GEMA vs. YouTube, die Zweite: In Hamburg eine Art Patt (Update)

In München ein gewonnener Rechtsstreit, in Hamburg eine Art Patt: Das ist die Bilanz dieser Woche aus der Sicht von Google bzw. YouTube. Denn während man im Süden festgestellt hat, dass YouTube nicht für Nutzer-Uploads per se haftet, wurde in Norden ... mehr... Logo, Urheberrecht, Gema Bildquelle: GEMA Logo, Urheberrecht, Gema Logo, Urheberrecht, Gema GEMA

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In der Schweiz gibts keine GEMA, sondern die SUISA. Man zahlt auf jedes Gerät, das Musik und Videos abspielen kann, einen Betrag beim Kauf und darf danach die Musik hören. Umgehen kann man diese Gebühr nicht. Dafür ist das Herunterladen von Musik in der Schweiz für den Eigengebrauch kostenlos.

Wäre das nicht auch ein System für DE?
 
@frilalo: Es geht um das unberechtigte Hochladen, nicht um das herunterladen und im privaten nutzen.. und da sind Deutschland und die Schweiz gleich: bist du nicht der Urheber, hast du diesen zu fragen, bevor du es irgendwo veröffentlichst
 
@frilalo: Wir zahlen beim Gerätekauf auch die so genannte Urherberrechtspauschale, aber dürfen trotzdem keine "illegalen Quellen" verwenden, wobei der Download nach der Logik gar nicht illegal sein kann, weil man ja schon bezahlt hat. Aber Logik und Lobbyismus ... Du verstehst.
 
@Memfis: hinzu kommt noch, daß in de(bestätigt durch mehrere gerichtsurteile) sogar völlig legale angebote illegal sein können, wenn der rechteinhaber meint, sie wären nicht für dieses land bestimmt...dh dann zb das kunden aus den deutschsprachigen ländern an die buchpreisbindung gebunden sind, egal wo sie ihren lesestoff herbeziehen...musikdownload vom völlig legalem russischen billiganbieter geht auch nicht(rechtlich gesehen)...
 
@Rulf: Was interessieren mich Preise? Ich zahl doch eh nicht für Content, bzw. tue das mit dem Kauf der Geräte und damit ist die Sache für mich auch erledigt.
 
@Memfis: Was ich nicht nachvollziehen kann ist, warum Content-Anbieter Content anbieten sollten, wenn eine solche Mentalität vorherrscht. Die machen das doch nicht aus Spaß an der Freude, die wollen damit Geld verdienen. Was meiner Meinung nach ihr gutes Recht ist.
 
@Chiron84: Sicher, aber es ist auch mein gutes Recht gewisse Systeme und dazu gehört die Contentlobby im besonderen Maße, zu boykottieren. Als langjähriger DJ bei einem Onlineradio habe ich das zwar nicht lange mitgemacht, aber lange genug um zu wissen, dass die Branche einfach an der Realität vorbei geht und ihr Überleben einzig und alleine durch Beeinflussung der Gesetzgebung sichern will, ohne sich aber mal Gedanken darüber zu machen, was sie selbst tun müssten. Ich meine wie lange hat es von Napster bis zum ersten VERWENDBAREN (Also beispielsweise kein DRM, halbwegs vollständiger Musikkatalog) Onlineshop für Musik gedauert?
 
@Memfis: Das stimmt auf jeden Fall, die Industrie hat sich da viel Zeit gelassen und hat auch an einigen Stellen völlig überzogen reagiert, was für den Kunden sehr ärgerlich ist. Es hat auch jeder das Recht, etwas nicht zu kaufen... aber mich wundert woher dann viele die Überzeugung nehmen, dass sie das Recht haben das dann illegal zu nutzen weil die "Content-Industrie" böse ist.
 
@Chiron84: Habe ich geschrieben, dass ich den Content "illegal" beziehe? Ich habe geschrieben, dass ich nicht dafür bezahle. Für die Contentindustrie mag dass das Gleiche sein, für den Normaldenkenden ist es ein Unterschied.
 
@Memfis: Welche Vertriebsplattform wo erlaubt ist und wo nicht, entscheidet halt der Urheber...
 
@Chiron84: Jo, kann er ja auch: Und ich gucke wo ich den Kram am einfachsten und Unkompliziertesten bekomme und darüber hinaus ohne mich hinterher über irgendwelche Restriktionen oder sonstiges ärgern zu müssen. Ist auch mein gutes Recht. Kunde ist König und wer das nicht einsehen mag ist eines Königs nicht würdig.
 
@frilalo: Solche Abgaben gibts auch in DE nur änderts am Strafrecht nichts. Zumal, und ich sage das ohne Abwertungsgedanke, ist DE für die Musikindustrie sicher interessanter als die Schweiz. "Kulturflatrates" widersprechen der Abzockermentalität.
 
@frilalo: Dafür haben wir ja die ZPÜ die eine Uhrheberrechtsabgabe auf alle Speichermedien verlangt. Dafür darf man für private zwecke Uhrheberrechtlich geschütztes Material kopieren und sogar an Freunde weitergeben. Man darf dafür aber keinen "wirksamen Kopierschutz" knacken oder umgehen...
Die GEMA kommt beim Öffentlich zugänglich machen zum zug.
 
Und jetzt überlegen wir uns mal, was an unserem grundsätzlichen judikativen System nicht stimmt. Der eine Hü, der andere Hott.. ein Kasperletheater, was Zeit und Ressourcen verschlingt.. und nebenbei nicht wirklich hilft, Rechtssicherheit zu schaffen... kann doch net sein
 
@Slurp: Hat dann nicht eher die Legislative versagt, wenn die Judikative geltendes Recht unterschiedlich auslegen kann?
 
@iPeople: Hm... okay, da hast du natürlich recht. Hoffe trotzdem, dass meine Aussage verstanden wird, wie ich sie meine.
 
@Slurp: Wie auch immer, es mutet seltsam an ;)
 
@Slurp: Das liegt aber schon daran, dass es schlicht keine klaren Gesetze und Definitionen gibt. Statt einmal klare Regeln aufzustellen, lässt man Rechtsstreitigkeiten lieber über Gerichte austragen. Das sichert dann zumindest (den Anwälten) Jobs und jeder Rechtsstreit ist finanziell gesehen gut für die Staatskasse. ^^
 
@Trashy: So ein Unsinn, die Staatskasse verdient daran überhaupt nichts. Es ist schlicht und einfach unmöglich und auch gar nicht sinnvoll, in einer sich ständig verändernden Welt für jeden möglichen Rechtsstreit unter den unterschiedlichsten Bedingungen vollkommen eindeutige Regelungen parat zu haben. Das sollte eigentlich auch jedem vernünftig denkenden Mensch einleuchten
 
@nicknicknick: Die Staatskasse verdient doch auch an jedem Rechtsstreit in Form von Umsatzsteuer, die jeder Anwalt zahlen muss, wenn er seine Dienstleistungen abrechnet. Je mehr Leute einen Anwalt brauchen, desto mehr Geld fließt folglich auch die Staatskasse.
 
@Trashy: Meinst du das ernst? :D
 
@Slurp: Auf den ersten Blick hatte ich es jetzt so verstanden, dass das eine Gericht gesagt hat, dass Youtube als Hoster nicht selbst schuld ist. Das andere hat gesagt, dass Youtube als Hoster trotzdem dafür verantwortlich ist, gemeldete Verstöße zu beseitigen. Widerspricht sich in meinen Augen erst mal nicht.
 
Naja gut. Hamburger Gericht und so. Hat ernsthaft jemand anderes erwartet?
 
@Memfis: Sehe ich genau so. Bei Hamburg und Köln ist doch schon vorher praktisch klar das die content Lobby gewinnt.
Nicht umsonst klagen die ganzen Abmahnanwälte immer dort.
Gut das nicht nur ich das als extrem auffällig empfinde.
 
@Memfis:
Es ist kein Wunder, dass dort all die "spezialisierten" Kanzleien sitzen.
 
@Memfis: Du meinst wohl das berühmt-berüchtigte LG Hamburg. Soweit ich das sehe war hier allerdings das OLG der Austragungsort.
 
Beide Urteil passen für mich schon zusammen, nach meinem bescheidenen Rechtsverständnis. Google ist nicht generell für Uploads verantwortlich (München), sollte Google aber darauf aufmerksam gemacht werden, und diese nicht zeitnah sperren, haftet Google.(Hamburg). So würde ich beide zusammenfassen.
Für die Gema bedeutet das also, dass sie jeden einzelnen Upload kontrollieren und gegebenenfalls melden muss. Das Geschäftsmodell Helene Fischer=>Views 10000 => x Gebühren funktioniert jetzt nicht mehr.
 
