Noki: Türschlösser ohne großen Umbau mit Smartphone steuern

In vielen Hotels und Büros gehören Schlüssel schon lange zum alten Eisen. Unter dem Namen Noki wird jetzt ein System entwickelt, das es jedermann ohne große Umbauten möglich macht, Türschlösser mit dem Smartphone zu steuern. mehr... Smart Home, schloss, Noki, Türschloss Bildquelle: Noki Smart Home, schloss, Noki, Türschloss Smart Home, schloss, Noki, Türschloss Noki

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wie ich x mal nokia gelesen habe, bis ich es gecheckt habe.

btw. "wenn der in Noki verbaute Akku leer ist, teilt der Anbieter aber nicht mit. " das ist eigentlich meine hauptfrage zu der ganzen geschichte.
 
@Mezo: OKay, mich hats auch erwischt und mir wärs wohl entgangen wenn ich deinen Kommentar nicht gelesen hätte.
 
@Mezo: Ich bin erst nach deinem Kommentar darauf gekommen!
 
@Mezo: Auf er FAQ-Seite unter "Funktionen" steht:

"Was mache ich, wenn die Batterien von Noki leer sind?

Noki wird dich bei einem Batteriestand von 20% per App benachrichtigen und dir somit mitteilen, dass die Batterien bald leer sind. Dann setzt du einfach neue Batterien ein."

Das scheint WF irgendwie übersehen zu haben. ;)
 
@DON666: Lieben Dank für den Hinweis. Ich habe es in unserem Artikel entsprechend abgeändert.
 
@Mezo: Wenn der Akku leer ist geht die Tür nur noch mit dem normalen Schlüssel auf. Was soll sonst passieren?
 
@nize: eine explosion ohne zündung xD
 
@Mezo: ja wer weiß vllt ist ein Nokia Akku verbaut. und wenn der mal leer geht. dann nur kabel dran und jut... glaub da steht ja nix wie der aufgeladen wird der akku......
 
Wenns erschwinglich wird, hat es eine grosse Zukunft!
 
Ich bleibe mechanisch. Ist wie bei den Zahlsystemen. Was das angeht bleibe ich altmodisch: Barzahlen. Genau so geht es diesem "Noki". Vieleicht OK in einer Partyhütte, aber Fingerprint, batch und jetzt dieses Noki solchen Dingen vertraue ich nicht! Schlüssel, das ist das Zauberwort. In unserer Firma ging ich auch schon nachhause und die Tür war nicht verriegelt. Wer weis, wie viele Nächte diese offen war.
 
@GIGU: Dinge, die sich niemals ändern...

"Ich bleibe bei Kutschen. Pferde sind wenigens verlässlich. Autos geht doch nur der Sprit aus"
"Ich bleibe bei Kerzen. Dieses Strom-Zeugs ist doch nur unheimlich und gefährlich"
"Ich bleibe lieber in meiner kalten Höhle, dieses Feuer ist viel zu heiß"
 
@Draco2007:

"Ich bleibe bei meiner Frau, da weiß ich was ich habe."
 
@Draco2007: funny, +1
 
@GIGU: Ich bin ein wenig verwirrt - inwiefern wird das "nicht verriegelt lassen" einer Tür durch die Verwendung von Schlüsseln verhindert? Oder verstehe ich das falsch, und die unverriegelte Tür in Deiner Firma hat einfach nichts mit dem Rest der News bzw. Deines Kommentars zu tun?
 
@FenFire: In unserer Firma wurde aus irrgend einem elektrischen Fehler die Tür entriegelt. Es ist halt ein batch System wo man innerhalb der Firma den Mitarbeiter bei gewissen Türen die Zugriffsrechte verteilen kann.
Wenn ich hier lese, dass mit Noki die Türrechte auch weitergegeben können, oder der Support dir die Tür öffnen kann, wird es auch hier nur eine Frage der Zeit sein bis sich ein Fehler ins System schleust. Und der Post von Draco ist einfach lächerlich. Auch ich gehe mit der Zeit, aber bei gewissen Dingen halte ich einfach Vorsicht. Und ich sehe einfach keinen Grund, warum ich so ein System benutzen sollte. Schlüssel drehen ist halt schon extrem schwer und verbraucht viel Zeit.... Wenn ich sehe wie einfach man einen Fingerabdruck klauen kann der auch noch funktioniert, dann wird das genau so einfach sein dieses System zu überwinden.
 
