Neues Lenovo ThinkPad 10 mit Windows 10 & Stylus: Surface-Killer?

Der PC-Hersteller Lenovo hat mit dem neuen Lenovo ThinkPad 10 das erste Tablet angekündigt, das offiziell mit Windows 10 auf den Markt kommen soll. Das Gerät mit seinem 10-Zoll-Display basiert auf den neuesten Intel Atom-Prozessoren und könnte ... mehr... Lenovo, Lenovo ThinkPad 10, ThinkPad 10 Bildquelle: Lenovo Lenovo, Lenovo ThinkPad 10, ThinkPad 10 Lenovo, Lenovo ThinkPad 10, ThinkPad 10 Lenovo

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Ich habe da leider keine Erfahrung, daher die Frage, was ist der Vorteil von einem Digitizer gegenüber eine Stift wie diesem? http://www.amazon.de/dp/B0050OFF42/

Letzterer scheint auch recht genau zu sein. Benutze einen solchen momentan zum Schreiben auf meinem neuen Tablet :)
 
@Knerd: Mit einem Digitizer kann das Tablet zwischen Hand und Stift unterscheiden. Außerdem bieten die meisten Digitizer auch eine Unterscheidung verschiedener Druckstärken - soll heißen du kannst (sofern die Anwendung das unterstütz) verschieden dünne bzw. dicke Linien wie mit einem normalen Stift erzeugen.

Das Schreibgefühl ist mit so einem Digitizer deutlich näher an dem mit einem normalen Stift.
 
@Schnitz3l: Ok, danke für die Info. Für mich sollte ein Stift wie der von Wacom locker reichen. Da ich den eh nur zum schreiben auf dem Tablet benutzen möchte. Ich komme mit der normalen Tastatureingabe überhaupt nicht klar...
 
@Knerd: Damit lässt sich doch nicht schreiben. Die Stiftspitze ist viel zu dick, lässt sich daher nicht richtig positionieren, ist mWn nach gummiert, gleitet daher nicht gut auf Glas, du kannst den Handballen nicht auflegen und die Stiftspitze wird dir nicht angezeigt bzw lokalisiert. Dieser Stift ist einfach ein Fingerersatz. Du könntest genau so unpratikabel mit deiner Fingerspitze schreiben

Edit: Welches OS nutzt du? Du musst doch keine ganzen Wörter tippen. Die Wortvorschläge unter 8.1 sind doch nahezu perfekt - erzieherische Maßnahmen vorausgesetzt
 
@EffEll: Funktioniert mit Windows 8.1 super über diese Freihandeingabe ;) Die Eingabe mit den Wortvorschlägen ist für mich nicht das Wahre.
 
@Knerd: gerade wenn du "NUR" schreiben willst, kommst du an nem vernünftigen digitizer doch gar nicht dran vorbei. Alles andere ist doch spielerei
 
@Sebaer: Ich möchte nur die Freihandeingabe nutzen, das wars und die funktioniert mit den passiven Stiften ganz gut.
 
@Knerd: selbst dieser Stift: http://www.amazon.de/dp/B00AO1MH60 der einiges besser ist als das von dir gezeigte Modell hat nicht annähernd das FEEL wie ein Aktiver Digitizer!

Wie Schnitz3l schon schreibt, habe ich neben Druckstärken (weiche Linien) auch die erkennung ob die Hand aufliegt (was zumindest bei mir beim Schreiben immer so ist)...
 
@Knerd: Die bisherigen Antworten mit Druckstärke und der Hand/Stift-Unterscheidung stimmen zwar auch, der größte Vorteil eines Digitizers ist meiner Meinung nach aber die Genauigkeit. So ein Stift, wie du da verlinkt hast, ist im Grunde nur ein dünner Finger und ist von der Technik her auch eher für eine Touch-Oberfläche ausgerichtet. Warum dann nicht gleich den Finger nehmen? Naja, manche finden es angenehmer so einen Stift zu halten, das Display verschmiert nicht gleich und vllt hat man einfach zu dicke Finger für ne kleine Touch-Oberfläche. Die Spitze des Stifts ist außerdem ein gummiartiges, je nach Modell eher weiches Material. Insgesamt also nicht wirklich zum Schreiben ausgerichtet.

