Das Aus für den EU-Steuertrick: Amazon zahlt an deutschen Fiskus

Amazon gibt als erstes der großen Unternehmen das berüchtigte Steuersparmodell auf, bei dem bislang die Gewinne in Luxemburg versteuert wurden. Seit dem 1. Mai hat der Konzern das nun umgestellt und führt erstmalig Steuern in den EU-Ländern ab, in ... mehr... Amazon, Logo, Versandhandel Bildquelle: DPA Amazon, Logo, Versandhandel Amazon, Logo, Versandhandel DPA

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Apple bezahlt auch keine Steuern.
 
@jediknight: Steht auch im Artikel...
 
@jediknight: da gibts eine Firma, die mehr Geld flüssig hat, als das Bruttoinlandprodukt der Schweiz beträgt, und dann zahlt diese Firma nichtmal Steuern... Ich würde Apple die Steuern ja freiwillig erlassen, wenn sie zumindest die Arbeiter in den Fabriken gerecht entlöhnen und zu menschenwürdigen Bedingungen anstellen würden.
 
@frilalo: Du meinst z.B. die Angestellten bei Foxconn? diese werden von Foxconn bezahlt und nicht von Apple. Foxconn existiert weiterhin nicht nur durch Apple, sondern durch Aufträge u.A. von Hewlett-Packard, Dell, Apple, Nintendo, Microsoft und Sony (produziert im Auftrag die Spielekonsolen Nintendo DS, Wii, Xbox 360 und PlayStation) usw. ... Apple hat nur recht wenig eigene Fabriken und da wurde bislang nicht über mangelnde Bezahlung berichtet.
 
@Rumpelzahn: Jaja, und so halten sich Unternehmen wie Apple die Weste sauber. Alles fein auslagern, auf keinen Fall selbst produzieren. So kann man anschließend sämtliche Verantwortung von sich weisen. Es ist nur seltsam, dass Unternehmen wie Apple es regelmäßig schaffen, den Fertigern alles mögliche in die Verträge zu diktieren. Aber ihnen auch mal Arbeitsbedingungen und Arbeiterlöhne zu diktieren, ist angeblich ein Ding der Unmöglichkeit.
 
@TiKu: Es ist ja nicht so, das Apple nicht selber produziert. Die neuen iMacs sind ja alle in den USA hergestellt. Arbeitsbedingungen und Arbeitslöhne sind teil des Arbeitgebers. Soweit ich weiß liegt auch in Taiwan kein Arbeitszwang vor, also kann jeder Mitarbeiter sich seine Anstellung dort überlegen und kündigen. Natürlich könnte Apple sich bei Foxconn einkaufen, dort im Personalrat mal auf den Tisch klopfen und seine Bedingungen mit einfließen lassen ... würde aber dann HP, Dell und co. in die Suppe spucken ... Foxconn ist halt ein Auftragnehmer mit vielen Angestellten.
Ich finde es aber ziemlich interessant wie jeder Apple mit Foxconn gleich setzt, die anderen Firmen die dort produzieren lassen aber nicht im Ansatz erwähnen mag ...
 
@Rumpelzahn: Was produziert Apple denn da selbst? Viel mehr als die Dinger zusammenzuschrauben und zu verpacken kann es nicht sein, also keine der dreckigen Arbeiten mit üblen Chemikalien. Oder stecken in Apple-Hardware neuerdings keine China-Komponenten mehr? Dann würde sich Apple-Hardware ja tatsächlich mal von der Konkurrenz unterscheiden.
Apple steht deshalb zuerst am Pranger, weil sie die höchsten Gewinnmargen haben, sie sich liebend gern als Saubermann geben und weil bekannt ist, dass sie es regelmäßig schaffen, den Auftragsfertigern die krassesten Konditionen ins Vertragswerk zu diktieren.
 
@TiKu: Wobei man sagen muss, das Foxconn eher zu den besser bezahlenden Arbeitgebern in Asien gehört. Da gibt es leider weit schlimmeres.
 
@Rumpelzahn: Der Satz mit dem Arbeitszwang ist unpassend, überheblich und arrogant.
In den Ländern herrscht eher ein Arbeitszwang als bei uns, wo ein sehr gutes Sozialsystem einen auffängt.

