Evernote-Chef: Europäische Server schützen nicht vor Spionage

Geht es nach dem Chef des Notizdienstes Evernote haben die aktuellen Bemühungen verschiedener Regierungen und Unternehmen, die Speicherung der Daten von europäischen Nutzern auf Server in Europa zu beschränken, keinen praktischen Nutzen. mehr... Server, IBM System x, IBM Server Bildquelle: IBM Server, IBM System x, IBM Server Server, IBM System x, IBM Server IBM

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Das letzte Wort des Artikels ist wohl das treffendste.
 
@HeadCrash: +++ von mir. Sicherheit war, ist und bleibt eine Illusion.
 
Die Argumentation für diese Gesetzesentwürfe würde ich gerne sehen..
 
@tisali: Schreibtischtäter X hat keine Ahnung und verfällt in hektischen Aktionismus, nachdem der Chef sich erkundigt hat, woran er gerade arbeitet.
 
@Gelegenheitssurfer: Ja, sowas in der Art muss es sein.. Einfach unglaublich..
 
Ob die Daten in Europäischen oder Amerikanischen Servern gespeichert werden ist egal, denn ob die NSA oder BND oder GCHQ Zugriff haben, ist gleichermaßen schlimm und somit Jacke wie Hose...
 
@Peter Griffin (03): Wobei, wenn überhaupt, europäische Server korrekter heißen müßte, Server von europäischen Firmen mit Geschäftssitz in Europa. Denn so lange Server von US-Firmen in Europa stehen, unterliegen sie dem National Security Act und müssen !!! deshalb auch den diversen us-amerikanischen Behörden / Institutionen -und nicht nur der NSA !- Zugang / Infos gewähren. Dies ist auch so, wenn diese Server von Tochterfirmen / Niederlassungen usw. von US-Firmen in Europa betrieben werden.
 
es geht auch darum das US behörden nicht einfach zugang zu daten von EU bürgern bekommen. aber auch sind die durch einen serverstandort in der EU an dem hier herschenden datenschutz gebundne.
 
@gast27: Welchen Datenschutz meinst du?
 
@tisali: Sehe es gaaanz neutral: Sie unterliegen den Datenschutzgesetzen in Europa und nicht denen der USA. Damit ist noch nicht ausgedrückt ob diese Besser sind oder was.
 
hatte deren app auf dem neuen handy vorinstalliert, aber in weiser vorraussicht gleich deinstalliert...die hatte sich auch zu viele rechte genehmigt...der evernote-chef weis offensichtlich überhaupt nicht was privatsphäre ist...
 
Mr Phil Libin hat sich wohl nie um Daten-Sicherheit gekümmert. Da er aber Informatik erlernte, also dennoch aus dieser Ecke kommt, denke ich eher das er von Natur aus ein Chaot ist. Kenne auch solche Informatiker, die würde ich aber niemals als Sys-Admins anstellen, sonst ist es günstiger und auch nervenschonender die Abteilung an einen Dienstleister auszulagern.

3 Szenarien würden schiefgehen, wenn wir es nach seinen Ideen durchführen würden.
1. (Privat) Gerichtsfall Scheidung. Die örtliche Polizei kommt noch nicht einmal mit der Unterschrift des Konto-Besitzers an die Notizen ran, da das US-Recht greift. Man kann es zwar durchboxen, aber mit viel Nerven und viel Geld.
2. (Firma) Firmennotizen beinhalten meist sensitive Daten über Kunden, Finanzen, Produkte, Arbeitgeber etc. auch Passwörter. Diese sind auf US-Server "vogelfrei". Auch ist der Weg dorthin meist unsicher, da auch kein VPN Tunnel verfügbar.
3. (Betreiber) Was passiert mit den Daten wenn der Betreiber konkurs geht, oder es eine Polizei-Razia gibt? Sind die Daten noch vollständig vorhanden wenn Storages abschmieren? Verfügbarkeit, wenn Störungsfall?
 
Es geht doch nicht nur um den Mißbrauch der Daten durch "Dritte".
Es geht auch darum, dem Anwender gegenüber der Firma, die die Daten hosted, eine gewisse Rechtssicherheit zu geben, da dort dann europäisches Recht zur Anwendung kommt.
 
@heidenf: Aber nur wenn diese Firma eine vollkommene europäische ist mit Hauptsitz usw. in Europa. Keine Tochterfirma / Niederlassung von US-Firmen.
 
Na klar- der Fachmann der behauptet, dass es egal ist wo die Daten liegen ist ja auch der Chef einer US Firma. Denen ist es natürlich ein Dorn im Auge, dass sie unter europäisches Recht kommen wenn sie Server ausserhalb der USA installieren müssen. Es macht einen riesen Unterschied welchen Weg die Daten nehmen, wo sie gespeichert sind und unter welchem Recht man seine Ansprüche geltend machen kann. So schaut's aus.
 
@Pixel&Bytes: Falsch! Wenn sie Server ausserhalb der USA installieren müssen, unterliegen sie trotzdem noch dem US-Recht gemäß National-Security-Act und damit haben alle Behörden / Institutionen der USA -nicht nur NSA !- Zugriff darauf. Denn sie können durch diese Behörden / Institutionen der USA -nicht nur NSA !- in den USA auch gerichtlich unter Druck gesetzt werden durch extrem hohen Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafe für die dortigen Manager / Mitarbeiter usw. Deshalb sind von US-Firmen in Europa installierte Server KEINE ! Sicherheit! Dies gilt auch wenn diese von Tochterfirmen / Niederlassungen der US-Firmen hier betrieben werden.

Ganz nebenbei: Im Zuge der "Zusammenarbeit" von NSA und BND u.a. dürfte es fast schon egal sein wo die Server stehen. Wie wir ja der aktuellen Diskussion um NSA / Suchselektoren / BND / Bad Aibling entnehmen können.
 
Mir fällt dazu immer das Zitat ein, welches Kurt Tucholsky zugeschrieben wird:

Würden Wahlen was ändern, so wären sie verboten!
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