ResearchKit & Health: Apple sammelt jetzt Daten für die Wissenschaft

Mit der Veröffentlichung von iOS 8.2 hat Apple nicht nur für die Apple Watch neue Funktionen für den Gesundheits-Bereich vorgestellt: Das iPhone wird jetzt mit dem neuen ResearchKit, das in Kürze in den USA verfügbar sein wird, auch zum Diagnose- und ... mehr... Apple, Iphone, iOS, ResearchKit Bildquelle: Apple Apple, Iphone, iOS, ResearchKit Apple, Iphone, iOS, ResearchKit Apple

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Wieso steht eigentlich noch nirgends, dass IOS 8.2 released wurde...?
 
@RollinCHK: Steht doch oben im Text :)
 
@RollinCHK: Steht ja schon mal im ersten Satz ;) Ein separater Artikel folgt, mein Update läuft noch!
 
In meinen Augen ein sehr cooles System. Jetzt darf man gespannt sein, wie es sich im Vergleich zu Microsoft Health schlagen wird. Von letzterem hört man ja nicht mehr viel und wie ich Apple kenne, werden sie ihr System ordentlich pushen und sich so wahrscheinlich durchsetzen.

Aber immerhin haben beide wohl ein offenes System im Sinn.
 
@HeadCrash: Die Tools sind wohl Open Source. Die Datenbasis bekommen nur autorisierte Kunden, also ist das System wohl eher nicht offen.
 
@floerido: Na, dass die Daten nicht offen sind, ist ja wohl selbstverständlich und wäre mit so ziemlich keinem Datenschutzgesetz der Welt vereinbar.

Es ging mir eher darum, dass beide Systeme einen offenen Zugang haben.
 
@HeadCrash: Dann haben wir beide eine andere Auffassung von offenen Systemen.
Genau die Kontrolle macht den Zugang meiner Meinung nach nicht offen. Vor der Information steht eine Firma, die entscheiden ob du die Daten bekommst oder nicht.
 
@floerido: Was wäre denn die Alternative? Öffentlichen Zugang zu medizischen Daten von allen Menschen, die es nutzen?
 
@floerido: Also so wie ich das verstehe, werden die Daten ja nicht einfach gesammelt und dann selektiv denen zur Verfügung gestellt, die dafür bezahlen. So wurde es auf dem Event nicht beschrieben und so würde Apple auch wiederum gegen jede Menge Datenschutzgesetze verstoßen.

Stattdessen kann man sich als Anbieter einer Studie anmelden, die Studie über das HealthKit erstellen und dann die im Rahmen der Studie gesammelten Daten abrufen. Also quasi eine Art 1-zu-1-Beziehung zwischen Daten und Studie, kein großer Datentopf, aus dem selektiv Daten herausgepickt werden.

Und offen bedeutet nicht kostenfrei. Solange quasi jeder die Möglichkeit bekäme, solche Studien anzufordern (und natürlich dafür zu zahlen, dass er die Apple-Infrastruktur nutzt), solange halte ich das System für offen. Dass dann evtl. noch rechtliche Beschränkungen von Apple überprüft werden, halte ich nur für richtig. Für jemanden, der ernsthaft eine Studie damit durchführt, sollte es ja kein Problem sein, zu belegen, dass er mit den Daten kein Schindluder treibt.
 
@Draco2007: Eine Alternative wäre vielleicht, die Daten gar nicht zu erheben?
 
@floerido: Wieso nicht die Möglichkeit nutzen?

Weißt du wie teuer es wäre für jede medizinische Studie selbst die Geräte finanzieren zu müssen?

Das Prinzip ist doch an sich optimal. Eine medizinische Studie wird angemeldet und bekommt für den Zeitraum die Daten von den Menschen, die bei der medizinischen Studie teilnehmen wollen. Das ganze unkompliziert, sowohl für die Mediziner als auch für die Probanden, da die ihre Daten ja schon länger aufzeichnen.
 
@HeadCrash: Du darfst nicht unbedingt vom deutschen Datenschutzgesetz ausgehen und nicht vergessen, dass die Regierung gerade versucht dieses ganz schön aufzuweichen.

