Facebook will seinen Messenger als Unternehmenstool etablieren

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat zur diesjährigen F8-Entwicklerkonferenz eine neue Entwickler-Plattform für den Messenger vorgestellt. Experimentell startet dazu mit Business on Messenger eine direkte Verbindung zwischen Facebook-Nutzern und ... mehr... Facebook, Messenger, F8 Bildquelle: Facebook Facebook, Messenger, F8 Facebook, Messenger, F8 Facebook

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Unternehmen sollten versuchen, von US-Unternehmen wegzukommen anstatt sich noch mehr von diesem Spionageregime abhängig zu machen.
 
@TiKu: Richtig. Absolut richtig. ABER - wo sind denn die Unternehmen außerhalb der USA, die solche Innovationen bringen? Und zwar auf einem scale, der die sinnvolle Nutzung auch zulässt und nicht nur eine Nischenlösung ist, von der man dann direkt mehrere braucht, damit es funktioniert. Das ist doch genau das Problem.
 
@JoePhi: Es ist ein bisschen ein Henne-Ei-Problem. Deutsche Nutzer WOLLEN gar nichts anderes als den Ami-Schrott, natürlich auch weil es aus deutschen Landen nicht viel gibt, das man stattdessen verwenden könnte. Deutsche Unternehmen wiederum versuchen es angesichts der geringen Marktchancen gar nicht erst.
 
@TiKu: na ja. Gerade beim Thema Cloud gab es ja ein paar gute Ansätze, aber sie wurden allesamt von den Unternehmen selbst verarscht ... zu hohe Preise, miese Bedienung, etc. Das Problem liegt hier imo auf europäischer Ebene. Man braucht einen großen Startmarkt. Und das wäre auf europäischer Ebene genauso möglich, wie in den USA. Aber da passiert nichts. Da muss man sich einfach nicht wundern. Ich sehe da auch keine Änderung am Horizont.
 
@TiKu: nein. Deutsche bzw. EU Unternehmen scheuen einfach die Risiken. Weil ständig irgendein Datenschutz-Idiot meint den Leuten irgendwas vorschreiben zu müssen statt die Benutzer das selbst entscheiden zu lassen. Klar, auf der anderen Seite braucht man diese, damit man die DAUs schützt - aber damit haste auf lange Sicht in der EU kein Erfolg. Zudem fehlen hier die Geldgeber. Ach und von der Bürokratie in EU und DE wollen wir mal gar nicht reden.
 
@JoePhi: Einen XMPP Server gibts for free und kann jeder selbst aufsetzen. Das Ding läßt sich komplett abschotten, so daß die interne Kommunikation auch wirklich INTERN bleibt. Das Problem ist, wie immer wenn's um IT- und Datensicherheit geht, die unglaubliche Bequemlichkeit der Nutzer. Bevor die Leute ihren Arsch hochkriegen, hoffen sie lieber drauf, daß es schon irgendwie gutgehen wird... und Murphy weiß das. <eg>
 
@starship: "kann jeder selbst aufsetzen"- und hier sehen wir ganz wunderbar, wo es bei der Wahrnehmung von IT-affinen Leuten hapert.

Wie viele Leute nutzen einen Messenger wie beispielsweise WhatsApp oder Facebook? Und welcher Anteil davon wäre in der Lage, selbst einen XMPP Server aufzusetzen? Noch dazu dass ein gegebener Messengerdienst umso nützlicher als Kommunikationswerkzeug für den Anwender ist, je größer die erreichbare Personenzahl ist - und diese ist bei WhatsApp oder Facebook Messenger gewaltig, bei XMPP relativ dazu gesehen winzig (und bisher ist kein Konkurrent wie Threema & Co über die Größe einer Nischenlösung hinausgekommen, eben weil es keine Massenabwanderung an Nutzern von den großen Diensten zu Alternativen gibt).
 
