Maxis-Insider: Warum EA das SimCity-Studio geschlossen hat

Gestern wurde bekannt, dass Electronic Arts den Hauptstandort des legendären Entwicklers Maxis schließt. Das von Will Wright mitbegründete Studio bleibt zwar als Marke erhalten, viel mehr als Die Sims wird aber von Maxis wohl nicht übrigbleiben. mehr... Simcity, Maxis, Simcity 5 Bildquelle: simcity.com Simcity, Maxis, Simcity 5 Simcity, Maxis, Simcity 5 simcity.com

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Bei der Sch**** die EA mit Sim City produziert hat ist es kein Wunder, dass es kein Geld einbringt.
 
@xerex.exe: ist ähnlich wie bei japanischen Unternehmen. der ganz oben diktiert etwas und dann darf keiner mehr dran rütteln, egal, wieviel Kritik bzw. egal wie Alt und schlecht sich der Kerl auskennt, eine einmal getroffene Entscheidung steht. Man sieht, wozu das geführt hat, sei es Nintendo oder SimCity, wenn man erfolgreich sein will muss man auf alle und auf die Community hören, um zu sehen, was die wollen, so ein Alleingang ist einfach nur veraltet und "bringt kein Geld ein"
 
@Cherub1m: Nintendo?
 
@Zanlan: verpatzte Gelegenheit bei Sony
 
@tann: Das ist wie viele Jahre her? Schlechte Entscheidungen werden immer mal getroffen. Denke er spielt eher auf die Wii-Reihe an...
 
Auch wenn der Kerl am Ende noch etwas für EA über hat.. es ist ein Sauladen!
Gerade weil sie mehr Geld haben, sollte es möglich sein etwas mehr Luft zu haben um bessere Sachen auf den Markt zu bringen. Die Geldgier allein hält kein Schiff über Wasser.
Selbst die obersten bei EA müssen doch irgendwann mal merken dass es nichts bringt alles auszusaugen und dann in den Müll zu werfen.
Hoffentlich gibt es irgendwann keine Spieleschmiede mehr die sich mit EA zusammentut!
 
@Aaron 86: nach mir die Sinnflut, es gibt kaum noch Manager die sich Gedanken darüber machen ob ihre Entscheidungen nicht evtl das aus für die Firma in 15 Jahren bedeutet, Hauptsache die haben jetzt viel Geld...
 
Bleibt zu hoffen, dass EA als Gesamtkonzern mal richtig auf die Fresse fällt.
Sie geben vorgaben, an die sich ein kleineres Entwicklerstudio zu halten hat welches evt. die Änderungen (größere Städte) gerne mit eingebracht hätte. Dies wird von EA nicht erlaubt und bringt natürlich Unmut bei den Kunden und weniger Geld für EA. Aber natürlich ist Maxis schuld, die haben es ja programmiert und nicht genügend Einnahmen generiert. Heißt EA macht fehler, gibt einem Studio dafür die Verantwortung und schließt es mal kurzerhand? Na dann gute nacht.
 
Vielleicht sollte man lieber EA dicht machen und damit unzählige Studios retten, weil die dann nicht mehr zu voreiligen Releases gezwungen werden, wo außer der DRM-Grütze nichts richtig funktioniert...

FU EA
 
@starship: Ohne EA wären die Studios nur schon viel früher Pleite gegangen oder hätten sich halt an Ubisoft oder andere verkauft. Die Leute denken immer ohne Aufkäufe würden alle Studios unendlich lang nur legendäre Spiele releasen... . Aber es hat Gründe warum sie sich aufkaufen lassen. Kein Unternehmen lässt sich kaufen weil es sich davon was tolles verspricht (außer Geld für den Vorstand oder Rettung vor einer bevorstehenden Insolvenz). So war das auch bei Maxis, Westwood und Co.
 
@lutschboy: Guter Punkt. Aber: ohne EA würde es viele traditionsreiche Studios mit Sicherheit noch geben. Wenn Publisher XYZ seine Sklaven-Studios nötigt, unfertige Spiele rauszugeben, dann spricht sich das rum und die Leute kaufen den Müll dann natürlich nicht. Und das ist gut so. Blöd ist nur, daß zB EA nicht einsehen will, daß sie es selber durch ihren Druck auf die Studios vermasselt haben. Es ist halt einfacher, den schwarzen Peter den Studios in die Schuhe zu schieben und sie dann dicht zu machen...

Solange es geldgeile Publisher wie EA gibt, werden die Studios die sich von denen schlucken lassen mit absoluter Sicherheit daran zugrunde gehen.

