Verdi bestreikt kurz vor Ostern vier Amazon-Standorte

Schon am Montag soll bei Amazon wieder gestreikt werden. Betroffen sind in der Oster-Woche vier Standorte, darunter die größten Verteilerzentren Deutschlands. Verdi setzt damit die Streiks der vergangenen Woche verstärkt fort. mehr... Amazon, Logo, Versandhandel, Logistikzentrum Bildquelle: Amazon Amazon, Logo, Versandhandel, Logistikzentrum Amazon, Logo, Versandhandel, Logistikzentrum Amazon

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Ob das auf Dauer so geschickt ist von Verdi? Ich bekomme hier in Berlin in letzter Zeit immer öfter meine Amazon-Bestellungen aus einem Versandzentrum in Polen geliefert (ganz normal per DHL) und es dauert meist nicht einmal länger. Wenn das weiterhin so gut funktioniert und die Streiks überhand nehmen, wird sich Amazon wohl immer weiter in diese Richtung orientieren. Vielleicht sollte man sich besser mit dem zufrieden geben, was Amazon zahlt und was ja angeblich deutlich über dem Durchschnitt in der Logistikbranche liegt. Ich versteh auch nicht, wie man bei den Tätigkeiten in den Amazon-Versandzentren das als Einzelhandel und nicht Logistik ansehen kann.
 
@mh0001: Ja, sehe ich genau so. Lieber was weniger verdienen, als die anderen als gar nichts.
 
@happy_dogshit (rte:1): Ich weise Dich mal auf den Text von [12] Butterblümchen2015 ganz am Ende der bisherigen Diskussion! Und dann komm noch mal mit so einem Spruch wie "...Lieber was weniger verdienen, als die anderen als gar nichts..."!

@mh0001 Und auch für Dich gilt dies ebenso: Lese mal die von Butterblümchen gemachen erfahrungen in (12) durch und komme dann noch mal mit ´nem Spruch wie "...Vielleicht sollte man sich besser mit dem zufrieden geben, was Amazon zahlt...!

Das grenzt bei Euch zwei fast schon an Zynismus! Meine Meinung zu Eurer Einstellung! Vielleicht könntet Ihr Eure Argumentation / Texte ja anläßlich der Schilderung der realen Arbeitswelt bei Amazon noch mal überdenken?!
 
@mh0001: Jo! Kann ich bestätigen. Pakete kommen nun immer häufiger direkt aus Polen, Dank Prime auch innerhalb von 24 Stunden. Gut gemacht Verdi!
 
@mh0001: In Polen gibt es auch Gewerkschaften. Die Lager dort gibt es zwar noch nicht lange, aber es gibt durchaus Vernetzung von ver.di mit polnischen Gewerkschaften.
 
@DerFisch: Das Streikrecht in Polen ist aber nicht so lali-fari wie in Deutschland. So müssen z.B. mindestens 50% aller betroffenen Beschäftigten DES UNTERNEHMENS für einen Streik stimmen - ansonst ist jegliche Arbeitsniederlegung nicht erlaubt.

Auch dürfte es für Amazon immernoch günstiger sein - selbst wenn Sie die Arbeiter in Polen statt als "Logistiker" als "Senior Consultant SAP" einstufen (Okay, übertrieben, ihr wisst, was ich meine ^^)

Darüberhinaus kommen auch meine Pakete (München) in letzter Zeit meist aus Polen.

Ich sehe das hier ähnlich. Verdi streikt solange bis alle Jobs weg sind - dann ist auch nicht viel gewonnen.
 
@dognose: Seltsam, dass hier jeder ver.di als Schuldigen ausmacht und nicht Amazon. Aber solange man es nicht selbst ist, der sich mit schlechteren Tarifverträgen zufrieden geben muss, ist, reagiert der eigene moralische Kompass wahrscheinlich sehr flexibel. Siehe Streiks der GDL.
 
@Niccolo Machiavelli: Ich sehe auch bei Amazon keine Schuld. Wie erwähnt bezahlen Sie mehr als Branchen-Üblich.

Und entschuldige, Arbeitnehmer in mittelständischen Unternehmen haben nicht die Möglichkeit sich "gemütlich" zurückzulehnen und einfach zu streiken.

Ver.di - und vor allem die GDL - führen Ihre Streiks aber Skruppellos ohne Rücksicht auf andere Menschen durch. Dass bei einem Lokführer Streik Tausende Menschen zu spät zur Arbeit kommen, oder dem Unternehmen ein Millionen-Schaden droht interessiert hier keinen. Hauptsache Streik. Und ein Streik ist nichts anderes als moderne Erpressung. Verursachen wir dem Unternehmen einfach so lange einen Schaden in Höhe von X, bis es zustimmt das Gehalt zu erhöhen.

Wir leben immernoch in einem freien Land. Wer mit seinem Gehalt nicht zufrieden ist kann sich gerne einen anderen Arbeitgeber suchen, oder persönlich mit seinem Vorgesetzten eine Gehaltserhöhung aushandeln.

Wenn ein Arbeitgeber für Betrag X keine Angestellten mehr finet, wird er schon freiwillig mehr bezahlen.
 