Ein Digitizer dagegen hat eine harte Spitze und gleitet damit über das Display fast wie ein echter Stift. Die Präzision ist dabei ähnlich hoch wie mit einer Maus, man kann bei guten Digitizern pixelgenau arbeiten.

Für ein paar Notizen in großer Handschrift, die ruhig auch mal etwas eckig sein dürfen oder für ein paar Kinderzeichnungen reicht so ein einfacher Stift sicher aus. Für Schönschrift, für mal ne etwas genauere Skizze mit dünnen, präzisen Linien oder auch für ernsthafte Grafikbearbeitung ist so ein einfacher Stift besonders wegen der Präzision keine Alternative, da kommt eben nur ein Digitizer in Frage.
 
@Tschramme86: Ich empfand es immer als deutlich angenehmer mit den eher weichen Filzspitzen auf meinem Wacom-Tablett zu schreiben/malen als mit den harten Plastikspitzen.
 
@Gordon Stens: Ja, den Gedanken hatte ich eben auch noch, wollte aber nicht noch mehr schreiben. Die harte Spitze auf dem harten Surface Pro-Display ist schon ziemlich glatt, das stimmt, da gibt es wie du schreibst gute Alternativen.
Aber mit diesen einfachen Touch-Stiften hab ich halt immer das Gefühl, man schreibt fast mit nem Bremsklotz auf dem Display. Präzise, kleine Bewegungen sind da kaum möglich (würden meistens wegen der mangelnden Genauigkeit sowieso nicht erkannt).
 
@Tschramme86: Ich plane ihn für die Freihandeingabe zu nutzen, das funktioniert super damit ;) Und ich habe eh eine solche Sauklaue, da bringt auch der beste Stift nix :D Und ja, es ist für mich nur ein Fingerersatz, der etwas genauer ist und mit dem ich nicht das Display dreckig mache.
 
@Knerd: Ich schreibe in Vorlesungen mit einem Digitizer (SP3) kleiner als ich das mit einem guten Stift kann. Mit einem Touch-Stift schaff ich vllt 10 Zeilen auf eine Seite... mit dem SP3 eher 100... also nur mal soviel dazu wie viel genauer so ein Digitizer ist.
 
@SpiDe1500: Ok, danke für die Info. Da ich den Stift für die Freihandeingabe verwenden möchte, denke ich, dass der Stift reichen wird :)
 
@Knerd: Ich habe genau diesen Stift, hatte ich mir besorgt für mein ASUS Transformer Book T100 und ich kann dir sagen, ich würde es nicht nochmal tun. Zum Zeichnen ist das Ding ungeeignet, ich habe längere Zeit experimentiert mit verschiedenen Haltungen und Drückstärken aber es war praktisch unmöglich eine ununterbrochene Linie von Links nach Rechts zu ziehen. Wenn du auch noch Kreise machst anstatt gerade Linien, dann ist es noch wahrscheinlicher, dass die Linie abbricht. Eine vorhandene Linie fortzusetzen ist praktisch auch unmöglich, der unterschied zwischen dem Bambus und einem aktivem Pen ist in etwa von der Genauigkeit vergleichbar zwischen dem Ende einer Bratwurst gegenüber einem Fineliner.

EDIT: Ich will meinen grobe Skizzen waren sogar mit dem Finger einfacher zu Zeichnen als mit dem Stift, zwar sehe ich beim Finger weniger was ich Zeichne als beim Stift aber immerhin muss ich nicht 3x neu ansetzen um eine Linie durchzuziehen.

Ok verwenden wir ihn nur auf dem Desktop.... oder auch nicht... auch hier, Doppelklick wird manchmal zur Herausforderung weil von 2 erforderlichen Klicks einer nicht registriert wurde weil du ihn zu sanft gemacht hast und der 3. dann zu spät kam.

