Klage gg. US-Regierung: Apple, Amazon etc. unterstützen Microsoft

Das Redmonder Unternehmen führt derzeit einen juristischen Kampf gegen die US-Regierung: Dabei geht es um die Forderung der US-Behörden, dass das Unternehmen in Europa gespeicherte E-Mail-Daten herausgeben soll, was Microsoft verweigert. ... mehr... Microsoft, Logo, Headquarter Bildquelle: Robert Scoble / Flickr Microsoft, Logo, Headquarter Microsoft, Logo, Headquarter Robert Scoble / Flickr

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Es wäre wünschenswert, wenn ein Riese einfach den Sitz der Firma von den USA zB. einfach nach Luxemburg oder Liechtenstein verlegt und so der US-Regierung mal die Eier zeigt. Dafür dürfen sie von mir aus auch ein Jahr Steuerfrei leben.
 
@TurboV6: Warum so weit denken? Kanada reicht ja schon, so wie MS es momentan im Visa-Fall tut, um der US-Regierung den Stinkefinger zu zeigen.
 
@Slurp: Ja, stimmt, nur dass die Amis vermutlich auf Kanada aufgrund der Nähe mehr wirtschaftlichen Druck ausüben können, als auf Europa.
 
@Tintifax: Nö, Kanada entscheidet selbst, US entscheidet aber für EU.
 
@Tintifax: Die USA können auf Canada null Druck ausüben. Weder politisch noch wirtschaftlich.
Auch wenn die kanadischen Provinzen untereinander ihre Differenzen haben; in einem sind sie sich absolut einig - USA = no go.
Canada ist mental näher an Europa als es die USA je an Canada sein werden.
 
@LastFrontier: Blödsinn. 2012: 74.5 Prozent der Exporte Kanadas gingen in die USA (Platz 2 ist China mit 4.3 Prozent), und 50.6 Prozent der Importe kamen aus den Vereinigten Staaten (Platz 2 wieder China mit 11 Prozent). Kanada mag von der Einstellung näher an Europa sein als an den Vereinigten Staaten. Wirtschaftlich sieht das extrem anders aus...
 
@Tintifax: Die Import- Exportzahlen mögen ja stimmen. Ändert aber nichts daran dass Canada und USA in gewissen Punkten überhaupt nicht zusammengehen. Vor allem weil die Canadier das nicht wollen.
So setzen sich z.B. US-Deserteure nach Canada ab - weil sie von dort nicht an die USA ausgeliefert werden.
Canada ist britisch-französisch und keinesfalls amerikanisch.
 
@LastFrontier: Die Zahlen zeigen: Sollte Amerika wegen irgendwas für sie extrem wichtigem wirtschaftlichen Druck ausüben wollen, haben sie alle Trümpfe in der Hand. nicht mehr und nicht weniger wollte ich sagen.
 
@Tintifax: Haben sie eben nicht.
Denn die USA versuchen seit Jahrzehnten Canada dazu zu bewegen Wasser aus der kanadischen Seenplatte in den Südwesten der USA abzupumpen.
Überwiegend für Nevada, New Mexico, Arizona und California.
Denn die Amis haben in ihrer Selbstherrlichkeit in diesen Regionen gnadenlos das Wasser verbraucht/verschwendet und müssen es über hunderte von Kilometern transportieren.
Dabei haben sie aber in diesen Staaten im Umland der Metropolen riesige Seen regelrecht trockengelegt und auch den Grundwasserspiegel erheblich reduziert. Der Colorado z.B. ist an seiner Mündung nur noch ein Rinnsal. Denn das Wasser wird überwiegend nach Las Vegas abgepumpt und Wüsten werden wegen Landwirtschaft bewässert. Aber nicht nachhaltig sondern hemmungslos.
Was zur Folge hat dass innerhalb der nächsten 15 Jahre die gegend von Las Vegas bis runter nach Los Angeles wieder das wird was sie einmal war: Halb- und Vollwüsten.
Es wird also so kommen wie in den 1930ern als die Amerikaner die Great Plains mit Getreidefeldern überzogen haben und eines Tages vor der grössten Ökokatastrophe in der Geschichte standen; als nämlich durch zwei Trockenperioden alles regelrecht zu Staub zerfiel.
Ich denke auch mal dass das gigantische Fracking in USA noch eine riesige Zeitbombe wird und sich hier das nächste Desaster anbahnt.

