American Airlines: Probleme einer iPad-App verhinderten Abflüge

Die US-Fluggesellschaft American Airlines konnte gerade in mehreren Fällen nicht rechtzeitig abheben, da Probleme mit einer iPad-App auftraten. Das Unternehmen hatte bereits vor einiger Zeit seine Handbücher und Karten, die im Pilotenkoffer ... mehr... Flugzeug, Dreamliner, Boeing 787, Qatar Air Bildquelle: Boeing Italia Flugzeug, Dreamliner, Boeing 787 Flugzeug, Dreamliner, Boeing 787 Boeing Italia

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Haben sie versucht das iPad einmal aus- und wieder einzuschalten?
 
Ich bin ein absoluter Freund von Digitalisierung, aber es gibt Bereiche (z.B. Luft- und Raumfahrt) wo eine gute Menge Papier nicht schlecht ist.
 
@Knerd: Papier kann auch kaputt gehen...
 
@DNFrozen: Davon kann ich aber zu lächerlich geringen Kosten 200 Kopien machen ;)
 
@Knerd: Digitale Kopien kosten noch weniger und du kannst Papier auch nur Kopieren wenn dein Original nicht beschädigt ist. oder sollen alle Karten und Daten 20 mal vorher kopiert werden für den fall das eins kaputt geht......
 
@DNFrozen: Die Karten sind doch digital und werden ausgedruckt. Im Flugzeug halte ich Papier für sinniger.
 
@DNFrozen: Papier funktioniert aber auch ohne Akku, ohne OS und ohne App!
 
@Knerd: ob du jetzt ein Tablet mit daten oder einen Ordner mit Papier dabei hast ist doch egal... das Tablet kann Software fehler haben und kaputt gehen.
Im Ordner kann schnell eine Seite fehlen ohne das es jemand bemerkt oder der Drucker kann Probleme mit der Tinte haben oder es wird der Ordner vertauscht und so weiter.......

in beiden fällen kann was schiefgehen aber es ist auch in beiden fällen unwahrscheinlich.
 
@DNFrozen: Das der Akku leer ist oder die Software spinnt, ist öfter der Fall als, dass das Papier fehlt.
 
@Knerd: deshalb gibt es ja das Ersatzgerät...
 
@Knerd: Oder man setzt auf Redundanz und nimmt einfach beides.
 
@DNFrozen: ... welches auch defekt war, vermutlich weil gleichzeitig dasselbe Update aufgespielt wurde...
 
@DNFrozen: Na toll... Doppelt Geld rausgeschmissen! Wie viele Kopien kann man für das Geld machen! Ich wette das die Anschaffung der Geräte (in Abhängigkeit der Lebensdauer) mehr kosten als die Daten auf Papier!
 
@Hans Meiser: ja aber tablets können aber deutlich mehr als Papier sie haben suchfunktionen, sie können in karten reinzoomen oder rauszoomen je nach Situation. Sie zeigen Wetterdaten aktuell an welche schon veralten ab dem augenblick wo sie ausgedruckt werden. außerdem nehmen sie wesentlich weniger Platz ein.
https://www.youtube.com/watch?t=57&v=yWzIPVgh1Xg
https://www.youtube.com/watch?v=K-mU4BueSus
 
@Knerd: Die Bäume werden es dir danken, ich habe schon seit 2011 ein Papierloses Büro und bis heute klappt das auch hervorragend.
 
@BartVCD: Warum die Bäume? Altpapier kann man auch wiederverwenden ;)
 
@Knerd: Stimmt schon, nur bezweifel ich dass bei unserer verschwendung von Papier ausreichend Altpapier vorhanden ist um den Bedarf abzudecken.
 
@krauthead: http://de.wikipedia.org/wiki/Papierrecycling#Altpapiermengen Es sind knapp 7 Mio Tonnen "Nichtaltpapier".
 
@krauthead: Dann fang endlich an zu recyclen!
 
@Hans Meiser: ich weiß zwar nicht wieso du mich so dumm von der seite angehst, aber wenn es dir etwas bringt, mach nur :)
 
@krauthead: Wonach beurteilst Du das?
 
