Neue Details: Google Glass Enterprise Edition mit schneller Atom-CPU

Nach der "Explorer Edition" soll Google nun die zweite Generation der Datenbrille Google Glass "Enterprise Edition" genannt haben. Das geht aus neuen Informationen hervor, die das News-Blog 9to5Google vorliegen hat. mehr... Google, Cyberbrille, Augmented Reality, Google Glass, Project Glass, Glass, Videobrille Bildquelle: Google Google, Cyberbrille, Augmented Reality, Google Glass, Project Glass, Glass, Videobrille Google, Cyberbrille, Augmented Reality, Google Glass, Project Glass, Glass, Videobrille Google

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Ob sie wohl auch am Hauptproblem der Glass gearbeitet haben? Das war nicht die Leistungsfähigkeit, sondern das Image der Brille und die Kamera, bei der man nie wusste, ob sie nun gerade filmt oder nicht. Ich denke, dass die Brille das "Glasshole"-Image nicht loswird, wenn sie sich nicht irgendwas bzgl. der Kamera einfallen lassen.
 
@HeadCrash: Keine Angst, Android ist Open Source. Lässt sich mit Logging-Tools leicht nachvollziehen, welche Apps wann auf die Kamera-API zugreifen.
 
@Jas0nK: Und das hilft ja auch vor allem den Leuten auf der Straße ;-) Ich denke, man hat überdeutlich die Reaktion der breiten Masse auf Glass gesehen, der Begriff "Glasshole" ist ja nicht auf meinem Meist gewachsen. Außerdem gab es genügend Verbote von Glass in öffentlichen Einrichtungen und mehr als genug Übergriffe auf Glass-Träger.

DAS ist das Problem, das Google bekämpfen muss, wenn sie mit Glass erfolgreich sein wollen. So etwas darf und kann man nicht einfach aussitzen.

Die Technologie war von Anfang an vielversprechend, aber das macht ein Produkt leider noch lange nicht erfolgreich.
 
@HeadCrash: Der Begriff "Glasshole" ist aber auch nicht wirklich auf tatsächlichem "Asshole"-Verhalten von Glass-Besitzern gewachsen sondern auf den Äußerungen von Personen die es völlig okay finden ein Smartphone zu nutzen aber sich dann über Google Glass aufregen.
Man kann eigentlich kaum gegen das eine und für das andere sein.
 
@hezekiah: Ich kenne den Begriffsursprung, aber das tut nicht wirklich viel zur Sache. Wenn ein Produkt schon nicht von allen genutzt/gemocht wird, so darf es auch nicht bei so vielen auf so krasse Ablehnung stoßen, dass man als Glass-Besitzer schon Angst haben muss, an der nächsten Straßenecke einen Schlag ins Gesicht zu bekommen. Und daran können die Glass-Besitzer leider nicht einmal etwas ändern. Da müsste sich Google offensiv dem Problem annehmen.

Und es gibt schon einen ziemlich gewaltigen Unterschied zwischen der Nutzung eines Smartphones, bei dem ich mich selbst entscheide, gewisse Daten preiszugeben (z.B. den eigenen Standort) und der Nutzung einer Kamera, die immer auf jemand anderen gerichtet ist, der nicht erkennen kann, ob er nun gerade gefilmt wird oder nicht. Das eine betrifft primär die eigene Privatsphäre, das andere die Privatsphäre der anderen, also einmal selbst- und einmal fremdbestimmt.
 
@HeadCrash: Smartphone Kameras sind allgegenwärtig und nicht gekennzeichnet. Woher willst du denn wissen wer dich gerade alles filmt wenn du in der Öffentlichkeit unterwegs bist?
Smartphones werden auf Kosten von solchen Produkten verharmlost.
Wenn Psychos unterwegs sind und Glass-Besitzer schlagen wollen kann man als Besitzer wirklich nicht viel daran ändern aber warum ist das so? Wieso glauben ansonsten (hoffentlich) normal denkende Menschen das es okay ist eine Straftat zu begehen?
Edit: Zudem kann man von außen die Kamera deines Smartphones aktivieren solange dein Akku Strom hat. Dafür gibt es einen speziellen Modus der nur die Kamera aktiviert und die Daten rüberschickt. Die Kamera-App geht dafür nicht an und des wird auch nichts zwischengespeichert.
 
@hezekiah: Wenn ich mich umschaue, sehe ich zumindest, wer seine Smartphonekamera auf mich richtet. Denn das ist keine "normale" Haltung eines Smartphones. Insofern kann man relativ schnell entscheiden, ob man potentiell gefilmt wird oder nicht. Ob es dann tatsächlich so ist, kann ich natürlich nicht erkennen, sondern müsste die Person fragen. Bei Glass ist die Kamera permanent auf fremde Personen gerichtet und kann zudem noch über harmlose, nicht unbedingt erkennbare "Gesten" wie Zwinkern aktiviert werden.

