Google: Wechselkurse kosten den Konzern rund 800 Millionen Dollar

Der Suchmaschinenkonzern Google gerät immer stärker in Fahrwasser, in denen das Unternehmen selbst kaum Einfluss auf den Kurs hat. Das Geschäftsmodell ist so stark von äußeren Faktoren abhängig, dass deren ungünstige Entwicklung sehr hohe Beträge in ... mehr... Google, Logo, Suchmaschine Google, Logo, Suchmaschine Google, Logo, Suchmaschine

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Eine Quellenangabe, zB den Geschäftsbericht, vermisst man wie so oft auch hier.
 
@TurboV6: Das ist inzwischen echt peinlich (und auch ganz schlechter journalistischer Stil). Würde keinem der Autoren auch nur eine Minute mehr kosten, die Quelle, aus der sie ja die Infos herziehen, reinzuverlinken...
5 Sekunden Google Suche: https://investor.google.com/earnings/2015/Q1_google_earnings.html
 
@Chrissik: viel peinlicher finde ich ist, dass WF sich zwanghaft und verzweifelnd versucht mit SPON und Co auf eine Stufe zu stellen aber sich dabei journalistisch, wie Du sagst, wie Laien zu verhalten.
 
@TurboV6: Ich finde das zeigt auch den fehlenden Respekt der eigentlichen Quelle gegenüber. In dem Fall ist das eine "gesichtslose" Firma (trotzdem unschön), aber es gibt immer wieder Artikel, in denen die eigentliche Arbeit von anderen Seiten gemacht wird, man trotzdem (nicht immer) aber keinen Verweis auf die Originalquelle findet. So darf man sich halt nicht verhalten, wenn man was professionelles aufziehen möchte (sprich, Werbeeinnahmen erhalten will...). Also WinFuture, erschafft ein Feld, in dem man die Quelle angeben kann, und ein "via-Feld", falls die Grundlage für den Artikel von einem anderen Medium stammt. Dann sind alle glücklich.
 
Gerechnet auf den gesamt Konzern richtig, Buchhalterich falsch, da Google Europ (Irland) in Euro verbucht somit keinen Wechselkursschwankung unterliegt.

Ich finde es immer wieder Spannend wie schnell man doch Verluste erleidet obwohl man immense einnahmen hat, wirk sich bestimmt senkend auf irgendwas aus (Steuern, Dividenden, ...?)
 
@Kribs: Das ist so spannend dass es ganze Wirtschaftszweige und Studienbereiche gibt die sich nur mit diesem Thema beschaeftigen.
 
@Kribs: Du kannst immense Einnahmen haben ... wenn Du immensere Ausgaben hast, ist der Gewinn eben Null.
 
@iPeople: Du verwechselst hier nur was, nämlich Aufwendungen und Auszahlen sowie Erträge und Einzahlungen. Bei der bilanziellen Behandlung von Währungskursdifferenzen geht es zunächst um Aufwendungen oder Erträge, die aber nichts mit Aus- oder Einzahlungen zu tun haben.
 
@LostSoul: Insofern hast Du natürlich vollkommen recht. Ich habs nur sehr sehr vereinfacht dargestellt, da es um die simple verwunderung ging "Trotz Einnahmen Verluste". Und den Verlust durch Währungsschwankungen kann man quasi als "Ausgabe" sehen. Logischerweise ist das ganze sehr viel komplexer.
 
@iPeople: (Kein Minus von mir) - Mir ging es zunächst um die Wortwahl. Zum anderen ist aber auch die Ergäbzung so nicht korrekt: Ein Währungskursverlust, wenn realisiert, ist keine Ausgabe, sondern ein Aufwand. Es ist viel einfacher (und vor allem: richtig), wenn man statt eines falschen Begriffs in Anführungszeichen, einfach den richtigen Begriff ohne Anführungszeichen schreibt - dafür sind die Wörter ja, im entsprechenden Kontext, ja auch definiert. ;)
 
@Kribs: Ohne in den Abschluss zu schauen: Natürlich kann die Google Europ auch Effekte auch Wechselkurseffekten haben, wenn es z.B. auch Geschäfts mit Nicht-Euro-Währungen hat. Dies ist z.B. mit Blick auf Geschäfts mit der amerikanischen Mutter auch nicht unwahrscheinlich. Hinsichtlich des Konzernabschlusses von Gesellschaften im europ. Raum und soweit es nur den Intercompany-Geschäftsverkehr betrifft, ist es natürlich korrekt, das insoweit(!) keine Währungskurseffekte auftreten können.
 
