OneNote 2013 jetzt (ganz und gar) kostenlos - Alle Features gratis

Microsoft hat bekanntgegeben, dass die kostenlose Version von OneNote 2013 ab sofort alle Funktionen in vollem Umfang zur Verfügung stellt. Damit fallen nun auch die letzten Schranken, was die Möglichkeiten im Umgang mit der Notiz-Software von ... mehr... OneNote, OneNote 2013, Zeichnen mit Fingern Bildquelle: Microsoft OneNote-Team OneNote, OneNote 2013, Zeichnen mit Fingern OneNote, OneNote 2013, Zeichnen mit Fingern Microsoft OneNote-Team

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Also doch nur fast komplett kostenlos. Das die Notizbücher nur auf OneDrive abgelegt werden können ist mit die grösste Einschränkung der kostenlosen Variante und die bleibt ja wie beschrieben bestehen.
 
@Sonnyboy: http://onenote-blog.de/onenote-und-dropbox-besser-nicht/
 
@Saldavon: Kenn ich und es geht ja auch nicht zwingend darum, dass die Notizbücher in der Cloud liegen. Wenn man es bei der Arbeit einsetzen möchte sind Clouddienste außerhalb der EU sowieso alle Tabu. Sprich es gibt Konstellationen, wo man die Notizbücher einfach lokal auf den Tablet etc. haben muss/möchte.
 
@Sonnyboy: Und das Problem ist? Kann ich bei meinem iPhone ohne das es mit OneDrive gesynct wird...
 
@Saldavon: Jo, mag sein. Hier geht es aber um die kostenlose Variante für Windows, die angeblich identisch zur Variante, die mit Office geliefert wird, ist. Und genau das ist sie eben nicht.
 
@Sonnyboy: Du sprichst aber oben von Tablet und jetzt von Windows... Also ein Tablet mit Windows?

Ich hab mir eben gerade OneNote 2013 für Windows (PC) gezogen. Kein Problem für keinen Sync mit OneDrive und Lokaler Speicherung. Bezweifel, dass es bei nem Windows Tablet anders ist.
 
@Saldavon: Ja, es gibt Tablets mit einem vollwertigen Windows, Surface Pro und so ...
Habs selber nicht getestet, aber im letzten Absatz des Artikels steht, dass weiterhin ein MSAccount und OneDrive für die Ablage benötigt wird.
 
@Sonnyboy: Jo, die EU ist auch was völlig anderes als z. B. die USA und zu 100% vertrauenswürdig, wenn es um firmeninterne Daten geht... Ja, nee, is klar.
 
@DON666: Ob man es dann tatsächlich in die Cloud schiebt ist natürlich etwas anderes. Vor Gericht, sollte mit den Daten etwas passieren, ist in der EU maximal fahrlässig, bei Clouds außerhalb grob fahrlässig. Ideal ist natürlich Deutschland und selbst dort gibt es keine Garantie.
 
Klingt nach ziemlichem Mist - wozu kann man das verwenden???
Und in der Cloud speichern??? DANKE, ABER NEIN DANKE!
 
@Zonediver: Du hast es noch nie benutzt, oder? ;-)
 
@HeadCrash: Natürlich nicht ;-)
 
@Zonediver: 0/10
 
@Zonediver: Dann kauf dir die richtige Version... Da geht das alles;)
 
@Zonediver: Die Idee hinter OneNote ist die, ein einziges Notizbuch zu haben in dem man alle seine beruflichen und privaten Notizen und dazu noch Hyperlinks und multiple Dokument und Mediendateiformate speichern kann und sich so über Jahre eine zentrale Infomations- und Wissenbasis aufbaut.

Dummerweise funktionert das Konzept immer nur wenige Jahre, da sich fast alle im Notizbuch abgelegten Dateiformate mit jeder neuen Software-Version des Office-Pakets und/oder ihrer jeweiligen Stammsoftware weiter verändern. Somit ist es nahezu ausgeschlossen, dass man eine solchen Wissensammlung über Jahrzehnte vollfunktionsfähig nutzen kann. Schon der Wechsel von OneNote 2003 auf OneNote 2007 führte wegen OneNote-internen Dateiformatinkompatibilitäten damals dazu, dass ich mein altes Notizbuch unter OneNote 2007 nicht mehr vollfunktionsfähig nutzen konnte und dann mit zwei Notizbüchern hätte arbeiten müssen, was ich nicht wollte, da man dann z.B. Suchen im Inhalt immer zweimal durchführen müsste.

Es ist also nicht zu empfehlen seine Dateien in so einem proprietären und überfrachteten Notizbuchformat wie dem von OneNote abzulegen, wenn man auf die Notizen länger als 5-10 Jahre zugreifen möchte.
 
In der Office-Version kann man auch auf der Festplatte speichern. Aber bei Umsonst-Versionen muss man eben Einschränkungen hinnehmen.
 
@Grendel12: Man kann auch in der kostenlosen Version alles auf dem lokalen Rechner belassen, indem man auf manuelle Synchronisation setzt und nie synchronisiert.
 
Man kann weder problemlos in Google Drive noch in Dropbox speichern. Microsoft lebt nach wie vor in seiner kleinen einsamen eigenen Welt. Tja, dann halt nicht...
 
@Jas0nK: Selbstverständlich geht das, musst eben das Notizbuch in den Syncordner für Dropbox bzw. Google Drive schieben ;)
 
@Jas0nK: Warum sollte Microsoft Google Drive unterstützen? Wenn Google ihre offiziellen Apps nicht einmal für Windows Phone und WinRT rausbringt. OneDrive dagegen unterstützt Windows Phone, Windows RT (ModernUI Apps), Windows Desktop (Windows 7, Windows 8, Windows 10), OS X, iOS und Android. Wer mehr Plattformunabhängigkeit will, ist bei Microsoft besser aufgehoben, als bei Google und Apple.
 
@Jas0nK: Du scheinst "Microsoft" und "Jas0nK" miteinander zu verwechseln, was die "kleine, einsame Welt" angeht.
 
ZU SPÄT, Microsoft!!!

Office 365 ist nämlich längst gekauft. :D
 
@Gordon Stens: wohl eher für ein jahr gemietet
 
@Nomex: ...ist auch monatlich kündbar zu erstehen...
 
