Vorbild WoW: Lehrer vergibt Erfahrungspunkte statt Schulnoten

Ein österreichischer Lehrer hat sich den MMORPG-Dauerbrenner World of Warcraft zum Vorbild genommen, um einen "modernen Ansatz" zur Benotung von Schülern zu entwickeln und so mehr Transparenz bei der Beurteilung von Leistung zu ermöglichen: Er ... mehr... World of Warcraft, Wow, Xp, Erfahrungspunkte Bildquelle: Blizzard World of Warcraft, Wow, Xp, Erfahrungspunkte World of Warcraft, Wow, Xp, Erfahrungspunkte Blizzard

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Keine schlechte Idee, da kommt bei den meisten Schülern sicher der Ansporn das nächste Level zu schaffen.
 
@youngdragon: Abgesehen davon dass die Idee genial ist, beeindruckt mich Folgendes "Das vom österreichischen Unterrichtsministerium offiziell bewilligte Projekt hat entsprechend auch Level-Aufstiege, die sich am klassischen Notensystem richten." Ich würde viel wetten, dass dies in Deutschland nicht geklappt hätte. Meine Frau ist Lehrerin und sämtliche guten Ideen werden schon im Keim erstickt, weils ja nicht nach Lehrplan oder Vorgabe des Ministeriums ist.
 
@youngdragon: Da bekommt man wieder richtig Lust in die Schule zu gehen wegen dieser Idee :)
 
Ich finden den Ansatz faszinierend.
 
@Gorxx: Ich finde das ebenfalls Brilliant. Es gibt keine schlechte Note mehr, sondern man wird einfach durch aktive Mitarbeit immer besser. Genial.
 
@Sam Fisher: Oder durch Micro-Transaction ;)
 
@SFFox: Das wäre dann der nächste Schritt. Exp-Boost für eine Woche kaufen :D
 
@Wuusah: nennt sich auch Nachhilfeunterricht....
 
@Mangoral: Pay2Win?
 
@happy_dogshit: erst ab dem 10. DLC
 
Muss echt frustrierend sein, da denkt man dann man hätte es geschafft, nach unendlichem gegrinde äh gelerne, endlich Level 60, und auf einmal wird das Limit erhöht auf 70. Also geht das gegrinde äh gelerne weiter, und schwupps, kaum denkt man, diesmal wird es was, muss man schon auf 80 grinden äh lernen. Wenn man dann letztendlich stöhnend und ächzend bei 80 angekommen ist.... tja.... dann war das Schuljahr vorbei und man muss auf den nächsten Expansion Pack im Herbst warten. Und natürlich Bargeld äh Schulbücher bereit halten.
 
@Islander: Und beim "richtigen" Lehrer und reichen Eltern steigt man unter Umständen sofort bei LVL 90 ein ;)
 
Das Lernverhalten der Schüler wird sich da wohl etwas verändern. Ich kenne es noch eher so in der Art "Bald ist das Schuljahr rum und ich hab nur Schei*e gebaut, jetzt muss ich mich noch bisschen anstrengen", es wird aber wohl dann neuerdings die Sorte geben "Ach bis auf Level 5 schaffe ich es sowieso nicht mehr, die letzten beiden Wochen chill ich lieber". :D
 
@tisali: Nur Pech, das die Eltern es dann auch nachverfolgen können ;) Gläsernes Lernen oder so :D
 
@Sh4itan: Ich würde meinem Sohn das ja nicht mal vorwerfen können, so effizient zu denken sollte belohnt werden :D
 
@tisali: Stimmt eigentlich, wenn man mal in die Richtung nachdenkt, is das Logik :D
 
@tisali: Das gibt es aber auch so schon :) "Die Noten 1-4 bringen meinen Schnitt nicht mehr so hoch das ich auf die nächstbessere Note kommen würde. Hauptsache keine 5 -> in dem Fach also nur so la la lernen."
 