@dognose: "Ver.di - und vor allem die GDL - führen Ihre Streiks aber Skruppellos ohne Rücksicht auf andere Menschen durch. Dass bei einem Lokführer Streik Tausende Menschen zu spät zur Arbeit kommen, oder dem Unternehmen ein Millionen-Schaden droht interessiert hier keinen. Hauptsache Streik. Und ein Streik ist nichts anderes als moderne Erpressung. Verursachen wir dem Unternehmen einfach so lange einen Schaden in Höhe von X, bis es zustimmt das Gehalt zu erhöhen. "

Typisches Stammtisch-Gebrabbel. Sag mir: Wie willst du ein Unternehmen bestreiken, sodass es nur das Unternehmen, nicht aber seine Kunden betrifft? Vor allem bei Unternehmen, der Geschäft in egstem Kontakt mit dem Kunden abläuft, so wie bei der Bahn? Wenn ein Streik keinen finanziellen Schaden anrichtet, ist er nutzlos. Wie willst du damit ein Unternehmen überzeugen, bei dem alle Verhandlungen bereits gescheitert sind - denn sonst würde ja nicht gestreikt.

Womit wir zum zweiten Punkt kommen: Gewerkschaften und Streiks gibt es, um dem Arbeitnehmer einen Hebel zu verschaffen. Denn ein Arbeitnehmer ist höchst selten von existenzieller Wichtigkeit für ein Unternehmen. Wenn der es nicht macht, macht es ein anderer. Umgekehrt ist der Job aber sehr oft von existenzieller Wichtigkeit für den Arbeitnehmer. Beide Tatsachen zusammen sorgen dafür, dass ein Machtgefälle entsteht, das extrem auf Seiten des Arbeitgebers liegt. Gewerkschaften und das legale Mittel des Streikes soll das ausgleichen.

Denn je freier der Markt ist, desto eher geht das auf die Kosten von einem Großteil des Arbeitnehmers. Die Extremform ist die Phase nach der industriellen Revolution. Ja, man kann Streiken als Erpressung ansehen. Aber genauso ist Epressung, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer sagt, er solle doch verschwinden, wenn ihm die Bedingungen nicht passen. Und die Erpressung findet vielfach häufiger statt.

Das deine Theorie, ein Arbeitnehmer bezahlt mehr, wenn er niemanden findet, nicht stimmt, zeigt schon die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: Offiziell wird von Fachkräftemangel gesprochen, wenn es für eine ausgeschriebene Stelle weniger als sieben passende Bewerber gibt. D.h. auf einem Arbeitsmarkt, auf dem kein Fachkräftemangel herrscht, finden 6 von 7 Fachkräften keinen Job, weil es nicht entsprechend viele Stellen gibt. Und du denkst wirklich, dass die anderen sechs die Beine stillhalten, nur damit der andere sein Wunschgehalt durchsetzen kann? Es herrscht ein Überangebot an Arbeitskräften, zeitgleich strömen immer mehr aus dem Ausland heran. Ein Ingenieur aus dem Ausland muss nur noch 37k jährlich bekommen, um eine Blue Card zu bekommen.

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/warum-der-mangel-an-ingenieuren-ein-mythos-ist-a-821166.html

Komm mal aus deiner hermetisch verschlossenen Käseglocke raus. Es wird zu wenig gestreikt, nicht zu viel. Die heutigen Gewerkschaften sind viel zu zahnlos. Und das schlimmste ist, dass sie im Ausland noch viel zahnloser sind, sodass sie für Unternehmen wie Amazon eine probate Ausweichmöglichkeit darstellen.

Aber hey, noch ein paar Leute mehr von deiner Sorte, und der Arbeiter hier in Deutschland lebt bald wie in China. Die 450-Euro-Jobs gibts ja schon. Bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass schon Chinesen im Schnitt 300 Euro verdienen. Was in den Augen der Industrie ja bereits viel zu viel ist und nach Bangladesch abwandert.
 
@Niccolo Machiavelli: Ich gebe Dir voll und ganz Recht.
 
@dognose: naja, wie willst du deiner Forderung Nachdruck verleihen, wenn der Streik keinerlei negative Wirkung hat? wenn keiner irgendwelche Einschränkungen dadurch hat? in so nem Fall kann ich doch das streiken gleich sein lassen... Problematisch sehe cih nur die Häufigkeit des Streiks die von verdi und gdl in letzter zeit ausgingen... irgendwann ist auch mal gut... und wem es nicht passt bei amazon zu arbeiten, der kann doch seinen Vertrag auslaufen lassen oder gleich kündigen? wo steht geschrieben, dass ich da arbeiten muss? aber halt... amazon ist dann wohl oftmals noch besser als alg2 zu beziehen aus finanzieller sicht... entweder ich bin mit den Bedingungen zufrieden und arbeite da, oder ich bins nicht und arbeite da nicht. hingehen und im wissen das alles so scheiße ist, trotzdem da schuften gehen ist doch wirklich doppelmoralisch. aber es gibt leider in diesem land zu viele leute die sich existenziell so erpressen lassen. würden alle in den sprichwörtlichen sack hauen bei allen firmen die schlecht bezahlen oder schlechte arbeitsbedingungen anbieten, würden diese firmen über kurz oder lang eine umorientierung vornehmen müssen, da ansonsten deren eigene existenz bedroht ist, wenn da keiner arbeiten will.
 
@Rikibu: Als ob Amazon der einzige Arbeitgeber ist. Wenn dort jemand kündigt, wird er ja nicht gleich zum Hartzer. Er kann sich ja einen ANDEREN Arbeitgeber suchen.

Ansonst stimme ich deinem letzten Absatz voll zu. (Hatte ich ja bereits geschrieben): Wenn keiner mehr für 10 Euro arbeiten geht, zahlt Amazon automatisch 11 oder 12.
 
