Amazon-Streiks zu Ostern - Lieferungen sollen aber pünktlich sein

Verdi hat erneut einen groß angelegten Streik über die Feiertage bei Amazon in Deutschland angekündigt. Zu Ostern will die Gewerkschaft tageweise in verschiedenen Logistikzentren die Arbeit niederlegen lassen. Den Auftakt machte bereits das Logistikzentrum ... mehr... Amazon, Logo, Versandhandel, Logistikzentrum Bildquelle: Amazon Amazon, Logo, Versandhandel, Logistikzentrum Amazon, Logo, Versandhandel, Logistikzentrum Amazon

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Irgendwann muss man nicht mehr streiken, dann ist Amazon nämlich weg. Irgendwann reicht es auch dem Geduldigsten. Dann können sich die meisten Angestellten über Ein-Euro-Jobs freuen.
 
@Michael41a: Ist doch Verdi egal, die bekommen ihr Geld und was mit den Leuten passiert juckt die danach nicht mehr.
 
@picasso22: Was glaubst du was Verdi ist oder irgend eine andere Gewerkschaft?

Gewerkschaften ein Interessenverband von und mit Arbeitnehmern und Angestellten, zu Wahrung ihrer Interessen.
Ohne Arbeitnehmer oder Angestellte gibt es keine Gewerkschaft, was auch das Interesse von Gewerkschaften erklärt soviel wie möglich für ihre Mitglieder (Und nur die) herauszuholen.
 
@Kribs: Das ist das was eine Gewerkschaft sein SOLLTE.
 
@Bautz: Könntest du mich bitte aus der Frage-Schleife befreien,
"Was möcht Er mir damit vermitteln",
bzw. welchen Faktischen Grund gibt es,
das meine Ausführung nicht der Wirklichkeit entspricht?
 
@Kribs: gewerkschaft, eine vom staat geduldete mafia.
 
@Greengoose: Dazu ist jedwede Reaktion sinnlos!
 
@Kribs: Dass Gewerkschaften schon lange nicht mehr das tun, was sie sollten.
Greengoose übertreibt da natürlich ein bisschen (sehr).
 
@Bautz: Und was sollen Sie deiner Meinung nach tun, sich Tod stellen?
 
@Kribs: Sie sollten dieses tun:
"Gewerkschaften ein Interessenverband von und mit Arbeitnehmern und Angestellten, zu Wahrung ihrer Interessen."
 
@Bautz: Danke, jetzt weiß ich das du Inhaltlich nicht beizusteuern hast.
 
@Bautz: ???
 
@Kribs: Nochmal zum Mitmalen:
Du beschreibst was Gewerkschaften sind. Ich sage sie sind das nicht, aber sie sollten genau das sein.
 
@Kribs: Du hast Verdi wahrscheinlich noch nie im realen Einsatz gesehen.
 
@Tomarr: Ich war bis 2004 aktives Mitglied und stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe, Seit 2006 gehöre ich zur "Anderen Seite" im Herzen bleibe ich aber Gewerkschafter!
 
@Kribs: Mag ja sein das der Fall den ich kenne nicht der Regel entspricht.

Bei uns war es damals so das Verdi sich bei uns einbringen wollte weil einige wenige sich betrogen fühlten. Und diese fühlten sich halt betrogen weil sie gekündigt werden sollten, das aber aus gutem Grund.

Diejenigen die ihre Arbeit gut gemacht haben hatten nichts zu befürchten und haben ihre Bedenken geäussert dass die Firma (Englischer Mutterkonzern, recht neu in Deutschland vertreten) einfach wieder dicht macht wenn denen das zu blöd wird.

Sowohl die Tatsache dass die Kündigungen gerechtfertigt waren, vom Gericht bestätigt, als auch der Einwand derer die nichts zu befürchten hatten interessierte die Verdivertreter gar nicht. Die antwort war nur dass dann halt ein Sozialplan ausgearbeitet wird wenn die Firma tatsächlich dicht machen sollte. Nur was hilft mir der beste Sozialplan wenn ich lieber eine möglichst dauerhafte Stelle haben möchte?
 
@Tomarr: Vorweg eine Gewerkschaft ist kein Garant für alles und leider wird auch mal mehr versprochen als gehalten werden kann.

Leider habe ich auch Gewerkschaftler kennengelernt die die Einladung einer Sahneschüssel nach Außen verbreiteten "Immer noch einen Schlag mehr".

Auch gab es es Kriminelle in den Reihen der Gewerkschaften (Mehrzahl), man muss sich nur an das CO OP Debakel erinnern.

Aber mehrheitlich habe ich bis heute (ich habe immer noch enge Kontakte) Sozial und Menschlich engagierte Ehrenamtliche Überzeugungstäter kennengelernt und einen Zusammenhalt und Unterstützung den ich nur noch in meiner Familie erfahren habe.
Gewerkschaftler sind Menschen, wie in jeder anderen Menschlichen Gruppe auch, gibt es die einen und die anderen, leider auch die die eigentlich keiner haben will, wie in deinen Bespiel das mir leid tut.

Trotzdem werde ich weiterhin jeden Raten, engagiert euch , bringt euch ein, macht mit!
 
@Kribs (re:1): Du solltes noch das durchaus sehr sehr Positive erwähnen: Die Abschlüsse / erkämpften Ergebnisse kommen in aller Regel nicht nur den Gewerkschaftsmitgliedern zu Gute sondern allen Arbeitnehmer der jeweiligen Branche. Heißt auf Deutsch, die die nicht kämpfen / streiken erhalten trotzdem die von Anderen erkämpften / erstreikten Ergebnisse. Diese Leute sind damit also schlichtweg Trittbrettfahrer und Schmarotzer.

Daran sollten auch mal diejeniegen hier denken, die so gern auf den Gewerkschaften rumhacken aber die positiven Ergebnisse sehr gern einstecken, eben ohne Risiko, ohne Verlust an Gehalt, ohne Beitragszahlung, ohne Kampf / Streik!

Wäre es mal nur so, dass nur die Gewerkschaftsmitglieder den "Lohn" ihres Einsatzes einstreichen würden. Und schon hätten die Gewerkschaften einen riesigen Zulauf und die Schmarotzer / Trittbrettfahrer wären mit einem mal alle überzeugte Gewerkschafter.
 
@Kiebitz: + Es tut mir Leid aber:

Es hat keinen Sinn (Leider) solchen Menschen zu erklären das ihre bloße Existenz von Gewerkschaften ermöglicht wurde (Krankenversicherung, Gesundheitsfürsorge).
Es hat keinen Sinn (Leider) das die Schulbildung die sie Genossen haben (wenn überhaut) auch mit von den Gewerkschaften ermöglicht wurde.
Es hat keinen Sinn (Leider) solchen Menschen zu erklären das wenn sie Ausbildung gemacht haben das auch von den Gewerkschaften mit ermöglicht wurde.
Es hat keinen Sinn (Leider) solchen Menschen zu erklären das der Arbeitsplatz sehr wahrscheinlich so nicht existieren würde ohne Gewerkschaften.
und und und

Dieser schlag Mensch nimmt und nimmt aber gibt nichts, sie verlachen diejenigen die Ihren "Arsch" über Generationen dafür hingehalten haben, in den Anfangszeiten dafür gestorben sind.
Denen kan man nichts Erklären weil sie in ihrer Borniertheit Taub sind.
 
@picasso22: Verdi zwingt die leute zum Streik?
 
@picasso22: Das ist doch Unsinn. Wenn die Leute arbeitslos würden, bekäme ver.di die Mitgliedsbeiträge ja überhaupt nicht mehr.
 
@Michael41a: Amazon wird sicherlich nicht verschwinden - nur sollte sich Ver.di mal darüber Gedanken machen warum Amazon in Robotik-Firmen investiert ;)
 
@Stratus-fan: Das würden sie so oder so. :)
 
@Stratus-fan: Ganz verschwinden vielleicht nicht, aber z.B. als Berliner bekomme ich bei Amazon mittlerweile gelegentlich meine Bestellungen aus Polen geliefert, Amazon hat da seit einiger Zeit ein Versandlager nahe der Grenze aufgebaut und beliefert von da aus die deutschen Kunden im östlichen Teil Deutschlands zu gleichen Konditionen.
 
@mh0001: Da innerhalb Europas die Grenzkontrollen weggefallen sind und Polen geographisch und infrastrukturell gesehen nicht weit weg ist, ist das ja auch nur sinnvoll. Letztendlich dürfte das auch für DHL nicht mehr kosten, da der große Truck dann eh wieder in Rüdersdorf o.ä. entladen wird und von da aus wird weiterverteilt.
 
