"Eine Katastrophe": Microsoft plant Abschreibung aufs Handy-Geschäft

Die Übernahme von Nokias Handy-Sparte durch Microsoft ist bisher alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Das wird nun Konsequenzen nach sich ziehen. Der Software-Konzern deutete an, dass es mit der Veröffentlichung der kommenden Quartalsbilanzen ... mehr... Microsoft, Nokia, Microsoft Corporation, Ceo, Steve Ballmer, Ballmer, Stephen Elop, Elop, Nokia CEO Bildquelle: Microsoft Microsoft, Nokia, Steve Ballmer, Stephen Elop Microsoft, Nokia, Steve Ballmer, Stephen Elop Microsoft

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Und selbst wenn, selbst wenn sie die Handy Hardwaresparte aufgeben sollten. Windows for Phones wird es auch weiterhin geben. Den mit der Vereinheitlichung des Kernes hält sich der Aufwand für Microsoft in Grenzen. Der Store wird eh für Windows for Desktop weiter gepflegt. Und genau deshalb bin ich mir sicher das ich auch in 5 Jahren noch ein Smartphone haben werde mit Windows als OS. Auch wenn es vielleicht kein "Microsoft Lumia" sein sollte. :) I LOVE MY WINDOWS PHONE
 
@gordon2001: Naja ich glaube eher weniger, dass es was mit Windows Phone selbst direkt was zu tun hat.

Hier wird in meinen Augen ganz offensichtlich klar, dass der Preis der Sparte damals mehr ideologischer Natur als reeller war. Sprich die Sparte war Microsoft damals einiges an Geld wert, welches aber der Materielle Wert nicht wirklich widerspiegelte. Dieser ideologische Wert war wohl an gewisse Erwartungen geknüpft welche aber nicht erfüllt wurden. Und deshalb jetzt die Korrektur. Hinter Abschreibungen steckt der Gedanke, dass eine Ausgabe keinen sofortigen Verlust an Wert darstellt, sondern er in einer anderen Form wieder dem Unternehmen zugeführt wird. Hier halt als Handysparte. Tatsächlich wird diese Ausgabe erst jetzt als diese auch ersichtlich. Aber für das Unternehmen ändert sich an sich erstmal garnix. Denn das Geld für die Sparte wurde ja bereits vor langer Zeit ausgegeben und die Sparte ist ja nach wie vor da. Es ist eher für Anleger eine Katastrophe da der Kauf in Form eines Verlustes jetzt an sie weitergereicht wird. Und für Microsoft erst dann wenn sie die Sparte mit dem Verminderten Wert wieder verkaufen.

Im Prinzip muss man hier klar und deutlich sagen, dass der Kauf wohl überteuert war. Der reine Materielle Wert war wohl weitaus geringer. Lustigerweise wäre es Profitabel würde elop seine Prämie dafür nicht bekommen. xD

Der einzige der hier wohl Profitierte war Nokia.
 
@daaaani: wise spoken my friend ... :)
 
@daaaani: die Abschreibungen werden aber als aufwand in der Gewinn und Verlustrechnung des Unternehmens gebucht. Jedoch ist hier ja kein Aufwand im eigentlichen Sinne entstanden, sprich Microsoft hat ja kein Geld wirklich ausgegeben bzw. schon Jahre vorher was ja auch schon als Aufwand gebucht wurde. Im Klartext heißt das, dass MS seinen Gewinn um die Abschreibung "künstlich" senkt. Weniger Gewinn heißt weniger Steuern zahlen wobei der Gewinn eben nur "theoretisch" sinkt, das weniger Steuern positiv für das Unternehmen ist muss ich glaub ich nicht weiter ausführen.
Auf solche Mittel greifen Unternehmen in "fetten" bzw. erfolgreichen Jahren oft zurück oder wenn es der Wirtschaft generell gut geht (IT Unternehmen schwimmen zurzeit in LIquidität).

Das jedenfalls leite ich aus meinem bisschen BWL Kenntnissen her :)
 
@Invitxs: Das ist richtig wobei man eben eine solche Abschreibung nicht einfach so durchführen kann. Denn das würde zu Manipulationen eben der dir angeführten Steuerlast einladen. Und eben aus diesem Grund gibt es da klare Regeln. Wobei die Begründung von Microsoft hier durchgehen sollte.

Ob dahinter eine Strategische Entscheidung steht mag ich nicht zu beurteilen. Aber es erscheint plausibel, da eine Abschreibung ja so oder so erfolgen muss! Und wenn sie jetzt passiert dann eben nicht später. Sprich jetzt erscheint der Verlust höher als er tatsächlich ist und das missfällt den Anlegern und könnte sich an der Börse auswirken, aber es senkt eben auch die Steuern das wiederum führt zu mehr Liquidität als es im Buche steht. Später wiederum erscheint dafür der Gewinn höher, das erhöht die Steuern und erfreut die Anleger usw. usf.

Fakt ist auf alle fälle, dass es meistens negativ ist Abschreibungen zu verzögern. Denn der Wertverfall ist ja so oder so da, allein schon durch die Inflation. Und stehen höhere Werter im Buche als es sie tatsächlich sind ist es generell immer Negativ. Womöglich war das bei Nokia der Fall was dann zu einen zu hohen Kaufpreis führte, welcher den wirklichen Wert nicht widerspiegelte.

Wohingegen ein geringerer Buchwert als der Realwert meist was gutes ist. Es ist so zu sagen verstecktes Vermögen. Das ist das Spielchen was Banken bevorzugt mit Immobilen betreiben.

Wir können hier an dieser Stelle nur spekulieren da es einfach zu Firmeninterne Vorgänge sind die wir und auch kein Analyst nachvollziehen kann.

Fakt ist das es kein Verlust in klassischen Sinne ist, und es ja nicht umsonst Abschreibung heißt was wiederum nix schlechtes zu bedeuten hat. Es macht sich halt auf der Aufwands Seite bemerkbar weshalb es für Anleger kurzfristig eher negativ ist. Wenn das Unternehmen da aber eine bestimmte Strategie verfolgt ist es langfristig auch positiv für diese.

Es ist halt nur eine Buchhalterische Zahlenspielerei. Da jetzt über Windows Phone selber zu spekulieren ist einfach zu weit hergeholt.
 
@daaaani: eben darauf wollte ich hinaus. Das MS eine Abschreibung vornimmt kann viele, auch betriebsinterne und strategisch zukunftsorientierte Gründe haben. Ich finde das sollte man generell im Hinterkopf haben wenn man Entscheidungen von Unternehmen bewertet. Wir kennen kaum Zahlen daher ist vieles einfach reine Spekulation. Natürlich heißt das nicht das man nicht in Communitys wie dieser nicht ausführlich diskutieren darf, ganz im Gegenteil ich finde sowas immer sehr interessant und ich habe mir hier auch sehr viel (Halb- :D)wissen angeeignet. Jedoch sollte man solche News immer mit Vorsicht genießen. Zum Beispiel ist es auch möglich dass Unternehmen sich einen niedrigeren Kurs der Aktie wünschen (Anteile zurück kaufen etc.), aber wie schon von dir gesagt. Alles reine Spekulation...

Edit: Eine Außerplanmäßige Abschreibung wie hier vorgenommen benötigt (zumindest nach deutschem Handelsrecht) eine dauerhafte Wertminderung die hier auf den ersten Blick vorliegt (Finanzanlagen mal außen vorgelassen)
 
@daaaani: Wenn es nicht mit windows phone zu tun hat, können sie ja die gleiche Hardware mit anderem Betriebssystem verkaufen.
 
Tja, das ist halt das Risiko, wenn man nahezu ausschließlich den Niedrigpreissektor bedient. Wenn man aber so spät mit einem Produkt auf den Markt kommt und es dann noch so oft umbaut, muss man solche Investitionen wohl hinnehmen oder gleich aufgeben. Es war ja von vornherein klar, dass es nicht einfach werden würde. Und dennoch halte ich WP für ein sehr, sehr gutes System.

Sie müssten nur ein besonderes Merkmal haben und gut vermarkten, dann könnte sich das Bild wieder drehen. Also hoffen wir auf Windows 10. Wenn es das nicht wird, gibt es wohl nichts mehr, auf das man noch hoffen darf, denn dann ist alles vereinheitlicht und das System flexibel genug, um erfolgreich zu sein. Dann heißt es letztlich, die App-Developer irgendwie animieren, auch für diese Plattform zu schreiben. Wenn MS das nicht schafft, wird WP im High-End-Bereich wahrscheinlich leider nie wirklich Fuß fassen können.
 