Ihr wisst aber schon, dass man die Synchronisierung der Notizbücher einfach ausschalten kann, sodass alles nur lokal auf dem Rechner gespeichert wird und nirgendwo anders?
Nutze OneNote schon seit über einem Jahr und muss sagen dass es an der Uni in Kombination mit dem Surface sehr praktisch ist :D
 
@skarun: Für mich das wichtigste Dokumentation_s Tool am PC, hier wird alles was ich im Netz finde und mir interessant erscheint abgelegt.

Leider nutze ich OneNote viel zu spät, ich bin erst vor ein paar Jahren auf die Vorzüge aufmerksam geworden. Viele interessante Artikel sind mittlerweile gemeinsam mit den dazugehörigen Webseiten sterben vor 4 Jahren verschwunden. Viele HTML Seiten haben den iPhone, Facebook, Google, Android web 2.0 Wahn nicht überlebt. Das merke ich immer wieder wenn ich meine Bookmarks aufräume, das tu ich seit 15 Jahren, so lässt sich eine Tendenz erkennen. Vor 4 Jahren waren wenn ich die Bookmarkseiten überprüft habe von 10 HTML Seiten 1 bis 2 verschwunden, in den letzten 4 Jahren waren im Schnitt 8 von 10 verschwunden.
 
@skarun: Alles was irgendwie auch nur im Ansatz irgendwas irgendwie mit irgendeiner Cloud auf US Servern zu tun hat, muss hier grundsätzlich immer negativ kommentiert werden. Selbst wenn es immer noch nicht in den WF AGBs stehen sollte, gehört sich das hier mittlerweile einfach so!
Jetzt kommt irgendeiner daher, und sagt dass man das gar nicht muss. Nee nee nee, wie kann man nur! Böse, böse! :D
 
@skarun: >>Nutze OneNote schon seit über einem Jahr und muss sagen dass es an der Uni in Kombination mit dem Surface sehr praktisch ist :D<<

Das hielt ich vor 10 Jahren mit OneNote 2003 auf meinem stiftbedienbaren Tablet an der Hochschule auch für eine tolle Sache für Mitschriften. Dann kam OneNote 2007 und darauf liess sich dann mein OneNote 2003 Notizbuch nicht mehr vollfunktionsfähig umkonvertieren. Ich hätte also mein altes Notizbuch zum Nachsehen meiner alten Notizen behalten und ein neues OneNote 2007 Notizbuch für neue Notizen anlegen müssen.

Hätte ich alle meine Notizen vollfunktionell und in einem Rutsch durchsuchbar in einem Notizbuch haben wollen, hätte ich aus dem 2003er Notizbuch alle Notizen von über 2 Jahren als Einzeldateien von Hand exportieren und dann einzeln in ein neu angelegtes OneNote 2007 Notizbuch importieren und neu ordnen müssen. Bevor ich mir die ganze Arbeit alle 3-4 Jahre bei jeder neuen OneNote-Version mit noch ein paar Jahren mehr an Notizen mache, habe ich damals lieber direkt auf ein Notizsystem basierend auf normalen Textdateien umgestellt. Das vermeidet über Jahrzehnte viel Konvertierungsarbeit, ist auch in hundert Jahren noch mit einem dann aktuellen ASCII-Editor lesbar und sorgt dafür, dass ich mit meinen Notizen sogar unverändert weiterarbeiten kann, wenn es meinen Editor und Microsoft möglicherweise nicht mehr gibt oder Microsoft ihr Office-Paket eines Tages abkündigen, weil es nicht mehr genug Gewinn erwirtschaftet.

Wenn Dir Deine Notizen lieb sind und Du sie längere Zeit benutzen können willst als eine Hand voll Jahre, solltest Du Deine Entscheidung also noch einmal überdenken. Das gleiche gilt für alle anderen proprietären MS Office Dateiformate. Auch die werden irgendwann nicht mehr lesbar sein, da z. B. in Word schon teilweise eine neue Version die Formatierungen alter Word-Dokumente der gerade einmal 4 Jahre alten Vorgängerversion nicht mehr fehlerfrei interpretieren kann. Wer also seine Dokumente in 10-20 Jahren noch lesen können will, der sollte seine Daten nicht in proprietären Dateiformaten eines Herstellers begraben, die er alle paar Jahre konvertieren und danach von Hand auf Fehler überprüfen müsste. Das klappt nämlich bei tausenden Office-Dokumenten oder einem gut gefüllten OneNote-Notizbuch irgendwann nicht mehr, ohne darauf Tage und Wochen zu verwenden und die alten Office-Versionen werden auf neueren Betriebssystemen irgendwann nicht mehr laufen bzw. erst gar nicht mehr aktivierbar sein. Microsoft schafft da mit seinen sogar zu ihren eigenen Vorgängern inkompatiblen Office-Versionen ein gewaltiges Datengrab, in das fast die ganze Welt, inklusive Konzernen und Behörden, ihre Daten brav hineinschaufeln.
 
@resilience: Danke für die ausführliche Antwort! Daran hatte ich nämlich noch gar nicht gedacht. Aber man muss halt auch bedenken, dass die Situation von Microsoft heute eine andere ist als damals. Allein, da man so viel Wert auf Cloud legt ist eine Kompatibilität verschiedener Versionen umso wichtiger. Schließlich werden immer mehr Funktionen eingebaut, die beispielsweise verschiedensten Menschen ermöglicht gleichzeitig bzw. gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Im Gegensatz zu früher kann sich Microsoft also eine Inkompatibilität nicht so einfach leisten, wenn in der Zeit der Internet-Globalisierung ein Zusammenarbeiten ermöglicht werden soll.

Aber für den Fall der Fälle - in vielen, vielen Jahren - kann ich ja einfach meine Dokumente in PDF exportieren, bevor ich auf die neue OneNote Version umsteigen sollte (falls die dann inkompatibel sein sollte).
Es ist mir in Kombi mit dem Stylus einfach viel zu nützlich in meinem naturwissenschaftlichen Studium mit vielen Formeln, als dass ich darauf verzichten kann. Und speziell in meinem Fall habe ich in vielen Jahren nicht vor an den Notizen was zu ändern. Schlimmstenfalls reicht also auch das PDF Archiv zum evtl. nachlesen aus.

