Buch schlägt E-Book: Wer elektrisch liest, soll schlechter schlafen

Das gute alte gedruckte Buch hat einen Punktsieg gegen die Konkurrenz aus dem elektronischen Lager errungen. Forscher wollen festgestellt haben, dass Menschen die vor dem Schlafen in einem E-Book mit Hintergrundbeleuchtung lesen, schlechter schlafen. mehr... Amazon, Kindle, E-Book, E-Books, Bücher, Buch Bildquelle: Amazon Amazon, Kindle, E-Book, E-Books, Bücher, Buch Amazon, Kindle, E-Book, E-Books, Bücher, Buch Amazon

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E-Ink sind nicht betroffen, ist also auch hier recht schwammig formuliert.
 
@hhgs: Sind sie doch! Ausschlaggebend ist - wie auch im Artikel steht -, ob die Hintergrundbeleuchtung eingeschaltet ist oder nicht.
 
@xylef: Die Frage ob nur die direkte Hintergrundbeleuchtung oder auch die indirekte Beleuchtung betroffen ist. Die indirekte Hintergrundbeleuchtung entspricht ja eher einer Leseleuchte am Rand. Dann gibt es auch einige eInk-Reader ohne Beleuchtung.
 
@floerido: Würde sagen JaIn. Rein technisch gesehen handelt es sich, bei beiden Beleuchtungsarten um PWM-gedimmte weiße LEDs. Der schädliche schlafraubende Blauanteil ist also in beiden Fällen gegeben...
 
@xylef: Ich will jetzt nicht sagen, das E-Ink davon nicht betroffen ist, aber ich finde in der Studie nur iPad als Geräteangabe.
 
@xylef: Laut Paper wurde ein iPad (Seite 4) bei maximaler Helligkeit (Seite fünf, bei den Lux-Werten) genutzt. Damit hat hggs recht und wir sollten ihn mal mit ein paar + versehen, um die - der Kinder hier wieder auszugleichen.
 
@ElDaRoN: Und den verantwortlichen Redaktuer mit ein paar -, wenn das moeglich waere...
 
Welche eReader bzw. Tablets wurden benutzt? Welche Farbe und Leuchtintensität (Hellgkeitsstufe) besaß die Beleuchtung des jeweiligen Geräts? Mit welcher Beleuchtung (Standort bzgl. der lesenden Person, Helligkeit, Farbe) wurde das klassische Buch gelesen? Welche Bücher wurden gelesen?
Unter anderem diese essentielle Informationen fehlen in dem Paper. Weder sind damit die Ergebnisse der Studie wissenschaftlich belastbar, noch lassen sich damit Rückschlüsse auf das eigene Leseverhalten ziehen. Ergo: Wertlos und warten bis ein echter Wissenschaftler sich dieser Frage annimmt.
 
@ElDaRoN: Viel spannender wäre die Frage, wer diese Studie finanziert hat...
 
@Draco2007: Alle, die ihr Geschäft mit eBooks bzw. indirekt mit eReadern machen sind nun mit einer "Negativ-Schlagzeile" betroffen. Also können da ja nur Lampenhersteller und Papierproduzenten dahinter stecken. ^^
Würde eher sagen es ist einfach nur eine schlechte Studie und von solchen gibt es extrem viele in der Welt der Wissenschaft. In den späteren Reviews, wenn sich überhaupt jemand die Mühe macht das ausführlich zu begutachten, wird sich das auch zeigen. Einfach in zwei oder drei Jahren mal gucken, wer ein Review hierfür geschrieben hat und wie oft man auf diese Studie hier referenziert. Aber bis dahin ist die für uns eh aus den Augen und aus dem Sinn.
 
@ElDaRoN: Eh, ich würde sagen, es gibt mehr gekaufte Studien als wirklich "schlechte". Also solche, wo am Anfang das Ergebnis schon feststeht und nur noch eine Studie drumherum gebaut werden soll/muß, damit man eine Legitimation vorweisen kann.
 