Ich würde sagen die meisten erwähnen Foxconn und Apple, weil da eine sehr starke Diskrepanz zwischen Auftreten in der Öffentlichkeit und Handeln ist. Alleine die Design und Marketinglinie zielt auf Reinheit ab, wenn man da trotz solcher Margen trotzdem nicht auf die Partner achtet, ist es schon ein Konflikt.
 
@floerido: Es gibt in Taiwan keinen offiziellen Arbeitszwang, also hat jeder Arbeitnehmer die Wahl des Arbeitgebers. Die Situation ist bei uns genau so, hast Du keine Arbeit, hast Du kein Einkommen hast Du keinen sozialen Stand. Punkt.

Das es bei uns eine soziale Absicherung gibt ist etwas anderes und ändert nichts an der Tatsache das es keinen Arbeitszwang in Taiwan gibt.

"Foxconn aus Taiwan verdient im vergangenen Jahr mit 130,5 Milliarden taiwanische Dollar - umgerechnet 3,85 Milliarden Euro - gut ein Fünftel mehr als 2013. Der Umsatz legte um 6,6 Prozent zu" bedeutet für mich so viel wie: das Unternehmen verdient gut geld, zahlt den Arbeitnehmern aber nur Mindestlöhne. Was genau soll Apple hier machen?

Vertragliche Vereinbarung bei einer Bestellung den Arbeitern n-% an Sondergeld zuzusichern? Wer soll das Nachverfolgen bei knapp 1,2 Millionen Mitarbeitern ( Mai 2013 ) die Foxconn hat? Wer ist Krank, wer übernimmt die Schicht von X an Tag y ... usw.

Das kann man bei einer Firma mit < 1000 Mitarbeitern machen, aber nicht in solchen großen Firmen ...

Was die Bezahlung angeht sehe ich Foxconn hier mehr in der Schuld als Apple.
 
@jediknight: @frilalo: Würde man jetzt auch noch Steuern zahlen, wärn IPhones ja noch teurer, muss man doch den Verlust ausgleichen
 
@Hoomey: nö, Apple könnte einfach mal weniger als 500% Marge pro Gerät einkassieren...
 
@frilalo: So funktioniert das aber nicht im Kapitalismus. Es muss zwingend immer "höher, weiter, größer.. mehr" sein.
 
@nodq: auf die Geräte trifft das zumindest nicht zu. Die werden immer noch 2-3mm dünner und 3-5g leichter ^^
 
Steuern nach Gewinn .... schon seit Jahren rechnen die Globalplayer sich den Gewinn gen Null. Also alles wie gehabt.
 
@iPeople: Eben! Ich bin für die Wiedereinführung der Atomtests, z.B. auf den Cayman Islands /Ironie OFF
 
@iPeople: Ja irgendwas kann da doch nicht stimmen.

Nur weil ich meinen Gewinn direkt wieder investiere, kann ich doch nicht weniger Steuern zahlen. So zumindest meine idealistische Vorstellung. Klingt fast so als würde der Staat den Wachstum dieser Firmen einfach subventionieren. Hauptsache die Legende des unendlichen Wachstums findet kein Ende...
 
@Draco2007: Das Reinvestiren wird einfach damit belohnt. Du kannst es gerne Subventionen nennen, aber ohne dies würde weniger investiert, und die Folgen kannste Dir selber ausmalen.
 
@iPeople:
Sorry, aber das ist ein schlichtes Ammenmärchen!

Ein Unternehmen investiert nicht, nur weil es Geld über hat und schon gar nicht nur weil es damit Steuern spart.
Ein Unternehmen investiert nur dann, wenn diese Investitionen auch was einbringen!
Denn die daraus resultierende Mehrproduktion, bzw. Neuprodukte, muß man auch verkaufen können!?
Sonst bringt es einem nämlich nix!

Das Gegenteil ist wohl eher der Fall!
Wären die Steuern höher würde man sich wohl eher bemühen!?
Denn mehr Gewinne - mehr in die eigene Tasche stecken können am Ende - würden sie trotzdem wollen?!
 
@OPKosh: Habe ich irgendwo behauptet, was Du mir unterstellst? Natürlich muss sich eine Investition lohnen und vor allem rechnen.