Aber danke für den Hinweis :)
 
@skarun: >>Im Gegensatz zu früher kann sich Microsoft also eine Inkompatibilität nicht so einfach leisten, wenn in der Zeit der Internet-Globalisierung ein Zusammenarbeiten ermöglicht werden soll.<<

Bei Skype hat Microsoft erst kürzlich vom einen auf den anderen Tag die Verwendung alter Clients komplett unterbunden. Alle Skype-Nutzer, die noch auf älteren Clients oder auf Betriebssystemen unterwegs waren, auf denen sich der neue Client nicht installieren lässt, hat Microsoft als Kollateralschaden im Regen stehen lassen. Ich habe schon vorher wegen der Überwachungsproblematik nur zähneknirschend mal einem Bekannten zuliebe Skype verwendet, damit der sich nichts anderes installieren musste um mal mit mir zu quasseln, aber seit dieser Aktion von Microsoft wird keiner meiner Rechner jemals wieder eine Skype-Installation sehen und meine Bekannten bekommen von mir einfach zu hören, dass Skype auf meinen alten Internetrechnern einfach seit der neuesten Version nicht mehr läuft und Telefonate darüber halt mit mir nicht mehr möglich sind.

Genau so wird das mit den Funktionen in der Microsoft Cloud auch laufen. Wer nicht upgraded, egal ob er dabei Daten verliert oder mühsam manuell umkonvertieren muss, der ist in immer kürzerer Zeit weg vom Fenster, weil in den Cloud-Funktionalitäten ständig etwas geändert wird und ältere Software somit automatisch inkompatibel wird.

Firmenkunden interessieren mehrere Jahre alte OneNote-Notizen zu einem alten Projekt nicht mehr und wenn da noch wichtige Dinge zu dokumentieren sind, wird dafür beim Upgrade auf ein neues OneNote eben ein Mitarbeiter abgestellt, der die noch benötigten Informationen aus einem alten Notizbuch in ein archivierbares Format packt. Wegen so etwas wechselt keine Firma ihr Office-Paket, die schon haufenweise MS-Office-Dateien auf dem Server bzw. in der Cloud liegen und die ganzen Mitarbeiter auf MS Office geschult hat.
Das sie Privatkunden, die nicht die Energie haben auf ein anderes Office-Paket umzulernen, beinahe jeden Frosch schlucken lassen können, hat Microsoft mittlerweile ohnehin begriffen. Sie haben also keinen einzigen Grund ihre Produkte wegen der Cloud-Funktionalitäten plötzlich auf Langzeitkompatibilität zu designen.

>>Aber für den Fall der Fälle - in vielen, vielen Jahren - kann ich ja einfach meine Dokumente in PDF exportieren, bevor ich auf die neue OneNote Version umsteigen sollte (falls die dann inkompatibel sein sollte).<<

Den Verkauf eines Produktes einstellen und es nicht mehr weiterentwickeln geht manchmal von heute auf morgen, wenn es nicht mehr genug Gewinn verspricht. Das sieht man bei Microsoft z. B. bei Windows RT, welches mit der Einstellung der Produktion des Tablets Nokia Lumia 2520 im Februar 2015, also ab diesem Monat, keinen Nachfolger mehr haben und vom Markt verschwunden sein wird. Leute mit einem entsprechenden Tablet gucken in die Röhre, denn großartige Neuerungen oder Anpassungen an künftige Software und Entwicklungen wird es da sicher nicht mehr geben.

So eine Karriere kann auch einzelnen Applikationen aus dem Office-Paket drohen.

>>Es ist mir in Kombi mit dem Stylus einfach viel zu nützlich in meinem naturwissenschaftlichen Studium mit vielen Formeln, als dass ich darauf verzichten kann.<<

Als ich damals mit OneNote anfing mitzuschreiben stand ich glücklicherweise schon am Ende meines Studiums, sonst wäre der Schaden weit größer gewesen. Ich hatte die Jahre vorher in meinem naturwissenschaftlich-technischen Studium mit einem normalen Notebook per LaTeX-Markup-Language einfach im Texteditor mitgeschrieben. Mit etwas Übung gibt man da insbesondere Formeln bald weit schneller in Form von ASCII-Text ein, als man sie mit einem Stift zu Papier oder auf ein Tablet bringen könnte und sie sehen kurz nach der Vorlesung dann mit LaTeX gesetzt in einem PostScript- oder PDF-Dokument auch viel besser aus als etwa in OneNote mit dem Stift eingegebene Formeln und sind dazu noch durchsuchbar. D.h. ich konnte auch in einem 300-Seiten-Skript, z.B. unter Zeitdruck beim Lernen vor einer Klausur, blitzschnell alle Stellen in den mitgeschriebenen Vorlesungen und Übungen finden in denen ein bestimmter mathematische Ausdruck vorkam und hatte so den gesamten Stoff zu einer bestimmten Formel sofort vorliegen indem ich einfach nur einem charakteristischen Teil der Formel eintippte und danach suchte oder, wenn ich schon ein Vorkommen der Formel im Script gefunden hatte, einfach direkt mit dem ASCII-Text der die Formel erzeugte im ganzen Script nach weiteren Vorkommen dieses Textes suchte. So komfortabel ist OneNote leider lange nicht. Auch wenn es heute relativ komfortabel nach Text in Bildern und Videos suchen kann, bleibt die Suche nach mathematischen Ausdrücken ein Problem. Auch Regular-Expression-Searches kann OneNote meines Wissens nach bis heute nicht ausführen. Mein Texteditor damals hingegen konnte das problemlos und das eben auch in den oft mehreren 10.000 Zeilen LaTeX-Markup-Language eines mehrhundertseitigen Scripts.

OneNote 2003 hatte ich damals eigentlich nur aus einem Grund zum Mitschreiben genutzt:

Kompliziertere Zeichnungen, die man von Hand in der Vorlesung halt irgendwie schneller hinschmieren konnte, konnte ich damals in LaTeX leider noch nicht ganz so schnell und präzise über Quellcode erzeugen, wie es mir heute mit viel mehr Übung mit der LaTeX-Erweiterung TikZ gelingt. Daher dachte ich damals, ein Tablet mit OneNote zum Mitschreiben wäre die Lösung dieses Problems, dass mich vorher in Vorlesungen, sobald der Prof anfing an der Tafel zu zeichnen, viel Zeit kostete und mich so oft bei dem Versuch bei der Mitschrift mit dem Prof Schritt zu halten unter Stress setzte.