@LostSoul: Will nicht streiten, hatte zwar 2007/2008 einen IHK Abendkurs mit unterandern Buchhaltung, aber der Internationale "Geldverkehr" ist mir dann doch fremd.
Meine Intuition für das Post war doch eine andere, weil ich mich erinnerte das die amerikanische Regierung Einkünfte/Vermögen von US Tochterunternehmen im Ausland besteuern will, dahin könnte schon mal vorab Wechselkursverluste in Stellung gebracht werden, um die >>mögliche<< Steuerlast zu senken.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerika/haushaltsentwurf-obama-plant-sondersteuer-von-14-prozent-fuer-konzerne-13405280.html
 
@Kribs: Ich kann da nur als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer was zu sagen ;) Und tatsächlich vermischt du gerade ein paar Sachen miteinander: Das eine Thema ist die bilanzielle Behandlung von Währungskursgewinnen oder -verlusten, das andere Thema die Besteuerung. Das (um mal nur in Deutschland zu bleiben) handelsrechtliche Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung ist für die Steuerberechnung nicht maßgeblich, da handelsrechtlich und steuerrechtlich hinsichtlich des Ansatzes, der Bewertung etc. wesentliche Unterschiede gegeben sind oder gegeben sein können.
Das worum es Obama ging, ist kein bilanzielles, sondern ein rein steuerrechtliches Thema. Vereinfacht gesagt müssen US-amerikanische Unternehmen, wenn sie im Ausland erwirtschaftetes Geld in die USA bringen wollen, dieses mit einem bestimmten Steuersatz versteuern (wie gesagt, jetzt mal alles sehr vereinfacht dargestellt und ohne Berücksichtigung viele Sonderaspekte etc.). Das führt dazu, dass die Unternehmen sagen: "Wir sind doch nicht doof - wenn ich das Geld in die USA transferiere, ist mal schlapp 1/3 davon weg". Natürlich hat die USA Interesse daran, dass das Geld in dern USA ist, also überlegt man sich, wie man die Unternehmen davon überzeugen kann, das Geld zu transferieren - und das ist letztlich nur durch einen "Preisnachlass", also eine Steuersenkung, möglich. Darüber beschweren sich dann natürlich wieder Bürger, kleinere Unternehmen etc., da hierdurch die Situation entsteht, dass aufgrund der Ausnutzung von internationalen Steuergestaltungsmöglichkeiten kaum Steuern auf die Einkünfte gezahlt wurden und diese nun, wenn sie wieder in die USA eingeführt werden, dennoch geringer versteuert sind, als das z.B .für einen lokalen Händler in den USA der Fall ist.
Einzig: Es ist und bleibt ein reines Steuerthema. In Deutschland interessiert das den Steuergesetzgeber gar nicht - warum: Weil er diese (unrealisierte) Währungskursverluste nicht bei der Steuerberechnung berücksichtigt. Handelsrechtlich ist das anders, weil man - dem Vorsichtsprinzip folgend - einem Bilanzadressaten zeigen will: "Pass mal auf, da gibt es potenzielle Verluste".
Das kann zu "interessanten" Effekten führen, z.B., dass du handelsrechtlich dein Eigenkapital der Gesellschaft aufgezehrt hast, während du steuerlich wunderbar da stehst.
So, nun aber genug des Themas. ;)
 
@Kribs: "Ich finde es immer wieder Spannend..."

Ich finde es immer wieder bescheuert, wie man von "Verlusten" reden kann, weil irgendeinem Unternehmen irgendwelche Gewinn-Summen durch die Lappen gehn. Ist für mich einfach unlogisch.
 
Oh.... mir kommen die Tränen. Nur 17,3 Milliarden. Vielleicht sollte man ein Spendenkonto einrichten!
 
@heidenf: Das ist Umsatz. Du kannst auch 100 Mrd. USD Umsatz machen und dennoch einen Verlust einfachen. Darüber hinaus sagt auch der Gewinn nur wenig aus, die Frage ist ja, wie "stabil" dieser ist, wie groß die Schwankung der Erträge und Aufwendungen insgesamt ist etc. Nur weil dir eine Zahl "groß" erscheint, ist sie es nicht unbedingt auch tatsächlich - insbesondere, wenn es auch um die dauerhafte Sicherung eines Unternehmens geht.
 
@LostSoul: Stimmt, Google nagt vermutlich am Hungertuch und ein Wachstum von nur 12% anstatt 17% ist ärmlich.
 
Bei den Riesensummen kann es dem Unternehmen egal sein. So viel Geld gibt niemand aus, das lagert bei der Bank oder sonst wo.
 
Aufpassen, nicht dass Google bald Pleite geht.
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