Belgien: Gericht entscheidet, ob Skype ein "Telekom-Betreiber" ist

Ist Skype bzw. Microsoft als Betreiber eines Voice-over-IP-Dienstes einem herkömmlichen Telekommunikationsunternehmen gleichzusetzen? Das ist aktuell die Frage, die ein belgisches Gericht beantworten muss. Denn Microsoft verweigert - im Einklang mit ... mehr... Microsoft, Tablet, Skype, Voip, Videotelefonie, Skype for Android Bildquelle: Microsoft Microsoft, Tablet, Skype, Voip, Videotelefonie, Skype for Android Microsoft, Tablet, Skype, Voip, Videotelefonie, Skype for Android Microsoft

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Was ist dann WhatsAPP, Facebook und wie sie nicht alle heißen wo es mittlerweile Sprach-Kommunikation gibt? Gleiches müsste dann ja auch Teamspeak & co betreffen?
 
@Tobiasg: Whatapp und Facebook sind keine VoIP Anbieter, da sich deren Kommunikation nur ins eigene Netz beschränkt. In Skype hingegen kannst du dich aus dem Netz hinaus bewegen.
 
@knirps: Aber wie verhält sich das dann mit der Telekom etc.? Die stellen ja auch nach und nach auf VOIP um. Mal angenommen die Entscheidung fällt dahin gehend aus das es kein Telekommunikationsanbieter ist, also jemand der VOIP anbietet. Wäre dann die Telekom etc. noch ein Telekommunikationsanbieter wenn es nur noch VOIP gibt?
 
@DeMoriaan: Du hast meine Aussage nicht verstanden oder? In wiefern vergleichst du einen Telekommunikationsanbieter mit einem sozialen Netzwerk oder Messenger?
 
@knirps: Doch, habe ich schon verstanden. Nur was für eine Rolle spielt es ob es ein soziales Netzwerk, ein Messenger oder ein klassischer Anbieter ist? Es geht hier, so wie ich das verstehe, erstmal um die Technik der Übertragung, VOIP oder nicht VOIP. Wer hier übertragt ist doch erstmal egal. Insofern ist meine Frage denke ich nicht so blöde. Gerade bei uns in DE, den Paragraphenreitern dürfte das sicher interessant werden. Ähnlich der Diskussion ob streamen nun (temporäres) Speichern ist oder nicht.

:edit: Siehe re:2 Daran habe ich in der Tat eben nicht gedacht.
 
@DeMoriaan: Kann man nicht vergleichen, da die Telekom ja Anbieter und Provider in einem ist. Siehe z.B. Notrufe, Skype selber schreibt ja dass das nicht geht, stell dir mal vor der Anbieter fängt jetzt auch an sich die Rosinen bei seiner Arbeit rauszusuchen und bietet ab sofort nur noch Dienste an die kaum Geld kosten.
 
@wieselding: Gut, das ist richtig, stimmt. Wobei die Telekom diese zwei Bereiche ja theoretisch trennen könnte.
 
@DeMoriaan: Will sie aber nicht, weil es sich so viel besser quersubventionieren lässt. Würde sie es trennen müsste sie ihren Partnergesellschaften die gleichen Konditionen anbieten wie jedem anderen. Dass sie das aber nicht wollen sieht man ja am DSL Vektoring, was ja nur geht wenn der ganze Verteiler auch von einem Provider vermarktet wird und dieser ist : Tada: die Telekom.
 
@knirps: hierfür müsste erstmal "Telekom" => Telekommunikation definiert werden...

Def1:
sobald eine 'verzögerungsfreie' Kommunikation möglicht ist ohne der Anwesenheit (Ruf reichweite) des anderen

Def2:
Sprachkommunikation <- ist hierbei das wie (Internet, WalkyTalky,...) entscheident?

