Filesharing: Höchstes dt. Gericht urteilt voll pro Störerhaftung

Vielfach wurde erwartet, dass der Bundesgerichtshof (BGH) drei Urteile gegen Anschlussinhaber wegen Filesharing-Aktivitäten ordentlich zurechtstutzt - doch diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Die Richter entschieden voll im Sinne der Rechteinhaber ... mehr... Filesharing, Keyboard, Share Bildquelle: Niklas Wikström / Flickr Filesharing, Keyboard, Share Filesharing, Keyboard, Share Niklas Wikström / Flickr

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Na dann: Gute Nacht Rechtsstaat!
 
@eAndy: Magst du das begründen? Inwiefern sieht du hier die Rechtsstaatlichkeit (= Recht wird von Gerichten auf Grundlage von verfassungsgemäßen Gesetzen gesprochen) nicht gewährleistet?
 
@Klaus-Bärbel: Na weil mein Eindruck ist, dass das Rechtssystem bewusst von z.B. Abmahnanwälte ausgenutzt und manipuliert wird und nichts mehr mit dem ursprünglichen Gedanken zu tun hat. Es werden Tatsachen verdreht, undurchschaubare Messmethoden (die von Experten als zweifelhaft eingeschätzt werden) als "Beweise"deklariert und von Gerichten anerkannt. Diese sind leider überfordert mit den technischen Details und verurteilen ahnungslose und unschuldige Internetnutzer zu völlig überzogenem "Schadenersatz". Daraus ist mittlerweile ein eigener Geschäftszweig geworden, der aus Abmahnanwälten von sog."Rechteinhabern" und Anwälten für Nutzer besteht. Ich fechte gerade so ein Ding für meinen Schwiegervater durch, der im Leben nicht weiß was Filesharing ist und gleich 2 Abmahnungen an der Backe hat. Deshalb: GUTE NACHT RECHTSSTAAT!
 
@eAndy: Joa manchmal kann man mmit einer Lobby was reißen. Ein Rechtssystem was unrecht nutz um Recht zu vertreten :)
 
@eAndy: Du wirst lachen, aber es gab schon ein haufen Hinweise in diversen Börsen und Foren, das die Gema und Konsorten eigene Files Hochgeladen haben um entsprechende Leecher zu finden.

Schon Lustig wenn man sich Strafbar macht um andere Straftaten aufzudecken.

In dem Fall mit dem Router, hätte man doch eigentlich beim Provider anfragen können ob und wann in der Zeit , verbindungen erfolgt sind. Aber diese Urteile sind der pure Witz.
 
@eAndy: So ist es wohl :( Naechster Schritt dann EU Gerichtshof fuer Menschenrechte.
 
@Klaus-Bärbel: Der Knackpunkt ist einfach der - selbst wenn du beweisen kannst dass dein Anschluss gehackt wurde hast du die A-Karte gezogen. Denn die Gerichte ignorieren das grösstenteils. Habe ich selbst in einigen Fällen erlebt.
Tote abgemahnt, Internetanschluss gar nicht vorhanden, in Urlaub gewesen und einige Sperenzchen mehr. Die Gerichte drohen als erstes nämlich dem Angeklagten mit Gutachten auf seine Kosten.
Man muss hier tatsächlich am Verstand der Richter erhebliche Zweifel anbringen. Vor allem dann wenn Richter technische Zusammenhänge überhaupt nicht verstehen. Wenn man dann noch weiss, das Abmahnverfahren an einigen Gerichten im 30-Minuten-Takt durchgezogen werden, dann weiss man wo der Hase im Pfeffer liegt.

Die Urteile haben folgende Auswirkung: Jeder Depp kann dich über eine Zivilklage beschuldigen und du selbst musst deine Unschuld beweisen. Dies ist vor allem dann fatal wenn man einen Anschluss mit IP-TV oder iP-Telefonie hat. Denn diese Anschlüsse sind permanent online. Die Gerichte verlassen sich hier auf private Unternehmen die die Filesharer im Netz ausfindig machen. Hierbei gilt die Aussage der Firma als Rechtskräftiger Beweis, wenn diese behauptet sie hätte die Datei von deinem Rechner heruntergeladen. Einen echten Beweis hat man aber nur dann, wenn man auch den entsprechenden Rechner hat und per forensischer Untersuchung die Datei real auf dem Rechner nachweisen kann.

Das ganze System ist dermassen mafiös dass es nur noch krank ist. Und ich behaupte immer noch dass Abmahnanwälte, Überwacher und Gerichte unter einer Decke stecken müssen.
 
@LastFrontier: Zudem kommt das Problem, dass deine genannten "private Unternehmen die die Filesharer im Netz ausfindig machen" aka "Logger-Buden" in der Regel nachweislich mit den bekanntesten Abmahnanwälten zusammenarbeiten. Oft lässt es sich auch über die alten Firmensitzinfos im Handelsregister nachweisen, dass sie einst unter dem gleichen Dach wie die Anwaltskanzlei gegründet wurden und später erst aus Gründen der Verschleierung 1-2 Straßen ein eigenes "Büro" (sind meist Privatadressen) aufgeschlagen haben.

Inzwischen laufen diese Logger-Buden meist auf dem Namen irgendeines Strohmanns um die Zugehörigkeit zu verschleiern, aber in Wirklichkeit gehören die alle zusammen. Zu den besagten Logger-Buden findet man in der Regel auch nie eine Webseite oder sonst eine Kontaktmöglichkeit, unter der ihre Dienste (für Dritte) angepriesen werden, wo sich jeder Richter schon fragen müsste, wie es der jeweilige Abzock-Anwalt geschafft hat, dieses sogenannte "unabhängige Unternehmen" überhaupt für seine Zwecke zu gewinnen.

Du wirst auch nie erleben, dass so eine Logger-Bude für andere Anwälte arbeitet - eben weil es nur eine Scheinfirma für den jeweiligen Anwalt ist, um vor Gericht mit dem angeblich korrektem Logging einer unabhängigen professionellen Firma argumentieren zu können. Seltsamerweise zweifeln Richter das leider nie an, weil immer nur der Tunnelblick für den angeblicken Rechtsverstoß existiert. Dass der Anwalt selbst gegen das Recht verstößt, daran wird selten ein Gedanke verschwendet.
 
@Trashy: Du erzählst mir nichts neues.
Das Amtsgericht München hat sogar eine extra Filesharer-Abteilung (ein ganzes Stockwerk) und dafür sogar etliche Richter zusätzlich angestellt (berufen). Du darfst nur einmal raten welche (Münchener) Anwaltskanzlei dort den allergrössten Teil der Verfahren durchführt. Im schnitt alle 45 Minuten ein Fall.
 
@Klaus-Bärbel: Lieber Klaus Bärbel, es gilt das Rechtsstaatsprinzip - "Findung der materiellen Wahrheit". Im Zweifel wird für den angeklagten entschieden - "in dubio pro reo".
Der Urlaubsfall hätte bei einem etwas jüngeren oder zeitgemäßen Richter zu einem "Freispruch" geführt - da jemand nicht für etwas bestraft werden kann, dass er nicht begangen haben kann, hier sowohl objektiv - als auch subjektiv.

Die anderen Fälle sind etwas strittig, jedoch hätte hier meiner Ansicht nach trotzdem das Verfahren zugunsten der Angeklagten entschieden werden müssen - viel zu Zweifelhaft ist hier das Begehen der Straftat.
 
@Bruce Wayne: Nur leider war das ja schon das hoechste gericht. Also muessen wir nun annehmen das die keine ahnung haben weil sie ja vom alter her so alt sind das sie an dem waehlscheiben telefon, das inet suchen. Tja und warum haben sie dann nicht an den angaben gezweifelt.
 