Apple hatte übrigens auch schon mal mit dem "Bug" in dem Lokalisierungsdienst gegen den Datenschutz verstoßen.

Wie gut Apple-Software ist, kann man zB. auch am "Folder-Bug" feststellen. Da wird nur beim Ablegen eines Ordner auf einen Ordner verhindert, dass man einen Ordner in den Ordner integrieren kann. Diese Sicherung ist aber zu umgehen, indem man beim öffnen des einen Ordners den anderen Ordner hereinzieht. Es wird also nicht von der Software abgefangen ob ein Ordner im Ordner ist, sondern nur unsauber genau der Zeitpunkt beim "übergeben" unterdrückt, halt eine typische Frickellösung.

Von so einem Unternehmen soll man sicheren Umgang mit Gesundheitsdaten erwarten?
 
@floerido: Tja, das ist ein grundsätzliches Problem. Aber ich habe schon öfter geschrieben, dass blindes Misstrauen uns auch nicht weiterbringt. Ein gewisses Vertrauen muss man solchen Dienstleistern entgegenbringen, wenn man nicht grundsätzlich auf moderne Dienste verzichten will. Es weiß im Grunde auch niemand, ob Kreditkartenunternehmen die Daten vertrauenswürdig behandeln, oder ob der Hausarzt nicht hinter unserem Rücken über uns spricht.

Der Dienst als solches wird dadurch aber nicht schlechter. Die Idee, die Durchführung von Studien zu vereinfachen, halte ich für grundsätzlich richtig. Denn letztlich hilft es uns ja weiter. Und ehrlich gesagt vertraue ich da Unternehmen wie Apple und Microsoft mehr als unseren Regierungen.
 
"Die Daten werden nur an die autorisierten Studienanbieter versendet,.." Also nur an die Anbieter, die Apple genügend für ihre Datensammlung zahlen. Und dann soll noch einer behaupten Apple wäre keine Datenkrake und würde nicht Handel mit den Nutzerdaten treiben.
 
@floerido: Schuldig bis die Unschuld bewiesen ist, was nicht möglich ist?
 
@floerido: Also bei Dir heißt "autorisiert", wenn man Dir eine gewisse Summe bezahlt? Ich hoffe, Du bist kein leitender Angestellter.
 
"... mit dem neue vorgestellten ResearchKit (Open Source) können Kliniken und Forschungszentren die Apple Gesundheitsdaten für wissenschaftliche Studien verwenden."

War nicht letztens hier irgendwas zu lesen, wonach der größte Teil dessen was Apple an Daten für Health mit der Uhr sammeln wollte nun gar nicht kommt, weil die Sensorik nicht so funktionierte wie Apple sich das vorgestellt hatte?

Selbst wenn sie es bei der Apple Watch 2 einigermaßen hinbekommen, kann ich mir nur SEHR schwer vorstellen, dass da Daten bei rauskommen, auf deren Basis man wissenschaftliche Forschung betreiben sollte!?

Ich mein, für einen Freizeitsportler ist die Genauigkeit der Pulsmessung z.B. nicht so entscheident, aber für ne Diagnose, bzw. für Forschungszwecke?
Also ich weiß ja nicht!?

Da muß ich dann auch ein wenig an den Instituten zweifeln, die an solchen Daten überhaupt interessiert sind.

Vom Datenschutz wollen wir da lieber gar nicht erst anfangen!!!
Egal was für Versprechungen da diesbezüglich gemacht werden!
Was von denen zu halten ist, sollte inzwischen den Meisten bekannt sein.
 
@OPKosh: Die Apple Watch spielt hier erstmal überhaupt keine Rolle. Sensoren (Blutzuckermessgerät, Blutdruckmesser, EKG ect) von externen Firmen oder auch Geräte von Kliniken selbst können ihre Daten z.B. via iPod Touch in Health einspeisen und die werden wohl oder übel halbwegs korrekt sein müssen.
 
Der neue Mia. Markt wird schrittweise eröffnet. Wenn sie bald so etabliert sind wie Siemens & Co. dann kann dies über mehrere Jahrzehnte ein geldsicheres Standbein sein.
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