Jeder zweite deutsche Schüler bekommt kostenlosen Office 365-Zugang

Viele Schüler in Deutschland können ab sofort ein kostenloses Office 365 samt Office-Suite beziehen, jedenfalls dann wenn ihre Bildungseinrichtung bei diesem Microsoft-Programm mitmacht. Und die Chancen stehen gar nicht schlecht, laut den Redmondern sind ... mehr... App, Apps, Office 365, Launcher Bildquelle: Microsoft App, Apps, Office 365, Launcher App, Apps, Office 365, Launcher Microsoft

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Nettes Angebot. Gegenueber den Bisherigen angeboten per MSDNAA und Dreamspark wird man hier sich jedes Jahr neu "Einschreiben" duerfen mit der Email Adresse und kann so schneller erkennen wer wirklich noch Student ist und wer nicht - wer also zahlen soll
 
@-adrian-: MSDNAA und Dreamspark haben zwar Windows und viele andere MS Programme geboten, Office war kostenfrei jedoch noch nie dabei.
 
@Thunderbyte: Das ist korrekt. So kann man es aber darueber anbieten und den nutzer nach seiner Studienzeit zum Abo bewegen wenn es sonst "deaktiviert" werden wuerde, wie es mit Office 365 der Fall waere
 
@Thunderbyte: Und dazu kommt, dass Microsoft die Lizenzbedingungen für Dreamspark / MSDNAA mehrfach geändert haben, so dass diese inzwischen nahezu wertlos sind - wenn man die Lizenzbedingungen einhalten will.
 
@Thunderbyte: Office hatte ich kostenlos sowohl via MSDNAA als auch Dreamspark - allerdings immer die Version ohne Outlook, weswegen ich dann doch das Office Professional zum Studentenpreis von ~ 70 Euro gekauft habe.
 
Naja kostenlos isses nicht, auf meiner Hochschule kostet es 5 EUR je Jahr.. Und danach kann ich sogut wie nichts mehr mit machen (nur noch lesezugriff und dann speichern unter und mit meinem alten Office weiterbearbeiten - sofern kompatibel).

Ich will wieder meine 3 Lizenzen für 90 EUR (einmalig) wie bei Office 2010 zurück
 
@dabiggy: Ja, 5 Euro im Jahr sind wirklich unheimlich schwer zu verkraften.
 
@dabiggy: Das ist aber nicht das Problem von MS, sondern von der Hochschule. Bei vielen Unis ist es kostenlos.
 
@dabiggy: 5€ pro Jahr gegen 90€ einmalig.....90/5 = 18 Jahre brauchst du um auf die 90€ der Einmalzahlung zu kommen. Dabei bekommst du aber alle Updates und noch mehr drumherum. Abo muss nicht immer schlecht sein, man muss es sich halt nur mal durchrechnen. Zugegeben, ich weiß nicht wieviele Lizenzen es bei diesem Angebot gibt, bei dem was meine Uni hat sind es 5 - Office University hat 2.
 
@dabiggy: Betreibe als Admin auch Office365 an einer Schule und dort liegen die Lizenzgebühren bei etwa 2,50€/Monat für Schüler und etwa 4,50€/Monat für Lehrer und Mitarbeiter.
Also wahrscheinlich meinst du auch monatlich, oder?

Wie dem auch sei, keins von Beidem wird hier gemeint sein. Das ist eher Teil von Microsofts Strategie den Bereich Bildung (und übrigens auch Ehrenämter, sry Quelle nicht mehr gefunden) besser zu unterstützen, da hier häufig für Lizenzgebühren kein Geld da ist und somit ein komplett neues Angebot.
 
@dabiggy: Ahhh... da braucht einer länger als 18 Jahre zum studieren. Also entweder studierst du nicht unbedingt etwas, wo dir mathematische Fähigkeiten vermittelt werden... oder ich sollte mir jetzt so langsam ernsthaft Gedanken um meine Rente machen, die du mir ja dann scheinbar nicht sichern kannst ;-)
 
Stellt sich dann noch die Frage ob durch die "Erlaubbarkeit" auf 5 Geräte auch die Eltern der betroffenen Schüler davon profitieren könnten
 
@scar1: ich gehe mal davon aus ja denn welcher schüler hat 5 endgeräte?
 
Ich würde da nicht mitmachen. Die Kiddies kommen noch früh genug in den "Genuss", dieses Stück Software verwenden zu müssen.
 
@wingrill4: Stimmt. Am besten sollen die Kinder sich nicht mit dem De-Facto-Standard auskennen. Das macht sich gut auf dem Arbeitsmarkt. Auch an der Uni hat man dann richtig Spaß.

Toller Beitrag wingrill4.
 
@hhgs: Der Begriff »De-Facto-Standard« ist hier völlig neben der Spur. Und Spaß an Produkten von MS haben nur Leute, die sie nicht benutzen.
 
@localghost: Und warum ist der Begriff nicht angebracht?

Übrigens habe ich "Spaß" an recht vielen Produkten von MS. Darf ich das etwa nicht?
 
@localghost: Auch wenn es dir nicht gefällt - MS Office ist De Facto DER Standard.
90% Marktanteil spricht wohl für sich.
 
@LastFrontier: Der Begriff »Standard« bezieht sich keinesfalls auf den Marktanteil. Und »de facto« ist nur dem Volksmund entsprungen und wegen mangelnder Aussagekraft absolut substanzlos.
 
@localghost: Schick mal ein anderes Format an einen "Großen" in der freien Wirtschaft.

Die Antwort sieht dann ca so aus: "Hallo, bitte als docx oder pdf erneut senden, mfg."
 
@dognose: *.docx schmeisst ein mir bekannter Personalverantwortlicher eines grösseren deutschen Unternehmens direkt in den elektronischen Papierkorb, wenn er eine Bewerbung in diesem Format erhält. Das liegt an der unglaublichen Formatierungsstabilität von MS Word. Öffnet man ein Dokument auf einem anderen Rechner mit anderem Word-Setup und anderem Druckertreiber als der Erstellerrechner aufwies, zerstört sich die Formatierung des Dokumentes oft augenblicklich von selbst. Dazu, so etwas dann wieder hinzubasteln um die Unterlagen seinem Chef oder seinen Mitarbeitern vorlegen zu können, hat kein Personaler einer grossen Firma, bei der hunderte Bewerbungen auf eine Stelle eingehen, Zeit oder Lust.

PDF ist dort das gewünschte Dokumentenformat und um ansprechende PDFs zu erstellen ist Word eher schon dritte Wahl. Der Bekannte amüsiert sich laut seinen Erzählungen jedenfalls häufiger mal über das unprofessionelle Aussehen von mit MS Word erzeugten PDFs. Die unterscheiden sich deutlich von PDFs, die mit Programmen wie InDesign oder LaTeX gesetzt wurden. Word kriegt z.B. offenbar bis heute keinen sauberen Blocksatz hin, von echten Kapitälchen oder gut aussehenden Ligaturen mal ganz zu schweigen.

Ich lache mich auch jedes Mal kaputt, wenn ich von einer deutschen Behörde Dokumente mit scheinbar linksbündigem Flattersatz aber mit Hyphenation bekomme. Es ist echt peinlich, wenn man denen Briefe nach ISO 5008 Standard mit sauberem Blocksatz schickt und man dann irgend so ein zerzaustes Word-Geschmiere zurückbekommt, wo nicht einmal die Anschrift sauber in dem Fenster des Briefumschlages platziert ist, weil da der Sekretärin im Musterbrief wieder irgendwas verrutscht ist. Dabei ist kurze Briefe schreiben noch das, was Word noch am ehesten beherrscht. Bei mehrhundertseitigen Arbeiten mit Fliesstext und darin geankerten Bildern sieht sie Sache im Vergleich zu anderer Software noch weit schlimmer aus.

Fazit: Der "De-Facto-Standard" ist eben nur Standard und nicht mehr. Firmen die auf saubere und über Jahrzehnte les- und bearbeitbare, formatstabile Dokumente im Corporate-Design wert legen, werden wohl kaum MS Office nutzen.
 
@dognose: ok, da würde ich glatt PDF nehmen. :-)
 
@resilience: Sehr gut! ;-)
 
@dognose: Für Dokumente im Format *.docx oder PDF benötige ich mit Sicherheit nicht MS Office. Und für wichtige Dokumente benutze ich nicht einmal einen Textprozessor, sondern das wesentlich besser qualifizierte Textsatz-System LaTeX.
 
