Gesichtserkennung? Facebook identifiziert Personen jetzt auch so

Als das Social Network Facebook eine Funktion einführte, mit der Personen auf Fotos automatisch erkannt und markiert werden konnten, war die Aufregung groß. Inzwischen verfügt das Unternehmen aber über eine noch viel weitergehende Technologie, deren ... mehr... Facebook, Social Media, Gesichtserkennung Facebook, Social Media, Gesichtserkennung Facebook, Social Media, Gesichtserkennung

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Die Totalüberwachung kommt mit großen Schritten. Der vorletzte Absatz ist ja sehr treffend... Wahrscheinlich bietet FB in Kürze dann überall auf der Welt den Behörden ein Bildabgleich an, kostenpflichtig selbstverständlich um die Milliarden noch mehr sprudeln zu lassen.

Bald darf man sich wahrscheinlich schon rechtfertigen, wenn man sich in der Nähe von Verbrechen oder sogar Anschlägen bewegt hat, als eine Art Beweislastumkehr. Glücklicherweise nicht in Deutschland, denn hier gibts ja gefühlt bald keine Polizisten mehr.
 
@Kennbo: Die Totalüberwachung ist längst da. Ich kenne jedenfalls niemanden mehr ausser mir, der in meinem Bekanntenkreis kein Mobiltelefon hätte. Laut Statistik sind in Deutschland fast nur noch sehr alte bzw. kranke oder geistig behinderte Menschen oder kleine Kinder nicht auf Schritt und Tritt vollautomatisiert über ihren Provider zu verfolgen und abzuhören. Hier mal eine kleine Einführung wieviel alleine die vom Provider standardmässig und automatisch bei jedem Mobiltelefonnutzer aufgezeichneten Daten hergeben:

http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten

>>Bald darf man sich wahrscheinlich schon rechtfertigen, wenn man sich in der Nähe von Verbrechen oder sogar Anschlägen bewegt hat, als eine Art Beweislastumkehr. Glücklicherweise nicht in Deutschland, denn hier gibts ja gefühlt bald keine Polizisten mehr.<<

Würdest Du noch einen Polizisten auf die Strasse schicken, wenn Du sämtliche Menschen in Deutschland dank ihrer Mobiltelefone jederzeit finden und am Bildschirm verfolgen kannst wo sie herumlaufen, was sie tun, mit wem sie gerade über was reden und was sie gerade im Internet treiben? Da würde ich Polizisten auch nur noch kurz rausschicken, wenn ein Verbrecher überführt wurde und einzusammeln ist. So läuft das heute:

http://www.taz.de/!5118324/

Und das man sich in Zukunft noch für irgendwas rechfertigen muss bzw. das bei der Rechtfertigung noch jemand genau zuhört, halte ich auch für Wunschdenken. Du kannst in Zukunft vermutlich froh sein, wenn Dich jemand zu einer Straftat überhaupt noch ernsthaft befragt, denn in den Augen von Polizeibeamten lügen Menschen während die Technik keinen Grund hat zu lügen und daher immer die Wahrheit sagt. Daher glauben sie schon heute der Technik mehr als den Aussagen von Menschen.

Mir ist es vor Jahren, als ich noch deutscher Staatsbürger war, einmal passiert, dass bei der Beantragung eines neuen Personalausweises die im Rechner des Einwohnermeldeamtes notierte Augenfarbe nicht stimmte. Was glaubst Du, wie lange es gedauert hat, bis ich der Dame beim Amt klargemacht hatte, dass ihr Computer ganz klar falsch liegt, weil da wohl jemand einen Fehler in meinen Datensatz eingebaut hat, da es nun wirklich keine Gewohnheit von mir ist vor der Beantragung eines neuen Personalausweises "mal eben" meine Augenfarbe zu ändern.

Die konnte sich meine wirkliche Augenfarbe live und in Farbe ansehen und meinte trotzdem, die eingetragene müsse stehenbleiben und das meine bei bestimmtem Licht doch durchaus in die Richtung gehen könne. WTF??? Hätte ich dann immer eine Lampe mit farbigem Kunstlicht zu einer Kontrolle mitnehmen müssen, damit die Augenfarbe zu der Angabe im Perso passt, oder wie hatte die sich das gedacht? Vor der mächtigen Behördenrechnertechnik müssen sich Realität und physikalische Gesetze offenbar geschlagen geben. Ich habe damals geglaubt ich bin im falschen Film und das jeden Moment jemand in den Raum gestürzt kommt und "Verstehen sie Spass!?" ruft (Gibt es die Sendung eigentlich noch bzw. kennt die noch jemand? Ich habe seit über 15 Jahren keinen Fernseher mehr und weiss daher nicht, was da heute vergleichbares läuft.).