@mh0001: Dann schick das Zeugs wegen Nichtgefallens zurück!
 
Hoffentlich ist Amazon aus DE schnell weg. Denn die deutschen können anscheinend nichts anderes als Streiken. Egal welche Berufssparte.
 
@anton47: Welches recht nimmst du dir Uns als Immerstreicker zu bezeichnen!
Jeder von uns will auch nur ein Lebenswertes Leben, mehr nicht, und dafür zu kämpfen ist Positiv nicht Negativ!
 
@anton47: Nordkorea muss für dich wie der Himmel sein oder? :)
 
@anton47: Netter Trollversuch. In anderen EU-Ländern, z.B. Frankreich, wird viel häufiger gestreikt als hierzulande. Wir sind also diesbezüglich noch recht genügsam. In den letzten Jahren häuft es sich nur ein wenig. Vlt. ist das auch nur gefühlt, weil letztendlich immer die selben Branchen betroffen sind, die Streikenden jedoch immer andere Sparten oder Vereinigungen sind. Flugverkehr: Piloten, Lotsen, Servicepersonal. Bahn: DB-Lokführer (GdL), Zugbegleiter (GdL), ...
 
@anton47: Deutschland ist mitunter das produktivste Land. Da hat ein Arbeitnehmer auch das Recht vernünftig bezahlt zu werden. Nur erfolgt diese Bezahlung seit Jahren schon nicht mehr in der Höhe, wie es eigentlich gerecht wäre.
 
Soweit ich Amazon als Außenstehender beurteilen kann, ist Amazon in erster Hinsicht Logistiker. Einzelhandel wäre es mit einem Ladenlokal, den Amazon nicht hat... Wenn die Verdi so weitermacht können sich die Arbeitsämter wieder freuen, wenn sie die Standorte in Deutschland dicht machen und nach Polen auswandern?! Ein Hoch auf die Verdi!
 
@KanzlerNikon: Der Tarif betrifft sowohl den Einzelhandel als auch den Versandhandel, weswegen Verdi auch dieses Theater veranstaltet. Daß die Logistikzentren aber eigenständige Firmen sind, welche nichts anderes als Logistik machen, wird gekonnt ignoriert.
 
@Johnny Cache: Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind die weitaus meisten Mitarbeiter mit Versandarbeiten beschäftigt - das ändert aber nichts an der Frage, warum überhaupt der Unterschied zwischen den Tarifen so groß ist. Sehr oft ist die Arbeit im Versand härter als im Einzelhandel - dafür sind die Versand-Leute schlechter dran? Außerdem könnte Amazon doch klar trennen: wer arbeitet im Versand, wer im Einzelhandel? Ist ja nicht ungewöhnlich, dass eine große Firma die Mitarbeiter nach 2 oder mehr Tarifen einteilt.
 
@ringelnatz111: Wie willst du es denn noch deutlicher trennen als durch völlig unterschiedliche Firmen von der eine auch noch Amazon Logistik GmbH heißt?
 
@Johnny Cache: Die Logistikbranche vordert einen Lohn von 9,17 pro Stunde bei Berufseinsteigern. Amazon zahlt im ersten Jahr 9,55. Verdi will die in einer Andere Sparte drücken weil die sonst keine Handhabe mehr haben. Da sollte aber solangsam mal ein Richtiger Verdi einen druff geben.
Ich glaube jeder Händler der seinen Beruf gelernt hat und einen Amazon Mitarbeiter sieht der sich Händler nennt, lacht den mal kräftig aus.

Die Mitarbeiter in den Amazon Versandlagern haben nichts mit Handel zu tun. Die sehen nochnet mal einen Kunden.
 
@deischatten: Man unterscheidet in Tarifen zwischen Lohngruppen. Im Einzelhandelstraif-Vertrag gibt es mind. eine eigene Lohngruppe für Lagerarbeiter. Ver.di möchte nicht das die Mitarbeiter bei Amazon als "Einzelhänlder" oder "Verkäufer" verstanden/bezahlt werden, sondern möchte das die eben nach der entsprechenden Lohngruppe aus dem Einzelhandels-Tarifvertrag vergütet werden.
Nichts desto trotz ist diese Forderung völlig unbegründet, da Amazon kein Einzelhändler ist.
 
@Johnny Cache (re:1): Eigentlich habe ich keine Lust mehr auf Diskussion über immer die gleiche Sch.....! Aber es generiert wohl für Winfuture und damit für die Werbung hier immer wieder garantierte hohe Zahl an "Klicks"!

Und dann lese doch endlich mal DA!!!!: http://www.amazon.de/unser-Planet/b/ref=footer_corpres?ie=UTF8&node=305522031 >>> ....um für unsere verschiedenen Kundengruppen Innovationen voranzutreiben: Für Kunden, die auf einer unserer Websites einkaufen; für Verkäufer, die unsere Plattform nutzen; für Entwickler, die unsere Infrastruktur für ihre Arbeit nutzen - und natürlich für Autoren, Musiker und Filmemacher, deren Produkte wir auf unseren Websites anbieten. Wir glauben, dass dies der wichtigste Mehrwert ist, den Amazon für unsere Gesellschaft schaffen kann.

WO STEHT da auf der Amazon-eigenen Seite in ihrem eigenen Welt- / Firmenbild was von Logistik??? Wo??? Nirgends!!! Also mal immer bei der Sache und Realität bleiben so wie sie von Amazon auch selbst dargestellt wird!!! Und nichts rumherum dichten!
 
@Kiebitz: Ich verstehe gerade nicht worauf du genau hinaus willst, aber der Händler Amazon hat auch gar keine Logistik. Er beauftragt externe Logistikunternhmen wie die Amazon Logistik GmbH mit dem Versand und Transport der Waren.
 
@KanzlerNikon: "Unter Einzelhandel (in der Schweiz und in den Niederlanden: Detailhandel) werden Handelsunternehmen (gelegentlich auch deren Handelsaktivitäten) verstanden, die Waren verschiedener Hersteller beschaffen, zu einem Sortiment zusammenfügen und an nicht-gewerbliche Kunden, das heißt Endverbraucher bzw. Letztverwender, verkaufen."
 
@KanzlerNikon: Im Grunde macht Amazon das auch schon.
Sie haben inzwischen schon mehrere Zentren in Polen und Tschechien eröffnet in den letzten 2 Jahren. Anscheinend ist das trotz vermutlich höherer Versandkosten am Ende wegen der billigeren Arbeitskräfte günstiger.
Und gestreitk wird da auch viel seltener...

Ich find das nicht besonders toll, aber was Verdi da seit einem Jahr abzieht ist auch nicht mehr sinnvoll und wird wohl tatsächlich eher Arbeitsplätze kosten als was bringen.
 
@pcfan: Naja, aber auch da regt sich bereits der Wiederstand gegen die Arbeits und Entgeltbedingungen. War vor Weihnachten mal ein Thema. Auch da werden sich die Menschen nicht unendlich ausbeuten lassen
 
@KanzlerNikon (03): So wie ich das bei AMAZON sehe ist dem nicht so!!! Lese bitte Amazons eigenes Selbstverständnis und Selbstbeschreibung in meinem Kommentar weiter oben re:2! Da ist Amazon nach eigenem Sebstverständnis eben NICHT (nur) Logistiker. Aber was soll´s. Die Leute werden immer wieder blind übernehmen was ihnen Amazon vorsingt!
 
Mir tut Verdi leid, in den 70´ger und 80´ger haben die "Parkplatzwächter" gestreikt, und damit gesamte Industrien Lahmgelegt, da ging absolut nichts mehr rein oder raus
Heute können, diejenigen die sich im Arbeitskampf befinden, noch froh sein das der Lynchmob genau so phlegmatisch ist wie die Arbeitgeber.
Bleibt zu hoffen das Verdi irgendwann Erfolg hat, den Tarifvertrag des Einzelhandels durchzusetzen, damit die Arbeitsrechtlichen Grundlagen der Mitarbeiter bei Amazon zu verbessern.

Mich macht es traurig wie Menschen sich gegen die Streikenden Amazonmitarbeiter wenden, weil eventuell ihre Bestellung irgendwie beeinträchtigt werden könnte.

Wenn Amazon geht bitte, es wird genug geben die die entstandene Lücke füllen, insbesondere die Einzelhändler vor ORT die nach Tarif bezahlen!
 