Beim Drag&Drop kommt auch wieder das Problem mit der dauerhaften ununterbrochenen Erkennung, du ziehst eine Datei, dann verliert er für einen winzigen Augenblick den Kontakt, die Datei "fällt" und wenn du Pech hast, werden aus dem Versuch die Datei weiterzuziehen, da du gar nicht so schnell reagieren kannst, mehrere Klicks.

Auf dem Display von meinem HTC 8x welches weniger Reibung hat als mein T100 funktioniert der Stift schon deutlich besser, Präzisionsprobleme bleiben aber dennoch und die Erkennung funktioniert nicht immer 100%.

Ein aktiver Pen wird sogar ein paar Zentimeter über dem Touchscreen erkannt (Windows zeigt dann ein kleines Pfadenkreuz wo der Stift hinzeigt) und sind zumeist mit einem Knopf ausgestattet um einen Klick auszulösen, sodass du nicht einmal zwangsläufig das Display berühren musst und trotzdem 100% Genauigkeit hast.
 
nur 10 zoll - kein Konkurrent, die hätten besser 14 Zoll daraus machen sollen, dann wäre es besser als das Surface
 
@Hondo: mag bei dir zutreffen... bei mir sind 10" bei einem Tablet MAX (wobei hier der Rahmen noch kleiner werden muss)... aber 9,1mm dicke ist too much!
 
@Hondo: Einigen wir uns darauf, dass das Gerät ein Surface-Killer und kein SurfacePro-Killer werden soll ;-)
 
@Hondo: Das Surface hat schon alleine vom Preis her verloren.
 
Für mich liest sich das eher nach einer Aufholjagt zum Surface als ein Killer. Und trotzdem hinkt es dem S3 in vielem hinterher. Fände da persönlich das 8er interessanter wenn sie das mit Stylus-Support aktualisieren würden.
 
@PeterQ: Ich kann leider auch nichts erkennen, worin dieses Tablet dem Surface 3 überlegen ist.
Vmtl. wird es aber in Verarbeitungsqualität/Haptik/Design unterlegen sein (Achtung! Spekulation und eigene Meinung!)

Hoffentlich tötet das nicht mein Surface 3 wenn ich unterwegs jemanden damit sehe, immer diese Killergeräte. Schlimm.

p.s. : hab kein Surface 3 :(
 
Die Rahmendicker ist Mitte 2015 ja wohl ein (schlechter!) Witz.

Keine Alternative.
 
Immerhin fast ein Tausender weniger als das überteuerte MS Sörfeis. Das ist eine Überlegung wert.
Ist es das hier : http://shop.lenovo.com/de/de/tablets/thinkpad/thinkpad-10/ ???
 
@hasimen: wie kann etwas fast einen Tausender billiger als das Surface sein, wenn das Surface 3 doch nur 599 EUR kostet?

Und nein, das ist es nicht. Das ist das "alte" Thinkpad 10 mit anderer Hardware und Windows 8.1.
 
Der 16:10-Formfaktor ist eher ein Nachteil für ein stiftbedienbares Tablet, da er Bildschirmfläche gegenüber einem Display mit derselben Diagonale und 4:3- oder 3:2-Display kostet und man deshalb mit dem Stift schneller an die Displaygrenzen stösst, wenn man das Tablet hochkant verwendet.

Eine Displayauflösung von 1920x1200 auf einem kleinen 10"-Display ist einfach nur Unsinn der mehr Energie und somit Akkulaufzeit kostet.

Die Nachteile von fest eingebautem Akku und Flashspeicher statt einem Wechselakku und einer normkonformen und so gegen ein Modell mit mehr Speicherplatz austauschbaren Festplatte/SSD sind wohl hinlänglich bekannt.

Die Docking-Station und besonders das feste Tastaturdock sind hingegen ein grosses Plus gegenüber dem Surface. Das kein Trackpoint in der Tastatur integriert ist, ist hingegen ein dickes Minus. Ich würde nie ein Notebook ohne Trackpoint kaufen und somit auch kein Tablet mit einer Tastatur ohne einen solchen.