Schon heute werden Leute zu Geldstrafen verurteilt, weil einer über mehrere Ecken mit zig Fehlermöglichkeiten (beim Ermitteln und Übermitteln der IP und der zugehörigen Nutzungszeit an den Provider und der Rückübermittlung des ermittelten Teilnehmers zum Anwaltsbüro) festgestellten Täteradresse mehr geglaubt wird, als dem angeklagten Anschlussinhaber und dessen Zeugen.

Hier -> http://www.taz.de/!5104632/ <- ein Fall einer älteren, pflegebedürftig gewordenen Dame, die nachgewiesenermaßen zum Tatzeitpunkt der angeblichen Urheberrechtsverletzung durch Filesharing eines Hooligan-Filmes keinen Rechner und keinen WLAN-Router mehr besass, deren Internetanschluss zudem längst gekündigt war und, solange er noch bestand, von ihr nur noch zum Telefonieren benutzt wurde. Sie ist trotzdem wegen illegalen Filesharings bzw. als "Störerin" verurteilt worden, da sie nicht erklären konnte, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und wer das gewesen sein könnte und durfte zahlen. Das ist bereits die von Dir angesprochene Beweislastumkehr und das nicht erst in ferner Zukunft, sondern jetzt und hier. Man muss in einem solchen Fall als Beschuldigter beweisen, dass die Urheberrechtschützer beim Logging der IP und des Zeitpunktes der Urheberrechtsverletzung oder der Provider bei der Ermittlung des Anschlussinhabers einen Fehler gemacht haben, ansonsten haftet man selbst, egal ob man überhaupt einen Rechner und einen Router besitzt und den Anschluss nutzt oder nicht.

Computer (und Loggerbüros der Abmahnkanzleien, Mitarbeiter bei Provider etc.) machen scheinbar bei Beamten nur dann Fehler, wenn diese sich damit bei eigenen Fehlern im Dienst herausreden können. Ansonsten lügen nur Menschen und was im Computer nachzulesen ist, ist die Wahrheit, selbst wenn ein Beamter irgendwann mal einen falschen Knopf gedrückt und den Datensatz damit verfälscht hat und dieser nun in keinster Weise mehr zu Realität passt. Dann muss sich halt die Realität anpassen, denn der Computer hat ja keinen Grund zu lügen.

Ich gehe daher davon aus, dass man sich in Zukunft gar nicht mehr rechtfertigen braucht, weil die Beamten sowieso alles schon besser zu wissen glauben und man eben einfach das getan hat, was sich die Ermittler aufgrund der Daten im Computer über einen zusammenreimen (deshalb ist es ja auch so wichtig, dass man denen keine Daten liefert, denn gar nicht vorhandene Daten von einem selbst in einer Datenbank negieren die Möglichkeit, dass man von einem Suchalgorithmus aus der Masse der Kandidaten herausgefiltert wird).

Diese Totalüberwachung erlaubt auf der einen Seite tolle neue Alibis, indem man z. B. das Handy seinem Hund auf den Rücken schnallt, den Fernseher laufenlässt und dann behauptet, man wäre zu der Zeit zu Hause gewesen als das Verbrechen anderswo passierte, kann auf der anderen Seite aber für völlig unbeteiligte, unschuldige Personen gehörig in die Hose gehen, wenn ein schusseliger Ermittler mit einer Fehlbedienung oder ein Fehler im Algorithmus (-> http://www.golem.de/news/fehler-im-algorithmus-wie-ich-fuer-todkrank-erklaert-wurde-und-mich-gesund-debuggte-1307-100696.html) dafür sorgt, dass der Falsche als Täter im Computer des karrieregeilen Ermittlers auftaucht.

Wie einfach es schon vor zwei Jahren war, mit einem einzigen Post bei Facebook selbst den Staatsschutz vor der Haustür zu haben, kann man hier nachlesen:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/spaziergang-zum-dagger-complex-interessiert-die-polizei-a-911215.html

Der Überwachungsstaat ist also kein fernes Schreckgespenst mehr, sondern längst ein reales und die zur Massenüberwachung eingesetzte Technik ist offenbar problemlos in der Lage aus Milliarden Facebook-Posts pro Tag einen einzelnen mit einer Einladung zu einem Spaziergang herauszufiltern und Beamte darauf aufmerksam zu machen und Massnahmen dagegen einleiten zu lassen.