@Kribs: Der letzte Absatz hat es wirklich in sich. Wenn es die Einzellhändler auf die Reihe bekämen zusammen einen Onlineshop aufzuziehen und dann auch noch zu liefern, wären im Idealfall Lieferzeiten von unter einer Stunde möglich. Da müßte sich selbst Amazon warm anziehen.
Aber selbstverständlich würde sowas nie passieren.
 
@Johnny Cache: +
Du hast zwar im Kern recht , aber es würde nicht reichen sich durchzusetzen.
Allein schon die Margen aus dem Mengenrabatt die Amazon generiert, kann kaum ein Einzelhändler etwas entgegenhalten.
Vor kurzen habe ich ein Schild bei einen Elektronikshop gesehen, der Spruch zeigt das ganze Dilemma (Sinngemäß:) "Wir beraten Sie gerne, bitte kaufen sie auch bei uns.".
 
@Kribs: Genau in diesem Punkt haben sie aber ihre Kunden auch gut umerzogen.
Ich möchte nämlich gar keine Beratung mehr von denen haben, gerade weil ich auf deren Meinung und Kompetenz gar nichts mehr geben. Amazon hat das ja recht geschickt auf seine Kunden ausgelagert und die Fälle in denen ich die negativen Aussagen von Kunden ignoriert habe, hatte ich auch exakt die selben Probleme an der Backe.
Es ist ja nicht so als ob ich immer nur beim billigsten Anbieter kaufen wollte, denn auch das ist Amazon nur in den seltensten Fällen. Was sie sind ist ein Laden mit hoher Verfügbarkeit, schneller Lieferung und einer recht unkomplizierten Rückabwicklung auf die man sich meist verlassen kann.
Natürlich ist Geiz auch geil, aber die anderen Vorteile sind mir wichtiger. Der Einzellhandel hat das Problem daß ich dort meist gar keinen dieser Vorteile habe.
 
@Johnny Cache: Ich war zuletzt mal wieder aus Spaß in einem Computer Fachgeschäft und wollte mich mal bei Grafikkarten beraten lassen.
Der Kerl konnte mir netmal beantworten welche Kabel ich für die Graka brauche und wieviel Watt mein Netzteil haben muss damit die Graka läuft.

Bei Problemem mit dem Strom meinte er dann soll ich einfach ne kleinere Grafikkarte einbauen. Netzteile von mehr als 500Watt kann er nur von abraten da die zu schlecht sind und zu teuer als das sie sich lohnen.

Da braucht sich keiner Wundern das niemand da was kauft wenn die einem nurr scheiße erzählen.
 
@deischatten: Genau das. Gute Beratung bekommt man nur von Fachleuten.
https://www.youtube.com/watch?v=fZUNZbhnoX4
 
@Johnny Cache: Der ist echt klasse!
 
@deischatten (re:1): Ääääh? Hmmm! Und wer berät dich ggf. persönlich bei Amazon! Keiner! Danach und nach Deiner Darstellung bleibt also nur die Wahl keine Beratung (Amazon!) oder schlechte Beratung (DEIN -aber längst nicht alle!- Fachhändler).
 
@Kiebitz: Oder Lösung 3. Selber in Foren suchen und dann günstig bei Amazon kaufen. Hier in Bonn sind leider fast alle Läden einfach nur noch inkompetent oder man hört immer nur: Habe ich grade net da aber in 1 Woche kann ich es bestellen. Sorry aber dafür fahre ich net in die Stadt. Ich habe kein Problem damit etwas mehr zu bezahlen. Hab mir am Wochenende auch CDs im kleinen Laden gekauft für 3 Euro mehr als bei Amazon. Muss nicht zwingend bei Amazon kaufen aber 3 oder mehrmals in die Stadt fahren für 1 Sache sehe ich nicht ein und das doppelte für den selben Artikel zu bezahlen schon 2 mal nicht.
 
@Kribs: Amazon hat 2012 für ~800 Mio Euro einen Hersteller von Robotern für Logistikzentren übernommen (KIVA) und bereits angefangen erste Versandzentren damit auszurüsten.

Mit dem Betrag hättest Du auch ein paar Jahre locker höhere Gehälter zahlen können, weshalb ich mir recht sicher bin, dass das ein durchaus ernstzunehmendes und langfristig ausgerichtetes Investment war.
 
@Stratus-fan: Korrigiere mich Bitte, falz ich es falsch in Erinnerung habe,

waren diese Roboter nicht der Gestalt, das die Roboter die Regale zu den "Pickern" brachten (Bessere Gabelstapler), also selbst weder Ware ein noch aussortieren, geschweige denn kontrollieren und verpacken?
 
@Kribs: Teils, teils. Für Kleingeräte ist das so - aber selbst da spart sich Amazon einen Großteil der Arbeiter ein, da die Picker und Packer nicht mehr laufen müssen. Für Großgeräte habe ich auch da schon Roboter gesehen.

Klar verschwindet der Mensch (noch) nicht komplett aus der Kette, aber wenn ich 3/4 der Belegschaft entlassen kann und diese nicht mehr 20 km am Tag laufen muss...
 
@Stratus-fan: Seit ca 200 Jahren wird einem eingebläut dass mehr Maschinen nur weniger Arbeit bedeuten und alle Menschen Arbeitslos werden und wir deswegen aussterben weil wir uns nicht mehr ernähren können.

Das Gegenteil ist der Fall. Inzwischen sind "wir" 7Milliarden trotz der Industrialisierung. Und da wo es immer noch zu geht wie im Europa des Mittelalters (so mit Kuhkarren und händischer Feldarbeit), nimm die Bevölkerungszahl auch nur zu und nicht ab.
 
@wieselding: Naja, in wirklich hochentwickelten Teilen der Erde (nehmen wir mal DE und Japan als Beispiel) sehen wir eher stagnierende bis sinkende Bevölkerungszahlen.

Und Deutschland hat in Sachen Arbeitslosigkeit nur durch den Exportüberschuss (der durch den, durch schwächere Euro-Staaten, künstlich schwächer gehaltenen Euro ermöglicht wird) noch keine großen Probleme bekommen.

Ich war vor knapp einem Monat in Japan - die sind uns ja noch etwas voraus und haben nicht das Glück durch eine Währungsunion ihre Währung zu entwerten: Wenn Du dir ansiehst für welche Tätigkeiten da Menschen beschäftigt werden... Klar können wir zu jedem Kassierer einen Einpacker stellen, jedes fest montierte Schild durch einen Menschen mit Schild in der Hand ersetzen usw. Aber das täuscht nur über die Entwicklung hinweg, dass es nicht mehr genug Arbeit gibt. Zumindest in unserem aktuellen System.

Um ehrlich zu sein wird auch kaum einer etwas gegen 3/4-Tage-Wochen haben. Die Frage ist nur womit sich die Gesellschaft in der neuen Freizeit beschäftigen soll.
 
@Stratus-fan: " ... aber wenn ich 3/4 der Belegschaft entlassen kann ..."

Und genau davor schützt ein Tarifvertrag, wenn es den einen geben würde, was nicht der Fall ist.
Was die meisten nicht wissen oder Ignorieren, es gibt keinen Tarifvertrag zwischen einer Gewerkschaft und Amazon, Amazon bezahlt lediglich nach dem Tarifvertrag des Logistikgewerbes die restlichen Bedingungen( z.B. Kündigungsschutz, Urlaubstage, Arbeitsschutzbedingungen, Sozialzahlungen (Urlaubsgeld/Weihnachtsgeld), Arbeitszeiten/Pausen, usw.) werden ignoriert.

Nur zur Erinnerung, ein Tarifvertrag ersetzt die Gesetzlichen Mindestbestimmungen wenn seine Regelungen darüber hinausgehen, gleichzeitig schützt das Gesetz den Tarifvertrag als wäre er ein Gesetz.

So gibt ein Tarifvertrag an wie viele Mitarbeiter in einen Unternehmen befristet eigestellt werden dürfen, bei Amazon saisonbedingt bis zu 3/4 für 3-6 Monate.
Bei Amazon ist es Normalität das ein Drittel des Unternehmen zu Weinachten in die Arbeitslosigkeit entlassen wird um Ende Februar wieder eingestellt zu werden, (Ich nenne sowas Sozialbetrug).
 
@Kribs: Man muss aber auch irgendwann anfangen in der Realität zu leben. Wenn durch Roboter 3/4 der Belegschaft obsolet werden und ich fast eine Milliarde in eben jene Roboter investiere werde ich die Belegschaft über kurz oder lang entlassen.