@HeadCrash: Und im Niedrigpreissektor macht es Microsoft den Benutzern leider auch nicht sonderlich einfach. Da kommen gefühlt im Wochentakt neue Modelle raus die sich mal bei der Kamera, mal beim Display, mal bei der Netzverbindung und mal beim Prozessor unterscheiden. Bevor man sich da als Benutzer entschieden hat, gibt es schon längst ein neues Modell.
 
@terminated: Ich befürchte, dass da die alten Nokia-Leute am Werk sind. Nokia war ja auch für diese "Flut" an Modellen bekannt. Ich persönlich halte da auch nicht so sonderlich viel von, weil man irgendwann den Überblick verliert.
 
@HeadCrash: Gute Merkmale hat es durchaus. Die Konkurrenz kopiert es nicht umsonst.
Das Problem ist eben, dass aktuell kein High End Gerät auf dem Markt ist. Ich würde mir gerne ein Windows Phone kaufen, aber was man aktuell bekommt ist zwar für den Preis gut, dennoch an irgendeiner Stelle mangelt es.
 
@HeadCrash: Microsoft kam nicht zu spät auf den Markt. Microsoft war einer der ersten am Mobiltelefonmarkt. Das ist ja das traurige daran.
 
@Lofi007: Aber das touch/app Zeitalter haben sie verschlafen bzw. den richtigen Zeitpunkt.
 
Also ich muss ehrlich sagen, dass es leider zu dem damaligen Zeitpunkt notwendig war um überhaupt am Markt bestehen zu bleiben. Aber wenn sich nach W10 nicht wirklich DEUTLICH was bei der Mobil-Sparte tut, sehe ich als 5 Jahre Windows Phone User schwarz. Es wird zwar immer behauptet Apps wären nicht wichtig. Aber ich fühle mich einfach teils etwas verarscht, wenn man Apps bezahlt die man wirklich gebrauchen kann und danach werden diese einfach nicht weitergepflegt. MS muss sich eingestehen, das WP als Gesamtpaket betrachtet einfach am wenigsten für die Nutzer bietet. Der Store ist voller "toter" Apps, Namhafte Firmen stellen die Entwicklung im Windows Store mangels Erfolg ein.
Microsoft pflegt selbst eigene Anwendungen und Services auf WP und im Windows 8 Store am wenigsten. Warum sollte ich dann in diesem Ökosystem bleiben?
 
@something: Jeder Store is voller toter Apps. Das Problem bei Windows ist ganz klar die API die nicht sehr weit entwickelt war. Selbst Microsoft bekommt Entwicklungen fuer Apps schneller umgesetzt auf iOS und Android weil die Restriktionen vom System zu weit gehen. Man kann nur hoffen dass es mit Windows 10 besser laeuft
 
@-adrian-: Mich stört bei den Universal Apps, dass das Phone immer eigene Styles hat, mit diesen komischen Light und Dark Themes. Da relativiert sich der Vorteil der Universal App, weil man doch irgendwie alles komplett neu machen muss.
Ich hoffe, dass das auf dem neuen System einfacher wird.
 
@kritisch_user: Wenn deine Apps nur aus GUI bestehen, stimmt das.
 
@crmsnrzl: Viele Apps bestehen eben nicht nur aus einer Seite. Die Logik hinter der Großzahl der Apps ist wohl eher beschränkt auf REST Services. Übrigens statistisch ist bei Apps die GUI-Entwicklung der Punkt, der die meiste Zeit in Anspruch nimmt. Daher wäre dort eine Vereinheitlichung der Default Style-Files zwischen PC und Phone schon sehr hilfreich.
 
@-adrian-: Jo, die API hat wirklich zu viele Einschränkungen.. am schlimmsten fällt wohl der Zugriff auf die Videofunktion aus...
Gibt keine App mit der man Videos verschicken kann... Apps zum Abspielen von Videos sind auch so weit verbreitet wie Fische an Land...
MS muss dringend was an der API machen.
 
@something: Kann nicht klagen, auch in meinem Umfeld sind alle sehr zufrieden was das App-Angebot angeht. Gepflegt werden die auch sehr gut von MS, Updates kommen regelmäßig natürlich trifft das nicht auf alle Apps von Drittanbietern zu und das Angebot ist noch ausbaufäig aber zumindest was WP angeht ist es schon ganz ordentlich. (leider sieht das bei Windows x86/RT ganz anders aus was sich aber mit den universal Apps sicher bessert)
 
Die ersten zwei Generationen des Surface haben auch zu einer Abschreibung geführt und das dritte Modell ist erfolgreich geworden. Das hier bedeutet nicht den Untergang von Windows auf Handys und mindestens zu Windows 10 wird es neue High-End-Modelle geben. Dann wird man der Plattform noch sicher ein paar Quartale Zeit geben und sehen, wie sie sich mobil entwickelt. Aber Microsoft hat nicht so viel in das einheitliche OS und den universellen Apps investiert um sie jetzt beim Launch aufzugeben. Sie wissen, wie viel dran hängt und waren bereit, das Risiko einzugehen.
 
@adrianghc: Das Surface3 ist ja auch kein RT mehr... na klingelts?^^
 
@bLu3t0oth: Das Surface Pro und das Surface Pro 2 waren auch kein RT. na klingelts?^^
 
@cgd: von den Pro-Versionen war auch nicht die Rede. Na klingelts?^^
 
Das Einzige was ich bei Microsoft noch weniger verstanden habe als die Übernahme der Handysparte von Nokia, war der Kauf von Mahjong (Minecraft). Beides in meinen Augen - für das Gebotene - völlig überteuerte Fehlkäufe.
 
@terminated: Microsoft hat Nokia aufgekauft, weil sie sich nicht auf andere Hersteller verlassen können, damit diese ihnen helfen, das Ökosystem aufzubauen. Nokia war natürlich sehr aktiv, aber es gab keine Garantie, dass sie das Geschäft mit Windows Phone nicht irgendwann aufgegeben hätten - das wäre der Untergang für Windows Phone gewesen. Dem wollten sie wohl entgegenkommen und das war es das Geld wohl wert, denn jetzt hat zwar Microsoft immer noch Verluste, aber sie haben auch etwas, worauf sie aufbauen können und worauf sie Windows 10 präsentieren können und damit viel größere Zukunftschancen, als wenn sie von Nokias Geräten abhingen.
 
@adrianghc: Naja, mit dem Surface hat Microsoft auch ohne Nokia ein - aus meiner Sicht - ziemlich gutes Gerät auf den Markt gebracht und ein Smaprthone hätten die doch wohl auch ohne Nokia hinbekommen. Höchstens die Patente von Nokia sprechen für einen Kauf, auch als Absicherung (Schutz) für HTC und andere Hersteller, ähnlich wie es ja auch Google mit einigen Zukäufen getan hat.
 
@terminated: die meisten Patente hat Nokia aber behalten
 
@adrianghc: Dein Gedankengang ist richtig. Aber er hat auch eine Kehrseite:

Sehr viele Anwender haben längst gemerkt, was auf einem Smartphone geht, und was eben nicht mehr.

Und sie haben gemerkt, dass das, was geht, auch auf den Einsteigermodellen geht. Mittel- und Oberklasse dienen letztlich nur noch als Persönlichkeitssteigerung des Besitzers (im Neudeutsch: Penisverlängerung oder Porscheersatz)

Damit hat aber ein Preisk(r)ampf eingesetzt, der keinem Hersteller gut tut.

Was heute schon für USD 100,-- zu kaufen geht, ging vor 4 Jahren nicht mal für USD 500,-- über die Ladentheke.

Es bedarf aber runde 2 1/2 Jahre, bis ein Großkonzern à la MSFT überhaupt reagieren kann. Ein viel zu langer Zeitraum, den auch die besten Managementmethoden nicht verkürzen können, wenn erst einmal mehr als 250.000 Mitarbeiter im Spiel sind.

Dieses Problem haben auch andere Branchen. Volkswagen zum Beispiel. Hat den Trend zu großen und spritschluckenden Fahrzeugen in den USA komplett verschlafen. Porsche verdient mit dem Verkauf eines einzigen Autos in den USA mehr, als VW mit dem Verkauf von 10 Autos. Kein Witz. Porsche ist in den USA der Apple der Autobauer und VW der Nokia.

Apple kann *derzeit* noch davon leben, dass es die besten und angesehensten Penisverlängerer herstellt. Davon kann Apple leben, aber kein anderer Hersteller. Es gibt nur einen goldenen Penis, keine zwei. Wie lange das gut geht, und welcher Ersatz hierfür ganz plötzlich in einem völlig anderen Bereich gefunden werden kann, kann Niemand voraussehen. Nicht umsonst versucht sich Apple derzeit auch in anderen Bereichen, wie dem Automotivbereich zu etablieren.