@Niccolo Machiavelli: "Die 450-Euro-Jobs gibts ja schon. Bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass schon Chinesen im Schnitt 300 Euro verdienen." -

Und du erzählst was von Stammtisch-Gebrabbel?

Ein Chinese arbeitet für 300 Euro vermutlich 6 Tage die Woche a 12 Stunden. Ein Deutscher 450 Euro Job dürfte maximal 8-10h die Woche sein.

"Sag mir: Wie willst du ein Unternehmen bestreiken, sodass es nur das Unternehmen, nicht aber seine Kunden betrifft?"

Indem man einen Streik nicht als "Total-Boykott" aufbaut, sondern geziehlt in Schichten ausführt. Dann hat z.b. die Bahn die Möglichkeit dies zu kompensieren (Gut für den Kúnden), aber dennoch Zusatzkosten.

Oder Piloten könnten z.b. zwischen Landung und Start eine Stunde länger warten. Zeitig angekündigt könnten die Gesellschaften den Flugplan anpassen oder Aushilfs-Piloten (lol) suchen (gut für die Kunden), aber die Fluggesellschaften würden trotzdem durch erhöhte Standgebühren leiden.

In beiden Fällen trifft man also wie gewollt das Unternehmen und nicht die Kunden.

"D.h. auf einem Arbeitsmarkt, auf dem kein Fachkräftemangel herrscht, finden 6 von 7 Fachkräften keinen Job, weil es nicht entsprechend viele Stellen gibt"

Du setzt aber vorraus, dass sich jede Fachkraft hier genau auf eine Stelle bewirbt, was nicht der Realität entspricht. Die 6 anderen werden jeweils noch ca 20-40 andere Bewerbungen im "Ofen" haben.
 
@dognose: Man sollte einfach ein Gesetz einführen was die GWs dazu zwingt einen Streik mindestens 5 Tage vorher anzukündigen. Tun sie das nicht ist der Streik illegal und die GW muss für alle Kosten und Folgen für Firma und Kunde aufkommen.
Dann könnte man Streiks machen die den Arbeitgeber treffen. Das jetzt ist alles nur verarsche der Bürger und viele jubeln auch noch darüber.

Ich habe einen Kumpel der bei Amazon arbeitet nebenbei und der ist super happy. Hatte noch nie einen nebenbei Job wo er für 10€ die Stunde fast nix tun muss als paar Artikel aus Kisten in einer andere Kiste verladen muss. Hat früher Kellner und Barkeeper gemacht und das war weit mehr Stress und nervigere Arbeitszeiten.

Aber wenn ein Aushilfskellner 6 Euro bekommt das stört Verdi nicht.
 
@deischatten: Verarsche der Bürger ist es - wie schon weiter beschrieben - dass es die Wirtschaft inzwischen geschafft hat, sich in Sachen Streik die Hände in Unschuld zu waschen. Leider ist der Anteil schlichter Naturen in der Bevölkerung doch nennenswert - ich zähle dich dank deines Beitrages hier nun dazu - weshalb sie solchen PR-Stunts sehr leicht auf den Leim gehen.

Denn damit es zum Streik kommt, braucht es nicht nur eine streikende Gewerkschaft, sondern auch einen Arbeitgeber, der im Ausgleich kein zufriedenstellendes Angebot zur Verhinderung des Streikes gemacht hat. Denn in diesem Fall würde gar nicht gestreikt werden.
 
@dognose: Mit Verlaub, Du schreibst nicht gerade ,hmmm!, nachvollziehbare Angaben. Und Unkenntnisbehaftet dazu auch noch!

1. Ein Streik ist erst nach Ablauf der gesetzlichen Friedenspflicht zulässig!

2. Wilde Streiks bezeichnet man die von einer Gewerkschaft nicht autorisierte Arbeitsniederlegung von Belegschaften und sie sind somit in gewerkschaflichen Aktionen nicht zulässeig / nicht gegeben!

3. Bei Ver.di wird (auch bei allen Gewerkschaften!) vor dem Streik eine Urabstimmung durchgeführt, in der 75 % der betroffenen Gewerkschaftsmitglieder für den Streik stimmen müssen. ALSO nicht nur 50 %!!!

4. Zur Annahme eines Tarifes reichen bei Ver.di nur 50 % Zustimmung der betroffenen Gewerkschaftsmitglieder.

Dies sind also alles sehr sehr hohe Hürden, bevor es zu einem Streik kommt.

Also tu mal nicht so als seinen die Aktionen der Gewerkschaften und der Mitarbeiter irgendwelche Hauruck- und Adhockaktionen ohne Sinn und Verstand.

Vielmehr kann man an Deinen Einstellungen zu Gewerkschaften wohl erkennen, dass Dir viel Wissen und Informationen zur Historie von Arbeitnehmer- / Gewerkschaftsrechten und deren Notwendigkeiten fehlt, die auch immer richtig und wichtig für die gesamte Gesellschaft und deren Freiheit, Wohlstand und demokratische Verfassung war.
 
@mh0001: Immer die gleiche News-Tour. Immer die gleichen verharmlosenden Pro-Amazon-Argumente! Leute! Betrachtet Euch die Original-Amazon-Seiten! Da werdet Ihr lesen, Amazon begreift sich vorrangig selbst als VERKÄUFER und NICHT als Logistiker! Einfach endlich mal da nachlesen auf den Originalseiten! Und schon ist die Diskussion ob Händler oder Logistiker zu Gunsten Händler erledigt! Nochmal! Amazon stellt sich selbst als (Online-) Händler dar. So ist das! Basta!
 
@Kiebitz: Die Logik musst du mir jetzt mal bitte erklären. (unabhängig von allem anderen)

Nur weil das Unternehmen sich als Verkäufer darstellt sind alle Mitarbeiter des Unternehmens Verkäufer?

Muss Microsoft jetzt das Reinigungspersonal genauso bezahlen wie Softwareentwickler, nur weil sich MS als Softwareunternehmen darstellt?

Oder ist es nicht vielmehr so, dass die Tätigkeit die Berufseinstufung definiert?
Software entwickeln -> Software Entwickler
Verkaufsgespräche führen -> Verkäufer
Pakete packen -> Logistiker
 
@Draco2007: Niemand fordert, dass die lagerarbeiter als Verkäufer bezahlt werden. Auch ver.di nicht. Die Forderung ist, dass der Tarif des Versandhandels angewendet wird und ie Beschäftigten als Versandmitarbeiter bezahlt werden.
 
@Draco2007: Es geht darum, dass hier viele immer wieder damit argumentieren, dass Amazon ein Logistiker ist. Dass ist nach Amazons eigenem Verständnis nicht so! Das ist die gaaanz einfache Logik dabei!

Und mal so gaaanz nebenbei. Wenn Du argumentierst "...Oder ist es nicht vielmehr so, dass die Tätigkeit die Berufseinstufung definiert?..." Dann sei dem gegengehalten: NEIN! Bei Amazon ist es NICHT SO! Denn Amazon weigert sich überhaupt bei sich einen Tarifvertrag einzuführen. Nicht den der Logistiker, nicht den der Händler, nicht den für IT-Leute, nicht mal einen Haustarifvertrag für Irgendwen! Amazon will auch nicht mit Gewerkschaften, in diesem Fall Ver.di, verhandeln. AMAZON WILL KEINERLEI TARIFVERTRAG / TARIFVERTRÄGE bzw. Verhandlungen dazu!!! Das ist nun mal die Realität! Und diese Realität muß man mal endlich so zur Kenntnis nehmen.

Und aus dern genannten Gründen, Abs. 2 bei mir hier, ergibt sich für Amazon: NEIN! Es nicht so, dass (bei Amazon!) die Tätigkeit die Berufseinstufung definiert? Weil es auf der Basis nicht vorhandener Tarifverträge keine Einstufung diesbezüglich gibt!

Bleibt abschließend nur noch die Frage: Sollen sich die Mitarbeiter in ihren Rechten selbst beschränken und einem Unternehmen beugen, dass ihnen keine Sicherheit und Rechte per Tarifvertrag zugesteht sondern sie im Gegenteil noch unter Druck setzt bzw. quasi erpreßt mit der Drohung einer Betriebsverlagerung ins Billig-Ausland. Ich meine nein!
 
@Kiebitz: nur weil sich Amazon für Endkunden als "Verkäufer" im weitesten Sinne darstellt, schließt das doch nicht aus, dass im Background vielerlei andere Berufsgruppen ihr Tagewerk verrichten? Amazon könnte man genauso gut als IT Dienstleister ansehen, genauso als digitales Printmedium, als "Radio" - also Hörfunk... merkste was?
 
@Rikibu: Jaaa! Ich merke was! Nämlich dass hier immer wieder von vielen behauptet wird, Amazon ist ein Logistiker, nochmal, Amazon ist nach vielen Meinungen hier ein Logistiker! Amazon sieht sich selbst aber so nicht! Merkst Du nun was?

Im Übrigen verstehe ich Deinen Hinweis nicht! Wo habe ich was davon geschrieben dass Amazon im Background nicht viele bzw. keine anderen Berufsgruppen einsetzt? Ganz genau! Nirgends!

Und Deinen Hinweis müßtest Du ja auch gerade bei jenen anbringen, die hier Amazon als Logistiker sehen / bezeichnen.

Davon mal abgesehen, setzen viele Firmen vielerlei Berufsgruppen ein. Trotzdem werden sie einer bestimmten Sparte zugerechnet. Z.B. im Versandhandel, im reinen Internethandel usw. Firmen wie Gärtner Pötschke, Gourmondo, Zalando, Internet-Apotheken, Technik-Internethändler wie Conrad usw. usw. Alle diese würde man dem Bereich Handel und NICHT Logistik zuordnen. Und sie verstehen sich selbst auch so. Und alle haben aber trotzdem vielerlei Berufsgruppen im Einsatz. Merkst Du jetzt auch was? Denn auch von daher ist Dein Hinweis nicht weiterführend.
 
Wer der Belegschaft helfen will, sollte einfach nichts mehr bei Amazon kaufen. Aber Nein, das wäre ja eine Unannehmlichkeit. Würde Aufwand bedeuten, woanders zu bestellen. Kann keinem zugemutet werden.
 
@Chris Sedlmair: Ich helfe der Belegschaft mit meinen Bestellungen, da ich damit deren Arbeitsplätze erhalte. Denn bein Jobcenter gibt es keine 10€/Stunde geschweige das äquivalent an Unterstützung.
 
@knirps: Hauptsache Arbeitsplätze.... -.- der Michel ist billig.
 
@Chris Sedlmair: Ist dir Harz 4 lieber?
 
@Chris Sedlmair: Wofür hat man denn einen Mindestlohn eingeführt, wenn ungelernte Kräfte, die deutlich drüber liegen, jetzt trotzdem steiken?
 
@Chris Sedlmair: Hartz IV wäre weniger ;)
 
@Knerd: Also ich bekam noch nie 1400€ Brutto Harz4... was grob um die 1000€ wären.
 
@Chris Sedlmair und @Knirps: Immer das Gleiche hin und her der Argumente hier. Bringt doch keine Lösung. Außer das viele Leute die News lesen / diskutieren und sich die Reklame dabei ansehen.
 
Schaut euch doch mal die Leute an die bei Amazon arbeiten. Die meisten sind ungelernte Arbeiter und entgegen vielen anderen Firmen der Logistikbranche verdient man bei Amazon noch ganz gut. Sollen unqualifizierte Arbeiter etwa genauso viel verdienen wie z. B. ein Maurer der drei Jahre gelernt hat und eine körperlich schwerere Arbeit verrichtet? Ich frage mich immer ob die nicht ihre Arbeitsverträge durchlesen, wen ja kann ich mir als Arbeitnehmer doch überlegen mein Kreuz zu machen, oder?

Die sollten nicht auf das Verdi Geschwafel reinfallen, wenn die ihren Job dadurch verlieren wird Verdi die bestimmt nicht finanziell über Monate unterstützen.
 
@Foxyproxy: Tja...dumm gelaufen für Verdi, würde ich sagen, die kommen nicht mehr raus aus der Nummer.
 
Für Rhetorik bin ich ja begeisterungsfähig, im besonderen wenn "Artikel" die eigenen Wirtschaftlichen Interessen wiedergeben "Dank Amazons Oster-Deals".

Aber liebe Nadine, Verdi und die Amazon Mitarbeiter kämpfen nicht um eine "Neueinstufung", verdammt nochmal die haben überhaupt keine einklagbare Einstufung, Amazon agiert nach Gutsherrenart frei nach dem Motto "Friss oder Stirb ist uns gleichgültig"!

Soziale Verantwortung und Soziale Kompetenz werden nicht nur von Amazon ignoriert, leider!
 
@Kribs: Das ist ein Amerikaner, der hat mit sozialer Verantwortung/Kompetenz nichts am Hut, die kennen keinen Kuschelkurs, dort gilt immer noch ''Hire and Fire''. Die lassen sich nicht von klein Deutschland auf der Nase rumtanzen, dann werden die Lager hier geschlossen und wir bekommen die Ware aus dem osteuropäischen Bereich, leider!

Nachtrag:
Ich habe von '89-2001 für einen großen amerikanischen Konzern hier in D-Land in der Verwaltung gearbeitet. Ich kann den Leuten die Miunus klicken nur sagen:''Die Amis geben hier in D-Land einen Sch.... auf die Gewerkschaften. In den ganzen Jahren wurden wir nie bestreikt, trotz Gewerkschaft, seltsam, oder? Die machen das gleiche wie in den Staaten, jeder hat einen Preis, auch Gewerkschaftler.....
 
@Foxyproxy:
Und das findest Du richtig?
 
@Foxyproxy: Das kuriose ist, die allermeisten würden diese Erpressung anprangern, bei dir ist ein Argument für Amazon gegen die Beschäftigten.

Aus meiner Sicht (der schon immer 9 von 10 Pakete aus Luxemburg bekam), last sie nach Polen gehen, dem weine ich keine Träne nach, im Gegenteil sobald mehr "Platz im Teich" ist können andere Fische größer werden.
Ja dann haben wir vieleicht Punktuell mehr Arbeitslose,
so gut wie es zur Zeit Wirtschaftlich läuft können wir uns die allemal leisten,
was wir uns nicht leisten können sind Unternehmen die den sozialen Zusammenhalt und Frieden vollständig korrumpieren,
damit ein paar snobistische Egomanen ihre Pakete auch am nächsten Tag bekommen.

Dan noch diese unsägliche Neiddebatte, "Wieso sollen die den mehr verdienen als XY", "das sind doch ungelernte Blödmänner / Frauen", "die schieben doch nur Pape hin und her", sowas kann nur von Mensch kommen die beim Zählen ab 3 die Finger zu Hilfe nehmen und oder deren Soziales Gewissen am Absoluten Nullpunkt angekommen ist.

Dabei Reißen die sich den Arsch auf, damit einige Geistige Tieflieger ihre Ware ja keinen Tag zu spät bekommen.
 
@Kribs: Neiddebatte? Auch für dich nochmal: wir haben einen gesetzlichen Mindestlohn eingeführt. Wenn nicht für ungelernte Kräfte für wen soll der denn sonst gelten?

Und nochmal: Amazon bezahlt schon mehr als den Mindestlohn...

Den Punkt den du vollkommen übersiehst ist, was gibt es für einen Anreiz eine Ausbildung oder ein Studium durchzuziehen, wenn es finanziell nichts bringt? (ganz im Gegenteil, ein Studium ist nicht kostenlos)

Ich bin der klaren Überzeugung, dass eine Vollzeit-Kraft mit dem Gehalt leben können muss. Wenn der Mindestlohn dafür nicht ausreicht, ist der Mindestlohn zu niedrig angesetzt. Aber alles darüber hinaus sollte durch Qualifikation kommen.

Und wo reißen sich ungelernte Kräfte bei Amazon bitte den Arsch auf? Sie haben den leichtesten Weg gewählt, direkt von der Schule in den Job. Das ist für mich nicht die Definition von "den Arsch aufreißen".
Studieren gehen mit Nebenjob, weil BAFÖG nur ein schlechter Scherz ist, das ist für mich Arsch aufreißen.

Von der ganzen Diskussion mal ab, solltest du dringend deinen Tonfall überdenken, so stellst du dich nur selbst ins Abseits...
 