@Draco2007: "Conflict of interest statement: Dr. Czeisler has received consulting fees from or served as a paid member of scientific advisory boards for: Boston Celtics; Boston Red Sox; Citgo Inc.; Cleveland Browns; Merck; Novartis; Purdue Pharma LP; Quest Diagnostics, Inc.; Teva Pharmaceuticals Industries Ltd.; Valero Inc.; Vanda Pharmaceuticals, Inc. Dr. Czeisler currently owns an equity interest in Lifetrac, Inc.; Somnus Therapeutics, Inc.; Vanda Pharmaceuticals, Inc., and between October 2012 and October 2013, Apple, Inc. and Microsoft, Inc. Dr. Czeisler received royalties from McGraw Hill, Penguin Press/Houghton Mifflin Harcourt, and Philips Respironics, Inc. and has received grants and research support from Cephalon Inc., National Football League Charities, Philips Respironics, ResMed Foundation, San Francisco Bar Pilots and Sysco. Dr. Czeisler is the incumbent of an endowed professorship provided to Harvard University by Cephalon, Inc. and holds a number of process patents in the field of sleep/circadian rhythms (e.g., photic resetting of the human circadian pacemaker). Since 1985, Dr. Czeisler has also served as an expert witness on various legal cases related to sleep and/or circadian rhythms, including matters involving Bombardier, Inc.; Delta Airlines; FedEx; Greyhound; Michael Jackson’s mother and children; Purdue Pharma, L.P.; United Parcel Service and the United States of America."
 
@ElDaRoN: Ich habe das Paper gerade mal überflogen, da sind wirklich einige Punkte sie sehr an der Gültigkeit zweifeln lassen. Alleine schon der Versuchsaufbau, der Test wird über 14 Tage gemacht, die Testperson bekommt einen Tagesrhythmus vorgeschrieben, in der ersten Woche soll in LE-eBook gelesen werden, in der zweiten im normalen Buch. Hier fehlt schonmal die Kontrollgruppe, die umgekehrt liest, damit man die Gewöhnung an den Tagesrhythmus ausschließen kann. Dann ist die Definition von LE-eBook sehr fraglich, da steht nur das es Lichtabstrahlt, aber nicht wie, direkt wie ein Tablet oder indirekt wie die Beleuchtung am Rand. Wie du schon schriebst kann ich mir auch die Wellenlänge des Lichts als relevanten Faktor vorstellen, kühles LED-Licht vs. warmes Leselampenlicht.
 
@floerido: Allein schon durch die Tatsache, dass ein Tagesrythmus vorgegeben wird ohne genügend Vorlaufzeit ist witzlos.

Wenn ich meinen Tagesrythmus ändere schlafe ich üblicherweise auch eine ganze Zeit lang schlecht.
 
@floerido: "All participants completed both reading conditions but were randomized to the
order." Die Reihenfolge (also erst eBook, dann klassische Buch oder umgekehrt) war verschieden. Finde die Gewöhnung an den Tagesrhytmus trotzdem eine mögliche Erklärung, da ich 1. keine Angabe darüber finde, wie viele welche Reihenfolge durchgeführt haben und es 2. bei der geringen Anzahl von Testpersonen (12!) durchaus sein kann, dass die die erst das normale Buch gelesen haben sich zufällig schneller daran gewöhnen konnten.
 
@ElDaRoN: Tja, irgendwie eben noch nicht mal ein eReader. "reading an LE-eBook (iPad; Apple Inc.,Cupertino, CA)" (Seite 4, "Study Protocol" ) . Es wurden beliebige Bücher gelesen "Participants selected their own reading materials and supplied their own printed books." (Seite 5) Die Zimmer-Beleuchtung ist da auch näher aufgeführt.
Allerdings gibt es da noch einen feinen Unterschied, der iPad stand auf einem Gestell, 30 bis 45 cm vom Leser entfernt, der Leser des gedruckten Buches konnte lesen wie er will.
Ich will nicht sagen, dass die Studie wert- oder sinnlos ist oder unrecht hat, aber ein paar Dinge finde ich auch seltsam.
 