Am Beispiel Westwood war das schön zu beobachten. Westwood hatte zB mit Command & Conquer ein richtig geiles Spiel im Portfolio. EA sieht das, wittert fette Beute, kauft Westwood auf, diktiert denen die Regeln und schreibt ihnen vor wie das nächste Spiel auszusehen hat, und et voila: C&C war nicht mehr das was es mal war, die Fans waren vergrault und was dann aus Westwood geworden ist, wissen wir. Viele weitere folgten...

Ich warte lieber ein halbes Jahr länger auf Spiel XY und erhalte dafür eine Version, die ich nicht erst wochenlang über einen Patchparcours quälen muß bevor ich sie einigermaßen frustfrei spielen kann, bevor ich auch nur einen müden Cent für irgendwas ausgebe, wo EA oder Ubisoft dransteht. Die Erfahrung der letzten Jahre hat immer wieder gezeigt, daß grad im Fall EA und Ubi diese Pauschalisierung keineswegs falsch ist.

Daß ich auch um einige andere Publisher einen Bogen mache und aus Prinzip alles meide, was mich als ehrlichen Käufer meint gängeln zu müssen, ist eine andere Geschichte. Ich seh's zB absolut nicht ein, warum ich mir für irgendein Spiel noch zusätzlichen Datenmüll ala Steam und Co installieren soll. Onlinevertrieb, online Aktivierung und herunterladbare Patches/Inhalte hat es auch vor Steam, Origin und wie sie alle heißen schon gegeben. Lieber verzichte ich in dem Fall völlig, als einem dummen Hype zum Opfer zu fallen. Und Onlinezwang für ein Einzelspielerspiel? Guter Witz. So gute Marketingheinis KANN kein Unternehmen haben, daß man als geistig nicht völlig umnachtetes Individuum immer noch drauf reinfällt...

Aber das muß natürlich jeder für sich selbst entscheiden, wem er sein Geld in den Hals schiebt und wofür...
 
Die einen sagen, dass EA "schuld" hat, die anderen Maxis... die Wahrheit liegt wie immer irgendwo da zwischen. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass der Schund von SimCity in der Art und Weise wirklich auf Maxis's Mist gewachsen ist.... Man sieht doch auch wieder EA's Politik:

Hauptspiel teuer verkaufen - allerdings im Kern unbrauchbar - dann mit diversen Addons kostenpflichtig um den eigentlich zu erwartenden Umfang erweitern.

Diese Politik spiegelt sich auch auf andere Titel dieses Publishers wieder. Battlefield zum Beispiel.
 
@Stefan_der_held: Vor allem wenn man sieht wie gut Cities Skylines, Programmiert von ca. 15 Mann, läuft!!!
 
@Stefan_der_held: Lies die Interviews von Will Wright über das aktuelle SimCity und dann kannst du dir womöglich doch vorstellen, dass Maxis da nicht das Unschuldslamm ist ... ;) Um's vorweg zu nehmen: Will Wright hat Sim City und EA nach Release in den allerhöchsten Tönen gelobt mit Sätzen wie er hätte es nicht besser machen können und er sei total begeistert und bla.. insofern...
 
@lutschboy: ich sag/schrieb ja: Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen ;-) Jeder versucht jedem immer irgendwie den schwatten Peter zu zuschieben. Ist normal. Wobei die Geschäftspraktiken von EA auch nicht gerade unbekannt sind.
 
Eine Stadt-Simulation, in der man maximal ein Dorf erstellen kann, und für die man auch noch online sein muss, damit man das Spiel (das Spass machen soll) überhaupt spielen kann, ist einfach ein Reinfall. Das war vorprogrammiert.
 
Wenn die Sims 16x so viel Geld eingebracht haben, wie es gekostet hat, was ist denn dann mit dem ganzen Geld passiert ?
 
@Horstnotfound: Ja, diese Frage habe ich mir auch gestellt.

Ist das Geld in irgendeine Tasche gewandert? Korruption? Oder warum wurde das Geld nicht wieder investiert?

EA ist und bleibt ein Sauladen. Warum sich der Ex-Maxis Mitbegründer hier positiv bzw. verständlich zu der Aktion von EA zeigt, wirft nur noch weitere Fragen auf. Hat er womöglich eine üppige Ablöse bekommen und soll dafür seine Klappe halten?

Egal, ich habe schon seit Jahren keinen Titel mehr von EA gekauft und werde es auch in Zukunft nicht (mehr) tun.

Jetzt freue ich mich erst mal auf das Spiel "Cities: Skylines", welches am kommenden Dienstag erscheint. Wenn die bisherigen Videos und Berichte zu diesem Spiel (die ich gelesen bzw. angesehen habe) der Wahrheit entsprechen, dann wird dieses Spiel zum würdigen Nachfolger von SimCity 4 (Deluxe), welche ich auch heute noch Gelegentlich spiele. Läuft auch hervorragend auf meinem ArchLinux-Rechner (Stichwort: Wine).
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