Edit: Skype ist abhänig von einem Provider! Ohne Internet von T-Online, 1und1, Kabel, O2,... läuft nix ... andere "Telekom" anbieter sind 'unabhänig' bzw. können unabhänig sein
 
@baeri: 1und1 ist wiederum abhängig von der Telekom, da sie über keine oder unzureichende eigene Netze verfügen... Das Argument ist also auch schwammig.
 
@knirps: nur Mietet 1und1 sich selbst das Netz und Vermietet es als ob es das eigene wäre...

bei Skype ist der User selbst in der Pflicht sich Internet zu beschaffen!
 
@baeri: Was grundsätzlich aber keinen Unterschied macht. Beide sind abhängig.
 
@knirps: doch... der Unterschied ist sogar gewaltig...

Ich bin eine Privatperson und miete mir was und wie ich Will...

1und1 ist ein Unternehmen das unter "Auflagen" Mietet -> eben so können die auch eigene Leitungen haben ich als Privatperson nicht (oder "nur auf eigenen Grundstück")!
 
@baeri: Der Unterschied ist nur wirtschaftlich, nicht funktionell. Beide sind den Hoheiten der Infratsrukturbesitzer unterworfen.
 
@knirps: es zählt aber die Wirtschaftlichkeit!

Wie bereits oben erwähnt... es wird nach einer Definition gesucht...

Entweder man belastet die Hoheiten (und das Recht einer gemieteten Leitung ist "nahezu" gleich dem des eigentümers) oder man nimmt alle 'tele-'Komunikationswege... Dann aber auch Whatsapp, Facebook & Co (theoretisch sogar Email)...
 
@baeri: Nein, in diesem Fall geht es um die Definition. Und ein Telekommunikationsanbieter ist für mich nur der, der auch über die notwendige Infrastruktur verfügt. Bei 1und1 wird das anmieten juristisch sie zu einem TK-Anbieter machen. Skype hingegen hat weder eigenes noch angemietetes Netz.
 
@knirps: genau das sag ich doch :P
 
@baeri: Ja dann... was machen wir hier eigentlich? ^^
 
@knirps: Viele Messenger beherrschen inzwischen unterschiedliche Protokolle. Von daher können diese problemlos den Netzübergang schaffen. Gleichzeitig können auch mehrere Protokolle inzwischen Sprache und / oder Video transportieren. Also wäre jeder der einen Jabber-Server aufsetzt direkt ein Telekommunikationsanbieter, denn Jabber ist in der Lage Voice- und Video-Calls zu übertragen. (Bevor jemand meckert: Jabber ist die allgemein genutzte Bezeichnung, aber offiziell veraltet. Jabber bezeichnet XMPP und Extension Protocols - offizielle Standards.) Somit wären unter anderem auch folgende Firmen Telekommunikationsanbieter: Google, GMX, Chaos Computer Club, Piratenpartei, ...
 
@Tobiasg: Das Problem ist ja dass die Provider auch ein paar Krümel von dem Kuchen abhaben wollen den die Anbieter verdienen.

Hier muss meiner Meinung nach der Gesetzgeber endlich für eindeutige Tatsachen sorgen indem die Netzneutralität endlich in trockene Tücher gepackt wird und zwar ohne Wenn und Aber. Dieser Sacktanz der hier aber gerade stattfindet ist genau das Gegenteil. Wenn die Provider eben mit den Einnahmen nicht auskommen gebietet es das Gesetz der Marktwirtschaft die Preise anzuheben, kann ja eigentlich nicht sein dass nur einzelne Provider Probleme mit VoIP haben und andere nicht. Also müssten alle die Preise anheben. Bei Youtube siehts ja genau so aus.
 
@Tobiasg: Ich würde da vielleicht sogar noch einen Schritt weitergehen. Wenn man das zu Ende denkt, ist es für "strafrechtliche Angelegenheiten" doch eigentlich unerheblich ob man spricht oder schreibt. Das könnte dann allerdings ein Fass ohne Boden werden.
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