Wegwerfen statt reparieren: IT-Branche erzieht hilflose Generation

Die immer weiter gehende Abgeschlossenheit technischer Produkte führte in den letzten Jahren zunehmend dazu, dass eine Generation von Menschen heranwächst, die nicht mehr in der Lage ist, defekte Dinge zu reparieren. Das gelte es zu ändern, so die ... mehr... Microsoft, Konsole, Spielkonsole, Xbox 360, Reparatur, Xbox 360 E Bildquelle: iFixit Microsoft, Konsole, Spielkonsole, Xbox 360, Reparatur, Xbox 360 E Microsoft, Konsole, Spielkonsole, Xbox 360, Reparatur, Xbox 360 E iFixit

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Es soll auch Leute geben, die einfach keine Zeit haben es zu reparieren oder es reparieren zu lassen. :)
 
@Digisven: Das ist kein Argument, wie ich finde. Es kommt natürlich darauf an, wie sehr etwas kaputt ist. Hingefallen und Display kaputt oder das Gerät gibt keinen Mucks mehr von sich? Ab damit zum Handyladen - die können zumindest mal drüber schauen, ob's Schrott ist oder sich eine Reparaur noch lohnt.

Aber so wie ich das hier verstehe und auch in der Praxis schon erlebt habe, sind es oft die kleinen Probleme, die man mit ein wenig Googlen selbst beheben könnte - wenn man es denn will. Aber da sind viele Benutzer hilflos und desinteressiert, legen das Gerät in eine Schublade und kaufen sich ein neues.

Da frage ich mich: wenn das Auto schlecht anspringt oder der Scheibenwischer kaputt ist, dann lässt man es dich auch nicht verschrotten und kauft sich ein neues?
 
@Torchwood: Je nach Gerät lohnt es sich auch schon gar nicht mehr, es reparieren zu lassen. Warum soll ich für ein Handy 100 Euro Reparaturkosten bezahlen, wenn ein neues 150 Kostet? Bei der reparatur muss ich damit rechnen, dass ein paar Monate später womöglich das nächste Teil ausfällt und schon hat man höhere kosten.

Ich habe auch schon bei einem verschlossenen Handy versucht den Akku zu wechseln und bin dann daran gescheitert, dass der neue Akku ein zu kurzes Kabel hatte, obwohl dieser explizit für dieses Handy gedacht war. Der akku war somit wertlos und das Handy lief trotzdem nicht richtig, Geld aus dem Fenster geworfen sozusagen.

Mit einem Auto und scheibenwischer lässt sich das nicht vergleichen. Eine Reparatur, welche nur ca. 1/20 des Neupreises kostet, macht man noch eher, als wenn sie 3/4 des Neupreises kostet.
 
@glurak15: Da hast Du recht. Aber so, wie ich es verstanden habe, macht sich so mancher nicht einmal mehr die Mühe, herauszubekommen, ob nur Kleinkram defekt ist, der sich für ein paar Cent oder sogar zum Nulltarif beheben lässt, oder ob das ganze Gerät hinüber ist. Frei nach dem Motto: irgendwas kaputt -> weg damit und neues kaufen.
 
@Torchwood:
Das machen nicht viele Generationen hintereinander, ohne irgendwann einer Kindergeneration dann unangenehme Fragen beantworten zu müssen....

Abwarten bis die jetzige Wegwerfgeneration Rente bezieht von der Nächsten..
Dann wird auch für 100 Euro repariert anstatt 150 für neu..

Sagte eine Kollege am Tresen:
Habe mir ein Auto gekauft, das hätte 40000 Euro kosten sollen, habe aber nur 30000 bezahlt. Folgerung: Ich habe 10000 Euro gespart... mit denen fang ich was an...

Ich:
Ach so, dann hätt ich das aber anders gemacht..

Er wie denn..

Ich hätte mir 3 Autos für 30000 gekauft = Ersparnis 30000 Euro.
vom gesparten Geld hätte ich mir dann ein viertes gekauft und die anderen drei wieder zurückgegeben.... dann wäre (d)ein Auto praktisch kostenlos gewesen!? ;-)

Soviel zu der Idee vom Sparen...

Merkt ihr was? Das funktioniert nur wenn man das alte zum Neupreis verkaufen kann..

Nicht ausgeben ist nicht gleich 'Sparen'.
 
@tommit: http://www.duden.de/rechtschreibung/sparen
Nicht ausgeben ist eben doch "Sparen"
 
@glurak15: Das ist durchaus richtig, allerdings liegt das vornehmlich an den Mondpreisen die bei uns für selbst simpelste Ersatzteile verlangt werden. Man kommt sich schon verarscht vor wenn man hier für irgendein simples Teil 16€ zzgl. Versand bezahlen soll, während man das selbe aus China auch für 2,50€ bekommen kann. Der Haken ist halt daß man dann locker einen Monat ohne funktionierendes Gerät dasteht.
 
@Johnny Cache: Dass hiesiger Handel, der natürlich auch hiesige Nebenkosten (Löhne, Mieten...) zahlen muss, teurer ist als Direktbezug aus China (bei dem ich mir auch nie ganz sicher bin was ich bekomme) ist noch nicht mal problematisch. Aber wenn ich vom Do-it-yorself-Löter absehe, der ich nicht bin, so muss mir jemand das Ersatzteil auch noch einbauen, was bei hochintegrierten Geräten eben nicht mehr so einfach ist, und eine Handwerkerstunde ist "brutto" auch nicht gerade billig.
 
@rallef: Das mit den höheren Kosten mag schon stimmen, aber mehr als 5€ dürfte das zusammen auch nicht kosten. Von daher kann man die Preise durchaus als Wucher bezeichnen.
Was ich so von meinen Bekannten gehört habe war, daß bei so ziemlich allen Defekten an Smartphones selbst in Läden die reparieren immer zu einem neuen Gerät geraten wurde. Ich bin mit zwei linken Händen mit lauter Daumen dran gesegnet, aber selbst von den angeblichen Totalschäden konnte ich etliche retten. Profis hätten sowas sicherlich in weniger als 15min reparieren können. Da wäre selbst ein Stundensatz von 100€ noch vergleichsweise egal, wobei wohl 40€ realistischer sein dürften.
 
@glurak15: Und ein zu kurzes Kabel am Ersatzakku lässt sich natürlich um nichts in der Welt verlängern, oder wie? Seitenschneider, Papiermesser, Lötkolben, Lötzinn, ein Stückchen isolierte Leitung gleicher Dicke und ein bisschen Schrumpfschlauch und die Sache funktioniert (man sollte allerdings beim Durchknipsen, Abisolieren und Verlöten der Leitung aufpassen, dass man den Akku nicht kurzschliesst, obwohl LiIonen-Akkus normalerweise durch eine Vorschaltelektronik kurzschlussfest sind und daher bei einem derartigen Fehler nicht gleich die Welt untergehen dürfte). Man könnte sogar einfach die Anschlussleitung des alten Akkus abnipsen, dann kann man sich sparen eine Leitung gleicher Dicke aus der Bastelkiste zu suchen und braucht viel weniger Leiterenden zusammenlöten.

Mich hätte mehr das Bestellen und Warten auf den Ersatzakku abgeschreckt. Das ist nämlich im Vergleich zum Verlängern des Kabels weit langwieriger und langweiliger.
 