@Draco2007: "Von der ganzen Diskussion mal ab, solltest du dringend deinen Tonfall überdenken, so stellst du dich nur selbst ins Abseits..."
In dem von dir prognostizierten Abseits fühle und bin ich ein rechtschaffender Mensch mit sozialen Gewissen und werde kein Stück weichen!

Ja ist so praktisch sich auf Gesetzliche Minimalanforderungen auszuruhen, und denen die sie minimal überschreiten den Lorbeerkranz umzuhängen.

Auch für dich nochmal, es geht nicht nur um Lohn, es geht um einen Tarifvertrag der umfassende Sicherheit für Arbeitgeber und Nehmer beinhaltet, der Rechte und Pflichten für beide einheitlich und umfassend einklagbar regelt!

Allein schon dein Vorurteil "Sie haben den leichtesten Weg gewählt, direkt von der Schule in den Job." zeigt deutlich das mein "Tonfall" völlig richtig und Punkt genau ist!

Du missachtest die Umstände, das ein Teil der Menschen (Bundesweit) weder Persönlich noch Sozial noch Wirtschaftlich die Möglichkeit einer Ausbildung haben, sie also gezwungen sind von der Allgemeinbildenden Schule in einen Job zu wechseln.
Und ja Neiddebatte, man missgönnt denen hier offen ein mehr an lohn ein mehr an Arbeitssicherheit ein mehr an sozialer Sicherheit, dahingehen ist mein Tonfall sehr angepasst.
Ja auch die im Nebenjob sich dort ein Zubrot verdienen oder in Teilzeit dort Arbeiten reißen sich den Arsch auf damit die Besteller ihre Wahre bekommen, wer das verneint verdient meinen Tonfall!

Was du willentlich vorsätzlich ignorierst ist das sich Amazon dort ansiedelt wo wirtschaftlich Ebbe ist, und dort die mithilfe des Jobzenters ansaugt die wirtschaftlich abgehängt wurden, Masche davon haben eine Ausbildung ein Studium nur gib es dafür keine Jobs.

Es ist für mich Niederträchtig den Amazon Mitarbeitern oder den Streikenden ein Selbstverschulden oder Mitverschulden zu unterstellen, wenn es keine Alternative für sie gab und gibt!

Aus meiner Sicht hast du dich Mitmenschlich in absolute Abseits mit deinen Post gestellt und das das Überzeugung!
 
@Kribs: "Es ist für mich Niederträchtig den Amazon Mitarbeitern oder den Streikenden ein Selbstverschulden oder Mitverschulden zu unterstellen, wenn es keine Alternative für sie gab und gibt!"

Du willst mir jetzt allen ernstes weiß machen, dass alle Amazon Mitarbeiter absolut unschuldig an ihrer Situation sind und Amazon sie gezwungen hat, diesen unmenschlichen Arbeitsvertrag zu unterschreiben?

Man kann es so sehen, dass Amazon die wirtschaftlich schlehte Situation ausgenutzt hat um billige Arbeiter zu bekommen, man könnte es aber auch so sehen, dass Amazon diesen Menschen überhaupt Arbeit verschafft hat. Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen.

Denn eins ist Fakt, nur ein Bruchteil der Leute streiken. Der Rest scheint die Arbeitsbedingungen wohl akzeptabel zu finden...

Und wie man in Deutschland gezwungen sein kann, direkt nach der Schule ohne Ausbildung in einen Job zu müssen musst du mir echt mal erklären.
Ich hatte Komilitonen, die deutlich weniger Geld im Monat zur Verfügung hatten als jeder Amazon Mitarbeiter und trotzdem haben sie ihr Studium durchgezogen und jetzt (zu Recht) einen deutlich besser bezahlten Job.
Es mag nicht einfach sein unter schwieriger finanziellen Voraussetzungen sich weiterzubilden, aber gezwungen ist hier niemand.

Und bitte verstehe mich nicht falsch. Ich missgönne niemandem irgendwas. Sollen die Amazon-Mitarbeiter alle 20€ die Stunde bekommen und bis an ihr Lebensende finanziell abgesichert sein...
Aber die Art und Weise wie Verdi vorgeht ist einfach beschissen...
 
@Draco2007: Vorweg, das Minus ist nicht von mir.

"Du willst mir jetzt allen ernstes weiß machen, dass alle Amazon Mitarbeiter absolut unschuldig an ihrer Situation sind und Amazon sie gezwungen hat, diesen unmenschlichen Arbeitsvertrag zu unterschreiben?"

Ich gebe dir ein Beispiel das Reale Praxis ist:
Bei uns Tauchen regelmäßig Bewerber auf (Studierte/Qualifizierte/Unqualifizierte) die vom Jobcenter geschickt werden obwohl sie nicht dem von uns gesuchten Profil entsprechen, diese können ein solches Angebot nicht ablehnen oder sie riskieren eine Sperre, also füllt unser Personalchef ihnen den Schein für die ARGE aus und schickt sie mit 30 Euro Aufwandsentschädigung (Bewerber) zurück.
Jetzt stell die eine Strukturschwache Gegend vor in der Amazon seine Sklavenhallen hinstellt, da kann auch keiner ein solches Angebot ablehnen selbst ein Arbeitsloser Professor Doktor Doktor... nicht!

"Und wie man in Deutschland gezwungen sein kann, direkt nach der Schule ohne Ausbildung in einen Job zu müssen musst du mir echt mal erklären."