@localghost: LaTeX ist schön für wissenschaftliche Arbeiten oder technische Dokumentation etc. - Aber nicht für Dokumente, die schnell erstellt und einmalig verschickt werden sollen. (Angebote, Verträge, Kostenvoranschläge, Rechnungen, etc...)

Zeit ist Geld und das ist immer knapp. Bei uns werden Angebote via Word im "Minuten-Takt" verfasst und verschickt. In der Zeit hättest du bei Latex nichtmal die nötigen Imports deklariert. Ganz zu schweigen, dass dir jeder Mitarbeiter "abwinkt", sobald du ihm mit irgendeiner inline style geschichte wie \textit{} oder \textbf{} ankommst. "Das kann ich mir nicht merken, ich will das markieren und auf 'Fett' klicken."

Ich selbst habe meine wissenschaftlichen Arbeiten ebenfalls mit Latex geschrieben und war natürlich (als Programmierer) von der Format-Sicherheit begeistert. Im Vergleich hat meine Partnerin für ihre Promotion am Ende nochmal 7 Tage "Formatierungs-Korrektur" einlegen müssen.

Fürs "daily doing" ist das aber "mit Kanonen auf Spatzen schießen" - da stört sich keiner daran, ob nun 2 einzelne Zeilen oder ein doppelter Zeilenumbruch im Brief steckt.

Darüber hinaus kann ich die Word-Probleme die beschrieben sind nicht nachvollziehen. Wir haben bei 300 Angestellten über 200 verschiedene Templates, und die sehen auf allen Rechnern exakt gleich aus. Und da ist alles dabei: Verschiedene Windows Versionen, verschidene Drucker, verschiedene Offie Versionen usw.
 
@dognose: LaTeX ist für nahezu jedes Dokument brauchbar und benötigt nicht die Kenntnisse eines Profis, um für die Erstellung Zeit zu sparen. Dazu gehören auch Angebote, Verträge, Kostenvoranschläge und Rechnungen. Man kann sich auf den Inhalt konzentrieren und muss keine Zeit für Justierungen und überraschend auftretende Schwierigkeiten einplanen. Die Lernkurve ist steil und lang, aber die Belohnung mit Qualität ist angemessen und übertrifft das, was man mit W0rd so anstellen kann bei Weitem. Die Funktionalität solcher Büro-Pakete wird völlig überschätzt. Ablehnung erhält man nur von Leuten, die einfach zu faul sind, sich anderen Dingen zu öffnen und lieber Nachteile in Kauf nehmen. Ich habe mit MS Office sehr viele verschiedene Probleme gehabt und diese auch bei Leuten aus dem Bekanntenkreis miterlebt.
 
@hhgs: Standard hin oder her. Gut ist es dennoch nicht, dass alle das, sagen wir eher, Quasi-Monopol auf Office-Programmen auch noch unterstützt wird. Ich werde zumindest keinem Office empfehlen, nur weil es "Standard" ist. Wenn sich jemand gerade in der Lernphase des Umganges mit dem Rechner ist, dann ist Office wahrlich kein Einsteigerpaket. Das kann man später, wenn man es brauch(!), immer noch erlernen.
 
@wingrill4: Wenn sich bei uns jemand bewirbt, dann wird davon ausgegangen, dass er mit den Standard-Office-Produkten umgehen kann. Stellt sich heraus, dass es da hapert, dann sieht es sehr schlecht für den Bewerber aus.
 
@Nunk-Junge: Kann ja bei euch gut sein. Trifft nur nicht überall zu. Ich denke, dass Office für den größten Teil der Anwender zu überdimensioniert ist.
 
@wingrill4: Laut einer Umfrage der GfK verbringt ein Büroarbeiter durchschnittlich sechs Stunden am Tag mit Office (= 72 % der Arbeitszeit). http://bit.ly/1BldPP1
 
@Nunk-Junge: Die Aussage spricht ja nicht für oder gegen das MS Office. Und wie viel arbeiten im Büro? Die die nicht im Büro arbeiten bräuchten das erst recht nicht zwingend.
 
@wingrill4: Knapp 40 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten im Büro, laut Umweltbundesamt.
 
@Nunk-Junge: Danke für die Info.
 
Als wenn es für die normale Arbeit im Büro eine Rollen spielen würde, auf welchem Office-Paket jemand gelernt hat. Ist doch ohnehin immer dasselbe. Hat man eine grafische bzw. WYSIWYG-Textverarbeitung kennengelernt, kennt man alle. Ob die Funktionsschaltflächen nun in platzverschwendenden breiten Ribbon-Leisten zu finden sind, wie bei MS Office, oder eben in schmaleren Icon-Leisten und ob man die eine Funktion mal hier und mal da in der Oberfläche versteckt hat ist ja wohl ziemlich egal. Es kommt eher darauf an, dass man den Arbeitsablauf kennt und weiss, welche Funktionen man für was benötigt. Um die Funktionen dann in Office-Paket XY zu finden, wenn die sich in anderen Menüs verstecken sollten, gibt es notfalls eine Hilfefunktion im jeweiligen Office-Paket oder das Internet.

Die meisten Büroarbeiter klicken ohnehin nur auf vom Arbeitgeber schon vorfabrizierte Dokumentvorlagen im Corporate-Design der jeweiligen Firma und basteln da dann Text, Tabellen und Bilder/Grafiken hinein. Das geht wohl mit jedem Office-Paket. Daher ist es unerheblich mit welchem Office-Paket Kinder zu arbeiten lernen. Bis sie im Beruf stehen wird sich die Oberfläche und der Funktionsumfang aller Office-Pakete am Markt ohnehin wieder verändert haben. Daher ist es sinnlos in Schulen Steuergelder für MS-Office-Lizenzen zu vergeuden, nur weil die Lehrer mit nichts anderem arbeiten wollen, da sie scheinbar keine Lust haben auf ein kostenloses Office-Paket "umzulernen".

Das kostenlose Office-Paket hätte aber für einen Schüler den Vorteil, dass er es zu Hause ohne Installations- bzw. Aktivierungsgenerve unbegrenzt nutzen könnte. Auch nachdem er kein Schüler mehr ist und zudem auf so vielen Rechnern, wie er möchte. Er kann ein von ihm auf seine Bedürfnisse angepasstes OpenOffice/LibreOffice sogar auf einem USB-Stick überallhin mitnehmen, wo er damit arbeiten möchte, während MS Office auf dem Rechner festsitzt, auf dem es einmal installiert wurde. So bietet ein offenes Office-Paket eine ganze Menge Vorteile von denen MS-Office-Nutzer nur träumen können.

>>Auch an der Uni hat man dann richtig Spaß.<<

Wirklich Spass hat man in der Uni mit einer einseitigen MS-Office-Ausbildung aber auch nicht. Ich kenne Professoren, die ihren Studenten mittlerweile vorschreiben ihre Arbeiten im PDF-Format vorzulegen, weil sie die sich bei Word-Dokumenten abseits des Autorenrechners gerne mal verändernden Formatierungen bei über hundert Seiten langen Arbeiten einfach leid sind. Einige Dozenten schreiben ihren Studenten sogar vor, ihre Arbeiten mit einem (notfalls von der Hochschule gestellten) Adobe InDesign oder eben mit LaTeX anzufertigen, weil sie die minderwertige Textsatzqualität von Word als nicht angemessen für eine wissenschaftliche Abschlussarbeit empfinden. In der Uni ist es also oft keine grosse Hilfe sich mit MS Office auszukennen. Damit macht man sich bei vielen Professoren inzwischen eher unbeliebt, weil die höhere Ansprüche stellen und ihre Zeit nicht gerne mit plötzlich zerbröselnden Formatierungen in einem durchzusehenden Word-Dokument eines Studenten verbringen.

Viele Personaler in grösseren Firmen sehen es mittlerweile auch als Frechheit an, wenn ihnen jemand seine Bewerbung als *.docx-Datei zuschickt. Wenn sie genug Bewerber haben, landet so etwas gleich im elektronischen Papierkorb. Anderfalls fragen sie die Bewerbung noch einmal beim Bewerber als formatstabiles PDF an.
 
@resilience: Sorry, aber das war wieder grandioser Mist.

Selbstverständlich werden Hausarbeiten/Abschlussarbeiten an der Uni als PDF (+gedruckt) abgegeben. Und genauso selbstverständlich werden Bewerbungen ebenfalls als PDF-Datei verschickt. Das ist schon seit über 10 Jahren der Fall. Alle anderen Formate landen im Papierkorb, ebenso das von dir genannte InDesign oder LaTeX.