Das hat nichts mit Verharmlosung zu tun, sondern hat eine ganz andere Qualität. Die Wahrscheinlichkeit, dass Dir jemand gegenüber sitzt und Dich mit dem Smartphone filmt, ohne dass es Dir auffällt (mal abgesehen davon, dass Du einfach nicht hinschaust), ist nahe bei null. Die Wahrscheinlichkeit, dass Dir jemand mit Glass gegenübersitzt und Dich filmt, ohne dass es Dir auffällt, ist deutlich höher.

Und nochmal: ich mache hier nicht Glass schlecht. Ein Gerät wie Glass kann ohne Kamera nicht funktionieren bzw. wäre von den Funktionen her deutlich eingeschränkt. Genau darum ist es in meinen Augen wichtig, dass man als Hersteller für eine breite Akzeptanz sorgt. Da könnte z.B. der leuchtende Ring um die Kamera, der hier schon vorgeschlagen wurde, eine einfache, aber effektive Maßnahme sein. So etwas würde niemanden stören, dafür aber das Umfeld informieren. Wer nicht gefilmt werden will, kann aus dem Blickfeld der Kamera verschwinden oder den Glass-Nutzer bitten, das Ding auszumachen.
 
@Jas0nK: Aber das bringt mir als der jenige vor der Person nix. Dazu kommt, nicht alles in Android ist Open Source.
 
@HeadCrash: Ehrlich gesagt find ich dieses Assi YouTuber Pack, was alles filmt was nicht bei 3 auf'm Baum ist, momentan schlimmer.
 
@Shareme: Da geb ich dir recht.
 
@HeadCrash: Wohl nur indirekt: Durch die höhere Leistungsfähigkeit soll sich die Enterprise Edition ja an Unternehmen für den internen Einsatz richten, und da spielen solche Probleme eher eine untergeordnete Rolle.
 
Atom CPU? Dann kann ich da ja Windows 10 installieren :-). So quasi Hololens light.
 
@jackattack: Naja, HoloLens ist da aber schon gaaaanz anderes ;-)
 
Man da hab ich noch nicht mal den ersten Kaffe verdaut, schon schlägt mir Google modifizierte Massen-Überwachung-Hardware mittels Tritt in den Magen, auf eben den selben.

Dabei, so hoffte ich, war die Sachlage für die Absolut-Überwiegende-Mehrheit eindeutig, Glass ist eine Waffe deren Nutzung einen gerechtfertigten Notwehrakt provoziert bzw. Glassträger/rinnen leben mit einen unkalkulierbaren an Bestimmtheit grenzenden Risiko, Finanziellen und auch Körperlichen Schaden mittelbar durch die Nutzung zu erdulden.

"Glass ist >mittelbar< Gesundheitsgefährlich!"
 
@Kribs: Hat dir so sehr die Luft geraubt, dass du das Ironie-Tag vergessen hast...
 
Ohne Kamera würde ich das ding sogar kaufen.
 
@shriker: Für mich das interessanteste, verpasst man doch oft Momente weil man einfach nicht schnell genug an das Smartphone gekommen ist oder wenn man länger filmt/die Hände nicht frei hat ist das schon eine tolle Sache, fragt sich nur wie lange der Akku hält.

Irgendwie käme ich mir aber auch etwas blöd vor mit so einem Teil in der Öffentlichkeit (wohl Gewöhnungssache), nur für Zuhause macht das jedoch kaum Sinn. - so groß ist mein Intresse da nicht aber ausprobieren würde ich es schon gern mal.

Kann aber auch die Kritik verstehen, eine Kameralampe die die Anfnahme signaliesiert wäre schon sinnvoll.
 
@PakebuschR: Ich fände es in der Art von Smartwatches interessant, das Ding muss bloß Informationen anzeigen.
 
@shriker: Naja, da wäre mir dann eine Smartwatch/Fitnessband lieber, so eine Brille ist da schon gewöhnungsbedürftiger.
 
@PakebuschR: Wäre dann so eine art Headup-Display, was man halt immer auf hat. Ich fände es besser als immer auf die Uhr zu schauen.
 
Mein Vorschlag wäre ja: Um die Kameralinse einen transparenten Kunststoffring verbauen der von einer oder mehreren LED`s beleuchtet wird wenn das Kameramodul aktiv ist. Das darf auch garnicht Software-gesteuert gelöst werden sondern einfach an der gleichen Stromversorgung wie das Kameramodul anliegen.
 
@generalwest: super! machen wir das dann auch mit allen anderen Kleinstkameras? :)
 
@hezekiah: Gerne!
 
@generalwest: Und das erkläre ich dann erst einmal allen Leuten, die sich im Zug beobachtet fühlen. Man kann die technischen Möglichkeiten Geräten nunmal nicht direkt ansehen. Deshalb kleben so viele Leute auch einen Schnipsel über ihre Webcam. Dass die interne Verschaltung ein Abgreifen des Kamerabildes ohne Aktivierung der LED nicht zulässt, ist für mich natürlich nicht unmittelbar begreiflich. Klebt jedoch ein Schnipsel vor der LED, dann ist es für mich ziemlich einleuchtend, dass man nichts mehr durch die Kamera sehen kann.

Google Glass hat eben konzeptionelle Probleme. Meiner Ansicht nach wird ein solches Konzept so schnell niemals Fuß fassen können und das sage ich weil ich das denke und hoffe.
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