Leider geht aus dem Artikel nicht hervor, welche Digitizertechnologie Verwendung findet. Ein Surface 3 würde ich z. B. schon wegen des N-Trig-Digitizers nicht kaufen, da ich es ablehne auch noch auf den Ladezustand einiger Batterien im Stift achten zu müssen und auch lieber mit einem schlanken und leichten Stift arbeite (die Surfaces davor hatten einen Wacom-Digitizer bei dem der Stift keinerlei Batterie benötigt und daher leicht und schlank ist). Beim Tablet selbst ist es mir hingegen egal ob das nun unter 10mm "schlank" oder eben 20mm dick ist. Besser dicker und dafür stabiler, besser aufrüstbar und mit Wechselkakku versehen.

Meiner Meinung nach hat Lenovo schon vor 10 Jahren sinnvoller konstruierte und besser ausgestattete Tablets gebaut als heute. Die stellen dieses Tablet noch heute in den Schatten, waren allerdings damals auch wesentlich teurer.
 
@resilience: "Eine Displayauflösung von 1920x1200 auf einem kleinen 10"-Display ist einfach nur Unsinn der mehr Energie und somit Akkulaufzeit kostet."

Da kann ich nur widersprechen, ohne min. Full HD wäre das Gerät für mich sofort raus. WQHD oder gar 4k wären hingegen schon eher diskutabel.

Der aktuelle Stift des Surface (Pro) 3 ist übrigens schlank und hat das Gewicht eines wertigen Kugelschreibers, genau richtig.
 
@Wezza: >>Da kann ich nur widersprechen, ohne min. Full HD wäre das Gerät für mich sofort raus. WQHD oder gar 4k wären hingegen schon eher diskutabel.<<

Ich habe es nicht so gerne, wenn mir an einem Gerät ohne Wechselakku eine Grafikeinheit den Akku leerzieht, weil sie ein Display mit unnötig hoher Auflösung antreiben muss. Ich suche ein mobiles Arbeitsgerät, kein bei leerem Akku verzichtbares Entertainment-Spielzeug zum Filmegucken. Ich säße mit so einem Gerät dann nämlich mit leerem Akku im Flugzeug und könnte dann unter Umständen über Stunden nur noch Däumchen drehen statt damit weiterarbeiten. Das muss ich nicht haben. Auf so einem kleinen Display reichen weniger Pixel völlig aus.

Für die 4K-Auflösung gibt es noch weniger Material als für FullHD und FullHD-Material sieht auf 4K-Displays wegen des nötigen Upscalings grausam aus. Selbst wenn ich FullHD-Filme gucken wollte, könnte ich mit einem 4K-Display unterwegs nichts anfangen. Derart hoch auflösende Displays bei so kleinen Geräten sind nur von der Werbeindustrie als toll angepriesene Features die keiner rationellen Betrachtung standhalten und auf die ich deshalb nicht hereinfalle, weil ich den Werbefritzen nicht so gerne das Denken überlasse, sondern lieber selbst nachdenke. Ich habe von der Materie nämlich doch etwas mehr Ahnung als die Werbeabteilungen der grossen IT-Firmen.

>>Der aktuelle Stift des Surface (Pro) 3 ist übrigens schlank und hat das Gewicht eines wertigen Kugelschreibers, genau richtig.<<

Der Stift, den ich beim Surface 3 eines Bekannten in der Hand hielt, enhielt 3 Batterien und darunter u.a. eine AAA- bzw. Micro-Batterie und war, da ja das Stift-Gehäuse noch um die Batterie passen musste, wohl ähnlich dick wie das Surface selbst, so dass es logischerweise auch keine Möglichkeit gab ihn in das Tabletgehäuse einzuschieben und somit immer griffbereit zu haben. Das ging selbst bei meinem ersten Tablet vor 10 Jahren schon.
Noch dazu sind nicht einmal meine goldbesetzten Mont Blanc Füllfederhalter so schwer wie dieser Stift und schon mit denen möchte ich nicht stundenlang schreiben müssen (sind ja auch eher Geldanlagen/Sammlerstücke für die Vitrine auch wenn ich sie gelegentlich auch mal benutze um damit zu schreiben).

