Deutsche Schriftsteller attackieren neues Bezahlmodell von Amazon

Zwischen Amazon und der deutschen Verlagsbranche sowie den heimischen Autoren wird es wohl zu keiner großen Freundschaft mehr kommen. Der Verband deutscher Schriftsteller hat den Versandhausriesen nun heftig kritisiert, Stein des Anstoßes ist ... mehr... Kindle, Amazon Kindle, Kindle unlimited Bildquelle: Amazon Kindle, Amazon Kindle, Kindle unlimited Kindle, Amazon Kindle, Kindle unlimited Amazon

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Ich weiss nicht, worüber sich die Autoren aufregen. Wenn mich nur ein bestimmter Artikel in der aktuellen c't interessiert, reisse ich die entsprechende Seite aus dem Magazin und gehe damit zur Kasse. Ist doch vollkommen normal...
 
@gutenmorgen1: da machst du aber einen grossen Fehler. Hast du mal ausgerechnet, was du für die Seite bezahlst? Die Kosten für die Einzelseite sind, je nach Händler, um bis zu 90% höher, als wenn du das Magazin als Ganzes kaufst. Wir werden abgezockt
 
@frilalo: Wenn die Autoren da rumjammern, dann sollen sie sich nen anderen vertriebsweg ihrer Werke suchen,. keiner zwingt sie, nur via Amazon zu veröffentlichen. ich selber habe bisher noch nix über Amazon bestellt ... ja, ich habe noch nicht mal ein Konto oder ein Login bei denen.

es gibt alles auch so im Laden um die Ecke. und der lebt nicht von den Einkäufen bei Amazon, sondern von echten Kunden in echten Läden.
 
@MahatmaPech: Ganz so einfach ist es auch nicht - die Autoren würden mit Amazon auf einen sehr reichweitenstarken Vertriebsweg verzichten. Und das weiss Amazon auch, deshalb sehen sie sich in einer starken Verhandlungsposition, wenn es um die Vergütung der Autoren geht. Effektiv schlägst Du vor, dass die Autoren halt auf Einnahmen und ggf. auch Bekanntheit (ihrer selbst und/oder ihrer Werke) verzichten sollten, wenn ihnen die Bedingungen von Amazon nicht passen. So richtig attraktiv ist das für die Autoren auch nicht ;)
 
@FenFire: nicht jeder wir ein Schreiberling mit weltweitem ruhm, da kann auch Amazon nix machen. man kann sich die weltweite kundschaft mit nem miesen Erstlingswerk vergraulen und hat später mit iesem vorurteil bei jedem weiteren buchzu leben. oder man probiert es erst ein mal im kleinen Umfeld und geht später auf andere Länder und andere Sitten ein. nicht jedes Buch kommt auch überall an. man muß sich da als Shreiberling auch erst ein Publikum erarbeiten.

wenn man natürlich gleich zu anfang alle erreichen will und niemandem nach 20 Seiten das Buch gefällt, dürfte es beim zweien Wälzer schon noch schwieriger sein, de Leser überhaupt vom auf zu überzeugen. das Leben ist kein Zuckerschlecken und wenn jeder auf Künstler machen will, ohne wirklich was zu leisten, dann sollen sie mit ihrem Salär auch auskommen. PUNKT.

ich mag da hart mit den Leuten ins Gericht gehen, aber ich arbeite täglich für mein Gehalt und leiste mir nur Kunst, die mich anspricht. dazu gehören keine halbgewalkten Stories aus irgendeiner Freizeitfeder. Donald Duck kann ich mir auch im Supermarkt kaufen.
 
@gutenmorgen1: Bei einem Magazin wie die CT oder ähnliche fände ich so ein Modell nicht mal schlecht. Da steht teilweise soviel mist drin den man prinzipel nur liest weil man am Klo sonst nix findet.
 
@deischatten: zumindest in einem Punkt mag es da gewisse Zustimmung geben: jede zweite oder dritte Seite ist Werbung. DAS kann sich iwie nicht mit dem aktuellen Kiosk-Preis decken. Wieso so viel Werbung in diesem Medium?
 
@deischatten: Sachen, die dich persönlich nicht interessieren, sind nur allein deswegen noch kein Mist. Und ausgerechnet da jetzt die c't als Beispiel für zu nennen, ist vollkommen daneben. Die ist nun ausgerechnet eine der wenigen, die man wirklich als Fachzeitschrift bezeichnen kann und die durch kompetente und wirklich in die Tiefe gehende Artikel überzeugen kann.
 
@mh0001: so sehe ich das auch, ich finde selten mist dort außer die werbung aber das is okay.
 
@deischatten: Nur mal zu Klarstellung für alle: Hier geht es nicht um Autoren in CT, Spiegel, Stern oder sonstwo. Hier geht es um Schriftsteller die Literatur im engeren Sinne erstellen und veröffentlichen (lassen wollen), bestes Beispiel Romane, Kinderbücher, Krimis, Lyrik. DAS ist wohl mit Zeitschriften wie o.a. nicht vergleichbar und was völlig Anderes.

