auch goldwert.
 
@606alex606: Ich glaube ehrlich gesagt, das da die liebe Presse auch noch das eine oder andere mit zu verantworten hat.
Eben welcher Musiker es (schon) wert ist bzw. bekannt genug ist, das es sich "lohnt", dessen Sicht der Dinge zu Piraterie zu drucken bzw. seinen Worten Platz auf der Zeitung "freizuräumen". Die Abstufung regional bekannt, in Deutschland bekannt, international bekannt.
Biste zu unbekannt, biste das nicht wert, meckerst also vergebens, da ungehört und ungelesen bleibst.
Davon, ob du eins zu eins so wiedergeben würdest bzw. wirst, wie du es gesagt und gemeint hast, noch garnicht erst geredet ;-)
 
@606alex606: wie aich die kriminelen ihr geklaue wieder schönreden und meinen sie können reiche chartstürmer mit allen musikern gleichsetzen
das ilegale gelade sorgt dafür das nur massentauglicher müll auf den markt kommt ... kleinecbands haben 0 changse auser sie bieten alles umsonst an und machen durch ihre musik miese .... und nur weil die leute für einen song dessen produktion geld und zeit kostet keinen einzigen cent zahlen wollen ... absolut erbärmlich
 
@MisterMuh: Wie kann man deine Antwort versehen? War das einfach nochmal deine Meinung dazu oder wolltest du etwas bestimmtes kritisieren in Bezug auf meinen Post?
 
"Unbekannte Künstler werden dazu womöglich eine andere Meinung haben"
Ach wirklich? Dann sind die aber nicht sehr schlau.

Wenn sie Unbekannt sind, werden die Lieder auch wohl kaum illegal heruntergeladen, weil sie wie gesagt unbekannt sind. Man kann Erfolg also sehr gut an der Piraterie messen. Ich kenne keine Künstler die wegen Piraterie am Hungertuch nagen, sondern dank Piraterie mehr Menschen erreichen und somit die Konzerte in jedem Fleck der Erde oftmals ausverkauft sind.
 
"Ich kenne keine Künstler die wegen Piraterie am Hungertuch nagen, sondern dank Piraterie ..." - Bei wie vielen Künstlern kannst Du denn auf welcher Basis beurteilen, was sie Piraterie zu "verdanken" haben?
 
@FenFire: Gegenfrage: Wieviele Menschen kennst du, die CDs von unbekannten Künstlern kaufen? In der Regel kaufen Menschen Musik von Künstlern die sie schon kennen und mögen. Oftmals wurden deren Lieder vorher illegal heruntergeladen. In dem Sinne... ja Piraterie hilft Künstlern bekannter zu werden, mehr CDs zu verkaufen und mehr Einnahmen auf Konzerte zu erzielen.
 
@Peter Griffin: Es ist vollkommen irrelevant, ob und falls ja wie viele Menschen ich kenne, die CDs von unbekannten Künstlern kaufen - ich habe nicht behauptet dass Menschen dies täten.

Du aber hast eine These aufgestellt und ich habe gefragt, auf welcher Basis Du jene aufstellst (gibt's dazu erfassbar Zahlen, ist es ein Bauchgefühl, eine theoretische Überlegung, ...).
 
@FenFire: Gesunder Menschenverstand. Wenn Piraterie arm machen würde, dann gäbe es genug Beispiele und News über einzelne Schicksalsschläge von Ex-Künstlern die auch glaubhaft darlegen könnten, dass sie wegen Piraterie nur Verluste gemacht haben. Dem ist aber nicht so.
 
@Peter Griffin: Sehe ich auch so. Ich denke dass "der hat gut reden" auch nicht wirklich passen muss. Guetta ist wohl auch nicht berühmt auf die Welt gekommen. Echte Künstler gehen auf Tour und verdienen damit ihr Geld.
 