@Bambus: Ich verstehe jetzt nicht ganz, war das ironisch oder ernst gemeint? :D
 
@Bruce Wayne: Der Rechner kann ja auch gelaufen haben, als die im Urlaub waren. Ist ja heutzutage nicht unmöglich mit Zeituhren zu spielen (Beispiel) oder den einfach laufen zu lassen. Also mache ich ab sofort immer Urlaub und schon bin ich raus aus der Sache? Wir wissen nicht, wie was ermittelt wurde. Wenn klar war, dass alle Rechner mit auf Tour waren oder bewiesen werden kann, dass die Rechner nicht an waren, bzw. liefen, dann wäre das Urteil einwenig suspekt. Aber kann das nicht, dann...
 
@Forster007: Nun ja. Unabhängig vom Urteil: Du müßtest natürlich schon nachweisen dass Du im Urlaub warst mittels Hotelrechnungen, Flugbuchungen, Zeugen usw. Einfach mal behaupten wird gar nicht gehen.
 
@Kiebitz: jap, aber dann bleibt immer noch die Option übrig, dass der Rechner dennoch online war und entsprechend was runterladen konnte. Ist ja heutzutage nicht mehr unmöglich! Es wäre sogar Denkbar, dass der Rechner von außerhalb dafür kurz gesteuert wurde!!!

Daher ist selbst der Beweis, dass sie in Urlaub waren nur ein Indiz, aber kein entgültiger Beweis für die Unschuld!
 
@Forster007: Nun, es wird / wurde ja nicht der Rechner "bestraft" sondern die Personen. Und wenn die nachweislich nicht an den ermittelten Rechner rankonnten weil z.B. in Südfrankreich oder was auch immer - ist das doch schon mehr als ein Indiz gegen ein solches Vergehen.
 
@Kiebitz: Nein ist es nicht. Der Rechner kann online sein. Kann sogar programmiert worden sein zum Download. Kann über TeamViewer (zum Beispiel) oder andere Remoteprogramme auch von Südfrankreich gesteuert werden. Also ist das gerade mal ein Indiz und nicht mehr!
 
@Forster007: All das weiß ich ja. Weiß sicher auch ein Richter. Aber dennoch bin ich der Ansicht, dass es um Abwägungen von Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten geht / gehen muß. Diese Möglichkeit / diesen Freiraum hat ein Richter / haben die Richter.
 
@Kiebitz: Deswegen ja auch ein Indiz! Was dann der Richter damit macht ist eine andere Sache ;-)
 
@Forster007: Hatte Dich schon so verstanden. Ist ja nur meine Meinung zur Wertung des Richters in diesem Fall.
 
@Kiebitz: Ich bin der Meinung, wir wissen im Detail zu wenig um den Beschluss als richtig oder falsch zu deklarieren, bzw. sogar eine Meinung drüber zu bilden. Wir wissen nur, dass sie angeblich im Urlaub waren.
Hätte es noch den Heinweis gegeben, dass er Router keine Anmeldungen hatte, aber vor dem Urlaub alles abgemeldet war, dann sieht das schon wieder anders aus. Und selbst hier müsste man genauer ins Detail schauen!
 
@Forster007: Ist ja alles richtig was Du schreibst. Aber wir können hier ja eigentlich immer nur über das kommentieren / diskutieren, was wir "vorgesetzt" bekommen bzw. wir in der News lesen. Anders aber könnten wir hier sonst so gut wie nie was diskutieren - meine ich.
 
@Kiebitz: Natürlich kann man nur darüber diskutieren, was man weiß. Aber man muss dennoch einwenig aufpassen. Hier wird ja nun der Richter und sogar das ganze System angegriffen. Aber wie ja schon gesagt, fehlen informationen. Am Ende kann das System auch richtig gehandelt haben. Natürlich kann es auch falsch gehandelt haben. Da muss man dann einwenig differenzierter schreiben und sich explizit auf den Text oben beziehen.
 
@Klaus-Bärbel: wie kann man jemand für etwas verurteilen das zu einem Zeitpunkt passiert ist an dem er gar nicht anwensen war um die tat durchzuführen?

Und eine 14 jährige beim internetzugang nonstop überwachen? Persönlichkeitsrechte zählen nichts? Freie Entfaltung auch nicht mehr?

Also mindestens zwei der Urteile empfinde ich als Rechtslaie als höchst suspekt
 
@0711: Für das eine haben wir zuwenig informationen. Ich lese da sogar heraus, dass der Urlaub angegeben worden ist, aber ob der wirklich stattfand? Vielleicht wurde hier ja ermittelt und es kam raus, dass sie gar nicht im Urlaub waren oder ein Rechner an war. Auch das ist ja heutzutage möglich. Selbst wenn man im Urlaub ist.
Man könnte ja Ports sperren oder entsprechende Software laufen lassen. Schon wäre das Problem behoben. Sonst wäre das doch für jeden mit Kindern das einfachste Sachen runterzuladen und am Ende wird es auf das Kind geschoben...
Aber hier könnte man das Differenzierter betrachten und dann je nach Menge entscheiden. War die Menge sehr Groß, also mehrere 100 GB, dann waren auch die Eltern Schuld. Denn da hätten sie auch mal kontrollieren können per Hand.
Diese Informationen fehlen uns aber. Daher können wir keine Aussage treffen, ob das Urteil berechtigt oder Falsch ist!
 
@0711: Ganz so einfach ist die Sache nun auch wieder nicht:"...eine 14 jährige beim internetzugang nonstop überwachen? Persönlichkeitsrechte zählen nichts? Freie Entfaltung auch nicht mehr?..." Wenn sie seitens der Eltern ermahnt wurde dies nicht zu tun und die Eltern Anlaß haben anzunehmen, die Tochter hat gegen dies Verbot trotzdem verstoßen, stellt sich die Sache schon mal anders da. Und Persönlichkeitsrechte und freie Entfaltung kann es nur geben OHNE Rechtsverstöße. Sonst kann ja jeder sagen wenn er krumme Dinger macht, das fällt unter mein Persönlichkeitsschutz und war meine freie Entfaltung. Gaaanz so einfach geht das nun nicht!

Außerdem: Im Grundsatz gelten die Prinzipien doch auch anderswo, wie beim Ladendiebstahl, wie bei Sachbeschädigungen und...und... Die Eltern haben auch da die Aufsichtspflicht und sind ggf. für Schäden haftbar. Und wenn Ihnen bekannt ist dass ihr Kind besonders "anfällig" für gewisse nicht legale Dinge ist, haben sie sogar eine besondere und verschäfte Aufsichtsplicht ggf. unter zu Hilfenahme von Erziehungshilfen, Jugendamt usw. Ist also keine Besonderheit im Internet / bei Filesharing. Oder andersrum gefragt: Warum sollen gerade im Internet / bei Filesharing andere Regeln gelten?

UND nebenbei: Für eine Übergangszeit gilt in Deutschland das Jugendgerichtsgesetz (JGG). Es ist uneingeschränkt anwendbar für Jugendliche, d. h. für Menschen, die zur Tatzeit im Alter von 14 bis 17 Jahren waren (§ 1 Abs. 2 Halbs. 1 JGG). Als 14 - Jähreige wäre sie auch schon strafbar. Außerdem ist man im Alter 14 bis 18 Jahren ein sogenannter "Mündiger Minderjähriger" (Rechtsbegriff) mit erweiterter Geschäftsfähigkeit. Sowohl das Strafrecht, das Recht der Geschäftsfähigkeit als auch das Recht der Gerichtsbarkeit setzen bei Jugendlichen ab 14 Jahre eine gewisse Einsichtfähigkeit und Verständnisfähigkeit für ihr Handeln voraus. Es sind eben KEINE Kinder mehr!

Noch eines: Auch beim Autofahren gibt es solche Regelungen. Wenn bei meinem Verkehrsverstoß (z.B. überhöhte Geschwindigkeit / Rotlicht usw.) der Fahrer nicht ermittelt und identifiziert werden konnte, dann bekommt der Kfz-Halter Auflagen, Nächmlich z.B. Fahrtenbuch zu eigenen Fahrten und zu Verleihungen an andere Personen. Selbst wenn er nachweislich nicht selbst gefahren ist! Er wird in diesem Fall für das Fehlverhalten einer anderen Person herangezogen.