@GIGU: Das war ein SCHERZ, leg dir etwas Humor zu....

Und was spricht gegen die These, dass der Hersteller deines mechanisches Türschlosses einen Generalschlüssel für alle seine Schlösser besitzt und die gegen kleines Geld an Verbrecher aller Art weitergibt?
Genausowenig, wie dass Noki einen Generalschlüssel hat und weitergibt.

Und ein Profi-Türknacker (auch Schlüsseldienst genannt) macht dir eine Tür in Sekunden (maximal Minuten auf) ohne großartige Spuren zu hinterlassen.

Was eure elektronisch gesicherte Tür angeht. Für sowas gibt es Überwachungsservices, die Alarm schlagen, wenn sowas vorkommt. Bei meinem ehemaligen Nebenjob an einer Tankstelle wurde SOFORT angerufen, wenn ich die Alarmanlage erst ein und dann direkt wieder aus schaltete (Nachts), weil ich etwas vergessen hatte.

Wenn es etwas wertvolles zu sichern gibt, dann geht ohnehin nichts über eine 24/7 überwachte Alarmanlage. Ein Schloss alleine hat noch niemanden gestoppt. Und wenn wegen irgend einem elektronischen Bug die Sicherung ausfällt bekommt das der Überwachungsdienst sofort mit und informiert einen Mitarbeiter von euch, der sich dann darum kümmern kann.

Aber ja, bleib du in deiner Höhle ^^
 
@GIGU: Sehe ich auch so, denn eine starke Mechanik wie ein zusätzlicher Panzerriegel schreckt extrem ab. Die Elektronik dient rein dem Komfort des Bewohners, aber verstärkt weder Türrahmen noch die Technik des Schlosses. Und ist die Elektronik überwunden, ist automatisch auch die stärkste Mechanik überwunden worden, denn der Schlüssel steckt ja schon.
 
@Seth6699: Du setzt hier immer voraus, dass die Elektronik leichter zu knacken ist als die Mechanik. Aber bei den meisten Schlössern, die so verbaut werden ist das nicht der Fall, die lassen sich mit der richtigen Technik in Sekunden knacken. Ein Lockpick beispielsweise ist bei diesem elektronischen Schloss vollkommen nutzlos.

Und wie man die "Hackbarkeit" deutlich erschweren kann habe ich in o5:r1 beschrieben...
 
@Draco2007: Keiner wird die Krypto angreifen. So blöd ist keiner. Nicht mal die NSA. Wenn dann versuchen die schon vorher den Schlüssel abzugreifen, oder durch Man-in-the-Middle den Schlüsseltausch zu fingieren. Gleiches bei den Funkschlüsseln der Autos. Da senden die Angreifer ein Störsignal und somit sperrt sich das Auto überhaupt nicht zu.

Auf dem Noki-Türschloss sitzt auch ein embedded Prozessor auf dem ein OS läuft und Treiber besitzt, damit das blutooth-Modul überhaupt angesteuert werden kann. Und wie man weiß, ist kein System 100%ig sicher. Wer sowas denkt der ist ein Tagträumer.

Und ein Panzerriegel-Schloss mit entsprechenden Schlüsseln ist viel abschreckender als ein elektronischer Türschlossaufschließer, da dass Schloss des Panzerriegels meist recht eindeutig positioniert ist in der Tür (http://www.aufbruchschutz.com/pr3.jpg).
 
So eine innovation muß sofort, steuerlich zu 100% absetzbar, mit Staatsmittleln gefördert, in den Medien rauf und runter beworben werden und in absehbarer Zeit per Gesetz als Pflicht für jeden Erdenbürger eingeführt werden, um der Terrorgefahr vorzubeugen. Als Raucher, der 2001-2004 schon den Kampf gegen den Terror unterstützt hat, habe ich mich sofort angemeldet, weil ich es genial finde.
 