Und natürlich will ein solcher Autor das Geld für sein volles Werk von Amazon bekommen und nicht nur für Teile davon, die von Amzon ausgewählt / bereitgestellt werden und wo der Autor gar keinen Einfluß mehr darauf hat.
 
@gutenmorgen1: Öhm, du kannst einzelne Artikel der c't kaufen. Aus naheliegenden Gründen nicht in Papierform, aber dennoch...
 
@gutenmorgen1: Nur mit dem Unterschied, dass du bei dem Amazonmodell keine physischen Inhalte erwirbst, bzw. bei deinem Abomodell nur auf digitale Inhalte zurückgreifst. Es geht hier nicht um den Kauf, sondern die Nutzung des Abo-Service. Dh du kannst auf alle Bücher zugreifen und liest im Monat 10 Bücher an, bis du eins findest, das dir gefällt. Dieses liest du dann durch. Nach dem alten Modell bekommen die Autoren aller 10 Bücher das gleiche Geld. Nach dem Neuen bekommen Autoren von Buch 1-9 nur einen kleinen Teil für die wenigen Seiten die du gelesen hast und Autor 10 bekommt den größten Teil. Ich finde das klingt fairer, als das alte Modell. Und dass dann die Kunst drunter leiden soll, wegen Kommerzialisierung finde ich auch völliger Humbug. Beim alten Modell genügt ein aufregendes Cover und ein interessant klingender Klappentext und die Leser schnuppern rein -> Kasse klingelt für den Autor. Beim neuen Modell muss das Buch von vorne bis hinten überzeugen sonst verdient der Autor nur wenig dran. Dass das nur "Cliffhanger"-Seiten passieren muss, ist auch ein sehr dürftiges Argument. Immerhin sind die Nutzer eines solchen Dienstes nicht grad der typische BILD-Leser mit einer Aufmerksamkeitsspanne von 3-5 Sekunden.
 
Ich finde das neue Modell von Amazon auch schei**e. Was soll das? Ich kaufe mir im Laden auch nicht ein Buch und erhalte Geld zurück, wenn ich z.B. nur 20 Seiten lese.
 
@tomegemcity: Es geht hier ja auch nicht darum, was du bezahlst, wenn du ein Buch kaufst, sondern darum, was Amazon bezahlt, wenn du ein Buch leihst. Ja, eine normale Bücherei bezahlt auch immer das gleiche, egal wie viel die Kunden daraus lesen, aber da bieten digitale Medien einfach mehr Möglichkeiten. Ich finde eine Bezahlung danach, wie viel Nutzen der Endkunde daraus hat, generell sinnvoll, denn danach beurteilt er auch die Qualität des Ausleih-"Services" von Amazon. Die gelesenen Seiten sind ein wichtiger von mehreren Indikatoren dafür, und einer, der sich relativ leicht automatisch ermitteln lässt - daher geht er für mich in die richtige Richtung. Das "Big Brother"-Argument zählt für mich nicht - die Daten werden eh schon erhoben, um den aktuellen Lesefortschritt zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren.
 
Es geht hier um "Flatrates".
Der Nutzer bekommt hier gar kein Geld zurück. Das ergibt auch überhaupt keinen Sinn in dem Kontext.

Ohne das Programm nun im Detail zu kennen, wird es wohl so funktionieren, dass Amazon nicht mehr den Autor bezahlt, weil sich jemand das eBook runtergeladen/ausgeliehen hat, sondern nur, wenn es tatsächlich auch gelesen wurde, bzw die Auszahlung an den Autor abhängig davon macht wie viel gelesen wurde. Ähnliche System gibt's bei anderen Dingen auch zu Hauf.
Auch wird mit ziemlicher Sicherheit eine einzelne Seite nun besser vergütet als vorher (wenn man es vom Buchpreis auf die einzelne Seite runterbricht). Wessen Werke also vollständig gelesen werden, der kommt nun besser weg. Wessen Werke nur angelesen und dann entsorgt werden, den schmiert's an.

Ob man das nun gut oder schlecht findet, bleibt jeden selbst überlassen.

Aber selbst wenn du einen Buchladen mit Flatrate findest, bleibt dein Beispiel dennoch Quatsch. Da du für das einzelne Buch ja nix bezahlst, sondern für den Zugang zu allen Büchern, kannst du nicht Geld für nicht gelesene Seiten eines Buches zurückverlangen. Bzw. du erhältst dann halt 80% von "nix" zurück.

Vergleichbar würde es werden, wenn du nach dem Lesen des Buches nur soviel bezahlen müsstest, wie du tatsächlich auch gelesen hast. (siehe Telefon, €/min statt Flatrate)
 
@crmsnrzl: Es geht mir auch nicht darum, dass man Geld zurück bekommt. Um es so zu formulieren, dass es exakt in deinen Kontext passt:

"Ich gehe auch nicht in eine Bücherei, sage dort dass ich 20 Seiten lesen werde und bezahle auch nur 20 Seiten".

Dein Schlusssatz wiederum passt dann doch in meinen Kontext. Ich zahle im Voraus einen Betrag und rechne hinterher den effektiven Betrag ab.
 
@tomegemcity: An der Einkunft Seite ändert sich doch absolut gar nichts.

Der Bücherei-Kunde zahlt 20€ und fertig. Was sich ändert ist die Verteilung des Geldes der Bücherei. Die Autoren die mehr gelesen werden bekommen eben mehr und die, die weniger gelesen werden bekommen weniger.

Und nur weil ein Buch gemeinhin als "Best-Seller" bekannt ist, heißt das nicht, dass es auch gelesen wird. Und wieso sollten solche Autoren noch belohnt werden?
 
@tomegemcity: ich zahlt in ner Bücherei? da leiht man sich für gewöhnlich Bücher aus! zwar gegen nen jahresmitgliedsbeitrag, aber die Bücher selber haben mich dort nur was gekostet, wenn ich sie zu spät wieder abgegeben habe oder nen neuen Kaffeefleck reingemacht habe ^^
 
@tomegemcity: "Ich gehe auch nicht in eine Bücherei, sage dort dass ich 20 Seiten lesen werde und bezahle auch nur 20 Seiten".

Tut der Amazon-Kunde ja auch nicht.
 
@tomegemcity: Ich kenne kein gedrucktes Buch, das die Info, wieviel du (nur) gelesen hast, an Amazon weitergibt. Ich kenne kein gedrucktes Buch, dem es "egal" ist, ob du diese detailreiche Infoweitergabe möchtest oder nicht.
 
"Damit drohe eine außerordentliche Gefahr für den durch individuelles Leseverhalten geprägten Schreibprozess der Autoren. Er müsse prioritär darauf gerichtet sein, die Leserinnen und Leser kontinuierlich im 'Cliffhängerstil' von einer Seite zur nächsten zu treiben."

Das ist für mich das allerschlimmste an der ganzen Sache. Man wird nur noch irgendeinen computergenerierten Mist bekommen.
 
@hhgs: Naja wenn ein Buch mit 400 Seiten über eine länge Zeit langweilig wird hab ich die auch schon weg geworfen. Ich lese ja nicht nur damit ich was zu tun habe, sondern damit ich was spannedes Lese. Wenn ein Buch langweilig ist weg damit und wenn man dann nur die 20 Seiten zahlen müßte die man schon durch hat wieso net :)
 
@deischatten: Und der Preis eines Fahrrads sollte sich dann an den gefahrenen Kilometern orientieren? :P
 
@Krucki: Schonmal ne Fahrradflatrate gesehen? Ich nicht...
Also hinkt dein Vergleich.
 
@hhgs: Wieso sollte ich von einem "computergenerierten Mist" mehr Seiten lesen als von einem liebevoll von hand geschriebenen Buch? Nur weil es mehr gibt?

Wenn das Buch nunmal so langweilig ist, dass ich auf jeder Seite überlege das Buch wegzulegen, dann ist das Buch eben beschissen. Computergeneriert oder nicht.
 
@Draco2007: Weil viel gelesen nicht gleichbedeutend mit gut ist! Wir werden ohne Ende Shades of Grey und Krimis aller Art bekommen. Oder möchtest du einen Markt wie ihn die Filmindustrie hat? Da sucht man auch wie blöd nach guten Filmen.
 
@hhgs: Und viel gekauft ist gleichbedeutend mit gut?

Zwei Möglichkeiten:
1. Bezahlung nach Anzahl gelesener Seiten.
2. Bezahlung nach Anzahl verliehener Bücher

Was führt deiner Meinung nach zu weniger Mist? Meinst du wirklich ein Shades of Grey ist so oft gelesen worden wie er verkauft wurde?
Das ist doch viel eher ein Paradebeispiel wie die Bezahlung nach Leistung mehr Qualität bringt, weil so ein Schund vermutlich nicht viel einbringen würde.

Und wieso bringst du den Film-Markt?
Zahlt Amazon bei Filmen auch nur nach gesehenen Minuten?
Man mag mich korrigieren, aber meines Wissens nach läuft das beim Film-Streaming eher so:
Der Streaminganbieter bezahlt die vollen Lizenzkosten BEVOR auch nur ein Stream gesendet wurde. Das ist doch noch unvorteilhafter für den Kunden....
 
@Draco2007: Zu deiner ersten Frage: 2. führt zu weniger Mist. Amazon wird irgendwann sehr genau wissen welche Textpassagen gut ankamen und welche nicht. Irgendwann werden wir gar individuell generierte Bücher bekommen. Big Data macht es möglich, alles schön zusammengeschnitten. Autoren? Braucht man nicht mehr wirklich. Ich möchte jedenfalls nichts lesen, das durch meinem Leseverhalten entstanden ist. Als 19 Jähriger konnte ich Dostojewski vielleicht noch nicht verstehen, habe ihn entnervt nach wenigen Seiten weggelegt. Das merkt sich das Amazon-System. Lange, komplizierte Sätze sind nichts, weg damit. Heute verstehe ich ihn und mag ihn, lese seine Bücher auch fertig. Aber wird man irgendwann überhaupt noch Bücher auf den Markt bringen, die einen fordern? Saramago, Dostojewski & Co. werden jedenfalls kaum noch Geld machen und irgendwann sagen die Verlage "nein Danke, verkauft sich nicht".

Zweite Frage:
Weil die Filmindustrie ganz gut zeigt, wohin es führt, wenn man nur nach "Beliebtheit" geht. Der Bücher- und Musikmarkt sind davon noch weitestgehend verschont.
 
@hhgs: Wieso geht es im Bücher und Musikmarkt nicht nach Beliebtheit? WENN dann nur, weil es in diesen Bereichen noch "Künstler" gibt, die eben NICHT nur geldgeil sind. Aber wieso sollte sich das durch eine andere Bezahlung ändern?

Wobei Bestseller wie Shades of Grey völlig gegen diese Theorie sprechen. Absoluter Schund der sich fantastisch verkauft. Also weiß man nun, was für ein Schund sich gut verkauft und wird weiter Schund schreiben.

Du meinst also wirklich, dass ein Dostojewski mehr verdient, weil jeder meint er müsse ein Buch von ihm besitzen ohne es jemals gelesen zu haben? Ist das der Sinn von Literatur?
Mal davon ab, dass ich bezweifle, dass sich ein Dostojewski genauso gut verkauft wie ein Shades of Grey.

Du sagst, früher mochtest du ihn nicht, heute aber schon. Meinst du nicht, dass damals schon Leute existiert haben, wie du heute? Also auch schon damals Leser ihn verstanden und gemocht haben? Es gibt doch nicht nur dich als Leser und vor allem nicht nur Leser wie dein 19 jähigres Ich.

Und zu deiner Big-Data Theorie. Ich arbeite in diesem Bereich und kann dir sagen, keine Maschine der Welt ist dazu in der Lage einen lesbaren Roman zu schreiben, bei dem es nicht nach wenigen Seiten auffällt, dass das Teil zusammengestückelt ist. Literatur ist Kunst, Maschinen verstehen keine Kunst und man wird es ihnen auch in absehbarer Zeit nicht beibringen können. Wir schaffen es ja nichtmal anständig Text korrekt zu übersetzen, wie soll die Maschine dann eine richtige fesselnde Geschichte erfinden?

Und glaubst du wirklich, dass es einfache reproduzierbare Formulierungen gibt, die einen Leser dazu bewegen noch eine Seite zu lesen? Und noch eine? Und noch eine? Selbst wenn das für 10 Seiten funktioniert, wenn ich ein Buch lesen würde, dass auf jeder Seite einen beschissenen Cliffhanger hat, fliegt das Teil schnell in die Ecke.

Eine Frage noch, was hindert die Autoren jetzt gerade daran inhaltslose Romane zu schreiben, die nur auf dem Buchrücken interessant sind? (Also möglichst kein Aufwand, hauptsache verkauft)
Doch wohl genauso das gleiche, wwas die Autoren daran hindern wird mit irgendwelchen Formulierungen den Leser "auszutricksen" um mehr inhaltslosen Mist zu lesen.
Beides geht einmal gut und dann nie wieder....
 
@hhgs: Der Büchermarkt geht genau so nach Beliebtheit wie der Filmmarkt. Es ist nur erheblich günstiger ein Buch zu schreiben als einen Film gut zu produzieren. Deswegen sind dort Nischen wesentlich besser besetzt.

Individuell generierte Bücher? Kann ich mir nicht vorstellen, weil das Schreiben eines Buchs auch eine Kreativleistung ist, die werden Computersysteme so schnell nicht hinbringen. Eventuell noch individuell angepasst, also bspw. die Sprache angepasst oder für den Leser uninteressante Szenen gekürzt. Und: Das Wissen von Amazon wird durch diesen Schritt ja nicht vergrößert, sie Nutzen nur das Wissen, das sie eh schon haben. Deswegen weiß ich nicht, warum das Bezahlmodell einen Schritt in die Richtung generierter Bücher darstellen sollte.

Recht geben muss ich dir, dass anspruchsvolle Literatur bei diesem Modell natürlich eher schlecht wegkommt - man denke da auch an Lyrik, bei der üblicherweise erheblich mehr Aufwand/Seite drinsteckt als in der erzählenden Literatur. So dramatisch wie du sehe ich das aber nicht, weil du mit 19 wahrscheinlich auch gar nicht erst auf die Idee gekommen wärst, Dostojewski auszuleihen. Außerdem denke ich, dass da in der Zukunft auch entsprechende Modelle entwickelt werden. Gerade Liebhaber gehobener Literatur haben ja häufig auch finanzielle Mittel, die der ein oder andere gerne abschöpfen wird.
 
@hhgs: "Da sucht man auch wie blöd nach guten Filmen." Du musst in deiner Stadt irgendwie nen besseren Buchladen haben. Oder ist der nur kleiner und voller liebevoll, ausgewählter, guter Bücher?

Sowas wie Shades of Grey sind doch schon die Höhepunkte, die von ganzen Massen gelesen werden. Und Krimis... Wo sitzen die Deutschen denn Sonntags Abends vor der Glotze? Das toppt doch nur noch Fussball...

Seit Shades of Gray weiß ich allerdings auch nicht mehr, wie ernst ich Genderdiskussionen und sowas noch nehmen darf und bin verunsichert.
Ich sag seit dem auch nicht mehr SalzstreuerIn ;)... Die Verkaufszahlen sagen doch klar, das Wünsche und Realität da irgendwie auseinander zu gehen scheinen.
Auch das das ganze als SoftPorn bezeichnet wird, unter anderem von Spiegel und Bertelsmann, halte ich nun schon für gewagt. Was die jetzt dann noch Hard bezeichnen, würde mich direkt mal interessieren... Kann da wer was empfehlen?
Spätestens seit dem Buch ist für die breite Öffentlichkeit BDSM doch sowas wie Blümchensex und die Plastik-Handschellen in Spielzeugabteilungen sind ausverkauft ;D

Rechtlich in der Realität handelt man so doch schon im Bereich Körperverletzung und Co, sofern man das Buch überhaupt in die Realität übernehmen kann. Letztlich hat sogar der Alice Schwarzer das Buch gefallen und keine wesentliche Kritik von ihr erhalten.
Was wohl gewesen wäre, wäre die Hauptfigur der Mann gewesen?
 
@MacGiggles: Halt dich fest, es soll ein neuer Teil rauskommen - aus seiner Sicht! Wir freuen uns alle riesig darauf!
 
@hhgs: ich hab den ersten nicht mal gelesen, sondern "durfte" das Hörbuch zum Schlafengehen mithören. Seitdem hab ich Schlafstörungen...
 
@MacGiggles: Ich habe 120 Seiten geschafft!(!!)
 
@hhgs: RESPEKT! Als Mann? Ja, aber selbst aus Sicht des Mannes wird das ja jetzt nicht mehr solche Reaktionen auslösen, als es vorher der Fall gewesen wäre. Nun denken ja alle: Mal schauen wie ER das wohl so sieht und wir Männer sind dann wieder die blöden, die mitspielen müssen...

Etwa so: "Jaaaa, macht mich irre an, wie das Wachs auf dich tropft" und sowas... üb mal schon vorm Spegel *fg*. Single sein hat echt vorteile!

Gemäß Frau Schwarzer sind das ja nur die sadistischen Vorlieben der Männer die dem ganzen als Grundlage dienen, weil Frauen sich, wie in der Geschichte am ende heldenhaft davon befreien... Zusammen mit dem Tattoo: Gehört Klaus!

Ich hab noch keinen Mann Plüsch-Plastikhandschellen kaufen sehen und die Dinger waren zeitweise ausverkauft...
 
@hhgs: Nein, würde ich nicht sagen, nicht in diesem Fall. Ich kann diese Argumentation, es wird verstärkt das geschrieben, was sich verkauft, verstehen, und ich befürchte es auch irgendwie, aber dann müsste der Schriftstellerverband, dass gesamte Bewertungssystem von Amazon kritisieren, dieses macht der Schriftstellerverband aber ja nicht.
 
@hhgs: Nach aktuellem Modell muss nur der Leser dazu getrieben werden, das Buch mal anzufangen. Dh damit besteht die akute Gefahr, dass Autoren einen aufregenden Klappentext schreiben, zusammen mit einem interessant aussehenden Cover und das wars! Das Argument welches die Autoren hier anführen ist völliger Schwachsinn...
 
@bigspid: Dem stimm ich zu. Das entspricht vergleichend der schon aufgeführten Filmindustrie nebenbei zu 100%. Auch in Trailern sieht man oft genau die spannensten 10 Minuten vom ganzen Film. Die sind meistens auch sehr gut, aber der Film im Ganzen dann doch eher entäuschend.

Vielleicht auch gerade deshalb, weil man den Kunden durch diese Art der Werbung einfach zu viel verspricht, das beste ist dann schon weg. Für mich gilt mittlerweile, das Dinge die zu sehr beworben werden, am Ende floppen und ich bin arg vorsichtig mit sowas.

Alles was zu gut Aussieht, sollte misstraurisch machen. Eine Spielregel aus dem Spiel EVE Online... ;)
 
Was Grund dahinter ist, dürfte klar sein. An der "Big Brother"-mäßigen Überwachung, würde sich der Verband sicher kaum stören, wenn sie nicht um ihr Geld fürchten müssten.

Ich frage mich aber, warum sich das amerikanische Autoren im Gegenzug wünschen. Ist ja nicht so, als hätten die die Standards für Qualität gesetzt.
 
@crmsnrzl: Wieso fürchten sie um ihr Geld? Amazon wird immer noch die gleiche Menge Geld aus der Flatrate ausschütten, nur eben anders verteilt.

Für mich klingt die Verteilungs-Strategie von Amazon durchaus gut. Miese Bücher, die jeder "haben muss" aber niemand liest gehen halt leer aus.
Ist doch bei Spotify und Konsorten genauso...
 
@Draco2007: "Amazon wird immer noch die gleiche Menge Geld aus der Flatrate ausschütten, nur eben anders verteilt."

Das ist eine Annahme, die es zu beweisen gilt. Zahlen dazu habe ich noch keine gesehen. Nach 2 Wochen rechne ich auch nicht damit, dass die Verlagsverbände schon belastbaren Zahlen haben.
Es geht mir auch nicht um die Bewertung dessen, sondern um die Frage wieso Dieses System in den USA gewünscht und hier "gefürchtet" ist.

Was ist denn an Ami-Büchern anders? Ich hab bisher noch keine Unterschiede bemerkt.
 
@Draco2007: So ist es. Die wenigen guten Buecher, die die Kunden komplett von vorn bis hinten durchlesen, bekommen dann halt wesentlich mehr Geld. Der Grossteil der KDP-Buecher findet allerdings nur Leser durch einen reisserischen Titel und/oder sexy Cover. Solche Buecher bekommen in Zukunft kaum noch Tantiemen. Diese Autoren werden natuerlich wenig erfreut sein. Macht aber nichts - wenn die weg vom Fenster sind, vermisst die sowieso keiner. Was mir persoenlich jetzt noch fehlt, ist die Angabe auf Amazon: "70% der Kaeufer haben dieses Buch komplett gelesen", "Dieses Buch wurde von Kaeufern im Schnitt bisher zu 45% gelesen." oder aehnlich.
 
@JanKrohn: Weg sind die Bücher nicht. Wenn sie auf Amazon angeboten werden, essen sie kein Brot. Bestenfalls werden schlechte Autoren ihre Bücher nicht mehr verleihen.

Prozentzahlen werden zwar nicht angegeben, aber Amazon sagt mir täglich, wie viele Seiten von meinen ausgeliehenen Büchern gelesen wurden. Wäre nett, wenn ich als Autor noch wüsste, welches Buch wie gut läuft.
 
@crmsnrzl: Mal geraten: Amerikanische Autoren entspringen eher der schon erfolgreichen Oberschicht, oder der kleinen Mittelschicht. In Deutschland haben wir allerdings eine sehr kleine Oberschicht und dafür eine recht große Mittelschicht. Daher ist der Qualitätsgedanke dort vielleicht gewünschter, weil der finanzielle Aspekt weniger reinspielt. Dazu müsste man vielleicht auch mal vergleichen wieviele Autoren jeweils wieviele Kunden erreichen. Deutsche Autoren werden da im Nachteil sein. Dazu kommt, "arme" Leute schreiben eh keine Bücher und davon hat Amerika nun recht viele und die, die mit zwei, drei Jobs versuchen über Wasser zu bleiben. Die schreiben also auch keine Bücher...
Das ist doch genau das, wo wir in Deutschland gerne noch hin möchten aus Sicht der Wirtschaftsform.

Die wesentlichen Verlage in Deutschland gehören auch nur 4-5 Familien, oder so, und das ganze Papier ernährt auch nur diese paar Monopole bis zum kleinen Zeitarbeiter hinunter.
Hier gehts aber nicht mal mehr um Papier...
 
Um was wollen wir wetten, dass sich nur Autoren aufregen, die regelmäßig schei**e abliefern, die die Leute nach 5 Seiten wieder weglegen?
 
@mike4001: Die Leute verstehen anscheinend nicht, dass es um Kindle Unlimited geht, das nunmal nur 10€ pro Monat kostet.

Da ist es durchaus gerecht, dass der Autor, von dem der Leser 400 Seiten liest, mehr bekommt als ein Autor, der ein 5 Seiten Buch veröffentlicht oder die Qualität so miserabel ist, dass man nach 5 Seiten aufhört.
 
@Wiidesire: Du bist dir sicher, das du möchtest, das dein Gerät den penibel genauen Stand der Menge der von dir gelesenen Seiten quasi tagtäglich nach Hause telefoniert ?
 
@DerTigga: Mal ganz im Ernst...wen interessierts?! Wenn ich nicht will, dass Amazon weiß, welche Bücher ich lese, dann hol ich sie mir ausm Laden nebenan (Buchpreise sind ohnehin fix) oder ich zieh mir das ebook von immer einem anderen Online-Shop. Wie oft das Gerät einen Counter nach Hause funkt, ist mir schnurzpiep egal. Es haben sich sicher auch genügend Menschen in den 60er Jahren über die Einführung der "Einschaltquote" aufgeregt, weil das ja auch ein ach so großer Einschnitt in die Privatsphäre ist.
 
@bigspid: Sehe ich auch so. Die Bank, die das Girokonto führt, sammelt viel bedenklichere Daten, und die kann jeder Azubi einsehen. Aber das juckt niemanden.
 
@Michael41a + bigspid: Sammeln ist das eine, die Frage ob die nur intern oder auch (nach entsprechender Weitergabe) extern "weiterverwurstet" werden ist, wie ich finde, das relevante. Ich traue Amazon nicht zu, sich auf nur intern zu beschränken, einer Bank schon eher.
Und wenns dran geht, das nicht nur der aktuelle Punkt, bis wohin man gelesen hat, ausgewertet wird, sondern auch das, was man da thematisch gelesen hat, genutzt wird, um rauszutüfteln, welche Art von Online oder sogar gelber Werbung man dem / derjenigen am besten schicken sollte, dann sind wir bei dem, was ich oben meinte.
Wenn Amazon also anhand der Tag für Tag rückgemeldeten Seitenzahlen weiß, das du in den letzten Tagen ganz bestimmt was, eher noch auf den Punkt genau weiß, was / bis wohin du besonders intensiv über Katzenzucht gelesen hast / haben müsstest: wieso diese Info nicht nutzen, um dich in nächster Zeit mit Babykatzenfutter Werbung / Sonderangeboten aus diesem Bereich zu bewerfen ?

Und zusätzlich sparen sie noch Geld, indem dem Autor des Buchs sozusagen vorwerfen: Hey, dein Buch war für den Kunden so langweilig, der hat nur bis Seite 47 gelesen...
Du kriegst also daher nur 47 Cent von uns überwiesen..

Jetzt verstanden, wieso ich damit nen Problem habe.. ? ;-)
 
@DerTigga: Aber ist es nicht besser, wenn man gezielte Werbung bekommt? Ich finde es gut, dass ich von Amazon nur Bücher oder Produkte vorgeschlagen bekomme, wo man weiß, ich könnte mich dafür interessieren. Bei Google nicht anders. Die wissen, welche News-Artikel mich interessieren und welche nicht. Wenn dann ein Vorschlag kommt, kann ich damit was anfangen. Ist doch besser, als wenn ich Viagra-Werbung wegklicken muss.

Werbung an sich ist ja nicht grundsätzlich schlecht, schlimm ist nur, wenn sie nervt. Und das tut sie in diesem Fall nicht.
 
@Michael41a: Sofern man bereit ist, sich damit abzufinden, das man nicht drumrum kommt, Werbung zu kriegen oder sich sogar schon damit abgefunden hat, das man sie in Massen kriegt...okay. Ich selber bin von diesem Zustand aber noch etwas weiter weg ;-)
Du als wohl Ahnung Habender, wirst du da sicher was dazu schreiben können, ob es auf den hinter diesen "Vorschlägen" stehenden (Unter)Webseiten in dem Sinne viel Spamfreiheit gibt ?
Oder doch eher Amazon / Google mehr davon hat, als du.. ? :-)
Sofern man Werbung als Zeiteinsparmöglichkeit nimmt oder meint sinnvoll brauchen zu können, ergibt sich natürlich automatisch eine Art Abhängigkeit bzw. unkritischeres Sichtverhältnis dazu.
 
@DerTigga: Natürlich haben Google und Amazon was davon. Aber Google (um mal bei einem zu bleiben) könnte auch sagen: Kauf dir Google Earth, kauf dir den Kalender, kauf dir Google Maps... Von daher habe ich auch was davon. ;)
 
@Michael41a: Per Preisgeben von Privatdaten bzw. der Zustimmung des verwerten dürfens per EULA agree, gibt man nichts Wert inne habendes aus der Hand ?
Bei was von dem bei dir gelisteten ist denn bewiesen, das Google nicht hintenrum dran verdient ?
Grade weil es ja kostenlos ist, haste doch quasi das Recht, zu meckern und zu fordern "verloren", denn würde es was kosten, müsste Google womöglich die Machtposition, die es im Fall des kost' nix nunmal hat, aufgeben und in größeren Teilen an dich abtreten ?
Würde womöglich sogar weniger einnehmen, da der marktgerechte Verkaufspreis der Sachen an dich weniger abwirft, als das von dir "gelieferte".. schön brav eingetippte, an jemanden interessierten zu verkaufen ?
 
@DerTigga: Sicher, dass es das nicht sowieso schon tut?
 
@JanKrohn: Kann ich dir nicht beantworten, ich besitze sowas nicht ;-)
 
@JanKrohn: Machen Sie bereits mit der "WhisperSync" Funktion, außer man schaltet sie aus.
 
"...die Leserinnen und Leser kontinuierlich im 'Cliffhängerstil' von einer Seite zur nächsten zu treiben."

Soso, in der Vorstellung der Autoren führt also NUR das zum Erfolg, weil man immer nur das meiste aus der Flatrate pressen will....

Wie ist das heute? Amazon bezahlt nur auf Grundlage der Anzahl ausgeliehener Bücher....
Hmmmm, also wenn ich die gleiche Überspitzung zu Grunde lege bestehen heutige Bücher also NUR aus einem krassen Teaser auf dem Buchrücken und vollkommen langweiligem Inhalt, denn man muss ja nur das Buch einmal loswerden, was danach passiert ist dem Autor ja egal...

Wo unterstützt dieses System denn bitte den intimen Dialog des Lesers mit dem Buch und das damit verbundene Verhältnis zum Autor?
 
Die Autoren scheinen auch alle irgendwie geldgeil zu sein. Nicht nur, weil manche Pfeifen jedes Jahr eine neue Auflage herausbringen, die vielleicht 5 Seiten Änderungen hat.
 
Welche Bücher sollen das sein? Kurzgeschichten? Ich leihe/kaufe mir einen Krimi, entweder ich lese da dann 5 Seiten von 400 und lege das Buch ganz weg oder lese ich bis zum Ende durch. In ersterem Fall, landet der Autor wohl sowieso auf meiner persönlichen Blacklist.
Das mit diesem "Cliffhänger" entspricht wenigstens nicht meinen Lesegewohnheiten. Komplett inhaltsleere Actionfilme, wo ein Stunt den nächsten jagt, schaue ich mir ja auch nicht an.
Ich sehe zwar auch eine gewisse Gefahr darin, dass verstärkt nur das geschrieben wird, was sich auch gut verkauft, aber dann müsste man das Bewertungssystem von Amazon, im Bereich Bücher, konsequenterweise, generell ablehnen.
 
@Lastwebpage: Die "Gefahr" dabei ist möglicherweise, das, damit das Amazon System funktioniert, das zum Buchlesen benutzte Gerät ein ziemlich permanentes phonehome betreiben muss bzw. wird, in der Art, das (nur) jede umgeblätterte Seite, möglicherweise sogar die genaue Seitenzahl und die Verweildauer darauf weitergegeben wird = der Autor erhält Geld. Und Amazon nen Haufen nutzbare Infos.
 
@DerTigga: diese Infos hat Amazon doch längst, oder glaubst du, dass diese Möglichkeiten erst jetzt eingebaut werden...
 
@DerTigga:
Wie schon Draco2007 schreibt ändert sich an den erhobenen Infos erst einmal nichts, das ist jetzt auch schon möglich. Und wenn Amazon mehr damit vorhat kann es das unabhängig vom Bezahlmodell umsetzen.

Ich finde das System gut, da es oft Bücher gibt die anfangs gut klingen, aber (für mich) dann totaler Schrott sind.

Das System hat für Literaten auch einen großen Vorteil! Anstatt einmal pro Kunde für den Verleih des Buches bezahlt zu werden wird es belohnt echte Literatur zu schreiben, die auch nach 2-10x noch lesenswert sind.

Um die Filmindustrie aufzugreifen: ich sehe mir gerne Actionfilme an, aber meist genau einmal. Anspruchsvollere Filme sehe ich auch öfter, da man immer wieder was neues entdeckt bzw. bemerkt!
 
@DerTigga: Das ist aber eher der weit verbreitete allgemeine Missmut gegen NSA, Facebook, Google usw. und hat wenig mit der Zählung der gelesenen Seiten zu tun.
 
@DerTigga: Der Kindle berechnet dir schon lange Lesegeschwindigkeit, merkt sich deinen Lesestand und so Blödsinn. Amazon besitzt ja auch das Recht Bücher wieder zu löschen. Die haben von Anfang an Vollzugriff auf den Kindle. Kann man bei Amazon sogar nach-"lesen". Das ist nebenbei in keinem Store anders, ob du nun Google, Microsoft oder Apple, oder sonstwen hernimmst. Die Kundenbindung wird halt langsam durch Fußfesseln ersetzt und gekürzt lauten die meißten AGBs doch: "Friss, oder stirb".

Sicher ist das einerseits Kritisch, Abfischen von Informationen, andererseits ists praktisch.
Es ist heute ja nun auch nicht mehr so, das nur Superschriftsteller Bücher schreiben, sondern eben Hans und Franz. Wenn ich nun wüsste: "Hey, das Buch haben 80% der Leser in soundso viel Stunden tatsächlich durchgelesen", wäre das hilfreicher, als die angeblichen Kundenbewertungen mit 5 Sternen. Und mit Glück kommt dann mal ein beliebter Titel dabei raus. Letztlich kann ja jeder sich hinsetzen und was schreiben. Die Gefahr ist groß das man auch nen Abnehmer findet. Reich werden wird allerdings nicht jeder...

Ich erinnere gerne an Harry Potter... nicht mein Fall, aber offenbar eine Story die nicht wenige lieben. Aber egal ob bei Amazon, oder im Laden um die Ecke, von dem ganzen Berg an Büchern die es heutzutage gibt, ist der Großteil eben nicht gut und lesenswert. Die Autoren werden eh verarscht und wirklich verdienen tut nur der Handel.

Und beim Amazon Abo Model sind die wirklich guten Bücher meines Wissens noch nicht mal enthalten... Das möchten die Verlage (oder wer immer zu der Zeit gemault hat) ja auch nicht, weil die Abo Gebühr von Amazon dann wieder zu wenig wäre... Es ist also immer zu wenig für die Schreihälse, egal wie man es betrachtet. Denn sollen Sie ihre Bücher halt nicht fürs Abomodell bei Amazon freigeben. Das Abomodel sehe ich gerade als eine Chance für Autoren überhaupt gelesen zu werden.

Schon weils von mir gelesene Bücher beim Amazon Abo nicht gibt, verzichte ich darauf. Das findet Amazon bestimmt auch jetzt doof liebe Autoren, Verleger, Buchhändler...
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