War leider etwas lang geworden. Entschuldigung. Sollte nur der richtigen Einordnung dienen.
 
@Kiebitz: zu deinem autofahrvergleich, meines wissens wird der halter in diesem fall nicht für das fehlverhalten der anderen Person bestraft sondern ihm wird auferlegt Maßnahmen zu ergreifen damit "beim nächsten mal" der führer des Fahrzeugs eindeutig identifiziert werden kann um die korrekte Person "maßzuregeln" bzw zu bestrafen.
Beim Internetanschluss würde das Fahrtenbuch wohl eher einer Loggingmöglichkeit gleichkommen.
 
@Klaus-Bärbel: Weils totaler Schwachsinn ist das du als 0815 user deine UNSCHULD beweisen must, wozu 99% schlicht und ergreifend nie in der Lage sein werden.

In einem anständigen Rechtsstaat müsste deine SCHULD bewiesen werden und eine IP addy ist eben NICHT eindeutig einem Menschen und mit Dingen wie Freifunk-Wi-Fi Hotspots noch nichteinmal einem Haushalt zuzuordnen!

Diese Idiotische Entscheidung ist mal wieder ein Freifahrtsschein für Mafia medien Bonzen und deren Anwaltsgeschmeiß, da keine Sau die korrektheit der ermittelten IP Adressen verifizieren kann.
 
@Aerith: Es wäre auch zu schön wenn der BGH solche läppischen Aussagen zugelassen hätte. "Ich war im Urlaub, ich war das nicht bei Edonkey".

Wir haben ja alle noch den RedTube Skandal im Kopf, so läuft es auch im Regelfall ab. Hier hatten die Leute einfach keinen Bock ihre illegalen Vorgehen zuzugeben und zubezahlen. Ich habe meinem Kind 1000 mal gesagt Filesharing ist böse. Warum sollte das einem vor einer Strafe schützen?
 
@P4ge_2: Wenn jemand mit Hotelrechnungen etc nachweisen kann das er innem anderen Land war, hat das zu gelten.
 
@Aerith: Und das heimische mit WEP verschlüsselte WLAN darf machen was es will.
Wenn die IP´s stimmen, und dafür gab es hier keine Gegenstimmen, sind solche aussagen wie "ich war nicht da, ich zahle nicht" die dümmste ausrede ever. Wenn ich in den Urlaub fahre mach ich wenigstens das WLAN aus.
 
@P4ge_2: Schon mal von Strafmündigkeit gehört? Kinder unter 14 sind schuldunfähig, d.h. wenn sie dem Nachbarn das Auto anzünden, dann bleibt der auf dem Schaden sitzen. Ab 14 sind Kinder individuell strafrechtlich verantwortlich, d.h. wenn sie dem Nachbarn das Auto anzünden, dann werden sie bestraft. In beiden Fällen passiert den Eltern nichts (solange sie das Kind nicht aufgehetzt haben). Wenn aber Kinder eine Datei Katzenvideo.mp4 runterladen, dann werden die Eltern bestraft wenn dadurch Urheberrechte anderer betroffen sind. Das ist eine kranke Rechtsprechung.
 
@P4ge_2: Du schaltest jedesmal Dein WLAN im Router aus, wenn Du das Haus verlässt? Unglaubwürdig. Wäre aber die logische Konsequenz. Aber selbst dann könnte Dein Router gehackt worden sein - Meldungen zu Routerlücken gab es in letzter Zeit genug. Nützt Dir aber nichts. Du bist trotzdem ein Verbrecher...
 
@P4ge_2: Warum? Das W-LAN ist VERSCHLÜSSELT. D.H.: der Typ der sich ungefragt Zugang dazu verschafft muss diese Verschlüsselung KNACKEN und entsprechend einiges an krimineller Energie aufwenden. DER gehört bestraft, nicht ich weil ich "gehackt wurde". W T F hast du für eine kranke und abartige Rechtsauffassung?!

Klar würde ich bei einem 2 Wochen trip den Router ausmachen. Aber nicht weil sich angst hab das sich nen Spaten reinhackt (Tip: das kanner auch wenn ich daheim bin) sondern weils sinnloser Stromverbrauch ist.
 
@Aerith:

Ich stimme vollkommen zu das die Schuld und nicht die Unschuld bewiesen muss. Aber dennoch möchte ich anmerken das die Begründung "ich war nicht da" nicht als Beweis der Unschuld gelten kann. Ist ja nicht so das sowas auch ohne Anwesenheit funktioniert und das sowas auch von Außerhalb bedient werden kann. Ob nun von dritte oder von selber.
 
@Nunk-Junge: Punkt 1.: Ja wenn ich mein Haus verlasse ist der Router aus, genauso wie alle anderen technischen Geräte. Und mit Aus meine ich nicht Deep Sleep, sondern Total aus, kein Strom.
Wenn hier einige Leute meinen die Unschludsvermutung wurden umgekehrt, oder der BGH hat keine Ahnung. Schaut doch erstmal in das Original Urteil, ok für die meisten wird das sehr schwer werden, weil man sehr viel Text lesen muss, aber man versteht sehr schnell warum die 3 Parteien verloren haben.

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2015&Sort=3&nr=71292&pos=0&anz=93

@Aerith: "W-LAN ist VERSCHLÜSSELT", was für ne billige ausrede ist das denn? Um mein Haus herum komme ich locker in 3 von 5 Netzen, weil die Bewohner noch WEP nutzen und bei den letzten beiden kenne ich 1 Passwort (ala 123456). Sowas als verschlüsselt und sich zu bezeichnen ist einfach nur dumm. Wenn es um Vorschriften zum Arbeitsschutz, Mindestlohn, Bauvorschriften oder StVo und Steuergesetze geht, da wird bis in die hinterste Ecke alles geklärt. Hier werden Leute verurteilt weil sie A Fahrlässig und B Unzureichend sich geschützt haben. Das wird dann halt bestraft. Wenn ich mich unbefugt an fremden Wohnungstüren nachts um 3 zu schaffen machen, muss ich auch mal mit einem Schuss rechnen. GANZ EINFACH.

"DER gehört bestraft, nicht ich weil ich "gehackt wurde""

Genau, immer die Schuld bei den anderen Suchen. Wenn deine Waffe für einen Mord benutzt wird, wirst du auch bestraft, wenn du einen zu leichten zugang gewährt hast. Selbes Prinzip.

Wer hier flennt, dass sind die Leute die am meisten schiss vor solchen Anklagen haben. Verhaltet euch normal, rechtschaffen und tut alles zur Gefahrenvermeidung, dann passiert sowas auch nicht.

BTW, 15 x 200,-€ mussten alle zahlen. Das ist auch nen Witz. Warum regt ihr euch eigentlich auf. Zulange (>3Std) Parken (Parkschein) kostet schon 30,-€ , da ist das doch noch vollkommen ok.
 
@Andy2019: Sobald sich dritte in dein Abgesichertes W-LAN hacken sollte man als Besitzer eben NICHT haftbar gemacht werden.
Sehen die Menschen nicht das der Hacker, der Sicherheitsmaßnahmen durchdringt der eigentliche Kriminelle ist?!

Natürlich kann man den PC via remote control auch ausm Urlaubsort steuern und saugen lassen, es wäre an der Log firma das nachzuweisen.

Wie ich sagte: nur eine IP Adresse genügt eben NICHT um zweifelsfrei festzustellen ob der Anschlußinhaber eine Straftat begangen hat.
 
@P4ge_2:In diesen 3 Fällen haben sich die Leute in Zeugenaussagen widersprochen und sich daher selbst ans Messer geliefert.
Fall1: Klingt so als ob die Kinder nicht mal wussten das man angeblich im Urlaub war.
Fall2: Niemand sonst hatte Zugang/admin Rechte zu einem erwiesenermaßen eingeschalteten Recher.
Fall3: ist Grenzwertig. Hier würde man mehr Details benötigen um zu urteilen was die Mama der Tochter explizit gesagt hat. Rechnerüberwachung ist schwachsinn, nicht alle .torrent clients muß man installieren.

