Nokia Here-Verkauf: BMW, Audi & Daimler verbünden sich mit Baidu

Im Bieterstreit um Nokias Karten- und Navigationsdienst Here soll es in den kommenden zwei Wochen endlich konkret werden. Bisher gibt es nur Gerüchte rund um den Verkauf der Maps-Sparte der Finnen. Laut dem Wall Street Journal werden nun aber schon ... mehr... HERE Maps, Nokia HERE for Android, HERE Android Bildquelle: Nokia HERE HERE Maps, Nokia HERE for Android, HERE Android HERE Maps, Nokia HERE for Android, HERE Android Nokia HERE

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Da Apple mit im Spiel ist und bekanntlich einige Mrd$ rumliegen hat...wenn Apple will dann Apple bekommt
 
@Wumps:
Bei einem angestrebten Kaufpreis von 2 bis 4 Mrd. sollte es für keinen der oben genannten Unternehmen ein Problem sein es zu kaufen. Alle haben genug Geld und selbst wenn nicht, bei den niedrigen Zinsen sollte sich selbst ein Kredit lohnen.
 
@Wumps: Ach, Apple nimmt für sowas lieber einen Kredit auf und lässt die Milliarden lieber weiter rumliegen und enthält sie so dem Wirtschaftskreislauf vor.
 
@TiKu: apple nimmt kredite auf weil sie geld sparen wollen. wenn die geld aus der eu nach amerika transferieren wegen eines kaufes müssen sie irgend ne steuer bezahlen, die ist richtig heftig. deshalb lohnt sich ein kredit um das irgendwie zu umgehen. das kommt davon wenn man die gelder in der welt verteilt.
 
@Odi waN: Die Gründe sind mir bekannt. Ich finds aber etwas affig, bei einem so riesigen Vermögen Kredite aufzunehmen, um Steuern zu sparen. Es ist ja nicht so, dass sie nicht von den Staaten, in denen sie operieren, profitieren würden.
Das zeigt wie krank das ganze System ist.
 
@TiKu: tja aber bei diesem vermögen sehen -35% auch nicht mehr gut aus. ;) und wir alle kennen ja die geldgier vom apfel. ;)
 
@TiKu: "und enthält sie so dem Wirtschaftskreislauf vor." und du würdest es natürlich anders machen hättest du das geld zur verfügung. ab und zu deklassierst dich wirklich zum 'Oberwappler'.
 
Wieso verkauft man eigentlich eine profitable Sparte die wohl auch in Zukunft eher wachsen wird? Ist es nicht besser für ein Unternehmen auch noch ein zweites, wenn auch vergleichsweise kleines Standbein zu haben? Ich kenne Here Maps von Windows Phone und nutze die App jetzt auch unter Android zum navigieren. Ich glaube wenn das BMW, Audi, Daimler Konsortium den Zuschlag erhält wird die Entwicklung, zumindest für mobile Geräte, ziemlich stocken. Innovationsfreudig finde ich die Firmen nämlich nicht, die wirtschaften eher nach dem Motto "mal gucken was die anderen so machen".
 
@Wezza: Soweit ich weiss macht Nokia damit aber keinen/kaum Profit. Weiss auch nicht was ich davon halten soll, mir wäre es auch lieber es bleibt bei Nokia oder vielelicht MS bei den anderen mache ich mir da auch etwas Sorgen um die Weiterentwicklung und Apple hat vermutlich eher weniger Interesse, habe doch vergleichbare Dienste.
 
@Wezza: Das nennt sich dann "Konzentration aufs Kerngeschäft". Wenn die Fusion mit Alcatel Lucent klappt, ist Nokia mit einem Schlag ganz Nah an der Marktführerschaft. Ziel ist es Marktführer zu werden. Dafür braucht man Cash. Der einfachste Weg ist in diesem Fall die Sparte die nicht zu Kerngeschäft gehört ab zu stoßen. Und so profitabel ist Here auch nicht. 31 Millionen Euro Gewinn in 2014. Bei einem Wert von (mindestens) 2 Mrd. ist das ein KGV von 64,52. Dabei nur eine Marge von 3,2%. Es würde also aus Sicht 2014 (bei gleich bleibenden Gewinnen) mindestens 64 Jahre dauern um den Wert von 2 Mrd., den man beim Kauf mindestens erzielt, als Gewinn ein zu nehmen. Und bei einer Mage von nur 3,2% kann man auch schnell mal Verluste machen. Zum Vergleich, das Gesamt KGV von Nokia liegt aktuell bei 18,93 und die Marge in der Netzwerksparte bei 12.2%. Here gehört also nicht nur nicht zum Kerngeschäft, es ist auch das mit Abstand schwächste Glied.
 
@markox: Nokias Kerngeschäft: Gummistiefel und Fahrradreifen. Damit sind sie groß geworden. Und wenn man den News zu Alcatel glauben schenkt, geht es gar nicht darum wieder eigene Hardware zu verkaufen sondern nur noch Lizenzen. Da soll nur noch der Name ziehen. So wie Grundig oder AEG und ähnliche. Ich persönlich bezweifele dass das in einem globalem Markt auf Dauer funktioniert. Selbst Grundig holt hier in Deutschland niemand mehr hinter dem Ofen vor. Was soll das dann erst werden wenn jede "Technologiebude" sich den Namen Nokia vorne drauf drucken darf und am Ende ist der Kunde unzufrieden. Hersteller wie Samsung, LG, HTC werden sicher keine Nokializenzen kaufen.

Ganz am Ende sind nur noch Erinnerungen an ein 3210, die Möglichkeit Klingeltöne per SMS zu beziehen, verpasste Chancen bei Smartphones, Steven Elop und Nokiahardware die weit weg von dem ist was sich die Generation Nokia (ich gehöre dazu. Von 1998-2012 ausschließlich Nokia-Telefone besessen!) unter Nokia vorstellt.
 