Die Umstellung eines reinen Betriebssystems für Server und Desktops auf eine Plattform für alle möglichen Geräte ist das maximale Risiko, was MSFT eingegangen ist.

Getrieben durch die Erfahrung, dass viel zu viel Umsatz und vor allem Gewinn aus der Office Sparte stammte und eben diese Office Anwendungen eine minimale Bildschirmgröße benötigen, ohne die es nicht geht.

Da aber immer mehr Anwender von großen 2x-Zöllern auf < 10 Zöller umgestiegen sind, drohte das ganze Office Geschäft den Bach runter zu gehen. Mit Excel oder PowerPoint auf einem < 10 Zöller zu 'arbeiten' ist ein Krampf.

Nun will MSFT in Zukunft alle Anwendungen in diversen Fertigungstiefen anbieten, für den Desktop mit allem PiPaPo und für das Smartphone in abgespeckter Weise.

Ob das gut geht, wage ich zu bezweifeln. Denn die abgespeckten Versionen können von Google und Co. auch in der Cloud für Nothing den Kunden zur Verfügung gestellt werden. Und hat man sich erst einmal an die abgespeckten Versionen gewöhnt, verlangt Niemand mehr nach den Vollversionen.

Kurzum: Steigende Veränderungsbereitschaft der Kunden stehen einem Riesenkonzern und dessen Bewegungsunfähigkeit fürchterlich entgegen. MSFT müsste schon Hellseher beschäftigen, um diesem Dilemma zu entkommen.

G.-J.
 
@Gajus-Julius: Ich gebe dir recht, dass ein billigeres Smartphone schon prima Leistung haben kann und alles bieten kann, was man braucht. Trotzdem steigern High-End-Modelle das Ansehen der Plattform (deswegen warten sie auch bis Windows 10) und verfügen auch über Luxus-Funktionen, die den billigeren Modellen fehlen, z.B. Fingerabdrucksensor, Iris-Scanner (vielleicht?), kabelloses Laden etc. Braucht man nicht, sind aber schön zu haben und für den einen oder anderen das Geld wert.
 
@adrianghc: Kabelloses Laden sehe ich bei Smartphones als das Feature schlecht hin an, gleich nach Akkus, welche mehr als 24h durchhalten.

Mag sein, dass man es nicht braucht, aber saubere Kleidung braucht man auch nicht.
 
Der Hype war schon vorbei, als MSFT *begann*, ernsthaft nach Nokia zu greifen

Es offenbart sich hier ein Problem, welches alle Konzerne dieser Größenordnung haben: Egal wie sie strukturiert sind, die Entscheidungswege für große Veränderungen sind einfach viel zu lange. Man kann solche Konzerne auch mit den Steuerungsmöglichkeiten eines großen Frachtschiffs vergleichen: Legt man das Ruder um, ändert der Riesenpott nur sehr, sehr langsam seine Fahrtrichtung.

Der große Andrang nach Smartphones mit Winzigbildschirm zum ernsthaften Nutzen von Anwendungen außerhalb von Mail und Chat hatte sich bereits gelegt. Die Hersteller fingen seinerzeit an, immer größere Bildschirme zu verbauen, es half nichts.

4 Zoll waren Usus, als MSFT Nokia schluckte. Heute sind es 5 Zoll. Größer geht nicht, sonst passt das Teil nirgends mehr hinein.

Mit 5 Zoll ernsthaft Excel, Word, PowerPoint oder gar Buchhaltung oder Controlling zu betreiben, kann man vergessen.

Nur für Chat, Mail und dem frickeligen Nachschlagen nach der besten Bahnverbindung reichen auch Geräte der unteren CPU- und Ausstattungsklasse.

Unsere IT hatte seinerzeit runde 5.000 HTC 8X Geräte für Mitarbeiter angeschafft. Zu Preisen unter USD 100,-- pro Gerät und noch vor der Zeit, als der Gerätepreis auch für normale Endkunden Richtung 180 USD ging. Nun steht eine Ersatzbeschaffung für diese nicht mal drei Jahre alten Geräte an. Gewitzt aus der tatsächlichen Handhabungserfahrung der Mitarbeiter, will die IT nunmehr nicht mal mehr 75 USD pro Gerät ausgeben. Wahrscheinlich wird es ein Microsoft Smartphone, was derzeit für Endverbraucher noch runde 180 USD kostet und demnächst den Sturzflug im Preis erleben wird, wenn neue Modelle auf den markt kommen.

Microsoft erlebt nun am eigenen Leibe, was so gut wie alle Hardwarehändler schon über Genüge kennen: Die Preise schmelzen schneller, als die Butter in der Sonne und die Abschreibung auf Lagerbestände gehören zum täglichen Brot der Buchhalter.

Der Umstieg vom Smartphone auf ein Tablet gelingt in vielen Fällen nicht, weil das Anspruchsverhalten der Kunden bezüglich der Ausstattung mit steigender Bildschirmgröße steigt. Ich sehe schon wieder die Ära der Netbooks aufkommen. Diese alten Teile wie das Fee von Samsung tun es selbst mit 1 Gb Ram DDR2 Speicher und 1024 x 600 Auflösung unter Windows 10 hervorragend. Nur die Installation dauert fast einen Tag. Ein Atömchen mit 1 Kern ist museal, aber wenn alles installiert ist, läuft Office 2013 absolut flott ab, wenn sonst nichts im Hintergrund läuft. Selbst die Anpassung an die schaurige Auflösung geht unter Windows 10 erstmals in Ordnung, unter Windows 8.1 musste noch ein Samsung Tool die native Auflösung hochrendern.

Und auf Basis dieser unstabilen Käuferverhalten hat MSFT alles auf eine Karte gesetzt und ein Universalbetriebssystem erschaffen, welches auf allen Geräten gleich abläuft.

Hoffentlich war das nur mutig. Und nicht übermütig.

G.-J.
 
@Gajus-Julius: Das ist das Problem. Während man die Androiden alle 2 Jahre ersetzen muss, weils keine Updates mehr gibt, laufen die WPs einfach. auch dank austauschbaren Akku. In dem Falle gut für den Nutzer, schlecht für MS. Ich hab zwar mein 820 mit einem 830 ersetzt, aber das 820 nutzt jetzt ein Freund.
 
@Bautz: Ich benutzt das 920 immer noch (und wenn nichts dazwischen kommt, auch noch 1-2 Jahre weiter), aber austauschbarer Akku - nope...

Edit:
An den Minusklicker. Was hat dich gestört?
Dass ich Smartphones länger als 1 Jahr benutzte?
Oder dass ich seit 2 Jahren den Akku meines Smartphones nicht gewechselt habe?
 
@crmsnrzl: Austauschbarer Akku ist nicht optional, SD-Slot für alles was sich "Smartphone" nennt ebenfalls.
 
@Bautz: Wie sollte man das 920 dann nennen?
 
@crmsnrzl: Designfehler ;-)
 
@Bautz: Gibt's ein Smartphone mit wechselbaren Akku und QI?
 
@crmsnrzl: Lumia 820, Lumia 830, Yezz Billy 4.7 mindestens
 
Ich bin bestimmt nicht der einzige, der sich derzeit kein Windows Phone kauft weil er auf die neuen Modelle mit Windows 10 wartet.
 
@Chiron84: Oder man hat noch ein älteres WP und benutzt es noch eine ganze weile^^ Mein HTC Mozart mit WP7 habe ich bis Oktober letzten Jahres benutzt und bin seit dem auf ein Lumia 820 umgestiegen, das wird jetzt auch erst einmal wieder 3-4 Jahre benutzt bis was neues kommt;)
 
@L_M_A_O: Ich werde nächsten Januar komplett den Vertrag wechseln und mir dann auch ein neues Telefon holen. Das Lumi 925 tut's zwar noch, aber eine Sache stört mich im Vergleich zum Lumia 800 das ich davor hatte doch: Der gefühlt deutlich schlechtere GPS-Empfang.
 
@L_M_A_O: Und das obwohl du für relativ wenig Geld ein viel besseres Gerät bekommst
 
@EffEll: 3,7-4,3 Zoll und die selbe Ausstattung, das wäre?
 