" Wenn deine Waffe für einen Mord benutzt wird, wirst du auch bestraft, wenn du einen zu leichten zugang gewährt hast. Selbes Prinzip."

W-Lan verschlüsseln == Waffe in einen Safe packen und abschließen. Mehr kann man als normaler, nicht technisch versierter user nicht tun. Wie gesagt W-LANs können auch gehackt werden wenn du daheim bist und otto normal DAU wird das ganz sicher NICHT merken.

PS: Ich flenne nicht, ich nutze, im Gegensatz zu dir, mein Gehirn und sehe das hier von technisch nicht versiertem Personal einfach zu viel gefordert wird.

Auch habe ich keine .torrents laufen weil ich mir der damit verbundenen Gefahren im Klaren bin. Meine wilden *arrrr* Piratenjahre liegen schon länger hinter mir.

W-Lan nutze ich für mein Smartphone dennoch, WPA2 verschlüsselt, was mein Router als "sehr sicher" angibt. Router PW ist eine sinnlose 12 stellige alphanumerische kombination incl Sonderzeichen und Groß/klein. Happy bruteforcing.

PSS: Danke fürs raussuchen des Original links.
 
@Aerith:

Ich möchte dir ja nicht widersprechen. Und gerade in deinem letzten Satz stimme ich dir absolute zu.

Ich möchte nur als Denkaufgabe die Frage andersherum stellen. Falls die IP eindeutig den beschuldigen bestimmen sollte, dann ist die Aussage "War im Urlaub" (selbst wenn bewiesen) nicht gleichzusetzen mit bewiesener Unschuld. ;)
 
@Andy2019: Anno 2015 kann ich auch vom Hotel im Ausland aus meinen Heimrechner via TeamViewer / vnc etc steuern und lustig fröhlich weitersaugen lassen, sofern die Kiste sich nicht aufhängt.

Die Technologie ist vorhanden um ein "war im Urlaub" nutzlos zu machen.

Genausogut kann aber auch wirklich ein dritter das noch laufende WLAN gehackt haben und Sauerei betreiben.

Man weiß es halt nicht und deswegen sage ich: "Eine IP allein genügt eben nicht um die Schuld eindeutig einer Person zuzuordnen". Dazu müsste eine forensische Analyse des Rechners her um zu sehen ob die Datei da vorhanden ist / war.
 
@P4ge_2: Und du machst dich dennoch strafbar, wenn du dich in andere WLAN Netze einloggst, auch wenn sie KEIN Passwort benutzen> Solange die Person es nicht bewirbt, dass man es nutzen darf. Schau einfach mal ins BGB :>
 
@StefanB20: Uhh jetzt bekomme ich Angst :P

Ernsthaft, solche unsicheren WLAN Netze gibt es zuhauf, deshalb habe ich auch kein Mitleid für solche Familien. Wer so Bilnd durchs IT-Leben geht, muss einfach bestraft werden.

@Aerith: "PS: Ich flenne nicht, ich nutze, im Gegensatz zu dir, mein Gehirn und sehe das hier von technisch nicht versiertem Personal einfach zu viel gefordert wird."
Du nutzt dein Hirn? Scheint aber wenig bei raus zukommen. Tja muss ja auch einfache Menschen wie dich geben.

Überlegt dein Prinzipwaffenschrank mal weiter... Wo liegt in der Regel der SChlüssel/Pin dafür, richtig auf dem Schrank. Die meisten Menschen sind halt einfach faul und dumm.
 
@Klaus-Bärbel: Unschuldig, bis die Schuld bewiesen ist! Deshalb "Gute Nacht Rechtsstaat". Die Familie im Urlaub kann nicht für etwas bestraft werden, was sie nachweislich nicht getan haben können. Die Geschichte mit der 14-Jährigen Tochter ist zweischneidig. Und das bei IP-Adressen auch mal Zahlendreher passieren, kann einem jeder Admin sagen, der schonmal im Netzwerk konfiguriert hat. Also auch hier ist der angebliche Täter dazu verpflichtet, seine Unschuld zu beweisen.

In einem Rechtsstaat läuft es anders herum. Da muss die Schuld bewiesen werden. Und zwar eindeutig.
 
@Klaus-Bärbel: Wenn alles so war, wie in dem Artikel steht, dann ist der Rechtsstaat sowas von untergraben, dass ich Ihre Frage überhaupt nicht nachvollziehen kann. Was gibt es hier zu begründen? Dieser Artikel ist bereits eine Begründung.

In einem Rechtsstaat ist man unschuldig, bis die schuld bewiesen ist. Ich sehe nicht, dass hier nur im Ansatz die schuld bewiesen wurde. Hier gab es höchstens für kurze Zeit einen Verdacht, der später entkräftet wurde. Falls dieser Artikel nur zur Hälfte stimmt, wurde hier der Rechtsstaat mit Füßen getreten. Bestätigt aber auch meine Erfahrung mit dem Gerichtssystem in Deutschland. Ich wurde im Leben nur ein mal verklagt, da ging es zwar um eine deutlich kleinere Geldstrafe, aber es geht um das Prinzip. Da gab es auch keinen Beweis gegen mich, aber trotzdem wurde mir eine kleine Geldstrafe verdonnert, ohne dass ich im überhaupt beim Gericht teilgenommen habe. Einer hat behauptet etwas gesehen zu haben, ich wurde nicht mal gefragt und durfte nachher nur 120 EUR Geldstrafe zahlen. Darum glaube ich irgendwie auch alles, was in diesem Artikel steht. Entspricht auch meiner persönlichen Erfahrung.
 
@yournightmare: Leider war es NICHT so wie es im Artikel steht. WF hat hier SEHR nachlässig recherchiert und stellt Sachzusammenhänge schlichtweg falsch dar.
Fakt ist das die Störerhaftung nicht greift da sich die Parteien in Zeugenaussagen widersprachen und dadurch Lügen aufflogen.

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2015&Sort=3&nr=71292&pos=0&anz=93
 
@Aerith: Ich sehe da keine aufgeflogene Lügen und Widersprüche. Ich sehe nur inkompetente Richter. Danke für den Link, aber die Meinung, dass WF hier schlecht recherchiert hat, kann ich nicht teilen.
 
@yournightmare: Also wenn die Kiddies der Familie befragt werden und nichtmal jemand weiß wann man nu genau im Urlaub war, und wenn nicht mal ein Fährenticket/Hotelrechnung whatever vorhanden ist, steht im Grunde genommen Aussage gegen Aussage, nur das die anderen auch noch die vom ISP bestätigte IP in der Pfote haben.
 
@Aerith: Da steht nur, dass die nicht beweisen konnten, dass die im Urlaub waren. Das bedeutet nicht, dass die keine Rechnung zeigen konnten, auch wenn die das wahrscheinlich wirklich nicht vorweisen konnten. Über Aussagen der Kinder habe ich dort auch nichts gefunden.

Ich sehe hier auch keine Aussage gegen Aussage. Es ist eine IP-Adresse die den Angeklagten angeblich identifizieren soll, wo es schon oft zu Fehlern gekommen ist, gegen die Aussage des Angeklagten, der laut Gericht angeblich nicht nachweisen konnte, dass er im Urlaub war.

Gab es den eine Untersuchung des PCs? Sehe ich nichts von. Da kann man doch gut sehen, wann der Rechner jemals hochgefahren wurde. Wie es mit der Untersuchung des Routers? Da sieht man doch an der MAC welcher Rechner damit jemals verbunden war. Auch hier sehe ich nichts davon im Gericht. Hier hat scheinbar keine Untersuchung jemals stattgefunden. Vielleicht verdächtige ich die Richter unberechtigt. Das passt aber zu gut zu meiner Erfahrung. Ich wurde in einem sehr viel kleineren Fall auch mal verklagt. Ich war nicht mal im Gerichtssaal.
 
@yournightmare: Hausdurchsuchung + Beschlagnahmung + Forensische Untersuchung inkly das knacken von Vollverschlüsselten laufwerken?!