@Candlebox: Entweder liegt es an mir, dass ich den Sinn in Deinem Kommentar nicht zu erkennen vermag, oder Du rauchst das falsche Zeug ;)
 
Ich schreib dann mal schnell ne App zum knacken...denn auch wenns 8 Stellen sind wird niemand 67485302 oder wenns mit Buchstaben geht A9b45t1q nehmen. Dank der 8 Stellen bieten sich ja auch Geburtstage mehr als an
 
@Wumps: Nur um alle Geburtstags-Möglichkeiten durchzuspielen brauchst du 172.800 Versuche.

365 Tage pro Jahr, 80 Jahre, 6 Möglichkeiten das Datum zusammenzubauen (DDMMYYYY, YYYYMMDD, etc)

Das wären 20 Tage, wenn das System nur ein Versuch alle 10 Sekunden zuließe. (Im Schnitt also 10 Tage, da vermutlich nicht das letzte Datum das Gesuchte ist)

Wenn so ein System richtig schlau gemacht ist, lässt es die Versuche nur von autorisierten Geräten zu oder blockiert nach 100 Versuchen und lässt sich nur noch durch eine (lange zufällige) Superpin entriegeln.
Oder man lässt die Zeit zwischen den Versuchen exponentiell steigen. Die ersten 10 ohne Wartezeit, dann 10 sekunden, dann 20, dann 30, etc...mit einem Maximum von ein paar Minuten. (sonst ließe sich die Tür böswillig für Jahre blockieren)

So wäre schon eine 4 stellige PIN rel. sicher.

Eigentlich sollte solch eine Sicherheitsmaßnahme längst Standard für Logins sein, da es Brute Force praktisch unrentabel macht. (4 stellige PIN nur aus Zahlen sind schon 34 Tage bei 10 Minuten Wartezeit zwischen den Versuchen. Mit Groß- und Klein-Buchstaben sind wir bei 140 Jahren...immer noch nur 4 Stellen...die Rechenkraft des Angreifers ist auch vollkommen irrelevant...)
 
@Wumps: Bevor Deine App das geknackt hat, hat der Schlüsseldienst (oder ein ähnlich ausgestatteter Einbrecher) die Tür schon längst offen :)
 
Solange Windows Phone außen vor bleibt, bleiben bei mir solche Produkte außen vor
 
@Chattiger: nicht so schlimm. sie werden sicher auf die 5 aktiven wp nutzer verzichten können.
 
@Chattiger: Ist ja laut deren FAQ noch nicht mal überhaupt geplant, also entfällt das. Die Idee finde ich leider trotzdem ziemlich gut.
 
@DON666: Also ich habe Windows gern auf meinem Smartphone, ich komm super zurecht damit. Vielleicht gibts ja irgenwann was oder ich code mal was, aber erst mal muss ich mein anderes Projekt fertig stellen
 
@Chattiger: Keine Frage, ich will auch nicht mehr ohne. Dass ein Start-Up, das sogar noch per Crowdfunding am Koehlezusammenbetteln ist, ein System kategorisch ausschließt, empfinde ich als äußerst arrogant, deshalb auch meine Aussage oben. Ich könnte so ein Ding wohl gebrauchen, aber deshalb steig ich doch nicht auf ein anderes OS um; nee, nee, so läuft das nicht... ;) Und so ne App zu programmieren, dürfte sicher nicht extrem teuer sein.
 
@Chattiger: mit Windows 10 wird sich das hoffentlich ändern... einerseits wird dann Windows wieder eine Große und beliebte Plattform für die es sich zu entwickeln lohnt, andererseits könnten nach Gerüchten auch Legacy Android Apps auch funktionieren!
 
@baeri: Windows10 ist auch nur ein Testballon für Microsoft. Sämtliche großen Firmen sind doch abgesprungen oder dabei - schön zu sehen im fernsehen, da nur noch Android und iOS unterstützt werden.
 