@L_M_A_O: Ja, nach dem abschicken habe ich deinen Nick mit dem Größenwunsch in Verbindung gebracht. Ich gratuliere dir zu deinem allerletztem Handy (-Modell). Pass gut drauf aus und deck dich mit Ersatzteilen und 820 ein, solange die Restbestände noch nicht vergriffen sind. ;-)
Wobei, aufgrund des Alters kann es eigentlich gar nichts. Wenn du die Kamera außer acht lässt: 800x480px Display = Low End, 1,5GHz Dualcore = Low End, 1650mAh Akku = Low End, 8GB Speicher = Low End, 8MP Kamera = Standard, kein Equalizer ohne Kopfhörer, kein Miracast, kratziger Lautsprecher, 10mm dick, 160g(!) schwer, LTE nur 100Mbps.
Alternative 635 1GB, in allen Belangen besser außer Kamera und IPS statt AMOLED
Edit: Vergessen: 4,5" statt 4,3 dafür 30g leichter, 1mm dünner, 2mmm schmaler und nur 5mm länge, also gleich groß
 
@EffEll: Es hat sich stark weiterentwickelt, jedoch ist ein 635 einfach nicht mit einem 820 zu vergleichen. Man kein Low-End mit einem älteren High-End vergleichen, Vergleich doch auch mal die ganzen Sachen die ein 635 nicht hat, Helligkeitssensor, Glance-Screen "Blick", Dolby-Chip, keine Windows-Hardwaretasten,... Und "8MP Kamera" MP ist nicht alles, würde wetten die Kamera ist besser als bei einem Low-End mit 8MP. Das 635 ist im Vergleich zum 820 einfach billig...
 
@L_M_A_O: Der 8MP Sensor im 640 ist der gleiche, sieht man an der Teilenummer, hat ja auch kein OIS mittlerweile Pflicht bei High-End. Der Dolby Chip bringt ja nichts, digitale Verbindung kann das 820 nicht herstellen. Einziges WP mit echtem DD5.1 ist das 930. Bei Helligkeitssensor hast du recht und Glance stirbt wohl leider grundsätzlich aus, da solche Displays leider kaum noch hergestellt werden. OS-Tasten finde ich klasse, haben nur Vorteile. Übrigens hat dein 820ein 15:9 Display, bei OS-Tasten ist 16:9 Minimum. Also zeigt das Display mit ausgeblendeten Tasten mehr Inhalt als deins. ;-)

Problem ist. Entweder du nimmst ein kleines Low-End, freust dich über neue Funktionen und bessere Performance musst mit schlechterer Haptik und einigen Abstrichen leben oder nimmst ein 5 Zöller, arrangierst dich mit Größe ((Zuhilfenahme zweiter Hand) ;-) aber bist sonst wunschlos zufrieden. Ich glaube nicht das High-End &#8804;4,5" erscheint. Echt schwierig.
Meine Freundin will ihr 620 auch nicht ersetzen, ist ihr alles zu groß
 
@EffEll: und es kommen echt nur noch solch Totschläger raus!
Das ATIV S hatte rückblickend die optimale Größe/Haptik.
Mein 830 ist mir zu kantig, zu lang und zu schwer.
Beim nächsten Werde ich wieder ganz genau auf entsprechende Werte achten und MS hat von mir auch entsprechendes Feedback zum 830 erhalten.
 
@bLu3t0oth: Das Display ist gerade mal 5mm größer. Das 930 hat exakt die gleiche Größe wie das Ativ S, ist lediglich 30g schwerer. 4,8 zu 5"
 
@EffEll: Das 930 ist auch ordentlich dicker und 30gr Unterschied sind bei einem Handy echte Welten. Es sind übrigens sogar 32g Unterschied ;D
 
@bLu3t0oth: Ja, exakt 1,1mm dicker und Aluminium hat gegenüber Plastik nunmal ein höheres spezifisches Gewicht, ist aber auch viel wertiger
 
@EffEll: Die 1,1mm sind in der Hand bei einem Handy wieder etwas sehr deutlich spürbares.

Aluminium ist für mich im übrigen genau das was ich am Handy nicht mehr haben möchte. Es zerkratzt, ist immer kalt und glatt.

Wertiger hin oder hat... das "Plastik" von den Lumias ist für mich persönlich für diesen Zweck höherwertig als Alu.

Du brauchst bei mir keine Überredungskünste anbringen... ich kenne die Eigenschaften/Eigenheiten/whatever und ich weiß genau was ich will und was ich nicht will.

Und ich will keinen großen, dicken, kalten, glatten "Bleikumpen" in der Hand.

Ich möchte etwas, dass sich angenehm anfasst, nicht sofort aus der Hand gleitet, meiner Handgröße entspricht und nicht zu schwer ist.
 
@Chiron84: Mal warten, wann ein 1030/1040/1050 kommt und welche Maße es hat...
 
Das ist halt weil Microsoft keine klare Unternehmensphilosophie hat, keine klare Linie.
Das Unternehmen erinnert mich immer wieder an eine Behörde. Es wird viel unternommen, mit wenig Tragweite. Die eine Hand weiß nicht was die andere tut und genau so sehen auch deren Produkte aus. Da wird ganz hastig eine neue UI aufgefahren, ein Spiel aufgekauft, ne Handysparte an sich gerissen und nicht zu letzt Skype. Das Ergebnis ist ein Geflecht aus nichts und wieder nichts. Die Produkte verlieren an Wert, versinken in ein schwarzes loch und Namenhafte Erfolgsgeschichten gehen den Bach runter. Das passiert mit der Nokia Handysparte, das wird mit Windows Phone passieren, bei Skype arbeitet man daran und in Windows und Office hat man sich derartig verloren, das man glaubt nur noch mit gravierenden optischen Änderungen, ohne Frage nach dem Sinn, weiter kommen zu können.
MS schießt in alle Richtungen nach dem Motto "Irgendwas wird schon klappen". Ich bin mir sicher, das dies ziemlich zeitnah zum Verhängnis dieses Unternehmens wird.
 
@knirps: Findest du nicht eigentlich, dass ein OS und Apps, die auf allen Geräten laufen, eine ziemlich klare Linie sind? Vielleicht hatten sie in der Vergangenheit keine klare Linie, aber ich denke, die haben sie jetzt schon. Sie sind bloß noch auf dem Weg dorthin.
 
@adrianghc: Das würde ich nicht als klare Linie bezeichnen. Die Tendenz die ich darin aber erkenne ist gefährlich.
Ich sehe schon die Zeit kommen, wo du auch auf dem Desktop gezwingen bist den Store zu benutzen. Was jetzt eine Option ist, wird sich zu einem Zwang entwickeln.
 
@knirps: Das könnte erst dann passieren, wenn der App-Store ausgereift genug ist, um das bisherige Ökosystem zu ersetzen. Bis dahin ist es noch ein sehr sehr langer Weg, wenn man es überhaupt dahin schafft. Ich denke, mindestens in zehn Jahren wirst du dir keine Sorgen deswegen machen müssen. Ich persönlich sehe viel Potenzial in einem universellen Store.
 
@adrianghc: MS ist nicht für Geduld bekannt. Das wird einfach umgesetzt und basta. ich sage mal... spätestens in Windows 12 ist das der Fall, ~5 Jahre.
 
@knirps: Nein, wird es nicht. Das können sie sich nicht leisten. Windows lebt einfach vom gigantischen Ökosystem, das sie bieten und dem nichts gleichkommt. Für die meisten ist das doch überhaupt der Grund, Windows zu nutzen, nämlich das man so unglaublich viel darauf machen kann bzw dass man weiß, dass man eigentlich fast alles, was man drauf machen können will (im Sinne von verfügbaren Programmen, nicht von Funktionen des OS) auch machen kann. Microsoft war ja mindestens geduldig genug, mehrere Jahre lang auf die Konvergenz ihrer OS hinzuarbeiten.
 
@adrianghc: Was sich MS so alles nicht leisten konnte und dennoch umgesetzt hat...
 
@knirps: Was glaubst du wieviele Kunden (prozentual) sich dieses Windows kaufen würden bzw nach dem Kauf auch nutzen würden ohne ein Downgrade? 1%?
Es würdde sich sowas von schnell rumsprechen, dass das neue Windows nicht mehr brauchbar, das alle downgraden/nichtupgraden/OS wechseln würden.
Das wäre das komplette Aus für die Betriebssystemsparte von MS.
MS kann sich vieles leisten, aber DAS sicher nicht.
 
@bLu3t0oth: Und dennoch hat MS eine so starke Macht mit dem OS, das du früher oder später upgraden musst, da du sonst nichts neues mehr verwenden kannst.
 
@knirps: Nö
 
@bLu3t0oth: Aber sowas von. Man sieht es ja z.B. mit Skype, da wird einfach eine bestimmte Version vorausgesetzt, haste sie nicht, bleibst außen vor. So wird das mit jedem Dienst gemacht. Der Store fürs alte System wird eingestellt, jede neue Software muss ab dem neuen Windows funktionieren.
 
@knirps: Wenn MS mit seinem neuen Win kein Geld mehr verdient, weil es niemand(inkl der Wirtschaft!) will, dann sorgen spätestens die Aktionäre dafür das MS das wieder gerade rückt.
Ansonsten wirst du die komplette Wirtschaft auf Linux und Mac umschwenken sehen.

Deine Behauptungen auf ein kleines unbedeutendes Programm zu stützen, zeugt davon, dass du dir einfach nur irgendwas zusammenraimst.
 
@bLu3t0oth: Wollen zieht bei Windows nicht aus Mangel an ernsthaften Alternativen.
 
@knirps: Die Unternehmen haben mindestens 10 Jahre Zeit ihre Programme auf eine Alternative zu portieren. Wenn die Wirtschaft also partou nicht will, dann wird sie das auch so machen, sie wird es sogar müssen, weil es diese Programme eben nicht im Windows Store gibt!

Dann werden die meisten Entwickler ihre Programme für Linux schreiben und MS ist am Ar...

MS hat sicher ein festes Standbein und einen langen Atem, aber auch nur weil MS die anderen Unternehmen als Kunden hinter sich hat. Verliert MS diese, dann ist Ende im Gelände.

Wie gesagt du sekulierst hier einen Fall herauf der einfach nicht eintreten wird, weil er ein viel zu hohes Totalverlustrisiko für MS bedeutet.
 
@bLu3t0oth: Es fehlt den Alternativen einfach an einer Lobby.
 
@knirps: Jetzt werden sie mal nicht wunderlich hier*augenroll*
Für mich ist hier die Diskussion beendet.
 
@bLu3t0oth: Na endlich...
 
@adrianghc: Die Frage ist, ob es sich nicht bald ausgelebt hat. Das ist zugegeben etwas salopp formuliert, aber ich mich macht nachdenklich, wenn ich durch den riesigen Lesesaal der Uni gehe, dass 1. gefühlt 75 Prozent der Studenten Apple-Laptops benutzen und 2. dass das Surface unter den Windowsgeräten nicht die Regel, sondern die ABSOLUTE Ausnahme ist.

Diese Studenten gehen in ihr Arbeitsleben, darunter auch zukünftige Entscheider und tragen ihr Apple-Zeugs so auch in die Firmen und Unternehmen. In meinem Bekanntenkreis wird Apple inzwischen zum Arbeiten hergenommen und Windows eigentlich nur noch zum Spielen (und dann auch noch W7). Das höchste der Gefühle ist ein Windows in einer virtuellen Umgebung für Anwendungen, die es für Mac einfach noch nicht gibt.

Was ich damit sagen will ist, dass da ein Potential heranwächst, dass dem Ökosystem Windows extremst schaden kann. Und Angefangen hat das alles mit dem Iphone, das Ballmer verlacht hat, und dem Mobilzeitalter, das Microsoft -typisch Monopolist- in seiner Tragweite völlig, komplett und absolut unterschätzt hat. Ballmer ist sicher ein lustiger Typ und ein fantastischer Verkäufer, diese strategische Positionierung aber nicht hinbekommen zu haben, ist zurückblickend gesehen ein Versäumnis von monströsen Ausmaßen. Das wiegt schwer, weil man ja mit Windows CE und mobile eigentlich etwas vorzuweisen hatte. Nur hat sich -typisch Monopolist- niemand getraut neue Wege zu gehen, denn es hätte ja den Windows-Erlösen schaden können.

BTW: Eben noch einmal die Apple-Zahlen gesehen: 12,5 MILLIARDEN Euro Gewinn in einem Quartal. Ich glaube Ballmer lacht schon lange nicht mehr.
 
@feinstein: Ach, das alles kommt immer auf den Umkreis an. Bei mir in der Uni sehe ich zwar auch Macbooks, aber nicht mehr als 25%. Der Rest sind Windows- und Linux-Laptops. Ich glaube, es kommt sehr stark auf den Fachbereich an, aber ich habe keine genaueren Daten diesbezüglich. Surface habe ich außer meinem nur sehr wenige gesehen, aber ich glaube, das liegt auch daran, dass es teuer ist und wenige Menschen momentan bereit sind, Premium-Preise für Microsoft-Produkte auszugeben. Microsoft hat halt noch kein Premium-Image, im Gegensatz zu Apple. Die Marke Surface ist auch einfach noch nicht so bekannt, denn erstens ist sie noch ziemlich jung und zweitens ist sie erst seit der dritten Generation überhaupt erst etwas, was man Erfolg nennen könnte. In meinem Bekanntenkreis haben nur meine Eltern Macbooks, aber mein Vater liebäugelt mit dem Surface und meiner Mutter ist es egal, was sie nutzt, die hat auch mein Lumia 620 geerbt. :P

Das iPhone ist tatsächlich unheimlich faszinierend. Es hat völlig das Verhältnis der Menschen zu Technologie verändert und die gesamte Technologielandschaft an sich. Ein gigantischer Erfolg, der seinesgleichen sorgt. Für Microsoft jedenfalls ein riesiges Versäumnis. Ich sehe es für Microsoft noch nicht so tragisch. Sie müssen ja nicht immer die Nummer eins sein und in einigen Märkten (Cloud) haben sie sehr großes Wachstumspotenzial. Windows ist immer noch das meistbenutzte OS, aber es ist gerade in einer delikaten Position. Das letzte, was Microsoft jedenfalls tun darf, ist sich ausruhen.
 
@adrianghc: Nicht ganz vollständig.

OS und Apps verfügen eben nicht auf allen Geräten über die gleichen Eigenschaften. Auf mobilen Geräten kommt eben keine Vollversion von Office zum Vorschein, sondern nur eine abgespeckte Version. Und eine solche abgespeckte Version lässt sich von der Konkurrenz viel leichter kupfern und für Nothing anbieten. Und wenn sich das Volk erst einmal an abgespeckt gewöhnt hat, dann fragt Niemand mehr nach einer Vollversion.

Aber nur mit der Vollversion kann man Geld verdienen. Hier liegt das Problem.

G.-J.
 
@Gajus-Julius: Eine Vollversion von Office macht auf einem Handy wenig Sinn. Die mobilen Apps sollen einen vielmehr zu einem Abo von Office 365 animieren.
 
@adrianghc: Auf welchen Geräten? Der Otto-Normalo Kunde hat dann nur noch ein vernünftiges Smartphone oder Tablet oder beide Geräte. Als Desktop wurde dann der letzte Aldi Rechner vor 6 Jahren gekauft und derzeit laut röhrend, eingestampft.

Sieh Dir mal die Entwicklung der Absatzzahlen der Desktops und die der Zahlen der tragbaren Geräte an. Da liegen Welten dazwischen.

G.-J.
 
@Gajus-Julius: Die meisten Leute haben nun mal einen Desktop zuhause und brauchen sich keinen zu kaufen. Das heißt nicht, dass sie ihn nicht benutzen. Ich kenne niemanden, der sich allein auf sein Smartphone oder Tablet verlässt und in der Tat kenne ich niemanden, der sein Tablet oft benutzt. Überhaupt kenn ich fast keine Leute, die ein Tablet haben.
 
@adrianghc: Ich kenne relativ viele Leute mit Tablet. Genutzt wird es aber auch eher selten und wenn, dann meist für einfache Dinge. Hier hält mal eines als elektronisches Kochbuch her, dort mal eines als großer E-Reader, hier daddelt mal ein Kind abends auf einem rum.

Ich kenne in der Tat auch niemanden, der sein Tablet als Desktop-Ersatz nutzt. Viele sind inwzischen auf Notebooks umgestiegen. Ein paar wenige (ich z.B.) sind beim Desktop geblieben - einfach weil es sich auf einem Notebook nicht wirklich gut zocken lässt (wenngleich ich das in letzter Zeit auch nicht mehr wirklich häufig mache) und die Aufrüstbarkeit eher so "meh" ist. ;)
 
@RebelSoldier: Aufrüstbarkeit dürfte aber auch der Mehrheit völlig egal sein. Das mit dem Zocken kommt auch drauf an. Mit meiner integrierten Intel HD Graphics 4000 hab ich es jedenfalls geschafft, Mass Effect 3 mit ansehnlicher Grafik zu spielen. :P Vielleicht bin ich aber auch nicht sehr anspruchsvoll mit der Grafik?
 
@knirps: Schön und knapp und gut formuliert.

Aber MSFT kann gar nicht anders. Ich arbeite für einen Betrieb mit rund 34.000 Mitarbeitern weltweit. Und die Zentrale liegt in einem Land ohne Gewerkschaften und anderen Dingen, die in aller Welt einer Konzernspitze das schnelle Ruderumschlagen erschweren.

Aber selbst hier wird viel zu viel Zeit vertrödelt, bis endlich mal eine substanzielle Entscheidung getroffen werden kann. Als wir noch weniger als 5.000 Weiblein und Männlein beschäftigten, benötigte ich 2 Monate, um beim Oberhirten die Erlaubnis zum Bau oder Kauf eines Projektes zu erhalten. Heute sind es 5 Monate. Viel zu lange, die meist wirklich guten Projekte mit Erfolgsaussichten sind dann längst passé.