Ich wollte die Mitschrift damals einfach direkt nach der Vorlesung komplett in digitaler Form vorliegen haben und die Zeichnungen daher nicht neben dem Notebook auf ein Papier schmieren und dann nachher wohlmöglich noch einscannen müssen um mich dann später über einen unschönen Mix aus handschriftlichem Gekrakel bei den Zeichnungen und sauber gesetztem Text und Formeln zu ärgern. Eine eingescannte Zeichnung sieht vergrößert im PS- bzw. PDF-Reader halt immer irgendwie minderwertig aus gegenüber einer in LaTeX gezeichneten, beliebig vergrößerbaren Vektorgrafik, weil der Scan halt zwangsläufig irgendwann verpixelt und das PDF bei höheren Scanauflösungen gigantisch groß wird, wenn der Prof in jeder Vorlesung Zeichnungen und Diagramme an die Tafel malt.

Ein wegen hochauflösenden Scans auf 500MB aufgeblasenes 300-Seiten-PS- oder PDF-Script war mit meinem damaligen Notebook einfach nicht zu benutzen. Das Notebook hatte selbst nur 512MB Hauptspeicher. Daher waren und sind Vektorgrafiken der Weg zu kleinen, überall les- und verschickbaren PDF-Scripten.

Das OneNote-Notizbuch wird auch sehr schnell recht groß, was mich daran ebenfalls damals schon geärgert hat. Meine mehrere hundert Seiten langen LaTeX-Scripte mit den ganzen Formeln, Tabellen und Vektorgrafiken könnte ich heute hingegen problemlos auf jedem SmartPhone mitnehmen und öffnen und das sowohl mit einem Texteditor, um sie vor Ort zu bearbeiten, als auch als perfekt gesetztes PDF-Dokument um sie jemandem zu zeigen. Das klappt nach ein paar Jahren Arbeit mit einem dann speicherfressenden OneNote-Notizbuch sicherlich nicht mehr "mal eben" auf dem SmartPhone, selbst wenn das Notizbuch trotz seiner Größe in der Cloud noch irgendwie abzuspeichern ist und daher auf dem SmartPhone keinen Speicherplatz frisst.

>>Und speziell in meinem Fall habe ich in vielen Jahren nicht vor an den Notizen was zu ändern.<<

Es gibt ja ohnehin viele Absolventen, die ihre Papierskripte nach dem Studium bald entsorgen, weil sie vielleicht häufiger umziehen müssen und das nicht immer alles mitschleppen wollen. In dem Vergleich kommst Du dann selbst mit einem OneNote-Notizbuch sicher noch besser weg.

Ich hatte damals nach meinem Studienabschluss aber z.B. auch noch meine ganzen Notizen zum Hausum- bzw. -ausbau per Tablet mit Hand-Skizzen und Fotos von der Baustelle in OneNote eingegeben. Wenn ich da in 20-30 Jahren nachsehen muss, wo welche elektrischen, Heizungs- oder Wasserleitungen herliefen, weil irgendwas umgebaut werden muss, möchte ich nicht darauf angewiesen sein, dass ich auf den dann aktuellen Systemen mein altes OneNote noch zum Laufen bekomme um das dort nachsehen zu können. Spätestens da kann man nicht mehr so einfach einen Haken dran machen wie an nicht mehr benutzbare Studienmitschriften nach dem Abschluss des Studiums.

>>Schlimmstenfalls reicht also auch das PDF Archiv zum evtl. nachlesen aus.<<

Ich hatte damals unter anderem auch versucht mein altes OneNote 2003 Notizbuch einfach in Form von einzeln exportieren PDF-Mitschriften, -Übungen und -Recherchen als PDF-Dokumente in ein neu angelegtes OneNote 2007 Notizbuch einzupassen um nicht alles neu arrangieren zu müssen. Aber das ist dermaßen viel Zeug gewesen, dass schon das Aufteilen und Abspeichern in PDF-Dokumente ewig gedauert hätte, die Notizen in den PDFs wären nicht mehr veränderbar gewesen und ich hatte zudem keine Lust bei jeder neuen und möglicherweise wieder inkompatiblen OneNote-Version die ganze Prozedur ständig zu wiederholen nur um gelegentlich noch einmal etwas nachgucken zu können. Das wäre einfach immer wieder eine Strafarbeit für eine einmal falschgelaufene Entscheidung gewesen. Ich bin eher der Typ, der versucht einen Fehler den er gemacht hat mit einem einmaligen erhöhten Arbeitsaufwand für alle Zeiten aus der Welt zu schaffen und so mussten meine Daten damals komplett raus aus OneNote. Für immer.

Glücklicherweise hatte ich, da ich im Tippen von Text und Formeln inzwischen schneller war als beim Mitschreiben mit dem Stift auf dem Tablet und mir die Option druckbare Scripte aus meinen Notizen zu erstellen offenlassen wollte, auch in OneNote noch alles bis auf die Zeichnungen in LaTeX-Markup-Language mitgeschrieben. Hätte ich die viel zahlreicheren Gleichungen ebenfalls mit dem Stylus eingegeben, würden meine Mitschriften vom Ende meines Studiums wohl noch heute in OneNote 2003 feststecken und nur noch in schlecht editierbaren PDFs vorhanden sein. So liegen sie aber, nach einigen Tagen Arbeit damals, auch heute noch voll editier- und durchsuchbar in LaTeX-ASCII-Quellecodedateien vor, aus denen man wohl auch in 30 Jahren mit LaTeX noch sauber gesetzte und druckbare PDFs (oder welches universelle Dokumentenformat dann auch immer aktuell sein wird) für verschiedene Papiergrössen kompilieren und diese dann problemlos ausdrucken lassen kann, falls man letzteres dann überhaupt noch möchte.

