Wie Microsoft mit kostenlosen Angeboten Geld verdienen will

Microsoft wandelt sich. Das ist in den vergangenen Monaten so klar geworden wie noch nie in der Geschichte des Redmonder Unternehmens. Man bietet zahlreiche Produkte kostenlos an, Windows 10 und die mobilen Versionen von Office sind ... mehr... Microsoft, Logo, Headquarter Bildquelle: Robert Scoble / Flickr Microsoft, Logo, Headquarter Microsoft, Logo, Headquarter Robert Scoble / Flickr

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Das kann definitiv funktionieren. Allerdings müssen die Produkte gut und kunkurrenzfähig sein.
 
@Teddy-Watson: Das w i r d auch funktionieren: immer mehr Leute kapieren, dass ein "richtiges" BS doch besser ist als als ein billiges "gratis-System". Wenn ich mir vorstelle: ein leistungsfähiges großes Tablet mit Android und 10 Millionen Apps, die dir den RAM verstopfen, ob du sie startest oder nicht...
Updates abhängig von Hersteller-Willkür und -Gnade, und und und.
Jetzt wird Windows 10 verschenkt, in 2 Jahren gibts Windows 11 und so weiter - mit der Methode hat MS die XBox zum Erfolg gebracht (die erste war ja ein großes Minus-Geschäft).
 
@ringelnatz111: Ich hoffe du hast Recht. Ich finde jedenfalls den Aspekt Kunde zu sein und nicht das Produkt sehr angenehm.
 
@Teddy-Watson: Und woher weiß ich, dass MS nicht mein Geld nimmt und dennoch Daten verkauft. Erinnere dich mal wie stark MS mit der NSA kooperiert hat, während die anderen versucht haben dem zu entkommen und gleichzeitig macht MS noch Werbung, dass sie keine Mails lesen bla bla
 
@wolle_berlin: Zunächst mal bezweifle ich, dass einer der Großen überhaupt Daten verkauft. Diese sind für eigene Zwecke viel zu nützlich. Außerdem nehme ich an, dass die Daten keineswegs vor dem Staat/den Nachrichtendiensten sicher sind. Ob nun freiwillig oder nicht. Aber das Kerngeschäft ist unterschiedlich und genau das meinte ich. Die einen verkaufen nebenbei im großen Stil Werbung, MS hingegen vor allem Soft- und Hardware. Insofern hat MS mit der Webung theoretisch sogar Recht. Die andere Intention meines Beitrages war meine Erleichterung darüber, dass es nicht schnell schnell in Richtung "datenfinanzierter" Produkte geht. Ich hätte das anders prognostiziert. Obwohl sich Dienste wie Cortana leider schon vom Datenschutzaspekt entfernen. MS bietet zu diesem Thema eine Art FAQ. Hab mir das aber noch nicht intensiv angesehen. http://goo.gl/R5M8sD
 
@Teddy-Watson: Oh, Daten verkaufen war nicht so gemeint, wie ich es geschrieben habe :) Aber selbst wenn MS kein Geld damit verdient, sehe ich kein Unterschied mehr. Google Computer suchen nach Stichworten in meinen Mails und zeigt mir dann Werbung an. Sowas macht ja kein Mensch. Aber wenn es mal Daten gibt, die für Menschen interessant sind, dann können sowohl MS als auch Google einfach drauf zu greifen. MS hat zum Beispiel mal die Mail von jemand gelesen, der einen Outlook Account hatte und über den Leaks (MS betreffend) verbreitet hat (dumme Aktion, sowas mit einem Account von ausgerechnet der Firma zu machen, über die man leakt, aber zeigt, dass MS auch gern mal liest, was die Kunden so schreiben). MS scannt auch in der Cloud die Bilder, die man hochlädt, die suchen da nach KiPo.
 
@wolle_berlin: Beide Fälle sind mir bekannt, haben aber nichts mit systematischer Analyse zu Werbezwecken zu tun. Im einen Szenario geht's um Erkennung und Aufklärung von Gesetzesverstößen, im anderen um das Anlegen umfangreicher Kundenprofile. Ich sehe schon (noch) einen Unterschied zwischen MS und beispielsweise Google. Wobei ich Google deswegen nicht zwangsläufig verurteile. Denn die Dienste/Produkte sind in der Regel gratis.
 
@ringelnatz111: so ein quatsch...als wenn die restlichen "kostenpflichtigen" OS keine unötigen Apps mitinstallieren - "...den RAM verstopfen" - irgendwie eine aussage die wenig grundkenntnisse vorraussetzt. "...mit der methode die xbox..blabla" - so gern ich es hätte die xbox hatte noch kein erfolg.
 
@Joeffm: "die xbox hatte noch kein erfolg" ???
What? Worauf beziehst du dich? ... nur weil man einen Mitbewerber hat der Mehr verkauft ist man gleich erfolglos?

Dann müsste ja das iOS total erfolglos sind wenn man so die Marktanteile sieht?

... hier wird oft vergessen das ein Marktanteil von 2% mehr ist als das was die meisten hier (mit/in ihren Firmen) in ihren Leben jemals erreichen werden! Und die xBox hängt der PS nur unwesentlich nach!
 
@Joeffm: Die XBox 360 hat sich besser verkauft als die PS3. Kein Erfolg würde ich das nicht nennen. Noch besser hat sich zwar die Wii verkauft, aber die spielt eher in einer anderen Liga.
 
Ich finde diesen Weg von Microsoft sehr gut!
Damit können sie den Nutzern einen kompletten Einblick in ihre Produkte bringen & ihnen die Vorteile zeigen.
 