@hezekiah: In dem Bereich der Noten kenne ich mich nicht aus 8)

Nein, Spaß beiseite, klar gibt es das schon so und auch mit dem EXP-System wird es welche geben, die denken "Wenn ich mich jetzt reinhänge, könnte es sich sogar lohnen, weil ich noch vor Weihnachten Lvl-Up habe!"

War ja auch nicht ganz ernst gemeint was ich bisher geschrieben habe, wird ja auch leider nur die Ausnahme bleiben was der Lehrer da entwickelt hat.
 
Steigt man dann von Level 6 bis auf Level 1 "auf"?
 
@Sh4itan: Wenn schon dann eher von Lvl 5 auf 1.
 
Wobei es letztlich ein alter Hut ist: ich bin 1973 aufs Gymnasium gekommen und hatte in den ersten drei Jahren einen uralten Deutschlehrer, der dann schließlich mit 76 in Pension ging.
Bei diesem Deutschlehrer hatte jeder Zweite in der Klasse ein bestimmtes Amt. Hausaufgaben, etc. die im Unterricht benotet wurden, wurden von ihm und drei Schülern bewertet. Die Note war gemittelt aus seiner Bewertung und der gemittelten Bewertung der Schüler.
Jeder Schüler konnte sich alle vierzehn Tage eine aktuelle Leistungsbewertung bei ihm abholen, bekam dann einen 2x2 cm großen Zettel, der wohl mit Lupe beschrieben worden war, eine extrem komplizierte Rechnung enthielt und dann aber zu einer penibel ausgerechneten Note kam.
Bei ihm gab es nicht nur die Noten 1-6, auch nicht die bekannten 15 Punkte, sondern bei ihm gab es ca 40 Noten (1mit3Plus, 1mit2Plust, 1mit1Plus, 1, 1mit1Minus...)
Der arme verrückte Mann muss wohl seine gesamten Abende über Tabellen gebrütet haben und das alles ohne PC...
 
@Bengurion: Ein wahrer Pädagoge
 
ne super idee. nur wird das wieder nirgends umgesetzt werden zumindest nicht in DE. ganz davon abgesehn geh ich mal stark von aus das er das mit schlauen kleinen menschen macht und nicht mit diesem netten schülern die man vormittags irgendwo rumgammeln sieht. die leute sind ja nicht ohne grund an nem günimasum (oder wie es heißt =P) man sollte sich wohl lieber ein kopf um sozial schwächere schulen machen. aber was rede ich. das wird doch eh nichts. aber die idee ist super
 
@Tea-Shirt: Eigentlich ist das eine ziemlich traurige Einstellung die durch die aktuelle Lage entstanden ist.
Viele haben in diesem Punkt einfach schon aufgegeben und selbst wenn ich jetzt behaupten würde das ich noch daran glaube das sich das bessern könnte - es ist einfach nicht vorgesehen. Um wirklich was zu verändern müssten Eltern aber auch Lehrer zusammen arbeiten und dazu gibt es oft schon einfach zu wenig Lehrkräfte bzw. zu wenig Geld für die Bildung.
Die soziale Herkunft selbst hat nichts mit Intelligenz zu tun aber mit fehlendem Zugang zur Bildung und das sollte in einem Land wie Deutschland eigentlich ein absolutes Unding sein.
 
@hezekiah: nja hab ich doch gesagt an sozial schwächeren schulen. das hat an sich nicht viel mit den personen zu tun wo sie her kommen oder was die eltern tun. aber ich kann dir sagen das es solche ecken gibt ich war noch nie in köln aber köln portz oder wie es sich schreibt soll ziemlich unnett sein genau so wie berlin neukölln. letzeres kann ich zu meinem eigenen bedauern sogar aus erster hand berichten ;D guck mal nicht mal interpunktionen setzen und groß und klenischreibung wurde mir beigebracht =P
 
@Tea-Shirt: Das sollte jetzt auch kein Vorwurf sein. Ich hoffe es klang nicht so. Es ist einfach eine Entwicklung der Gesellschaft die durch die Politik mitgetragen wird.
 