Im Büro:
Hier hast du den Idealfall geschildert. Den gibt es so leider fast nirgends. Fast überall wo man sich bewerben will, steht als eine der Qualifikationen die man mitbringen muss "MS-Office". Und das hat einen Grund, es soll keine unnötige Zeit verschwendet werden weil man sich nicht richtig mit der Software auskennt. "Wie stell ich noch einmal ein, das die erste Seite keine Seitenzahl bekommt?"

Und mir geht es jetzt nicht darum, dass OpenOffice das schlechtere Paket ist (nicht jeder braucht den Umfang von MS-Office). Sicher wäre es schön, wenn die Schulen und auch alle anderen auf ein kostenloses Programm zurückgreifen. Nur sieht die Realität anders aus. MS-Office dominiert (unter anderem durch diverse Machenschaften) und wird verlangt. Ich jedenfalls, würde meinen Kindern eher MS-Office näherbringen.
 
@hhgs: >>Alle anderen Formate landen im Papierkorb, ebenso das von dir genannte InDesign oder LaTeX.<<

Mit InDesign und LaTeX produziert man für gewöhnlich PDFs und die scheinen qualitativ so viel hochwertiger zu sein als mit MS Office erstellte PDFs, dass für eine InDesign-CS6-Lizenz 1500EUR Lizenzgebühren gezahlt werden. Die mit InDesign und LaTeX erzeugten Dokumente werden also in Hochschulen und Personalbüros sicher nicht im Papierkorb landen, weil es eben in der Regel PDF-Dokumente sind.

>>Fast überall wo man sich bewerben will, steht als eine der Qualifikationen die man mitbringen muss "MS-Office". Und das hat einen Grund, es soll keine unnötige Zeit verschwendet werden weil man sich nicht richtig mit der Software auskennt. "Wie stell ich noch einmal ein, das die erste Seite keine Seitenzahl bekommt?"<<

Wenn sich mit einem Office-Paket auskennen lediglich heißt, dass man wissen muss, wo sich in der grafischen Oberfläche eine Funktion versteckt, dann dürften, als mit Office 2007 die Ribbons eingeführt wurden, wohl wenig Leute eingestellt worden sein, da sich ja plötzlich niemand mehr mit dem MS-Office-Paket "auskannte". ;-)

Da stellt man vielleicht besser keine Raucher und dafür Leute ein, die fachlich gut sind und dafür etwas weniger MS-Office-Kenntnisse besitzen, denn eine Zigarettenpause dauert sicher länger als in der MS-Office-Hilfe oder im Internet solche banalen Einstellungen wie das Unterdrücken der Seitennummer auf der Titelseite mal eben nachzusehen. Die Raucher machen zudem noch täglich Zigarettenpausen, wenn MS-Office-unerfahrene Nichtraucher längst alle Funktionen, die sie für die tägliche Arbeit brauchen, mit geschlossenen Augen finden.

Mit grafisch zu bedienenden Office-Paketen wird im Übrigen immer unnütz Zeit verschwendet. Selbst um z. B. ein Wort bei der Texteingabe mal eben durch Kursiv- oder Fettdruck hervorzuheben muss man jedes Mal mit Tippen aufhören, zur Maus greifen, das Wort oder die Wörter mühsam zeichengenau markieren und dann noch auf die Fett- oder Kursiv-Schaltfläche klicken. Danach darf man noch seine Finger wieder auf der Tastatur justieren und kannt dann endlich weitertippen. Zumindest dann, wenn man nach dem ganzen Aufstand noch weiß, wie man den Satz zuendebringen wollte. Wenn man es nicht mehr weiß, verliert man noch mehr Zeit als durch die Hervorhebungsaktion ohnehin schon. Beim Schreiben von Dokumenten im normalen Texteditor mit einer Markup-Language braucht man hingegen um ein Wort hervorzuheben nicht einmal die Tastatur verlassen, sondern kann mit maximaler Geschwindigkeit im 10-Finger-System den gewünschten Formatierungsbefehl und das Wort eintippen und den Satz so einfach ohne Unterbrechung der Texteingabe zum Ende bringen.

Sicher kann man viele Dinge durch die Definition von Short-Keys beschleunigen, aber das einen ausbremsende, buchstabengenaue Markieren von Wörtern mit der Maus gehört z.B. nicht dazu und ausserdem ist ein neuer Formatbefehl in einer Markup-Language schneller gelernt als ich mir in Word einen Short-Key mit der entsprechenden Funktion definieren und dauerhaft merken kann. Dazu kann ich in einer Markup-Language einen einmal benutzten Befehl in meinen eigenen Dokumenten immer wieder nachsehen, wenn ich ihn mal vergessen haben sollte. Er steht ja im Klartext in dem Quelltext der Dokumente, in denen ich ihn zuletzt benutzt habe.

Wenn man aber z.B. in MS Word, etwa nach einem Jahr Nichtbenutzung einer bestimmten Funktion, vergessen hat, wie diese Funktion zu aktivieren war, hilft es einem oft gar nichts zu wissen in welchem Dokument man diese Funktion das letzte Mal benutzt hatte, denn in einem Word-Dokument steht beispielsweise nicht drin, wie man eine bestimmte Formatierung erzeugt hatte. Wo ich bei einem mit einer Markup-Language erzeugten Dokument also einfach im Quelltext eines alten Dokuments mit der gewünschten Formatierungsoption nachsehen und mir beliebig komplizierte Formatierungen bzw. die Befehlsfolgen, welche diese erzeugen, als ASCII-Text in ein aktuelles Dokument einfügen und einfach verwenden kann, bin ich in grafischen Oberflächen oft gezwungen mir bestimmte Handlungsanweisungen und Klickwege zu notieren um eine kompliziertere Formatierung wieder genau so erzeugen zu können, wie in einem älteren Dokument.

Ich kenne MS-Office-Anfänger, die sich seitenlange Klickanleitungen mit ellenlangen Pfaden in irgendwelche Untermenüs von MS Word notieren, damit sie eine einmal genutzte Funktion beim nächsten Dokument anhand dieser Anleitungen nachexerzieren können. Um dasselbe zu erreichen, müssten sie sich in LaTeX oft nicht einmal eine Hand voll kurze, prägnante Befehle merken statt jedes Mal eine lange Klickanleitungen abzuarbeiten, wenn sie eine bestimmte Funktion nach längerer Zeit mal wieder brauchen.

Selbst wenn ein Anfänger dann mal so weit ist alle wichtigen Funktionen auf Kurztasten-Kombis gelegt zu haben um schneller arbeiten zu können, muss er irgendwann auf der MS-Word-Installation eines Freundes oder Arbeitskollegens arbeiten und da funktionieren seine Kurztasten nicht und er muss sich doch wieder erinnern, wie man über Ribbons und Menüs an die gewünschten Funktionen kam. Mit einer Markup-Language steht man hingegen nicht irgendwann im Regen, wenn man mal an anderen Rechnern arbeitet. Ich kann auf dem Rechner eines Freundes auf dem LaTeX nicht einmal installiert ist ein LaTeX-Dokument samt aller Formatierungen verfassen oder bearbeiten. Ich brauche keine Kurztasten und keine Makros um effizient zu arbeiten. Ein simpler Texteditor mit Suchen & Ersetzen-Funktion reicht und ich arbeite trotzdem noch weit effizienter als jeder MS-Word-Nutzer.

Fazit: WYSIWYG-Textverarbeitungsprogramme sind etwas für Anfänger oder andere Leute, die zu viel Zeit haben und daher Beschäftigungstherapien wie überflüssiges Mausgeklicke ganz toll finden.

>>Und mir geht es jetzt nicht darum, dass OpenOffice das schlechtere Paket ist (nicht jeder braucht den Umfang von MS-Office).<<

Die von mir oben geschilderten Probleme betreffen grösstenteils OpenOffice und MS Office. Allerdings hat MS Office mit seiner Zwangsaktivierung und seiner fehlenden Portabilität durchaus ziemliche Nachteile gegenüber OpenOffice/LibreOffice.