@FenFire: Guter Punkt. ABER:

Jemandem der die IT-Infrastruktur eines Unternehmens (darum gehts ja im Artikel, nicht um's FB-süchtige Lieschen Müller) betreut unterstelle ich mal ganz schamlos, durchaus zur Installation und Konfiguration einer Software in der Lage zu sein.

Im Zweifelsfall sollte man in der Lage sein, eine Schritt-für-Schritt Anleitung lesen zu können, was man (zumindest ICH) wohl selbst von einem durchschnittlich IT-affinen Anwender erwarten kann.

XMPP als Nischenlösung zu bezeichnen, ist schon recht mutig ;)
 
@starship: Aber sicher doch, XMPP ist, was die allgemein Verbreitung nicht nur unter IT-affinen Leuten angeht, eine Nischenlösung. Geh mal in eine belebgte Fussgängerzone und mache eine Umfrage, wer überhaupt weiss was XMPP ist. Stelle anschließend die Frage, wer WhatsApp oder Facebook Messenger kennt (und ggf. nutzt).

Der Begriff Nischenlösung bedeutet ja nicht, dass etwas keine Existenzberechtigung hätte, und sagt auch nichts über seine Qualität(en) aus, und ist auch keine Prognose über seine Verweildauer "auf dem Markt".

Und es mag richtig sein, dass die IT-Leute eines Unternehmens in der Lage sein könnten/sollten/dürften, einen XMPP-Server aufzusetzen. Aber man will damit ja viele Kunden erreichen, und die werden sich nichts extra einrichten wollen auf ihren Clients. Facebook nutzen hingegen bereits viele, sie sind über Facebook Messaging also bereits erreichbar. Und nicht jede Firma wird sich einen eigenen Server aufsetzen wollen - da werden oft vorgefertigte Shopsysteme genutzt, wenn Facebook vorantreibt, dass ihr Messaging da integriert wird, dann wird die Anbindung quasi "mitgeliefert". Denn es muss ja nicht nur ein Messagingdienst her, er muss ja auch noch in das Supportsystem / Shopsystem / etc., sprich in die Prozesse integriert werden, das müssten die Firmen sonst alle selbst machen... und das ist *viel* mehr Aufwand als das bloße Aufsetzen eines Messaging-Servers.
 
@FenFire: Um nur mal 2 zu nennen: FB Messi vor WA: XMPP, Google Talk vor Hangouts: XMPP... die Liste könnte hier noch fortgesetzt werden, auch mit Services die nach wie vor im Einsatz sind und ständig ausgebaut werden.

Dir ist bekannt, daß es sich bei XMPP um ein Protokoll handelt, nicht um eine Software die "XMPP" heißt?

Geh mal in eine Fußgängerzone und frage die Leute nach http. Und dann frag die mal nach dem Internet. Frag die mal nach SMTP, und dann fragste ob die noch nie eine Email verschickt haben. Würdest Du basierend auf dieser Auswertung http oder smtp als Nischenlösungen einordnen?
 
@starship: Ja, ich weiss dass XMPP ein Protokoll ist. Den Facebook Messaging - Dienst hatte ich früher auch per XMPP in Miranda (ein Multiprotokoll-Messenger) integriert :) Ich bilde mir aber ein, dass sie den Zugang bereits vor der Akquise von WhatsApp eingestellt hätten...? Allerdings hatte dieser Zugang nie die volle Funktionalität des Facebook-eigenen Messaging-Protokolls, für einfaches Nachrichten austauschen war es jedoch ausreichend.

Das was Du mit "einen XMPP-Server aufsetzen" vorschlägst ist aber eben nicht nur die Verwendung eines Protokolls, sondern auch der Aufbau einer neuen Server-Infrastruktur im Unternehmen, quasi der Aufbau eines (unternehmensinternen) Messaging-Dienstes. Der dann obendrein in die Prozesse des Unternehmens integriert werden muss (es sollen ja automatisch Messages verschickt werden, ggf. sollen bestimmte eintreffende Messages irgendwelche Vorgänge anstoßen etc.). Und vom Endanwender wäre auch ein Account erforderlich - der zwar ggf. auf einem über Gateways erreichbaren anderen, bereits bestehenden XMPP-Server liegen könnte, aber es wird dennoch irgendwo ein Account benötigt. Meinst Du die Anwender legen sich da extra etwas an?
 