@Knerd: Eines vergisst du dabei aber: Papier wiegt einiges, d.h. du hast allein schon durch die Mitnahme von 15-30 kg Papier erhöhte Kosten für Kerosin. Es mag nach wenig klingen, aber bei einer Anzahl von tausenden Flügen pro Airline pro Jahr kommt da einiges zusammen.
Mal davon abgesehen, wird in Deutschland das EFB schon seit der Jahrtausendwende eingesetzt, die Lufthansa hat damit 1999 angefangen, Air Berlin Anfang der 2000er -> http://www.spiegel.de/reise/aktuell/us-piloten-navigieren-per-ipad-a-857234.html. Ich glaube nicht, dass es sich solange gehalten hätte, wäre es so unzuverlässig.
 
@DNFrozen: Einlaminieren!
 
@Hans Meiser: das würde die kosten vervielfachen und ist ein ziemlicher aufwand da das für jeden Flug gemacht werden muss.
 
@DNFrozen: aber mit zerissenen Blättern kann ich trotzdem noch arbeiten,sieht bei einem Pad schlecht aus...
 
@Knerd: Bei täglich sooooo vielen Flügen wiegt der verspätete Abflug einiger weniger Flüge weniger als der ganze schwer zu administrierende Papierkram. Und es kam auch schon vor, dass Piloten während der Vorbereitungszeit falsche papiere mitnahmen, was ähnliche Konsequenzen hatte. Stand halt nur nicht bei WF, weils nicht IT ist ;)
 
@Knerd: Soweit ich weiß, kann man bei Papier nicht einfach die Suchfunktion öffnen um schnell bei der gesuchten Stelle im Dokument zu sein. Hier bietet das Tablet Vorteile, vor allem weil im Flugzeug durchaus Sekunden zählen können! Vom ökologischen Gesichtspunkt ganz zu schweigen. Ein (oder 2) iPad(s) wiegt wesentlich weniger als ein großer Dokumentenkoffer, sodass auch der Spritverbrauch (sorry Quelle nicht mehr gefunden) in der Hochrechnung gesenkt werden kann. Und oben drauf werden noch Bäume verschont.
 
Unglaublich, was sich grosse Airlines mittlerweile erlauben. Da bin ich ja froh, dass ich mittlerweile selber fliegen darf und mich in so einen Seelenverkäufer nicht mehr hineinhocken muss.

iPads haben bei heftigen Flugbewegungen auch eine gehörige Eigenmasse bei recht dünnen Kanten, und fliegen so unter Umständen gegen die Instrumentenpanele und beschädigen diese. Dazu gehen sie auch kaputt, wenn sie irgendwo einschlagen/herunterfallen und haben dann auch noch einen bei Herstellungsfehlern wie Verunreinigungen im Material, bei Beschädigungen oder bei Kurzschlüssen in Flammen aufgehenden oder gar explodierenden Li-Ionen-Akku im Gerät verbaut.

Schon das Li-Ionen-Akkus überhaupt in die Druckkabine von Passagierflugzeugen dürfen, halte ich für ziemlich daneben. Li-Ionen-Akkus sind perfekte Brandsätze. Mit Mitteln, die einem in einem Flugzeug zur Verfügung stehen, löscht einen einmal brennenden Lithium-Ionen-Akku niemand und das Ding setzt aufgrund der Temperatur mit der es brennt selbst schwer entflammbares Material in der Kabine (oder bei den iPads eben im Cockpit) in Brand und entwickelt dazu u.U. noch so viel giftige Abgase und die Sicht nehmenden Rauch, dass die Piloten vom Cockpit nicht mehr viel sehen, selbst wenn sie über ihre Atemmasken weiterhin atmen können und der Brand nichts weiter im Cockpit entzündet.

Ein Freund hat mal gezwungenermaßen ausprobieren dürfen, einen Li-Ionen-Akkubrand zu löschen. Der hat es damals gerade noch geschafft sein qualmendes Notebook aus dem Fenster zu halten und den kurz danach abbrennenden Akku in seinen Garten "abzuwerfen". Mit seinem Autofeuerlöscher hat er da nichts gelöscht bekommen und beinahe hätte er sich noch verletzt, weil eine Zelle in dem Akku bei seinen Löschversuchen gepplatzt ist und das dann eine Stichflamme gab. Danach ist er lieber im Haus in Deckung gegangen und hat das Ding komplett abbrennen lassen. Der Brandfleck ist nach Jahren immer noch auf seinem Rasen zu sehen. Da wächst wohl im wahrsten Sinne des Wortes kein Gras mehr, solange er kein neues einsäht.

