US-Steuerbehörde IRS klagt Microsoft und Ex-CEO Ballmer an

Die Steuerbehörden der USA untersuchen derzeit die Steuerpraktiken von Microsoft und deren Tochterunternehmen in Puerto Rico und Bermuda. In einer Klage gegen das Unternehmen und ihre vorherigen Abteilungschefs soll auch Ex-CEO Steve Ballmer erwähnt ... mehr... Steve Ballmer, Ballmer, Microsoft CEO Bildquelle: Microsoft Steve Ballmer, Ballmer, Microsoft CEO Steve Ballmer, Ballmer, Microsoft CEO Microsoft

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Sorry, in dieser Klage geht es doch erst mal gar nicht um die "mögliche" Steuerhinterziehung, sondern um das aufschlüsseln des Firmengeflechts von Microsoft.
Die Klage zwingt Balmer und co. zur Zusammenarbeit und Aussage bzw. soll sie zwingen, erst dadurch wird eine Steuerermittlung erst möglich bzw. kann sie erst eingeleitet werden.

Aber wenn Microsoft sich mit Steuertricks der Gesellschaftlichen und sozialen Verpflichtung entzogen hat, dann soll ES (Wie jede andere Firma auch) dafür "Bluten"!
 
@Kribs: fragt sich nur warum das deutsche Finanzamt bzw. die deutschen Aufsichtsbehörden nicht mal zu einem solchen oder ähnlichen Schritt greifen. Trifft ja nicht nur auf Microsoft zu, sondern genauso auf Amazon, Apple, Google, Starbucks, ...
 
@klarso: Weil es Leider Rechtens (nach den Gesetzen) ist, es gilt nicht wo die Firma Gewinne/Umsatz erwirtschaftet sondern wo ihr Nomineller Firmensitz ist.
So bezahlen Firmen auf Gewinne aus Deutschland in Luxemburg 1 - 3% Steuern, weil sie dort einen "Briefkasten-Hauptsitz" haben, während Deutschland / der Rest Europas in die "Röhre" schaut.
Das ist Juristisch legal, Moralisch das aller letzte (Meine Meinung)!
 
@klarso: Und dabei ist so einfach das aufzuschlüsseln, weil es so einfach funktioniert.
Man lagere z.B. alle Immobilien in eine neue Firma(Briefkasten) um, und muss nun die Miete darauf bezahlen, der Wertverfall und der nicht all zu kleine Gewinn der Firma, ist natürlich mit in der Miete bzw. Pacht bedacht.
Schon fällt die Steuerlast, weil die Aufwendungen höher sind, und die Briefkastenfirma auf den Bahamas kaum Steuern zahlen muss.
Die Deutsche Bank weiss besonders gut wie das funktioniert.
 
@klarso: Im übrigen betrachten sich die Steuerbehörden ganz offiziell als bürgerfreundlicher (!) Dienstleister an der Gesellschaft, insbesondere damit auch an der Wirtschaft.
 
@rallef: Was können die Steuerbehörden für die Steuergesetze?
Gewaltentrennung und so...
 
@Draco2007: Interessante Ansicht... Was ist mir der Kopf pauschale für Prostitution ? Durch diese Abgabe gibt es weniger Kontrollen in den Bordellen. Die Legislative hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, was von der Judikative abgesegnet wurde. Dieses Gesetz hat indirekte Auswirkungen auf die Executive. Bei einer Gewaltentrennung , müsste die Exekutive nun eigentlich mit den Zusätzlichen Einnahmen aus der Steuer, mehr Kontrollen machen können. Aber genau das gegenteil ist der Fall, es gibt weniger Kontrollen. Warum ?
 
@LittelD: Natürlich muss sich die Exekutive an Recht und Gesetz (vgl. Art. 20 Abs. 3 GG) halten, womit das Gesetz nicht nur eine indirekte sondern eine ganz direkte Auswirkung auf die Arbeit der Exekutive hat. Dennoch ist die Frage der Häufigkeit von Kontrollen eine, die die Exekutive bestimmt, soweit das Gesetz hierzu keine Vorgabe macht. Insofern ist der Einwurf von Draco2007 durchaus richtig: Wenn die Gesetzgebung keine Kontrolle vorschreibt, kann man ihr auch nicht vorwerfen, keine durchzuführen. Gleiches gilt für die Steuerdiskussion: Ich kann der Steuerbehörde nicht vorwerfen, bestimmte Steuerkonstellationen nicht zu ahnden, wenn diese gar nicht verboten sind.
Natürlich kann da politischer Wille hinterstehen, denn hat und soll der Gesetzgeber ja auch durchaus haben - dennoch ändert es nichts an der Gewaltenteilung.
 
