Gewaltspiele können soziales Verhalten fördern - je nach Kontext

Die Auswirkungen von Gewalt in Computerspielen beschäftigt die Forschung schon lange. Dabei stellte sich heraus, dass in bestimmten Fällen durchaus unsoziale Reaktionen bei den Spielern hervorgerufen werden können. Aber auch der umgekehrte Fall ist ... mehr... Spiel, Videospiel, Controller, Game Bildquelle: RebeccaPollard / Flickr Spiel, Videospiel, Controller, Game Spiel, Videospiel, Controller, Game RebeccaPollard / Flickr

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Ich weiß nicht. Wird hier nicht wieder mal Ursache und Wirkung vertauscht?
 
@RalphS: Hängt davon ab ob die Spieler sich aussuchen durften welches Spiel / welchen Charakter sie spielen. Ich bezweifle dass die Forscher ihnen diese Wahl gelassen haben, ansonsten wäre die Untersuchung in der Tat wenig aussagekräftig.
 
@Hikaru755: Nein, das meinte ich nicht. Die Frage muß doch lauten: haben Spiele Auswirkungen auf den Spieler, oder haben sie keine?

Oder andersherum. Hast Du jemanden, der von Anfang an eher gewaltbereit ist... wird derjenige dann auch in einem Spiel eher gewaltbereit sein?

Mit anderen Worten, die gesamte Studie sagt überhaupt nichts aus, außer das es eine Korrelation gibt. Aber das wußten wir vorher auch schon.
 
@RalphS: wenn du nicht das meinst was Hikaru755 geschrieben hat dan verstehe ich deine argumentation leider nicht. Da du ja dan davon ausgehst das die rollen von den Forschern festgelegt wurden....
 
@DNFrozen: Ist ein methodisches Problem. Wenn man mehr als nur den Zusammenhang nachweisen will - eine Kausalität also - dann muß man zusehen, daß man den "anderen" Weg ausschließen kann. Schafft man das nicht, kann nicht eindeutig gesagt werden: X liegt an Y, sondern nur: Ereignis X fällt mit Ereignis Y zusammen.

In Kurzform könnte man mit ein wenig Mutwillen die Studie so zusammenfassen: "Gewaltbereite Leute treten gewaltbereiter auf als nicht gewaltbereite".
 
@RalphS: die studie hat das verhalten der leute nach dem spielen der jeweiligen rollen im realen leben getestet. eine 7-fach erhöhte wahrscheinlichkeit ist (bei ausreichend vielen leuten) schon eine deutliche abweichung.
...natürlich ist das nur ein indiz und kein eindeutiger beweis...
aber ich wüsste auch nicht wie eine studie aufgebaut werden kann damit das verhalten als beweis gewertet werden kann.
die studie hat schon ihre existenzberechtigung
 
@RalphS: Wenn die Forscher festgelegt haben wer was spielen muss dann wäre das aber nicht so. Es ging ja nur um die "Rolle" und nicht darum wie die Leute sich dann im Spiel tatsächlich benommen haben.
Nehmen wir mal rein theoretisch an wir hätten 100 Leute mit dem gleichen sozialen Level (was an sich schon eine völlig kaputte Annahme ist aber sei es drum) und 50 davon spielen Manhunt und 50 spielen Trauma Center - sind die Ergebnisse dann so wie im Artikel beschrieben?
 
@RalphS: Wie auch immer, CDU und Co werden das entsprechend passend für sich interpretieren wenn beim nächsten Amok-Fall wieder debattiert wird.
 
@RalphS: Bobby Henderson sprach: Piraten sind cool! http://en.wikipedia.org/wiki/Flying_Spaghetti_Monster#Pirates_and_global_warming
 
@Nunk-Junge: Ja, ganz genau.

Allerdings ist das ein arg beliebtes Mittel zur Täuschung. Man kann da so schön händewedeln damit - wenn man das Ergebnis schon vorgegeben hat, muß man sich was einfallen lassen und der Umweg hierüber ist da einfach. ;o)
 
Ich geh mal davon aus, dass die Rollen im Spiel zufällig verteilt wurden. Hätten die Spieler sich die selber aussuchen können, wär es nämlich wahrscheinlich eher so, dass die von vornherein zu unsozialerem Verhalten neigenden Spieler sich auch im Spiel die unsozialeren Rollen aussuchen und nicht umgekehrt.
 
@mh0001: Weiß ich auch nicht, aber wenn das zufällig war, müsste man auch die Dauer der Studie wissen. 230 Leute von der Straße zu nehmen, die einen Nachmittag irgendwas spielen zu lassen, wird sicher keine positiven oder negativen Auswirkungen haben.
 
@Lastwebpage:
So wie es im Artikel beschrieben ist würde ich davon ausgehen das ein Testaufbau so aussah das die Testperson ein paar Stunden gespielt hat und dann das Labor verlassen hat (mit den zwei Teststationen "Tisch" und "Umschlag").
Es sind also eher meiner Meinung nach eher kurzfristige Auswirkungen als langfristige Auswirkungen die hier beobachtet wurden.
 