Zu schlechter Letzt benutzt American Airlines dann offenbar auch noch ein Gerät, bei dem die WLAN-Sendeendstufe nicht nur nicht ausgebaut ist (wie selbst bei meinem Firmennotebook der Fall, damit niemand heimlich per Funk die Daten vom Gerät klaut, wenn es eingeschaltet und die Platte damit entschlüsselt ist), sondern sogar aktiv betrieben wird und das bei Fluggästen, die ebenfalls Geräte mit WLAN mit in den Flieger nehmen dürfen und sich so in die Piloten-iPads hineinhacken oder bei einem Verbindungsversuch Fehler verursachen könnten, welche die iPads ebenfalls gleichzeitig zum Absturz bringen könnten.

Ich würde gerne mal sehen, wie der Co-Pilot bei heftigen Turbulenzen oder Vibrationen im Flugzeug auf einem iPad sicher und schnell die zugehörige Checkliste aufruft. Ich sehe häufiger mal Leute, die schon im mit wenig Leuten besetzten und daher etwas härter gefederten Linienbus Probleme haben auf einer Schlaglochpiste ein Touch-Tablet sicher zu bedienen und habe da auch schonmal ein Tablet auf dem Boden aufschlagen sehen.

Ich halte derart sorglosen Umgang mit Elektronik in Flugzeugen für mehr als grob fahrlässig. Schon das man Leute mit ihren eigenen Li-Ionen-Akkus an Board lässt, die diese möglicherweise zu Hause schon zigmal fallenlassen und so intern beschädigt haben könnten, ist einfach nur völlig daneben.

Ausserdem fragt man sich, wann der erste Terrorist auf die Idee kommt einen schönen grossen Notebookakku, mit dem man ihn ja einfach in die Maschine steigen lässt, im Flugzeug kurzzuschliessen und hinter irgendeine Kabinenverkleidung zu versenken, so das dies erst bemerkt wird, wenn der Akku schon lichterloh brennt. Warum sollten Terroristen noch eigene Bomben/Brandsätze basteln und an Bord schmuggeln wollen, wenn man sie mit so einem perfekten Brandsatz einfach in ein Flugzeug ihrer Wahl einsteigen lässt?

Ich würde nicht unmittelbar zum Betrieb bzw. für die Backup-Systeme des Flugzeugs benötigte Li-Ionen-Akkus komplett aus Flugzeugen verbannen. In den iPads der Piloten kann man bauartbedingt noch nicht einmal vor jedem Flugantritt nachsehen, ob die verbauten Akkus schon "dicke Backen" machen, also aufgebläht und damit schon beschädigt sind. Solche Zeitbomben haben im Cockpit nichts verloren und an der Stelle eines verantwortlichen Kapitäns einer Linienmaschine würde ich solche Akkus von Passagieren erst recht nicht an Bord haben wollen, denn wer weiss, was die mit den Dingern schon angestellt haben und was der Druckverlust in der Kabine bei vorgeschädigten Akkus auslöst. Von Terroristen, die diese Teile absichtlich zur Entzündung bringen könnten, mal ganz zu schweigen.

Selbst wenn sie nicht paarweise ausfallen könnten, wovon sie nun schon das Gegenteil bewiesen haben, gehören solche Geräte nicht ins Cockpit einer Linienmaschine. Ich weiss nicht, was die Sicherheitsverantwortlichen sich bei so etwas denken.
 
@resilience: Für die iPads (und auch alle anderen Class1-Geräte) gibt es entsprechende Halterungen im Cockpit, da fliegt nix rum.
Bzgl. der Akkus gebe ich dir recht, speziell beim iPad kann man diese weder kontrollieren noch tauschen. Ob das nun grob fahrlässig ist, sei mal dahin gestellt. Mir ist kein Fall bekannt, in dem ein Li-Ionen Akku an Bord zu Zwischenfällen geführt hätte und Class1 Geräte mit Li-Ionen gab es schon vor dem iPad.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Preisvergleich iPad mini 4 32GB