Das gibt es doch schon lange von einer Deutschen Firma, und da gibt es auch keine Große Box,
man tauscht einfach nur das Schloss aus...FERTIG
Geöffnet wird über Bluetooth einfach mit dem Smartphone

http://www.ist-systems.de/D_bluetooth.html
 
@GATEKEEPER: Dieses System wird (laut FAQ, "Funktionen", letzter Punkt) den von innen eingesteckten Schlüssel drehen können, deshalb braucht hier ja auch das Schloss nicht gewechselt zu werden. Setzt dann natürlich einen Schließzylinder voraus, der es erlaubt, auch von außen "bedient" zu werden, wenn innen der Schlüssel steckt; aber das ist ja heute an sich nichts besonderes mehr.
 
ok das mit dem akku ist in der tat ne knifflige sache. aber im ernst ich hätte kein problem das ding einmal in der woche aufzuladen. da es ja eh noch mit dem schlüssel geht ist doch alles bestens. ich war schon sonst wie oft in der situation das jemand zu mir musste und man dann ewig gebraucht hat um mal n schlüssel zu übergeben. ganz davon abgesehn... mein türschloss ist in so einer doofen ecke da leuchtet das licht aus dem hausfrlur nicht hin und ich brauch ewig bis der schlüssel drin ist ;D
 
Ich bin so frei und fass mir annen Kopf, verweise auf diesen Heise Artikel ( http://www.heise.de/newsticker/meldung/Smartes-Tuerschloss-August-war-zu-gastfreundlich-2593822.html ) und denk mir meinen Teil. Wer so Zeug einsetzt, der braucht sich nicht wundern, wenn er heim kommt und die Tür "gehacked" wurde.
 
@Antimon: Nun ja... so normale Wohnungstüren mit klassischem Türschloss werden von Einbrechern (und dem Schlüsseldienst) auch "physisch gehackt", fasst Du Dir auch bei Verwendung normaler Türschlösser an den Kopf und denkst Du Dein Teil, weil sie aufgebrochen werden können? Mit welchem einbruchsicheren Mechanismus ist denn Deine Wohnungstür gesichert?

Die von Dir verlinkte Heise-Newsmeldung entspräche etwa dem, wenn ein Hersteller normaler Türschlösser ein Modell verkaufen würde, zu dessen Exemplaren überall der selbe Schlüssel passt. Was aber ein Fehler des Herstellers wäre, und nicht ein Grund daraus zu schlussfolgern, wer normale Türschlösser einsetze brauche sich nicht wundern, wenn er heim käme und jemand sich Zutritt verschafft habe.
 
Versicherungstechnisch absolut kritisch wenn die Bude ausgeräumt wird. Sicherheit behauptet jeder Hersteller/Anbieter, nur die Vergangenheit hat immer gezeigt, dass es doch Lücken gibt. Man muss nur lange genug danach suchen.
 
@Akkon31/41: Soweit ich weiss verwenden viele Automobilhersteller inzwischen schon seit längerem elektronisch ferngesteuerte Schlösser (Tür entriegelt bei Annäherung des Schlüssels o.ä.). Gäbe es grundsätzliche versicherungstechnische Bedenken gegen elektronische Entriegelung wäre dem wohl kaum so.
 
Dass bei solchen neuen Dingen nicht gleich auch eine Windows Phone App mit rauskommt, erstaunt mich immer wieder. Ist mal wieder ein eindeutiges Zeichen, wie wenig Entwickler offenbar Ahnung davon haben, wie leicht sich eine App für alle drei Plattformen bauen lässt. Wahrscheinlich werden hier noch zwei getrennte Apps für Android und iOS gebaut.
 
@HeadCrash: Oder man interessiert sich einfach nicht für das Nischenprodukt, das wohl sogar Marktanteile verliert im Moment.
 
@Doso: Die Marktanteile gehen rauf und runter, je nachdem welche Länder man sich anschaut. Tatsächlich verkaufen sich Windows Phones immer besser, auch wenn es die Gegner natürlich nicht wahrhaben wollen. Die Konkurrenz wächst aktuell nur schneller als WP, wodurch die Marktanteile leider stellenweise sinken.

WP ist aber nach wie vor das "dritte System" am Markt. Und hätte sich am Anfang niemand für das Nischenprodukt iPhone interessiert, wäre es wahrscheinlich heute nicht anders dran als WP. Man muss einem System nun mal entgegenkommen, sonst tut sich da nichts. Das ist das alte Henne-Ei-Problem.