@klarso: Weil die Finanzämter von oben die Weisung haben sich gefälligst auf die "Kleinen" zu konzentrieren und die "Grossen" in Ruhe zu lassen.
Gab mal einen ausführlichen Stern-Artikel über diese Weisungen von oben.
Beamte die dagegen verstießen und auch bei den "Grossen" ihre Pflicht tun wollten, wurden nach der "Mollath-Methode" fertiggemacht - heißt: sie wurden für verrückt erklärt.
Den Stern-Artikel gibt's nicht online - aber andere Quellen:
http://www.stern.de/wirtschaft/geld/rechnungshof-finanzaemter-verschonen-millionaere-576348.html
http://www.sueddeutsche.de/politik/hessische-steuerfahnder-affaere-umgehend-rehabilitieren-1.63593
 
"Staat" vs. Unternehmen, kann interessant werden. Ich denke, dass es nicht zufällig JETZT zu der anklage kam, wo Microsoft doch gerade verhindern will Daten an die USA zu übermitteln.
 
@Dan1eL: War auch mein erster Gedanke
 
der staat macht steuerbetrug erst möglich für große konzerne mit seinen ganzen gesetzen die dann von entsprechenden armeen von rechtsverdrehern der großen konzerne entsprechend interpretiert werden. dazu kommen noch die lobbyisten im parlament die im interresse der großen konzerne arbeiten.
der mittelständische und kleinunternehmer hat gar nicht das privileg der steuerhinzerziehung in dieser region der großen konzerne.
der "staat" ist ein untransparentes, unsichbarens, nicht existierendes und doch existierendes paradoxes ungeheuer das eigentlich nie funktioniert hat in wirklichkeit im interesse der "allgemeinheit". der "staat" ist ein instrument, eine illusion, ein glaubenskonstrukt von etwas damit man den arbeitenden (der mehrheit der menschen) das geld aus der tasche zieht. nur eine kleine kaste von menschen profitieren in wirklichkeit davon. der "staat" dient dazu vermögen und wohlstand von unten nach oben zu transferieren.
ein anderes wort für legaler diebstahl ist steuern.
hat irgendwer einen vertrag eingegangen mit dem staat der ihm sicherheit oder irgend eine andere leistung garantiert und die er vertraglich auch vor gericht einklagen kann? ...NEIN

das ganze mit M$ ist eh nur ne farce. die millionen die M$ irgendwann nachzahlen muss wenn überhaupt davon hat der kleine mann eh NIX. die fließen in irgendwelche taschen der selbigen leute die an der macht sind im staat und in den konzernen.
das ganze soll vermutlich eh nur die illusion vom guten staat und bösen konzern am leben halten und gleichzeitig die kleinen leute davon abhalten ihre wohlverdientes geld (steuern) vor dem achso guten staat zu verstecken bzw. zu hinterziehen ;)
 
Und Steve Ballmer dann an der Türe so... https://www.youtube.com/watch?v=wvsboPUjrGc
 
@Seth6699:
^^
gähhhhhnnnn ... wie oft denn noch?
 
@paulchen_panther: Oh..ein Internet-Negativ-Troll *brotkrümelhinwerf* Dieses Exemplar muss man studieren.
 
Also meiner Meinung nach ist das der falsche Weg. Es sollte hier nicht das Unternehmen als Ziel genommen werden , sondern das Land das dies ermöglicht. Sowohl das eigene , auch das Land in die die Steuerflucht betrieben wird.

Ein Unternehmen sollte so viele wie nötig Unterfirmen haben, da diese teilweise in der Struktur auch erforderlich sind. Aber ein Unternehmen sollte keine Unterfirma in einem anderen Land haben nur um Umsätze/Gewinne auszubuchen , und Ireale kosten zu erzeugen. (zB Firma A Stellt Firma B XYZ das 100 fache des Marktüblichen in Rechnung , dafür das sie für Sie die Rechnungen schreibt) Hier ist irgendwo ein Punkt des direkten Betruges erreicht. Hier sollte dann die Firma und das Land, welches den Betrieb Firma A duldet ins Fadenkreuz genommen werden. zB Luxemburg , hier sollte es wie bei Russland Embargos und der gleichen geben , da diese in dem Betrug bewusst mit dabei sind.
 
@LittelD: Siehst du und hier ist schon ein Fehler, denn ein Unternehmen kann eben nicht einfach das 100-fache des marktüblichen Preises in Rechnung stellen. Steuerlich ist das Thema Transferpricing immer wieder ein Thema in Betriebsprüfungen, da eben nicht einfach ein beliebiger Betrag in Rechnung gestellt werden kann. Zudem machst du den Bock zum Gärtner: Warum sollte - in deinem Fall - Luxemburg einem Embargo unterworfen werden, wenn doch der deutsche(!) Steuergesetzgeber die Möglichkeit der Auslandsbesteuerung überhaupt zulässt? Zudem: Was bitte ist daran ein Betrug? Wenn du im Rahmen deiner jährlichen Einkommensteuererklärung z.B. eine Pauschbeträge ansetzt, ist das genau so wenig betrug, wie es Betrug ist, wenn Starbucks räumlich übergreifende Steuergestaltungsspielräume nutzt. Wenn du überhaupt jemandem an den Karren fahren willst, dann bitte dem hiesigen Steuergesetzgeber.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Microsofts Aktienkurs in Euro

Microsofts Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr