Gesundheitskarte: Skandal um leichten Zugang zu sensibelsten Daten

Die elektronische Gesundheitskarte ermöglicht es quasi jedem, ohne besondere technische Kenntnisse an die sensibelsten Informationen von Krankenversicherten zu gelangen. Dafür reicht es meist völlig aus, den Namen einer Person und eine weitere, ... mehr... Gesundheitskarte, Elektronische Kranken Karte, Rainer Ausgepackt Bildquelle: Wiseguy71 / Flickr Gesundheitskarte, Elektronische Kranken Karte, Rainer Ausgepackt Gesundheitskarte, Elektronische Kranken Karte, Rainer Ausgepackt Wiseguy71 / Flickr

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den skandal gäbe es nicht wenns keine zwangsversicherungen gäbe. jedem sollte es frei stehen ob er sich versichern lässt oder nicht.
ich kümmere mich selber um meine gesundheit und brauche papa-staat nicht. privat würde ich nur eine unfallversicherung abschließen. darf aber nicht weil papa-staat mir es verbietet.
ich würde die versicherung nehmen die mich am besten absichert für das geld das ich bereit bin zu zahlen. darf aber nicht weil papa-staat es mir verbietet.
bei einer privaten krankenversicherung würde ich eine bessere leistung bekommen. der arzt bekommt sein geld sofort und ich meine dienstleistung sofort. das mutiviert den arzt mich bestens zu versorgen.
würde die versicherung die leistungen herrabsetzen und die kosten erhöhen könnte ich kündigen wenn ich nicht damit einverstanden wäre. darf aber alles leider nicht im sozialistischen papa-staat drecksloch.
ich möchte nicht wissen wohin die gelder wandern die über die gesetzliche krankenkassen eingenommen werden oder welche bodenlose löcher gestopft werden. die menschen müssen lernen das der staat einerseits korrupt ist und andererseits inkonpetent mit dem geld der menschen umzugehen.
als bonus obenrein wird man sogar noch verschuldet und schiebt es auf die bevölkerung.
krankes system...
 
@QUAD4: tja du bist wahrscheinlich auf kein mindestlohnempfänger mit familiärer belastung und ohne chronische erkrankungen...mit kindern/ehepartnern sieht's wohl auch schlecht aus...die privaten nehmen dich ja zu bezahlbaren preisen nur bis zu einem bestimmten alter und ab einem bestimmten einkommen...gesunder lebensstil schützt nicht vor unfällen und schicksalsschlägen...ob sport oder haushaltsunfälle, das nimmt sich nicht viel...
 
@Rulf: wir haben einen vom staat regulierten markt. daher auch die arbeitslosigkeit. die regulierungen findet statt im interesse großer konzerne.
in einem freien markt gäbe es keine "arbeitslosigkeit". vieleicht ließte mal ein buch von roland baader über ökonomie was auch gleichzeitig die soziologie mit einschließt.
"Die politische Kaste muss ihre Existenzberechtigung beweisen, indem sie etwas macht. Weil aber alles, was sie macht, alles viel schlimmer macht, muss sie ständig Reformen machen, das heißt, sie muss etwas machen, weil sie etwas gemacht hat. Sie müsste nichts machen, wenn sie nichts gemacht hätte. Wenn man nur wüsste, was man machen kann, damit sie nichts mehr macht. " Roland Baader
 
@QUAD4: hast du ein Beispiel wo das gut funktioniert und die Einkommenschwächeren nicht einfach als 4. Wahl liegen gelasssen werden? Ein ähnliches System herrscht doch in der USA und die sind doch immer das Paradebeispiel wie es nicht laufen sollte.
 
@CvH: selbstverständlich nicht. oder kennst du einen ort wo es keinen staat gibt?
komisch das die meisten menschen immer in die usa, kanada, australien oder schweiz auswandern. grade dort wo der staat weniger reguliert herrscht, der höchste wohlstandsanteil. kapieren bloß die meisten nicht. da haben diese kriminellen medien und koorperation mit dem staat ganzearbeit geleistet.
antiamerikanismus scheint zur zeit cool zu sein. daher das ganze amerika bashing.
 
@QUAD4: in der schweiz, in kanasa und in Australien givt es systeme die mit unserem vergleichbar sind. Eine verpfluchtende KV.
 
@knirps: nein gibt es nicht. zumindest keine staatliche kv. ein freund wohnt zufällig in australien und er hat keine. er hatte einen unfall auf der arbeit und dafür kam der arbeitgeber auf. die firmen sind für ihren angestellten versichert im fall des falles.
 
@QUAD4: Keinen Job -> keine Krankenversicherung -> Krankheit -> Tot.

Ist es das was du willst?

Und komm mir nicht mit "Wenn es keinen Staat gäbe hätte JEDER Arbeit und JEDER wäre über die Arbeit krankenversichert", das ist schlicht Dummfug.
 
@QUAD4: in Australien gibt es ausschließlich nur eine staatliche KV, das weiß ich sehr genau. Es gibt zusätzliche private Zustazversicherungen. In Kanada ist das ähnlich.
Auch in der Schweiz ist jeder mit Wohnsitz in dem Land verpflichtet sich grundversichern zu lassen.
 
@knirps: Glaub ich dir, mir geht es nur um das theoretische Konstrukt was QUAD hier aufbauen will und nicht dazu in der Lage ist, sich zu der letzten Konsequenz zu äußern.

Denn das würde bedeuten wirklich Menschen sterben zu lassen, die nicht versichert sind, weil sie nicht bezahlen können.
(oder sie (schlecht) zu behandeln und Schulden machen zu lassen, was allerdings auch für die Krankenhäuser Mist ist)

Diesen einen Versuch wollte ich noch machen, aber Hoffnung...eher nicht...
 
@Draco2007: Hups, muss mich entschuldigen... dir sollte der Kommentar gar nicht gewidmet sein ^^
Ich bin auf deiner Seite was das Thema hier angeht :)
 
@QUAD4: Doch gibt es und da ist man ebenfalls Zwangsmitglied.
Siehe hier:
http://www.career-contact.net/laenderinfos/australien/krankenversicherung-australien.html
 
@QUAD4: Du willst also lieber, dass sich Leute verschulden, wenn sie sich nicht versichern lassen und ihnen unverschuldet etwas zustößt?

Keine Versicherung und Diagnose Krebs? Dann kannste dir gleich nen Strick nehmen oder anfangen Meth zu kochen...
Kredit aufnehmen um sich anständig ärztlich behandeln zu lassen. Krankes System was du da im Kopf hast.

Dass im Gesundheitssystem nicht alles super ist, ist klar, aber eine Abschaffung der Versicherungspflicht hätte im Prinzip nur zwei Folgen:
Kranke Menschen die nicht zum Arzt gehen.
Ein marodes Gesundheitssystem, weil aufgrund der fehlendenen "Kunden" kein Geld mehr rein kommt. (Alternativ MASSIVER Anstieg der Kosten für Dinge, siehe USA)
 
@Draco2007: ich hab also ein krankes system im kopf weil ich nicht dafür bin menschen zu etwas zu zwingen. soso....
fragt sich wer hier krank ist...

seit wann kannst du in die zukunft gucken was passiert wenn die zwangsversicherungen abgeschaft werden? das was in den medien über die usa geblubbert wird muss nicht unbedingt stimmen von der lügenpresse. immer vor der eigenen haustüre kehren.
im übrigen ist auch vieles in den usa stark staatlich reguliert. somit gibts da auch keinen freien markt mehr. daher auch die resultierten probleme drüben. aber das ist eine andere story.
 
@QUAD4: Du musst auch ZWANGSSTEUERN zahlen, und jetzt?

Wir leben nunmal in einem SOZIALSTAAT da gehört es für mich eben auch dazu für andere Menschen, denen UNVERSCHULDET etwas zustößt, zu helfen. Und wenn es nur in der Form eines Krankenkassenbeitrags ist.

Mal die direkt Frage an dich. Wir nehmen dein System als gegeben hin und du hast NUR eine Unfallversicherung. Jetzt gehst du wegen nicht weiter definierten Schmerzen zum Arzt und der sagt dir "Sie haben Krebs".
Du hast KEINE weitere Krankenversicherung, du hast KEINE Million auf dem Konto.
WAS machst du?
 
@Draco2007: erzwungenes sozial ist KEIN sozial. ist asozial. wenn ich menschen zwinge etwas zu tun gegen ihren willen dann ist das unsozial. sollte dir eigentlich einleuchten.

steuern sind raub an der bevölkerung. ich hab doch bereits geschrieben "die menschen müssen lernen das der staat einerseits korrupt ist und andererseits inkonpetent mit dem geld der menschen umzugehen.
als bonus obenrein wird man sogar noch verschuldet und schiebt es auf die bevölkerung." na? wie sozial ist das für dich?
 
@Draco2007: Das ist ja noch fast egal. In dem Fall hätt er halt Pech gehabt und müßte abkrebsen... so gemein wie es ist.