Auch wenn das die Gewerkschaften anscheinend oft anders sehen: Ich habe als Arbeitnehmer auch nichts davon wenn mein unternehmen pleite geht oder auslagert. Dann sind nämlich 4/4 und nicht 3/4 der Jobs weg. Die Gewerkschaften denken immer noch lokal und scheinen erst einmal lernen zu müssen was Globalisierung bedeutet.

Und besonders die Logistikbranche ist nun einmal ein Paradebeispiel wo Maschinen schnell den Menschen ersetzen können.

Diese Doppelmoral regt mich einfach auf: Berichten "Undercover-Sendungen" über 15-km-Läufe an einem Werktag im Lager regen sich alle (zurecht) über die Arbeitsbedingungen auf. Löst man das Problem ist wieder die Firma schuld weil Menschen entlassen werden.
 
@Stratus-fan: Und genau aus diesem Grund müssen wir schleunigst hin zu einer Gesellschafft in der es niemanden mehr gibt, der auf diese niederen Tätigkeiten (klingt böse ist aber so) angwiesen ist.
Bildung, Bildung und nochmal Bildung. Es gibt genügend Berufsfelder die nicht so bald von Maschinen obsolet werden.

Langfristig müssen wir dennoch zusehen, dass wir eine "arbeitslose" Gesellschaft hinbekommen, denn darauf wird es hinaus laufen. Nur ob das dann noch mit dem Kapitalismus kompatibel ist, halte ich für fragwürdig.
 
@Stratus-fan: Das werden/wollte ich auch nicht bestreiten, schließlich ist die alleinige Kosten / Nutzen Rechnung ausschlaggebend.
Was ich aber bestreite ist, das ein Tarifvertrag daran ursächlich ist, ein Tarifvertrag würde an der "Robotisierung " nicht ändern.
Eher das Gegenteil ist der Fall, ein Tarifvertrag bietet Unternehmen langfristig Schutz/Sicherheit und Planerisch Unabhängigkeit.

Auch die Furcht vor Automatisierung oder Auslagerung hat sich als unbegründet herausgestellt, denn wäre die Panikmache der letzten 50 Jahre gerechtfertigt, gäbe es in Deutschland keine Arbeitsplätze mehr.

Aber noch ein Paradoxon würde ich gern Ansprechen,
währen die Gewerkschaften wirklich so "Arbeitgeberfeindlich",
wieso verdammt nochmal ist dann Deutschland eine der Führenden Wirtschaftsnationen?
 
@Draco2007: Ich denke es wird immer Arbeit geben, besonders in intellektueller Hinsicht wird es auf absehbare Zeit keinen Ersatz geben. Die Erforschung unserer Geschichte, die Forschung und Bildung... Ich denke das sind Bereiche die wir nicht aus der Hand geben sollten - selbst wenn wir es könnten ;)
 
@Kribs: Man muss sich nur einmal die großen Erfindungen der neueren Zeit (200 Jahre) ansehen um zu merken, dass Deutschland in Sachen Innovation weit, weit vorne mitspielt.

Das Wort "Arbeitgeberfeindlich" hast Du jetzt in die Diskussion gebracht. Wenn das deine Meinung ist... Kann ich nicht unterstützen. Nur gab es in jüngerer Vergangenheit einen Paradigmenwechsel bei Gewerkschaften. Waren die Aktionen vor einigen Jahrzehnten noch auf das Wohlergehen der Arbeiter UND des Betriebes ausgerichtet, scheint es vielen Gewerkschaften heute nur noch um Populismus und Mitgliederzahlen zu gehen.

Klar gibt es auch Ausnahmen (ad hoc fällt mir z.B. die Chemieindustrie ein), aber vor ein paar Jahren wären Aktionen wie zuletzt bei der Bahn oder Lufthansa gesehen undenkbar gewesen. Wer die eigenen Kunden als Druckmittel nutzt sägt an dem Ast auf dem er sitzt.
 
@Stratus-fan: Nein da hast du mich missverstanden, der Bezug "Arbeitgeberfeindlich" war von mir als Kontrapunkt gemeint, die heutige Wirtschaftsleistung und Wirtschaftskraft sowie der Wirtschaft Standort Deutschland existiert nur durch die Kompromissfähigkeit von Arbeitgebern und Gewerkschaften.
Man hat immer mittelbar oder unmittelbar Auswirkungen auf unbeteiligte Menschen durch Streiks, ich möchte dich an 1984 erinnern und die Streiks zur 35 Stunden Woche, da wurden Werkstore besetzt und Konzerne Lahmgelegt, auf der anderen Seite haben die Arbeitgeber Mitarbeiter ausgesperrt.
Hat es Deutschland langfristig geschwächt, eindeutig Nein, es hat Deutschland und seine Wirtschaft stärker gemacht.

Auch den von dir Prognostizierten Paradigmenwechsel bei Gewerkschaften kann ich nicht nachvollziehen, zum Beispiel Bahnstreiks hat es immer gegeben, es gab nur damals Beamtete Lokführer die nicht Streiken dürften (Bundesbahn), ein gutes Beispiel ist der S-Bahnstreik von 1980 in Berlin.
Oder der Poststreik im selben Jahr wo Verbeamtete Mitarbeiter an die Plätze der Streikenden zwangsversetzt wurden.

Nein abgesehen von der Medialen Berichterstattung gibt es absolut keinen Anhalt das sich Gewerkschaften "Negativ" verändert haben.

Was viele eben durch die Berichterstattung nicht realisieren ist der Rattenschanz von Konsequenzen:
z.B. Lokomotivführer haben Bereitschaftszeiten von 12 Stunden, falz ein Kollege Ausfällt, danach fängt ihre Reguläre Schicht an und so ein eventuell übermüdeter Lokomotivführer wickelt dann seinen ICE in voller Fahrt um den nächsten Brückenpfeiler.
Oder ein Pilot parkt seinen Airbus in Oma Elfriedes Laube.
Nur dann schreien alle "WIE KONNTE SOWAS DEN BLOS PASSIEREN?".
 
@Kribs: Wo hast Du den Quatsch her, dass Lokführer nach 12h Bereitschaft eine reguläre Schicht beginnen?

BTW, ein Schienenfahrzeug um einen Brückpfeiler zu wickeln, bedarf es weniger an Müdigkeit, als vielmehr eines an falscher Stelle befindlichen Brückpfeiler.
 
@Kribs: Der Hintergrund des S-Bahn-Streiks anno Knips in Berlin ist aber ein ganz anderer. Die DR (Bahn Ost!) war Betreiber der S-Bahn (West). http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Berliner_S-Bahn#Der_zweite_Reichsbahnerstreik_1980
 
@Kribs: Ich sehe da schon einen Paradigmenwechsel. In Zeiten wo Fernbusse extrem erstarken und auch die Logistik durch On-Demand-Produktion viel wichtiger ist als noch vor 20-30 Jahren solche Streiks anzuzetteln und dann noch wegen Nichtigkeiten... Da fehlt einfach irgendwann jedwedes Verständnis.

Versetze dich da z.B. mal in die Lage der Bahn: Gewerkschaft A sagt sie streiken wenn es keine verschiedenen Tarifverträge für gleiche Tätigkeiten gibt und Gewerkschaft B sagt sie streiken wenn es verschiedenen Tarifverträge für gleiche Tätigkeiten gibt. Die Gewerkschaften verursachen damit Millionenschäden und jeder der bisher noch nicht Fernbusse ausprobiert hat hat es dann getan. Das hat nichts mehr mit dem Sinn von Gewerkschaften am Hut.
 
@iPeople: Ich habe den offiziellen Tarifvertrag nicht zur Hand, nach dem Neuen sollen es nur noch 8 Stunden Rufbereitschaft sein, bei einer Schichtlänge von bis zu 10 Stunden (Ohne Arbeitsunterbrechung) plus Bereitschaft ergibt sich eine Arbeitszeit von bis zu 18 Stunden.

Und natürlich gab es keine Bahnunfälle weil Lokführer durch Übermüdung unkonzentriert waren.

In nachfolgenden Link kannst du die Vergütung der Rufbereitschaft ersehen (2 Seite, Mitte, Unten):
http://www.gdl-kempten.de/DATEIEN/Tarifliche%20Neuregelungen%20LfTV%202013_Kempten.pdf
 
@wieselding: Es ging in meinen Post nicht um den Hintergrund, sondern um die Auswirkung, das Streiks unbeteiligte betreffen, bzw. das Gewerkschaften das in Kauf nehmen.
 