Auf den Punkt gebracht "Schneeballsystem", Microsoft ködert Kunden mit kostenlosen Keksen um sie ins Geschäft zu locken, wo ihnen dann Dinge aufgeschwatzt werden die sie eigentlich nicht brauchen, die dann für Prämien ihrerseits Familie und Freunde beschwatzen damit sie was kaufen, um die Kekse gegen zu finanzieren.

Ich lege lieber 100 Euro auf den Tisch für eine gutes BS, als das ich mir für lau von hinten ins Portmonee greifen lasse!
Außerdem sind Schneeballsysteme in den meisten westlichen Ländern verboten!
 
@Kribs: Multi Level Marketing nennt sich das. In welchem Land ist das den verboten?
 
@-adrian-: Weiß ich nicht, schließlich habe ich nichts von "Multi Level Marketing" geschrieben.
Übrigens können Network Marketing (Netzwerk-Marketing oder MLM) sehr wohl Schneeballsysteme sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerk-Marketing
 
@Kribs: Das was du eingangs beschrieben hast, ist aber kein Schneeballsystem.
 
@Kribs: Die Definition von "Schneeballsystem" solltest du dir aber doch nochmal durchlesen...
 
Phase 1: Unterhosen sammeln, Phase 2: ?, Phase 3: Profit!
 
@DerKritiker: https://www.youtube.com/watch?v=hSVmFZLLEEk so genial :D
 
@DerKritiker: Vielen Dank fürs auf den Punkt bringen.
Die Fähigkeit Kunden für kostenlose Produkte anwerben zu können, ist noch lange keine Garantie dafür diese Kunden auch zum Bezahlen für Produkte bewegen zu können.
Solange sie also keine konkreten, nach Möglichkeit durch solide Marktforschung belegte, Ideen haben, wie sie die verschenkte Software (re-)monetarisieren wollen, klingt das nach vorprogrammiertem Scheitern...
 
Ich bin immer noch der Meinung, dass MS Office für Privatpersonen freigeben sollte. Letztendlich passiert es wohl auch. MS ist durch Raubkopien zum Quasi-Monopolisten aufgestiegen weil z. B. kein Schüler für Word 600 DM (ehemalige Währung) ausgeben wollte. Die Schüler von gestern bestimmen heute die IT-Budgets der Unternehmen und dort wird das Geld verdient. Eigentlich macht man es schon fast kostenlos (Studenten, Schüler, Mitarbeiter in Unternehmen mit Volumenlizens) oder man verschenkt 2 Lizenzen zu einem Tablet für 100 €. Das erscheint mir aber dennoch etwas inkonsitent.
 
@EmilSinclair: Office Online ist doch schon kostenlos.
 
@EmilSinclair: Sie sollten am besten bei jeder Office-Generation die Home-and-Studen-Version anbieten. Die hatte ich für Office 2007 und für 70 Euro hatte man 3 Lizenzen drin. Das ist für jeden bezahlbar und für fast jeden Haushalt ausreichend.
 
@Dr. Alcome: Für jede Privatperson langt OpenOffice bzw. LibreOffice locker. Da ist alles drin (Text, Tabelle, Präsentation, Datenbank). Dazu ist das ganze kostenlos und stabil.
 
@karacho: Dem kann ich leider nicht beipflichten, ich hatte auch privat schon mehrere Fälle in denen Open Office an seine Grenzen gestossen ist. Für die meisten reicht es aus, aber sobald man die "Komforfunktionen" nutzen will kommt man an MS Office nicht vorbei.
 
@karacho: Oftmals geht es nicht um die Funktionen. In vielen Fällen ist man praktisch gezwungen MS Office zu verwenden, da man ansonsten Inkompatibilitäten riskieren würde und bei Arbeiten und co ist das nicht gerade empfehlenswert.
 
@Michael96: Ja, ein großes Problem OpenOffice ist meist nicht mit der aktuellen Office Version im einklang
 
@BufferOverflow: Das mag an sich stimmen, allerdings vermittelt die Aussage den Eindruck als wäre LibreOffice/OpenOffice schuld daran, und das ist nicht der Fall.
 
@EmilSinclair: Gerade bei Office zeigt sich für mich deutlich die Fragwürdigkeit dieser Mischkalkulation. Die offiziellen Preise im MS Store reichen von 69,00€ (365 personal) über 79€ (Office 365 University) und 139€ (Office Home and Student 2013) bis zu Office Pro 539€. (Ein einzelnes Office Programm 135€) Das für 69 und 539€ ist sogar quasi das selbe Produkt, wenn man von dem Abo absieht und das ich ersteres nicht geschäftlich nutzen dürfte. Bei der University und Home Version, habe ich zwar nicht das komplette Office, wenn ich aber mal die Entwicklungskosten für jede Office Anwendung ungefähr gleich ansetze, haut das auch irgendwie nicht so ganz hin. Klar, das mit Studenten->Billiger ist okay, allerdings sei hier dann doch die Frage erlaubt, wieviel von den 539€ in diese subventionierten Produkte fließen. Oder mit anderen Worten, wieviel würde Office kosten, jeweils als standalone Version und als Abo, wenn sozusagen alle das selbe zahlen müssten?
 
Das Bescheidene an den meisten Freemium-Diensten ist, dass die kostenpflichtigen Komponenten in der Regel total ueberteuert sind - weil der jeder zahlende User noch Gratis-User im zwei bis dreistelligen Bereich mitfinanzieren muss. Mal schauen, wie MS dieses Problem in den Griff bekommt...
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