Kleine Revolution: Eurogamer schafft klassische Testwertungen ab

Das renommierte Spiele-Portal Eurogamer hat bekannt gegeben, ab sofort auf nummerische Spiele-Wertungen zu verzichten. Bisher griff man auf eine Zehnerskala zurück, nun wird es nur noch bei ausgewählten Spielen spezielle Empfehlungshinweise sowie ... mehr... Spiele, Review, Eurogamer Bildquelle: Eurogamer Spiele, Review, Eurogamer Spiele, Review, Eurogamer Eurogamer

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noch nie von denen gehört oo
 
Finde ich eine sehr gute Entscheidung. Metacritic finde ich eine der schlimmsten Erscheinungen der Gaming-Industrie, weil alles auf (völlig subjektive) Zahlen heruntergebrochen wird. Der Nutzer soll sich einfach einen Test durchlesen - man sollte nicht zu faul sein, mal zwei-drei Seiten Text zu lesen - und dann entscheiden, ob das was für einen ist und nicht ein Spiel einfach an einer Zahl festmachen, die von Person zu Person unterschiedlich erstellt wird.
 
@Max...: ...oder mal in ein Let's Play-Video reinschnuppern. Hat mir schon oft bei der Entscheidung geholfen. ;)
 
@DON666: Auch eine gute Möglichkeit. Ich habe auch schon oft Spiele gekauft, weil sie mir im Let's Play gut gefallen haben.
 
Naja, revolutionär ist das jetzt nicht wirklich, aber den Schritt begrüße ich trotzdem.

Seien wir mal ehrlich: Numerische Bewertungen sind ziemlich nichtssagend, da man versucht, was subjektives (z.B. persönliche Präferenzen für Spielemechaniken und Grafikstile) und was objektives (Performance, grafische Qualität und Stabilität, etc.) in ein- und dieselbe Bewertung zu quetschen.

Hat ein Spiel z.B. eine 4/10, weil es interessante neue Mechaniken hat, aber alle Nasen lang abstürzt und auf einem High-End Rechner mit 10 Bildern die Sekunde herumeiert, oder hat es 4/10, weil das Spiel noch so'n Militärshooter ist, das nichts neues macht und der Redakteur persönlich das Spiel nicht mag?

Oder andersrum, hat ein Spiel 9/10, weil es sehr innovativ ist und technisch äußerst rund läuft oder weil es das neue CoD und der Redakteur ein riesiger CoD-Fan ist, der eventuell über einige technische Probleme hinweg sieht?
 
@metty2410: Das "revolutionär" ist im Kontext der Gaming-Presse zu sehen, du hast natürlich Recht, dass das im strengen Sinn nichts Neues ist. Aber bei Spiele-Seiten und -Magazinen ist das bisher quasi eine Notwendigkeit bzw. Voraussetzung gewesen. Stell dir mal vor, die gedruckte GameStar (nur als Beispiel) würde auf ihre 100-Skala verzichten...
 
Jeder der schon mal versucht hat, etwas Komplexes über verschiedene Kategorien zu bewerten, wird diesen Schritt verstehen. Letztlich sicherlich eine sinnvolle Entscheidung!
 
Die Begründung ist also daß sie viele Spiele nicht produktiv testen können? Wie wäre es dann einfach damit zu warten bis ein entsprechender Test möglich ist? Alles andere ist doch sonst völlig unseriös.
Und was ändert die Tatsache daß man jetzt Worte statt Zahlen verwendet daran, daß man einen Test zu einem bestimmten Zeitpunkt macht, zu dem man das Produkt noch gar nicht vollständig bewerten kann?
 
Im Prinzip ein guter Schritt. Für mich führt trotzdem kein Weg an Let's Plays vorbei, wenn ich mich für ein Spiel interessiere.
 
Da bin ich wohl zu konservativ. Mit der nicht mehr vorhandenen numerischen Codierung fällt ja dann auch die Vergleichbarkeit weg.

Sicherlich hat man nicht viel davon, wenn am Ende nur (bspw) 90/100 dasteht, egal ob das ein Rennspiel war oder ein FPS oder eine Simulation sonstwelcher Art oder gar ein Facebook-Spiel. Aber wenn da 10 Rennsimulationen da sind, möchte ich auch 10 Rennsimulationen *untereinander* vergleichen können und ich seh grad nicht, wie das ohne irgendeine Form einer "Note" zu bewerkstelligen sein wird.

... Man könnte glatt einen auf Teufelsadvokat machen und sagen, nun ja, das war die Intention dahinter... Testbericht ja, aber eventuelle Vor- oder Nachteile, die verwischen wir mal lieber.
 
@RalphS: Die Vergleichbarkeit ist aber auch mit Zahl ohnehin verfälscht, wenn die Zahlen jeweils immer von unterschiedlichen Personen festgesetzt wurden, was ja in der Gaming-Branche bei der Vielzahl an Redakteuren alltäglich ist. Andere Personen hätten wahrscheinlich andere Zahlen vergeben. Eine objektive, wirksame Vergleichbarkeit ist also auch mit Wertungen nicht gegeben.
 
@Max...:

Eine objektive Vergleichbarkeit ist auch mit einem Wertungssystem nicht möglich. Da gebe ich dir vollkommend recht.

Aber ein Wertungssystem gibt wenigstens einen Ansatz einer Vergleichbarkeit auch wenn diese nicht wirklich objektive sein kann (wie auch z.b. das ganze Schulnoten-System).
Aber einen groben überblick zu bewahren sind Wertungssysteme nach wie vor sehr hilfreich.
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