Microsofts stellt .NET Framework komplett auf Open Source um

Das Redmonder Unternehmen hat zuletzt immer wieder angedeutet, verstärkt auf Open Source setzen zu wollen. Nun setzt man das in die Tat um und bietet .NET unter einer MIT-Lizenz an, das bedeutet, dass nun auch eine kommerzielle Nutzung des Codes ... mehr... Microsoft, Logo, Indien Bildquelle: El crisol Microsoft, Logo, Indien Microsoft, Logo, Indien El crisol

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Holy shit! Das sind Wahnsinns-Neuigkeiten!
Bin da echt sehr positiv beeindruckt von MS.
(Und das nicht mal zum ersten Mal seit Nadella das Sagen hat.)
EDIT:
DerStandard.at hat dieser News überigens den passenden Untertitel "Hölle, einfrieren" verpasst. ^^
 
Hat das irgend eine Positive auswirkung auf Projekte wie Wine oder React OS? Welche Konkreten Vorteile hat Linux und OSX davon?
 
@gutenmorgen1: Im Kontext von ReactOS und Wine hat das .NET Framework Setup die Installation entweder verweigert oder war zumindest lizenstechnisch nicht erlaubt, da die Nutzung von .NET nur mit Windows / gültiger lizens (auf jedenfall Bindung an MS) gestattet war. Dadurch kann sich z.b. ReactOS jetzt die offizielle Implementierung selbst kompilieren, eventuelle Kompatibilitätsprobleme in der Runtime beheben, etc. Zu Linux und OSX: Damit lassen sich Enterprise Grade .NET Serveranwendungen auch auf nem Linux Server hosten ;)
 
@Suchiman: Also hat die Veröffentlichun ein besseres Wine, ein besseres ReactOS und vielliecht generell mehr Multi-Plattform-Programme (wegen Mono) zur Folge?
Schöne Sache.
 
@gutenmorgen1: Vor allem Mono wird davon profitieren.
 
@gutenmorgen1: Wenn du auf native Windows Software anspielst, dann nein... Server Software ASP usw. ja!
 
Das sind super Neuigkeiten. Sowohl für die OpenSource Bewegung als auch für alle beteiligten. Super Sache MS. Wird hier einige geben die das nicht allzu gerne sehen aber das ist eine rundum gute Entscheidung!
 
@hundefutter: Absolut, das könnte Linuxserver für .net wirklich interessant machen :)
 
Leider kann man damit dann erst mal nicht so viel anfangen, da eine Cross-Plattform GUI fehlt. Damit beschränkt sich das ganze erstmal nur auf Serveranwendungen, wie oben geschrieben. Würden sie WPF auch noch in den .NET Core aufnehmen wäre das echt ne feine Sache... Abgesehen von Qt gibt es kaum brauchbare Cross-Platform-GUIs. Und ein Visual Studio für OSX würde ich auch glatt haben wollen ;-)
 
@borbor: Du steckst doch wohl nicht mit denen da https://visualstudio.uservoice.com/forums/121579-visual-studio/suggestions/4857015-visual-studio-for-mac-os-x unter einer Decke?!
 
@Suchiman: Hehe, nein. Aber da VS auf .NET basiert, könnt es, sobald .NET (inkl. WPF) vollständig portiert ist, auch auf OSX und Linux laufen...
 
@borbor: Nicht wirklich...
 
@borbor: Ich hoffe auch inständig, dass WPF dann von anderen weiter entwickelt wird. Leider lässt MS WPF seit Jahren schleifen und entwickelt es nicht weiter. Das ist sehr ärgerlich, da es alternativlos ist und eigentlich genial ist und man vor Jahren es noch groß gepusht hat und MS sogar in Aussicht gestellt hatte, dass selbst die mitgelieferten Windows-Anwendungen alle in WPF erstellt werden sollen. Außerdem gibt es ja sehr viele Gemeinsamkeiten mit Windows Phone, Silverlight, Windows 8 Apps, XBOX Apps, etc. Vor allem nervig sind seit Jahren bestehende Bugs in WPF, AirSpace-Probleme, welche selbst auch beim "WPF"-WebBrowser-Control nerven und stark einschränken, Performance-Probleme, keine Unterstützung für aktuelle DirectX-Versionen, usw. usf.
 
@DerKritiker: Vot wenigen Tagen kam MS' WPF-Roadmap raus. Die mal gelesen?
 