Dann schau dir die Letzte Studie unteranderen der Bertelsmann-Stiftung an, in der Nachgewiesen wird das der Soziale Stand ursächlich für den Bildung/ Ausbildungsstand ist hier in Deutschland.
Wenn das soziale Umfeld nicht wirtschaftlich stark genug ist wird Ausbildung zum Glücksspiel.
Und wenn Räumlich keine Ausbildungsplätze angeboten werden (Strukturschwache Gebiete) ist es Essig damit!
 
@Kribs: und was kann jetzt in letzter Instanz der Kunde dafür, dass ein Lagerpacker seine Arbeit verrichten soll, und das nach gewissen Normzahlen die amazon aufstellt? hat der Kunde nicht für das Geld hart gearbeitet, das er an amazon und somit den Paketpacker weitergibt? hat er nicht auch amazon prime bezahlt und somit einen Teil des festen Arbeitsplatzes des Paketpackers ermöglicht? soll sich der Kunde jetzt für seinen Konsum auch noch ein schlechtes Gefühl einreden lassen oder soll er in Zukunft gar nichts mehr kaufen, damit der Packer statt im Lager den Picker zu spielen, lieber die Eier auf m heimischen Sofa schaukeln kann, was widerum dank ALG2/Arbeitslosengeld der arbeitende Kunde über steuern bezahlt??? is das die Lösung des Problems? ist nun mal so das die globalisierung nicht aufzuhalten ist... was hat leistungsgerechte bezahlung mit Neid zu tun? wer keine Berufsbildung hat darf vom prinzip her nicht so viel oder mehr verdienen wie einer der sich jahrelang wissen draufgeschafft hat... da lohnt sich ja sonst die bildung nicht mehr... gut, ein doofes volk lässt sich besser unter kontrolle und zum narren halten... aber wollen wir das?
 
@Rikibu: Dein Primärer Frage-Satz lautet:
"... soll sich der Kunde jetzt für seinen Konsum auch noch ein schlechtes Gefühl einreden lassen ..."
eindeutig Glasklar JA, aber natürlich.

Verantwortung ist nichtTeilbar Ich/jeder Trägt diese für sich und sein Handeln/Unterlassen, wenn ich/jemand etwas bekannt negatives unterstützt und oder Ignoriert mach ich/jeder sich mitschuldig.

Beispiele:
==>Wenn man Kakao nicht kauf weil auf den Plantagen Kindersklaven ihn ernten ist das richtig, wenn man ihn trotz Wissen Kauft macht man sich mitschuldig an Kinderarbeit und Sklaverei!<==
==>Wenn ich/jemand wissendlich Blutdiamanten erwirbt macht er sich mitschuldig an Ausbeutung und Mord!<==

Letztlich geht es mir aber nicht um den "Normalen" Kunden, es geht mit vielmehr darum ein Gegengewicht zu den Individuen aufzubauen die hier Amazon Mitarbeiter Diskriminieren, sich über Streikende Lustig machen, Ihnen ein mehr an Lohn und einen Tarifvertrag nicht gönnen!

Du und diese Individuen müssen es mit ihren vorhandenen Gewissen vereinbaren was sie tun oder lassen, wenn man sich schon offen gegen Arbeitnehmerrechte ausspricht sollte man auch den Gegenwind ertragen können!
 
Die Zahl der Streikenden im Artikel ist irreführend. Man muss schon dazu erwähnen, wie viele Lager denn nun bestreikt wurden. Wenn man alle zusammen zählt waren es vor Weihnachten nicht 100-300, sondern 2.700 Streikende.
 
Verdi nervt einfach nur noch. Die ganze sch***s Streikerei bringt für alle Unbeteiligten immer nur Probleme.
 
Streik ist ein Grundrecht ja.

Aber was Verdi da macht ist aus meiner Sicht völlig falsch.
Wieso sollten Lagerkräfte, als Einzelhandelskräfte eingestuft werden.

Die Gruppe um die es geht, hat keinen Kundenkontakt, hat mit keinem Geld zu tun.
Sie verpacken nur die Ware, also ist die Eingruppierung rechtens.

Zum anderen verdienen die meist ungelernten Kräfte bei Amazon anscheinend nicht einmal schlecht.

Aber soll Verdi nur weitermachen. Auch hier kommen immer mehr Bestellungen aus dem Zentrum in Polen.
 
@andi1983: Niemand fordert, dass die lagerarbeiter als Verkäufer bezahlt werden. Auch ver.di nicht. Die Forderung ist, dass der Tarif des Versandhandels angewendet wird und ie Beschäftigten als Versandmitarbeiter bezahlt werden.
 
@DerFisch: Äh sorry. Dann gib das ganze mal bei Google ein.

Überall ist zu Lesen : Gewerkschaft fordert Einzelhandelstarif bei Amazon.
 
@andi1983: Hast du den Einzelhandelstarif denn mal gesehen? Darin gibt es verschiedene Lohngruppen. Nur weil der Tarifvertrag derselbe ist, bekommen nicht alle das gleiche Gehalt. Der Tarifvertrag des Einzelhandels ist im Übrigen derselbe wie der des Versandhandels. Unterschiede werden dann über die Lohngruppen gemacht.
 