Und rechnen wirst Du aber können: Nimmt man einer Firma mehr Geld weg, bleibt weniger für Investition, ganz einfach. Größere Investitionen müssten dann erst Recht über Kredite finanziert werden, was dazu fürht, dass die Investition teurer wird, was wiederum bedeuten _kann_, dass eine Investition möglichweise nochmal überdacht wird, da sie sich evtl nicht mehr rechnet.
 
@OPKosh: nicht alle Investitionen müssen sich "lohnen". Warum sonst werden eher teure Firmenwagen angeschafft.
Meiner Meinung nach, sollten Steuern auf nicht nachhaltiges Wachstum erhoben werden.
 
@iPeople:
https://www.youtube.com/watch?v=yKfxVlyh98Y
 
@iPeople: Aha, und weil sie keine Steuern zahlen, investiert Apple nahezu sämtliche Gewinne, denn sie haben das Geld dafür. Da sie das Geld haben, nehmen sie keine Kredite auf, um bspw. Renditen an die Aktionäre zu zahlen. Und weil sie die Gewinne reinvestieren, sitzen sie auch nicht auf Unsummen von Bargeld. Oh wait...
 
@TiKu: Firmen investieren nicht, weil sie Geld haben, sondern Firmen investieren, WENN sie Geld haben (und investieren möchten). Desweiteren, das mit den Krediten, die Apple aufnimmt, um z.B. die Rendite zu zahlen, hast Du auch nicht verstanden. Das ist ebenfalls ein Trick, um das Geld nicht nach den USA transferieren zu müssen, damit keine Steuern anfallen. Kurz: Du hast den falschen Umkehrschluss gezogen.
 
@iPeople: Du hast es mal wieder nicht verstanden. Ich habe dein Argument gegen die Besteuerung von Großkonzernen widerlegt. Du rechtfertigst die kaum vorhandene Besteuerung von Apple und Co damit, dass sie dann ja genug Geld haben um es neu zu investieren. Ich sage erstens, dass sie offensichtlich nicht viel investieren, weil sie sonst nicht solch riesige Barreserven haben könnten; und zweitens dass sie das Geld sowieso nicht antasten, wenn sie mal etwas investieren, denn sie sparen lieber noch 3 Cent Steuer anstatt den Staaten, von denen sie die ganze Zeit subventioniert werden, mal etwas zurückzugeben.
 
@PeterA: Teure Firmenwagen bringen leider etwas. Bei Partnern macht man mehr Eindruck die Firma wird gesünder.
Was würdest du über eine Firma denken die mit einem Dacia oder Skoda zu Verhandlungen kommt?
 
@floerido:
"Was würdest du über eine Firma denken die mit einem Dacia oder Skoda zu Verhandlungen kommt?"

Das sie an der richtigen Stelle spart!? ;-)
 
@TiKu: Ich habe aber nicht gesagt, sie investieren zwangsläufig, wenn ihnen die Steuern nicht eingezogen werden. DAS hast Du mir in den Mund gelegt.

Ich rechtfertige gar nichts, aber man kann nunmal nicht permanent und kompromisslos ständig damit kommen, dass man den Konzernen gefälligst jeden Cent wegnehmen müsse.
 
@OPKosh: Oder dass sie nichts zu bieten haben und sparen müssen.
 
@iPeople:
Ja, das ist wohl die typische Reaktion.
Die Frage ist nur wie man darauf kommt.
Was haben die Firmenwagen mit den Produkten zu tun?
Relevant für ein Geschäfft ist das Produkt, die Dienstleistung oder worum es auch immer gerade geht.
Und wenn die Leute auf dem Fahrrad ankommen!
 
@OPKosh: Wir leben in einer oberflächlichen Welt, darum ist da so, leider.
 
@iPeople:
"Ich rechtfertige gar nichts, aber man kann nunmal nicht permanent und kompromisslos ständig damit kommen, dass man den Konzernen gefälligst jeden Cent wegnehmen müsse."

Oh bitte!?
Von "jeden Cent wegnehmen" ist doch nun wirklich nicht die Rede!
 
@Draco2007: Wenn das am Ende mehr und sichere Arbeitsplätze bedeutet, lohnt sich das für den Staat schon.
 