Was den Umfang von Office angeht, hast du Recht. In MS Office gibt es nun einmal Programmpakete, zu denen es keine Entsprechung in OpenOffice/LibreOffice gibt. Allerdings kann man in OneNote, dank des sich ständig verändernden Notizbuch-Dateiformat, über Jahre angelegte Notizbücher in einer neuen MS-Office-Version für gewöhnlich nicht mehr verwenden, womit OneNote als zentrale Notiz und Wissensammlung über Jahrzehnte uninteressant wird. Auch MS-Office-Beigaben wie Outlook lassen sich problemos durch nicht so viele Malwareautoren interessierende eMail-Programme ersetzen. Auf Access kann man auch gut verzichten, da es bessere und vor allem besser dokumentierte Datenbanken gibt (im Falle des Crashes einer Datenbank ist es immer gut, wenn man möglichst viel über das Speicherformat und die Interna der Datenbank bescheid weiss und das ist bei OpenSource Datenbanken eher gegeben). Was Word, Exel, Powerpoint und Co. angeht, so wird von MS-Office-Fans immer gerne behauptet, dass diese Programmpakete viel mehr nützliche Funktionen hätten als deren Pendants unter OpenOffice/LibreOffice. Lustigerweise verstummen diese Leute seit inzwischen über 20 Jahren ganz schnell, wenn ich nach der ja scheinbar für jeden MS-Office-Nutzer so offensichtlichen und langen Liste der Features frage, die Word, Exel und Powerpoint so weit über den Funktionsumfang von Writer, Calc und Impress erheben.

Ich weiss hingegen ein paar Features zu nennen, die MS Office seit über 20 Jahren fehlen:

Stabile Dokumentenformate z.B., so dass mir meine Bekannten nicht mehr mit defekten bzw. mit MS-Office nicht mehr zu öffnenden MS-Office-Dokumenten ankommen, die ich noch irgendwie retten soll. Plötzlich nicht mehr zu öffnende Dokumente habe ich bei StarOffice/OpenOffice in 15 Jahren kein einziges gehabt. Weder bei mir, noch bei einem Bekannten.

Auch wäre es nett, wenn man unter einem aktuellen MS Word Dokumente aus den 90er Jahren problemlos öffnen könnte. Ohne Umkonfiguration der Sicherheitsrichtlinien von MS Office 2013 wird das Öffnen solcher Dokumente nämlich einfach verweigert und selbst nach der nötigen Umkonfiguration sind häufig Formatierungen und Makros in den alten Dokumenten kaputt. Probleme, die bei einer alten Word-Version aus den 90ern mit denselben Dokumenten nicht auftauchen. In einer aktuellen OpenOffice-Writer-Version kann ich heute hingegen schnell und problemlos StarOffice-Dokumente aus den 90ern öffnen. Mit intakten Makros und intakter Formatierung.

Ausserdem sollte Word einmal lernen mit grossen Dokumenten klarzukommen. Kein Mensch möchte bei einer über hundertseitigen Arbeit bei letzten Korrekturen am Tag vor der Abgabe erleben, dass ihm die Formatierung um die Ohren fliegt und dabei selbst an den Seiten geankerte Abbildungen sich durch das halbe Dokument bewegen. So etwas ist mir schon vor bald 20 Jahren mit MS Word passiert (Das war einer meiner Beweggründe in den 90er Jahren auf ein anderes Office-Paket zu wechseln.) und ich habe Bekannte, denen es heute mit einer aktuellen MS-Office-Version immer noch so geht. Das kann es ja wohl irgendwie nicht sein.

Ich halte diese dem Microsoft-Office-Paket gegenüber OpenOffice/LibreOffice leider fehlenden grundlegenden Eigenschaften für sehr viel wichtiger als ein paar ClipArts oder Formatvorlagen mehr auf Seiten von MS Office.

P.S.
Ich bin einmal gespannt, ob mir in den nächsten 20 Jahren mal jemand eine Auflistung der sagenhaften Funktionen zukommen lässt, die es scheinbar nur in MS Office gibt und welche die Nutzer Datei- und Formatierungsinstabilitäten und Inkompatibilitäten zu älteren MS-Office-Dokumenten vergessen macht und Geld für ein Officepaket zahlen lässt, obwohl es vollausgestattete Office-Pakete auch kostenlos gibt. Das kann auch ruhig eine Exel-Tabelle sein. Ich kriege die schon irgendwie geöffnet. ;-)
 
@resilience: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0115069

Eine ziemlich groß angelegt universitäre Studie. Solltest du vielleicht stellenweise lesen, widerlegt so einiges von dem was du hier geschrieben hast.
 
@hhgs: Ich habe den Text nun doch lieber komplett gelesen, finde darin aber trotzdem keine meiner Aussagen widerlegt. Im Gegenteil: Erst wird gesagt, dass LaTeX bei wissenschaftlichen Dokumenten mit mathematischen Ausdrücken MS Word klar aussticht und am Ende betteln die offenbar MS-Office-fixierten Autoren darum, dass wissenschaftliche Fachverlage doch bitte endlich Word-Dokumente oder von Word erzeugte PDF-Dokumente akzeptieren mögen, auch wenn die nicht die hohen Textsatz-Standards von LaTeX erfüllen können.

Wenn man sich dann mal die "PowerPoint slides" der Autoren der Studie ansieht, wird auch klar, warum Verlage wissenschaftliche Arbeiten als LaTeX-Dokument sehen wollen, denn sowas zu drucken...

http://journals.plos.org/plosone/article/figure/powerpoint?id=info:doi/10.1371/journal.pone.0115069.t002

...kann sich kein renommierter Verlag leisten und daher müsste der Verlag alles noch einmal überarbeiten und in LaTeX umwandeln, was er vom Autor als MS-Office-Dokument bekommt und danach noch einmal mit dem Autor abklären, dass sich bei der Überarbeitung keine inhaltlichen Fehler eingeschlichen haben. Das ist den Verlagen verständlicherweise zu viel Arbeit und deshalb verlangen sie von wissenschaftlichen Autoren LaTeX-Quelltext.

Als Romanautor kann man vielleicht mit *.docx-Dateien ankommen. Da sind die Verlage Kummer gewöhnt. Aber dann geht es ja auch nur um Text und den bekommt man recht schnell als Plain Text aus Word exportiert und in eine LaTeX-Datei kopiert, ohne dass man darauf achten müsste, ob alle Formeln oder Abbildungen richtig im Dokument platziert sind. Das ist bei Romanen einfach weniger Arbeit als bei wissenschaftlichen Texten.
 
@wingrill4: Ich dachte du nutzt seit 2005 ausschliesslich Apple Produkte?

Wie kannst du denn beurteilen, dass Office so schlecht ist? Kann es sein, dass du schlichtweg nicht weisst, wie es zu bedienen ist?
 
@darior: Bist du neu hier? Ich kann es ganz gut beurteilen, denn ich nutze Windows auch beruflich. Office nur, wenn es gar nicht anders geht. Bis jetzt bin ich hervorragend meist auch ohne ausgekommen.
 
Ehm..., grundsätzlich eine schöne Sache, aber...?
Beim durchlesen des Bloks kommt mir doch ein "Fragezeichen", wieso sind in Australien das nur rund ein Viertel an Studenten hat 5,5 Millionen und in D. 5 Millionen?

D. ~ 2,7 Millionen Studenten
A. ~ 600.000 Studenten
 
@Kribs: Weil unter "students" auch die Schüler höherer Bildungseinrichtungen fallen.
Es geht wohl um Schüler im weitesten Sinne.
 
@Kribs: Ich weiß zwar ehrlich gesagt nicht, was genau du meinst, vermute aber, dass dein Fragezeichen mit dem englischen Begriff Student zusammenhängt. In diesem Fall ist nicht der Uni-Student gemeint, sondern der Schüler. Und davon gibt es, wie im Text steht, rund 11 Millionen in Deutschland...
 
@witek: Ich versuche es anders auszudrücken:

Australien hat rund ein Viertel der Bevölkerung zu Deutschland, somit auch ungefähr das selbe Verhältnis an Schüler / Studenten, trotzdem gibt es in Australien 0,5 Millionen mehr Berechtigte als in Deutschland (A. 5,5 Mill. / D. 5 Mill.)?
Daher mein Fragezeichen.

In D. gibt es ~ 11 Millionen allgemeine Schüler + 2,7 Millionen Studenten.
In A. gibt es ? (geschätzt) 2,8 Millionen Schüler + 0, 6 Millionen Studenten.

Ich hoffe das ist jetzt nachvollziehbarer?
 
@Kribs: Ja, ist es. Die Zahlen kann ich dir aber auch nicht genau erklären (bzw. kenne ich auch nicht die genaue Zahl der Schüler in AUS). Eine mögliche Erklärung ist aber der Umstand, dass die Abos nicht automatisch vergeben werden, sondern sich die Schulen für das Programm extra anmelden müssen. Und da dürfte die Bereitschaft in AUS größer sein als bei uns.
 