Warum wird bei sowas immer WoW herangezogen? WoW hat weder das Aufleveln, noch das Rollenspiel erfunden. Das alles gab es auch schon Jahrzehnte vorher...
 
@dodnet: Weil der Lehrer es nunmal als Grundlage genannt hat und diese jedem sogar Eltern bekannt sein dürfte? Meinst du Silkroad o.Ä. würden ähnliche Resonanz finden?
 
@dodnet: Es hat auch niemand behauptet das WoW das erfunden hätte(vermutlich "Chainmail" von Gary Gygax). Soll der Lehrer etwa, nachdem er sich WoW als Vorbild genommen hat, eine Recherche durchführen nach den Wurzeln dieses Systems und diese dann Anführen?
Bei vielen kulturellen Werken wird eher selten über die Quellen der Inspiration nachgedacht. Richard Wagner wird für den Ring der Nibelungen ja auch nicht als Plagiarist hingestellt nur weil er sich in der nordischen Mythologie bedient hat ;)
 
@dodnet: WoW kennt halt fast jeder, auch Leute die mit Rollenspielen nix am Hut haben.
 
Levels, Erfahrungspunkte? Das klingt wie die Sekte von Pierce aus Community.
 
@Tobiasg: Silkroad, wasn dat?
 
@NaiZyy: sorry, sollte zum post darüber :) Daher edit ;)
 
Wie ist der Umgang mit RMT und Powerleveling? :D
 
Schade nur dass die EP nicht einbfach auf die Intelligenz verteilt werden können. Vor allem die zukünftigen Diplome möchte ich mal sehen. Level 80 Arzt, Level 75 Anwalt oder was auch immer.
 
@Tomarr: ohne richtige Antworten, gemachte Hausaufgaben und zutun bekommt man auch keine Level. Solltest dir den Artikel + Bilder nochmal ansehen.

Lesen = Setzen 6
 
@Tobiasg: Wo habe ich denn geschrieben das man ohne zutun irgenetwas erreicht? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
 
@Tomarr: Du wolltest die Punkte nach Intelligenz verteilen. Intelligenz hat nichts mit gezeigter Leistung zu tun. Hochbegabte sind oft gelangweilt von dem simplen Stoff, machen im Unterricht nicht mit, interessieren sich nicht für die Klassenarbeiten und haben somit schlechte Noten.
 
@rallef: Nein, die Erfahrungspunkte, bzw. Lernpunkte wollte ich auf die Intelligenz verteilen. Wobei ich zugeben muss das ich zwar gerne Rollenspiele spiele aber WoW gehörte nie dazu. Gibt es das bei WoW nicht das man nach einem Levelaufstieg noch Punkte auf Ausdauer, Intelligenz oder Agilität verteilen kann?
 
Und die Hausaufgaben erledigt der Chinafarmer! :-)
 
Das ist mal wirklich ein Interessanter Ansatz :) Kann mir gut vorstellen das dieses Konzept sehr gut funktioniert.
 
@wwj: Bis unsere Entscheidungsträger so ein System auch nur im Ansatz zulassen wird es erst noch 100 Jahre getestet und vorher dreimal als ungeeignet abgelehnt. Ich denke hierzulande wäre es nicht einmal zu einem Pilotprojekt gekommen.
 
@Memfis: Da hast du leider recht^^
 
Und wie werden Klassenarbeiten gewertet?
 