@glurak15: Und ein zu kurzes Kabel am Ersatzakku lässt sich natürlich um nichts in der Welt verlängern, oder wie? Seitenschneider, Papiermesser, Lötkolben, Lötzinn, ein Stückchen isolierte Leitung gleicher Dicke und ein bisschen Schrumpfschlauch und die Sache funktioniert (man sollte allerdings beim Durchknipsen, Abisolieren und Verlöten der Leitung aufpassen, dass man den Akku nicht kurzschliesst, obwohl LiIonen-Akkus normalerweise durch eine Vorschaltelektronik kurzschlussfest sind und daher bei einem derartigen Fehler nicht gleich die Welt untergehen sollte). Man könnte sogar einfach die Anschlussleitung des alten Akkus abnipsen, dann kann man sich sparen eine Leitung gleicher Dicke aus der Bastelkiste zu suchen und braucht viel weniger Leiterenden zusammenlöten.

Mich hätte mehr das Bestellen und Warten auf den Ersatzakku abgeschreckt. Das ist nämlich im Vergleich zum Verlängern des Kabels weit langwieriger und langweiliger.
 
@resilience: Möchte mal sehen wie du sowas so einfach verlötest wie du es hier darstellst. Dafür braucht man oft 3 Hände. Bei den kleinen Flachbandkabeln die da oft dran sind dreht man nach kurzer Zeit schon am Rad.
 
@resilience: Einerseits wars ein sehr kurzes, kaum biegbares Flachkabel und nicht so ein standard Kabel wie man sie sonst überall hat.
Andererseits werde ich mir bestimmt keine Werkstatt Zuhause aufbauen, nur um einmal alle zwei Jahre was reparieren zu können. Irgendwo kann mans dann auch übertreiben.
@Edit: Schau dir doch mal den Akku des Nokia Lumia 920, um welchen es sich dabei handelte, an. Vielleicht wüsstest du, wie man dieses Kabel verlängert, ich wüsste es nicht.
 
@Digisven: Aber Zeit zum Neukauf und dazu vorab sich zu informieren haben die dann!? Nicht ganz schlüssig-oder.
 
@Kiebitz: Wenn man so sieht was die Leute so kaufen, dann dürfte man in den meisten Fällen eine vorherige Information auch ausschließen dürfen.
 
@Kiebitz: Korrekt, Neukauf und sich bissl informieren, falls man sich überhaupt informiert wie Johnny Cache schon schreibt, ist das schneller. Eine Reparatur kann dauern... und dauern... uuuund dauern. Besonders bei Dingen die erst uuunbedingt eingeschickt werden müssen. Und dann soll Neukauf länger dauern und wenig Sinn ergeben? Besonders wenn die Reparatur sowieso total sinnlos wäre? Na wie du meinst... ;)
 
@Digisven: also wenn du keine Zeit mehr hast etwas reparieren zu "lassen" dann würd ich mal zum Arzt gehen, wenn der überhaupt noch helfen kann ^^
 
@fuba: Du meinst erst müßte er repariert werden bevor er was reparieren läßt bei Geräten. Interessanter Hinweis ;-)
 
@Kiebitz: sozusagen, aber dafür fehlt die Zeit :P
 
@fuba: Überlege doch bitte mal, was eine Handwerkerstunde kostet (die paar Euro für das Ersatzteil interessiert da gar nicht erst) - da ist das Neugerät oftmals billiger.
 
@fuba: wenn es etwas für mich wichtiges ist, dass ich gern sofort weiter benutzen möchte oder sogar weiter benutzen muss? Ja... ich denke schon, dass ich dann keine Zeit habe es reparieren zu lassen und dann wahrscheinlich am Ende auch noch rauskommt...: Oh, ging nicht mehr zu reparieren :(
 
@Digisven: Man könnte vielleicht auch ganz krass schreiben, den Leuten geht´s halt zu gut. Wer knapp bei Kasse ist der versucht erstmal selbst zu reparieren bzw. läßt reparieren-sofern das billiger ist. Abe nee! Muß ja immer gleich das Neueste sein!
 
@Kiebitz: Kann man schreiben, ja. Den Leuten denen es sowieso zu gut geht, wieso sollten die etwas reparieren lassen? Wie weiter oben geschrieben... das kann dauern und dauern uuund dauern... ;) wenn´s zu lang dauert stirbt man evtl. vorher noch ;D - Und nein es muss nicht unbedingt das Neueste sein. Es reicht manchmal auch, wenn es genau das Gleiche ist. Falls es einem sooo gefällt... :)
 
"Die Geräte seien zunehmend Black-Boxes, die niemals sterben. " => geplante obsoleszenz vergessen?
 
@freakedenough: Für die meisten auch nur eine Ausrede, um sich jedes Jahr guten Gewissens neue Elektronik kaufen zu können. Gab ja erst kürzlich eine Zwischenstudie, dass sich nur ein kleiner Teil der Kunden ein Gerät neu kauft, weil es kaputt gegangen ist: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Obsoleszenz-Studie-Smartphones-und-TVs-als-Modeartikel-2468179.html
 
@Niccolo Machiavelli: Stimmt, weil es ja nur Smartphones und TV's gibt ;)
Gerade diese 2 geräte sind derzeit im Upgrade "Zeitalter" da ist schon klar dass mehr gekauft wird obwohl es nicht kaputt ist.
Aber es gibt auch andere Geräte wo das nicht der Fall ist und da kommt dann die "geplante obsoleszenz" wieder zum einsatz.

Wenn du das abstreiten willst, kann ich dir auch nicht mehr helfen und warscheinlich kein anderer ^^
 
@fuba: Ach? Hast du überhaupt mehr als die URL gelesen? Wo sind denn nun die ganzen nachgewiesenen Fälle und Verurteilungen der geplanten Obsoleszenz bei anderen Geräteklassen? Einzig bei weißer Ware konnte ein minimaler Nutzdauerrückgang von 14 auf 13 Jahre aufgrund von Schäden festgestellt werden. Und selbst wenn die geplante Obsoleszenz nachgewiesen wäre: Drei Mal so viele Geräte werden ausgetauscht, *obwohl* sie noch funktionieren. Da muss sich erst das Konsumvieh an die Stirn fassen, bevor man hier den Herstellern etwas vorwerfen kann. Wozu ein wohl ein Großteil der Postenden hier gehört.
 
@Niccolo Machiavelli: Schon mal was vom Glühlampenkartell gehört? 1000 Betriebsstunden müssen reichen. Fall wurde aufgedeckt! Oder die Nylon und Strumfindustrie, in den frühren Jahren, als noch von Hand gewaschen, ja, so mit schrubben und draufkloppen, Nylons haben gehalten und heute gehen sie vom angucken kaputt (Laufmasche). Oder bestes Beispiel: Fest verbaute Akkus, die nach dem europäischen Abfallvermeidungsgesetz in der EU verboten sind, es sei denn, aus technischen Gründen zwingend notwendig, wie Herzschrittmacher. Warum in Smartphones, Navis, Rasierer und Zahnbürsten? Akku ist nun mal ein Verschleißteil und die Lebenserwartung eines Gerätes an einem Verschleißteil zu knüpfen, ist mehr als Beweis genug der geplanten Obsoleszenz. Auch bei der "Weißen Ware" kann ich berichten. Metal wird durch Kunststoff ersetzt, Lager der Wäschetrommel in dem selbigen eingegossen und Kohlestifte der Antriebsmotoren sind nur noch halb so lang, aber nicht haltbarer. Wie viele Beweise brauchste noch?
 
@Niccolo Machiavelli: Sorry, aber wer sich einen 14 Jahre alten Kuehlschrank hinstellt, bloss "weil er noch funktioniert", oder eine Waschmaschine, ist in vielen Faellen wohl die groessere Umweltsau, und sich wahrscheinlich nicht einmal darueber bewusst (und wundert sich weiterhin ueber hohe Strom- und Wasserrechnungen).
 