@witek: Nein, doch noch nicht ganz?
"That includes the 5.5 million eligible students in Australia, the nearly 5 million eligible students in Germany ..."
Sinngemäß:
Australien hat 5,5 Millionen zur Teilnahme berechtigter Schüler/Studenten, Deutschland hat 5 Millionen Berechtigte.
Mir bereitet das Missverhältnis der "Berechtigten" das Unverständnis/Kopfzerbrechen.
 
@Kribs: Die Anzahl der berechtigten Schüler hängt von den am Programm registrierten Schulen/Bildungseinrichtungen ab. Haben sich in Australien mehr Schulen/Bildungseinrichtungen angemeldet, so werden auch mehr teilnehmende Schüler gezählt.
Die Schätzung der Schülerzahlen kann ich zwar nachvollziehen, aber wer weiß was in Australien unter diesen Begriff fällt.
Schaut man sich die Zahlen beim Australien Bureau of Statistics an gab es 2006 3.368.000 school students. Dazu kämen dan noch die universitären Studenten und die ausländischen Studenten dazu (sollen etwa 30% im tertiären Bildungsbereich ausmachen).
 
@wori: Mir geht es nicht um die Schulsysteme, die mit D. nicht vergleichbar sind, so werden z.B. in A. Tischler in den Schulen ausgebildet in D. dual in den Firmen und Berufsschulen.
Im Blok wird von "Berechtigten/würdigen" geschrieben, was eine von Microsoft getroffene Vorauswahl impliziert.
Rein nach Bevölkerung (oder Schüler / Auszubildende / Studenten) müsstet D. ungefähr das Vierfache an Berechtigungen haben im Verhältnis zu Australien.
Entweder sind die Zahlen im Blok Fehlerhaft, oder Australien wird gegenüber Deutschland bevorzugt!
Den in Australien gibt es mehr Berechtigungen als (Gesamtzahl) "Schüler/Studenten"

Die 600.000 Australischen Studenten habe ich hierher, was auch "Gast-Studenten" einschließt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Universitäten_in_Australien
 
@Kribs: In vielen Ländern sind solche Firmenangebote (nicht nur von Microsoft) im Bildungsbereich eine Selbstverständlichkeit und werden für alle angeboten. Deutschland verschwendet aber sehr viel Geld im Bildungsumfeld und spart dann an solchen Angeboten aber wieder ein. Das Ergebnis ist, dass deutsche Schulen im internationalen Vergleich extrem schlecht ausgestattet sind und die Ausbildung im IT-Umfeld weniger als mittelmäßig ist. In vielen Ländern bekommen Schüler zu Beispiel Notebooks und Software gestellt und dazu qualifizierten Unterricht.
 
als ich die Überschrift gelesen hab "Jeder zweite Deutsche Schüler..." dachte ich mir "War noch nicht auf einen Baum" ^^
 
Und zu anderen Büro-Paketen hat jeder deutsche Schüler kostenlosen Zugang. Die decken den Anspruch von Schülern auch lückenlos ab.
 
@localghost: Die taugen nicht viel. Wir haben 3 Jahre auf OOo in der Schule gesetzt, sind letzten Endes aber wieder zu MS Office 2013 gewechse, weil es vor allem schneller und benutzerfreundlicher ist.
 
@LoD14: dafür gibts von version zu version mehr probleme bei ms-office.
versuch mal ne datei, erstellt unter office 97 mit dem aktuellem office zu öffnen, da darfst wer weiss wieviel anpassen. Das problem hatte ich bei OO noch nie. Schneller mag sein, benutzerfreundlicher finde ich es nicht, da beide sich in der nutzerfreundlichkeit die waage halten. Denke mal die von dir beschriebenen probleme sind eher auf die lehrkräfte zurückzuführen. Grund: wer einmal ms-office gewöhnt ist (lehrkräfte) brauchen eine ganze weile sich an OO anzupassen. Und dies wollten die nicht, da in der wirtschaft überwiegend ms-office eingesetzt wird.
 
@MBUS: Also mal im Ernst. Wer mit Office 2013 eine Office 97 Datei öffnet, sollte sich mal fragen, wo er bei Office 2000, 2003, 2007 und 2010 war. Das ist in etwa als würde man sich beschweren, dass eine Windows 95 Anwendung auf Windows 8.1 x64 nicht richtig läuft. Und da heult keiner rum.

Von der Usability kann ich aber auch aus eigener Erfahrung reden, dass Schüler mit den Ribbons von Office 2007 und später viel intuitiver umgehen, als mit der Steinzeitoberfläche von OOo. Ich sehe es jeden Tag in der Schule, das MS Office Interface ist sehr intuitiv und an sehr vielen Stellen selbsterklärend, auch durch die Symbolik. Das fehlt in OOo einfach komplett. Wir haben nicht zum Spaß umgestellt, das hat uns eine Menge Schotter gekostet, von OOo weg zurück zu MS O. Aber die Akzeptanz auf Schülerseite gegenüber OOo war einfach gleich Null. Da kann man selbst als gut ausgebildete Lehrkraft vorne stehen, die Kinder haben keinen Bock auf das Programm.

Mal davon abgesehen, dass OOo auf unseren alten Schul C2D Rechner einfach mal etwa 4x länger startet als MS O. Sprich: bis die Kids was in MS O geladen haben, sind es 1 1/2 Minuten, in OOo sind es 4-5.
 
@LoD14: Privat verwende ich auch noch OOo (bzw LibreO) aber muss echt sagen, dass MSO halt einfach um längen besser ist.
 
@LoD14: >>Also mal im Ernst. Wer mit Office 2013 eine Office 97 Datei öffnet, sollte sich mal fragen, wo er bei Office 2000, 2003, 2007 und 2010 war.<<

Es soll Leute geben, die schon in den 90ern mehrere Jahre lang mehrere MS-Office-Dokumente pro Tag angelegt haben. Sollen die sich etwa alle 3-4 Jahre mal ein paar Monate Zeit nehmen, in denen sie jedes Mal mehrere tausend alte MS-Office-Dokumente in der neu erschienenen MS-Office-Version öffnen, überprüfen ob die Formatierungen und Makros intakt geblieben sind und die Dokumente dann unter dem Dateiformat der neuen Office-Version wieder abspeichern, oder wie soll das laufen?

>>Das ist in etwa als würde man sich beschweren, dass eine Windows 95 Anwendung auf Windows 8.1 x64 nicht richtig läuft. Und da heult keiner rum.<<

Erzähl das mal einem Firmenadmin, der heute noch Windows XP parallel zu Windows 7/8 betreuen muss, weil die Software alter und in der Neubeschaffung sehr kostspieliger Werkzeugmaschinen nicht auf neueren Windows-Versionen läuft. Der wird Dir schon etwas vorheulen können.

>>Von der Usability kann ich aber auch aus eigener Erfahrung reden, dass Schüler mit den Ribbons von Office 2007 und später viel intuitiver umgehen, als mit der Steinzeitoberfläche von OOo. Ich sehe es jeden Tag in der Schule, das MS Office Interface ist sehr intuitiv und an sehr vielen Stellen selbsterklärend, auch durch die Symbolik. Das fehlt in OOo einfach komplett.<<

Bei MS Office überhaupt von "Usability" anzufangen kündet schon von Mut, denn bei WYSIWYG-Office-Paketen im Allgemeinen und bei MS Office im Besonderen gibt es viele Probleme bei der "Usability".

Die breite Ribbonleiste in MS Word frisst z. B. eine Menge Platz an einer Stelle, wo man es auf 16:9-Monitoren bei der Darstellung von DIN-A4-Seiten im Hochformat nun gar nicht gebrauchen kann, nämlich ausgerechnet in der ohnehin knappen Bildhöhe. Noch schlimmer werden die Ribbons auf den kleinen Bildschirmen von Mobilgeräten. Da hat man mit eingeschalteten Ribbons nur noch einen schmalen Sichtschlitz auf den eigenen Text, der Rest des Displays ist von Bildschirmtastatur und Ribbons grossflächig belegt. Wer soll da die Übersicht beim Editieren behalten, wenn man vom Text immer nur wenige Zeilen sieht?

Die "Usability" ist im Übrigen bei allen grafischen bzw. WYSIWYG-Office-Paketen miserabel und das schon bei der Texteingabe. Oder findest Du es effizient und komfortabel für jedes einzelne Wort, dass Du im Text hervorheben möchtest, mitten im Tippen die Hände von der Tastatur nehmen, mit der Maus das Wort mühsam markieren, dann noch oben auf "Kursiv" klicken und danach noch Deine Händen wieder über der "Homerow" der Tastatur platzieren zu müssen um endlich im 10-Finger-System weitertippen zu können? Das ist lächerlich ineffizient obwohl ich mich dabei noch gar nicht umständlich durch Untermenüs hangeln musste, wie man es bei anderen Funktionen oft muss um diese zu aktivieren. Wenn man noch nicht einmal ein Wort "mal eben" während des Tippens hervorheben kann, sondern solchen Aufstand treiben muss, braucht man über die "Usability" von MS Word und Co. gar nicht reden.