Das (Druck-)Dokumentenformat ist nämlich ein weiteres Problem aus OneNote exportierter PDFs: Die Notizbücher sind nicht "mal eben" in PDFs umgewandelt und damit ausdruckbar, wie man vielleicht meinen möchte, weil einen OneNote bei Notizen eben nicht auf DIN-A4-Papier festlegt. Ohne vorherige aufwendige Bearbeitung umfangreicherer Notizen ist daher oft kein problemlos auszudruckendes PDF-Dokument aus einem OneNote-Notizbuch zu exportieren. Probier also besser vorher aus, ob und mit wie viel Aufwand Du Deine Mitschriften in ein PDF im Din-A4-Seitenformat bekommst. Wenn Du erst hunderte Seiten Mitschrift hast und das nicht ordentlich bzw. mit geringem Zeitaufwand funktioniert, sitzt Du irgendwann in derselben Falle wie ich damals, nur dann vermutlich mit ein paar Jahren mehr an Notizen (Ich habe ja nur noch knapp zwei Semester mit OneNote gearbeitet, bevor ich meinen Abschluss hatte.) und noch dazu ohne den Großteil der Mitschriften in Form von LaTeX-Markup-Quelltext geschrieben zu haben. Nur Letzteres hat mich damals davor bewahrt neben dem Exportieren und Verlinken der Grafiken auch noch sämtliche Textformatierungen und Formelpositionierungen nach dem Exportieren aus OneNote noch einmal vornehmen zu müssen um dann alles mit LaTeX in ein druckbares PDF wandeln zu können.

Naja, mein Lehrgeld habe ich in Form von unnütz vergeudeter Arbeitszeit trotzdem bezahlt. Ich hätte auf dem Tablet von vorneherein einfach die Zeichnungen mit dem Stift in ein Vektorgrafik-Zeichenprogramm eingeben und sie dann in die LaTeX-PDFs einbinden sollen, solange ich in LaTeX noch nicht gut genug war um Zeichnungen direkt als Quelltext einzutippen. Hätte mir viel Ärger erspart. Aber nachher ist man immer schlauer. Seitdem habe ich jedenfalls eine gesunde Abneigung dagegen entwickelt, wichtige Informationen in Dateicontainerformaten zu speichern, die sich weltweit nur mit dem Programm eines einzigen, kommerziellen Herstellers sinnvoll verwenden lassen.
 
@resilience: Ich kann die Argumente nur teilweise nachvollziehen. Es ist schlicht nicht möglich, dass von einem Tag auf den anderen alle Notizbücher inkompatibel werden könnten. Wie denn auch? Sie wären maximal mit der neuen OneNote Version inkompatibel und die wäre nicht von einer Sekunde auf die andere plötzlich auf meinem Rechner. Dafür müsste ich erst mal updaten oder gar die neue Version kaufen! Also ohne dass ich es bemerke geht es schon mal gar nicht.
Ich hatte auch ein Surface RT und nur weil es nicht supportet wird heißt das doch nicht, dass ich es nicht nutzen kann?
In diesem Fall ist Skype ein schlechtes Bsp. da es ausschließlich (!) über das Internet funktioniert. Abgesehen davon wären bei einem Skype Update ja nicht Ihre Chatverläufe verschwunden und somit kann nicht die Rede von Inkompatibilität sein.
Ferner bietet OneNote die Cloud-Sicherung als zusätzliche (!) Funktion an und ist nicht die ausschließliche Kernfunktion wie bei Skype. Als ehemaliger OneNote Nutzer sollten Sie das doch wissen.

Wenn Microsoft also ein neues OneNote herausbringen oder schlimmstenfalls einstampfen sollte und obendrein die Synchronisierung mit der Cloud unterbinden sollte, würde ich sogar dann noch meine Notizbücher auf meinem lokalen Rechner haben, wie auch das OneNote 2013.
Zudem wäre ein so radikale Schritt nicht von heute auf morgen möglich. Nicht einmal bei einer Insolvenz.
Und keiner kann verhindern, dass ich eines Tages in vielen Jahren OneNote 2013 über meine ISO erneut installieren kann. Auch dann nicht, wenn es das Programm nicht mehr geben sollte.
Mit Verlaub, aber es ist völliger Quatsch, dass das alles von heute auf morgen inkompatibel werden könne.

Darüber hinaus ist mein Studium mehr chemisch orientiert und mit den vielen chemischen Formeln, Zeichnungen und Skizzen fällt LaTeX für mich weg. OneNote bietet mir da viel mehr Freiraum. Übrigens unterstützt es durchaus eine Schrifterkennung, sodass ich auf Wunsch auch in handschriftlichen Aufschrieben suchen kann.
Auch kommt hinzu, dass im Gegensatz zu einem mathematischen Studium die Skripte der Dozenten sehr viele Abbildungen enthalten und wenn ich diese ergänzen will bietet sich das direkte, handschriftliche Notieren an und LaTex wäre nur hinderlich. Die PDF Dateien kann ich bequem und schnell in OneNote einbinden und dann darauf herumschreiben und kritzeln wie ich will. Ich kann natürlich nicht nur Text durch Markierungen hervorherben, sondern auch wichtige Bereiche beispielsweise einer Abbildung zu einem biologischen Mechanismus. Auch komplexe Zeichnungen können schnell und einfach erstellt werden. Praktisch ist auch die Funktion Bildausschnitte aus dem Internet frei hinzuzufügen. Auch Videos kann ich einbinden (praktisch bei chemischen Versuchen) und sogar Tonaufnahmen machen.
Das alles kann LaTeX nicht oder nicht so komfortabel in Bezug zu meinem Studium. LaTeX ist ein super Programm, aber eben nicht für jeden Studiengang.
 
@skarun: Wenn bei Winfuture ein Beitrag zum Thema MS-Office geschrieben wird, der länger als 5 Säze ist, dann entpuppt sich der Beitrag stets als Latex-Werbung - völlig egal, dass das zum Thema "MS-Office" gar nicht zum Thema passt.
Trollerei!
 
@skarun: Auch wenn ich neben einigen Humanmedizinern auch einen Doktor der Chemie in meinem Bekanntenkreis habe, der seine Doktorarbeit über Sprengstoffe in LaTeX geschrieben (es gibt durchaus sogar speziell für Darstellungsformen in der Chemie und Biologie gemachte Pakete für LaTeX) und danach z.B. an der Weiterentwicklung des in Airbags enthaltenen Sprengstoffes gearbeitet hat, geht es mir hier eigentlich gar nicht darum, LaTeX als Allheilmittel für jedes Notiz- und Dokumentationsproblem darzustellen.