@Kirill: Noch nicht. Hast du da grad einen Link parat? Interessiert mich natürlich sehr, was man da nun noch vorhat und hoffentlich endlich in Angriff nimmt :-)
 
@DerKritiker: http://blogs.msdn.com/b/dotnet/archive/2014/11/12/the-roadmap-for-wpf.aspx
Mal ein Tipp: http://blogs.msdn.com/b/dotnet/rss.aspx
so verpasst man nichts.
 
@Kirill: Die Roadmap von WPF selbst hat nichts damit zu tun. Was Microsoft machen will ist einzelne Pakete nach und nach zu erstellen, die dann zum .Net Core hinzu kommen. Und da könnte durchaus auch WPF mal dabei sein. Wann das nun genau passieren wird etc. ist mal eine andere Frage. Aber die WPF Roadmap beschäftigt sich erst mal nur mit dem .Net Framework, nicht mit .Net Core.
 
Open.NET für Windows 95
whoop
 
C#+Mono ist jetzt meine erste Wahl fürs Entwickeln für Linux, jetzt wird es wohl besser. Ich sage nur Mono HF, das suboptimal...
 
Mal schauen was mit WPF passiert, denn Windows Forms wird wohl kein Problem darstellen, bei WPF kann ich mir vorstellen, dass sie das nicht portieren werden.
 
@Knerd: Ich sehe es eher anders herum. Windows Forms ist nichts weiter als ein Wrapper für Win32 und deshalb schwierig zu portieren. WPF hingegen dürfte sich recht leicht portieren lassen. Dass WPF bislang nicht portiert wurde, dürfte eher an der hohen Komplexität liegen, die einen Klon ohne Zugriff auf den Quellcode sehr schwer macht.
 
@TiKu: WPF ist doch auf DirectX angewiesen oder irre ich?
 
@Knerd: WPF hat wohl eine Abhängigkeit zu DirectX, es gibt aber auch einen Fallback für Software-Rendering. Mal angenommen WPF würde auf Linux portiert werden, dann würde man da wohl auf Linux Grafik-APIs mappen.
http://msdn.microsoft.com/en-us/library/ms742196.aspx
 
@Knerd: WPF ist aber so abstrakt gehalten, dass es kein Problem sein sollte, eine kompatible WPF-Implementierung zu entwickeln, die ohne Windows-Spezifika auskommt. Anders hingegen Windows Forms, bei denen die Windows-Spezifika wie Fenster-Handles, das Nachrichtensystem usw. sich in der API wiederfinden. Sowas erschwert eine Portierung stark, da man halb Win32 mit portieren müsste.
 
@Knerd: Vor wenigen Tagen kam MS' WPF-Roadmap raus. Die mal gelesen?
 
@Kirill: Nope, hast du nen Link? :)
 
@Knerd: siehe: (Achtung, nicht einfach :D): o4->re:2->re:1->re:1->re:1 :-D Aber steht jetzt auch nichts bahnbrechendes drin, außer, dass man endlich die Performance und DirectX-Unterstützung verbessert. Das allerwichtigste wäre aber mal endlich AirSpace-Probleme zu beseitigen.
 
@Knerd: http://blogs.msdn.com/b/dotnet/archive/2014/11/12/the-roadmap-for-wpf.aspx
 
@Kirill: Danke schön :)
 
Mal sehen welche Auswirkungen das langfristig für Java und dessen Zukunft haben wird.
 
@elmex: Kaum. Mir fallen nicht viele Sprachen ein, die eine übermäßig lange Halbwertzeit haben (aus dem Hut nur COBOL). Java würde, glaube ich, langfristig betrachtet ohnehin irgendwann abgelöst. Und wenn es nur eine derart starke Weiterentwicklung ist, dass es quasi eine neue Sprache ist.

Wenn ich mir die Entwicklung der Sprachen so anschaue, ist es ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis das ganze Konzept der Objektorientierung durch irgendwas neues abgelöst wird. Objektorientierte Programmierung wird nur mittelfristig das Alpha und Omega sein.

Davon ab, dass ich Java irre kompliziert finde. Aber das ist eine persönliche Meinung und nicht das Maß der Dinge.
 
@elmex: Ich hoffe inständig, dass Java über kurz oder lang Marktanteile gegenüber .NET einbüßt. Bin gerade in ein Projekt mit Eclipse & Spring involviert - das pure Grauen gegenüber VS & MVC4. ^^
 
@elmex: ich mag zwar beides nciht, aber wenn ich die wahl hätte, tät ich auch .net bevorzugen
 
Ist ja fast wir Glasnost und Perestrojka! :D
 
@Der Lord: Na hoffentlich nicht... das hat 1/6 der Erde in absolutes Elend gestürzt... 6 Jahre senkung der Lebenserwartung in Rußland durch Ende der UdSSR und 10 Jahren in einigen anderen Sowjetrpubliken.
 