Das würden die Abmahnhaie niemals durchkriegen und das wissen sie. Deswegen nutzen sie ja das Abmahnsystem so schamlos aus und hoffen das die Leute aus Angst zahlen. Ein paar Fälle werden der Show halber vor gekaufte Gerichte gezerrt damit die nächsten abgemahnten Schäfchen schön angst haben und artig zahlen.
 
@eAndy: Wenn man sich die Medienberichte so durchliest wird klar, dass der BGH mal eben die Unschuldsvermutung außer Kraft gesetzt hat. Selbst ein falsch geschriebener Name winkten die Richter durch.
 
Da freuen sich die Abmahnanwälte wieder...
 
@Feigling: aber nur wenn die abgemahnten keinen guten anwalt haben...siehe fall urmann...
 
wieder mal ein recht mangelhafter artikel mit viel zu wenig hintergrundinfos, aber hauptsache eine fetten schlagzeile, die auch noch falsch ist...zb: war der router der urlauber während ihrer abwesenheit eingeschaltet oder aus?...
 
@Rulf: "In dem Rechtsstreit I ZR 75/14 ist das Vorbringen des Beklagten, er und seine Familie seien bereits am 18. Juni 2007 in den Urlaub gefahren und hätten vor Urlaubsantritt sämtliche technischen Geräte, insbesondere Router und Computer vom Stromnetz getrennt, durch die Vernehmung der beiden Söhne des Beklagten und seiner Ehefrau nicht bewiesen worden. Der Beklagte ist für die Verletzungshandlung auch als Täter verantwortlich. Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, der Beklagte habe nicht dargelegt, dass andere Personen zum Tatzeitpunkt selbständigen Zugang zu seinem Internetanschluss hatten und deshalb als Täter der geltend gemachten Rechtsverletzungen in Betracht kommen. Damit greift die tatsächliche Vermutung der Täterschaft des Inhabers eines Internetanschlusses ein. "
 
@Chosen_One: Zu deutsch - man hat dem Beklagten einfach nicht geglaubt. Selbst dann nicht wenn er eine Eidesstattliche Erklärung abgegeben hätte.

Das ist nur noch pervers......
 
@LastFrontier: ne da ist garnix pervers. Sie hätten einfach nur beweisen müssen nicht zuhause gewesen zu sein. Das fehlte scheinbar. Wenn man im Urlaub ist gibts danach Rechnungen, belege, EC Karte Buchungen etc pp. notfalls ne Logdatei der Fritzbox das zu dem Zeitraum tote hose war.... Ich versteh dein Problem nicht, wenn es heißt das man als Anschlussinhaber haftet ist das erstmal so, war man es nicht sollte man es belegen.
 
@Cosmic7110: Mein Schiegervater, inhaber eines Analogen Festnetzanschlusses; kein Computer oder Smartphone, erhielt zwei Abmahnungen von zwei Kanzleien wegen Filesharings.
Blöde an der Sache: Schiegervater war zu diesem Zeitunkt (da wäre er 89 geworden) bereits zwei Jahre tot!!!!
Der Anschluss und die Adresse selbst existierte schon 4 Jahre nicht mehr, da Schwiegervater bereits in einem Pflegeheim war. Obwohl beide Kanzleien auch räumlich weit auseinander sind und nichts miteinander zu tun haben, ging es um den gleichen Film. Die Abmahnungen lagen ca. 14 Tage auseinander. Erst mit Anzeige bei der Staatsanwaltschaft und Androhnung einer Nichtfeststellungsklage war ruhe im Schacht.

Eine Freundin von mir erhielt eine Abmahnung. Zum Zeitpunkt der Tat war sie tatsächlich in Urlaub und konnte dies auch belegen. Hat überhaupt nichts geholfen - ging bis vor Gericht (München) und hat verloren.
Eine andere Freundin hat innerhalb eines Jahres 16 Abmahnungen bekommen. Trotz Logfiles und fehlender technischer Voraussetzungen ging das auch vor Gericht. Bereits in den Vorverhandlungen war das zum scheitern verurteilt. Denn bei jedem Argument hat der Richter sofort mit einem kostenpflichtigen Gutachten zu lasten der Klägerin gedroht. Auch hier hat nur die Androhnung einer negativen Feststellungsklage geholfen.
Jetzt kommst du.....

Die Rechtslage (weil eben Zivilklage) ist erst mal gegen den Anschlussinhaber. Und Beweise werden als unglaubwürdig hingestellt.
Und nachdem ich weiss wie "Logger-Buden" arbeiten, und diese auch noch von Gerichten bedingungslos anerkannt werden, ist der Manipulation Tür und Tor geöffnet.

Richtig wäre: ein Filesharer der erwischt wird, dem wird auch sofort das Gerät beschlagnahmt. Der Knackpunkt dabei - kein Richter stellt so mir nichts dir nichts einen Durchsungungsbefehl aus. Da muss er schon ganz genau prüfen ob die Gründe ausrechend sind.
Beim zivilen Auskunftsverfahren jedoch werden die Anträge durch die Richter nicht auf Zulässigkeit geprüft. Die Richter verlassen sich hierbei zu 100% auf die Antragsteller (Abmahnanwälte).
Würden diese Anträge nämlich ernsthaft gegengeprüft, dann würde es durchschnittlich 50 Jahre bis zu einem Prozess wegen Filesharings dauern. Diese Durchwinkpolitik hat es auch erst möglich gemacht, dass Anwälte wie Urmann so absurde und hirnrissige Abmahnungen loslassen können.

Aus diesem Grunde werden Filesharingverfahren auch von den Staatsanwälten noch nicht einmal angenommen - das würde die gesamte Justiz lahmlegen. Hierzu gibt es auch ganz klare Anweisungen von den Justizministerien.

Du siehst also das hier ein vollkommen krankes System am laufen ist.
Auf der einen Seite wird bereits durch die Bundesjustiz jede Verfolgung von Filesharern per Anweisung ignoriert, gleichzeitg darf jeder über Zivilklage rumkaspern wie er will.

Und jetzt denke mal über das Abmahnmodell ganz gründlich nach:
Ich besorge mir via Logging 5.000 Opfer. Via Serienbrief schicke ich denen alle eine Abmahnung und fordere insgesamt 1000.- €.
Wenn nur 10% aus angst zahlen, habe ich 50.000.- geschnappt. Bei höchstens 10.000.-€ Einsatz. Weitere 10% zahlen nach dem dritten Schreiben. Den Rest schmeiss ich weg - und niemand kann dir an die Karre pinkeln.
Grosse Abmahnkanzleien machen Millionenumsätze - monatlich.
Da gründe ich sogar eine eigene Log-Firma und mit den Richtern an meinem Amtsgericht gehe ich jeden Tag essen......

AEG - Aus Erfahrung Gelernt....
 
@LastFrontier: In dem Fall mit der Urlaubs-Sache haben die sich wohl bei der Berufungsverhandlung vor dem OLG Köln (AZ: 6 U 210/12) in Widersprüche verstrickt, niemand konnte sich genau daran erinnern, wann sie genau im Urlaub waren, sie haben wohl angeben, dass sie zu viert mit dem PKW nach Mallorca sind für eine Woche und scheinbar keinerlei Belege dafür gehabt (Weg, Fähre usw.).
Auch wenn generell durchaus die Abmahnpraxis usw. kritisiert werden darf, so ist in diesem Fall (die beiden anderen hab ich mir nicht angeschaut) alles völlig ok gelaufen, wenn die alle nix genaues zum Urlaub auf Mallorca sagen können (Wo war die Finka, wie ist man dorthin gekommen, wann war man überhaupt dort), und teilweise unterschiedliche Sachen erzählen, dann wird denen halt nicht geglaubt...
Gerne auch im Urteil des OLG Köln AZ: 6 U 210/12 nachzulesen, ab Absatz 32...
Link: http://openjur.de/u/726623.html
 
@bigbang514: Bei der Familie die in Urlaub war ging es um 2.200 Downloads. Im zweiten fall ging es um 400 Downloads und die 14 jährige Tochter war sich angeblich nicht bewusst, dass das illegal ist.
Und im dritten Fall war es der Sohn, der angeblich das Passwort des Rechners nicht kannte.
In allen drei Fällen konnten keine plausiblen Zeugen-Aussagen zu den Vorgängen gemacht werden bzw. waren widersprüchlich.
 
@Chosen_One: das steht aber so nicht im artikel und ist wenn das so in der urteilsbegründung steht auch kompletter unsinn...das würde ja bedeuten, daß man bei abwesenheit alle seine geräte im tresor verstauen müßte...dann wäre man ja zb auch wegen beihilfe dran, wenn ein straftäter das tatwerkzeug vorher aus einer wohnung gestohlen hat...das ist imho eine recht abenteuerliche rechtsauffassung...
 
@Rulf: warum das denn? Du musst doch nur belegen das du zum angegebenen Zeitpunkt garnicht über deinen Anschluss etwas hättest Laden können.
 
@Cosmic7110: Ausschalten des DSL-Routers vor Zeugen zum Urlaubsantritt. Am besten lass ich mir vom EVU die NHs im HAK ziehen und zur Sicherheit den Anschluss vom ISP sperren. Könnte man ja auch gleich als Urlaubs-Special anbieten.
Ja, ich übertreibe bewusst.
 
@Chosen_One: Klar, "vom EVU die NHs im HAK ziehen" ist immer eine tolle Sache. Was auch immer das bedeuten mag.

Fragen wir mal Google (jeweils ds erste Ergebnis)
EVU = Eidgenössischer Verband der Übermittlungstruppen
NH = New Hampshire
NHS = National Health Service
HAK = Handelsakademie

Also vom " Eidgenössischer Verband der Übermittlungstruppen die National Health Service im Handelsakademie ziehen" :)?
 
@DailyLama: er meint das Energieversorgungsunternehmen... Warum hier nun aber wieder so polemisch argumentiert werden muss verstehe ich nicht. Sowas ist nicht nötig da es genug nachweise gibt das man selber im Urlaub war. Letzten endes sollte der Anschlussinhaber schon dafür sorgen das unbefugter Zugriff nicht möglich ist bzw die Personen kennen die Zugriff haben auf seinen Anschluss. Ist beim PKW nicht anders.
 
@Rulf: God save the Störerhaftung!
 
@Rulf: So ein quatsch - ein Internet der Dinge erfordert dass der Router immer an ist. Oder wie willst du denn im Urlaub dann deine WebCam zur Hausüberwachung ansehen? Und wie soll der Anrufbeantworter deines IP-Anschlusses noch funktionieren? Wie komme ich dann noch an meine Daten auf meinem Cloud-Speicher zu Hause ran? Wie steuere ich dann noch meine Rollos, Heizung, Bewässerungsanlage etc ????

Viele technische Möglichkeiten kannst du mittlerweile nicht nutzen, nur weil irgendein idiotischer haufen dir ans Bein pinkeln will. Urheberrecht, Rechteverwertung, Leistungsschutzrecht sind die wahren Blockaden des Internet und auch des Fortschrittes.
Ein bisschen Nachdenken würde da helfen.
 
Hat jemand ein aktenzeichen oder link wo man das urteil lesen kann?
 
@MarcelP: Normalerweise wohl Bundesgerichtshof.de ->Entscheidungen, aber die Seite ist im Moment nicht zu erreichen.
 
@MarcelP: 3 Aktenzeichen, weil 3 Fälle: I ZR 19/14, I ZR 21/14, I ZR 75/14
Von tagesschau.de
 
@MarcelP: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&anz=493&pos=5&nr=71292&linked=pm&Blank=1
 
@MarcelP: Ich danke euch 3 für die Aktenzeichen bzw. Links :)
 
Der beste Rechtsstaat den man sich für Geld kaufen kann!
 
deutliches Zeichen dafür,das der Content auch das Rechtsystem schon unwandert hat.
 
Hätte jemand was anderes erwartet ? "Man pisst ja auch nicht seinem Geldgeber ans Bein"

Soviel zu Demokratie und Rechtsstaat.

Dann wird es ja nicht mehr lange dauern, bis die Regensburger Kanzlei auch wieder aus der Versenkung kommt...
 
D.h. man wird jetzt selbst haftbar gemacht wenn man garnicht zuhause war. Oder anders gesagt wenn ich nen Wisch wegen angeblichen Filesharing bekomme kann ich direkt bezahlen obwohl ich eigentlich garnichts gemacht habe? Muss ja nur jemand nen greul gegen mich hegen und ich habe keine Chance was dagegen zu tun.
 
@lurchie: Nein. Man muss dazu noch keinerlei Beweise für sein Alibi haben und sich zusätzlich in Widersprüchen verstricken.
 
Versteh ich nicht...woher kommen denn immer noch die Daten zu der IP? Normalerweise sollte doch der ISP hier nix mehr speichern, und schon gar nicht eben mal so herausgeben! Ich glaube dann wäre es schnell vorbei mit staatlicher Willkür und Abmahnanwälten!
 
@legalxpuser: soweit wie ich das verstehe behalten einige ISP die IP-Liste für einige Zeit - im Normalfall bis zur Abrechnung. Heutzutage scheinen die Gerichte auch nicht mehr so überlastet und geben relativ schnell ein Auskunftsverfügung raus. Ich habe einen Fall gesehen wo das ganze innerhalb von 2 Wochen abgewickelt war.
 
@MarcelP: naja...normal sollten die Daten bei ner Flaterate sofort gelöscht sein. Heißt ich starte Router neu, bzw. schalte ihn aus und wieder an -> neue dyn. IP, Daten zur alten gelöscht! Versteh nicht warum die das nicht gebacken bekommen.
 
@legalxpuser: Das sind ja alles mehr oder weniger alte Fälle, bei denen das mit der Speicherung der IPs wohl anders war. Der "Urlaubs"-Fall war wohl im Juni 2007...
 
@legalxpuser: bei einem Fall bei mir, wurden ein Kollege von einer Mahnfirma angeschrieben, die behaupteten, dass Sie die Adressdaten via IP von der D-Telekom haben. Mein Kollege hatten aber bei der Telekom nie einen Anschluss, sondern bei der Konkurenz. Danach auch bei der Telekom angerufen, dort wurde bestätigt, dass die Adressdaten nur der Provider selbst raus geben kann und die Telekom in diesem Fall nichts speichert. Dann gleich noch bei seinem Provider angerufen und dort lag auch keine Auskunft vor, dass Adressdaten angefordert wurden. Da kommt die Frage auf, wie kommen die an solche Daten wenn weder die Telekom sowas wusste noch der eigene Provider einen entsprechenden Gerichtsbeschluss hatte.
 
Die Programme mit denen das Protokolliert wurde abeiten im Gegensatz zu anderen Programmen sicherlich Fehlerfrei und ohne Bugs. Natürlich von einem vereidigten Sachverständigen bestätigt. Hier macht sich das BGH lächerlich denn wie Jedermann (also auch der verlogene ähh vereidigte Sachverständige) Computer nutzt aus eigener Erfahrung weiß gibt es keine Fehlerfrei Software.
 
@Ungorobeast: Ich unterstelle sowieso das nicht in jedem Fall die IPs von einem Filesharing-System kommt. Wer kann beweisen das die Firmen sich die IPs nicht über andere Wege besorgt haben? Irgend ein Tracker auf einer Homepage, irgendwelche Behauptungen und schon kann man teils Leute haftbarmachen die froh sind wie ein PC angeht.
 
@MarcelP: Es ist noch einfacher: In bestimmten Regionen werden ja bestimmte IP-Adressen vergeben, sehr viele Leute sind Telekom-Kunde, und es existieren vorgegebene Maximalzeiten, wie lange die Provider die Adressen speichern dürfen.

