Österreichische Mobilfunker: Roaming gut, Netzneutralität böse

Die USA haben erst vor kurzem Netzneutralität als Grundbedürfnis der Bürger festgeschrieben, dem war eine lange und heftige Auseinandersetzung der Lobbyisten in Washington vorausgegangen, diesen haben Netzaktivisten (glücklicherweise) für sich ... mehr... Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast Bildquelle: O2 in Deutschland / Flickr Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast, Funkmast, Handymast O2 in Deutschland / Flickr

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In den USA wurde nur deshalb Netzneutralität gesetzlich festgeschrieben, weil dort 4 Millionen Menschen aufgestanden sind, und ihre Volksvertreter per Telefon oder E-mail kontaktiert haben und Netzneutralität eingefordert haben.
Auch wir Menschen hier in Europa müssen das jetzt tun; ruft eure Abgeordneten an oder schreibt ihnen 'ne E-mail, in der ihr von ihnen einfordert, dass das Netzneutralitäts-Gesetz, das das EU-Parlament im Frühling letzten Jahres beschlossen hat, genau so bei den sogenannten Trilog-Verhandlungen gefälligst angenommen werden soll. Klickt einfach auf euer Land und dann macht allen Abgeordneten dort Feuer unter'm Hintern, dass sie es ja nicht wagen, den Alternativ-Gesetzesvorschlag des EU-Rats zu schlucken, oder einen Kompromiss aus beiden Entwürfen zu schlucken, weil alles anderes als der Gesetzesentwurf des EU-Parlaments vom 3. April 2014 ein Wegbereiter des 2-Klassen-Internets ist: http://www.europarl.europa.eu/meps/de/map.html
 
@dungeonlight: Jeder kann eine Petition an die Regierungen über avaaz.org starten!
 
@Romed: Der individuelle Austausch mit einem Abgeordneten ist wirksamer. Ich sprech' da aus Erfahrung. Stell' dir einfach mal vor, dass du Abgeordneter bist. Was bewegt dich mehr, irgend so 'ne virtuelle Klick-Orgie, oder eine individuelle E-mail oder ein Telefonat mit einem anderen Menschen, vielleicht sogar über 2 Wochen verteilt 4 Menschen zu ein und dem selben Thema?
 
@dungeonlight: Mag ja sein und ich kenne einige Abgeordnete in Österreich und hatte auch mit vielen zu einem anderen Thema Gespräche jedoch hören die sich immer alles interessiert an um dann Mitzuteilen dass sie nichts machen können!
 
Die Österreichischen Provider haben nur Angst um Ihre Einkünfte! Da Österreich ein Urlaubs und Transitland ist verdienen die Provider natürlich auch gut und wollen daher klarerweise nicht dass Ihnen die lukrativen Einnahmen entgehen!
Die Drohung die entfallenen Einnahmen wenn Roaming weg fällt auf die Kunden abzuwälzen ist jedoch ernst zu nehmen!
 
@Romed: das machen Sie sowieso . Mit oder ohne ...
 
@DanielS3: Stimmt sie sind ja auch die Erfinder der Internet Servicepauschale und Sim Pauschale!
 
@DanielS3: Der Witz ist doch: das haben sie ja schon längst gemacht. Wenn man die Tarife der Provider vergleicht, bezahlt man heute bis zu 100% mehr als noch vor 2 Jahren. So ein Tarifanstieg ist mit absolut nichts zu rechtfertigen.
Ich kanns mir daher nur schwer vorstellen, dass sie diese Maßnahmen jetzt auch noch weiterverrechnen. Sonst verlieren sie sicher Kunden....
 
@Magni: zwischen den Providern in Österreich gibt es ein Preiskartell, das sollte klar sein, wenn man sieht das nahezu alle Festnetz DSL Anbieter eine Servicepauschale verlangen und sich die Preise nahezu gleichen. Leider ist der Konsumentenschutz in Österreich ein zahnloser Tiger. Normalerweise hätte der längst gegen die unzulässige Einführung der Servicepauschale einschreiten müssen und zwar flächendeckend über alle Anbieter und Tarife. Es wurde nämlich seinerzeits auf eine Onlinerechnung umgestellt, angeblich um Papier zu sparen, wegen der Umwelt. Bald darauf haben sie allerdings eine AGB Änderung durchgeführt und diese in die Onlinerechnung gedruckt, die hat natürlich fast niemand gelesen und konnte deswegen auch die Wiederspruchsfrist nicht einhalten. Niemand liest bei einer Flatrate jeden Monat seine Rechnungen, schon gar nicht wenn sich die Kosten jeden Monat gleichen. Der Konsumentzenschutz hat leider den Schwanz eingezogen und nicht dagegen geklagt, normalerweise gilt eine AGB änderung erst dann als zugestellt wenn der Provider eine Zustellung nachweisen kann, und genau das kann er eigentlich erst dann wenn ich sie mir runterlade. Um sicherzugehen hätte der Provider diese AGB änderung wie bisher per Postweg zustellen müssen, leider hat der Konsumentenschutz einfach den Download mit einer Briefzustellung gleich gesetzt und es sich somit viel zu einfach gemacht. Und übrigens bietet genau dieser Provider jetzt einen Tarif an der vor 4 Jahren weniger gekostet hat und zudem jetzt diese dämliche Simpauschale enthält, welche ich für rechtswiedrig halte.
 
LoL die Kosten werden doch so oder so an die Kunden durchgereicht^^

Wenns sies nicht wegen der neuen Netzneutralität machen, dann passierts halt über Drosselung.
 
Weitere Preiserhöhungen - nein danke, die Tarife wurden gerade erst zwischen 20 und 70% teurer.
 
So so der Provider 3 aus Österreich. Die dänische 3 Tochter argumentiert genau mit gegenteiligen Argumenten und bietet für recht wenig Geld (unter 20,-€) Verträge mit Data und Telefonie ohne extra Roamingkosten für fast gesamt Europa an.
https://www.3.dk/abonnementer/mobil/
Geht anscheinend doch ohne das damit die Firma sich in den Bankrot treibt.
 
Zitat "diese würde neue "Tarif- und Geschäftsmodelle" sogar "abwürgen". "
So kann man Abzocke natürlich auch höflich umschreiben, damit der Kunde nix merkt. :-p

Natürlich kann man Drosselung verwenden um lästige Mitbewerber "Netflix und Co" loszuwerden. Oder man knöpft ihnen Geld ab, um eine ungebremste Durchleitung zu ermöglichen.
Früher hat man das übrigens Wegelagerei genannt, oder so ähnlich.
 
Wenn Politiker fordern, daß ein Provider keine Roominggebühr für die Durchleitung fremder Daten durch seine Infrastruktur verlangen darf, wieso zahlen dann Ausländer für die "Durchleitung" ihrer Autos Maut?
Ich tät da ja sofort ein kleines Netz in meinem Dorf aufbauen und alle, die bei mir ihre SIM-Karte kaufen, könnten weltweit ohne Zusatzkosten telefonieren?
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