@Roger_Tuff: Wow. Ganze zwei Fälle in 100 Jahren. Scheint ja ein richtig großes Problem zu sein. Und ein Akku ist schon deshalb keine geplante Obsoleszenz, da er sich erstens doch fast immer wechseln lässt, wenn auch nur mit Werkzeug, und zweitens der Kunde sehr wohl weiß, dass es sich um ein Verschleißteil handelt. Und der greift ja trotz alledem zum Gerät. Trotz des Wissens. Wo also, ist hier die nachgewiesene böse Absicht des Herstellers?
 
@JanKrohn: Er stellt ihn sich nicht nach 14 Jahren hin, sondern nutzt ihn so lange. Und nur weil der Strom teurer wird, bedeutet das nicht, dass er in der Herstellung schädlicher wird.
 
@Niccolo Machiavelli: Jeder aktuelle Kuehlschrank hat Energie-Effizienzklasse von mindestens A+, verbraucht also vielleicht 150 kWh pro Jahr, sagen wir 42 Euro. Ein 10 Jahre altes Geraet verbraucht hingegen 400 kWh pro Jahr, kostet also 112 Euro an Strom. Lass den weitere 5 Jahre laufen, zahlst Du 280 Euro mehr an Stromkosten als wenn Du einen neuen Kuehlschrank kaufst, und verbrauchst ca. 1250 kWh zusaetzlich = 688 kg CO2!! Hier mal lesen und offen sein fuer die Moeglichkeit, dass Du vielleicht falsch liegst: http://www.tagesspiegel.de/themen/strom/stromverbrauch-raus-mit-dem-alten-kuehlschrank/8482366.html
 
@JanKrohn: wenn ich also von den Preise der Geräte aus dem verlinkten Artikel ausgehe, dann muss der neue Kühlschrank erstmal 10-15 Jahre laufen, damit die Kosten wieder drin sind. Gesparrt habe ich da noch nichts, dass kommt erst danach. Und bei der CO2-Rechnung hast du natürlich wie jeder andere vergessen, dass die Herstellung und Transport eines Kühlschranks (oder eines anderen Gerätes) kein CO2-neutraler Prozess ist. Das wird aber immer gerne weggelassen, da man dabei zu dem (für die Industrie unerwünschten) Ergebniss kommen könnte, dass es auch für die Umwelt besser wäre, das alte Gerät weiter zu verwenden.
 
@Niccolo Machiavelli: Das waren doch nur zwei Beispiele, könnte noch zig nennen, hatte aber keinen Bock auf Romane! Guckste auf Seite "http://www.murks-nein-danke.de/murksmelden/" und lese noch weitere Nutzermeldungen und da sind einige Hersteller sehr auffällig. Zufall?
 
@Link: 10-15 Jahre, und da ist das Problem. Denn erstens: Wird das Gerät überhaupt so lange halten, bis ich zum Sparen komme. Zweitens: Erzählen die in 10 Jahren den selben Quatsch wie heut, "Altes raus, Neues her!" mit neuer Berechnung. Drittens und letzteres: Kann auch Strom kaufen ohne CO2-Ausstoß, bringt aber die Kosten-Nutzen-Rechnung durcheinander. Aber wenn noch der Kaiser-Kühlschrank von Ur-Ur-Oma inne Bude steht, denn vor 60-70 Jahren vier Mann die Treppe hoch schleppten, dann doch eher heut wechseln. Und noch ein Hinweis: Die Effizienz hat sich in den letzten 5-6 Jahren nicht wirklich bewegt.
 
@Roger_Tuff: gute Argumente, dass mit den Kohlestiften gibt's in Haushaltsgeräten wie Mixer und Teigmaschine. In Laserdrucker werden Toner eingesetzt die nicht "lange" halten. Es wäre einfach zu bewerkstelligen dickere Toner zu produzieren.
 
@Roger_Tuff: Das sind irgendwelche unbelegte Behauptungen von voreingenommenen Menschen. Zuerst wird allerbilligster Chinaschrott gekauft und dann wundert man sich, warum es schnell kaputt geht. Und selbst dein Glühbirnenkartell ist alles andere als belegt. Denn eine höhere Lebensdauer geht automatisch mit einer sehr viel niedrigeren Helligkeit einher. Fakt ist: Wenn überhaupt gibt es eine Handvoll bewiesener Fälle von geplanter Obsoleszenz. Das meiste ist bestenfalls ein Urban Myth. Wie auch Studien von Stiftung Warentest und anderen belegen.
 
@JanKrohn: Energieverbrauch kann *nicht* unmittelbar in Umweltschädlichkeit umgerechnet werden! Ich bin in einer Gegend aufgewachsen, wo 100 Prozent der Energie aus Wasser - völlig CO2-Neutral - erzeugt wird. Und zudem ignorierst du, dass ein Großteil des CO2 nicht bei der Verwendung des Gerätes freigesetzt wird, sondern bei dessen Bau. Für dich ist es vielleicht billiger. Insgesamt dürftest du durch den Austausch aber deutlich mehr CO2 in die Luft blasen als durch die Verwendung des alten Gerätes über 10 bis 15 Jahre.
 
@fuba: Bei Flachbildschirmen kommt ja insbesondere der geringere Stromverbrauch heutiger Geräte hinzu. Ich bin mit meinem 2007 gekauften 37Zoll Flachbildschirm mit Full-HD eigentlich voll zufrieden, wäre der extrem hohe Stromverbrauch nicht. Mein Gerät verbraucht noch 215 Watt. Heutige Geräte oft nur noch um die 50 Watt. Es liegt sicherlich nicht nur am technischen Schnickschnack, dass solche Geräte gewechselt werden. Natürlich könnte ich jetzt eine Rechnung aufstellen, wie viele Jahre vergehen müssten, bis sich ein neuer Fernseher rechnet. Aber wenn das neue Gerät bereits nach 3-4 Jahren den Geist aufgibt, ist jede Rechnung hinfällig.
 
@ijones: Frisst der TV viel Strom, muss ein neuer her.
Frisst der Staubsauger viel Strom, ist es egal. Weil Saugleistung am Stromverbrauch fest gemacht wird..... Witzig
 
@realGoliath: Die neueren Staubsauger verbrauchen nur noch 800-1200 Watt und saugen genauso gut wie die alten. Dass Leute denken, dass die Saugleistung direkt vom Stromverbrauch abhängig gemacht wird, ist zum Glück Schnee von gestern. Aber vor einigen Jahren hattest du damit sicherlich recht, dass der Irrglaube noch verbreitet war.
Nur wenn man von einem TV-Konsum von 3 Stunden am Tag für einen Familien-Fernseher ausgeht, dann kann man sich halt genau ausrechnen, wieviele Jahre vergehen, bis sich der neue Fernseher amortisiert hat. Hinzu kommt ja, dass der Receiver in den neuen Geräten schon inkludiert ist. Die Energieersparnis dürfte daher > 150 Watt ausfallen. Ein Staubsauger dürfte in den wenigsten Familien stundenlang im Einsatz sein und dessen Energiebilanz dürfte daher weniger dramatisch ausfallen. Wir haben erst im letzten Monat zwei Miele Staubsauger mit ca.1000 Watt gekauft und sind hellauf begeistert. Diese wurden aber ausgetauscht, weil die alten Staubsauger defekt waren.
 
@freakedenough: Vor kurzen stand irgendwo ein Bericht, das geplante obsoleszenz nur bei ganz wenigen Herstellern und Produkten tatsächlich angewandt wird.
 
@knirps: Das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen. Es ist für Hersteller sicherlich viel zu verlockend, den Gewinn mittels "geplantem Totalausfall" zu maximieren.
 
@Torchwood: Die "natur" alleine ist schon anfällig genug das eine Planung gar nicht notwendig ist.
 