Ich nutze halt seit über 10 Jahren fast täglich mehrere Stunden ein Tablet mit Stiftdigitizer und das eben nicht um 5 Minuten vor Freunden oder Kollegen damit herumzuprollen und dann nur noch Filme damit zu gucken, wie das offenbar heute die Mehrzahl der Nutzer tut und worauf heutige Geräte wohl ausgelegt sind, sondern wirklich für Präsentationen und Lehrveranstaltungen. Aber z. B. auch, um unterwegs schnell Skizzen zu einer Idee zeichnen zu können, die mir zwischendurch kommt und die festgehalten werden muss, bevor die nächste Störung sie verdrängt. Wenn in so einem Moment dann eine der Batterien im Stift leer ist, dann ist das genau so eine Störung, wie ich sie dann gerade gar nicht gebrauchen kann. Insofern kann ich dem Stift des Surface 3 nicht so wirklich viel abgewinnen. Die Wacom-Stifte bzw. -"Pendisplays" waren der Aufgabe besser gewachsen. Die fielen nur mit dem Notebook aus, wenn dessen Akku leer war.
 
@resilience: Ich habe es eben nicht gerne wenn ich den ganzen Tag auf einen verpixelten Bildschirm gucken muss. Ich persönlich erkenne einen deutlichen Unterschied zwischen HD und Full HD. Weiterhin habe ich unter Full HD eine deutlich bessere Übersicht, da mehr Inhalte angezeigt werden können. Das finde ich bei 10 Zoll sehr wichtig, da man eh nur begrenzt Platz hat. Wie gesagt, alles was deutlich über Full HD geht muss nicht sein, da sind wir uns ja einig.

Zum Stift: Es ist genau eine AAAA Batterie in meinem Surface Stift. Ich weiß also nicht was für einen Stift ihr Bekannter benutzt. Der Stift ist übrigens dünner als z.B. mein "Stabilo Com4 ball" und definitiv auch für den längeren Einsatz nicht zu schwer. Wie lange die Batterie des Stifts hält kann ich nicht sagen, aber natürlich ist eine batterieabhängige Laufzeit immer ein Nachteil gegenüber dem Wacom Stift. Wenn ich aber wirklich Angst um die Batterie hätte würde ich wohl immer eine Ersatzbatterie mitnehmen. Dafür ist bei mir noch genug Platz im Rucksack ;)

Korrektur: Im oberen Bereich des Stifts sind noch zwei sehr kleine Knopfzellen.
 
@resilience: Die Auflösung macht schon Sinn, sofern Windows gescheit skalieren kann. Das ist das einzige wo ich noch Zweifel habe.
Ich hab ein Android Tablet mit 8,4" und 2560x1600px Auflösung, und ich möchte es nicht mehr missen. Denn beim Lesen merkt man die Schärfe besonders. Ich hatte vorher ein 8" mit 1280x720 und fand das im Vergleich später unangenehm weil es nicht so scharf in der Schriftdarstellung war.
 
@CrazyWolf: >>Die Auflösung macht schon Sinn, sofern Windows gescheit skalieren kann.<<

Dieses bei solchen Auflösungen ständig notwendige Hochskalieren frisst zusätzlich Energie, da dafür Rechenleistung gebraucht wird. Als wäre das noch nicht schlimm genug, wird beim Hochskalieren die Qualität von niedriger aufgelösten Videos auch nicht gerade besser. Ein 480p-Video von YouTube sieht auf einem 640x480-Pixel-Display im Vollbild weit besser aus als auf einem gleichgrossen 1920x1080-Pixel-Display. Auf einem 10" Display mit 1024x768 Pixeln kann man so ein Video noch in nativer Auflösung im Fenster abspielen ohne zu skalieren und hat damit die bestmögliche Qualität auch wenn man nicht die gesamte Displayfläche zur Darstellung nutzen kann. Auf einem 1920x1200-Pixel-10"-Display ist dieses Video dagegen in nativer Auflösung in einem Fenster wiedergegeben so klein, dass man nichts mehr erkennen kann und man muss hochskalieren wodurch die Qualität zum Teufel geht, da eine ganze Menge Pixel "hinzuerfunden" werden müssen, die in der Originalaufnahme gar nicht vorhanden sind und so massenweise Fehler in jedes Videobild eingebaut werden.