Das grösste Problem der Amerikaner ist ihre strikte Ausrichtung auf schnelle und ertragreiche Erfolge. Von Nachhaltigkeit und langfristigen Konzepten ist der Amerikaner so weit weg wie die Erde vom Mond.
 
@LastFrontier: Ich hab zwar keine Ahnung was das alles mit dem Anti-Terror-Wahn der Amerikaner zu tun hat, aber von mir aus...
 
@TurboV6: Das würde nicht funktionieren. Die USA sind sowohl für Microsoft als für Apple zu wichtig.
 
@Edelasos: der Markt, aber doch nicht der Sitz. Was soll die Regierung bei einem Sitzwechsel machen? Die Produkte verbieten? Auf welchem Gesetz...? Wäre nicht die erste Firma, aber eben der erste Big Player.
 
@TurboV6: Beim dortigen Nationalstolz würde dies Bereits ausreichen um erheblich Marktanteile zu verlieren...
 
@dognose: An wen denn?
 
@dognose: Einigkeit macht stark, sagte mal ein schlauer Mensch. Eine einzelne Firma könnte sicherlich ein Problem mit dem amerikanischen Nationalstolz bekommen. Aber lass nur MS und Apple abwandern. Was dann? Keine iPhones mehr, keine Macs mehr, keine Alternative zum Mac in Form von Windows mehr... Der Nationalstolz funktioniert nur begrenzt. Und wenn sich zu MS und Apple noch genügend andere gesellen, wird's lustig. Arbeitsplätze fallen weg, Steuereinnahmen wandern ins Ausland, die US-Regierung kann sich mit Gerichtsbeschlüssen auf den Kopf stellen.

Einen Haken hat's nur: Die Länder, in die die Firmen abwandern, müssen auch genug Eier in der Hose haben (Verzeiht mein Klatschianisch!), nicht hintenrum kleinbei zu geben und den Amerikanern zu liefern, was die Behörden gerne hätten.
 
@dognose: Wieso? Der Nationalstolz hat ja auch kein Problem damit, dass die alle Arbeitsplätze nach China verlagert haben.
 
@Edelasos: Der Rest der Welt ist für MS wichtiger als nur der US-Markt. China, Rußland, Indien, Brasilien, EU sind strategisch wesentlich wichtiger als nur die USA bzw NAFTA-Zone aus wirtschaftlicher Sicht. Für Apple könntest du recht haben. Apple's Hochburgen sind USA und UK, Liechtenstein, Monaco, Schweiz, San Marino. Microsofts Marktanteil ist hingegen in Rußland wesentlich höher als in den USA selbst. In der Summe dürfte das Volumen von Europa plus dem Trikont wesentlich über dem der NAFTA-Zone liegen.
 
Mr. Smith hat auf jeden Fall den längsten ... Titel - soviel steht mal fest.

Ob es etwas im Kampf gegen die US-Regierung nützt, wird sich zeigen. Zu wünschen wäre es auf jeden Fall.
 
@doubledown: Ich hoffe das Thema kommt endlich mehr in die Öffentlichkeit. Microsoft meint es meiner Meinung nach auch wirklich ernst. Sonst würde man die Problematik nicht so direkt und offen ansprechen: https://www.youtube.com/watch?v=hxNZRSuuTzg
 
Erst einmal vorweg: Was für ein schöner Titel :)

Das Totschlagargument "unpatriotisch" kann ihnen egal sein, von Windows/Office etc. weg wechseln wird wohl keiner.
 
MS und andere im Gefolge klagen gegen die USA weil ihnen die Felle (Dollars) davonschwimmen.
Wirtschaftliche Zwänge haben bis jetzt jede Politik untergebuttert und auch schon zwei Weltkriege entfacht.
Wenn IT-Giganten wie MS, Apple, Amazon, eBay, Google etc. die USA verlassen dann gehen in Amiland die Lichter aus.
Denn kein US-Konzern wird es dulden das ihm die Regierung erhebliche Umsatzeinbrüche beschert.
Die USA bekommen bereits jetzt zu spüren dass das Silicon Valley längst nicht mehr die IT-Schmiede No1 in der Welt ist.
 
@LastFrontier: Wo ist die IT-Schmiede No1?
 
schade das Google nicht auch dabei ist, würde den druck nochmals ordentlich erhöhen
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