Jawoll - und dem fratzenbuch noch mehr Daten in den Rachen werfen. Und wenn ich nicht irgendeiner Ami-Ideologie entspreche dann wird mal kurzerhand der Account abgedreht - natürlich nicht ohne vorher alle Rechte abgetreten zu haben.
 
@LastFrontier: bist du gezwungen es zu verwenden?
 
Unternehmensintere Informationen via Fratzenbuch... ein Traum wird wahr. ymmd
 
@starship: Unternehmensintern? Wie kommst Du darauf, was habe ich übersehen?

Soweit ich das verstanden habe geht es in dieser Newsmeldung um die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden, nicht um unternehmensinterne Kommunikation.
 
@FenFire: Ok, DAS hatte ich in der Eile tatsächlich überlesen. Na gut, um ehrlich zu sein habe ich nach der Überschrift erst gar nicht weitergelesen, ich kann sowas einfach nicht ernst nehmen.

ABER:

Erwarten Firmen in dem Fall ernsthaft, daß ich mich als deren Kunde dann extra noch bei FB registrieren soll? Echt jetzt? Was ist denn falsch an der guten alten Email? Die kann man wenigstens einigermaßen absichern...
 
@starship: Ich denke die Firmen gehen davon aus, dass viele Kunden bereits bei Facebook registriert sind, und somit die Option "Kommunikation per Facebook Messaging" nutzen könnten. Die E-Mail wird als Alternative für diejenigen, die kein Facebook-Konto haben oder denen schlichtweg E-Mail lieber ist (z.B. um die Kommunikation im Mailarchiv abzulegen), sicherlich noch weiter bestehen :)
 
@FenFire: Es dürfte wesentlich mehr Leute mit einem Emailkonto geben, als FB-Nutzer. Email hat sich bewährt und ist, richtig angewendet, sogar halbwegs sicher. FB ist für mich nach wie vor nur eine Modeerscheinung. Trends kommen und gehen...
 
@starship: Klar, es nutzt ja heute bereits jeder E-Mail beim Online-Shopping :)

Facebook hofft halt, hier einen neuen Kommunikationsweg etablieren zu können (mit dem Vorteil für sie selbst, noch mehr über die Präferenzen / das Konsumverhalten der Anwender kennenzulernen, damit immer besser Werbung verkaufen zu können, den Unternehmen die Nutzung des Dienstes incl. Mehrwert wie Auswertungen etc. verkaufen zu können...). Und es wird sich zeigen, wie viele Anwender diesen neuen Kommunikationsweg akzeptieren und schliesslich präferieren, ob er sich also durchsetzt (könnte ja auch sein, dass die Akzeptanz sich als zu gering herausstellt).
 
Als Grundlage für ein "Unternehmenstool" ist Facebook die falsche Wahl. Da wäre Xing wesentlich besser dran.
 
@Hans Meiser: Es geht hier um Kommunikation zwischen dem Unternehmen und dessen Kunden, nicht um eine Kommunikation beruflicher Natur zwischen "Professionals". Daher wäre Xing (als Netzwerk zwischen Unternehmen / "Professionals") keine gute Wahl, und Facebook, das von "Hinz und Kunz"/"jedermann" ist geeigneter um den (beliebigen) Kunden zu erreichen.