Viel kritischer: Person X ist irgendwo tätig und kriegt, sagen wir 20'000 Euronen pro Jahr da raus.

So nun kommt Schmidt's Katze mit dem Trabi und fährt Person X über den Haufen.

Person X kann also nicht mehr arbeiten gehen. Schuld ist sie nicht dran. Macht aber nix; Knochen sind trotzdem alle kaputt.

Wer bezahlt da die Kosten? Insbesondere dann, wenn keiner der beiden Beteiligten ordentlich versichert war --- Mami? Die wird aber auch nicht soviel haben. Sohnemann? Tja der hat jetzt Pech gehabt, eigentlich war der ne echte Leuchte und solllte studieren und hätte - möglicherweise - die Welt bewegt, aber tja nun das Geld wird halt jetzt fürs Krankenhaus gebraucht. Sorry.

Nein... das Problem ist nicht "was wenn Du X hast". Das Problem ist, wenn an einem plötzlichen und insbesondere unverschuldeten Vorfall andere in Mitleidenschaft gezogen werden.
 
@QUAD4: Ok, es hat wirklich keinen Zweck mit dir zu diskutieren, wenn du schon das Prinzip eines Sozialstaates nicht im geringsten verstehst.

Du hättest also lieber ein vollkommen kapitalistisches System ohne Staaten und JEDER ist selbst für sich verantwortlich?

Inklusive Infrastruktur (Straßen, Wasser, Strom)
Inklusive Verwaltung (Jeder darf ein Haus bauen wo er will)
Inklusive Exekutive (Jeder ist Polizist)
Inklusive Rechtssprechung (Jeder ist sein eigener Richter)
Inklusive Legislative (Jeder macht seine eigenen Gesetze)

Kurz Anomie...
Viel Spass damit...
 
@RalphS: Stimmt, wenn man von gar keiner Pflichtversicherung mehr ausgeht, dann hast du vollkommen Recht.

Ich wäre jetzt noch von einer Haftpflicht-Versicherung ausgegangen, die einspringt wenn ICH etwas verschulde, egal was es ist.

Aber streichen wir auch die, wirds echt lustig ^^

PS: Böser Wortwitz mit "abkrebsen" ^^
 
@Draco2007: die ganzen volkskrankheiten und die neuren "krankheiten" wie krebs sind nur eine folge des regulierungswahnes des staates. er reguliert wieviele und welche giftstoffe ins trinkwasser und überhaupt in den ernährungskreislauf kommen durch gesetzich festgelegte grenzwerte. diese werden ständig nach oben reguliert. dann werden ständig neue dumme gesetze zugalessen bzgl. genverändertes saatgut was wiederum in unseren körper gelagt. die konzerne die uns kaputt machen könnten das gar nicht ohne die freundliche unterstützung des staates. na? wie sozial ist das für dich?
 
@QUAD4: GENAU, der Staat ist Schuld an JEDER Krankheit....

Meine Güte, pass auf dein Aluhut verrutscht.

VERSUCH doch mal wenigstens auf die Frage zu antworten. Du hast Krebs, was machst du ohne Krankenversicherung?
Oder der Fall von Ralph. Du fährst jemanden über den Haufen und hast keine Haftpflichtversicherung.

Nehmen wir doch einfach mal nur diese zwei einfach Fälle an, ohne weitere Verschwörungstheorien....die sind einfach nur Nebelkerzen...
 
@Draco2007: wenn man die menschen mit giftstoffe vollballert dann muss man sich über nix mehr wundern und das ganze gesetzlich erlaubt wird.
im übrigen hab ich schon geschrieben das es jedem erlaubt ist eine krankenversicherung oder auch sonstige versicherungen abzuschließen. so bekommt auch eine behandlung gegen krebs oder unfall oder sonst irgendwas.
klar wird das geld knapp bei soviel steurlast und zwangsabgaben das man sich dann nicht NOCH weiter versichern kann. das geld wäre jedenfalls da für alles wenn der staat nicht alles zangsregulieren würde und damit den markt verzerrt.
 
@QUAD4: Du sagst ERLAUBT, aber du sagst gleichzeitig DU würdest NUR eine Unfallversicherung abschließen. KEINE Haftpflicht und keine Krankenversicherung.

Also, nochmal: Du hast Krebs, keine Krankenversicherung, was machst du?
Du hast jemanden über den Haufen gefahren und keine Haftpflichtversicherung, was machst du?

Oder sagst du, wenn der Staat nicht wäre, wäre genug Geld da, dass sich jeder auf jeden Fall versichern kann. Dann sind aber wieder beim Status Quo (jeder ist versichert) und nichts hat sich verändert.

Also, KEINE Versicherung, was passiert. Oder ganz direkt gefragt: Würdest du tatsächlich Menschen sterben lassen, die nicht versichert sind? Auch wenn sie überhaupt keine Schuld an ihrer Situation haben? Oder sie schlechter behandeln, weil die "gute" Behandlung sehr teuer ist?
Für wie sozial hälst du das? Und rede dich nicht mit dem Staat raus, in deinen ersten zwei Sätzen hast du alles nötige gesagt....du selbst hättest NUR eine Unfallversicherung.
 
@Draco2007: es ist doch scheisse egal welche versicherung man abschließt. es geht darum das man nicht dazu gezwungen wird per gesetzt. es geht darum es freiwillig ist. was auch sozial ist.
 
@QUAD4: Nein geht es nicht.

Wenn du Menschen sterben lässt, weil sie nicht versichert sind, ist das NICHT sozial.
Wenn du Menschen die Existenzgrundlage nimmst, die durch andere Menschen in diese Situation gekommen sind, aber durch die fehlende Versicherung nicht für ihren Mist aufkommen können, ist das NICHT sozial.

Aber ich habe nichts anderes erwartet. Dein System funktioniert nur für dich und deine Welt. Du bist nicht krank, verdienst wohl genug und bist nicht dazu bereit deinen Wohlstand mit Menschen zu teilen, denen es unverschuldet an den Kragen geht. Egoismus pur.

Ende der Diskussion.
 
@QUAD4: Der Gesetzgeber interessiert sich sich nicht für Egoisten. Es geht um das Gemeindewohl. Jeder hat das Recht auf Gesundheit, auch die, die sich das nicht leisten können. Dazu haben wir in einer Gesellschaft alle was beizutragen, egal wie sich die Gesellschaft ordnet oder als was sie sich versteht... Nation, Staat, Anarchie... Frieden funktioniert nur miteinander, nicht gegeneinander.
 
@QUAD4: Was hast du denn geraucht? ^^ Zum Thema Konzerne, Giftstoffe etc.: Klar, die Regelungen sind da und man kann sich über die Werte streiten. Die Saatgut-Geschichte, die grad läuft, finde ich auch alles andere als prickelnd. Nichtsdestotrotz würde ohne Staat gar nix geregelt sein, da hätten die Konzerne schon lange viiiel mehr Gen-Zeugs untergemischt... oder schlimmeres.
Der Begriff Anarchie sagt dir was oder? Denn genau da kämen wir nämlich hin. Ich glaube du liest zu viel Kopp-Verlag.
 
@QUAD4: Du scheinst etwas grundlegend misszuverstehen. Die gesetzliche Krankenversicherung ist eine solidarisch gemeinschaftliche Absicherung gegenüber eines Krankheitsfall (Starke stützen das System beim gleicher Leistung stärker als schwächer ). Dementsprechend ist der ersten Fehler den Sie machen ist die gesetzliche Krankenversicherung nur in Ihrem persönlichen Kontext zu betrachten.

Und warum der Vater-Staat es generell verbiete sowas nicht abzuschließen hat auch einen ganz einfach Grund. Der Staat kann nicht einfach einem Bürger medizinische Versorgung verweigern, unabhängig davon ob er versichert ist oder nicht. Dürften sich sich dementsprechend davon befreit werden müssten die restlichen Versicherten auch noch diese Kosten tragen.
 
@QUAD4: Der größte Müll. den man nur labern kann. Wir leben in einem SOZIALSTAAT- Was wäre, wenn die Leute es sich aussuchen könnten? Richtig, wir hätten Verhältnisse wie in den USA. Aus Kostengründen würden viele sich nicht versichern, könnten aber auch die Arztrechnungen nicht bezahlen, wenn dann doch mal was ist (z.B. ein Unfall, mit OP usw. gehen die Beträge schnell mal Richtung Millionen <- da greift auch nicht die Unfallversicherung, die zahlt nämlich unabhängig der Kosten und meist viel weniger als Ärzte und Co. kosten, sondern nur für den persönlichen Ausgleich!).
Heißt viele Kranke, Verletzte usw. in DE die nicht mehr arbeiten können. Krankengeld gibt es nicht. Daher werden sie schnell arbeitslos, da sie nicht wieder gesund werden. Sozialleistungen ala ALG 1 oder ALG 2 gibt es dann aber auch nicht, denn die setzen Voraus, dass man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Grundsicherung bei Erwerbsunfähigkeit gibt es auch nicht, denn diese setzt voraus, dass man an der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit arbeitet, das heißt durch Behandlungen, Therapien usw.
Also verliert derjenige auch noch seine Wohnung, wird Obdachlos. Das heißt wir bekommen ein Obdachlosenproblem, welches der Staat dann wieder auffangen müsste.