@Lastwebpage: Danke, ich habe im Dokument einfach nur nach Amazon und Kindle gesucht, aber da hat er nix gefunden (was ich schon merkwürdig fand, wo Amazon doch Mainstream-Marktführer ist), darum habe ich da auch nur noch selektiv in bestimmten Abschnitten überflogen und sogleich mit dem Kopf geschüttelt.
Edit: Da steht auch "The LE-eBook was set to the maximum brightness setting." Auf einem Tablet bei maximaler Beleuchtung direkt ins Gesicht ein Buch lesen... Da würden doch nur noch Narkoleptiker wie ein Baby schlafen. -.-
 
Habe bei meinem Kindle Paperwhite eh die Hintergrundbeleuchtung aus, weil ich es irgendwie anstrengender zu lesen finde und meine Lampe zum lesen eh an ist.
 
@L_M_A_O: Echt? Lässt du mich bitte daran teilhaben, wie du die ausbekommst? Das hab ich nämlich noch nciht geschafft, die ist auch bei scheinbarerm aus noch an. Geh mal ins dunkle :(
 
@cptdark: Ich habe einfach oben bei der Helligkeitseinstellung den Regler auf 0 gesetzt.
 
Nur wer überhaupt liest kann lesen richtig schreiben...
 
@Momo1305: Danke für den freundlichen Hinweis! Wurde angepasst.
 
Die Studie besagt also aus: Leute mit Schlafstörungen sind eher Nutzer von elektronischen Büchern.
 
@topsi.kret: Nein. Zunächst einmal kommt das überhaupt nicht in Frage, weil die Leute sich bei der Studie ja nicht selbst aussuchen können, was sie lesen. Außerdem haben alle Probanden fünf Tage ein eBook und fünf Tage ein klassisches Buch gelesen.
 
Also heise schreibt nur von IPads (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Auf-dem-Tablet-lesen-haelt-laenger-wach-2506005.html). Ich hab mir jetzt das verlinkte PDF nicht durchgelesen, da wird am Anfang zumindest nur von LE (light-emitting?) eBooks gesprochen, vermute also dass das wohl dann ein Tablet als Lesegerät sein soll. Ich hab zumindest mit meinem old-school Kindle kein Problem in den Schlaf zu finden, da brauch ich allerdings auch die Leselampe (nachts :-)).
Also m.E.n. etwas reißerisch formuliert der Artikel...
 
wieso sagt man buch, aber elektronisch ist es dann ebook? ist das cooler? ebuch ist doch auch cool
 
@hjo: weil ebuch erst recht bekloppt klingt
 
@hjo: Nun ja, man sagt ja auch Tablett. Elektronisch wird dann ein Tablet oder Pad draus ^^
 
Wie steht es im Text: HINTERGRUNDBELEUCHTET - also im Prinzip das selbe wie Tablet, Handy, Notebook, PC, Fernseher ... hab ich was vergessen?
Echte eBook-Reader (eInk) haben entweder gar keine Beleuchtung oder sind vordergrundbeleuchtet.
Und das diese flimmernden (ja, fällt mir ab und an auf) hintergrundbeleuchteten Dinger Schlafstörungen, Kopfschmerzen und was-weiss-ich verursachen, wundert mich kein bisschen.
 
Herrgott. 60% aller Studien sinds Papier nicht wert auf dem Sie geschrieben stehen, da entweder ein Interessenkonflikt vorherrscht, oder die Leute nicht mal richtig eine Kontrollgruppe aufbauen können.
Warum wird immer davon ausgegangen, alle Studienmacher sind Leute, die unbedingt wissen was Sie tun. Ihr lest jeden Tag das Gegenteil, warum glaubt ihr immer jedem Mist! Vor allem ist der Artikel falsch, es wurde nur das IPAD getestet, steht sogar IM Bericht!
 
bei einer samplegrösse von 12 von einer studie zu sprechen ist blanker hohn ... kommt wieder wenn ihr das an 1000+ personen getestet habt um statistische ungenauigkeiten herausfiltern zu können. dieses ding qualifiziert sich bestenfalls bei einer stammtischrunde im gasthaus als "wissenschaftlich".
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