@hezekiah: Tja, weiß man nicht so genau. Eine kleine Suche mit Google brachte das Ergebnis, das auf der Seite der Uni Luxemburg der selbe Text steht, wie hier auf WF. Einziger Unterschied ist, dass die Studie als Buch verfügbar ist. (welches bei Amazon 61€ kostet). Kurzfristig? Ich weiß es nicht so ganz, ob sich das mit dem Briefumschlag einstecken mit ein paar Stunden ändern würde.
 
@hezekiah:Steht doch im Artikel das es nur 15 dauerte
 
"Gewaltspiele können soziales Verhalten fördern - je nach Kontext"!

Ich denke eher, das es verschiedene Formen von Gewalt gibt, die zum Teil sogar akzeptiert werden.
Wenn beim Bundesligamanager einer übelst gefoult (auch dies ist Gewalt) halten wir es für das normalste der Welt, während bei einem Ballerspiel in Bundeswehruniform (Soldat schiesst sich seinen Weg frei), jede/r aufschreit.

So schief ist die Welt.
 
@Mouse in Grey: Jemandem in die Beine grätschen oder in die Beine schießen ist aber schon ein kleiner unterschied, oder? :)
 
@chuckrock: Frag' mal Ewald Lienen, ob ihm eine Schussverletzung (glatter Durchschuss?) damals nicht lieber gewesen wäre?
 
wie kann man sowas testen ? wird denen vorher gesagt was getestet wird ? und danach lassen sie sie durch einen raum geistern wo süßigkeiten am tisch stehen ??? würde gerne wissen wie so eine studie abläuft, was den gestesteten gesagt wird etc.. klingt ziemlich komisch so eine studie. woher weiß man das die getesteten nicht einfach mit den falschen werten erzogen wurden ... und dann wird sowas gleichn riesen bericht
 
@WillyWonka: Erstmal steht es doch schon zur Hälfte im Artikel. Zweitens macht man so eine Studie ja auch nicht mit 3 Probanten sondern mit vielen, und bestimmt zufällig, welche Rolle sie spielen sollen. Es ist egal wie deren Erziehung ist, weil durch die zufällige Auslosung bei genügend Personen eine Gleichverteilung eintritt.

Wenn es relevant für den Test ist wird denen auch nicht gesagt, was getestet wird bzw wird was falsches gesagt. In diesem Fall wird man ihnen vielelicht sagen, dass man das Verhalten und die Taktik im Spiel analysieren will um bessere KIs für zukünftige Spiele zu entwickeln oder ähnliches. Im Vorfeld erwähnt man beiläufig "Wenn ihr fertig seid, könnt ihr euch was vom Tisch nehmen, ist aber blos für jeden ein Stück da." Der Brief wiederum liegt einfach da ohne das jemand was dazu gesagt hat.

Und dann sind das auch nicht die einzigen Dinge, die analysiert werden. Solche Tests werden Wochenlang/Monatelang geplant und es werden zig Sachen ausgewertet, auf die die Teilnehmer nichtmal gekommen wären, selbst wenn sie gewusst hätten, worum es eigentlich geht.

Üblicherweise begleitet von Fragebögen vor und nach den Durchgängen bei denen 25%-50% bloß relevant sind und der Rest der Fragen nur der Irreführung und Verschleierung dient.
(Eine wahrscheinliche Frage wäre z.B.: "Wieviel Erfahrung haben sie mit derartigen Spielen? A: praktisch noch nie gespielt ... G: 10 Jahre Dauerzocken oder mehr")

Das bissel was in dem Artikel hier steht sind keine 5% von dem Experiment.
Den riesen Bericht, von dem du redest kannst du dir ansehen bei der Universität.
Dafür muss man aber mehr als 2 Minuten lesen, denn die Versuchsanordnung und deren Ablauf werden darin beschrieben. Für gewöhnlich peinlich genau.
 
Es gab doch kürzlich bereits eine Studie, die bewiesen hat, dass der Frust des Verlierens zu Gewalt führt und nicht der Inhalt des Spiels. Wenn ich 2 Stunden Tetris spiele und nicht über Level X hinaus komme nach Y versuchen, frustriert mich das genau so, wie bei Counter-Strike eine Runde nach der anderen zu verlieren. (so, oder so ähnlich hatte diese andere Studie argumentiert)
 
@Souly2348: Ja, die habe ich auch gelesen. Aber das ist ja das praktische bei der menschlichen Psyche. Sie ist teils so vielschichtig das du allerlei Untersuchungen aus allen möglichen Blickwinkeln machen kannst.
Genug Stoff für noch viele viele viele viele Studien ;-)
 
laut einer studie kann brotkonsum zum frühstück das soziale verhalten beeinflussen. positiv oder negativ, je nach persönlichkeit.
 
@zeus0r: Danke für den Lacher :D So kann mans fast zusammenfassen
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