@Lastwebpage: Sehe ich genauso, mit einem Unterschied...

Der Zusatz "..., sondern auch Vorsorge treffen, dass es möglichst nicht zu weiteren derartigen Schutzrechtsverletzungen kommt." macht die Sache für YouTube wieder ecklig.

Wie stellt YouTube jetzt sicher, dass ein Song nicht von einem anderen User in einem völlig anderen Video wieder verwendet wird oder der betreffende User nicht mit anderen Songs das Urheberrecht verletzt. Beide Auslegungen wären denkbar und beide sind technisch nicht wirklich sinnvoll zu lösen.

Wenn NUR der Song gespielt wird, kein Thema. Wenn das aber nur im Hintergrund läuft und sonst beispielsweise Geräusche eines Spiels oder Kommentators zu hören sind wirds ecklig.

Ein Problem noch: wo nimmt Google die Gewissheit her, dass die Meldung einer Urheberrechtsverletzung auch wirklich legitim ist. Kann ich als nicht Rechte-Inhaber Videos melden und die müssen dann gelöscht werden, oder kann das nur der Rechte-Inhaber selbst?
 
@Draco2007: WF hat das meiste des Artikels kopiert und folgende Passage unterschlagen "... dass es möglichst nicht zu weiteren derartigen Schutzrechtsverletzungen kommt. Welche Pflichten den Dienstanbieter dabei treffen, insbesondere ob und wieweit er zur Sperrung und dann zur Prüfung und Überwachung der bei ihm hochgeladenen Inhalte verpflichtet ist, bestimmt sich danach, was dem Betreiber nach den Umständen des jeweiligen Falles zuzumuten ist."
Wenn eine generelle Überprüfung aller Uploads aber eben nicht zumutbar ist, sonst würde das Urteil ja irgendwie keinen Sinn machen, könnte es eventuell darauf hinauslaufen, dass die nächsten Uploads desjenigen der das Material hochgeladen hat, genauer untersucht werden, oder bei dem zweiten Vorfall des selben Uploaders eine Sperre oder irgendwie sowas.
 
Eigentlich ist dieses Urteil logisch im zusammenhang mit Urheberrecht. Denn: wer solche Werke auf Filehostern hochlädt, wird auch abgemahnt.
YouTube ist da auch nichts anderes wie ein Filehoster.
 
@LastFrontier: Nun ja auch wenn ich keinen Fall kenne indem ein user abgemahnt worden wäre weil er was auf Filehoster uppt, denn im gegensatz zu den tauschböresen könnte die Gema nur die jeweiligen downloads von den Filehostern beanstanden sprich dafür schadenersatz verlangen das ist in den meisten fällen so unrentabel das sie es erst gar nicht versuchen zumal ihnen dafür nur 7 Tage zeit blieben danach lässt sich die ip nicht mehr zuordnen zumal die einschlägigen Filehoster die ips gar nicht speichern.
 
Die Leser würden mit Sicherheit gerne erfahren, um welche Interpreten es dabei ging.
So etwas sollte auf jeden Fall im Artikel stehen...
 
@SuperSour: ist doch egal, sind doch eh gesperrt. :D
 
Immer, wenn dieser GEMA-Bildschirm auftaucht, frage ich mich, ob es nicht verfrüht war, Pranger & Scheiterhaufen abzuschaffen.
 
Ist das nicht das gleiche wie bei Google-Suchergebnissen? Wenn sich einer beschwert (hier bei Youtube z. B. wg. Urheberrecht), wird's gesperrt, also erst auf Anfrage/Hinweis. Das fände ich so O.K..
 
Ich bin dafür, dass in Deutschland alle möglicherweise fragwürdigen Angebote abgeschaltet werden, damit die Menschen zu spüren bekommen in was für Fesseln die GEMA und Co. sie legen. Ich denke, dass schnell eine Proxy-App oder -seite gebaut wäre, die die Sperrung für Deutschland umgeht. Dann hätte die GEMA keine Einnahmen - was hervorragend wäre, denn ich gönne den Leuten da nicht einmal die Luft zum atmen.
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