@Stratus-fan: Ich kann den Zusammenhang nicht nachvollziehen, das es Fernbusse gibt hat nichts mit der Gewerkschaft zu tun, es war lange überfällig das das Bahn Privileg fällt.
Welche Nichtigkeiten, mal abgesehen das Geld noch nie unwichtig war, sind Arbeitszeiten/Ruhezeiten, Arbeitsbedingungen, Betriebsrenten, Gleichstellung, usw. unwichtig?
Sehr wahrscheinlich spielst du auf den Umstand an das zwei Gewerkschaften konkurrierend bei der Bahn, OK da schüttel ich selbst oft den Kopf, ich für meinen Teil schiebe den "Schwarzen Peter" mehrheitlich (~66,66%) der EVG zu, es gab immer eine Art Gentlemen Agreement das innerhalb der Gewerkschaft die Spezialisierte zum Zuge kommt und das ist die GDL.

"Die Gewerkschaften verursachen damit Millionenschäden ... Das hat nichts mehr mit dem Sinn von Gewerkschaften am Hut."
Hochgerechnet sogar einen Zweistelligen (vielleicht Dreistelligen) Milliarden Betrag an Schaden, aber für jeden Pfennig/Cent Mindestenz das Zehnfache an Wohlstand für alle.
Was ist deiner Meinung nach der Sinn von Gewerkschaften, still zu warten biss sie ein Paar "Brotkrumen" aufsammeln dürfen?
 
@Kribs: Aber ich habe den Tarifvertrag. Und ich sage Dir, dass Du fehlinformiert bist.

WAs hat die Vergütung der Rufbereitschaft damit zu tun? Das ist etwas völlig anderes. Du hast behauptet, dass nach 12h Bereitschaft noch eine reguläre Schicht kommt. Das war weder nach altem, noch ist es nach neuem Tarifvertrag möglich. Auch das Arbeitszeitgesetz würde das nicht erlauben.
 
@iPeople: Nun dann schenke ich dir mal glauben (da ich es nicht nachprüfen kann) das es im Neuen Tarifvertrag für Lokführer keine Bereitschaftszeiten oder Rufbereitschaften gibt, obwohl mein Link das gegenteilige Indiz enthält.

Aber mindestens bis August 2011 gab es Bereitschaftszeiten oder Rufbereitschaften, wie Martin in Post #6 bestätigt:
http://www.bahnerforum.de/forum/threads/rufbereitschaft.12604/
Nehm ich den Post vom "e8-3" 7.10.2013 (#6) gabs da auch noch die Rufbereitschaft
http://www.bahnerforum.de/forum/threads/disposchichten-im-zub-fv.16663/

Weiter such ich jetzt nicht mehr dar Ball liegt bei dir.
Jetzt bleibt die Frage wer hier Quatsch verzapft hat?
 
@Kribs: Es gibt Schichten als Bereitschaft, vollwertig als Schicht mit voller Bezahlung und voller Anrechnung der Schutzrechtlichen Arbeitszeit.

In LINK 1 wird das geklärt und ausgesagt wie ich es bereits gesagt habe. Rufbereitschaft gibt es nur für den Notdienst Produktion des EVU. Lokführer haben Bereitschaft als vollwertige Arbeitszeit.

Der zweite Link bezieht sich auf ZUB, also Zugbegleiter. Zugbegleiter fallen nicht unter den LF-TV der GDL , sondern in den Funktionsgruppen-TV der EVG. Da geht es auch nicht um Rufbereitschaft, sondern um DISPO-Schichten ... etwas völlig anderes. Das sagt auch "e8-3" aus, denn sein Problem ist, dass er Fr-So Ruhe hat und Mo/Di mit DISPO drinsteht. Sein Problem ist, dass er nicht weiß, wer ihn darüber informiert, dass er evtl statt DISPO eine Schicht bekommt, da die Planer Sa/So nicht da sind.
Das wird auch weiter unten geklärt. Also bitte alles lesen und vor allem, verstehen. Da Dir aber offenbar das Wissen um Begrifflichkeiten der Bahn fehlen, verstehst Du nur bahnhof.

Ganz einfach, der Quatsch liegt immernoch bei Dir, denn Lokführer fahen immernoch nicht nach 12h bereitschaft einen kompletten Dienst.
 
Wenn ich heute bei Amazon bestelle kommt 50% der Ware schon aus Polen. Irgendwann macht Amazon hier ganz dicht.
 
Wenn ich hier gleich um die Ecke bestelle brauch ich Polen nicht ;)
und wie Geil ich bekomme in de alles was ich benötige
 
@Reverend: Nur kommen Bestellungen von um die Ecke später an als aus Polen.
Das sollte einem wirklich zu denken geben.
 
Wenn ich sehe wie wenig Verständnis hier einige haben nur weil jemand streikt um am Monatsende ein paar mehr Euros in der Tasche zu haben weil es hinten und vorne nicht reicht finde ich das Hart.
Klar wenn es einen selber nicht betrifft ist ein Urteil immer schnell gefällt, aber ich als gering Verdiener habe da vollstes Verständnis für.
Ich hoffe das Sie irgendwann Erfolg haben und Amazon mal einlenken tut schliesslich Scheffeln Sie genug Gewinne.
 
@walker1973: Amazon und Gewinne? Die machen zwar enorm viel Umsatz aber kaum Gewinne oder auch gern mal hohe Verluste.
 
@Stratus-fan: So nicht ganz richtig. Prinzipiell macht Amazon einen enormen Gewinn. Jedoch investieren sie das meistens zu 100%, z.B. in den Kauf oder Aufbau neuer Geschäftszweige (eBooks, Robotik, ...). Wachstum um jeden Preis lautet die Devise und nur deshalb steht in der Bilanz kein Gewinn (und darum zahlen sie ja auch quasi keine Steuern). Inzwischen stinkt das jedoch schon einigen Amazon-Investoren/Aktionären. Die haben Ende letzten Jahres mal ganz zart angefangen dieses Vorgehen zu hinterfragen.
 
@ElDaRoN: Machen sie Gewinn oder nicht? Nein. Ja sie wollen wachsen, investieren deswegen auch massiv und schreiben schlussendlich, wenn überhaupt, nur minimale Gewinne.

Ich wollte nur darauf hinweisen das die Aussage, Amazon würde genug Gewinne scheffeln, schlichtweg falsch ist.
 
@Stratus-fan: Und ich habe darauf hingewiesen, dass Amazon durchaus massig Gewinn scheffeln könnte, wenn Bezos bzw. die Führungsetage das nur will. Formal ist das zwar alles korrekt, nur stellt sich mitunter die Frage, ob wirklich jede Investition von Amazon zum jeweiligen Zeitpunkt gerechtfertigt ist/war. Es gibt ja auch noch die Verschwörungstheorien, dass Amazon nur soviel investiert, um keine Steuern zahlen zu müssen. ^^
 
@ElDaRoN: Ganz ehrlich... Wenn ich als Firma die Wahl habe zwischen Wachstum und Steuern zahlen, da müsste ich auch nicht lange überlegen was ich tue ;)
 
@walker1973: Hier geht es garnicht darum, dass man Amazon nicht auf dem Schlips treten darf. Wir Leben in einer egoistischen Gesellschaft. Ich glaube, dass hier unter den Kommentatoren eher Neid herrscht. Wo kommen wir denn hin, wenn ein hart arbeitender Lagerist mehr verdient als man selbst? Man gönnt heutzutage niemandem was. Anstatt für die eigene Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu kämpfen, werden die Menschen kritisiert die es tun. Das ist einfach nur traurig.
 
@walker1973: Dann gucke mal bitte wie viel Prozent der Mitarbeiter streiken. In Leipzig arbeiten ca 2000 Leute, 150 davon waren streiken. Superschnitt. Es wird auch immer schön von außen gesagt dass die da zu wenig verdienen, oder von den paar Prozent die streiken. Der Rest scheint mit seinem Einkommen auszukommen, ansonsten könnten die ja auch in die Gewerkschaft eintreten und mit streiken. Und das die schlecht bezahlt werden ist auch nicht ganz richtig. Die werden über dem Mindestlohn bezahlt und sind garantiert nicht alles hochqualifizierte Ingenieure.
 
@wieselding: Man muß ja in aller Fairness sagen daß die Leute die nicht streiken auch mehr Geld haben als ihre Gewerkschaftskollegen, denn die drücken ja sinnlos Beiträge an Verdi ab. ;)
 
@Johnny Cache: Also wenn ich manche geistigen Ergüsse hier lese schwillt mir der Kamm.
 