Und wenn man bedenkt, wie unaufwendig es ist, WP ebenfalls noch zu bedienen - sofern man es bei der Entwicklung richtig macht - kann ich die Haltung vieler App-Entwickler einfach nicht verstehen. Da könnte man genauso gut fragen, warum überhaupt Software für den Mac entwickelt wird? Dessen Marktanteile übersteigen schon seit jeher die 5%-Hürde nicht. ;-)
 
@HeadCrash: Gibt viele Hersteller, die nicht für den Mac entwickeln.
 
@HeadCrash: "Und wenn man bedenkt, wie unaufwendig es ist, WP ebenfalls noch zu bedienen - sofern man es bei der Entwicklung richtig macht - kann ich die Haltung vieler App-Entwickler einfach nicht verstehen."

Hier mal meine Sicht als Entwickler mit Wirtschaftshintergrund:
Das Problem ist nicht der zusätzliche Entwicklungsaufwand für ein weiteres System. Der ist sehr gering wenn man es richtig macht, ja. Das Problem ist der Rest drumherum. Zusätzlicher Supportaufwand für eine weitere Plattform. Testaufwand und -geräte für eine weitere Plattform. Administrationsaufwand für ein weiteres Shopsystem. Das steht ggf. nicht im Verhältnis zur zusätzlichen potenziellen Nutzeranzahl.

Gerade wenn die Macher von Noki schreiben, dass sie alles offen legen und professionell zertifizieren lassen wollen. So eine Zertifizierung ist auch nicht kostenlos zu haben und meist behandeln die Zertifizierungsstellen eine App die auf zwei oder drei Plattformen verfügbar ist nicht als eine App, sondern als zwei oder drei.
 
@Thanatos81: Sehr schön geschildert. Die meisten bilden sich ihre Meinung halt aus einer Sicht als Entwickler mit Hobbyhintergrund, oder aus Sicht von jemand der überhaupt nichts von Softwareentwicklung versteht :)
 
@Thanatos81: Nun ja, es hängt sehr stark davon ab, wie man in den von Dir genannten Bereichen vorgeht.

Testaufwände sollten sich z.B. in Grenzen halten, wenn man auf Testautomatisierung setzt. Tatsächlich sollte sich bei einer gut aufgebauten App der größte Teil der Businesslogik in Form von Unit Tests abdecken lassen. Und, sofern man auf maximale Wiederverwendung von Code setzt, was z.B. mit Tools wie Xamarin möglich ist, schreibt man hier sogar plattformunabhängige Unit Test, so dass die Anzahl der Plattformen unerheblich ist. Setzt man auf Architekturen wie MVVM z.B. erschlägt man damit den größten Teil der Applikation und muss letztlich Richtung Oberfläche nur noch Dinge wie Data Bindings "testen", was man i.d.R. durch manuelle Abnahmen ohne übermäßigen Aufwand hinbekommt.

Die Anzahl der Testgeräte nimmt natürlich zu. Allerdings wird man gerade bei App-Entwicklung den größten Teil in Emulatoren/Simulatoren testen, die keine Mehrbelastung mit sich bringen. Die Abnahme auf einem echten Gerät erfolgt dann in aller Regel auf einem Referenzgerät, da man die Vielzahl der Geräte sowieso nicht testen kann. Und würde man es wollen, so könnte man z.B. Cloud-Testing für Geräte verwenden, das mittlerweile ebenfalls angeboten wird. Dabei steigen die Kosten natürlich, je mehr Geräte man verwendet, aber der Mehraufwand hält sich in Grenzen.

Mit "Administration für ein weiteres Shopsystem" meinst Du wahrscheinlich den App Store der jeweiligen Plattform. Da hast Du natürlich vollkommen recht, hier fällt Zusatzaufwand an, der sich in meinen Augen allerdings auch nicht ins Unermessliche auswächst.

Gerade, was die Zertifizierung angeht, sollte eine saubere Architektur mit viel plattformunabhängigem Code den Prozess sogar vereinfachen. Ich habe zwar noch nie eine solche Sicherheitszertifizierung in Auftrag gegeben, aber man kann wohl davon ausgehen, dass diese den Code prüfen und nicht die fertige Applikation durchklicken wird.

Alles in allem ist es natürlich eine Willensfrage, den Mehraufwand halte ich für durchaus überschaubar. Und falls - hier kann ich ja nur spekulieren - ein Entwickler vor der Wahl steht, zwei native Apps für zwei Plattformen oder eine Cross-Plattform-App für drei Plattformen zu schreiben, bin ich sogar sicher, dass der Aufwand im zweiten Fall geringer ist.
 