Wären wir nicht eine Oneman Show mit Pseudo Vorstand und Pseudo Aufsichtsrat, ich würde mindestens 18 Monate benötigen, wie die Erfahrung meiner Kollegen aus anderen Ländern zeigt.

Die Beweglichkeit der Kunden und die schnelle Veränderung im Verhalten der Kunden stehen den heutigen Riesenkonzernen fürchterlich im Wege.

G.-J.
 
@knirps: Sehe ich nicht so. Microsoft hat eine ziemlich klare Philosophie, die aber einen massiven Umbau benötigt. Und diese Philosophie heißt "Eine Plattform für alles und MS Services auf allen Plattformen".

Der erste Teil hat unglaubliches Potential. Wenn die Rechnung mit Windows 10 tatsächlich aufgeht und es auf allen Geräten verfügbar ist (IoT, Xbox, Phone, Tablet, PC, HoloLens und irgendwann vielleicht Wearable), dann erreicht man als Softwareentwickler mit keinem anderen System auf einen Schlag so viele Anwender wie mit einer Universal App unter Windows. Und es lassen sich auf keinem anderen System so einfach Synergien erzeugen, wie mit Universal Apps unter Windows. Wenn dann auch noch der Anteil am App-Verkauf halbwegs attraktiv ist, sollte das ein Argument für Entwickler sein, die neue Universal App Platform zu nutzen und damit das Windows-Ökosystem voranzutreiben. Und es sind ja nicht nur die Apps, sondern auch vereinheitlichte Treibermodelle etc. Stell Dir vor, wie genial es wäre, wenn man als Gerätehersteller z.B. eines Bezahlterminals nur EINEN Treiber baut, und das Terminal damit auch an einem Phone oder Tablet benutzen könnte?

Der zweite Teil ist notwendig, da MS bezogen auf die Gesamtheit der Systeme nur noch ca. 14% Marktanteil hat. Daher müssen sie es schaffen, auch bei den Anwendern relevant zu bleiben, die kein MS-OS einsetzen.

Alle von Dir genannten Punkte, haben/hatten einen besonderen Hintergrund:

Neue UI:
Die wurde gebraucht, um Tablet- und Hybrid-Geräte zu bedienen. Der Weg dahin war/ist holprig, aber es geht nur so, wenn man die Vision von einer Plattform für alles umsetzen möchte.

Minecraft:
Der Zukauf hat in meinen Augen zwei Gründe. Zum einen hat MS damit eine Community mit mehreren Millionen Mitgliedern gekauft, über die sich in Zukunft ggf. auch Geld machen lässt. Wer weiß, ob eine neue Version von Minecraft nicht irgendwelche In-App-Käufe unterstützen wird? Zum anderen könnte Minecraft der Hit schlechthin auf der HoloLens werden.

Nokia:
Das war in meinen Augen ein Notkauf. MS wollte WP weiter treiben und musste sicherstellen, dass sie dafür die notwendigen Ressourcen haben. Also hat man mit Nokia den letzten WP-Hersteller inkl. des Know Hows in dem Bereich gekauft.

Skype:
Auch hier gibt es in meinen Augen zwei Gründe. Zum einen hat man hier nicht nur die Applikation gekauft, sondern vor allem einen Sack voll Verträgen mit allen möglichen Netzbetreibern, die den Zugang zu Fest- und Mobilnetzen sichern. Und natürlich eine gigantische Nutzermenge. Zum anderen hat man Technologien für Sprach- und Bildübertragung gekauft, die z.B. deutlich besser waren, als die in Lync verwendeten. Durch die Zusammenführung von Lync und Skype sorgt man für den Aufbau eine durchgehenden Telefoniesystems, das andere Anbieter so nicht bieten können.

Alles in allem halte ich die Marschrichtung für sehr richtig. Es fühlt sich vielleicht etwas ziellos an, weil quasi an allen Ecken und Enden umgebaut wird. Aber da muss MS nun durch, wenn sie die Vergangenheit ein Stück weit hinter sich lassen wollen. Und es zeigt, in wie vielen Bereich MS eigentlich im Vergleich zur Konkurrenz mitmischt.
 
@HeadCrash: vermutlich ist es letztlich so, dass es dann auf keinem system so schlecht an die einzelnen geräte angepasste software gibt wie unter windows... Die Philosophie erinnert stark an Java - es läuft überall, aber es sieht überall doof aus...
 
@toco: Ist das so? Hast Du da Beispiele für? Ich finde die Applikationen, die auf dem Desktop laufen, inkl. der Store Apps eigentlich sehr gut bedienbar und sehr ansprechend. Genauso kann ich mich auf dem Phone nicht über die Apps beschweren, die ich nutze.
 
@toco: Nimmt man die MSN Apps, wie Wetter, Nachrichten, Sport, Finanzen, Gesundheit und guckt sich diese auf Desktop, Tablet, Phone, so sieht man gut angepaßte und funktionierende Programme.
Woarauf stützt du deine Annahme außer auf den seltsamen Vergleich mit Java?
 
@HeadCrash: Zitat: "Alles in allem halte ich die Marschrichtung für sehr richtig. Es fühlt sich vielleicht etwas ziellos an, weil quasi an allen Ecken und Enden umgebaut wird. Aber da muss MS nun durch, wenn sie die Vergangenheit ein Stück weit hinter sich lassen wollen. Und es zeigt, in wie vielen Bereich MS eigentlich im Vergleich zur Konkurrenz mitmischt."

Und wenn MSFT dann wirklich durch ist, hat sich die Welt wieder verändert und MSFT darf wieder von Anfang an neu beginnen.

Genau dieses Problem sieht leider nicht jeder Verantwortliche. In der Theorie liegst Du völlig richtig.

In der Praxis verhindern Gewerkschaften, Arbeitnehmerschutzgesetze (die es völlig zu Recht gibt!), öffentliche Auflagen und vor allem ein Entscheidungsapparat innerhalb des Konzerns, der jedes Politbüro der chinesischen kommunistischen Partei in den Schatten stellt, eine *zeitnahe* Umstellung.

Und wenn solche Umstellungen nicht zeitnah durchgeführt werden können, verlieren sie ihren Wert und wirken sich teils kontraproduktiv aus.

Ich beneide heute jeden mittelständischen Projektentwickler, der viel schneller reagieren und agieren kann, als ich es vermag. Und meine Kollegen in Europa und den USA beneiden mich, weil sie die drei bis vierfache Zeit benötigen, um etwas umsetzen zu können.

Das führt mittlerweile dazu, dass wir kleinere und mittelständische Projektentwickler kaufen und diese völlig eigenständig wirken lassen, statt noch selbst zu entwickeln. Ob das gut geht, wird die Zukunft zeigen.

In jedem Fall stellt dies ein Armutszeugnis für unser Unvermögen des schnellen Managements dar.

G.-J.
 
@Gajus-Julius: "Und wenn MSFT dann wirklich durch ist, hat sich die Welt wieder verändert und MSFT darf wieder von Anfang an neu beginnen."

Das ist natürlich ein grundsätzliches Problem, das jeder Veränderung innewohnt. Veränderung braucht immer Zeit, selbst bei den agilsten Entwicklern. Und das birgt immer das Risiko, dass man hinterherläuft.

Im Falle von MS glaube ich aber, dass sie nach der Veränderung deutlich besser aufgestellt sind, um mit weiteren Änderungen Schritt zu halten, als sie das aktuell sind oder die letzten Jahre waren. Nicht umsonst baut sich das Unternehmen gerade intern komplett um und erneuert vor allem seine Engineering Praktiken.

Mit Ballmer hätte ich Dein Statement voll und ganz unterschrieben. Mit Nadella sehe ich das etwas anders, denn er weiß, wie wichtig Geschwindigkeit ist. Es dauert halt nur, einen so schweren Dampfer wie MS erst einmal ordentlich in Bewegung zu setzen, gerade wenn die Motoren so lange auf halber Kraft liefen.
 
@HeadCrash: Geschwindigkeit ist nicht unbedingt das Hauptproblem von Microsoft.

Trends nicht zu erkennen (Internet, MP3-Player, Smartphones) oder zu früh mit unfertigen Produkten am Markt zu sein (Mira, SPOT, Kin, Windows 8) schon eher.

Wichtiger als Geschwindigkeit sind: Timing, ein eigenes unterstützendes Ökosystem, einfache Bedienung, Image und ein gutes Gespür für Trends. Und man muss Geduld haben, am Ball bleiben. Beispiel: Apple hat seit 2003 am iPad gewerkelt (volle 7 Jahre!), zwischenzeitlich erkannt, dass erst einmal kleinere "Tablets" mit Telefonfunktion (Smartphones) ein Trend werden und trotzdem immer weiter am iPad gewerkelt - bis 2010.

Und was Microsoft vor allem lernen muss: Vorab ein "Netzwerk" aufzubauen, Partner zu begeistern und ins Boot zu holen - auch wenn das als ehemals tonangebende SW-Firma schwer fällt. Man muss den Markt vorher "schaffen" und nicht wie MS Geräte rausbringen und dann schauen was der Markt sein soll.

Und eine Balance fehlt: Bei Windows 8 hat Microsoft gefühlt niemanden gefragt und es allen ungefragt auf's Auge gedrückt. Bei Windows 10 werden die Kunden nach jedem kleinen Detail gefragt - so viel Angst vor eigenen Entscheidungen oder was "falsch" zu machen ist mehr als nur ungut. Die Software-Designer werden ja wohl gut genug sein, um ein kundenfreundliches GUI zu entwickeln, oder? Das man Feedback einholt ist ja normal, aber in diesem Ausmaß?!

Bei den Lumias genauso: Seit dem Kauf von Nokia gab es Null Innovation bei den Telefonen, nichts warum man so ein Teil einem Androiden oder iOS vorziehen sollte - ja ich weiß Windows. Mal vom OS abgesehen nix.

Wie will denn MS Kunden zum Kauf eines Lumia oder Surface bewegen? Mit Leistungsdaten? Klappt nicht! Mit Dumpingpreisen? Klappt ja auch nicht! Innovationen wären angesagt - aber Fehlanzeige!
 
@SteffenB: Beim ersten Teil stimme ich Dir voll und ganz zu. MS ist Meister darin, gute Dinge zu entwickeln, aber sie entweder nicht bis zu Ende zu durchdenken oder sie auf den Markt zu werfen und dann vor sich hin vegetieren zu lassen.

Dennoch braucht es Agilität, um ein Produkt auf den Markt zu bringen, und dann möglichst schnell auf Basis des Feedback an den Markt anzupassen, wenn es nicht gleich gepasst hat. Und da war MS bisher eher der schwere Tanker auf See, der in eine Richtung geplant hat und dann mit Kursänderungen überfordert war. Genau das ändert sich gerade.

Was die Innovationen angeht, sehe ich das leicht anders. Es gab schon Innovationen von MS, aber die wurden nie wirklich gut vermarktet. Schau Dir z.B. mal Split View in Windows 8 an. Zum ersten Mal war es möglich, zwei Dinge parallel auf einem Tablet zu machen. Das kann das iPad bis heute nicht, obwohl es z.B. laut dem Windows 8-Kritiker Nielsen SOOO wichtig ist, dass man Dinge nicht in einer App merken, dann wechseln und dann aus dem Gedächtnis holen muss, sondern dass man Dinge parallel sieht. Jetzt vermarktet Samsung dasselbe Feature beim neuen Note und stellt es als super Innovation darf.

Auch finde ich die Tiles von Windows Phone innovativ, da es zum ersten mal nicht mehr das langweilige Icon-Grid aller anderen Plattformen ist. Windows Phones wirken in meinen Augen lebendiger und anspruchsvoller, auch wenn man es damit natürlich übertreiben kann. Aber das hängt ja zum Glück vom Nutzer selbst ab.

Die Universal Apps sind eine riesen Innovation. Auch wenn sie vom Anwender wahrscheinlich erst einmal nicht so wahrgenommen werden, öffnen sie doch viele Möglichkeiten bei der App-Entwicklung über mehrere Devices hinweg.

Ansonsten ist das mit der Innovation immer so eine Sache. Was war denn das letzte wirklich innovative Feature? Ich würde sagen Siri, als es erstmals erschien. Diese ganze Scheininnovation mit überflüssigen Sensoren an Smartphones halte ich für wenig zielführend. Das ist so wie Kinect an der Xbox. Absolut innovatives Ding, aber keiner wusste so richtig was damit anzufangen. Und MS hat es den Entwicklern überlassen, die auch keine richtige Idee hatten. Dadurch fristet Kinect heute eher ein unscheinbares Dasein und ist bei vielen Nutzern wahrscheinlich ein teures Mikrofon zur Steuerung der Konsole.

Surface ist übrigens in meinen Augen eher ein Positivbeispiel. Das Produkt war mutig, der Schuss ging zunächst mal nach hinten los, aber MS hat nicht locker gelassen und das Produkt sukzessive verbessert, bis sie jetzt beim SP3 angelangt sind, das erstmals wirklich positiv aufgenommen wird und jetzt auch seine Hybrid-Fähigkeiten ausspielt.

Mit dem Feedback hast Du auch recht. Man darf es nicht allzu sehr übertreiben. Ich bin mir allerdings sicher, dass MS das auch nicht tut. Denn bei einigen Dingen ignorieren sie das Feedback ja auch, da sie eben doch eine gewisse Vision verfolgen. Und das finde ich genau richtig. Produktentwicklung kann nie ein Wunschkonzert sein, denn man wird es niemals allen recht machen.
 
Naja, es gibt ja durchaus dieses Unternehmen aus Cupertino welches es geschafft hat. Solange ein vielleicht durchaus begeisterter Windowsnutzer aber genauso begeistert mit seinem Android Smartphone unterwegs ist, wird das mit großen Gewinnen, gerade eben auch weil die Gewinnspannen sowieso nicht besonders sind, so auch nichts werden.
 
@Lastwebpage: Das worauf du hinaus willst, also Exklusivität eigener Dienste auf eigenen Geräten, macht für Microsoft aber überhaupt keinen Sinn, da es ein es auch ein Software-Unternehmen ist und nicht in erster Linie von den Einnahmen der Gerätesparte angewiesen ist
 
@EffEll: Hat nicht unbedingt etwas mit alleinigem Hersteller von Windows basierten Smartphones zu tun. Da gibt es neben MS/Nokia/Lumina ja noch Samsung, HTC, Huawei und weitere, und das ist auch gut so. Aber ich glaube bei vielen Windows Nutzern ist nicht unbedingt ein Wunsch vorhanden sich überhaupt ein Windows-Phone zu kaufen. Das würde ja dann auch die Verkaufszahlen von Lumina erhöhen.
 
@Lastwebpage: Die heißen Lumia. ;-)
Der Ansporn kann ein anderer sein. Bei mir ist es die nahtlose Synchronisation ohne Einrichtung, universal Apps, Xbox Spiele auf dem Handy und das stabile und sichere OS. Im Gegensatz zu anderen Usern stört es mich nicht das MS Dienste auch auf iOS und Android verfügbar sind, habe mich nach iOS bewusst für WP entschieden.
 
@EffEll: Was mich etwas stört, dass die Apps (gefühlt) auf den nicht WP Plattformen besser gepflegt sind.
 
@Knerd: Ja, das ist auch zur Zeit der Fall. Problem ist ja, dass das (bisherige) Office mit 8.1 stirbt, daher werden die schon ne Weile nicht mehr gepflegt. Wenn man sich Word und Outlook unter W10 mobile anschaut, dann sieht das schon echt gut aus.
 
@Lastwebpage: Es gibt nur einen Penisersatz. Und den hat Apple erschaffen. Niemand will eine Kopie, solange das Original noch irgendwie zu bezahlen ist.

Wenn aber eine Zeit kommt, in welcher Design nicht das Hauptmerkmal spielen kann, weil die zur Verfügung stehende Kaufkraft nicht mehr ausreicht, kommt das Ende einer solchen Lösung. Dann muss ein anderer Wert die Persönlichkeit steigern.

G.-J.
 
Ich sehe bei "Katastrophenmeldungen" über Microsoft (Win8, WPhone) immer diesen Steve Balmer. Zufall?
Seitdem er weg ist geht´s IMHO bergauf.
Oder liege ich falsch?
 
@al_bundy: Subjektiv ja, aber ich glaube nicht, dass wir ihn für alles verantwortlich machen können. Da stehen noch mehr Leute im Hintergrund (Berater, Investoren, etc.) die ihren Teil dazu beitragen.
 
@al_bundy: Steve Ballmer war der intelligente, feingliedrige Visionär, der ein Feuerwerk an innovativen abgefeuert hat und Produkte wie Vista oder Win 8 zu voller Blüte brachte.
Ich weiß auch nicht warum er gehen mußte.
 
@ruder: Eben, Vista (welches im Grunde noch von Bill stammte) ist heute unter dem Namen Windows 7 sehr bekannt/beliebt, ebenso wird das voraussichtlich mit Windows 8.x -> Windows 10 geschehen.
 