Wird ja nicht lange dauern, bis Profi-Leveler ihre Dienste für Echt-Geld anbieten 8)
 
Kein Lehrer kann wirklich objektiv bewerten. Jeder Lehrer hat eine Lieblinge in der Klasse. War schon immer so und wird immer so sein. Da kannste Einstein sein,wenn der Lehrer dich auf dem Kieker hat gibts immer schlechte Noten
 
@spacereiner: Und es gehört nunmal auch zum Leben. Finde es eigentlich gut, dass Schüler sich der Situation anpassen müssen. Die Schule ist ja nicht nur eine reine Wissensvermittlungsinstitution. Hier können die Schüler auch lernen, wie man sich auch einigen schwierigen Menschen, wie Lehrern und Mitschülern, gegenüber verhält. Solche Menschen/Situationen werden einem immer wieder im Leben begegnen.
 
@kritisch_user: PS: Ich finde es etwas bekloppt, dass sich die Schüler auf der Plattform scheinbar nur mit Google-Account einloggen können.
 
@kritisch_user: Nun, da Lehrer mitunter auch über die berufliche Zukunft eines Menschen entscheiden finde ich das eher eine sehr schlimme Situation. Als unsere BK-Lehrerin (Bildene Kunst, also absolut unwichtiges Nebenfach) krank wurde bekamen wir eine Ersatzlehrerin und die konnte mich wegen meiner Sehbehinderung nicht leiden. (Sie sagte meinen Eltern offen ich solle auf eine Behindertenschule) Meine Bilder sahen scheiße aus, darüber muss nicht diskutiert werden. Sie drückte mir genüsslich auch immer wieder für die Bilder eine 5 und 5-6 rein, was dann auch so im Halbjahrszeugnis stand. Glücklicherweise kam dann unsere alte BK-Lehrerin wieder. Die gab mir zwar auch immer nur 4er für die Bilder, gefährdete damit aber meine Laufbahn nicht. In dem Jahr war sie dann zum Glück etwas großzügiger, so dass am Jahresende wieder eine 4 stand.
 
@Memfis: Ich finde nicht, dass künstlerische Fächer weniger wichtig sind als Mathe oder Deutsch.
Was die Note anging: Wenn du selbst sagst, dass du wegen der Behinderung nicht gut sehen konntest und deine Bilder entsprechend aussahen, dann hat die Lehrerin ja nur "richtig" gehandelt und diese schlecht bewertet. Du kannst ja nicht erwarten, dass man dir aus "Mitleid" eine bessere Note gibt. Ich kann ja auch nicht fordern, dass ich wegen einer Rechenschwäche eine mildere Bewertung in der Mathe-Klausur bekomme oder, weil ich ein kaputtes Knie habe, in Sport meine 1 bekomme, obwohl ich nie mitmache.
Wenn du so ein Handicap hast, dann musst du das entweder so hinnehmen und über der Note stehen, dich im Vorfeld von diesem Unterricht befreien lassen oder eben durch andere Beiträge, wie Referate o.ä., mitarbeiten. Gerade in bildender Kunst sollte man gute über Epochen und Maler referieren können.
 
@kritisch_user: Aha, wenn also jemand (aufgrund seiner Behinderung) nicht gut malen kann soll er deswegen gleich auf eine Behindertenschule und Nachteile für sein ganzes Leben in Kauf nehmen, auch wenn er ansonsten am Schulalltag, inklusive Sportunterricht problemlos teilnehmen kann?

Referate und so waren bei uns nicht angesagt, zumindest in diesem Jahr nicht: Mal ein Bild zum Thema XY, fertig. Kunst liegt ja auch immer im Auge des Betrachters. Wäre ich ein so brillanter Kopf wie Bill Gates oder Steve Jobs geworden wäre die Dinger wohl Millionen wert geworden :D
 
@Memfis: Ich habe ja nicht gesagt, dass du auf eine Behindertenschule gehen musst. Aber du hast eben ein Handicap. Irgendwie musst du dich halt damit zurechtfinden. Wie gesagt, es gibt auch andere Schwächen, Rechtschreibschwäche, Leseschwäche, Rechenschwäche. Es gibt viele Handicaps.
Wenn du eine Sonderbehandlung forderst, dann müssen eben auch alle diese anderen eine Sonderbehandlung bekommen.
PS: Du bekommst ja dein Abi auch, wenn du da irgendwo eine 5 stehen hast, wenn du ansonsten gut unterwegs bist.
 