@Chris Sedlmair: Ich wage mal eine These: 6 Jahre geringere "Lebenserwartung" in der IT bedeutet mehr und schnellete Innovation. ;)

Soll heißen: So richtig Deine Aussage und so unschön die Tatsache in der "richtigen Welt" ist, so verheißungsvoll könnte es hier sein.
 
das wichtigste wäre, das der gui-part (windows forms) portabel wird. das ist für multiplatform noch das größte hindernis
 
@cptdark: Windows Forms ist doch im Grunde tot und vor allem mit Windows-Spezifika gespickt und deshalb nicht wirklich portabel. WPF ist so aufgebaut, dass es sich relativ einfach auf andere Plattformen portieren lassen sollte. Leistungsfähiger ist es obendrein auch noch.
 
@TiKu: das problem ist ja, das es seit mittlerweile fast 5 großen versionen (oder 10 Jahren (?)) eben nicht portiert wurde. egal ob es technische oder lizenzgründe sind.
technische entfallen ja eigentlich, es gibt ja plattformübergreifende wie wxwidgets/qt ... also ist es eher nicht wolle bzw nicht erlauben :(
 
Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe mich zu blamieren, was genau macht .NET Framework genau?

Aber schön zu hören, dass sich bei MS doch einiges zu bewegen scheint.
 
@kuchengeschmack: Hilft das? ;) http://de.wikipedia.org/wiki/.NET bzw. http://blog.architext.de/2005/12/17/net-framework
 
@kuchengeschmack: Das .NET Framework macht im Wesentlichen drei Dinge:

1. Es abstrahiert die Basis-API des Betriebssystems, so dass man nicht mehr mit den alten Win32-APIs arbeiten muss. Dabei ist das Framework im Gegensatz zu den alten APIs objektorientiert, es kapselt also sinnvoll zusammengehörende Funktionen in logischen Objekten (z.B. Objekte vom Typ File, mit denen sich Dateien auf alle möglichen Arten bearbeiten lassen), deren Funktionen einfach verständlich sind. Dadurch versteckt das Framework eine Menge an Komplexität der alten APIs.

2. Es bietet eine Vielzahl von Standardimplementierungen von Algorithmen, Datenstrukturen, Komponenten (also z.B. Listen, Bäumen, Such- und Sortieralgorithmen, kryptographische Algorithmen, Kommunikationsmechanismen etc.), so dass sich ein Entwickler nicht mit diesen Basisdingen beschäftigen muss und sich so mehr auf seine eigentliche Problemlösung konzentrieren kann (also nicht "wie programmiere ich eine möglichst effiziente Liste inkl. Suche", sondern z.B. "wie fasse ich am geschickteste meine Bestellungen zu Konten zusammen").

3. Es kümmert weitestgehend um die Verwaltung von Systemressourcen wie Speicher, Threads etc. und reduziert so wieder Komplexität und Fehleranfälligkeit bei der Programmierung.

Natürlich macht das Framework noch eine ganze Reihe mehr, aber die drei Dinge sind in meinen Augen die, die einem am ehesten klarmachen, wozu man das Framework braucht.

.NET ist also ähnlich wie Java mit einem gravierenden Unterschied: für Java gab es Laufzeitumgebungen (also die Möglichkeit in Java geschriebene Programme auszuführen) für alle wichtigen Plattformen (Windows, Linux/Unix, Mac usw.), bei .NET gab es das zumindest von Microsoft bisher nicht. Das wird sich jetzt ändern, da MS selbst den Kern von .NET für Linux und Mac bereitstellen wird und es zusätzlich aufgrund der Öffnung des Codes zumindest theoretisch möglich ist, dass andere Laufzeitumgebungen für weitere Plattformen erstellen.

Edit: und eine solche Frage hat nix mit blamieren zu tun. Es ist ja schließlich nicht jeder Programmierer ;)
 
@HeadCrash: Danke für die ausführliche Antwort, das war informativer als bei Wiki & co :D
 
Der große Grabstein vom Microsoft (vgl. Foto) ist beeindruckend. Modern, endgültig wirkend und dennoch schlicht auf einer sehr schönen schlichten Wiese die damit auch Optimismus und Ruhe ausstrahlt. Ohne übertriebene Blumenhaufen und altertümliche Gruftbauten.

Es zeigt plastisch auf, dass keine Firma unendlich lange existiert.
 
Hoffentlich integriert Mono nun bald auch WPF dann hätte .NET ziemlich gute Karten gegen Java. Mal schauen was die Zukunft bringt ;-)
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