Grafische Oberflächen sind letztlich ja auch nur für Anfänger gedacht, damit die ohne viel dazulernen zu müssen in einigen Stunden Office-Lehrgang Dokumente mit einer Hand voll Seiten erstellen können. Will man professionell Text verarbeiten ist mit WYSIWYG-Office-Paketen kein Blumentopf zu gewinnen. Der obige Ablauf zum hervorheben von Wörtern kostet einen schon bei 100 Wörtern (also bei einem 20 Seiten-Dokument etwa 5 Wörtern pro Seite, was durchaus nicht viel ist) insgesamt deutlich über 20 Minuten von Tippunterbrechung wegen Mausbenutzung bis zum Weitertippen auf der Tastatur. In einem Bruchteil der Zeit hat man bei Benutzung einer Markup-Language ein Wort als Kursiv markiert ohne die Hände aus der Schreibposition über der Tastatur entfernen zu müssen.

Noch lustiger wird es, wenn man bei einem mehrhundertseitigen Dokument in MS Word z.B. auf hundert Seiten keine kursivgedruckten Wörter mehr haben möchte, obwohl da hunderte solcher kursiv gedruckten Wörter stehen. Da wird es dann ganz schnell ganz unintuitiv und von guter "Usability" kann da nun auch keine Rede mehr sein. Bei einem mit einer Markup-Language versehenen Text kann man nun in dem betreffenden Textbereich einfach nach dem Befehl suchen, der ein Wort als kursiv ausweist und einfach sämtliche dieser Befehle in dem Textbereich löschen. Danach gibt es in dem Bereich keine kursiv gedruckten Wörter mehr, aber alle anderen Formatierungen des Textes sind noch intakt. Das Verfahren, welches man in MS Word anwenden muss um Ähnliches zu erreichen, lässt sich hingegen scheinbar nicht so wirklich in einem Satz erklären:

http://www.pcwelt.de/ratgeber/Formate-suchen-Word-Excel-Powerpoint-436644.html

Dazu fällt auf, dass es auch immer darauf ankommt in welcher MS Word Version man gerade arbeitet. So findet sich in obiger Anleitung das entsprechende Menü in Word 2003 an anderer Stelle als in Word 2007, weil ja in Word 2007 die Ribbons Einzug hielten. Und das ist ein weiterer Nachteil von grafischen Oberflächen: Selbst erfahrene Nutzer, die nicht mehr suchen mussten wo sie eine gelegentlich genutzte Funktion finden, fangen jedes Mal wieder an zu suchen wie die Anfänger, wenn sich mal wieder das GUI ändert. Deshalb war auch der Aufschrei unter den alteingesessenen Word-Nutzern so gross, als Microsoft mit den Ribbons daherkam. Die hatten schlichtweg keine Lust jede genutzte Funktion erst einmal wieder in der neuen Oberfläche suchen zu müssen und daher noch langsamer zu arbeiten als gewohnt.

Wir bringen unseren Kindern also den Umgang mit einem gänzlich ineffektiven Bedienkonzept bei, mit dem sie in Zukunft bei der Textverarbeitung massenweise Zeit mit dem grafischen Ansteuern von Funktionen in Menüs und Untermenüs und dem zeichengenauen Markieren von Text (was oft genug fehlschlägt, so dass man es noch einmal tun darf) verschwenden und dazu noch bei jeder neuen Softwareversion Gefahr laufen neue Klickpfade lernen bzw. sogar altbekannte Funktionen in einem neuen GUI erst wieder suchen zu müssen und dabei ebenfalls Zeit zu verschwenden.

Ich hingegen habe vor bald 15 Jahren einmal die entsprechenden Markup-Befehle zur Formatierung von Text in LaTeX gelernt, kann meine Dokumente mit Formatierung in jedem ASCII-Texteditor auf jedem Gerät das ich in die Finger kriege schreiben und bearbeiten und das auch in 30 Jahren noch (falls ich dann noch leben sollte, was eher unwahrscheinlich ist) und brauche mir NIE WIEDER endlose Klickwege in grafischen Oberflächen à la "klicken sie hier, Häckchen da setzen, Kartenreiter hier, Rollfeld da, Rechtsklick auf, Kartenreiter Erweitert, Häcken da setzen etc." merken und diese bei einer neuen MS-Office-Version möglicherweise neu lernen und bin beim Hinzaubern und selektiven Wiederwegnehmen von Formatierungen auch noch schneller als die Leute mit MS Office.

>>Aber die Akzeptanz auf Schülerseite gegenüber OOo war einfach gleich Null. Da kann man selbst als gut ausgebildete Lehrkraft vorne stehen, die Kinder haben keinen Bock auf das Programm.<<

Die Kinder haben oft auch keinen Bock auf bestimmte Teilgebiete der Mathematik, Chemie oder Physik. Trotzdem tauscht man deshalb den Stoff nicht einfach gegen lustigere Lehrinhalte aus.

Vermutlich sind heutige Kinder auch schon durch ihre Eltern vorgeschädigt was ihre Vorlieben angeht. Mir hat man in den 90ern in der Schule auch erzählt ich müsste mit unbedingt MS Word zulegen und bedienen lernen. Damit ginge echt alles was möglich ist. Dann wollte ich im Unterricht mit Word mathematische Gleichungen, die der Mathelehrer an die Tafel zauberte, direkt mit dem Laptop "mitschreiben" und war dank der ganzen Klickerei im MS Office Formeleditor und dem Platzieren der Formeln im Dokument mit der ersten grösseren Gleichung fertig, wenn der Lehrer schon die Dritte angeschrieben hatte. Das war aussichtslos und damals dachte ich, dass das auch nie klappen würde, weil MS Word ja schon die Software mit der besten Funktionalität sein sollte. Irgendwann wechselte ich aber trotzdem zu anderen Office-Paketen, weil mich die Formatinstabilitäten bei längeren Dokumenten unter Word nervten und gelegentlich auch mal Dokumentdateien vom einen auf den anderen Tag ohne erkennbaren Grund nicht mehr zu öffnen waren. Lotus Office war stabiler, lief aber leider auch nicht auf Linux. StarOffice war damals gerade kostenlos zu haben und das war besser als Lotus WordPro und MS Word zusammen. Der Formeleditor unter StarOffice unterstützte schon die Texteingabe von Formeln und damit rückte die schnelle Eingabe von mathematischen Gleichungen zu Mitschreibezwecken das erste Mal in den Bereich des Möglichen. Nachdem ich mit StarOffice, als damals einziger Student meines Studienganges der mit einem Notebook mitschrieb, meinem Mathe-Prof aufgefallen war, meinte der "Wenn Du die mathematischen Ausdrücke ohnehin lieber als Text eingibst, dann probier einfach mal LaTeX aus, damit schreibe ich meine ganzen Forschungsarbeiten."

Es war eine ziemliche Umstellung von einem grafischen Office-Paket auf das Schreiben von Markup-Language in einem normalen ASCII-Texteditor. Aber als ich mein erstes Dokument fertig hatte, es aus dem Quelltext kompilierte und den Block- und Formelsatz im fertig gesetzten Dokument sah, das so in den Buchdruck hätte gehen können, war es das einfach. Dazu gehen die ASCII-Quelltextdateien im Unterschied zu den Dateien von Office-Paketen einfach nicht kaputt. Kein Netzwerkausfall zum Hochschulserver und kein Kommilitone der bei einer gemeinsamen Praktikumsausarbeitung einfach mal die Diskette zu früh auswarf konnte mir mehr meine Dokumente zerschiessen oder mein Office-Paket einfrieren lassen und so meine Arbeit bis auf den Stand des letzten Backups zurückwerfen. Textdateien liessen sich selbst im halbüberschriebenen Zustand von einer Platte mit defektem Dateisystem kratzen und der Text der noch nicht überschrieben war, war mit allen Formatierungen noch vorhanden. Diese Textdateien sind einfach unschlagbar robust, ganz anders als die Dateiformate von Office-Paketen.