Also brauche ich mir als Abmahner doch lediglich IP-Adressen passend zum Wohnort generieren zu lassen, und dann hau ich die Anschreiben raus - wenn ich sicher sein kann, dass da bereits keine Logs mehr beim Provider existieren, weil die Speicherfrist abgelaufen ist. In den Schreiben gehe ich pauschal von Telekom-Kunden aus, und so erreiche ich problemlos eine ziemlich große "Zielgruppe", von denen viele aus Unwissenheit und Angst vor Konsequenzen direkt zahlen. Selbstverständlich schreibe ich da noch mit rein, dass die "unabhängige" Loggerfirma XY mit einer unfehlbaren Software zu diesem Ergebnis gekommen ist, und schon habe ich meine unfreiwilligen Neukunden im Sack.

So funktioniert dieses Business.
 
War ja klar, dass sowas rauskommt. Ich habe einen PC also könnte ich auch damit Unsinn machen, oder wie jeder Waffenschein Inhalber natürlich erstmal ein Terrorist sein könnte. Ob ichs mache oder nicht, spielt bei denen keine Rolle. Einmal in den engen Maschen des Gesetzes und man hat keine Chance mehr. Die Abzocker und "Anwälte" provitieren nur davon. Gerichte haben da nichts entgegen zusetzen, weil sie sich mit der Materie überhaupt nicht auskennen (wollen). JA, diese dubiosen Anwälte werden aus diesn Urteilen wieder Profit schöpfen wollen, die nächste Abmahnwelle lässt nicht lange auf sich warten. Demokratie ist ein großes Wort, nur in Deutschland herrscht diese schon lange nicht mehr. Wir werden von vorne bis hinten bespitzelt und Benutzerprofile erstellt. Wenn ich schon so einen Mist lese wie: Merkel: Deutsche sollen Datenschutz für die Wirtschaft aufgeben - was denn aufgeben, was nicht da ist? Der kleine Bürger wird immer der Dumme sein, mit dem sie machen können was sie wollen!
 
Dann können ja Abmahnanwälte jeden zur Kasse bitten unabhängig davon ob von der jeweiligen IP filesharing betrieben wurde oder nicht. Die Beweislast liegt dann immer beim Abgemahnten, oder?
 
Das Bundesgerichtshof urteilt ja, in meinen Augen, sehr oft "gut".

Diese Urteile verstehe ich jetzt nicht wirklich,
da ist die News mitschuldig -> hat sehr wenig Informationen!

Mich würde mal interessieren wie die Begründungen aussahen,
vor allem für den Fall mit dem Urlaub und dem Bürorechner.

Bleibt jetzt nur noch der Europäische Gerichtshof der diese Urteile einkassieren könnte!
Ich würde mir wünschen das jeder diesen Schritt weitergeht,
sie können ruhig einen Spendenaufruf starten, um dies zu realisieren.
 
@aladdin: Also besonders im Fall "Urlaub" konnten die Beklagten nichts liefern, um zu untermauern, dass sie im Urlaub waren und haben ihre eigene Glaubwürdigkeit zusätzlich untergraben, weil sie sich in Widersprüchen verstrickten.
 
was ist wenn die person gehäckt wurde, und er das ausnutz????
 
@ugurano: Personen können nicht gehäckt werden, nur Hardware aus deren Besitz ;-)
 
@ugurano: Hätte man die Personen gehackt, würden sie wahrscheinlich nicht mehr leben ;-)
 
Na dann gebe ich einfach die Wohnadresse meines Nachbarn an und sage dem Staatsanwalt das der Besitzer des Hauses ein ganz, ganz böser ist und eine Bank überfallen hat. Mein Nachbar wird dann natürlich weggesperrt, weil er ja zweifelsohne als Bewohner des Hauses ermittelt werden kann. Ob er die Tat begangen hat und ob der Banküberfall überhaupt stattgefunden hat, wird nicht geprüft. Er wohnt ja dort. Dieser Umstand und meine Aussage sind doch Beweis genug. Das Geld das er zurückzahlen muss, teile ich mit einem befreundeten Banker. Zur Not gründe ich noch eine Firma, dann wird meine Aussage unwiderruflich und mein Nachbar hat selbst vorm BGH keine Chance aus der Nummer raus zu kommen ;-) Absurd, aber im Grunde nichts anderes als die Fälle oben.
 
Also Fall 1 kann ich 0 nachvollziehen. Wenn die im Urlaub waren, konnten sie das bestimmt auch an Hand von Buchungen/Rechnungen/Konto Auszügen nachweisen. Das IPs gehandelt werden um Kohle zu machen ist ja nichts neues. Bekomme sehr oft ünseriöse Rechnungen oder Abmahnungen die bei nicht drauf reagieren sich in wohlgefallen auflösen. Den dritten Fall sehe ich allerdings als Ok an. Ich finde es schon krass, wie selbstverständlich die Kids von heute mit Kopien rum hantieren. Für die einfach selbstverständlich. Das Filesharing Netz der Kids heisst Whatsapp und Bluetooth. Auch wenn hier jetzt andere anderer Meinung sind: Wenn die Kids klauen oder ein Haus anzünden, können die Eltern auch nicht sagen das sie das Kind über die Unrechtmässigkeit aufgeklärt haben und die Sache ist damit vom Tisch.

Fall Nr. 1 lässt mir jetzt aber keine Ruhe: An Hand des Urteils können Abmahnanwälte die sau raus lassen.

Edit: Ok, habe jetzt die Urteile und Begründungen gefunden. Hier wird viel heisse Luft um nichts gemacht. Die Beschuldigten waren allesamt wenig glaubwürdig.
 
@Akkon31/41: Die IP´s müssen nicht mal gehandelt werden. Die Adressbereiche der Provider sind kein Geheimnis und mit einem simplen Ping findet man heraus, ob da gerade ein User online ist. Probieren Sie es selbst aus. Schauen Sie nach welche Adresse ihr Router vom Provider bekommen hat, öffnen Sie ein Dos-Fenster (Command Prompt) unter Windows bzw. eine Konsole unter Linux und geben Sie "ping www.xxx.yyy.zzz" ein, wobei www.xxx.yyy.zzz für ihre Adresse steht und sie bei jedem Versuch zzz um eins erhöhen. Bekommen sie eine Antwort, ist dort einer online und sie hätten eine Adresse die sie "verwerten" können.
 
@Akkon31/41: Was heisst den "wenig glaubwürdig"? Waren sie es oder nicht? Konnte es eindeutig nachgewiesen werden? Ich kenne noch den alten naiven Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten". Aber wenn ich die anderen Kommentare dazu lese, dann hat der wohl nichts mit den aktuellen Fällen zu tun, da es sich hier wohl nicht um ein Rechtssystem handelt.
 
@K-Ace: Oben ist ein Link zu den Fällen gepostet. Dort kann man alles nachlesen. Den Leuten wurde nicht geglaubt.
 
@K-Ace: also zum Urlaubsfall ist das ganze in der Berufungsverhandlung vom OLG Köln nachzulesen, AZ: 6 U 210/12. Ab Absatz 32 wird beschrieben, warum sie als wenig glaubwürdig eingestuft wurden...
http://openjur.de/u/726623.html
 
@bigbang514: Danke für den Link. Lustig, wie immer wenn Leute sich vor Gericht einen zusammen lügen. :-D Letztlich ist die News hier wieder einmal nur heisse Luft. Sommerloch bei Winfuture.
 
Wer P2P nutzt dann selbst Schuld. Viele Börsenbesucher nutzen heute die VPN, One Click Hostern und Usenet. Da teilen sie ja auch keine IP automatisch mit.
 
korrupte Staatsdiener dumme Befehlsausführer, auf der anderen Seite die armen Musiker die nicht mit 1,2,3 Miliionen zufrieden sind, nein Sie bekommen den Hals nicht voll, Schade das es das Mittelalter nicht mehr gibt, ich wüsste genau was zu tun wäre :-))
 
Enttäuscht wird jetzt wohl nur sein, wer an dieses Regime noch positive Erwartungen knüpft.
 
Stell dir vor, jemand klaut dein Auto, fährt damit jemand vorsätzlich über den Haufen, der an den Folgen stirbt und begeht Fahrerflucht...