@ruder: Er ist/war quasi ein Genie; nur zur falschen Zeit, ein Leonardo da Vinci 2000. :D
 
@al_bundy: alles was in letzter zeit für positiv Schlagzeilen sorgte war schon unter balmer geplant....vom "neuen" kommt da praktisch noch nichts, ausser ein äusserlicher imagewandel
 
Was erwarten die auch? Haben ja nichts geändert seit der Übernahme. Wenn man ein schrumpfendes Verlustgeschäft übernimmt und und nicht ändert was hat man dann einige Zeit später? -> Ein geschrumpftes Verlustgeschäft! = Abschreibungen,... irgendwie logisch, oder? Nokia hatte wenigstens anfangs noch Innovationen gebracht, wie OIS Kamera, PureView Sensor und Poly-Unibody Gehäuse. Aber das hat mittlerweile auch jeder Koreaner im Angebot und seit Microsoft gibt es nichts neues mehr, nur noch Sortimentspflege.
 
Die Abschreibungen werden aber als Aufwand in der Gewinn und Verlustrechnung des Unternehmens gebucht. Jedoch ist hier ja kein Aufwand im eigentlichen Sinne entstanden, sprich Microsoft hat ja kein Geld wirklich ausgegeben bzw. schon Jahre vorher was ja auch schon als Aufwand gebucht wurde. Im Klartext heißt das, dass MS seinen Gewinn um die Abschreibung "künstlich" senkt. Weniger Gewinn heißt weniger Steuern zahlen wobei der Gewinn eben nur "theoretisch" sinkt, das weniger Steuern positiv für das Unternehmen ist muss ich glaub ich nicht weiter ausführen.
Auf solche Mittel greifen Unternehmen in "fetten" bzw. erfolgreichen Jahren oft zurück oder wenn es der Wirtschaft generell gut geht (IT Unternehmen schwimmen zurzeit in LIquidität).

Das jedenfalls leite ich aus meinem bisschen BWL Kenntnissen her :)
 
@Invitxs: Haha du hast ja hier unten schon einmal geschrieben. ^^

"Jedoch ist hier ja kein Aufwand im eigentlichen Sinne entstanden, sprich Microsoft hat ja kein Geld wirklich ausgegeben bzw. schon Jahre vorher was ja auch schon als Aufwand gebucht wurde."

Das ist natürlich richtig, dem gegenüber steht aber ein Zuwachs an Wert (Sachwert). In Prinzip hat hier nur eine Kontenverschiebung eines bestimmten wertes (Geldwert in Sachwert) stattgefunden.

Da aber ein Sachwert anders an wert verliert als wie ein Geldwert muss (sollte) eben abgeschrieben werden. Beispielsweise ist ein Computer nach 3 Jahren nicht mehr das wert was er bei Kauf war. Und dieser Verlust des Wertes gibt man als Abschreibung im Aufwandkonto wieder. Und erst dann Verliert das Unternehmen tatsächlich Buchwert.

Also es ist nicht so, dass mit Kauf ein Verlust entsteht und beim Abschreiben abermals. Der Verlust entsteht tatsächlich nur einmal. Wobei das mehr Theorie und nur für Buchhalterische, Finanzkapitalistische zwecke interessant ist. Das Geld wurde mit Kauf ausgegeben und nach dem Abschreiben ist ja die Sparte immer noch da.
 
MS konnte noch nie Hardware und wird es auch durch Zukäufe wie Nokia nicht können. Die sollen lieber bei Software bleiben, womit sie - wenn auch recht zwiespältig - groß geworden sind.
 
@wingrill9: was gibt es am Surface Pro 3 und der One auszusetzen? Zumindest beim Surface Pro 3 ist sich die Fachwelt einig: Topgerät.
 
@Edelasos: Was nützt es, wenn das Hybrid-Gerät bei der breiten Masse nicht so recht anzukommen scheint.
 
@wingrill9: Es kommt an und verkauft sich gut, kann man natürlich nicht mit Apple vergleichen zudem sich die MS Eingabegeräte auch sehr beliebt, die xBox macht sich glaube auch ganz gut. Auf jeden Fall konnte MS schon immer Hardware nur das bewerben seiner Produkte klappte nicht immer so ganz oder waren einfach Ihrer Zeit vorraus.
 
@wingrill9: Das Surface Pro 3 ist auch nicht unbedingt für die Masse konzipiert. Schon allein mit dem hohen Preis von fast 2000 € für das beste. In seiner Preisklasse, scheint das Surface jedoch Spitzenreiter zu sein. Wie sich das Surface 3 nun behaupten wird, wird sich zeigen. Die Xbox Scheint jedoch recht gut anzukommen, auch wenn Sie dank MS selbst einen schwierigen Stand hat. Dies liegt aber nicht unbedingt daran, das die One schlecht ist. Auch im Bereich Tastaturen ist Microsoft wohl die Nummer 2 Nach Logitech. Wenn es jedoch um Vermarktung geht, hat Microsoft jedoch wirklich keine Ahnung...
 
@Edelasos: Was die Rechner betrifft, ist es allerdings anders als bei Apple zB. weil es meist andere Leute sind, die die Rechner kaufen. Bei MS schwingt immer noch die Aldi-Klientel mit, die wohl nie so ein Surface kaufen würde. Im Surface-Bereich möchte MS im Apple-Bereich Kunden abjagen. Ob ihnen das gelingt, wage ich zu bezweifeln.
 
@wingrill9: welche hardwareprodukte von MS sind ernsthaft schlecht?
 
@0711: Ernsthaft schlecht nicht, aber eben nicht gut genug im Vergleich zu alteingesessenen HardwareHerstellern. Die XBox ist ein Gerät, was da etwas aus dem Rahmen fällt, die wohl für MS sich auch rechnet, weil der Markt, das Gerät sehr gut annimmt.
 
@wingrill9: Welche meinst du da denn? Tastatur und Mäuse sind tipp topp...die smartphones sind für ihr Geld meist auch ziemlich gut, surface kann man wohl auch wenig sagen (auch speziell wenn man schaut was die anderen hw Hersteller so produzieren). Es gibt sicher mal qualitätsausreisser (lumia 535 Display) aber in summe sehe ich wirklich nicht die profukte die nicht mit den "alteingesessenen hardwareherstellern" mithalten könnten.
 
wer annahm nokia sei ein garant für gute verkäufe, hääte sich vorher einmal bei den enttäuschten nokianer rat holen sollen. ich weiß nicht, wie man annehmen konnte, mit solch einem einfältigen design gegen die etablierte konkurrenz auch nur ansatzweise boden gutmachen zu können.
ich will damit nicht das durchaus gute WP schlecht reden. aber letzendlich steht und fällt ein smartphone aber mit äusseren werten! wie man mit schlechtem design auf die nase fallen kann, haben auch etablierte marken zur genüge gezeigt!
Ich kann nur hoffen, dass MS endlich mal ein smartphone in einem gehaüse auf den markt bringt, welches alle anderen in den schatten stellt.
 
@pittrich67: die Nokias sind von der Hardware top. Das Problem ist halt die Software. Ich kann es verstehen dass die Leute Metro seeeehr gewöhnungsbedürftig finden. Von Qualität und Anzahl der apps mal abgesehen.
 
Ich sage es immer wieder. Anstatt Milliarden für den Metro-quatsch zu verbrennen, sollten Sie sich auf ein gutes Desktop Windows fokussieren. Und wenn dieses auch weiter verkachelt wird, dann können Sie auf ihre Windows sparte bald die nächsten Milliarden abschreiben...
 
@Jas0nK: Der Kontext in dem du das Wort abschreiben verwendest verdeutlicht, dass du nicht weist was Abschreibungen sind. Abschreibungen sind nix weiter als das Verzögerte auftauchen von vorangegangen Ausgaben in Investitionen.

Man muss erst etwas kaufen um es dann abschreiben zu können! Was dann anschließend, meistens nicht immer, zu Steuereinsparungen führt. Es hat nichts mit Verlust in dem Sinne zu tun an den du denkst.
 
@Jas0nK: der Desktop stirbt
 
@0711: willst du JasOnK etwa Kurzsichtigkeit unterstellen?
 
@crmsnrzl: würde mir nie in den sinn kommen
 
Ein ebenso seltsamer Artikel, wie jener zum Thema "kostenloses Upgrade Windows 10". Das Abschreibungen vorgenommen werden müssen ist vollkommen normal und müssen sogar vorgenommen werden, wenn erkennbar ist, das die Werte in den Büchern nicht stimmen. Von dem her ist es gerade keine Katastrophe. Und wahrscheinlich sehen auch viele Analysten (ausser jenem aus dem Artikel) das so. Denn wenn ein "Gespenst" jetzt aus den Büchern verschwindet, kann man für die Zukunft auch wieder positive Zahlen melden.
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