@Peter Griffin: Aber es gibt doch Beispiele über einzelne Schicksalsschläge durch Piraterie:
http://www.southpark.de/clips/103759/keine-große-sache
Diese armen Opfer... ;)
 
@Peter Griffin: Sieht man doch an Filmen und Serien. Breaking Bad und Game of Thrones waren doch auch die am öftesten illegal heruntergeladenen Serien in letzter Zeit, wenn ich mich recht erinnere - und die sind beide SEHR erfolgreich und verdienen trotzdem (oder gerade deswegen) so viel Kohle? Ich jedenfalls konnte die neueste Ausgabe von BB nie abwarten, habe sie illegal auf English am ersten Tag heruntergeladen und als dann die BluRay Special Edition herauskam für ~120€ (?) mit Schürze und Fass, hab ich die gekauft. Piraterie führt oft zu Käufen, bei allen Medien. Meine Begeisterung für viele Videospiel-Serien rührt oft daher, dass ich einen der Teile illegal heruntergeladen oder auf einer LAN-Party bekommen habe - weitere Teile (Vorgänger, Nachfolger) wurden dann oft gekauft. Genau deshalb geht die Rechnung "1x illegal geladen, 1x weniger Geld verdient" auch bei weitem nicht auf.
 
@eN-t: Das kann ich nur unterschreiben. Ist mir schon sehr, sehr oft sowohl bei Software (Games) als auch vor allem bei Musik so gegangen. Irgendwann mal was gezogen, und am Ende stehen die Vinylscheiben als limitierte oder 180g-Pressung hier bei mir rum... Ach so, auf die Konzerte renne ich selbstverständlich auch. ^^
 
Wo er recht hat hat er recht. Aber über dieses Thema wird ja schon seit Jahren gestritten. Piraterie gabs schon zu Zeiten von Kassette. Musik sollte grundsätzlich gratis sein. Wer gewisse Musik besonders mag, holt sich eh die CD und geht ggf. zum Konzert.
 
@Plattenossi: "Musik sollte grundsätzlich gratis sein". Wie kommst Du denn zu dieser These?

Musik ist zunächst mal das Produkt der Arbeit von Musikern (und Toningenieuren, und Textern, und Komponisten, und...). Wenn dieses Produkt der Arbeit diverser Leute (die neben ihrer Arbeitskraft, Fähigkeit - incl. Erlernen dieser Fähigkeiten - und Zeit auch noch so einiges an Ausrüstung brauchen) grundsätzlich gratis sein sollte, wie finanziert es sich dann?

Effektiv bist Du also der Ansicht, dass sämtliche von Profis (also Leuten, die Musik zum Verdienst des Lebensunterhalts erstellen, im Gegensatz zu Laien) erstellte Musik, die sich nicht über auf Freiwilligkeit der Konsumenten basierenden CD-Verkäufen (die Konsumenten könnten auch völlig legal kostenfrei konsumieren) sowie Konzerteinnahmen finanziert, verschwinden solle?

Und die Leistungsersteller dürften auch nicht bestimmen, dass sie das Ergebnis ihrer Arbeit entlohnt haben wollten (sollte ja grundsätzlich gratis sein, da hat der Musiker sich nicht einzumischen wenn er sich das für von ihm erstellte Musik aber anders vorstellt).

Wie siehst Du das bei anderen nichtmateriellen Leistungen?

Was ist mit Büroarbeit? Sollte die Arbeit eines Softwareentwicklers grundsätzlich gratis sein? Müsstest Du eigentlich konsequenterweise ähnlich sehen (Software kann ja auch beliebig vervielfältigt werden). Also jede Software grundsätzlich gratis herunterzuladen sein, wem sie gut gefällt der wird sich schon ein DVD damit kaufen, oder vielleicht dem Entwickler spenden? Wer will, kann seine Software kostenfrei hergeben (und das wird ja auch gemacht, Freeware und Open Source Software), aber so etwas grundsätzlich zu fordern?