@EvilMoe: Pfft, sobald die Unternehmen anderswo noch billiger an Arbeitskräfte kommen, sind sie sowieso weg. Langfristig kann man solche Unternehmen also ohnehin nicht wirklich halten. Die Unternehmen können aber schwerlich lange auf den europäischen Markt verzichten, zumal in Europa das Knowhow durchaus vorhanden ist, solche Lücken durch eigene Entwicklungen zu schließen - was wiederum für Europa wohl das beste wäre.
 
@TiKu: Und diese Lücken werden durch Volkseigene Betriebe gefüllt?
 
@iPeople: Wie kommst du jetzt darauf? Aber nachdem die Großkonzerne massiv mit Steuergeldern subventioniert werden, sind sie ja im Grunde auch sowas wie volkseigene Betriebe.
 
@TiKu: Deswegen komme ich drauf:
"zumal in Europa das Knowhow durchaus vorhanden ist, solche Lücken durch eigene Entwicklungen zu schließen "
Wenn die Firmen abwandern wegen billigerer Arbeitskräfte, soll die Lücke wie aufgefüllt werden?

Volkseigen sind sie, wenn der Gewinn zu 100% an den Staat geht und die Produktionsmittel dem Volk gehören. In der Schule nicht aufgepasst?
 
@Draco2007: Weil? Wenn Amazon viel investiert, zahlt es halt wenig Steuern. Beispiel neue Halle wird gebaut, Auftrag bei einer Baufirma. Diese muss ja schließlich dann den Gewinn (gemacht durch den Auftrag von Amazon) versteuern. Sollte diese auch wieder viel investieren, landen die Investitionen ja auch wieder bei einer Firma, die Gewinne versteuert. Und so weiter. Selbst wenn am Ende dieser Kreislauf nur wenige Steuereinnahmen bringt, so haben sehr viele Mitarbeiter in sehr vielen Firmen einen festen Arbeitsplatz und damit ein gewisses Einkommen das spätestens beim nächsten Media Markt, Obi, Edeka oder Penny an der Kasse landet. Und jetzt rate mal in welchem Topf die Mehrwertsteuer der Waren landet, die diese ganzen Mitarbeiter kaufen. ;)
 
@Stefan1200: Weil investieren IMMER bedeutet MEHR Arbeitsplätze?

Amazon investiert MASSIV in Drohnen (weniger Arbeitsplätze)
Amazon investiert MASSIV in Lager-Maschinen (weniger Arbeitsplätze)

Sofern dieses Investment auch steuerlich bevorteilt wird, ist deine ganze Argumentation für den A****.

Ja im Prinzip ist es ja richtig, Arbeitsplatzausbau in gewisser Weise zu subventionieren (oder einfach nur attraktiver machen), aber ich finde es ist einfach eine Gradwanderung, wie stark man das tut.
Es kann halt nicht angehen, dass die Weiterentwicklung einer Firma im Prinzip vom Steuerzahler bezahlt wird (die fehlenden Einnahmen müssen ja irgendwo her kommen, dann verlangt man eben 50% statt 45% vom "kleinen" Arbeiter)
Ich bin einfach der (idealistischen) Meinung, dass alle ihren Anteil am Gemeinwohl bezahlen sollten. Und da gehören die Firmen dazu (die natürlich auch nur die Gesetzeslage ausnutzen, wie alle anderen auch)

Nur um mal deine Argumentation umzudrehen. Verlangt man von den Firmen etwas mehr, so könnte man ALLES was man mehr hat, weniger vom kleinen Arbeiter nehmen, der hat wieder mehr Geld in der Tasche und kann mehr konsumieren. Die Firmen haben dadurch mehr Einnahmen und können wieder investieren und mehr Steuern bezahlen. Es funktioniert also auch so rum.
 
@Draco2007: Dafür gibt es mehr Aufträge bei den Lagermaschinen und Drohnenherstellern. Dann gibt es mehr höher qualifizierte Jobs für die Wartung der Geräte. Investituon schafft in der Regel neue Jobs, aber kann halt andere auch überflüssig machen.
 
@floerido: Du glaubst also daran, dass für jeden Job der durch Automatisierung verloren geht genau ein Job woanders neu entsteht?

Reichlich naiv findest du nicht?
 