Es geht schlichtweg darum, dass es keine gute Idee ist viel Arbeit in die Erstellung eines Notizen- bzw. Wissensarchivs zu stecken, wenn der Dateicontainer dieses Archivs nur mit der Software eines einzigen Herstellers weltweit vollfunktionsfähig zu benutzen ist und dieser Hersteller schon bewiesen hat, dass neuere Versionen seiner Software nicht unbedingt voll kompatibel zum Dateiformat der Vorgängerversion sein müssen. Damit ist die Lesbarkeit dieses Archivs nämlich ständig bedroht und nahezu sicher, dass es irgendwann nicht mehr auf nur noch mit aktueller Software laufender Hardware zu benutzen sein wird.

Noch dazu ist OneNote bei dem Funktionsumfang und der entsprechenden Menge Quellcode alles andere als ein fehlerfreies und leicht zu wartendes Programm.

Wie in Word-Dokumenten mit plötzlich unrettbar defekten Formatierungen, die laut MS Knowledgebase dann ein Herauskopieren des Textes in ein neues Dokument und somit eine komplette Neuformatierung des Textes im neuen, hoffentlich fehlerfreien Dokument erfordern, kann es Dir daher auch in OneNote passieren, dass die Anwendung mal irgendwelche Bits falsch in der bei ernsthafter Nutzung recht schnell unhandlich gross werdenden OneNote-Containerdatei ablegt oder etwa ein Stromausfall, ein Fehler im Hauptspeicher oder einem Massenspeicher oder etwas Ähnliches das bewerkstelligt.

Der Fehler kann in der OneNote-Containerdatei möglicherweise Tage, Wochen, Monate oder auch Jahre nicht auffallen. Dann benutzt man eines Tages eine bestimmte Funktion oder löscht Dokumente aus der Containerdatei und kopiert neue herein und plötzlich stolpert OneNote über diese "gekippten Bits" und nichts geht mehr. Wie soll man dann den Fehler in einem inzwischen mehrere Gigabyte grossen Notizbuch finden, um sicherstellen zu können, dass einem dasselbe nicht kurz darauf noch einmal passiert, nachdem man sich das jüngste noch funktionsfähige Backup seines Notizbuchs genommen und fehlende Daten dort nachgetragen hat? Ohne den Fehler zu kennen, kann man nicht einmal bei einem Mehrgenerationenbackup sagen, in welcher Generation die Vorschädigung im Dateicontainer noch nicht enthalten war.

In so einem Fall einfach einmal den gesamten Inhalt des OneNote-Notizbuch-Backups in ein neuangelegtes und so hoffentlich fehlerfreies Notizbuch zu kopieren, wie man das mit einem Word-Dokument zähneknirschend tut um sicher zu sein, dass einem derselbe Fehler nicht kurz darauf auch bei der Arbeit mit dem Backup ereilt, geht mit einem OneNote-Notizbuch nicht so wirklich. Denn, anders als in einem Word-Dokument, heisst es dort nicht maximal ein paar hundert Seiten Text zu exportieren und in einem neuen Dokument neu zu formatieren, und schlimmstenfalls noch ein paar hundert Abildungen importieren und positionieren zu müssen, was schon schlimm genug ist, sondern es heisst nach einigen Jahren Arbeit mit OneNote einige tausend eigene Notizobjekte und tausende weitere in der OneNote-Containerdatei abgelegte PDFs, Bilder, Videos, Webseiten etc. zu exportieren und in eine neue Notizbuchdatei wieder zu importieren und manuell anzuordnen. Schon den Aufwand betreibt niemand. In so einem Fall werden meistens nur die aktuell nötigsten Daten gerettet und der Rest bleibt im alternden, korrupten Dateicontainer gefangen oder steckt in einer unüberschaubaren, schlecht durchsuchbaren und nicht mehr komfortabel veränderbaren Menge PDF-Dateien oder gar noch mehr Dateien vieler unterschiedlicher Formate ungeordnet auf der Festplatte fest.

Fazit:

Für Dokumentenansammlungen auf Festplatten gibt es mittlerweile immerhin diverse kostenlose Wiederherstellungstools für das Dateisystem oder, wenn das Dateisystem wirklich komplett kaputt ist, auch kostenlose Tools, die verstreute Dateien auf der Platte an ihrem Header zu erkennen und wiederherzustellen versuchen und selbst dabei gehen Daten zwangsläufig unwiederbringlich verloren.

Für einen korrupten OneNote-Dateicontainer, der im Prinzip so etwas wie ein Datei-/Datenbanksystem in einer einzigen Datei ist, gibt es da viel weniger Möglichkeiten für eine Wiederherstellung und diese kosten dann gleich Geld, denn die ersten Firmen haben entdeckt, dass das Problem mit korrupten OneNote-Notizbüchern schon heute so gross ist, dass man damit durchaus Geld verdienen kann, wenn man entsprechende Tools anbietet. Das sieht man z.B. hier:

https://onenote.recoverytoolbox.com/

Interessant finde ich vor allem den letzten Absatz und besonders den letzten Hinweis auf der Seite:

"Note: Recovery Toolbox for OneNote do (BTW: Muss das nicht zumindest 'does' heißen? Hoffentlich retten die nicht so Daten wie sie englischen Text schreiben.) not repair content of password protected Microsoft OneNote .one or .onenote files."

Das heißt also, dass die Daten bei einer korrupten, aber passwortgeschützten und somit verschlüsselten OneNote-Datei auch mit diesem Tool nicht mehr zu retten sind, da es offenbar, selbst wenn man sein Passwort weiß, den Datenbestand im OneNote-Container nicht entschlüsseln kann um dann darin nach Daten suchen zu können, wenn OneNote dazu selbst nicht mehr in der Lage ist.

>>Es ist schlicht nicht möglich, dass von einem Tag auf den anderen alle Notizbücher inkompatibel werden könnten. [...] Dafür müsste ich erst mal updaten oder gar die neue Version kaufen! Also ohne dass ich es bemerke geht es schon mal gar nicht.<<

Nein, erst werden ältere OneNote-Versionen inkompatibel zu Cloud-Funktionen, dann werden deren Notizbücher inkompatibel zu neuen OneNote-Versionen, dann wird die alte OneNote-Version, zu der die Notizbücher noch kompatibel sind, inkompatibel zu neuen Betriebssystemen und die neue Hardware inkompatibel zu alten Betriebssystemen und am Ende hockt man dann mit mehreren OneNote-Versionen in mehreren virtuellen Maschinen da und auf jeder liegen ein paar Jahre Notizen. Wie soll man das dann noch komfortabel durchsuchen können, wenn man eine Information braucht?