Und bzgl. Private Versicherungen. Schau dir doch die privaten in den USA an. Ja man zahlt schön Beiträge und hat einen Vertrag, wo drin steht, welche Leistungen einem im Fall der Fälle zustehen. Kommt es aber dazu, zahlen die Versicherungen nicht, sondern kündigen. Das ganze einzuklagen hat in den USA auch kaum Sinn, denn die Versicherungen zögern das so weit hinaus (in den USA möglich), dass es für die Versicherten noch teurer wird als der ursprüngliche Streitbetrag und die Versicherten aufgeben. Und das machen so weit mehr als 50% aller Versicherungen in den USA. Die restlichen zahlen, aber auch erst nach massiven Ärger, weniger als 10% der Versicherten in den USA bekommen ihre Leistung im Leistungsfall ohne Ärger.

Nicht anders würde es dann bei uns werden. Denn wenn wir das Sozialsystem abschaffen, dann auch die Gesetze die den Versicherten darin schützen.
Es gibt das alles nur als Gesamtpaket. Die Rosinen rauspicken ist nicht!

Und wenn es dir nicht passt steht es dir frei, dir ein anderes Land zu suchen, welches deiner Vorstellung entspricht, sprich z.B. die USA!

Ach und übrigens, die eingenommenen Gelder sieht der Staat nicht. Diese erhalten die Kassen selber.

Das Problem an unserem System ist hingegen nur das 2-Klassen-System. Wären alle gesetzlich versichert (und das wird kommen! und das sage ich als Insider!), dann gäbe es keine Unterschiede mehr und der Arzt hat niemanden mehr zum bevorzugen!
 
das ganze system gesundheitskarte war doch von vornherein auf möglichst leichten datenzugang ausgelegt...als gläserne patientenkarte sozusagen...und bitte beim nächsten bewerbungsgespräch die karte nicht vergessen...achso...ist ja nicht nötig...
 
@Rulf: dabei geht es heir nicht mal um ein technisches Problem sondern um ein bürokratisches.
 
@knirps: das problem ist ganz einfach, daß es bei nichteinhaltung der vorgaben ganz einfach keinerlei sanktionsmöglichkeiten gibt...das system wurde ja mit angeblich extremen kostenersparnissen beworben...aber so wie das in der praxis aussieht ist es wohl dasselbe, als wenn man einem kind eine scharfe waffe in die hand gibt...
 
@Rulf: Das ist nicht ganz richtig. Ja, die Daten sollten leicht zugänglich sein und zwar für die versicherten.
Ich finde die Entscheidung auch falsch, Authentifizierungen aufgrund von Kundenfreundlichkeit weg zu lassen. Grund ist hier unter anderem mal wieder unsere alternde Bevölkerung.
Noch vor einem Jahr habe ich selber bei einer Kasse gearbeitet und dort unter anderem unser Webportal betreut, inkl. solcher Sachen wie die "Digitale Patientenquittung", "Gesundheitskarte" und "Bonusprogramm".
90% der Anrufe und E-Mails wegen Problemen kamen von technisch unerfahrenen Leuten, vor allem von älteren Versicherten.
Min. die Hälfte aller 70+ war nicht mal in der Lage, am Telefon (oder bei der Eingabe am PC) die richtige Versichertennummer zu nennen. Schlimmer wurde es, als die neue Nummer eingeführt wurde.
Sehr oft handelte es sich dabei immer um die Kontonummer der betroffenen, welche oft auch in unserem System hinterlegt war (wegen Beitragszahlungen, Auszahlungen aus dem Bonusprogramm oder anderer Geldleistungen wie Krankengeld). Leider konnte man (aus Datenschutz) nicht nach Kontonummern such, sonst hätte ich glaube mir manche Arbeitsstunde ersparen können ^^

Wenn ich mir vorstelle, dass diese Leute mir zur Authentifizierung nun noch eine PIN oder Passwort oder sonst etwas hätten mitteilen müssen, wäre das niemals etwas geworden.

Verstehen kann ich die Entscheidung also... auch wenn ich sie trotzdem für falsch erachte.
 
Also DAMIT konnte ja wohl NIEMAND rechnen!!1!
 