@knirps: Wobei eine gute Planung es durchaus zulässt, das Gerät nach exakt 2 Jahren und einer Woche ausfallen zu lassen. Da vertraut der Hersteller nicht mehr auf die Natur, wenn er es selbst in die Hand nehmen kann.
 
@Torchwood: Mir ist sowas bisher noch nie passiert... ich kenne das nur vom hörensagen.
 
@Torchwood: Durch Totalausfall maximieren? Was glaubst Du, der rennt zum Konkurrenz und nimmt sicher nicht nochmal das gleiche
 
@knirps: Stimmt die würden das, wenn sie es machen, ganz offen zugeben ;)
 
@knirps: - Obsolesenz gibts nun mal, ob wirklich geplan oder billigend inkauf genommen...(Antriebe werden immer kleiner/auch leichter und müssen die gleiche Masse bewegen);ansonsten gibts auch den wirtschaftlichen Totalschaden , es lohnt sich nicht (Zeitaufwand zum Stundenlohn) eine Komponente zu reparien >es es wirtschaftlicher ein neues Teil/Komponente einzusetzen
 
Dies ist aber von der Industrie (und den gekauften Politikern) so gewollt. Immerhin würde es Arbeitsplätze (in China) kosten und die will ja niemand riskieren. Schon gar nicht die Industrie, welche lieber 3x in einem Jahr ein neues Smartphone verkauft, statt ein repariertes Gerät 3 Jahre betreiben zu lassen.
 
@Kobold-HH: Stimmt. Immer diese bösen Hersteller, die den Kunden mit der Waffe an der Schläfe zum Neukauf zwingen. Lauter heulende und angstentstellte Gesichter in den Schlangen vor den Apple- und Elektronikläden dieser Welt.
 
@Niccolo Machiavelli: Manche Geräte benötigt man nun halt, heutzutage oder man setzt sich stromlos auf eine Insel und stiert auf das Lagerfeuer.
Waschmaschine, TV, PC oder Notebook aber auch den ganzen Kleinkram, von Armaturen (Wasserhähne aus billigstem Material) über T wie Telefone oder W wie Waschmaschinen bis zu Z wie Zahnbürsten. Alles wird heutzutage billigst produziert und meiner Meinung nach kann man auch den großen Firmen nicht mehr trauen.
Alles, aber auch wirklich alles, selbst die hochwertigen Produkte werden heutzutage so konstruiert das sie maximal, aber auch wirklich maximal 5 Jahre halten und eine Reparatur unmöglich oder viel zu teuer wird.
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Küchengeräte oder Werkzeug mit kleinen Mini-Plastikzahnrädern oder unzureichender Kühlung. Festverklebte Akkus, verlötete Rambausteine das macht die Wartung unmöglich.
Autos mit immer wieder den selben Schwachstellen, Radlager die dank eindringender Feuchtigkeit keine 90000km überstehen, billigste Auspuffanlagen die kaum die Garantiezeit überstehen. Man wirbt zwar mit vollverzinkten Karossen, konstruiert dann aber stark beanspruchte Stellen zu schwach, wie bei vielen VW/Skoda die Wagenheberaufnahmen, das Blech verbiegt sich, das Zink plättert ab, es fängt an zu rosten. Wäre dort an der Stelle für 2€ mehr Blech, gäbe es die Probleme nicht, aber wer will das denn?
Fahre ich ein Auto das über 5 Jahre alt ist, fahre ich schon fast einen Oldie und werde drauf angesprochen "Du willst Dir doch mal was Neues kaufen?"
Warum sollte ich?
Zahnriemenantrieb, reißende Fahrrad- äh Steuerketten. VW kennt die Probleme bei diesen kleinen Motoren verdient aber zu gut daran, um etwas zu ändern. Und genau das ist die Problematik.
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An Umweltschutz denkt doch nicht wirklich jemand, die Unreparierbar, und die Generation die sich dem anpasst ist doch so gewollt.
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Die meisten Produkte überstehen gerade die Garantiezeit danach ist das Ding im A... .
Wir reden noch nicht mal von dem Unfug elektronische Geräte nur mit Batterien und nicht mit Akkus zu betreiben, das ist ein Kapitel für sich (Akkus mit verminderter Spannung: 1,2 V statt 1,5 V).
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Ich würde gerne mal eine nicht gefakte Statistik sehen, wieviel Realeinkommen effektiv dafür drauf geht, denselben Billigst-Plastik-Müll immer wieder zu kaufen.
Alle faseln von Umweltschutz, aber hier werden Strom, Wasser und seltene (endliche) Rohstoffe sinnlos für die Profitgier verbraten und keiner sagt etwas.

- Sch.. Wegwerfgesellschaft.
 
@Johann1976: wieviel willst ausgeben für eine zahnbürste? Muss kostengünstig produziert werden, manchmal verwechselt man das mit billig
 
@realGoliath: Tja ich denke, es sind eher die astronomischen Gewinnspannen als die eigentlichen Produktionskosten. Nur weil ich ein Produkt haltbarer konstruiere muß es nicht in jedem Fall wesentlich teuerer in der Herstellung sein.
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Dieses Märchen wird uns nur eingeredet, da alle daran mitverdienen.
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Gerade im PC-Bereich sind es oft nur ein paar Cent mehr für vernünftigere Bauteile - z.Bsp. Kondensatoren und die Geräte z. Bsp. Notebooks würden nicht nur 2 Jahre sondern 4 Jahre halten.
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Oder um noch einmal das Bsp. Auto zu strapazieren, hätte man an meinem Skoda Octavia 1U die Wagenheberaufnahme für einige wenige Euro stabiler konstruiert, hätte ich es gerne bezahlt.
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Das Problem sind wirklich die geplante Lebenszyklen. Nur wenn der alte Schrott auf wirklich fertig ist oder die Kosten für die Instantsetzung wirklich den Restwert überschreiten, muss ich mir den neuen Schrott kaufen.
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Oder so ausgedrückt:"Was lange hält, bringt uns kein Geld."
 
@Niccolo Machiavelli: Nein, Du hast natürlich recht! Warum kaufe ich Idiot eigentlich ein Auto mit einem Verbrennungsmotor, der fossile Brennstoffe verbraucht??? Das ist doch so schlecht für meine CO2-Bilanz! Ich kann doch auch mit der Kutsche zur Arbeit fahren, oder den Rad, oder zu Fuß gehen. Oder noch besser: Ich kaufe gleich ein Auto, das einen alternativen Antrieb besitzt. E-Motor, oder einen "Flux-Kompensator". Das Problem dabei: Die Industrie bietet mir als Kunden kaum (bis keine) bezahlbare Alternativen! Ich kann mir leider keinen Neuwagen mit Fusionsreaktor leisten.
 
@Kobold-HH: Das neue Auto hat auch einen Verbrennungsmotor und fährt von A nach B und nervt irgendwann mit irgendwelchen Problemen. Wo ist die Verbesserung mit einem neuen Auto? Ich sehe keine. Auch der Spritverbrauch sinkt nur im Katalog.
Man kommt um ein Auto mit Verbennungsmotor nicht drum herum. Wie ich oben geschrieben habe, manche Gegenstände benötigt man, wenn man in der Gesellschaft leben will.
Natürlich gibt es öffentliche Verkehrsmittel, aber an manchen Orten geht das einfach schlecht. Außerdem benötigt man dann andere Sachen dieser Wegwerfgesellschaft - z. Bsp. Schuhe. :-)
 
@Kobold-HH: Lesen gehört nicht zu deinen Schwächen, gell? Wo habe ich denn irgendwas von CO2-Bilanz und E-Motor geschrieben? Ja, auch die Industrie und die Politiker stehen hinter dem Konsumgedanken. Die wären aber lange nicht so erfolgreich, wenn das Konsumvieh so willfährig mitmachen würde. Der Kunde kauft schon freiwillig. Ganz ohne dass es ihm die Politik und die Wirtschaft sagt. Ist schon klar, man selbst kann nie was dafür. Es ist die pöse Industrie. Aber hey, wenn du so gut denken wie lesen kannst, wirst du es wohl nicht verstehen.
 
@Kobold-HH: China ist doch mittlerweile zu teuer ;)
 
@Wuusah: China steht ohnehin nur symbolisch für alle Billiglohnländer dieser Erde. Von mir aus, dürfen es auch nordkoreanische Kindersklaven in den Fabrikationsstädten im Grenzgebiet sein.
 
Letzte Woche war mein S3 runtergefallen. Danach ging die Kamera nicht mehr. Hab ein bisschen gegoogelt und bei youtube eine Anleitung gefunden, wie man die Kamera auswechselt. Die kann man bei Amazon für 11 Euro kaufen. Hab das Gerät dann erst mal aufgeschraubt und siehe da: Der Stecker von der Kamera zum Mainboard hatte sich beim Sturz gelöst. Festgesteckt und voilà, läuft wieder. :)
 
@Skidrow: hehe. hab auch mal die Elkos in meinem alten Monitor gewechselt weil die kapazitäten aufgrund Alterns so inkorrekt waren das er nimmer ansprang. Jedoch muss ich sagen das es meistens nichts zu reparieren gibt wozu der otto normal verbrauche im Stande zu wäre. SMD Komponenten lötet man nicht mal eben mitm Lötkolben ausm Baumarkt an. Dann ist da noch die Frage der elektrischen Sicherheit. Will der Verbraucher riskieren das ein "selbst zusammengeschustertes" Gerät einen Wohnungsbrand auslöst? Als letztes kommt noch die schnelle Entwicklung dazu. Bis das Gerät defekt ist, sind die neuen soviel besser das der Verbraucher dann doch lieber neu kauft.
 
@Aerith: Gibt ja nicht nur Elektronik. Das fängt schon beim einfachen Mixer an. Das ist die Entwicklung nicht so schnell, dass sich die nächste Generation wesentlich von der aktuellen Version unterscheidet.
 
@Spacerat: Keine Ahnung was Du für Küchengeräte kaufst, aber gerade bei "simplen" Dingen wie einem Mixer kannst Du Dir jeden Markenartikel anschauen den Du im üblichen Laden findest - da drin ist alles aus Plastik. Schön mit zwölftausend Watt im Motor werben, aber sobald man die Leistung abruft zerpflückst Du Dir die Mechanik im Inneren. Was soll ich da als Kunde reparieren? Gut, demnächst vielleicht Zahnräder aus dem 3D-Drucker... aber vermutlich ist eh alles genietet und verklebt, Schrauben sind ja soooo 1970...
 
Die Rechnung ist ganz einfach. Beispielsweise Zündapp (Moped Hersteller) ist damals pleite gegangen, weil deren Maschinen ewig liefen und leicht zu reparieren waren.
Der Wirtschaftsmotor ist nunmal das Verkaufen. Was bringt es denn millionen neue geräte herzustellen, wenn keiner die kauft?
 
@FAGabriel: MÜSSEN denn unbedingt und überhaupt Millionen neue Geräte hergestellt werden? Warum?
 
@departure: Weil unser bescheuertes System sonst nicht funktionieren würde.
 
@fuba: Das hat man in der Vergangenheit schon bei vielen Sachen gesagt. Es haben sich aber (zum Glück) immer wieder andere lohnende Beschäftigungen für Berufsgruppen gefunden, deren Tätigkeit nicht oder nicht mehr so sehr benötigt wurde. Kann allerdings etwas dauern.
Zumindest bezweifle ich, daß die Welt untergeht und es der Masse der Weltbevölkerung zwingend schlechtergehen muß, wenn die Industrie nicht mehr 500 Millionen Smartphones und Tablets pro Jahr herstellt und verkauft (um mal beim Beispiel der Geräte, die man nicht oder kaum selbst reparieren kann, zu bleiben).
 
@departure: lohnende Beschäftigungen? Für den Arbeitnehmer sicher nicht. Ist ja eher die Ausnahme, dass jemand durch Rationalisierungsmaßnahmen oder allgemeinem Jobverlust hinterher eine bessere Stelle erhält. Meist wirste da vom Handyzusammenschrauber zum Kugelschreiberzusammenschrauber. ^^

Die "paar" Taiwanesen (~80.000 bei Foxconn), die Tag & Nacht Smartphones & Tablets per Fließbandarbeit zusammenbasteln, sind ja schon froh, dass sie überhaupt diese schlechtbezahlte Arbeit haben. Ohne die Smartphones geht die Welt zwar nicht unter - aber die 80.000 haben zumindest keinen Job mehr und legale alternative Jobs gibts in der Gegend kaum.

Hierzulande würde sich keiner 6 Tage die Woche, 10h am Tag für 300 Euro Lohn im Monat für so eine Arbeit hinstellen, wie diese Arbeiter - aber die haben ja keine Wahl und auch kein Hartz4-System.
 
@departure: Aufgrund der Tatsache das die High - Tech Branche einen gigantischen Anteil der heutigen Finanzwelt ausmacht, würde ein ausbleiben oder zusammenbrechen dieser einen Domino Effekt nach sich ziehen, gegen den die Finanzkrise 2008 nichts war. In unserem bescheuerten System muss alles immer weiter wachsen, damit es nicht untergeht. Irgendwann müssen die Produktzyklen auf Wöchentlich wechseln damit man mit dem Wachstum noch hinterher kommt. Aber bis dahin ist das hoffentlich eh alles kollabiert...
 
@Trashy: Ich schrieb ja, daß sowas natürlich dauert, von heut' auf morgen gibt's gewiß keinen Ersatz, keine Frage.
 
@Trashy: Nuja, ein umdenken müsste da schon stattfinden... Etwa das die Firma schließt wenn die Sättigung eingetreten ist und der komplette Gewinn (der vorher natürlich nicht komplett an die Manager gehen darf und auch nicht mit hahnebüchenden Investitionen verpulvert wird) dann gleichmässig an alle ausgezahlt wird.

Vielleicht schmeißen dann ein paar zusammen, um Ersatzteile auf lager zu haben und zu reparieren wenn nötig. Nebenbei sozusagen.

Problem wäre dann höchstens die übliche "Ich hab viel mehr gearbeitet, mir steht mehr zu!" oder "Ich bin wichtiger, ich krieg mehr!" Ansicht vieler Menschen.
 
@departure: Weil die Angestellten jeden Monat Geld haben wollen um was zu Essen zu kaufen.

Ich denke es wäre heutzutage kein Problem, Geräte zu bauen, die Jahrzehnte ohne Probleme laufen. Nur würde der Hersteller die dann auch nur einmal verkaufen und von was soll er dann leben?
 
@dodnet: Ja. Ich bin auch der Meinung das die Galaxie sich aufhört zu drehen wenn keiner mehr was kauft/verkauft. Gibt ja genug Beispiele im Universum.
 
@BadMax: Die Galaxie wird nicht aufhören sich zu drehen, aber unser tolles *hust* Wirtschaftssystem, was auf immerwährendem Wachstum basiert.
 
@FAGabriel: Absolut richtig. Von Zündapp gabs auch Rasenmäher. Mein Vater hat so einen, auf jeden FAll seit ich lebe (BJ Ende 70), und das Ding läuft heute noch.
 