Oder beim Friseur... sollten Haarschnitte auch grundsätzlich gratis sein, wer seine Frisur besonders mag, wird schon ein hinreichendes Trinkgeld geben? (das Argument, Musik liesse sich beliebig vervielfältigen, Haarschnitte könnten jedoch nur in begrenzter Zahl erstellt werden, würde in diesem Fall dadurch relativiert werden, dass Musik ja Deiner Ansicht nach grundsätzlich gratis sein sollte - der Musiker wäre also wie der Friseur auf freiwillige Zahlungen seitens der Konsumenten angewiesen, unabhängig davon wie viele Exemplare der Leistung pro Zeiteinheit hergestellt und/oder konsumiert werden).

Ich persönlich bin der Ansicht, dass der Ersteller einer (privaten) Leistung auch festlegen können sollte, zu welchen Kosten diese konsumiert werden darf. Wenn ich etwas herstelle und einen Preis festlege, den keiner zahlen will, dann bleibe ich eben darauf sitzen. Ein Musiker, der seine Musik verschenken und sich aus den dann für den Verbraucher völlig optionalen CD-Verkäufen sowie Konzerten finanzieren will, kann das jederzeit machen. Aber wäre es denn fair wenn der Musiker dem Konsumenten etwas gibt (die Musik), der Konsument aber zugleich erwartet ("sollte gratis sein") dem Musiker dafür nichts im Gegenzug geben zu müssen?
 
@FenFire: "Musik ist zunächst mal das Produkt der Arbeit von Musikern (und Toningenieuren, und Textern, und Komponisten, und...)."
Ich möchte nur den idealistischen Standpunkt vertreten, dass die mp3s und CDs und sonstwas keine Musik sind, sondern Aufnahmen von Musik. Musik ist das was man hören kann, wenn man zu einem Konzert geht oder besser selbst spielt. Ich finde die extreme Tendenz in den letzten Jahrzehnten Musik zu fixieren und unveränderlich und technisch möglichst perfekt in irgendein Medium zu schreiben nimmt der Musik tatsächlich etwas. Wer schon Mal Musik selbst gemacht hat, weiß dass es etwas Lebendiges ist, das in einem dynamischen Austauschprozess zwischen Musikern zu etwas Schönem wird. Ich empfinde das eigentlich als das Magische an Musik und ich finde in diesen ganzen Debatten über irgendwelche Aufnahmen kriegt man das Gefühl, dass man längst vergessen hat worüber man da eigentlich redet.
 
@nablaquabla: Die wenigsten können es sich allerdings leisten, sich ständig ihre Lieblingsmusik von den Künstlern live vortragen zu lassen (von den Nachbarn ganz zu schweigen). Könnte eventuell unter anderem deswegen der Tonträger erfunden worden sein? Und dass so eine Aufnahme dann auch möglichst "perfekt" klingen soll, ist ja wohl niemandem der Beteiligten zu verübeln. Ich verstehe natürlich, worauf du hinauswillst, aber wie gesagt, das ist leider nicht umsetzbar. Und niemand will Musik nur dann hören können, wenn grad mal zufällig eine passende Band in der Nähe auftritt.
 
@Plattenossi: Genau die gleiche Aussage habe ich schon vor 10 Jahren gelesen. Die Piraterie führte wohl – damals in Bezug auf Metallica und Madonna – dass der Künstler nicht mehr mit den CDs sondern seinen Auftritten Geld verdient. In den 90ern hätte wohl niemand 100 € und mehr für ein einzelnes Konzert ausgegeben. Schön dass es diesem talentierten Künstler mit seinen zwei iPods und dem Play-Button so gut geht.
 