Beispiel: Frau Mustermann kauft Bekleidung bei Everlane, sie nutzt privat Facebook und sei von mir aus auch beruflich als Produktfotografin bei Xing, wo sie Kontakt zu Kunden aus der Industrie knüpft/pflegt. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Bestellbestätigung, Versandbestätigung, evtl. Rücksendungsabwicklung ihrer neuen Hose über Xing statt über Facebook abwickeln möchte? (noch dazu dass die Wahrscheinlichkeit höher sein dürfte, dass eine beliebige Person ein Facebook-Konto, aber kein Xing-Konto hat)
 
Mir ist schon klar, dass die übliche Unternehmenskommunikation (Telefon, EMail oder Chattools wie Office Communicator) gleichermaßen unsicher sind und recht komfortabel Abgehört werden können.
Was mich bei dem Gedanken "Facebook" nur beunruhigt ist, die Frage, was die mit den Firmeninterna wohl anfangen.
 
@erso: Firmeninterna? Es geht hier um B2C. Letztendlich wüsste Facebook noch genauer über die Präferenzen / das Kaufverhalten seiner Nutzer Bescheid, und könnte noch gezielter Werbung schalten. Es ließen sich natürlich auch gewisse Trends über die Händler ablesen / auswerten ("die Verkäufe von X haben nachgelassen, während die von Y zugenommen haben. Z hatte im letzten Jahr viele Rückläufe"), die ggf. an die Händler im Rahmen der Dienstleistung "Kommunikationswerkzeug" verkauft werden können.
 
Selten so gut gelacht :D ich kenne kein Unternehmen wo Facebook nicht gesperrt sei.
 
@Flanigen0: Ich hoffe Du lachst über Dich selbst - Du verwechselst private Nutzung seitens der Mitarbeiter mit geschäftlicher Nutzung durch die Unternehmen. Es geht hier eben nicht um die private Nutzung (die in manchen Unternehmen gesperrt ist, ich kenne Unternehmen in denen sie es nicht ist, ob das sinnvoll ist sei dahingestellt), sondern um die geschäftliche Nutzung durch die Firmen als Kommunikationswerkzeug.

Wie viele Firmen nutzen heute bereits Facebook für Kampagnen, Präsentation, Kommunikation zum Kunden... die meisten größeren Unternehmen und auch viele kleinere betreiben eine Facebook-Seite (und wenn's nur so eine Art Homepage ist), und größere oft auch produkt- oder kampagnenspezifische Seiten (Beispiel Automobilindustrie).
 
@FenFire: Über mich lache ich nicht, klar gibts Firmen die so mit Kunden kommunizieren, aber über FB Kundenummern etc durchzugeben würde ich nie machen, die Informationen landen wer weiss wo.
 
@Flanigen0: Ich finde Bestellbestätigungen etc. in E-Mail auch besser aufgehoben :)

Aber wenn Unternehmen und Nutzer beide damit einverstanden sind, Facebook als Kommunikationsdienst zu nutzen... nun ja. Ich will's ihnen nicht verbieten. Und den Kunden zwingen wird kein Unternehmen wollen (und damit Kunden abweisen, die Facebook nicht nutzen / nicht nutzen wollen), sondern sicherlich weiterhin die E-Mail als Kommunikationsweg anbieten.
 
Die sollten eher endlich mal raffen, dass KEINER den bescheuerten Facebook-Messenger WILL.
Zuerst auf dem Smartphone zwei speicherfressende Apps, nur um in Facebook chatten zu können, was die Facebook-App schon vorher integriert hatte.
Und nun versuchen sie auf der Schiene, den Messenger zum Standard zu kriegen.
Ich chatte neuerdings in der Weboberfläche, weil ich diesen App-Zwang und Zwangsvereinheitlichung nicht unterstütze.
 
@Shiranai: Mit "Messenger" ist im Rahmen dieser News nicht die App gemeint, sondern der Dienst - und den nutzt Du ja selbst über die Weboberfläche.
 
Ok deren Idee, nur mit schönem Lock in, ähnlich wie bei Skype: keine App verfügbar auf deiner Plattform kein Support. Ein Ersatz für die alte Chat API ist das nicht.
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