@Postralf10: "Die Wahrheit schmerzt. Nicht so sehr, wie wenn man sich auf ein Fahrrad ohne Sattel schwingt. Aber sie schmerzt."
Oder zahlen sie inzwischen keine Beiträge mehr bzw. nutzt ver.di diese sinnvoll?
 
@Johnny Cache: Man sollte sich aber mal informieren was mit den Beiträgen passiert. Ich weiss es weil ich bei Verdi aktiv bin in meiner Arbeitsstelle
 
@Postralf10: Mein Fehler, ich dachte sie finanzieren damit unter anderem auch aussichtslose Streiks, wie z.B. der bei Amazon. Vielleicht sollten sie dann auch mehr mit ihren sinnvollen Tätigkeiten werben um ihren Ruf zu verbessern.
 
@wieselding: Die meisten Mitarbeiter bei Amazon sind befristet eingestellt. Die steiken natürlich nicht, weil sie Angst haben das ihnen in dem Fall Amazon nicht wieder den Vertrag verlängert. Davon auszugehen, dass die deswegen mit den Arbeitsbedingungen bei Amazon zufrieden sind, ist sehr weit hergeholt.
 
@klarso: Nöö, Die 2000 in Leipzig sind keine befristeten.

Des weiteren stelle ich mal die Frage wie viele Arbeitnehmer im Einzelhandel in Deutschland überhaupt die 9,55€ von Amazon bekommen. Ich denke da gibt es mehr Leute die weniger bekommen als den "deutlich höheren Tarif des Einzelhandels". Nur weil es irgendwo Tarifverträge gibt, muss der nicht auch gezahlt werden. Da wird es mehr als genug geben die gerade mal den Mindestlohn von 8,50€ bekommen.
 
@wieselding: Stimmt leider.

Aber nur weil ein "Nachbar" ein Verbrecher ist, ist das keine Entschuldigung selbst einer zu werden.

Ach hingt der Vergleich, wenn ein Einzelhändler seine 3, 4 oder 5 Angestellten untertariflich bezahlt, und ein Unternehmen wie Amazon das Zehntausendfach macht!
insbesondere weil es in der Umgebung kaum Alternative Arbeitsplätze gibt.
 
Habe das gestern schon im Heise-Forum gelesen und viele Kommentare dazu, die zu meiner Meinung tendieren.
Zusammengefasst ergibt sich mir auch nach diesem abermaligem Säbelrasseln folgendes Bild:

Verdi kriecht immer an Feiertagen aus den Löchern um Angst bei uninformierten zu schüren, und bedient sich frech an der Strategie der Massenmedien und versucht diese auch, vor Ihren Karren zu spannen.

Keiner nennt die %-Zahlen der aktiv Streikenden.

Viele berichten, daß 50% der Pakete schon aus Polen kommen. Das Massenmedium geht darauf nicht ein.

Viele berichten, daß das Weihnachtsgeschäft reibungslos lief. Das Massenmedium geht darauf auch nicht ein.

Mein Lieblingskommentar war der, den Konsumterror an den Feiertagen, welcher von den Medien, die sowieso vor den Karren der Werbeindustrie gespannt ist, gänzlich zu ignorieren.

Oder:
Wenn mich die Arbeitsagentur zu amazon steckt, da ich sonst keine Kohle mehr zu erwarten habe, dann bin ich eine ungelernte Kraft (egal wie qualifiziert in anderen Bereichen) als Paketbauer und Paketzukleber, für ein Einstiegsgehalt der über dem tariflichen Paketzukleberlohn liegt.
 
@Candlebox: Besonders lustig finde ich daß Verdi immer darauf rumreitet daß Paketpacker bei Amazon zu wenig verdienen und gefälligst im falschen Tarif für Einzel- und Versandhandel einzustufen seien, anstatt sich dafür einzusetzen daß Logistiker mehr Geld bekommen.
Ich frage mich welche Gewerkschaft die armen Logistiker angeblich vertritt und so im Stich läßt...
 
@Johnny Cache: Hier der Gag. Damit sich die Einzelgerwerkschaften nicht gegenseitig die Butter vom Brot nehmen, haben die den "Markt" aufgeteilt. Für den Bereich "Postdienste, Speditionen und Logistik" ist ver.di zuständig. Das führte mit der IG Metall mal zu einem Streit, denn die hatte im September letzten Jahres mit Airbus verhandelt und für die Firma Stute (ein Logistiker deren einziger Kunde Airbus ist) einen Haustarifvertrag durchgesetzt (150€ mehr Lohn, mehr Urlaub, dezent bessere Übernahmebedingungen für Zeitarbeiter). Dooferweise ist Stute eine Tochterfirma vom Logistikkonzern Kühne + Nagel, somit hat also die IG Metall im ver.di-Gebiet "gewildert", meint zumindest ver.di. Ein DGB-Schiedgericht soll wohl vermitteln.
 
@ElDaRoN: Ja genau, sie sind auch für Logistiker zuständig. Jetzt hast du den Witz verstanden.
Wie verarscht müssen sich andere Logistiker vorkommen wenn ihre eigene Gewerkschaft nicht für sie, sondern ausschließlich für die Logistiker bei Amazon kämpft?
 
@Johnny Cache: Ach, ist schon spät, muss bald ins Bett. ^^ Es müsste ein Emoticon für ein schelmisches Grinsen geben, welches du hinter deinem letzten Satz im Ausgangspost hättest setzen können, dann hätte ich es gleich gecheckt...
Wie dem auch sei, ist vermutlich zu aufwendig für ver.di, denn dann müssten die mit ganz vielen großen Parteien verhandeln und ob ein Streik für die komplette Logistikbranche möglich wäre ist auch ungewiss, da könte evtl. ein Gericht eingreifen, wenn das Ausmaß des wirtschaftlichen Schadens zu groß ist.
 
@Johnny Cache: Andere Logistiker haben vielleicht einen tarifvertrag?
 
@iPeople: Ja, so wie ich das verstanden habe haben sie den selben wie den an den sich Amazon anlehnt, aber nur zahlen sie nicht zwingend darüber, so wie es Amazon das tut.
 
@Johnny Cache: Ein Tarifvertrag beinhaltet mehr als die Lohnhöhe. Mich würde interessieren, was drin steht und was Amazon dabei umgeht, weil sie ihn nicht einsetzen. Manchmal ist weniger als Lohn bekommen durch etliche andere Vorzüge ausgegelichen. Geld allein macht nicht glücklich.
 
@iPeople: Ohne einen entsprechenden Vertrag sind sie lediglich durch die gesetzlichen Vorgaben beschränkt, während ihnen ein Tarifvertrag noch weitere Regulierungen auf's Auge drückt, welche meist nicht im Sinne des Arbeitgebers sind und manchmal sogar die Arbeitnehmer stört.
Mich haben z.B. schon immer die für mich unnötigen Pausen gestört, welche oft den Arbeitsfluß stören und mich eine ganze Stunde wertvoller Freizeit kosten. Aber es ist nun mal eine Vorschrift an die ich mich zu halten hatte.
 
@Johnny Cache: Du arbeitest sicherlich auch nicht in einem Lager. Und haben es die anderen Arbeitnehmer bei Dir auch so gesehen? Und warum soll immer alles im Sinne der Arbeitgeber sein?
 
@iPeople: Das ist richtig, allerdings wäre es einfach nett wenn man die Wahl hätte. Bei einigen Kollegen hatte ich immer Schwierigkeiten festzustellen ob sie gerade arbeiten oder eine Pause machen, was nicht wirklich für sie gesprochen hat. ;)
Als jemand der das ganze Thema auch schon mal aus Sicht des Arbeitgebers sehen durfte, kann ich mit Bestimmtheit sagen daß es von da unten ganz anders aussieht als von dort oben. Da schränken einen schon die normalen Vorschriften mehr als genug ein.
 
@Johnny Cache:

Es steht Dir frei, Deinem Arbeitgeber den Vorschlag zu unterbreiten, am Tarifvertragund Arbeitszeitgesetz vorbei Deinen Dienst zu verrichten.

Was schränkt dfen Arbeitgeber ein? Die Schichtlänge? Pausenregelung? Dass der Arbeitnehmer nicht absolute Verfügungsmasse ist?
 
@Johnny Cache: Warum wird der Aufpacker bei Aldi nach Einzelhandlestarif, Unterpunkt "Lagerarbeiter" bezahlt? Es geht um die Sparte, in der das Unternehmen tätig ist. Und Amazon ist per Definition ein Händler (mit angeschlossenem Logistikbereich, qwelcher im Einzelhandelstarifvertrag berücksichtig ist).
 