@Stefan1200: Beispiel neue Halle wird gebaut. Auftrag bei einer Baufirma. Die wendet die selben Steuerspartricks an wie Amazon und muss deshalb den Gewinn (gemacht durch den Auftrag von Amazon) kaum versteuern bzw. versteuert ihn im Ausland. Sollte diese Firma auch wieder viel investieren, landen die Investitionen ja auch wieder bei einer Firma, die Gewinne kaum oder im Ausland versteuert. Und so weiter. Selbst wenn am Ende dieser Kreislauf eine neue Halle bringt, so hat der Staat kaum Steuern eingenommen und die Arbeiter haben durch Outsourcing (Kündigung und Wiedereinstellung zu schlechteren Konditionen) ein geringeres Einkommen als vorher und somit weniger Geld für den nächsten Media Markt, Obi, Edeka oder Penny. Und jetzt rate mal, wer die Subventionen für die Unternehmen sowie das Geld zahlt, mit dem einige der Arbeiter aufstocken müssen. ;)
 
@TiKu: Naja, ich habe die Steuertricks in meinem Beispiel nicht beachtet. Aber ich habe auch kein Problem damit, wenn die EU die Verwendung solcher verhindert oder erschwert.
 
"Anders ist die plötzliche Umkehr nicht zu erklären. ..." Doch, für mich schon. Es würde mich nämlich nicht sonderlich wundern, wenn dieses oder nächstes Jahr sowieso ein entsprechendes EU-Gesetz rauskommt, vielleicht steht darüber auch etwas in diesem TIPP. Ich denke mal Amazon setzt nur was um, was sowieso in Kürze kommt, vielleiht hat sich Amazon die geplanten Gesetze nur besser durchgelesen, wie z.B. Nestlé.
 
@Lastwebpage: Amazons Firmenmotto ist Ausbeuten bis zum letzten, deswegen wundert es schon das so etwas "freiwillig" gemacht wird. Entweder kommt es sie so billiger oder etwas anderes ist im Busch.
 
@CvH: Unternehmen in der Größenordnung können ihre jeweiligen Landesabteilungen eh arm rechnen. Da nimmt man eben mal höhere Lizenzgebühren für den Namen "amazon" und schon passt es wieder. Macht Ikea ja schon seit Jahren so.
 
Wenn unsere Politik konsequent wäre würde sie ein Gesetz schaffen, dass Hersteller / Unternehmen die nicht brav ihre Steuern hier abführen ihre Waren schlichtweg hier nicht mehr verkaufen dürften. Bei Nichteinhaltung beispielsweise der Sicherheitsbestimmungen funktioniert das schließlich auch. Aber so lobbydurchsetzt wie unsere Politik ist wird man da noch ewig drauf warten und leider werden nur gerne Harz IV-Empfänger als Sozialschmarotzer gebrandmarkt und gesellschaftlich ausgeschlossen, wo doch genau solche Unternehmen meiner Meinung nach den wirklich großen sozialen Schaden anrichten.
 
@Memfis: Das würde noch mehr Steuerverlust bedeuten, weil die Mehrwertsteuer dann auch wegfiele. Immer ein wenig weiter denken, als bis zur eigenen Hutkrempe ;)
 
@iPeople: Für die Konzerne wäre das aber auch katastrophal, weil deren Shareholdern dann ein Ei nach dem anderen aus der Hose fällt, weil die Umsätze und die Dividende nicht stimmen.
 
@gandalf1107: Und? Dafür sind Konzerne nunmal da. Und Investoren, also Aktienkäufer wie Du und ich, erwarten nunmal von "ihrer" Firma einen Anteil am Gewinn.
 
@iPeople: sollten Konzerne nicht auch einen gesellschaftlichen Aufrag haben? Ich weiss, sowas ist momentan Illusion.
 
@PeterA: Haben sie doch. Und Du kannst teilhaben, jeder von uns kann das.
 
@iPeople: Und, hat Apple dir was vom Gewinn ausgezahlt? Oder haben sie dir nur etwas von neu aufgenommenen Schulden ausgezahlt?
 
@TiKu: Du hast schon verstanden, warum Apple leber Kredite aufnuimmt, um diese Rendite zu zahlken, statt die Barreserbven anzugreifen? Das gehört nämlich zum Steuersparkonzept, Du Genie. Mal abgesehen davon: Sag mal, selbst wenn man über Wetter redet, würdest Du Apple ins Spiel bringen, oder? Meine Fresse, muss Dein Leben langweilig sein, wenn man so intensiv sein Feindbild pflegen kann und muss.
 