Noch dazu war es von dem Zeitpunkt an völlig egal welches Betriebssystem der Rechner hatte an dem ich in der Hochschule sass, denn einen Texteditor bringt wohl jedes Betriebssystem mit. Viele Studenten konnten damals in den öffentlichen studentischen Computerpools der Hochschule mit den wenigen dort unter Solaris (ein Unix-Derivat) laufenden Rechnern nichts anfangen, weshalb diese Rechner meistens frei waren, während sich an den Windows-Rechnern teilweise Warteschlangen bildeten. Kein Problem mehr für mich. Auch Solaris hatte einen Texteditor und ich konnte da ohne Office-Paket ganz in Ruhe meine Ausarbeitungen schreiben und sogar zwischendurch zum Essen gehen, ohne dass mir jemand "meinen Rechner" streitig machte.

>>Mal davon abgesehen, dass OOo auf unseren alten Schul C2D Rechner einfach mal etwa 4x länger startet als MS O. Sprich: bis die Kids was in MS O geladen haben, sind es 1 1/2 Minuten, in OOo sind es 4-5.<<

Das ist ein ganz simpler Trick von Microsoft auf den schon bei IE massenweise Leute reingefallen sind. Wie beim IE werden auch Teile von MS Office schon beim Systemstart in den Hauptspeicher hochgeladen. Startet man das Programm dann an, brauchen nur noch wenige Daten von der lahmen Festplatte nachgeladen zu werden und das Programm scheint schneller zu starten als die der Wettbewerber, die erst komplett von der Festplatte geladen werden müssen, da sie nicht schon beim Systemstart in den Hauptspeicher geladen wurden.

Ich benutze übrigens seit Jahren ein Tablet-Convertible mit einem C2D-Low-Voltage-Prozessor, welcher als Energiespar-Mobilprozessor wohl den C2D-Desktop-CPUs in Euren Schulrechnern unterlegen sein dürfte. Selbst der braucht nicht einmal 10 Sekunden um den OpenOffice Writer anzureissen und das von einer konvertionellen, langsamen Notebook-Festplatte. Mit SSD liegt der unterhalb von 5 Sekunden und wenn ich OpenOffice direkt beim Windowsstart mit in den Hauptspeicher lade, braucht der nicht einmal zwei Sekunden bis der OOWriter offen ist.

Ich weiss also nicht, was Ihr mit euren Schul-C2D-Desktops macht, aber normalerweise sind C2Ds nicht gerade leistungsschwach. Mein 18 Jahre alter Pentium-II-Rechner startet einen aktuellen OO Writer unter Windows XP vom USB-2.0-Stick in unter 20 Sekunden. Das habe ich gerade ausprobiert. Benutzt ihr Eure Schulrechner mit im BIOS deaktiviertem Prozessorcache oder sind einfach nur Eure Kids so langsam?
 
@resilience: kannst du das mal in kurz zusammen fassen?
 
@MBUS: Ich habe schon mehrfach erlebt, dass Dokumente in OO unterschiedlich aussehen je nachdem welche Version man benutzt. Selbst mit derselben Version kann es Probleme geben, wenn man die Plattform wechselt. Ich hatte schon OO-Dokumente (ODF-Format) vom Mac, die unter OO auf Win komplett andere Formatierung aufwiesen. Zwar ist auch MSO auch nicht ohne Probleme mit verschiedenen Versionen, aber so schlimm ist das meistens nicht. Tragisch ist nur ein Austausch von Dokumenten zwischen MSO und OO oder umgekehrt. Das geht selten gut.
 
Erst ködern, dann kaufen
 
@Hondo: ...aber bessere Chancen bei Bewerbungen haben. Aber sowas wird ja gerne mal unter den Teppich gekehrt. ;)
 
@DON666: Warum hat man mit Microsoft Office bessere Chancen bei Bewerbungen als mit anderen Office Produkten?
 
@Peter Griffin: Dass sich "Gute Kenntnisse in MS-Word und MS-Excel" auf einer Bewerbung gut machen, muss ich dir jetzt nicht näher erläutern, oder?
 
@DON666: Kenntnisse mit Office Programmen ist immer gut. Sollte sich nicht nur auf einen Hersteller beschrenken.
 
@Peter Griffin: Lies dir einfach die Kommentare unterhalb des ausgeblendeten Unsinnskommentars [o4] durch (Stichwort "De-Facto-Standard"), dann brauche ich dir das nicht noch mal extra auseinanderzuklamüsern. Aber ich gehe eh davon aus, dass dir das klar ist und du lediglich sticheln willst...
 
@DON666: Mir geht es darum dieses "De-Facto-Standard" nicht hinzunehmen. Anstatt Microsoft mehr Macht zu geben sollte man offene und freie Software stärker unterstützen. Die EU redet immer davon.. passiert ist aber bisher kaum was. Es gibt nur wenige Ausnahmen von Gemeinden und einzelnen Städten.
 
@Peter Griffin: Ich weiß wohl, worauf du hier hinaus willst.
 
@Peter Griffin: Naja, wenn du OOo mal ausgiebig benutzt, weißt du auch warum. Für meinen Privatgebrauch reicht es locker, aber eben nicht für professioneller Ansprüche.
 
@DON666: "Gute Kenntnisse in MS-Word und MS-Excel" - Das macht sich in einer Bewerbung ausgesprochen schlecht.
Dann würde der Personalchef nämlich sagen: "Das setzt man voraus. Ist das alles was sie können weil sie das so betonen?"
 
@Grendel12: Selbst wenn, du schreibst es ja selbst: Es wird vorausgesetzt. Mit irgendwelchen OO-Skills (oder meinetwegen dem Apple-Pendant zu MS-Office) brauchste halt nirgends aufzukreuzen. Insofern unterstreichst du meine Aussage nur. Danke! ^^
 
Wir haben versucht, es einzuführen. Als die Eltern Microsoft und Cloud hörten, war die Sache gestorben... Naja, jetzt haben wir einen 365 Zugang für eine ganze Schule mit 900 Schülern, aber die SuS dürfen es nicht nutzen... Brenne Geld, brenne!
 
@LoD14: Wow. Respekt an die Eltern :) Keine Ironie.
 
@Peter Griffin: solange man verantwortungsvoll mit seinen daten umgeht, stellt die cloud keine gefahr dar. nur die "haben dann da was im fernsehen bei RTL gesehen, von diesem edward da" und damit ist es böse. aus prinzip. sehr böse. werk des teufels. persönlich.

anstelle das man dann mit den kindern den verantwortungsvollen umgang mit daten in der cloud üben kann... sollen die doch ihren schei* alleine auf die reihe kriegen.
 
@LoD14: Das sind die gleichen Eltern die ihren Kindern zur Enschulung ein iPhone schenken.
 
@Bautz: Solche Geschenke nenne ich Dummheit.
 
Nennt man das nicht anfixen?
 
@bcc2k: : ...ködern, indoktrinieren.. es gibt viele Begriffe für solche Machenschaften. Deswegen hat Microsoft auch die markführende Position im Officebereich in Unternehmen.
 
@Peter Griffin: Für kleinere private Dinge reichen freie Office Pakete noch, aber für den professionellen und geschäftlichen Bereich ist Microsoft Office einfach unangefochten und die bessere Wahl.

Aber leider bist du nur zum bashen hier.
 
Welcher Schüler hat denn eine Mailadresse seiner Schule??
 
@Kuli: Also ich hatte das vor 15 Jahren schon. Und vor 10 eine an der Uni.
 
@Bautz: In der Uni hab ich auch eine Email-Adresse, aber in der Schule hatte ich nie eine (Abitur vor drei Jahren).
 
Microsoft macht das nicht aus Freundlichkeit, sondern weil es für MS notwendig ist!

Als (Informatik-)Student habe ich relativ viel Zeit mit all diesen Dingen verbracht. Unterschiedliche Windows-Server-Versionen getestet, zuhause ein komplettes AD inklusive 10 VMs aufgesetzt und und und... (Linux systeme eben so, mag ich aber weniger)

Das Resultat ist natürlich: WENN ich irgendwann von Berufswegen eigene Server benötige - was werde ich wählen? Genau, dann kaufe ich mir eben eine 2012 R2 Lizenz für 4000 Euro, weil ich mich damit bestens auskenne und das Ding nach einem Tag einsatzbereit wäre.

Hätte ich die Server-Software als Student nicht kostenlos bekommen, hätte ich meine Spielereien wohl mit Linux etc. betreiben müssen, da die Windows Versionen nat. unerschwinglich wären. In Folge hätte ich dann auch später gesagt "Ich nehm CentOS, das kenn ich schon".