@iPeople: Und gehören die Logistiker bei Aldi zu Aldi oder zu einer anderen Firma, so wie im fall von Amazon der Amazon Logistik GmbH? Und die Sparte dieser Logistik GmbH ist nun mal ausschließlich Logistik.
Genau so habe ich damals in einer Vertriebs-GmbH gearbeitet, welche zwar Produkte aus der Metall-Branche vertrieben hat, aber unser Geschäft war nun mal ausschließlich der Vertrieb. Wir hätten natürlich stattdessen auch Kekse verkaufen können, schließlich waren wir eine eigenständige Firma, aber die hätte von uns wahrscheinlich niemand haben wollen. ;)
 
@Johnny Cache: Im Prinzip ärgert mich nur, dass sich Amazon generell gegen einen tarifvertrag sträubt.
 
@iPeople: Diesen Fetisch mit Tarifen habe ich noch nie wirklich verstanden. Amazon Logistik bezahlt besser als andere Firmen die nach Tarif bezahlen und sind dennoch die Bösen?
Und wenn wir schon dabei sind, die Tatsache daß man ein anderes Produkt verfrachtet sollte doch keinerlei Einfluß auf die Bezahlung haben, schließlich ist die Arbeit die gleiche. Was einen Unterschied machen sollte ist die Leistung des einzelnen Mitarbeiteres, etwas daß meiner Meinung viel zu wenig Beachtung findet.
 
@Johnny Cache: Nochmal: Ein tarifvertrag enthält mehr als nur die Höhe der Lohnzahlung. Ein Tarifvertrag dient der Rechtssicherheit beider Seiten.
 
Alle feuern. Streiken für x% mehr Lohn und drücken dafür y% an die Gewerkschaft ab. Da kommt doch eh kaum ein + raus - aber alle anderen dürfen dafür draufzahlen.
Und die ganzen die meinen, das sie dann woanders bestellen: machts doch, wenn ihr soviel Geld habt.
 
Verstehe nicht, warum sich Amazon gegen jegelichen Tarifvertrag sträubt.
 
@iPeople: Machen die doch gar nicht. Die haben ja einen Tarifvertrag. Nur eben nicht den, den Verdi gern hätte.
 
@wieselding: Amazon hat keinen Tarifvertrag.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/streit-um-tarifvertrag-wieder-streik-bei-amazon-13231635.html

"Amazon dagegen nimmt die Vereinbarungen der Logistikbranche als Maßstab, in der weniger bezahlt wird. "
Sie nehmen etwas als Maßstab. Das ist weit davon entfernt, einen unterschriebenen tarifvertrag zu haben.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/forderung-nach-tarifvertraegen-amazon-mitarbeiter-in-bad-hersfeld-streiken-den-dritten-tag-in-folge-1.1727209

"Es kann nicht hingenommen werden, dass Amazon sich dadurch Wettbewerbsvorteile erschleicht, dass es keine Tarifverträge anwendet"

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/amazon-streik-wir-sind-hier-nicht-in-texas/8360020.html

"Das US-Unternehmen lehnt diese Forderungen ab und orientiert sich nach eigener Darstellung an der Bezahlung in der Logistikbranche. "
 
@iPeople: Und trotzdem zahlen sie nach Tarif. Es gibt kein Gesetz was einen Arbeitgeber dazu zwingt Tarifverträge zu vereinbaren. Es gibt lediglich das Gesetz dass angemessen bezahlt werden muss. Und das liegt bei mindestens 8,50€ und Amazon liegt da noch 1,05€ drüber. Man kann Amazon ja vieles vorwerfen, aber sicher nicht dass die Unterirdisch bezahlen.
 
@wieselding: Tarifverträge enthalten mehr als nur die Höhe der Bezahlung, darum gehts.
 
@iPeople: Jup und deswegen beschweren sich weniger als 10% über die grausame Sklavenarbeit bei ihrem Arbeitgeber.
 
@wieselding: Warum nur 10% streiken, kann viele Ursachen haben. Es gibt mehr als schwarz und weiß. Wieviele regen sich auf oder sind unzufrieden mit ihrem Job und treten trotzdem keiner Gewerkschaft bei? Sorry, aber das ist mir zu einfach betrachtet. Und darum zu meiner Ausgangsfrage zurück: Warum sträubt sich Amazon vehement gegen einen tarifvertrag, welchen auch immer?
 
@wieselding: Es sind ja gar nicht nur 10%. 1. Ist nicht jeder, der nicht streikt zufrieden. 2. ist deine Rechnung falsch. Du kannst nicht 150 Streikende an einem einzigen Tag der Gesamtbelegschaft gegenüberstellen. Von den 2000 sind 15-25% krank, nochmal ~10% im Urlaub. Nochmal hunderte zu einer anderen Schicht eingeteilt usw. In Leipzig streikt in der Regel etwa ein Drittel der Schicht, wenn sich das nicht verändert hat.
 
@DerFisch: Also wenn von 2000 Leuten 25% krank sind und 10% im Urlaub, dann reden wir über 700 von 2000 Leuten die Dauerhaft fehlen. Da passt irgendwas an deiner Berechnung nicht
 
@wieselding: Ich dachte es wäre offensichtlich dass meine Prozentangaben nicht exakt sind. Es gibt noch genug andere Gründe (5-Tage-Woche bei 6 Tagen Betrieb, Ausfall wegen Mutterschutz etc. etc.) Ich wollte nur deutlich machen, dass deine Methode "150 gegen 1850" falsch ist. Dass ein Drittel der Schicht draußen bleibt, stand in zwei Reportagen zu dem Thema (leider nicht online verfügbar), in denen der Autor tatsächlich vor Ort war und es beobachtet hat. Bei einem gewerkscahftlichen Organisationsgrad von insgesamt ~33% (An manchen Standorten auch 50%) kann man davon auch ausgehen.
 
@DerFisch: Also ein Krankenstand von 10-15% spricht deutlich Bände, oder? Marktüblich sin 4-6%.
 
Also ich habe bisher noch nix von den Streiks mitbekommen. Habe immer fleißig bestellt usw. Zumindest als Logistiker versteht Amazon seine Sache gut.

Was ist für mich Logistik:
- Pakete verpacken/entpacken, sortieren, usw.
- Pakete von A über B nach C zu transportieren, alles drumherum zu koordinieren (eben die Logistik)
- Verwaltung von Lagern

Was ist für mich Einzelhandel:
- einzelne (!) Waren von verschiedenen (!) Anbietern gezielt kaufen zu können
- die Ware wird eingeschränkt angeboten, da oft vorgefiltert, mit Werbung, Angebote, usw.

Jetzt kann man das auf zweierlei Weisen betrachten.

1) Von Außen betrachtet sieht Amazon so aus, als ob es ein Geschäft (nur eine einzige Internetadresse) wäre, wo man halt seine Waren einkaufen kann. So sieht es Verdi auch. Amazon ist der Internetladen, zwischen Anbieter und privater Kundschaft.

2) Von Innen betrachtet gibt es kein solches Geschäft. Die Mitarbeiter müssen Lager verwalten, Pakete je nach Bestellung zusammenstellen, dann müssen die Pakete die richtigen Aufkleber bekommen und sie müssen transportiert werden (was dann die normale Post übernimmt).

Nach reichlicher Überlegung tendiere ich in Richtung Logistiker. Denn wenn ich ein Taxi-Unternehmen beauftragen würde mir was bei Penny zu kaufen, würde er das tun, was Amazon-Mitarbieter tun: vom Regal xyz, Ware abc, def und ghi nehmen und in die Tüte oder Karton stecken und es mir dann vorbei bringen. Ist dann der Taxifahrer ein Einzelkaufman oder ein Postbote?

Das ist so mein Gefühl. Aber die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen. Also dass Amazon sowohl Logistiker ist als auch Einzelhandel. Was wäre eigentlich, wenn z.B. Penny die DHL aufkaufen würde? Dieses neue PennyDHL, wäre das jetzt Einzelhandel oder Logistik? Vermutlich so ungefähr ist Amazon jetzt. Man könnte es also theoretisch in beide Typen aufspalten.
 