@DerFisch: In NRW würde z.B. meist nach Lohngruppe 2b eingruppiert: "Arbeitskräfte für Tätigkeiten, die ohne handwerkliche Vor- oder Ausbildung ausgeführt werden, die aber in der Regel körperlich schweres Arbeiten erfordern u.a. Lagerarbeiter, Packer und Fahrer für Elektrokarren. "
 
Aber selbst die Angestellten in Polen bekommen schon mit wie der Hase bei Amazon läuft und begehren bereits auf. Kenne jemanden der bei Amazon arbeitet, vorher in Leipzig und jetzt in Posen. Die verdienen dort 12,50 Zloty als so drei Euro die Stunde und die lassen sich auch nicht ewig ausbeuten
 
@Postralf10: Und? Dann zeigt sich Amazon als "Gutsmensch", gibt 5% Gehaltserhöhung, alle sind Happy und Amazon zahlt 3,15 € statt 10€...
 
mal sehen wie lange das noch gut geht.
 
ich muss glaub mal was klarstellen. uns amazon mitarbeitern die streiken, geht es nicht wirklich nur um das geld. was wir durch verdi mehr bekommen würden, ist nicht der rede wert. wir wollen einfach damit ausdrücken, dass wir mit den arbeitsbedingungen unzufrieden sind.
zum glück und dank der streiks, hat sich da schon einiges geändert. man steht unter totaler beobachtung und unter druck. man kann keine 100% arbeitsleistung bringen, weil es man die zahlen dafür erreicht, werden diese dann erhöt. je nach abteilung oder in standort, hat man auch schwere körperliche arbeit inkl. zeitdruck zu verrichten. die kisten wo die ware zum einlagern drin ist, sollten eigentlich nie mehr als 15kg schwer sein, doch ist das nicht immer der fall. wenn man dafür eingeteilt ist, die kisten für die anderen mitarbeitern auf wagen vorzubereiten, sprich die kisten aus der anlage nehmen und auf wagen laden. der wagen hat meist zwei ebenen, wo man sich auch bücken muss. auf diesen kommen 6 kisten. diese werden in sekundentakt auf die wagen geladen. da kommt man schnell pro schicht auf 1200 - 2000 kisten mit mal mehr bis weniger kg (12 bis gern auch mal 25kg).
 
@Butterblümchen2015: Braaavo! Und klasse! Endlich mal eine Stellungnahme aus der existierenden Realität. Wo doch manch einer hier denkt die "Amazonler" sind fast schon gut oder gar noch überbezahlt für das was sie leisten müssen. Ich kenne die Umstände dort nur allzu gut durch eine sehr enge Freundin. Was Du schreibst ist eine klare Bestätigung dessen was dort abläuft!

Wo bleiben denn nun die "Verteidiger" von Amazon?! Hey! Bezieht doch mal Stellung zu diesen realen Arbeitserfahrungen bei Amazon! Aber nee! Da herrscht dann Schweigen im Walde!

Nochmal! Klasse dass Du das hier aus eigenem Erleben vor Ort so geschildert hast!
 
@Kiebitz: Was willst du jetzt sagen? Dass es ein scheiß Job ist?

Zahlendruck gibt es in vielen Branchen. Zeitdruck genauso. Körperliche Arbeit auch.

Die Aussagen von Butterblümchen lassen mich jetzt noch keine unmenschliche Behandlung erkennen. Wenn lokal gegen selbst gestellt Richtlinien verstoßen wird, dann muss sowas eben an den Vorgsetzten gemelden werden, oder an dessen Vorgesetzen oder eben an den Betriebsrat (sofern vorhanden).

Die Frage die ich hier schonmal gestellt hatte und keine Antwort bekommen hatte, WENN es bei Amazon wirklich so schlimm wäre, wie es dargestellt wird, wieso streiken denn kaum 10% der Belegschaft?
Ernstgemeinte Frage: Muss man Mitglied bei Verdi sein um an einem von Verdi organisierten Streik teilnehmen zu dürfen?

Wenn nein hieße das für mich, dass der Großteil der Belegschaft mit der Arbeitssituation unter dem gegebenen Gehalt zufrieden ist.

Und ja es ist ein scheiß Job, keine Frage, aber es gibt genügend Bereiche in denen überhaupt keine Gewerkschaften existieren und denen es mind. genauso schlecht geht.

Wie ich dir schon gesagt habe, gönne ich den Amazon Mitarbeitern jede Sicherheit zu. Mir missfallen nur die Mittel seitens Verdi.
So wie Verdi streikt ist es meiner Meinung nach nichts weiter als stumpfe Erpressung. "Zahlt uns mehr Geld oder wir streiken so lang, dass euch der Streik mehr kostet, als das was wir verlangen" (ich weiß es geht nicht nur ums Gehalt, aber mehr Sicherheiten kosten im Endeffekt auch nur Geld)

In meinem (zugegeben leicht idealistischen) Weltbild, sollte ein Streik nicht so laufen.
Ein Streik sollte das absolut letzte Mittel sein, als deutlicher Aufschrei der Mitarbeiterschaft aber eben nicht als Erpressung. Ja ein Streik kostet immer Geld, aber wenn es so lächerlich immer nur zu Stoßzeiten durchgeführt wird um dem Unternehmen auf jeden Fall soviel Geld wie möglich zu kosten, ist das meiner Meinung nach kontraproduktiv.

Und wenn das nicht hilft, bleibt nur eins...kündigen und eine andere (bessere) Beschäftigung suchen. Wenn es keine (besseren) Alternativen gibt, liegt das Problem wohl eher dort. Wenn Amazon bereits der beste Arbeitgeber in der Nähe ist, wieso wird dann nur dort gestreikt und nicht bei den (schlechteren) Alternativen?
 
Ich kenn die Amis recht gut aus meinen jungen Nebenjob- Tagen (McD und Burger King)...für den Angestellten dort sind die Verhältnisse echt unlustig.
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