Von einem einzigen Tag habe ich übrigens nie gesprochen und das "in immer kürzerer Zeit weg vom Fenster" bezog sich auf die Zusammenarbeit bzw. die Teamfunktionen in der Microsoft Cloud. Da kann es immer mal ein Update geben, welches, wenn man es nicht einspielt, von einem auf den anderen Tag eine Nutzung der Teamfunktionen von OneNote unmöglich macht.

>>In diesem Fall ist Skype ein schlechtes Bsp. da es ausschließlich (!) über das Internet funktioniert.<<

Bei einigen Microsoft-Programmen funktioniert inzwischen nicht einmal die Installation ohne Internet. Mir ist bisher z.B. kein offizieller Weg bekannt, das neue Gratis-OneNote-2013 offline zu installieren. Von meinen Bekannten hat sich da schon jemand dran versucht, weil er mit seinem Firmenrechner nicht ans virenverseuchte Internet darf aber gerne OneNote darauf gehabt hätte, und der ist bis jetzt kläglich gescheitert.

Bei der Installation von Windows 8 muss man gar wissen, wie man an der Registrierung eines Online-Kontos bei MS vorbeikommt, sonst lässt sich Windows 8 ebenfalls nicht offline installieren. Noch dazu funktioniert auf dem Kachelstartscreen von Windows 8 direkt nach der Installation nicht so wirklich viel, wenn man mit dem Rechner nicht im Internet hängt. Bei der überwiegenden Zahl der Kacheln hagelt es auf einen Klick hin sogar Beschwerden, dass man nicht im Internet wäre, wie so etwas überhaupt möglich sei und dass man den Rechner gefälligst endlich an das Internet anschliessen sollte.
So wirklich viel funktioniert bei heutiger Microsoft-Software ohne Internetverbindung also auch nicht mehr. Das halbe System besteht aus Schaltflächen, die ohne Internetverbindung unbenutzbar sind und einem bei einem Offline-Rechner nur nutzlos die Menüs vollmüllen.

>>Abgesehen davon wären bei einem Skype Update ja nicht Ihre Chatverläufe verschwunden und somit kann nicht die Rede von Inkompatibilität sein.<<

Nur kann ich möglicherweise kein Update machen, weil es die neue Version nicht mehr für mein altes Betriebssystem gibt und auf neueren/anderen Betriebssystemen dann wieder andere meiner Anwendungen nicht laufen. Da ich mich mit dem alten Client ohne Update nicht einmal mehr einloggen kann und sich daher auch das Account-Menüfenster von Skype mehr öffnet, komme ich ohne das auf meinem System nicht funktionierende Update nicht einmal mehr auf normalem Wege an meine alten Chat-Verläufe.

>>Und keiner kann verhindern, dass ich eines Tages in vielen Jahren OneNote 2013 über meine ISO erneut installieren kann.<<

An die Installationsdateien der Gratis-Version OneNote 2013 kommt man aber, nach den Aussagen des mit seinem Offline-Installationsversuch leidgeprüften Bekannten, ohne Tricks nicht heran. Die Version wird mit einem Installer von MS, der den ganzen Download-Vorgang intransparent macht, nur online heruntergeladen und installiert und danach sind alle Installationsdateien von der Platte verschwunden, wenn man sie nicht vorher wegkopiert und so dem Zugriff des Installers entzogen hat. Damit hat die überwiegende Mehrheit der Nutzer, die heute dieses OneNote-Gratis-Angebot wahrnehmen, überhaupt kein Installationsmedium mehr mit dem sie das Programm noch einmal installieren könnten. Und wenn sie eines beschaffen könnten, hockten sie am Ende trotzdem mit mehreren OneNote-Versionen in mehreren virtuellen Maschinen da und auf jeder liegen ein paar Jahre Notizen, wie ich es oben schon erwähnte.

Soweit ich weiss, muss die "vollwertige" OneNote-Lizenz auf dem MS-Office-ISO aktiviert werden um dauerhaft zu laufen. Davon, dass sich daran mit der Gratis-Version von OneNote etwas geändert hätte, habe ich noch nichts gehört. Insofern funktioniert eine Neuinstallation "in vielen Jahren" bestenfalls für beschränkte Zeit.

Und was das verhinderbare Update angeht: Spätestens wenn man einen neuen Rechner mit einer neueren MS-Office-Version kauft oder mit anderen Leuten, z.B. Studienkollegen, die schon eine neuere MS Office Version verwenden, regelmässig MS Office Dokumente austauschen möchte, wird es etwas nervig seine altes MS Office nicht upzugraden und somit die neueren Dokumente der Kollegen nicht bearbeiten zu können. Bei einem Upgrade der restlichen MS-Office-Suite wird aber normalerweise auch OneNote auf eine neuere Version gebracht und damit ist der Ärger mit inkompatiblen Notizbüchern dann vorprogrammiert.

Ich persönlich finde es ganz lustig, dass ich heute z.B. in meinem Plain-Text-Notizbuch/Terminplaner quasi mein ganzes Leben (also zumindest etwas mehr als die letzten 30 Jahre davon, vorher hatte mein Vater in meiner Kindheit keinen PC) verzeichnet habe und nun heute am Stück durchsuchen kann und zwar egal ob ich auf Windows, Linux, MacOS x, Solaris, AIX, Android oder iOS unterwegs bin. Ich muss allerdings zugeben, dass ich zwischenzeitlich mal einen Terminplaner von Lotus benutzt habe und es ziemlich viel Arbeit war alle Termine, Tagebucheinträge, Kontakteinträge und Notizen aus diesem zu exportieren und in meinen heutigen Plain-Text-Terminplaner zu übertragen. Dafür habe ich so in Zukunft nie wieder das Problem, irgendetwas über Jahre Zusammengeschriebenes noch einmal komplett exportieren, sichten und neu ordnen zu müssen. Textdateien werden halt nicht plötzlich für modernere ASCII-Editoren auf neuer Hardware unlesbar. Selbstredend gibt es meine Lotus-Terminplaner-Software von damals schon lange nicht mehr und meine alte Version kann ich zwar glücklicherweise ohne Aktivierung installieren (wie alle Programme aus der Zeit vor fast 20 Jahren), aber sie läuft mittlerweile nur noch im Kompatibilitätsmodus und auch dort nicht wirklich zu 100% stabil und fehlerfrei unter Windows Vista/7/8.
Alle binären Dateiformate haben eben ein Ablaufdatum und dann bleibt nur, die Daten daraus mühsam zu exportieren/konvertieren oder eine Armee von virtuellen Maschinen mit alter Software betreiben.