@Slurp: Also DAMIT im speziellen? Eigentlich nicht.

Ich meine das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:

Ich rufe bei einer Krankenkasse an und sage "Hey ich bin der Slurp, ich bin umgezogen und habe meine Karte verloren, schickt mir eine neue", "Na klar gerne doch"....

Es gibt weit weniger sensible Daten bei denen so ein System NIEMALS gemacht werden würde.
Post-Ident wäre hier der einzig brauchbare weg.
Und die Ausrede "Kundenzufriedenheit" ist ja wohl der größe Witz. Wie oft kommt es vor, dass jemand Umzieht und seine Karte verliert. Ja dann muss derjenige eben noch zur Post um seine Identät zu bestätigen. Ich glaube JEDER hätte dafür Verständnis.

Also dass es grundsätzlich zu irgendwelchen Informations-Skandalen mit der Gesundheitskarte kommt war klar, aber wegen sowas? Das überrascht mich schon...
 
@Draco2007: Okay, da kann ich dir dann doch nur beipflichten.
 
@Slurp: Ich meine mich an MMO-Accounts zu erinnern, bei denen es schwieriger war eine Two-Way-Authentifizierung zu deaktivieren als das ^^
 
@Draco2007: Stimmt... mittlerweile hat jedes billige Game sowas. Aber hey.. da gehts ja auch um die Kunden/User
 
@Slurp: Jo, sicher. Die Hauptkunden sind dort auch alle 70+ oder? (Ironie!)
Erklär mal ner 70 oder 80 jährigen was von einer Zwei-Wege-Autenthifizierung. Viel Spaß.
 
@Draco2007: du kannst auch persönlich zu der kasse deiner wahl hingehen und dir nen behandlungsschein für den arzt deiner wahl ausstellen lassen wenn du das geburtsdatum des opfers weist...weder kasse noch arzt werden dich nach deinem perso fragen...gehst du aber ohne schein zum arzt, dann will der gleich deinen perso und ne sicherheitsleistung kassieren(wenn er dich nicht kennt)...
 
@Rulf: Wo kommt eigentlich der Irrglaube her, das Geburtsdatum wäre eine persönliche Information, mit der man die Identität einer Person authentifizieren kann?
Ist doch nichts geheimnisvolles (außer bei Frauen, wobei da auch nur die Jahreszahl ^^)
 
@Draco2007: eigentlich konnte man damit schon rechnen, denn man hat die alten Gesundheitskarten auf demselben weg auch bekommen...jeder ders mal gemacht hat weiss es.

Die Meldung brachte deshalb bei mir auch eher ein gähnen hervor...ich glaube auf diese Probleme wurde auch schon vor start der karte hingewiesen dass hier eben kein post ident o.ä. durchgeführt wird.
 
@Draco2007: Es kommt nicht darauf an, dass er sie verliert, sondern dass durch die neue Adresse die Daten auf der Karte nicht mehr stimmen.
Alle alten Karten können nicht mehr geändert werden, da diese nicht mal mehr hergestellt werden dürfen.
Also muss in so einem Fall die neue ausgestellt werden.

Zudem kann nicht jeder mit der Karte in eine Filiale laufen und die Daten ändern lassen.
Meine Kasse gibt es z.B. nur 2 Städte weiter, der Aufwand viel zu groß.
Die letzte Kasse für die ich gearbeitet habe hatte gar keine Filialen, nur den Firmensitz in Berlin und die Hauptverwaltung in Dortmund (NRW).
Ändern sich hier Daten, schickt man eine neue mit den alten Daten raus und je nach Kasse fordert man den Versicherten auf die alte zurück zu schicken und vernichtet diese dann für den Kunden oder bittet den Kunden selber, dies zu übernehmen.
Auch gibt es viele Versicherte, die alt und gebrechlich sind. Z.B. in Pflegeheimen sind und nicht mehr selber ihre Daten ändern lassen können. Sofern es keinen gesetzlichen Betreuer gibt (früher Vormund), kann auch niemand anderes das für denjenigen machen.
Diese versicherten können es dann auch nur über Telefon beantragen.

An sich ist das alles auch nicht schlimm. Das Problem ist die fehlende Identifikation.
Namen und Geburtsdatum reichen in der Regel. Ich persönlich habe auch die alte Anschrift immer noch mit abgeglichen. Aber an die kommt man meist noch leichter, als ans Geburtsdatum.
Das Problem, die 80 jährige Oma die zu Hause sitzt und selber nicht mehr raus kann. Sag der mal was von PostIdent, Passwort, PIN oder auth per neuem Perso (online). Die Gute würde nie wieder eine neue Karte bekommen und daher auch von Ärzten nicht mehr behandelt werden.
 
@Scaver: Also baut man ein System um die 80 jährige Oma drumrum, welches dann wohl absichtlich so unsicher ist, dass jeder dahergelaufene Affe an HÖCHST persönliche Informationen kommt?

Dann dürfen diese Informationen eben nicht auf diese Karte....

Aber mal ehrlich, wenn die Oma so alt und gebrechlich ist, dass sie nicht mehr alleine auf die Post gehen kann und dort ihren Ausweis vorzeigen kann, wie kann sie dann zum Arzt gehen und ihre Versichertenkarte vorzeigen?
Ist doch exakt der gleiche Vorgang.

Und das reicht doch schon. Krankenkasse bekommt den Anruf, dass eine neue Karte angefodert wird und schickt ein Post-Ident an die neue Adresse. Damit zur Post, Ausweis vorzeigen und fertig.
 
@Draco2007: Diese alten Leute machen einen Großteil der Versicherten aus. Schon mal gehört. dass Deutschland immer älter wird?
Es wäre unmöglich diese noch zu betreuen.

Ich sage nicht, dass es so gut ist. Ich gebe nur eine (nicht die einzige) Erklärung aus der Praxis.

Außerdem kommen Leute nicht an die Informationen auf der Karte, sondern an das Webportal, auf denen der Versicherte nachschauen kann, welche Informationen auf der Karte gespeichert sind.

Die Karte ist nur Mittel zum Zweck für die Adressänderung. Denn mit Versicherungsnummer (auf der Karte), Geburtsdatum und die gefälschte Adresse kann man sich im Webportal registrieren. Das Passwort kann man nicht selber festlegen, dass bekommt man per Post (dafür ist die geänderte Adresse notwendig).

Die Karte selber auslesen ist nicht ganz so einfach. Dazu braucht man nicht nur das passende Lesegerät, sondern auch die Berechtigung die Daten auszulesen. So erhalten z.B. Krankenhäuser kompletten Zugriff, sowie auch Hausärzte, Fachärzte, Apotheken, Sanitätshäuser bekommen aber nicht auf alle Daten Zugriff (sofern dort alles richtig gemacht wird).
Was nicht heißt, dass es sich nicht hacken liese. 100% sicher ist eh kein System.

"Aber mal ehrlich, wenn die Oma so alt und gebrechlich ist, dass sie nicht mehr alleine auf die Post gehen kann und dort ihren Ausweis vorzeigen kann, wie kann sie dann zum Arzt gehen und ihre Versichertenkarte vorzeigen?
Ist doch exakt der gleiche Vorgang."
Es gibt auch genug die eine Pflegekraft haben und/oder der Arzt macht Hausbesuche. Oft ist der Hausarzt auch in der Nähe, die nächste Post aber nicht so einfach zu erreichen. Ist bei mir z.B. der Fall und damit bei meiner Vermieterin die unter mir wohnt und eben zu diesem Kreis der "Omas" zählt.

Davon ab. Verstehen diese Personen auch das PostIdent nicht.

Richtig, PostIdent, PIN, Passwort usw. wäre einfach umzusetzen, aber es würde den Großteil der Versicherten überfordern.

Dabei sind Alte Leute nur ein Beispiel.
Die Krankenkasse für die ich zuletzt gearbeitet habe war eine reine Online (Direkt) Krankenkasse.
Innerhalb eines Kalenderjahres meldet sich über die Hälfte aller Versicherten, weil sie das mit dem Registrieren im Webportal, das Einloggen in diesem und generell die Nutzung nicht hin bekommen (Maßnahmen für das Bonusprogramm eintragen inkl. dem Hochladen von Nachweisen, Adresse ändern, Bild Hochladen für die Karte, neue Karte anfordern usw).
Und das wie gesagt bei einer reinen Online Krankenkasse, wo die Leute eigentlich vorher wissen, worauf sie sich einlassen.

Sicherheit ist immer gut und wichtig. Aber man kann damit auch sehr schnell die Leute ausschließen.
 
Auch wenn das o.g. Geschriebene prinzipiell stimmt ... Soweit ich aber weiß, sind bisher auf der Karte noch keinerlei Arzt-/Behandlungs-/Krankenhaus-/Medikamente-Daten über den Versicherten gespeichert (außer Name, Geburtsdatum, Anschrift). Dem chaotischen Deutschland sei Dank. Ist zwar keine Entwarnung, aber bisher ist es noch nicht so wie beschrieben.
 
@ciesla: Wie du schon schreibst "NOCH"
 
@ciesla: du läßt dir einfach ne karte schicken und gehst damit zum masseur deines vertrauens mit nem kassenterminal...der läßt dir alle daten raus...
 
Super, dann geh ich künftig im Namen meines Nachbarn zum Arzt und lass mir Medikamente verschreiben. Dann hat meine Kasse keine Kosten und führt hoffentlich keinen Zusatzbeitrag ein.
 
Hat jemand etwas anderes erwartet? Träumer ...
 
Naja, mit Namen, Geb Datum und Anschrift von jemanden kommt man durch eine ganze Menge Hotlines von diversen Unternehmen und kann Verträge einsehen, Kündigen, umstellen. Sehe das nicht ein Problem der Krankenkarte, sondern ein generelles. Ich verwalte einige Verträge von meiner Freundin. Da brauchst Du nicht viel an Daten bei den Hotlines. Ich erinnere mich an einen Fall, als trotz korrekter Daten die Dame mit keine Auskunft geben wollte, da ich ja aufgrund der Stimme männlich und nicht weiblich bin. Hat halt 5 min später eine Kollegin von mir angerufen, ich habe ihr die Daten gezeigt die sie vorsprechen muss, und dann ging das auch. Insofern ist das Ganze alles andere als sicher.
 
Wow... nun kam es im ZDF und jetzt "plötzlich" kapiert es endlich die graue Masse / die Bevölkerung.

Das der Spass höhst unsicher ist, war sehr lange vor der Einführung bereits bekannt und wurde publiziert. Offenbar war die Aussage "DAS TEIL IST IN JEDER HINSICHT UNSICHER" damals nicht ganz so leicht verständlich.
Es wäre ja auch Schwachsinn gewesen, VOR der Einführung + den Kosten für die Einführung dieser Karte und der Infrastruktur zur Nutzung, sich Gedanken zu elementaren Fragen der Sicherheit zu machen ... .
 
Man ruft an, sagt will haben, und man kriegt.
Was hat ganz normales social engineering nun mit der Sicherheit der Karte zu tun?
 
Ist ja nicht so, daß Kritiker der neuen Karte das nicht vorausgesagt hätten...
 
Ich habe mir, nachdem ich in dieser Meldung gelesen habe, dass deutsche Krankenkassen ihre Versichertendatenbanken mit Krankengeschichte und Medikation jetzt einfach so für jeden Versicherten und jeden Hacker zugreifbar auf einen Webserver ins Internet stellen, mal die Mühe gemacht mich über eine Stunde lang mit Tails/TOR auf der Suche nach deutschen Krankenkassendaten durch die einschlägigen Foren im Internet zu wühlen.

Das bisherige Ergebnis dieser Bemühungen ist ein Evaluationsauszug zu einer im Internet gegen Bezahlung angebotenen, offensichtlich deutschen Krankenkassendatenbank. In dem Evalutionsauszug habe ich gerade die Daten eines deutschen Freundes gefunden, der mit seinem Nachnamen zufällig in den Namensbereich des Evaluationsauszugs fällt und weiss nun, was der für gesundheitliche Probleme hat. Bin mal gespannt, was der dazu sagen wird, wenn er die GPG-Mail mit seinen Daten darin liest, die ich ihm gerade zugeschickt habe. Leider kann ich wegen TOR nicht bestimmen wo der Server steht, was mich sehr interessieren würde.

Alles in allem also eine grossartige Arbeit. Da kann man den Krankenkassen wirklich nur dazu gratulieren so bedenkenlos Server mit sensiblen Daten ans Internet zu hängen. Gut, dass ich in Deutschland nicht mehr krankenversichert bin, sonst würde ich mir nun ernsthaft Sorgen machen müssen, auch wenn ich nun glücklicherweise noch keine Krankheiten hatte oder habe von denen besser niemand etwas wissen sollte. Unfassbar was für schwere Fehler im Datenschutz selbst in Deutschland begangen werden. Wozu gibt es dort eigentlich dann noch die ärztliche Schweigepflicht?

Dann kann man wohl davon ausgehen, das in Kürze alle deutschen Versicherungen, Banken und grösseren Arbeitgeber solche Datenbanken heimlich erwerben und nutzen werden, um das Risiko beim Abschluss einer Lebensversicherung, bei der Kreditvergabe oder bei Neuanstellungen besser beurteilen zu können. Dank Inkompetenz beim Datenschutz ist der gläserne Mensch also spätestens jetzt Realität.
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