@iPeople: Du Genie hast schon verstanden, dass es genau diese Steuervorenthaltung ist, die ich den Großkonzernen ankreide? Apple hat bspw. mehr als genug Geld, sie haben es nicht nötig, jeden Cent Steuer zu sparen. Trotzdem machen sie es. Sowas ist unsozial. Aber was erklär ich das einem BWLer... Er verstehts ja doch nicht...
 
@TiKu: Firmen sind gar nicht dazu da, sozial zu sein. Dafür ist die gewählte Regierung da, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Sollen die USA doch ihre Gesetze so stricken, dass solche Konstrukte, wie sie Apple, Google und Co machen gar nicht erst möglich sind. Unsozial sind also die Politiker.
 
@iPeople: Klar, und die die solche Gesetzeslücken ausnutzen, sind natürlich nicht unsozial... Soziales Verhalten zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass man von selbst so handelt und nicht dazu gezwungen wird.
Aber du hast es ja schon richtig erkannt: Firmen und die BWLer-Schar dahinter sind nicht sozial.
 
@iPeople: Die Mehrwertsteuer wird immer in dem Land verrichtet in dem du verkaufst. Und die zahlt nicht der Unternehmer, sondern immer der Verbaucher.
Hier geht es um die Gewinne der Unternehmen. Die werden nämlich in der regel am Firmensitz versteuert.
Wichtig wäre auch die Steuersätze fürGewinne von Unternehmen auch an die der Arbeitnehmer anzupassen - nämlich bis zu 45%.
 
@LastFrontier: So ein Quatsch. Unternehmensgewinne gehören im Gegenteil eher NICHT besteuert.(Gewinn Ausschüttungen: Ja) Jeder Zusätzliche Euro, denn ein Unternehmen ausgeben kann hilft der Wirtschaft und der Staat zieht mehr Profit aus mehr Lohnnebenkosten, Einkommensteuer usw. Investitionen schaffen Arbeitsplätze, Je Mehr ein Unternehmen investieren kann, desto besser für jeden.
 
@dognose: aus diesem Grund wird die Scheere zwischen arm und reich auch grösser. Solange Unternehmen Hungerlöhne zahlen, sollten sie besser nicht wachsen.
 
@PeterA: Zumindest in D wird niemand gezwungen, zu Hungerlöhnen zu arbeiten. Und in anderen Ländern ist selbst Hungerlohn > Nichts.
 
@iPeople: Wenn du im ALGII Bezug hängst schon. Da sind sogar 0€ Praktika die Regel.
 
@PeterA: Da machst du es dir zu einfach. Zu den Hungerlöhnen gehören (in D zumindest) immer noch zwei Seiten.

Das Unternehmen welches die Hungerlöhne ausscheibt.
Und ein Arbeiter, der diesen Hungerlohn annimmt.

Würde es keine Arbeiter geben, die für diesen Hungerlohn arbeiten, geht entweder das Unternehmen Pleite (weil keine Arbeiter) oder es ist gezwungen mehr zu bezahlen.
Aber solang sich Arbeiter finden, die diesen Hungerlohn akzeptieren, kann der Lohn nicht soooo schlecht sein.

Oder lustigerweise wie im "Facharbeitermangel" (der nicht wirklich existiert) man betreibt massiv Lobbyarbeit um billige Arbeitskräfte zu importieren. Aber das ist ein anderes Thema.
 
@dognose: Ein Unternehmen tätigt Investitionen um wettbewerbsfähig zu bleiben und um seine Gewinne zu reduzieren damit der Staat eben so wenig wie möglich diese (Gewinne) Abgreifen kann.
Ein Unternehmen kann sich "arm" rechnen. Eine Arbeitnehmer/Anmgestellter nicht.
Die Arbeitsplatzkeule kannst du in die Tonne treten - denn von den Arbeitnehmern profitiert das Unternehmen ja auch.
 
@BartVCD: Nein, auch bei den 0€-Praktika wirst du bezahlt, nur indirekt.
Ohne die Tätigkeit wird das Geld vom Staat gekurzt, also kann man den dieses Geld als Bezahlung sehen, der Boulevard stellt es natürlich gerne anders da.
 