@FenFire: Dann ist es ja gut, dass ich mehrere Jahrzehnte Erfahrung in der Softwareentwicklung von Enterprise-Systemen, Application Lifecycle Management und Softwareentwicklungsprozessen habe und seit vielen Jahren auch große Firmen in diesen Belangen erfolgreich berate ;-)
 
@HeadCrash: Ja, das ist sicherlich gut für Dich ;-)
 
@HeadCrash: Ich gebe dir ja rein inhaltlich bei allen Punkten recht. Nur leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass z.B. Unit Tests und klare Trennung von UI und Business Logic, Stichwort MVVM, bei kleinen Firmen selten und bei mittleren Firmen noch seltener genutzt wird.

Beim Testen mittels Emulatoren oder Simulatoren bin ich persönlich eher skeptisch. Als White-Box-Tests begleitend zur Entwicklung sind die sicherlich i.O. Aber echtes QS würde ich auch mit echten Geräten machen. Allerdings entwickele ich auch keine Apps für mobile Plattformen sondern komme aus der Maschinendatenerfassung und Maschinenkommunikation und arbeite heute an einem ERP-System. Vielleicht sind die Emulatoren im Mobilbereich auch deutlich besser als die, mit denen ich bisher arbeiten "durfte". ;-)
 
@HeadCrash: Was bitte ist "unaufwendig"?
 
@Lecter: Eine Verkleinerung des Wortes aufwendig ;-) Ich weiß, dass es das nicht gibt, aber es war schneller geschrieben als "wie wenig aufwendig es ist" oder - noch besser - "wie einfach es ist". :)
 
So ein Produkt schreit doch schon nach einer News a'la: "Noki-Türschloss öffnet Tür für Hacker". Sicherheit gegen Komfort zu tauschen erscheint für mich als ein schlechter Weg.
 
@Seth6699: Etwa so wie Online-Banking auch keine Verbreitung gefunden hat, wegen der häufigen Meldungen "Online-Banking leert Konto für Hacker", und der schlechte Weg Komfort (bequem von zu Hause) gegen Sicherheit (persönlich dem Mitarbeiter am Bankschalter bekannt) getauscht wurde?

Oder schon Überweisungsformulare keine Verbreitung gefunden haben, wegen der häufigen Meldungen "gefälschte Überweisungsformulare leeren Konto für Diebe", und der schlechte Weg Komfort (Einwurf des ausgefüllten Überweisungsformulars in den Briefkasten der Bank zu beliebigem Zeitpunkt) gegen Sicherheit (zu Öffnungszeiten der Bank persönlich beim Mitarbeiter am Bankschalter vorgesprochen und mit Ausweis die Identität bestätigt) getauscht wurde?
 
@FenFire: Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Außerdem gibt es für OnlineBanking sog. chipTANs, wo das Gerät nur knapp 12€ kostet und man sich mit der Bankkarte eine entsprechende TAN generieren kann (http://de.wikipedia.org/wiki/Transaktionsnummer#chipTAN_manuell.2FSm.40rtTAN_plus.2FSecureTAN_plus1). Wer immer noch ne IndexTAN verwendet, ist selber Schuld. Und die ChipTAN macht ein vorhandenes System sicherer und nicht schwächer. Bei diesem Noki-Türschloss ersetzte ich die komplizierteste und aufwändigste Mechanik durch Elektronik. Ein sehr gutes mechanisches Schloss mit gutem stabilen Türrahmen ist immer noch sicherer, als die Mechanik durch Elektronik zu ersetzen. Hier wird im Endeffekt die Mechanik komplett eliminiert und durch Elektronik ersetzt, weil der Schlüssel ja schon steckt. Und ist die Elektronik überwunden, hat man auch die (stärkste und beste) Mechanik überwunden. Und ich würde sogar behaupten, dass man mit dem Schlüssel auch noch schneller ist als dieser Drehmotor in dem Noki. Aber ob jemand das braucht und möchte, muss jeder selber entscheiden.
 
@Seth6699: Zum einen lies o5:re1...

Zum anderen ist ein herkömmliches Schloss inwiefern sicherer?

Jeder Schlüsseldienst bekommt dein Schloss in Sekunden (maximal Minuten) auf und wenn er gut ist, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen.

Ganz ehrlich, da ist das Teil richtig konzipiert sicherer....
 
@Draco2007: Das Problem bei vielen billigen Türen ist der Rahmen. Da braucht man meist nicht mal große Kraft aufwenden und schon ein mittelmäßiger Frußtritt lässt das Türschluss durch den schwachen Rahmen rausspringen. Ein guter Rahmen und dann noch einen sog. Panzerriegel hin und schon ist man sicher. Diese 08/15 Türschlösser mit Bartschlüssel sollte man meiden.

Und warum ist das Noki-Schloss sicherer? Dadurch wird ein Türrahmen ja auch nicht verstärkt.
 
@Seth6699: Weil deine Aussage war "Noki-Türschloss öffnet Tür für Hacker" und nicht "Hacker trat Tür ein"....
 
@Draco2007: Mit Tür meinte ich ja die Doppeldeutigkeit, die sich ergibt durch ein mögliches Sicherheitsleck (Angriffsvektor) und die reale Tür. Ein Hacker wird wohl kaum die Tür eintreten, denn dann hat er sich auch überhaupt nicht mit dem Schloss auseinandergesetzt und somit wäre er ja ein normaler Einbrecher, der nur die Mechanik aushebelt. Und da sind wir wieder bei dem Punkt, dass die Elektronik nur für den Komfort ist und nicht für die Sicherheit. Mit Sicherheit hat dies nix zu tun, denn Einbrüche durch die Tür werden auch weiterhin geschehen, weil diese die mechanische Sicherheit nicht erhöhen. Der Einbrecher wird sich vielleicht nur wundern, was da für ein komisches Gerät am Türschloss hängt, wenn überhaupt. Hindern wird ihn das nicht. Aber ein Panzerriegel schon. Oder was hilft dir dein elektronisches Gerät bei solchem Vorgehen?? -> https://www.youtube.com/watch?v=SWHqc0fRYCM . Lieber ne gute Tür, guter Rahmen, gute Schlösser und ein gutes Panzerschloss quer über die Tür. Komfort kann Sicherheit nicht ersetzen.

Ein Einbruch in das Noki-Türschloss würde das ganze halt nur noch sehr elegant machen, da der Einbrecher direkt reinspazieren kann, ohne auch ein etwas zerstören zu müssen oder irgendwelche Geräusche zu verursachen.
 
@Seth6699: Und was spricht gegen eine gute Tür, guten Rahmen, gutes Panzerschloss und eine elektronische Verriegelung wie das Noki?

Genau gar nichts. Wenn das Noki richtig entwickelt wurde dürfte es schwerer zu knacken sein als ein normales Schloss...
Wir sind hier nicht in Hollywood, wo der Geheimagent nur ein Gerät an die Tür halten muss und es knackt automatisch das System in wenigen Sekunden....
 
@Draco2007: Ich respektiere deine Meinung, aber ich stimme dieser halt nicht zu. Aber ihr sage gerne nochmal meine Meinung dazu: Das Noki ist für mich Komfort, welches für MICH zugleich auch ein Sicherheitsrisiko darstellt, weil der Schlüssel ja schon steckt und somit bei einem Sicherheitsleck in der Software die ganze Mechanik der Tür überwunden ist, weil man ja die Tür gleich komplett öffnen kann. Falls es für dich sicher ist, dann finde ich es ja OK für DICH. Wir müssen hier ja keinen Konsens finden. Eine unterschiedliche Meinung zu haben ist doch nicht schlimm. Somit wünsche ich dir viel Spass mit dem Noki.
 
Das elektrische Türschloss müsste es separat geben, also ohne die Smartphone-Funktion und mit Kontakten für Stromanschluss über Kabel und zum Anschluss von externen Zutritts-Systemen. Dann könnte ich sowas gebrauchen. Gibts schon ewig von Homematic (Keymatic) aber auch nur mit Funk und Batterie.

Sowas ist jedenfalls viel billiger als ein "richtiges" Motorschloss und wäre interessant für die ganzen Nebeneingangstüren - in der Haustür ist was "richtiges" verbaut.
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