Die Überwachung in George Orwells Roman "1984" ist somit eine absolute Lachnummer gegen die Überwachungsmöglichkeiten die wir heute nutzen. In seinem Roman konnte ja jeder die Infrastruktur die ihn überwachte direkt sehen und sich dieser somit auch entziehen, wenn er wollte. Allerdings konnte Orwell auch nicht ahnen, dass Menschen mal aus eigenem Entschluss und mit eigenem Geld ihre eigenen Lokalisierungs- und Abhörwanzen in Form von Mobitelefonen kaufen und die auch noch freiwillig immer bei sich tragen würden, so dass sie damit problemlos und völlig unbemerkt automatisiert überwacht werden können. Hätte man Orwell damals die heutige Situation geschildert, hätte der einen vermutlich ausgelacht oder einweisen lassen, weil er einem nicht geglaubt hätte, dass Menschen jemals ihre Freiheit und Privatsphäre für ihre Bequemlichkeit eintauschen würden. Für mich ist das heute noch nicht zu verstehen, deshalb habe ich kein Mobiltelefon.
 
"dürfte es zukünftig quasi wenig Sinn haben, die eigene Identität beispielsweise durch Vermummung des Gesichtes verbergen zu wollen." ... Ist doch gut so. Wenn wir ein wohlhabendes und friedliches Land wie Deutschland als Beispiel nehmen, wüsste ich nicht, warum man unbedingt sein Gesicht vermummen muss!
 
@gola: Sehe ich genau so im Bezug auf Vermummungen während Ausschreitungen etc
 
Viele kleine Köche kochen ihr kleines Menü, zusammen ergibt es ein Buffet.
Guten Appetit!

Übrigens habe ich glaube ich vor 2 Monaten meinen Fake FB Account gekündigt und noch habe ich keine Bestätigung erhalten das er gelöscht ist. Ich habe es nicht ausprobiert mich einzuloggen, da die Löschmarkierung dann wieder (glaube ich) rückgängig gemacht wird.
 
Toll. Dann kann man in Zukunft ja womöglich seinen Pass zu Hause lassen und bei der Kontrolle, z.B. am Flughafen, vor dem Flug nach Amerika, reicht ein kurzes Login in Facebook aus und man darf durchgehen ? *fg
Ich hoffe nur, das Facebook so fair ist, schon dann anzuzeigen, das div. amerikanische "Sicherheitskräfte" vorhaben, gleich nach der Landung eine Verhaftung durchzuführen.. *fg
 
@DerTigga: Das nicht, aber sie schicken für Dich vollautomatisch Abschiedsbriefe los. :)
 
@RalphS: Verstehe, wenn das genießen dürfen der Gastfreundschaft in Guantanamo mal wieder illegal lange dauert... *fg
 
@DerTigga: Guantanamo? Was ist Guantanamo? Sowas gibts bei uns nicht, wie Sie sehen ist der Herr Gemahl bei bester Gesundheit. Aber er geht grad mit der Tochter ihres besten Freund ins Bett, also vergessen Sie ihn mal ganz schnell wieder. Aber Sie können uns autorisieren, ihn nach Gua - äh ich meine natürlich in Gewahrsam zu stecken. Wenn wir ihn finden sollten. Zufällig.
 
Und schon ist man wieder ein paar Schritte näher an den Fähigkeiten der Maschine und Samaritan.
Was derzeit noch wie "Science-Fiction" klingt (die Serie Person of Interest), ist morgen schon Realität.
 
Was zu erwarten war....

Die Leute, welche bisher fleissig Bilder und Videos von sich in alle Welt übermittelt haben, werden wohl bald den Preis für ihren Fehler zahlen. Das war abzusehen. Deshalb gibt es keine elektronischen Bilder von mir in der Öffentlichkeit. Weder im Internet noch auf irgendwelchen anderen Geräten an öffentlichen Netzwerken, wie dem Mobilfunknetz. Früh zu wissen wo die Reise hingeht zahlt sich eben dahingehend aus, dass man nicht so schnell als Schaf zur Schlachtbank geführt wird.

Beim Datenschutz gibt es keine zweite Chance. Das werden noch viele Leute auf die harte Tour lernen müssen.
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