@floerido:
Du findest es also richtig, dass diese 0€-Praktika nicht nur mit Hungerlöhnen "bezahlt" werden, sondern auch noch dass Du sie mit Deinen Steuergeldern bezahlen darfst?
Hut ab!
 
@BartVCD: Ich wette, Du kannst keinen Fall zeigen, bei dem jemand zu einem 0-Euro-Praktikum gezwungen wurde.
 
@iPeople: Gerade erst vor 2 Monaten auf "Die Welt" gelesen, also ja kann ich
 
@BartVCD: Dann hast Du da bestimmt was falsch verstanden. Aber Du kannst mir gern den LINK geben und ich schau mir das mal an.
 
@LastFrontier: Die Mehrwertsteuer wird aber erst durch das Produkt fällig. Ohne Produkt keine Mehrwwertsteuer, darum ging es mir. Natürlich bezahlt das nicht die Firma direkt, aber es ist nunmal eine Folge des Verkaufs eines Produktes.

Sorry, aber 45% halte ich bei Firmen UND Privatpersonen für eine Art Enteignung. Und wie dogose schon schrieb, wenn der Staat der Firma seinen halben Gewinn als Steuern abschöpft, wird die Firma versuchen, auf Kosten der Mitarbeiter zu mehr Gewinn zu kommen. Und wenn eine Firma die Hälfte ihres Gewinnes abführen müsste, dann fehlt das Geld für Investitionen. Und in einer Wirtschaft, die davon lebt, dass stetig eine Steigerung erfolgt, sind Investitionen sehr wichtig.
 
@iPeople: es sollte aber auch um eine gerechtere Verteilung der Gewinne gehen.
Wenn Arbeiter 45% von ihrem Lohn abgezogen bekommen, können die auch weniger ausgeben und das ist schlecht für die Wirtschaft. Nur weil Unternehmen eine grössere Lobby haben, sollte das nicht vergessen werden.
 
@iPeople: Schonmal überlegt, was für Sozialstaaten möglich wären, wenn Großkonzerne ihre Steuern zahlen würden? Schonmal überlegt, dass die Menschen dann viel mehr konsumieren könnten, weil sie mehr Geld hätten? Schonmal überlegt, dass die Konzerne dann deutlich besser ausgebildete Arbeiter haben könnten?
 
@PeterA: Ich bin generell dagegen, 45% durch Steuerzahlungen abgezogen zu bekommen, ob Privat oder Firma.
 
@TiKu: Wie gut das funktioniert hat, haben wir in der DDR gesehen. Wie gut das immernoch funktioniert, haben sehen wir in Nordkorea. Sorry, aber wie sozial willste Deutschland denn noch haben? Und wenn Jugendliche lieber Kiffen, saufen und feiern, hilöft auch Geld nicht. Wer lernen will, bekommt in D dafür sehr gute Vorraussetzungen. Schonmal überlegt, wo Firmen hingehen, wenn ihnen der Gewinn zur Hälfte genommen wird? Dann haben wir gar nichts mehr.
 
@iPeople: Das ist das Grundproblem an der ganzen Steuergeschichte.

WENN Deutschland als einziges Land "sinnvolle" Steuergesetze erlässt (faire Anteile für Arbeiter und Unternehmen) haben die Unternehmen absolut keinen Grund mehr in D zu bleiben, weil sie praktisch überall anders willkommen sind, was die Steuergesetze angeht.

Diese ganze Steuergeschichte funktioniert eigentlich nur global. ALLE Länder müssten praktisch die gleichen Steuergesetze haben, damit es für die Unternehmen keinen Unterschied mehr macht, wo sie ihren Sitz haben. Witzigerweise ist das das gleiche Prinzip wie beim idealistischen Kommunismus, auch der funktioniert (angeblich) NUR wenn es global umgesetzt wird.