Ich fand OneNote im ersten Moment auch toll und sehr bequem, sonst hätte ich nicht über 2 Jahre damit gearbeitet. Und klar erkennt es Schreibschrift als Text und kann diesen auch durchsuchen. Diese Funktion ist aber auch schon in Windows selbst eingebaut und kann daher auch in anderen Programmen genutzt werden. Komplizierter wird es, wenn man nach Teilen von Formeln suchen möchte um alle Stellen zu finden an denen ein bestimmter mathematischer Ausdruck in einem Notizbuch vorkommt.

Naja, dann hoffe ich einmal, dass OneNote-2013 nicht dazu neigt über längere Zeit unentdeckt persistierender Fehler in seinen Notizbüchern zu verursachen, die erst auffallen, wenn sie schon alle Backups durchsetzt haben und man später OneNote-2013-Notizbücher auf OneNote-2016 vollfunktionsfähig konvertieren kann. Die Zeit, in der man mit dem OneNote-2013-Notizbuch dann normal arbeiten könnte, sollte für ein Studium ausreichen. ;-)

Viel Glück und Erfolg im Studium.
 
@resilience: Du kannst Notizbücher und sogar einzelne Abschnitte und Seiten als PDF exportieren. Was den Rest von Office betrifft, .docx, .xlsx und .pptx sind übrigens quelloffen und nicht proprietär, alternativ lassen sich in Office Dokumente auch einfach in den OpenDocument-Formaten abspeichern.
 
@adrianghc: >>Du kannst Notizbücher und sogar einzelne Abschnitte und Seiten als PDF exportieren.<<

Das hört sich im ersten Moment auch gut an, aber zum einen lassen sich diese PDFs dann nur noch umständlich verändern und zum anderen ist es nicht so einfach aus relativ frei über ein Arbeitsblatt angeordneten Notizen über den Export ein PDF-Dokument zu erhalten, welches sich dann z.B. auch noch mit brauchbarem Layout irgendwie auf einem DIN-A4-Blatt ausdrucken lässt. Das ist alles für ein paar Arbeitsblätter durchaus zu machen und sieht bei einer Microsoft-Präsentation dann auch gut aus, aber nach einigen Semestern sind das bei Studenten eben keine paar Arbeitsblätter mehr und das ganze Material exportiert man dann nicht "mal eben" an einem Wochenende in brauchbarer Form in PDFs.

>>.docx, .xlsx und .pptx sind übrigens quelloffen und nicht proprietär, alternativ lassen sich in Office Dokumente auch einfach in den OpenDocument-Formaten abspeichern.<<

Die Tatsache, dass ich vor einiger Zeit bei einem Test den Eindruck hatte, dass OpenOffice dasselbe MS-Word-2013-.docx-Dokument selbst bei aufwendigeren Formatierungen mit weniger Fehlern öffnete als einen davon unter Microsoft Word zuvor als ODF bzw. .odt gespeicherten Zwilling, zeigt schon wie halbherzig MS den Export in ODF umgesetzt hat.

Man kann halt quelloffene bzw. offiziell standardisierte Dokumentformate definieren und sich dann trotzdem nicht exakt daran halten. Das führt dann eben dazu, dass man bei Open Office den .docx bzw. OOXML-Standard auch nicht perfekt interpretieren kann, solange Microsoft immer noch Kleinigkeiten in den Dateien in undokumentierter Weise individuell auf die eigenen Bedürfnisse anpasst und die von MS Office geschriebenen ODF-Dateien auf der anderen Seite eben nicht den ODF-Standard erfüllen, so dass sie in Open Office auch nicht exakt dasselbe Layout reproduzieren, dass sie auf Word zeigen.

Das Problem kennt man ja auch von den offenen Standards für Webseiten und deren jeweilige Implementierung in den einzelnen Browsern. Da muss mal für den einen, dann wieder für den anderen Browser eine Extrawurst gebraten werden, damit alle eine Webseite sauber anzeigen.

Meiner Meinung nach ist das Problem mit den doch nicht so wirklich austauschbaren Office-Formaten eine Scharade von Microsoft, damit die MS-Office-Kunden nicht plötzlich alle ihre MS-Office-Dokumente aus den vergangenen Jahrzehnten nehmen und einfach ohne grössere Nacharbeiten auf kostenlose Office-Pakete konvertieren können, weil solche Darstellungsfehler beim Importieren von MS-Office-Dokumenten nämlich sogar bei Dokumenten auftauchen, die oft schon seit zwei Jahrzehnten in allen bekannteren Office-Paketen implementierte Standardformatierungen und keine Makros enthalten.
 
Ich finde toll, dass die Version jetzt kostenlos ist
 
Microsoft hat vermutlich einmal darüber nachgedacht, dass man über ein voll funktionsfähiges, kostenloses OneNote einfach mehr Menschen dazu verleiten kann ihre persönlichen Notizen und damit ihre Arbeit, Interessen und Gedanken in einer für MS und andere interessierte Parteien leicht und inklusive Bildern und Videos durchsuchbaren Form zu speichern.

Bei der Ankündigung eines kostenlosen, vollfunktionsfähigen OneNote, welches seine Notizbücher auch noch in der Microsoft-Cloud ablegt, haben Geheimdienste und Datenhändler weltweit dann vermutlich schon wieder feuchte Träume. Endlich braucht man nicht mehr Millionen Rechner mühsam selber über lahme Internetverbindungen zu durchforsten oder Nutzerdaten über eine lahme Funkverbindung aus Mobiltelefonkalendern, -adressverzeichnissen und -notizbücher auszulesen um an die persönlichen Daten von Milliarden Menschen zu kommen. In Zukunft braucht man dafür nur die Microsoft-Cloud zu hacken oder, im Fall von Geheimdiensten, sich einfach Zugriff darauf zu erzwingen. Tolle Sache. Mal sehen, wie viele Menschen auf das Lockangebot hereinfallen werden.
 
@resilience: Du kannst dir auch lokale Notizbücher erstellen.
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