@FAGabriel: Da kommt eben auch ins Spiel daß neue Geräte oft keinen nennenswerten Mehrwert gegenüber den alten bieten. Wobei das bei Mofas natürlich auch recht schwer zu realisieren wäre. Schneller werden sie ja schon aus gesetzlichen Gründen nicht, aber weniger Stinken wäre durchaus schon mal ein kleiner Fortschritt.
 
Ich fürchte ohne strenge Gesetze wird es diesbezüglich keine Besserung geben.
 
@Memfis: Dann muss man das System ändern. Beginnend mit dem beenden des unendlichen Wachstumsstrebens.
 
@Memfis: Es macht auch wenig Sinn bei Smartphones die zwischen 240-260€ kosten für 189€ ein neues Display zu kaufen (ohne Einbaukosten). Ok da könnte der Gesetzgeber dann doch einschreiten, ich hätte das Display gern vom Ihm subventioniert, so 20€ wäre angemessen, da müsste es dann auch nicht mal ein Minijobber einbauen. Vielleicht sollte man bei der Betrachtung
aber einfach auch etwas unterscheiden zwischen Gütern die seitens der Entwicklung ausgereizt sind und für die sich natürlich eine Reparatur lohnen würde, da es ja nix fortschrittlicheres als neues Produkt gibt. 99% der heutigen Produkte sind allerdings zum Erscheinungstermin veralteet und da ist dann ein Defekt fast schon ein Segen weil der Anstoss es nun doch endlich zu ersetzen.
 
eben Generation Apple
 
@jediknight: Und auch Generation Samsung, LG, HTC, Panasonic, Canon, ...
 
Gestern zwei Notebooks bekommen bzw. gekauft für'n Appel und 'n ei.. Notebook Nr. 1 stürzt ständig ab, bzw. läuft nur noch im Winter auf dem Fensterbrett und Nr. 2 macht gar keinen Mux.. Nach ner halben Stunde Arbeit laufen beide wieder, bei Nr. 1 war es z.B. ein dichter Staubteppich am Kühler, der jeglichen Luftstrom verhinderte (läuft nach Reinigung absolut stabil).. Nr. 2 sprang gar nicht erst an, Netzteil war auch keins dabei.. In ner Kiste fand ich zum Glück ein passendes Netzteil, leider ging es nach einem Bruchteil einer Sekunde immer wieder aus.. Was soll ich sagen, aufgemacht wahllos nacheinander Stecker gezogen und probiert und siehe da, das Teil läuft stabil am externen Display.. Mit dem ominösen Stecker geht er sofort aus.. Ob der Connector was mit dem Display zutun hat, muss ich noch rausfinden.. Erst neulich bekam ich zudem einen 37" Philips LCD mit einem schicken Negativbild (Farben verfälscht).. Nach 5min Recherche war ein sog. "Gammachip" als Fehlerursache ausgemacht.. Mache zwar gerne Sachen selber, aber SMD Löten wollte ich dann doch nicht noch erlernen, zumal ich keine Lötstation besitze.. Also bei eBay für 25 Euro das komplette Board, worauf der Chip sitzt, geordert und voila - läuft.. Was ich damit sagen will, ich habe auch absolut keine Ahnung von Fernsehern, aber ich bin in der Lage eine Fehlerbeschreibung bei Google einzutippen und stecke nicht den Kopf in den Sand.. Das größte Problem der meisten Leute ist eh, dass sie sich künstlich Grenzen setzen, anstatt neuem aufgeschlossen gegenüber zu stehen und zu sagen: "Ich schaffe das!".. Das einem das Reparieren künstlich erschwert wird und "Sollbruchstellen" eingebaut werden, finde ich allerdings absolut scheiße..
 
Sowas ist mir mal ganz unangenehm bei einem Samsung-Smartphone von einer Freundin aufgefallen, welches sich nicht mehr einschalten ließ und sie sich deswegen ein neues gebrauchtes gekauft hat.
Letztendlich war daß lediglich der Power-Taster der defekt war, den ich auch mit viel Gefummel und einem normalen Lötkolben gegen einen neuen Taster auch China für 2,50€ austauschen konnte. Interessant war aber daß genau dieser Taster ein billiger Folientaster war, während die Taster für die Lautstärke mit anständigen Tastern ausgestattet wurden. Das zeigte mir mehr als deutlich daß genau ein solcher Defekt von Samsung gewünscht war.
 
@Johnny Cache: Meine mittlerweile verstorbene Großmutter hatte einen Vorwerk-Staubsauger Baujahr 1938. In 1999 war ein Vorwerk-Vertreter bei ihr, der ihr (natürlich) einen Vorwerk-Staubsauger verkaufen wollte. Sie zeigte dem Mann den funktionierenden Vorwerk (Modell "Kobold"), der zu diesem Zeitpunkt 61 Jahre auf dem Buckel hatte. Der Mann staunte nicht schlecht und fragte, ob er mal Werkskollegen zu ihr schicken könnte, um das alte Gerät anzusehen. Meine Oma wollte das aber nicht. Nachdem ich die Geschichte von ihr gehört hatte, war mir aber klar, warum die so ein altes, aber noch funktionstüchtiges Gerät hätten analysieren wollen: Damit so ein Fehler (daß er solange hält und funktioniert) nicht nochmal passiert! Wobei Vorwerk eher ein schlechtes Beispiel für sowas ist, die Geräte halten wirklich lange. Trotzdem bin ich sicher, daß in allem eine Sollbruchstelle eingebaut wird.
 
@departure: Ja, ich hab heute meine 20 Jahre alten Kampfstiefel für nen Fuffi neu besohlen lassen. Für das Geld hätte ich auch fast neue Stiefel kaufen können, aber warum sollte ich das tun wo sie doch gerade erst so richtig eingelaufen sind? Auf die nächsten 20 Jahre! ;)
 
@departure: ja genau so muss es aber auch sein. Made in Germany = deutsche Qualität, grade dafür stand der Satz ja immer. Das Ganze ist außerdem auch viel ressourcenschonender, da halt nicht mehr so viel produzíert wird. Aber unsere verblendeten Politiker gucken ja immer nur aufs Wachstum. Wachstum, Wachstum, Wachstum auf Teufel komm raus.
Ein Arzt nennt so was für gewöhnlicherweise Krebs, und jeder weiß was dann irgendwann passiert, er geht mit seinem Körper unter! Schluss aus Ende! Eben auch für den Krebs! Genau darauf steuert die Menschheit mit der Erde auch drauf zu....
 
Kein Witz, ich hatte schon Leute am Tel. die wollten einen neuen Rechner kaufen, weil ihr Mailprogramm nicht richtig lief!

Die News überrascht mich gar nicht, im Gegenteil ich kann es sogar aus eigener Erfahrung bestätigen.
 
@Rumulus: Und ich hatte einen, der es irgendwie geschafft hatte, unter Windows Text und Hintergrund die Farbe Weiss zu geben ... da hätte man auch ohne weiteres eine teure Neuinstallation aufdrücken können.
Das mit dem Mailprogramm glaub ich deher unbesehen :)
 
mich überrascht das nicht grade...je jünger je "blöder", stelle ich auch fest (selbst bei meinen söhnen).

aber man muß auch sagen das die technik heute so konstruiert ist, das selbstreperaturen ehr weniger funktionieren. da sei genannt der tolle samsung lcd tv...der plötzlich nicht mehr ging...ursache: 3 kleine elkos für 60 ct (gesamtpreis) waren kaputt...
viele sachen sind mitlerweile auch so konstruiert das "kaput" gehen vorprogramiert ist: lcd tvs zB ein röhren tv den ich jeden tag beutze ist über 23 jahre alt...die lcd tvs die bei uns laufen (keine billiggeräte) halten 3-4 jahre! die technik ist nicht komplexer geworden, aber die gewollte lebensdauer ist sehr wohl von den herstellern vorbestimmt.
 