Aus den selben Gründen macht MS das mit Office. Man stelle sich vor alle Schüler und Schulen setzen aus Kostengründen auf Open Office - warum sollte später einer auf das kostenpflichtige MS Office wechseln?
 
@dognose: Völlig richtig. Das ist auch der Grund, wieso so viel Software über DreamSpark kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
 
Ist es inzwischen üblich, dass Schulen eigene Mailadressen vergeben?!
 
Wenn es denn sowieso, laut Kommentaren auf WF, kein Schüler und Studenten haben will oder haben sollte, stellt sich für mich die alte Office Frage, um wieviel wäre das Office 365 Personal billiger, wenn man bei dem offiziellen Verkaufspreis von 69€, die Kosten für sämtliche verbilligte Versionen abziehen würde und wie viel Leute mehr würden Office 365 Personal dann kaufen? (Im Artikel steht nichts über die Nutzung von 5 Geräten, also gehe ich von 365 Personal aus)
 
Die "nichtberechtigten Schüler" können Office365 mit etwa 45 EUR (für ein PC) kaufen. Außerdem gibt es bei vielen Schulen auch PC-Räume.
 
Microsoft weiss schon in welchem Alter man sich in den Hirnen zukünftiger Kunden einnisten muss um diese dazu zu bekommen, dass sie im Erwachsenenalter jede Kröte schlucken und genug Kröten herausrücken weil sie sonst ihre ganzen alten Dokumente umkonvertieren und die Bedienung eines anderen Office Pakets lernen müssten. Immer die gleichen alten Tricks um zukünftige Kunden zu rekrutieren.

Als ich noch Student war, hätte ich eine ganze Menge Software von Microsoft auch gratis bekommen. Sogar die Windows Server Versionen gab es an der Hochschule für Studenten und Lehrkräfte gratis. Ich habe davon trotzdem nie Gebrauch gemacht, denn zum einen hatte ich damals schon keine Microsoft-Produkte mehr im täglichen Einsatz und war sehr froh darüber und zum anderen hätte die Hochschule meine personenbezogenen Daten an Microsoft übermittelt, wenn ich an dem Programm teilgenommen hätte. Das habe ich dann doch lieber gelassen. Ein Windows kriegt man ohnehin mit jedem neuen PC nachgeschmissen und eine MS Office Lizenz hatte ich schon lange vor meinem Studium gekauft. Kein Grund meine persönlichen Daten an Microsoft zu verraten, damit die anhand der Registrierungskeys immer schön nachsehen können, wo ich meine studentische Lizenz installiere und was ich mit meinen Rechnern so anstelle. Da ist mir meine Privatsphäre doch mehr wert als ein paar hundert Euro.

>>Das Microsoft-Paket ist zweifellos interessant, denn man bekommt Office 365 ProPlus zur Verfügung gestellt: Dieses umfasst Office Online (per Browser), aber auch die aktuellste Offline-Suite (Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook, Access und Publisher), diese kann auf bis zu fünf PCs, Macs und Tablets (je nach Software-Verfügbarkeit) installiert werden. Dazu kommt ein Terabyte Speicher auf OneDrive.<<

Das Paket ist nicht so wirklich interessant, denn es zwingt einen, die eigene Arbeit in Dateienformaten zu speichern, die man dann nur mit einer einzigen Software eines einzigen Herstellers verwenden kann.

Ändert dieser Hersteller etwas an seinem Dateiformat, was Microsoft in der Vergangenheit ständig getan hat, werden alte Dokumente schnell nur noch fehlerhaft und irgendwann gar nicht mehr zu benutzen sein. Word-Dokumente sind schon von einer Word-Version zur Nachfolgeverseion nicht mehr voll kompatibel und noch schlimmer ist es mit OneNote-Notizbüchern. Da steht man fast bei jeder neuen OneNote-Version mit seinem alten Notizbuch da und kann das nur noch lesen oder zumindest nicht mehr vollfunktionell bearbeiten, so dass man seine Notizen inzwischen in mehreren verschiedenen Notizbüchern suchen muss, wenn man seit OneNote 2003 dabei ist.
Wenn Microsoft sich entscheidet MS Office nicht mehr weiterzuentwickeln weil es zu wenig Gewinn abwirft oder MS gar in den Konkurs gehen sollte, verliert man, sobald die alte Office-Version auf neuen Betriebssystemen nicht mehr installierbar oder einfach nicht mehr aktivierbar ist, den Zugriff auf alle seine Dokumente. Da kann man sich höchstens noch mit alten Windows-Installationen in virtuellen Maschinen retten, wenn man MS Office dort noch irgendwie aktiviert kriegt.

Ich habe aber, ehrlich gesagt, keine Lust in Zukunft auf einem neueren Betriebssystem immer eine virtuelle Maschine anzuschmeissen, nur weil ich ein Word-Dokument bearbeiten oder an mein OneNote-Notizbuch möchte und daher bin ich froh, das ich seit über 15 Jahren ohne Word und Exel und seit fast 8 Jahren ohne OneNote auskomme. R.I.P. MS Office. Meine früheren MS-Office-Dokumente sind inklusive meines OneNote-Notizbuches inzwischen alle auf offene, für die nächsten 100 Jahre les- und bearbeitbare Formate konvertiert und ich vermisste defekte Formatierungen in alten Dokumenten beim Öffnen mit einem neuen MS-Office und Notizbücher, die ich unter einer neuen MS-Office-Version plötzlich nicht mehr vollumfänglich nutzen kann, nicht wirklich.

Es ist echt schlimm, dass so eine Art der Kundenrekrutierung und Produktgehirnwäsche über die Schulen vom Staat zugelassen wird. Da Schulkinder solche Marketingtaktiken noch nicht durchschauen können, sollte man ihnen in der Schule lieber die Nachteile proprietärer Softwarelösungen und deren Folgen für die Archivierbarkeit von Dokumenten aufzeigen, statt sie schon dort geldgierigen Konzernen ans Messer zu liefern. Ich werde bei meinem Nachwuchs darauf achten, dass er in der Schule nicht zum jede Kröte schluckenden Abozahler und Aktivierungshandlanger irgendwelche Konzerne erzogen wird.

Fazit:
Man sollte kommerzielle Software aus Schulen und Unterricht verbannen um solche taktischen Produkvorprägungen der Schüler durch die Industrie zu vermeiden, anstatt sowas auch noch zu befürworten. Es reicht schon, dass die Gehirne der Jugend heute durch die Medien rund um die Uhr auf bestimmte Produkte konditioniert werden. Daran sollten sich staatliche Bildungseinrichtungen nicht auch noch beteiligen. Mal ganz davon abgesehen ist das Programm für die teilnehmenden Schulen auch nicht kostenlos. Am Ende zahlt man dann also als Vater mit seinen Steuern sogar noch dafür, dass das eigene Kind über die Schule auf ein Produkt eines Konzerns geprägt wird. Das kann es ja wohl irgendwie nicht ganz sein, oder?
 
Das Sinnvollste wäre doch die Option, dass man ein PC Windows und MS-Office zusammen installiert werden oder noch besser, dass Office 365 ein Teil von Windows wird wie jetzt schon zahlreiche Applikationen in Windows 8, die man kaum oder gar nicht braucht.

MS-Office ist nun mal seit den 90er Jahren etablierter Standard. Jeder vom Schulkind, zur Sekretärin bis zum Professor, ein Facharbeiter oder der Chef beherrscht und benutzt es und es wäre zweckmäßig, dass man die gleichen Programme eben auch nehmen soll, etwa, stets die gleichen Formate aus Kompabilitätsgründen usw.
In der Schule müsste in den einzelnen Lehrfächern (besonderes Deutsch, Mathematik) auch MS-Office gelehrt werden.

So würde bereits beim Schüler schon von Beginn an Microsoft gelernt - beim Betriebssystem und eben auch bei den Standardprogrammen. So werden Alternativvarianten (Openoffice usw.) gar nicht erst benutzt oder zumindest ideell erschwert.
 
@Grendel12: Was für ein Horror...
 
In der Schule, ein Gymnasium, auf dem ich bin, haben wir Windows XP und Office 2003.

Das heißt, dass unsere knapp 1.200 Schüler schonmal keinen Zugang kriegen werden
 
Damit Schüler oder Studenten in den Genuss von Office 365 ProPlus kommen braucht die Schule einen Microsoft Mietvertrag. Leider hat nicht jede Schule so einen Mietvertrag. Deshalb kann auch nicht jeder Schüler Office bekommen. Schade,... meine Schule ist nicht dabei, dann hätte ich Office bekommen auf www.officefuerbildung.cotec.de
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