@wieselding: "Nokias Kerngeschäft: Gummistiefel und Fahrradreifen." Na, das ist ja nun schon eine ganze Weile her und mittlerweile ein ganz anderes Unternehmen, an dem Nokia meines Wissens nach heute keinen Anteil mehr hält http://de.wikipedia.org/wiki/Nokian_Renkaat.
"Und wenn man den News zu Alcatel glauben schenkt, geht es gar nicht darum wieder eigene Hardware zu verkaufen sondern nur noch Lizenzen. Da soll nur noch der Name ziehen." Und auch das ist falsch. Das Kerngeschäft sind nicht Namen, Lizenzen oder Geräte für Endkunden, sondern Netztwerktechnik, also durchaus greifbare Hardware, aber für Firmenkunden. Alcatel hat übrigens auch nichts mehr mit den Handys und Smartphones zu tun die ihren Namen tragen. Die Lizenz hatte ein chinesisches Unternehmen schon vor 10 Jahren gepachtet: TCT Mobile Limited. Bei Philips z.B. funktioniert so ein Lizenz Modell scheinbar ganz gut, die TVs kommen seit c.a. 3 Jahren auch nur noch von einen chinesischen Lizenz-Hersteller und ich denke mal die wenigsten haben es gemerkt. Das Nokia N1 ist doch ein guter Anfang. Ich denke, wenn Nokia ein Auge auf die Produkte hat und nun mit einem gewissen Anspruch nach Kontrolle Produkte mit dem Markennamen frei gibt könnte das durchaus funktionieren. Aber das ist ja eh alles "Nokia Technologies" und hat wiederum mit dem Kerngeschäft "Nokia Networks" nichts zu tun.
 
Nokia hat im Jahr 2007 Navteq für $8,1 Milliarden übernommen. Sollte man bei der Rechnung nicht vergessen, auch wenn das betriebswirtschaftlich wahrscheinlich (kenne mich da nicht aus) nicht mehr auftaucht. Weiterhin nutzt seit Kurzem auch Facebook teilweise die Karten von Here. Ich denke, es gibt im Kartensegment noch genug Potential welches man in Zukunft ausschöpfen sollte. Wie du selbst sagtest sind die 31 Millionen keine Konstante, in beide Richtungen.

Siemens will sich übrigens auch auf das "Kerngeschäft" konzentrieren. Welch Ironie, Siemens und Nokia mit ähnlichen Zielen.
 
Ich denke sie verkaufen eine profitable Sparte aus dem selben Grund wie es alle anderen auch machen,
A: Die Sparte ist nicht so profitabel wie erwünscht oder/und B: Sie gehört nicht zur Kernstrategie des Unternehmens.
Ich würde mir wünschen das die deutschen Autobauer den Zuschlag erhalten, es dann in Ihre Systeme integrieren und die Weiterentwicklung einem externen Softwareunternehmen (an welchem sie beteiligt sind) überlassen würden.
 
@Evonics: Dann doch lieber Bosch, die arbeiten schon seit Jahren an Navigationssystemen, die wissen was man tut.
 
@Knerd: Ähm.... das war mir jetzt neu, aber du hast anscheinend Recht. Früher hat Bosch mit Blaupunkt zusammen gearbeitet und damals waren die Blaupunkt Geräte auch wirklich gut. Seit einiger Zeit sind sie nur noch China Schrott... Aber die Bosch Geräte werde ich mir mal genauer ansehen... sehen wirklich gut aus! Danke für den Tipp
 
@b.marco: Bosch verkauft nicht an Endkunden ;) Und Blaupunkt hat mit Bosch nichts mehr am Hut, die wurden verkauft ;)
 
@Evonics: "Denn die deutschen Autobauer BMW, Audi und Daimler sollen sich jetzt einen weiteren finanzstarken Partner mit ins Boot geholt haben - das chinesische Technologie-Unternehmen Baidu."
Hm, also wenn ich in diesem Zusammenhang Baidu lese, glaube ich weniger, dass die genannten deutschen Autobauer auf die Finanzkraft von Baidu angewiesen sind. Die sollten zusammen problemlos so eine Übernahme stemmen können.
"[...] und die Weiterentwicklung einem externen Softwareunternehmen (an welchem sie beteiligt sind) überlassen würden." Ich denke eher, dass genau hier Baidu in Spiel kommt. Also z.B. Baidu mit einer Mehrheitsbeteiligung und die Autobauer jeweils mit einer Minderheitsbeteiligung. Baidu würde sich dann um die Entwicklung und das Geschäft kümmern und die Autobauer hätten Mittspracherecht/Einflussnahme und könnten sich Vorteile sichern. Oder eine 50/50 Beteiligung Autobauer/Baidu. So hätten sie gleich zwei Vorteile gegenüber deiner Idee, sie müssten weniger investieren und sie hätten keinen Aufwand (Gründung und Steuerung der Betreiberfirma).
 
Wenn das Theater da so weiter geht, Kauf ich den Laden...
 
@Mitglied1: also wenn das so ist, dann mach mich zu deinem Vermittler und gib mir dafür 1 Mio. Das fällt bei dem Geschäft gar nicht auf und ich hätte auch was davon...
 
microsoft sollte den laden kaufen und in bing maps integrieren.
 
@Odi waN: Nutzt Bing Maps nicht sogar schon Nokia?
 
@Paradise: ja deswegen ja.
 
Gerade auf Welt.de gelesen das über bis zu 3mrd Dollar bietet. Denke das wird den Preis in die Höhe treiben
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