@anon_anonymous: Das gleiche mit den Elkos hatte ich nach ca 4 Jahren Laufzeit auch. ALLE ausgetauscht nun läuft er wieder seit 3 Jahren. SUper Gerät, bis heute voll zu frieden. Ob das nun gewollt war seitens Samsung oder nicht möchte ich gard nicht kommentieren........

Samsung BW 226 zufällig?
 
Von der EU so gewollt. Man denke nur an Glühbirnen. Alles verboten. Klar, kaputte Glühbirnen lassen sich auch nicht reparieren. Aber sie schaden keinem, wenn man sie wegwirft.
 
@Gordon Stens: falls du auf das Quecksilber in Energiesparlampen andeuten willst: bei dem in Deutschland vorhandenen Anteil an Kohlestrom gelangt weniger Quecksilber in die Umwelt, wenn man Energiesparlampen in den Wald wirft als wenn man Glühlampen verwendet.
 
@Link: Nein, mir geht es um das Licht. Das Licht von Glühbirnen ist einfach unerreicht (ernst gemeint). Hell, augenschonend (näher am Sonnenspektrum) usw.
 
@Gordon Stens: Hell sind eher die sog. "Tageslichtlampen", da kommt sogar die 150W Glühbirne, die ich noch rumliegen habe nicht gegen an (mal davon abgesehen, dass es kaum noch Lampen gibt, in die man mehr als 60W reinschrauben kann). Und die haben dann auch noch wirklich nahezu sonnenidentische Lichtfarbe. Glühbirnen haben zwar ein ähnliches Spektrum wie die Sonne, dieses ist jedoch stark in den roten Bereich verschoben (3200K vs. 6000K), bei Halogenlampen ist es etwas besser aber auch nicht wirklich nah an der Sonne ran, eher am Lagerfeuer.
 
@Link: Von den Tageslichtlampen bekomme ich leider Kopfschmerzen, keine Alternative für mich. Dass Glühbirnen eher rötlich sind ist ok, da dies den Biorythmus weniger durcheinander bringt als blaues Licht von LEDs und Displaybeleuchtung.
 
Man sollte aber fairer Weise auch erwähnen, dass neben der - leider - bewussten Reparaturunfreundlichkeit der Geräte, die selbstverständlich Kalkül/Abzocke ist, auch eine Entwicklung zu berücksichtigen ist, die in der Natur aller vom Menschen erforschter und für die Masse verfügbar gemachte Technologie/Technik mit sich bringt: Die immer komplexer werdenden Geräte MÜSSEN geradezu stückweise einzelne Bauteile vom Nutzer ausblenden. Ich vergleiche das mal mit Autos. Früher hat man seinen VW Käfer oder Trabant noch selbst repariert. Der Motor und die Technik allgemein war überschaubar komplex und daher auch für manchen Laien zu beherrschen.
Die modernen Autos mit mehr Elektronik und komplexeren Bauteilen sind selbst für KFZ-Mechaniker oft nicht mehr reparierbar, da sie Mechaniker, Elektroingenieur und Programmierer in einem sein müssten, um alle Bauteile genau prüfen und reparieren zu können.
Stattdessen wird heute die Steuergerätedaten ausgelesen und oft nach dessen computergestützten Diagnose ganze Baugruppen als ganzes gewechselt.
Es wäre schlicht nicht oder nur in einem exorbitantem Aufwand möglich, die genau Fehlerquelle zu finden und minimalinvasiv zu beheben.
Kein Mensch kann bei der Komplexität moderner Geräte alles bis ins Detail nachvollziehen und sollte es auch nicht mehr. Dafür gibt es Spezialisten. Diese neue "Generation" wird's kaum anders halten als die Generationen davor.
Dennoch will ich gern zugeben, das Geräte wie Smartphones oder Tablets ganz generell mehr auf austauschbare Komponenten hin weiterentwickelt werden müssten. Aber da denke ich auch erstmal an die Umwelt bzw. die Schonung von Ressourcen. Alternativ könnte man wenigstens eine Rücknahmeverpflichtung für Altgeräte forcieren, die den Hersteller zwingt, Materialien auf Wiederverwendbarkeit/Recyclebarkeit zu trimmen.
 
@hhf: Wahre worte, aber es gibt meiner Meinung nach auch nen Positiven effekt. Dadurch, dass die Industrie auf Kosteneffizienz arbeitet bekommt man heute schon für sehr wenig geld nen TV mit großer Diagonale oder ein voll ausgestattetes Smartphone für 100-200€ usw. Das nennt sich einfach technischer fortschritt. Desto schneller sich die jeweiligen HighEnd bereiche fortentwickeln, desto besser wird das bezahlbare. Ohne ständigen neukauf von Geräten könnte sich unsere Technik gar nicht so schnell entwickeln, da die Unternehmen sonst auch keine Anreize dafür hätten.

Auch wenn es viele Negative Seiten gibt, sehe ich wie gesagt auch viel gutes in unserem aktuellen Konsumverhalten. Wenn man sich nur mal ansieht, wie die Welt vor 100 Jahren aussah und wie sie heute aussieht. Wenn man die entwicklung der Jahrhunderte davor als Maßstab nimmt, hätte der technische fortschritt der letzen 100 Jahre wohl locker 500-1000 jahre dauern müssen. Jetzt zu leben bedeutet wohl für unsere Generation, so viel Fortschritt und Möglichkeiten erfahren und erleben zu dürfen, wie es wohl niemals eine andere Generation auf unserem Planeten erleben konnte oder jemals können wird. Man denke nur an dinge wie Sprachsteuerung, tablets, smartphones usw. Im jahre 2000 war unser heutiger Alltag purer science fiction, man war ja schon fasziniert, weil man 100 mp3s auf nen mp3 player bekam und nun nicht mehr cds oder kasetten wechseln musste. Und jetzt sieh uns heute an... Ich finds einfach nur Krass und bin glücklich in so einer Zeit zu leben. Lieber schnellebig, als nur alle x jahre was neues. Man lebt schließlich nur einmal.

Ach ja und das Mit dem Recyclen wird spätestens dann auch flächendeckemd durchgesetzt, wenn es sich mehr lohnt, als neue Rohstoffe aus der Erde zu holen. Früher oder später simd wir dazu gezwungen. Sehe da deshalb kein großes Problem.
 
Ich weiß gar nicht, was die Professorin da will. Neulich sind auf meinem Nvidia Tegra 25 Transistoren durchgebrannt. Flugs in Baumarkt, 30 neue gekauft und raufgelötet. Jetzt läuft das Teil wieder!

Wie das geht hat mir übrigends mein Großvater an der Vespa 150 VBA gezeigt.
 
Sorry, aber das ist schlicht und einfach falsch. Nicht die IT-Branche erzieht die Massenkundschaft, sondern die offenbar lernunwillige Massenkundschaft erzieht sich selbst zu immer unselbstständigeren, hilfloseren Individuen um. Die IT-Branche verlangt nicht nach Geräten die schon in der Bedienung absolut keine höheren Fähigkeiten vom Nutzer mehr fordern und damit auch gleich auf Fehlerdiagnosetools und alle Reparatur und Eingriffsmöglchkeiten des Nutzers verzichten. Die Massenkundschaft tut das und das nicht erst seitdem es Leute in den 80ern nicht gelang ihren Videorekorder zu programmieren.