Einer hat's verstanden. Ist übrigens ein großer Irrtum, dass nur die "Großen" leicht reden haben. Tatsächlich verdient so gut wie jeder Musiker den Großteil seines Gehalts über Auftritte und GERADE die "Kleinen" verdienen an den Plattenverkäufen so gut wie nichts. Ich kenne nur eine Person, die mit seiner Band einen Plattenvertrag hat, aber er meint, dass er nach dem Erscheinen einer EP oder Album im ersten Monat sowas wie 50 EUR letztendlich übrig hatte, danach eben nur ein paar Euro von denen die Band (nach eigener Aussage) jeden Monat schick Essen geht (wie spießig). Das ganze verdünnt sich unglaublich. Als kleine Band bist du ein Risiko für die Plattenfirma und kriegst in etwa den schlechtesten Vertrag der möglich ist. Das sind Tantiemen von unter 10%. D.h. pro Verkauf kriegt die Band 1 EUR oder sowas. Wenn die Band aus 6 Mann besteht, dann sind das ein Paar cents, die pro Mann/Frau übrig bleiben. Und mehr als ein Paar Hundert Platten pro Monat verkauft halt eine kleine Band nicht wirklich. Aber ist ja nicht so, dass Musiker ohne Hände und Füße geboren worden sind. Der Kollege von dem ich spreche (er studiert tatsächlich jetzt nebenbei), verdient regelmäßiges Geld als Musiklehrer und hilft immer Mal wieder Leuten aus und kriegt so eigentlich alles ziemlich glatt über die Bühne (no pun intended). Er ist nicht reich, aber er hat auch nicht gerade David Guetta, Lady Gaga und Rihanna als Vorbild. Für ihn ist das das Leben, das er sich ausgesucht hat. Die ganze Piraterie-Debatte hat doch für die Künstler kaum Relevanz. Die einzigen die Druck machen, ist die Plattenindustrie.
 
Obvious things are obvious.
 
Man sollte Lars Ulrich dazu befragen, was er davon hält :P
 
@Ashokas: :D wobei er doch ein wenig zurück gerudert hat. man könnte aber kid rock fragen oder die ärzte, die haben dazu eine klare aussage. ;)
 
der typ ist schlecht.
 
Künstler oder Künstler? Ich will jetzt hier keinem WF Leser zu nahe treten, über Geschmack lässt sich ja nicht streiten, vielleicht sind sogar einige hier selber in diesem Bereich tätig, aber *DJ* David Guetta, das ist für mich dann doch etwas anderes, als 1)Metallica, Madonna, Gaga und wie die Großverdiener und bekannten Künstler alle heißen (selbst hier würde ich Unterschiede machen) 2)Dieses Ex- und Hopp Pop Gedudele oder 3) z.B. irgendeine Geheimtip Band mit Sängerin, "richtigen" Instrumenten, wo noch geprobt wird, wo das Album ein Gesamtkunstwerk ist und die auch mehr als ein Album machen.
Alle über einen Kamm scheren funktioniert hier, glaube ich, nicht.
 
@Lastwebpage: Also wenn jemand Stunden am Mischpult verbringt, um Klänge zu erzeugen, zu denen Millionen von Menschen tanzen können, ist das genauso Kunst, wie wenn jemand auf seiner Gitarre Melodien erzeugt.
 
@Lastwebpage:
1.) Was sind den 'richtige' Instrumente?
2.) Was macht einen Künstler zu einem Künstler?

Gerade zweiteres ist nicht messbar und kann bei jedem Menschen anderes interpretiert werden (was auch gut so ist). nach meiner persönlichen Definition ist Kunst etwas was als Schön und harmonisch empfunden wird. Als wissenschaftlich und technische affiner Mensch empfinde ich z.B. wissenschaftliche Abhandlungen oder technische Lösungen teilweilse als Kunst wenn diese so elegant und effizient abgehandelt worden sind.

Letzten habe ich folgende Definition von Kunst gehört: Es ist die Möglichkeit bei ein und dem selben Werk immer wieder neue Facetten zu erkennen die harmonisch in das gesamt Werk integriert sind. Beispiel sind z.B. die Werke von Salvador Dali. Unter diesem Aspekt wäre z.B. die Mathematik die größte Kunst von allen. Unendlich Facettenreich und in sich absolute harmonisch.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!