Die Polizei spart sich die Ermittlungen, der wahre Täter wird nie ermittelt, DU gehst für ein paar Jahre in den Knast... es war ja schließlich DEINE Karre...

Es gab mal Zeiten, da mußte man einem Beschuldigten die Tat zweifelsfrei beweisen, um ihn zu überführen. Inzwischen genügt es, wenn der Beschuldigte seine Unschuld nicht absolut zweifelsfrei beweisen kann, um ihn dranzukriegen.

Willkommen in Schilda <eg>
 
Also weiter mit VPN durch das www........
 
die richter gehen nach dem urteil davon aus das der anschluss nicht richtig gesichert war? etwa so wie jeder ins auto einbrechen kann? laecherlich....
 
@Bobbie25: Und weit mehr als 90% der Endnutzer sind nicht mal in der lage seine Geräte ordentlich abzusichern! Und auch diese sind weiter angreifbar! Jedes WLAN ist in wenigen Minuten zu knacken, wenn: Erforderliche Hardware (Linux-Notebook und frisierter WLAN-Router) und das entsprechende Hackertool als Software vorhanden ist. Kurze Beschreibung: Notebook und Router (frisierte Sendeleistung) starten und den zu hackenden Router mit der hohen Sendeleistung zu überlagern. Software starten und Schlüssel der enderen Endgeräte, die sich nun an meinem Router versuchen einzuloggen, loggen. Schlüssel habe ich nun bekommen, Sendeleistung runterfahren und mit geloggtem Schlüssel am Router des Opfers einloggen. Schutz davor: MAC-Adressen, keine Fremdteilnehmer zulassen. Aber auch MAC-Adressen kann man faken. Das man an einem Profi gerät, der das beherrscht, ist wie nen sechser im Lotto mit Superzahl.
 
@Roger_Tuff: Dazu muß man kein Profi sein. Die Anleitungen dafür findet man im Internet an jeder dunklen Ecke. Was die Befürworter der Störerhaftung noch nicht begiffen haben ist die simple Tatsache, daß prinzipiell JEDE Funkverbindung quasi mit Hausmitteln kompromittierbar ist, wenn der Angreifer nur genügend Geduld mitbringt.
 
@Bobbie25: Der Vergleich hinkt ein wenig. In ein ungesichertes WLAN muß man nicht einbrechen, man kann es einfach nutzen. Verglichen mit dem Auto wäre das Auto nicht abgeschlossen und der Schlüssel steckt im Zündschloß. Das muß man nicht erst knacken, man steigt ein und fährt los. ;)
 
Justiz im Sinne der Industrie! Deutschland- Nein Danke! Das wird immer schlimmer. Hier werden Gesetze gegeneinander abgewogen und das Verursacherprinzip ausser Kraft gesetzt.
Demnächst werden wohl Männer wie Freiwild der Vergewaltigung bezichtigt nur, weil sie die "Ausrüstung" dafür haben oder wie? Ich stimme starship völlig zu: "in dubio pro reo"- Im Zweifel für den Angeklagten; die Zeiten sind nun endgültig vorbei. Man kann sich nun glücklich schätzen, wenn nur keiner auf die Idee kommt, einen wegen irgendetwas zu beschuldigen oder wenn man bei der ganzen Datenspeicherei einfach durch`s Raster rutscht.
Und noch eins: Wenn das rechtens ist, dass einer einmal eine Leistung erbringt und dafür lebenslang Kohle kassiert, dann bräuchte ich keine Leistungen mehr erbringen!
 
Genau deshalb saugen alle weiter. Wenn sogar Anwälte, Gerichte und Richter sich in eine Grauzone begeben macht es der kleine Sauger von nebenan erst recht.
 
Mag sein das sich das abgedroschen anhört, aber "Rechtsstaatlichkeit" gibt es nur für "Die" die eine gute Lobby und die dicksten Portemonnaies haben. Eine "Gerechtigkeit" gibt es nicht mehr, davon dürfen wir kleines, dummes Wahlvolk nur Träumen. Es wird Zeit das dieser, in meinen Augen, korrupter Lobbyismus endlich einen Straftatbestand erfüllt und diese "Herrschaften" dort hin wandern wo sie eigentlich hin gehören, nämlich wo man den kleinen Mann den Prozess macht. Diesem Typ Individuen müsste es dann so ergehen wie "Nicolae Ceausescu"! Diese Lobbyjustiz geht über alles hinweg was das Grundgesetzes jedem einzelnen Bürger zusichert. Wehret den Anfängen!
 
@Cosmics: Wie, du willst diese Leute direkt in irgendeinem Hinterhof erschießen lassen? Das finde ich dann doch "etwas" übertrieben...
 
Merkel fordert von uns unempfindlicher gegenüber lockeren Datenschutzgesetzen zu sein und hier zockt man uns ab! Piraterie ist nichts tolles und ist mit Diebstahl gleichzusetzen aber wenn man nun doch im Urlaub war oder eben nicht aktiv wurde auf irgendwelchen Tauschbörsen und so zur Kasse gebeten wird ist das einfach nur schwach!
Wie Blitzen direkt hinterm 30er Schild.
Die Methoden der IP-Ermittlungen bleiben Fraglich...
 
yay Lobbyarbeit
 
Hierzu kann ich nur sagen: Es ist schon sehr befremdlich, wie Gerichte mit dieser Sache umgehen, es riecht da förmlich nach Unterstützung der Abmahnmafia. Natürlich ist es nicht gut, Leistungen, die bezahlt werden müssen, unrechtmässig zu nutzen, aber es muss und soll die Verhältnismässigkeit gewahrt bleiben. In Deutschland wird aber bei Eigentumsdelikten immer wieder härter als notwendig bestraft, hingegen bei Gewaltdelikten zu milde. Das führt bei vielen zu einem Verlust des Rechtsempfindens, und da müsste unsere Regierung schnellstens etwas tun. Wenn mir jemand solche Abmahnbriefe schicken würde, werde ich sie nie bezahlen und es auf eine Gerichtsverhandlung ankommen lassen. Wenn man gute Gegenbeweise hat, sollte man nicht nachgeben, sonst macht man es diesen Gangstern nur zu leicht. Zur Not kann man bei wenig Geld ja auch die Eidesstattliche Versicherung abgeben und hat dann erst einmal Ruhe.
 
Wer immer noch nicht begriffen hat, das Filesharing besser ganz zu unterlassen ist, oder wenn, dann nur mit Ausländischem VPN ist selber Schuld! Heutzutage regieren die One-Click-Hoster! Da könnt ihr runterladen bis ihr Schwarz werdet, da kommt die Contentindustrie nicht an euch ran ;)
 
@John_Dorian: Das geht nur solange gut, bis die Abmahnindustrie eine Gesetztesänderung durchdrückt. Dann wäre u.U. bereits der reine Download strafbar.

Wenn die Filesharer ausreichend ausgedünnt sind und dort nichts mehr zu holen sein wird, könnte genau das passieren. Mich würd's jedenfalls nicht wundern. Wehe dem, der dann bereits eine entsprechende Sammlung sein eigen nennt...
 
@starship: Das wird aber sehr sehr schwer, denn viele Hoster stehen im Ausland, da hat GER nix zu melden. Zudem sind die Dienste ja Legal, da wird es dann noch schwieriger dran zu kommen. Seiten die im Ausland liegen sind sowieso nicht so einfach weg zu bekommen, siehe kinox.to die Behörden meinten ja, das sie wissen wo die Server stehen, haben aber kein Passwort um ihn abzuschalten, da sieht man, steht der Server im richtigen Land, bleibt er Online, ob GER das will spielt keine Rolle :)
 
wenn ich mir eine Radio-Lizenz kostet ansehe... 200€ pro Song ist ne sauerei. aber die Radio Gebühren würden die Rechtsanwälte nicht mal hinterm Ofen herholen...

Preis pro Hörer bei einem Tonträgeranteil von 81 bis 100% =
€ 0,0001 x 60 Minuten x Anzahl Stunden am Tag x 360 Tage
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