Wie schwer konnte es schon sein ein Datum und eine Start- und Stop-Zeit für eine Videorekorder-Aufnahme einzugeben? Nicht besonders schwer, würde ich meinen. Es gab aber offenbar genügend Leute, welche der Industrie damals deutlich machten, dass ihnen das Prozedere zu schwer zu erlernen war und sie nur einen neuen Videorecorder kaufen würden, wenn der wesentlich leichter zu "programmieren" wäre. Das ging dann, glaube ich, bis zu Balkencodes in Programmzeitschriften, die man mit der Fernbedienung des Recorders einfach abscannen und an den Recorder senden konnte. Problem dabei: War der falsche Balkencode abgedruckt guckte der Kunde, der nie etwas von manueller Programmierung des Recorders gehört hatte, dumm aus der Wäsche.

Genau diese Entwicklung hat sich auch mit den Computern vollzogen. Von Systemen, die nur von darauf geschulten Spezialisten bedient werden konnten (und durften!) bis zum heutigen hilflosen DAU, der sein SmartPhone regelmässig hinfallen lässt und sich dann über die Qualität des Gerätes beschwert, wenn es irgendwann nicht mehr geht weil sich z.B. bei einem Sturz der Stecker vom Akku im Gerät gelöst hat. Dann wird natürlich ein neues Gerät gekauft, weil eine Reparatur bei deutschen Stundenlöhnen unbezahlbar scheint und der Besitzer nie gelernt hat selbstständig und systematisch nach einem Fehler zu suchen, geschweige denn überhaupt erstmal ohne grösseren Flurschaden so ein Gerät zu öffnen und es später funktionsfähig wieder zusammenzusetzen.

Es läuft heute halt alles nach dem Motto: Was ich nicht im Hirn habe, muss ich in der Geldbörse haben.

Das ist ein Trend, den ich als Kind auf Besuch in den USA schon vor über 25 Jahren erkennen konnte. Von meiner damaligen Gastfamilie wurde da bei allen möglichen Problemen der sogenannte "Operator", ein Telefondienst der offensichtlich nicht nur Gespräche für Leute die des selbstständigen Wählens nicht mächtig waren vermittelte, sondern auch Ratschläge gab, wie weiter zu verfahren war, wenn z.B. die Waschmaschine streikte, das Kind sich das Knie aufgeschlagen hatte, Wasser durchs Dach tropfte etc.
Viele Amerikaner waren offenbar damals schon bereit lieber mehr Geld zu bezahlen um bloss selber nichts dazulernen zu müssen und trotzdem durchs Leben zu kommen.

Die Kunden sind es heute, die gerne ein paar hundert Euro mehr auf den Tisch legen um damit fehlende eigene Fähigkeiten auszugleichen und ein Gerät bedienen zu können, mit dem sie ohne einen Haufen an Automatiken und damit einhergehender Nutzerbevormundung, -gängelung und -überwachung ansonsten nicht umgehen könnten, weil die Technik ihren geistigen Horizont übersteigt und sie nicht willens sind daran etwas zu ändern.

Die IT-Branche versucht nur zu liefern, was von der Massenkundschaft gewünscht wird und das sind Geräte die immer mehr leisten sollen und trotzdem vom lernunwilligen Kunden irgendwie zu benutzen sein müssen. Klar hat die IT-Branche mittlerweile gelernt, dass sich solche Kunden wunderbar immer weiter übervorteilen lassen, da sie sich eben mit der Technik nicht auskennen und so auf jeden Trojaner hereinfallen, der ihnen nur die gewünschten Funktionen in bequemer Form anbietet. Erzogen hat die IT-Industrie die Nutzer aber ursprünglich nicht zur Hilflosigkeit. Das waren die lernunwilligen Nutzer selber.
 
Habe einen super Samsung Monitor der vor ca 3 Jahren kaputt ging. Es war einfach kein Bild zu sehen. Als ich ihn aufgeschraubt hatte, bemerkte ich das die Kondensatoren aufgebläht waren. Nach ein wenig Suche im Netz stellte ich fest das dieser fehler oft bei der Baureihe auftrat. Habe dan, einfach alle KOndensatoren neu bestellt und eingelötet, fertig.

Ich bin zwar kein Elektroniker, aber technisch nicht ganz hilflos. Ich versuche alles wenn möglich zu reparieren oder irgendwie zu überlegen wie man etwas anders einsetzten könnte.

Für viele Menschen ist das aber alles zu viel. Einer meiner Freunde ist Sozialarbeiter, verrichtet also auch einen sehr sinnvollen Job. Technisc ist er allerdings eine Niete, so das ich ihm selbst bei Kleinigkeiten helfen muss. Aber immerhin sagt er das was nicht funktioniert und ob ich ihm helfen könnte, so habe ich ihm schon mehrere Hundert Euro erspart, sei es Kundendienst oder neu kaufen. Man kann nicht alles wissen aber man findet im Internet genug wenn man nur mit einer passenden Fehlerbeschreibung sucht. Selbst beim Heimwerken gibt es viel im Internet zu lesen.

Während die Menschen sich immer weiter spezialisieren bekommen sie immer größere Scheuklappen vor den Augen. Früher wurde mir gesagt das ich Allgemeinwissen haben sollte, heute werde ich durch zusatzschulungen immer spezieller. Dann kommt noch Familie, Gartenarbeit, Auto sauber machen, der ganze Bürokratiekram usw. dazu. Irgendwann will man auch einfach nur mal chillen.

Ich mag diese Wegwerfgesellschaft auch nicht, aber kann sie ein wenig verstehen. Es wird immer gesagt dass Technologie uns das Leben erleichtert. Solange sie funktioniert, ja. Wenn nein.......dann steht man auf dem Schlauch.

Wissen aneigenen braucht Zeit und Wille. Beides muss man erstmal haben.

Deshalb fand ich Spezialisierung schon immer öde, mein Job langweilt mich mittlerweile. Ich bin gelernter Systemintegrator. Hatte aber vorher eine Fachschule für Metalltechnik besucht. Bin letztes Jahr angefangen meine eigene Paprika und Tomaten auf dem Balkon zu züchten.
 
Übrigens musste ich vor Jahren mal einen einfach Flachbett Scanner ausliefern. Er wollte auch eine installation, danach sollte ich ihm erklären wie das alles funktioniert. Installation und Erklären war am ende teuerer als das Gerät selbst.
 
@spackolatius: Dann war es entweder ein sehr hoher Stundenlohn ;) - oder ein super-mega-komplizierter Scanner ... oder jemand der grade so weiss, wie er den PC anbekommen soll :D
 
Ich kenn des Preis des Scanners nicht mehr, ich erinner mich nur an die Geschichte. Der Stundensatz Betrug ungef'hr 70 Euro wobei ich nat[rlich lange nicht alles davon bekomme. Dann gab es noch Probleme bei der Installation usw, Anfahrt, dem Kunden manche Dinge wohl 3 mal Zeigen, auf Fregane eingehen, bzgl, aufl;sung und so, wo man erst mal sebst schauen muss. Wenn ich den PC aus der Ecke hole, dann wollte der Kunde noch erstmal die Ecke sauber machen weil alles verstaubt usw, da gehen die Minuten ganz schnell. Der Flachbettscaner, ka, weiß nicht mehr, vermutlich keine 100 Euro.
 
Nicht nur die Reparatur, auch erweitern/aufrüsten wird verhindert.
So gesehen, wo ich mir ein neues Notebook kaufen wollte. Acer und HP -> keine Wartungsklappen, also ohne das Gehäuse zu zerlegen kann man weder die HD tauschen noch den Speicher erweitern geschweige denn den Lüfter entstauben. Beim Lenovo was ich nun nahm, gehen mit drei Schrauben ca 80% der Unterseite auf, man kommt an ALLES relevante ran. Und alle Geräte waren unter 500€.
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