Achievements bekommen unter dem Aspekt gleich einen ganz anderen Geschmack
 
@Fallen][Angel: Da hätte ich sogar schon eins http://goo.gl/E37S7B
 
Was für ein Bullshit. Noten sollen ja gerade in Zeiten, in den es auf schiere Leistung ankommt, also in Prüfungen, ein Abbild des Könnens des Schülers geben. Dafür sind Noten perfekt geeignet. Mit diesem Levelling-System fördert man nur das sture Auswendiglernen und brave Ja-Sagen. Also entmündigte Schüler wie in China, die zwar viel wissen, aber reell nichts drauf haben.
 
@Gordon Stens: Wie kommst du darauf? Stures Auswendiglernen und braves Ja-Sagen haben nichts mit dem Bewertungs-System zu tun sondern mit dem Unterrichtsaufbau. Dort entscheidet sich wie viel Transferwissen und logisches Denken von den Schülern gefordert wird.
 
@hezekiah: In Bayern bestehen Prüfungen nur zu 30% aus auswendig Gelerntem. Der Rest ist Anwendung, Transfer und Synthese von Lerninhalten. Dass genau das dann benotet wird, ist gut und richtig.
 
@Gordon Stens: Ich weiß - ich wohne dort. Genau das kann man aber auch mit so einem System machen. Ob Transferwissen erbracht werden muss hängt schließlich nicht mit der Art der Benotung zusammen.
Mitarbeitsnoten gibt es aber auch in Bayern und auch hier darf man sich melden wenn der Lehrer eine Frage gestellt hat ;)
 
@Gordon Stens: Das ist doch heutzutage genau der Fall, stures auswendig lernen verstehen braucht man das nicht, einfach so wiedergeben wie es der Lehrer einem vorkaut und die Sache ist geritzt. Ach wie oft ich schon eine Diskussion mit meinen Lehrer hatte, welche das "Verstehen" betraf, es hieß immer nur, solange du gut durchkommst musst du nix verstehen. Ich persönlich kenne Leute die in der Schule gute Noten haben, aber ziemlich hohl in der Birne sind.

Nach Deiner Aussage ändert sich also nicht viel, mach dir also keine Sorgen ^^
 
@Yugeen: Sorry mein Jung, aber z. B. in Bayern bestehen Prüfungen nur zu 30% aus auswendig Gelerntem. Der Rest ist Anwendung, Transfer und Synthese von Lerninhalten.
 
@Gordon Stens: Naja nicht alle sind so wie Bayern. Und die 30% glaub ich dir irgendwie nicht, wo hast die Zahl her? aus der Luft gegriffen?
 
@Gordon Stens: Zusätzlich wurde in Bayern eine Änderung in der Gewichtung der Noten vorgenommen. Mündliche und Schriftliche Noten sind jetzt 1:1 gewichtet statt wie vorher 1:2. Dh. Mitarbeit geht stärker in die Note ein als vorher. Dadurch würde es noch besser zu dem thematisierten System passen.
 
@Gordon Stens: Noten sind für überhaupt nix geeignet. Sie sagen rein gar nichts aus, außer das der geforderte Stoff beherrscht wird (oder eben gut auswendig gelernt wurde) und die Arbeiten/Klausuren gut waren. Da zeigt ein transparentes System wie dieses schon mehr. Mitarbeit im Unterricht, Hausaufgaben, Anwesenheit, Zusätzliche Arbeiten wie eben eine Präsentation...

Eine Note ist nur zusammengesetzt aus irgendwelchen Faktoren und damit ein Durchschnittswert, der praktisch kaum was aussagt. Daher interessieren die Noten viele Arbeitgeber auch nicht mehr die Bohne. Das meiste was in der Schule an Wissen vermittelt wird ist ohnehin veraltet oder nicht relevant. Je nach Beruf kommt es mehr auf kreatives Denken, freies Reden, gute Planung, Selbstständigkeit, Teamfähigkeit oder Umgang mit Kunden an. Da könnte man als Arbeitgeber mit einem transparentem System mehr anfangen als mit einer Schulnote.
 
@Minty_Insurrect: Mal abgesehen von "Umgang mit Kunden" werden die von dir genannten Dinge in der Schule durchaus gelehrt. Kreatives Denken = Transfer; freies Reden = Referate, gute Planung = Referate, Hausaufgaben, Projektarbeiten, Schularbeiten, Zeitmanagement; Selbstständigkeit = Hausaufgaben, Vorbereitung auf Prüfungen; Teamfähigkeit = Projektarbeiten, Gruppenarbeit, P-Seminar in der Oberstufe
 
@Gordon Stens: Transfer gibts in der Schule kaum. Zu meiner Zeit (zugegebenermaßen vor mehr als 10 Jahren), wurde jedenfalls das gelehrt was in der Arbeit/Klausur vorkam. Teilweise sogar exakt vorgekaut. Ich kann mir nicht vorstellen das sich das geändert hat, aber da kann ich mich durchaus irren... Die Transferstärkste Fach dürfte wohl Mathe sein. Eventuell noch die Naturwissenschaften, alle anderen eher nicht. Und selbst in Matheklausuren gabs nicht wirklich Transferaufgaben im Sinne von: Gelerntes kreativ auf ein neuartiges Problem anwenden. Da wurden höchstens die Variablen und Werte verändert.

Hausaufgaben fördern keine Selbstständigkeit in dem Sinne wie ich sie meinte. Das ist eine Anweisung vom Lehrer die umgesetzt wird. Ich meinte mit Selbstständigkeit das man von sich aus etwas macht. Das man selbst beim Lehrer anfragt ob man ein Referat zu Thema X halten kann, weils einen besonders interessiert oder weil man seiner Note einen Push geben möchte. Eigeninitiative wäre wohl das bessere Wort gewesen.

Zum Rest sag ich jetzt nichts weil ich sonst zu viel schreibe und es ohnehin auf den selben Kern hinausläuft: Ich sage nicht das man all das in der Schule nicht lernt, sondern das eine einzelne Note vollkommen unzureichend in der Bewertung der einzelnen Punkte ist. Jemand kann eine schlechte Note in Deutsch haben, aber trotzdem der beste freie Redner der Klasse sein. Jemand kann eine gute Note in Musik haben, ohne ein Instrument zu spielen. Und jemand kann eine gute Note in Mathe haben, und dennoch schlecht in der Transferleistung sein.

Hinzu kommt wie bewertet wird. Die Noten der Fächer untereinander sind nicht vergleichbar, die Noten an verschiedenen Schulen/Unis sind nicht vergleichbar und zwischen den einzelnen Bundesländern erst recht nicht, weil die Lehrpläne, und nicht mal die Schulbücher, Bundeseinheitlich sind.

Kurz: Schulnoten sind eigentlich völlig sinnlos.
 
@Minty_Insurrect: Du bewertest das Thema, hast aber von der aktuellen Situation null Ahnung. Vor mehr als 10 Jahren in der Schule gewesen, und dann vermutlich nicht mal in Bayern? Deinen Beitrag hättest du dir sparen können, weil er keine Grundlage zu einer gemeinsamen Diskussion zulässt.
 
@Gordon Stens: Du willst mir damit also sagen das nur Zeugnisse aus Bayern sinn machen, weil Bayern die besten Schulen hat? Nun, glaub was du willst, es ändert nichts an der Tatsache das eine Note/ein Wort nicht die Leistung in den einzelnen Teilgebieten eines Schülers abbilden kann. Es ist schlicht nicht möglich.

Edit: Ich bekomme übrigens sehr wohl mit was in den Schulen so gelehrt wird, nur nicht mehr aus erster Hand, sondern nur noch aus zweiter Hand. Aber ja, nicht aus Bayern, nur aus NRW.
 
Herzlichen Glückwunsch, Host Kevin, Du bist zum Level 100 Klassen-Clown aufgestiegen...
 
@doubledown: Host, oder (Voll)Horst :-)
 
Genial! :) Und nach der Schule...? "Warum glauben Sie dass Sie der richtige für diesen Job sind?" - "Ich bin ein Lvl 35 Mathemagier mit Physikboost und lasse mich gerne von der Sekretärin buffen!" ;-)
 
Nach einem Character-Wipe werden die aber ganz schön blöd aus der Wäsche gucken :D
 
Wer mehr zu dem Thema wissen will, unter dem Begriff "Gamification" lässt sich da mehr finden. Auch hat Lee Sheldon das Buch "The Multiplayer Classroom" vor 3 Jahren veröffentlicht, das diesen WoW-Ansatz für den Unterricht genau beschreibt.
 
Hm ist aber auch ähnlich wie in der Grundschule, wo es noch gar keine Noten gab, sondern man für jeden Scheiß Fleiß-Sternchen bekommen hat und alle Schüler nach Highscore-Manier um die meisten Sternchen gewetteifert haben. ^^
 
@Trashy: Wusste nicht dass "wetteifern" in einem kontrollierten Umfeld etwas Schlechtes ist. Solange sie sich nicht aus Konkurrenzdenken gegenseitig blutig schlagen, führt das in der Regel zu höheren Leistungen - also genau das was man in einer Schule gerne sehen möchte.
 
Ist ja dann auch eher eine Fleiß-Note. Dann bekommen ja eh nur wieder die (Mädels) die guten Noten, die immer völlig übertrieben lange Hausaufgaben machen und im Unterricht immer aufzeigen, auch wenn sie nichts zu sagen haben.
 
Aha, sind Gruppenarbeiten dann auch Gilden und eine Gruppenpräsentation zu einem schwierigen Thema sind dann Boss Raids? ;)
 
@metty2410: ja sozusagen..... und der gang zum direktor ist eine solo ini
 
Schlechte Noten oder mit wenigen Punkten hinterherloosen... wo ist der Unterschied?
 
@McClane: hmm.. Noten = bekommt man NUR durch Arbeiten, Tests, ect. Punkten = bei jeder Kleinigkeit (Hausaufgaben, melden, aktives mitmachen)... der Unterschied ist also. Bei den Punkten hast du viel mehr Moeglichkeiten nicht letzter zu sein durch einfache Sachen. Bei Noten hast du das Problem, eine Arbeit verhauen.. pech gehabt, der gesamte DUrchschnitt fuern Arsch.^^
 
@StefanB20: heißt das dann in dem Fall Arbeit verhauen, Charakter gestorben, -50XP`?
 
@StefanB20: Und die XP Punkte bekommst du für bloße Anwesenheit?
 
Ich weiß nicht so recht. Einerseits ist es natürlich sehr komfortabel für den Schüler so objektiv seine Leistung nachzuprüfen, andererseits gehört es für mich auch zu einer äußerst wichtigen Kompetenz sich a) selbst einschätzen zu können, b) seinen Kram durchzuorganisieren und c) sich darüber bewusst zu sein, dass Lehrer Menschen sind. Das ganze System, dass hier vorgestellt ist scheint für mich lediglich die Distanz zwischen Lehrer und Schüler zu erhöhen, Differenzierung, individuelle Behandlung und Intuition sind da nicht mehr wirklich anwendbar. Das mag zwar fairer sein, aber auch unmenschlicher. Ich würde mir als Schüler dabei irgendwie "abgefertigt" vorkommen, wenn meine Zahl auf eine Zahl reduziert wird (was sie zwar am Ende eh wird, aber der Lehrer hat dort immer die Freiheit etwas Subjektivität einzubringen). Kommt mir alles irgendwie zu kalt und "robotisch" (das ist kein Wort, ich weiß) vor.
 
@nablaquabla: Viele Schüler sind sich auch nicht bewusst, dass die soziale Komponente zwischen Schüler und Lehrer eine sehr wichtige Rolle spielt (für die Noten). Als ich noch zur Schule ging, erinnere ich mich, war ich in Geschichte, Normen und Werte (oder wie das hieß) und Politik total schlecht. Ich hatte "nur" eine 4 immer gehabt. Das war der gleiche Lehrer, der die 3 Fächer uns unterrichtet hatte. Dann eines Tages haben wir so eine Diskussionsrunde gehabt, wo Schüler in kleineren Gruppen über irgendwas philosophiert haben. Der Lehrer ist dann von Gruppe zu Gruppe gegangen und hat mit den Schülern gesprochen. Als er in meiner ankam, war grad irgendwie das Thema über den Weltraum, und ob es noch Leben gibt und blablabla (total abgedreht). Da meine Stärken in den Naturwissenschaften liegen hab ich mich da mal eingebracht und so entstand ein 5 Minütiger Dialog zwischen mir und dem Lehrer.

Seit dieser Zeit haben sich meine Noten in den oben 3 genannten Fächern, OHNE(!) dass ich mehr gelernt, mich gemeldet habe, oder sonst wie besser war, von einer 4 auf eine 2(!) verbessert!

Soviel zu Objektivität und "Bauchgefühl" der Lehrer. Die Lehrer entscheiden durchaus nach Sympathie und deswegen sollten sich Schüler durchaus einschleimen. Das ist nichts schlechtes. Gutes und gekonntes Einschleimen ist ein Teil der sozialen Kompetenz, die mal hier mal da sehr nützlich ist und auch im Berufsleben vorteilhaft ist. Nicht nur für sich selbst, sondern auch durchaus für den Arbeitgeber.

PS: Allerdings Einschleimen und null Ahnung haben, das sind keine guten Voraussetzungen. Einschleimen kann andere Kompetenzen nicht ersetzen. Nur "aufpolieren".

PPS: Natürlich gilt es auch umgekehrt: wer einen Lehrer beschimpft, oder wie auch immer mit ihm nicht gut steht, der sollte das Gespräch unter 4 Augen mit ihm suchen. Denn so verschlechtert man sich die eigenen Zensuren unnötig. Ist leider so...
 
Es gibt einen Hacken: Für dieses System gibt es keine Bots die für einen Hochleveln, immerhin kann man Gold für € kaufen. Ist halt nur entsprechend teuer. Außerdem kann man nicht einfach so die Gilde (Klasse) wechseln, wenn es einem nicht passt. Klassen, die schneller die Bosse (ää Schulstoff) legen, gibt es nicht. Der Anreiz besser als die anderen zu sein ist weniger bis gar nicht gegeben. Auch kann man auf kurze Sicht keine bessere Klamotten oder gar Waffen (Buntstifte) davon kaufen. Man kann sich seinen Helden nicht aussuchen, man muss sich damit abfinden, was man hat. Auch bezogen auf das Geschlecht. Die männlichen Spieler (ää Schüler) können nicht einfach so als Weibchen durchgehen. Auch die Größe spielt eine Rolle. Die kurzen können nicht einfach so einen Elfen auswählen und damit die Größe virtuell dehnen. Auch die Dicken können keine Elfen wählen. Die schwachen keine muskelbepackten Krieger. Und die verrückten unter uns keine Magier. Es bleibt wie es ist. Das größte Problem dürfte sein, dass die Spielzeit (Schulzeit) pro Tag begrenzt ist und man nicht bis zum Abend mit ein paar Kumpels noch weiterzocken kann. OK, man kann den nächsten Boss (Stoff) studieren, um am nächsten Tag mehr XP abzugreifen, aber das ist halt nicht dasselbe.
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