Google stellt Obdachlosen-Zeitung auf digitales Zeitalter um

Die immer größere Bandbreite bargeldloser Bezahlsysteme wird vor allem für jene ein Problem, die von kleinen Beträgen und Spenden ihren Lebensunterhalt finanzieren müssen. Um dafür eine Lösung zu finden hat der Suchmaschinenkonzern Google sich mit ... mehr... Zeitung, Obdachlos, Real Change Bildquelle: Real Change Zeitung, Obdachlos, Real Change Zeitung, Obdachlos, Real Change Real Change

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Entspricht also quasi "Hinz und Kunz" in Hamburg, wenn ich das richtig verstanden habe?
 
Die lassen die Obachlosen für die Zeitungen in Vorleistung gehen? Echt jetzt?
 
@Bautz: ja das ist allgemein ein großes problem. ich kenne zwei ältere herren die in berlin den straßenfeger verkaufen und unterhalte mich öfter mal mit denen. das problem ist das sie auf jeder nicht verkauften ausgabe sitzen bleiben und somit ein dickes minus in die rechnung kommt. aber wie solls anders sein. das problem ist würde sie es anders rum machen, also das man ihnen die zeitungen gibt und sie dann die diferrenz im nachhinein ausgleichen würden der verlag bald pleite gehen weil sich ein haufen schwarze schafe melden würden die eben nicht zum ausgleich der kasse antreten.
 
@Tea-Shirt: Sie könnten die nicht verkauften z.B. auch zurückgeben und enstprechend das Geld zurück erhalten.
 
@Bautz: Ganz genau. Ist in Österreich auch so.
 
naja darüber lässt sich streiten. in den usa mag sowas ja gut gehen weil sie eh ihre kreditkarten gewohnt sind. aber das würde in deutschland sicher nicht so gut ankommen. es hat einfach wieder den faden beigeschmack von einer Kommerzialisierung. eine digitale version ist ja nett und gut. aber das größte problem bei diesen zeitschriften ist vorallem der inhalt. das sin die käseblätter überhaupt mit total banalen langweiligen berichten. die meisten leute die ich beobachte geben lieber einfach geld anstatt eine zeitschrift als gegenleistung zu erhalten.
 
@Tea-Shirt: "...die käseblätter überhaupt mit total banalen langweiligen berichten...". Du kennst das hamburgische Pendant " "Hinz und Kunz" wohl nicht. Da ist nix mit Käseblatt und banalem Inhalt. Und das trifft sicher auch für viele andere Blätter zu. Sehr traurig so eine, wie ich meine, vorurteilsbehaftete Sichtweise.
 
@Kiebitz: na is ja schön das die in hamburg besser sind. ob ich da wohl ein abo abschließen kann das die mir das nach berlin schicken? du schlaumeier logischerweise kann ich nur die zu rate ziehen die ich selbst hier habe. der straßenfeger und die motz sind einfach nur unterirdisch. da ist jede schülerzeitung besser.
 
@Tea-Shirt: Hallo Du Obersuperschlaumeier. Du hast wortwörtlich gaaaanz allgemein und pauschal geschrieben, nämlich: "...aber das größte problem bei diesen zeitschriften ist vorallem der inhalt. das sin die käseblätter überhaupt mit total banalen langweiligen berichten..."! Da steht nun absolut nix von Berlin und "Strassenfeger" oder / und "motz"!!! Also kritisiere hier nicht mich sondern gucke auf das was Du da selbst "verfaßt" hast! Hast mi!

Da gibt es eine Seite dazu: http://www.hinzundkunzt.de/

Und ein Abo gibt es tatsächlich auch. Hier die Infos zum Abo:

Um das Prinzip des Direktverkaufs durch Wohnungslose auf Hamburgs Straßen nicht zu gefährden, vergeben wir Abonnements nur an Leser, die außerhalb Hamburgs wohnen. Ausnahmen machen wir bei Hamburgern, die ihre Wohnung nicht verlassen können. Der Preis für das Lese-Abo beträgt 42 Euro pro Jahr, Versandkosten sind darin enthalten. Sie können auch für 142 Euro pro Jahr unser Spenden-Abo bestellen. Für den Spendenanteil erhalten Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung.
Bestellung und mehr Informationen: info@hinzundkunzt.de oder Telefon 040-32 10 83 11.

Noch irgendwelche Fragen oder unsachliche Hinweise, die von Deiner Unkenntnis und Deinen Vorurteilen zeugen? Nur zu!
 
Klasse Idee Google, währe aber noch Steigerungsfähig:

"Man statte den/die Obdachlosen mit einen Regendichten Poncho aus (Für den Winter einen mir Solar betriebener Heizung), der Vorn und Hinten mit dem QR-Code zum Download der Zeitung/Zeitschrift aufgedruckt hat.
Das kann man direkt auch im Jahres Abo machen, sieht so blöd aus wenn Menschen ständig Obdachlose mit dem Smartphone "abschießen"." ;-)
 
Die Hürde zum Kauf steigt also um einen Dollar. Mag manchen für so eine Zeitung dann vielleicht zu viel sein und dann werden im Endeffekt weniger Zeitungen verkauft.

Und verstehe ich das richtig, dass google nun für die Bereitstellung auch noch 1,50 Dollar kassiert? Mal ganz davon abgesehen, dass das mehr ist, als die Obdachlosen vorher an den Verlag abdrücken mussten, finde ich den Betrag von google relativ frech. Auch wenn man ihnen sicherlich das Vorpreschen bei diesem Problem hoch anrechnen kann, wäre es doch für google sicherlich ein leichtes, hier auf eigene Einnamen zu verzichten und mit dem vielen Geld, auf dem sie sitzen, etwas Gutes an vorderster Front zu tun.
 
Äh? Ich habe mir das zweimal durchgelesen - vielleicht habe ich aber auch eine Verständnis-Blockade. Wie kommt denn nun der Verkäufer an sein Bares, denn nur Bares ist Wahres.
 
@Kiebitz: Genau das habe ich mich auch gefragt.
 
Grundsätzlich unterstütze ich Obdachlose ja gerne. Ich habe sogar schon mehrere Zeitungen gekauft. Oft sage ich dann auch, hier hast du 1 Euro - behalte die Zeitung ruhig. Was mich an dem Google Projekt jedoch ankotzt ist, dass man uns häppchenweise versucht das mobile Payment unterzujubeln. Was ist an Bargeld so schlecht? Ich möchte nicht, dass Google & Co wissen, wofür ich mein Geld ausgeben! Schade, dass das offenbar so viele Menschen anders sehen...
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