@NewsLeser:
"
- Pakete verpacken/entpacken, sortieren, usw.
- Pakete von A über B nach C zu transportieren, alles drumherum zu koordinieren (eben die Logistik)
- Verwaltung von Lagern"

Ist bei Amazon zwangsweise eine Folge von:

"- einzelne (!) Waren von verschiedenen (!) Anbietern gezielt kaufen zu können"

Amazon ist Einzelhändler mit Versand.
 
man muß 2 dinge sehen:

1. verdi ist unredlich, da sie nur einen kleinen teil der belegschaft vertritt (etwa 30%)

2. ich als unternehmer hätte den standort geschlossen...oder mitglieder von verdi schnellstmöglich entlassen/ersetzt.

3. wenn anazon wirklich ungerechtfertigte verträge mit arbeitern machen würde...warum klagt verdi nicht?

4. verdi intressierert die arbeiter letztendlich nicht...sondern deren vorstand will macht und einfluss,
oder besteht der vorstand aus menschen die keinen schulabschluss haben?...da man von solchen menschen so ein denken erwarten kann.

einzelhändler ist man nach den regeln/gesetz erst, wenn endkunden direkt im geschäft waren kaufen können...was bei amazon ausgeschlossen ist.
 
@MtX: Ich stimme dir voll und ganz zu! Einfach dieses sinnlose Pack entlassen. Gefolgt von den Leuten der Deutschen Bahn...Zu 3 noch: Wieso klagen/kündigen die Arbeiter nicht? So schlimm ist es dann anscheinend doch nicht. Das ist m.E. nur sinnlose Geldmacherei von den Verdi, wie du bereits angedeutet hast, scheren die sich nen Dreck um die Arbeiter.
 
@iFroyo: Noch so einer, der nicht realisiert, dass eine Gewerkschaft eine Interessengemeinschaft der Arbeinehmer ist. Und Arbeitnehmer, die ihr Recht wahrnehmen, als sinnloses Pack zu betiteln, zeigt deutlich Deine geistige Reife
 
@iPeople: "Interessengemeinschaft der Arbeinehmer". jetzt hör aber auf, das sollten sie sein und waren sie mal. die Betonung liegt bei "sollten" und "waren".
 
@Greengoose: Was bringt Dich zu dieser absurden Annahme? Gehörst Du zu denen, die jammern, weil ANDERE nichts machen? Gewerkschaften sind Mitmachorganisationen. Warten, dass einer kommt und das Zepter in die Hand nimmt, ist nicht im Sinne dessen.
 
@MtX:

zu 1. Verdi vertritt seine Mitglieder und keine Belegschaft einer Firma.

zu 2. Du kannst den Standort schließen. Mit dem Kündigungsgrund "Streik" dürfte sich jeder Anwalt für Arbeitsrecht ins Fäustchen lachen. Der Prozess vorm Arbeitsgericht würde keine 10 min dauern.

zu 3. Wer behauptet, das Amazon "ungerechtfertigte Verträge" macht? es geht um einen tarifvertrag. Amazon hat keinen bzw wendet keinen an. Darum geht es.

zu 4. Welche Macht und Einfluss haben wollen sie denn?

Und zu guter Letzt: Wenn Du schon keine Ahnung hast, solltest Du das nicht auch noch ungeneiert ausposaunen.

Definition Einzhändler:
"Jede Organisation, die an den Konsumenten verkauft, zählt zum Einzelhandel. "

Auch "Quelle" zählt als Einzelhändler. Es schließt den Handel per Versand nämlich mit ein, Du Genie.

http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/einzelhandel/einzelhandel.htm

Da Du geschrieben hast "einzelhändler ist man nach den regeln/gesetz erst,... " Würde mich das Gesetz interessieren, in dem das festgelegt ist.

So, und jetzt Du.
 
@MtX: Wow, du hast nicht einen einzigen richtigen Satz geschrieben. Respekt. "Man muß (sic) 2 dinge sehen" und dann zählst du 4 Punkte auf.

1. Was ist daran unredlich? Gewerkschaften verhandeln Tarifverträge für ihre Mitglieder. Niemand zwingt die anderen den höheren Lohn anzunehmen. Die dürfen gerne drauf verzichten.

2. Deshalb bist du kein Unternehmer, weil du dich nicht mit Arbeits- und Grundrechten auskennst. Du kannst in Betrieben nicht einfach Leute feuern, weil dir deren Meinung nicht passt, oder weil sie ihre Grundrechte ausüben.

3. Klagen kann man nur wenn Verträge illegal sind, also gegen Gesetze verstoßen. Schlechte Bezahlung und schlechte Arbeitsbedingungen sind nicht prinzipiell verboten. Trotzdem darf und sollte man dagegen vorgehen.

4. Was hat jetzt der ver.di-Vorstand damit zu tun? Die Tarifforderung kommt von Amazon-Beschäftigten selbst, die in ver.di organisiert sind.

Es gibt kein Gesetz, dass festlegt, wer Einzelhändler ist. Und die Definition von Einzelhandel hat nichts damit zu tun, ob man nun in ein Geschäft geht oder sich die gekaufte Ware per Post zusenden lässt. Einzelhändler sind Unternehmen, die Waren an Endkunden verkaufen. Ob im Geschäft, über Internet, Telefon oder Katalog spielt keine Rolle.
 
Streiken ist so unnötig....Die unterschreiben einen Vertrag mit entsprechende Stunden und einem entsprechenden Lohn...Wenn es denen nicht passt dann können die doch einfach kündigen. So sinnlos alles.
 
@iFroyo: Du weißt, was in den Arbeitsverträgen der Leute bei Amazon drin steht? Lass mal hören.
 
@iPeople: Nein tue ich nicht. Aber die Arbeiter, VOR dem Unterschreiben
 
@iFroyo: Dann weißt Du auch nicht, ob das in den Verträgen von Amazon drin steht. Soviel dazu.
 
@iPeople: Das ist auch irrelevant was dadrin steht. Bricht der Arbeitgeber den Vertrag seinerseits, muss der Arbeitnehmer dagegen vorgehen und nicht die Gewerkschaft. Hier geht es aber um gerechtere Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen. Prinzipiell sehe ich das aber auch so... wem was nicht passt soll sich was neues suchen. Solange man überhaupt einen Job hat, hat man auch keinen Zeitdruck und kann sich in Ruhe umsehen.
 
@McClane: Du hast den Zusammenhang nicht verstanden. Ihm ging es darum, dass ja die Lohnhöhe im Arbeitsvertrag steht. Das weiß er aber nicht, genau wie ich es nicht weiß. Die Gewerkschaft geht auch gar nicht gegen Arbeitsverträge vor, sondern möchte für seine Mitglieder einen tarifvertrag mit Amazon abschließen. Das ist ein himmelweiter Unterschied, den einige hier offenbar nicht verstehen.
 
@iFroyo:
Nur mal so ein völlig "irrer" Gedanke!

Hast Du schonmal von dem Wort Inflation gehört?
 
@iFroyo: Und du weißt auch, dass es ein Grundrecht ist, seine Arbeitsverträge kollektiv zu verhandeln, d.h. gemeinsam in einer Gewerkschaft?
 
Hat so ein Streik Amazon eigentlich bisher WIRKLICH so geschadet das sie es gespürt haben? Ich denke nicht... ein Kampf gegen Windmühlen. Zumindest solange bis sich ein Gericht damit auseinandergesetzt hat was Amazon ist oder nicht ist.
 
@McClane: Für Tarifforderungen sind Gerichte nicht zuständig. Nein, der Druck war bisher wohl nicht groß genug, auch weil sich die Organisierung recht mühsam gestaltet (Gründe: Strukturschwache Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit, viele Befristungen, Drohung mit Outsourcing, einige Standorte sind noch recht "jung"). Die Zahl der Streikenden ist aber kontinuierlich gewachsen auf zuletzt knapp 2.500 vor Weihnachten.
 
@DerFisch: Mit gerichtlicher Klärung meine ich, dass festgelegt wird WAS Amazon ist (Amazon und Verdi widersprechen sich da ja) und ob/welche Tariflöhne daher verbindlich zu zahlen sind. Somit könnte Amazon hergehen und sagen das das Streikrecht mit den dargestellten Grundlagen nicht zusteht und das gerichtlich klären lässt damit die streikerei ein Ende hat.
 
@McClane: Ein Gericht kann da gar nichts klären, höchstens ein Schlichter.
 
@McClane: Nochmal: Über Tarife entscheiden Gerichte nicht. Es gibt auch keinerlei verbdinlichen Tariflöhne, sondern die sind immer das Ergebnis von Verhandlungen oder Arbeitskämpfen. Wenn die Amazon-Mitarbeiter nicht streiken dürfte, hätte Amazon das längst vor Gericht durchgefochten.
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