Ich gebe dir auch bei den 45% Recht. Aber aktuell sieht es in D doch so aus, dass der Arbeiter schnell an die 45% Steuern bezahlt und die Firmen (zumindest die global Player) da weit drunter liegen.
Ja das hat durchaus einige positive Effeke (wie wir weiter oben schon diskutiert haben), aber meiner Meinung nach würden sich diese Effekte auch einstellen, wenn die Steuerlast gleichmässiger Verteilt wäre.
Mehr Geld beim Arbeiter, damit mehr Konsum möglich, damit mehr Einnahmen bei den Unternehmen, dadurch mehr Investment möglich, dadurch mehr Arbeiter, und dadurch mehr Steuern.

Und es wäre einfach deutlich fairer. Ich glaube das nur da das Problem liegt. Der "kleine" Mann sieht praktisch die Hälfte seines Geldes verschwinden (auch wenn es sinnvoll genutzt werden würde) und sieht auf der anderen Seite große Firmen wie Amazon, Apple, Google, MS, etc etc...die durch diverse Steuertricks praktisch gar nichts bezahlen, oder zumindest nicht in den gleichen Topf einzahlen (Es bringt einem Deutschen gar nichts, wenn Amazon in Luxemburg Steuern bezahlt)
Und dieses Ungleichgewicht müsste idealerweise weg. Das geht aber nur international, was nicht passieren wird....
 
@iPeople: Dein Vergleich ist absolut unsinnig und zeigt, dass die Bildung in Deutschland vernachlässigt wird. Die DDR ist u.a. daran zugrunde gegangen, dass die Preise und Produkte vom Staat diktiert wurden. Wo fordere ich aber sowas?
Die Unternehmen gehen so oder so - spätestens dann, wenn sie in einem anderen Staat noch billiger produzieren können. Die Unternehmen können aber schwerlich auf den westeuropäischen Markt verzichten. Darüber kann man die Unternehmen also steuern.
Nochmal zur Bildung: Selbst wer lernen will, hat mit relativ schlechter Ausstattung der Schulen und Universitäten zu kämpfen.
 
@Draco2007: Kannst Du mir bitte vorrechnen, wie der kleine Arbeiter 45% Steuern zahlt?
 
@TiKu: Die DDR ist an vielem zu Grunde gegangen, aber bestommt nicht daran, dass die Preise zentral festgelegt wurden.
Ich habe nicht behauptet, Du würdest diktierte Preise fordern.

Die Unternehmen gehen aber schneller, wenn man ihnen dauernd Knüppel zwischen die Beine schmeißt.

Staatliche Schulen sind immer, auf der ganzen Welt, nachteilig ausgestattet. Trotzdem ist ein lernen möglich, denn die Schule ist dafür da, Grundlagen zu vermitteln. Wer mehr will, sollte sich auch mal zu Hause auf den Hintern setzen. Schieb nicht immer alles auf andere.
 
Die drehen sich das eh alle hin wie es passt. Verhungern müssen solche Großkonzerne sicher nicht.
 
Oh, DANKE, DANKE, DANKE, lieber Großkonzern, dass du dich herablässt, nun auch wie ein Normalsterblicher oder jedes einzelne mittelständische Unternehmen Steuern zu zahlen. Das muss ja direkt gelobt werden, diese Entwicklung, nachdem man jahrelang Abermillionen an Steuergeld auf unfaire Weise abgezweigt hat. Eine Runde Applaus für den Großkonzern, der nun sicher einen anderen Weg gefunden hat, sich gehörig zu bereichern.
 
Wird nur leider nicht viel bringen -> Vorletzter Abdatz http://tinyurl.com/qyhnygq Schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf TTIP.
 
Daran kann sich die Applebande ein Beispiel nehmen.
 
Das ist mehr Schein als Sein. Schaut einfach mal auf einige eurer Amazon Rechnungen. Da steht dann folgendes "Amazon EU S.a.r.l; 5, Rue Plaetis. L . 2338 Luxembourg, Steuernummer: 04019490837, USt-ID : DE814584193"
Da ist dann nicht viel mit Steuern zahlen.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/luxemburg-leaks-wie-amazon-steuern-spart-1.2209884
 
@kubatsch007: Erst mal bitte den Beitrag lesen.
 
>"Amazon ist dafür bekannt, nur geringe Gewinnmargen einzufahren und viel zu reinvestieren - womit sich das Unternehmen steuerlich gesehen arm rechnen kann."
Kann mir das mal einer erklären? Es wird doch Umsatz versteuert und nicht Gewinn.
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