Herunterskalieren ist mit etwas weniger Verlusten behaftet als Hochskalieren und ich finde es viel unangenehmer ein Video das ich in SD aufgenommen habe hochskaliert auf einem FullHD-Monitor anzusehen als ein FullHD-Video herunterskaliert auf einem 1024x768-Pixel-Display. Insofern ist letzteres das Display das ich wählen würde, obwohl man auch da an Kontrastkanten problemlos Skalierungsartefakte ausmachen kann. Bei der Hochskalierung sind die Fehler im Bild aber weit extremer.

Dazu kommt noch, dass nicht nur das Betriebssystem bei derart hohen Auflösungen auf derart kleinen Displays seine Oberfläche skalieren können muss. Alle Anwendungen müssten das ebenso können oder man kann sie nicht mehr unterwegs nutzen ohne mehrere Geräte mit verschiedenen Auflösungen mitschleppen zu müssen, was gerade im Mobilbetrieb ein Problem darstellen dürfte, da man sich zu Hause ja immer noch mehrere Monitore mit verschiedenen Auflösungen auf den Schreibtisch stellen kann, unterwegs aber wohl kaum mit mehreren Geräten herumlaufen möchte.

Ich habe einige Bekannte, die sich schon einen 4K-Monitor zulegen mussten, weil sie endlich ein bisschen mehr von ihren Fotos bei 100%-Darstellung (also jedes Pixel des Fotos auf einem Pixel des Monitors ohne Skalierung) sehen können wollten. Das Ende vom Lied war, dass es neben anfänglichen Problemen mit der Bildwiederholfrequenz und der Darstellung des Windows-Desktops dann auch mit Photoshop Probleme gab, dessen GUI auf solche Auflösungen eben nicht gut skaliert, da es dafür nicht optimiert ist und es offenbar auch nicht darauf achtet wie Windows Schriften skaliert, sondern das selbst entscheidet. Ergebnis ist eine miserable Lesbarkeit der Schriften im Photoshop GUI bei einem 4K-Monitor. Photoshop ist so für meine Bekannten quasi unbenutzbar und damit können sie mit dem neuen Monitor nun das nicht wirklich tun, wozu sie ihn eigentlich gekauft hatten und müssen sich mit der Nutzung der Programme zufriedengeben, die auf dem neuen 4K-Monitor ordentlich skalieren.

>>Denn beim Lesen merkt man die Schärfe besonders. Ich hatte vorher ein 8" mit 1280x720 und fand das im Vergleich später unangenehm weil es nicht so scharf in der Schriftdarstellung war.<<

Da schwarze Pixel auf einem LCDisplay immer scharf abgegrenzt sind, kann skalierbare Schrift darauf eigentlich nicht unscharf sein. Man kann bei steigender Auflösung irgendwann selbst mit der Nase am Display mit blossem Auge keine einzelnen Pixel mehr ausmachen und deshalb sieht die Schrift dann möglicherweise etwas glatter aus als auf einem niedriger auflösenden Display. Scharf ist sie aber auch auf niedriger aufgelösten LCDisplays immer, solange es sich um skalierbare Schrift handelt und mit nicht skalierbarer Schrift hat man auf einem hochauflösenden Disply eher mehr Ärger als weniger. Die ganzen Nachteile von im Verhältnis zur Displaygrösse viel zu hoch auflösenden Displays kann eine geringfügig glattere Schrift für mich nicht ausgleichen. Im Zweifelsfall lehne ich mich lieber ein Stück zurück und sehe dadurch auch bei niedriger aufgelösten Displays die einzelnen Pixel nicht mehr und kann dafür mit einer Akkuladung eine halbe Stunde länger lesen und anspruchsvollere 3D-Spiele ruckelfreier zocken, weil weniger Rechenleistung zur Darstellung einer Displayseite benötigt wird.
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