Microsoft-Chef Satya Nadella spricht vor Studenten der TU-Berlin

Der neue Microsoft-CEO Satya Nadella kommt morgen erstmals in seiner neuen Rolle als Chef des Softwarekonzerns nach Berlin. Unter anderem wird er auch eine Rede vor Studenten der Technischen Universität Berlin halten. ... mehr... Satya Nadella, Nadella, Microsoft CEO Bildquelle: Microsoft Satya Nadella, Nadella, Microsoft CEO Satya Nadella, Nadella, Microsoft CEO Microsoft

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Und übermorgen nach Zürich
 
Uhrzeit / Raum? :)
 
Stellt er da auch das neue Lumia vor? :D
 
@Klaus-Bärbel: Ich hoffe ja, dass neben dem neuen Lumia noch mehr zu Windows Phone 10 (Also wird ja vermutlich nur ein Windows 10, aber halt zu dem Handy-Teil von W10) geben wird!
 
@notepad.exe: Na, aber wohl nicht an der Uni ;-)
Und vermutlich wird es auch am Tech Summit nicht allzu viel geben. Denke, dass sie da eher die Build anvisieren werden. Aber wer weiß.
 
Nadella weiss schon, wen er auf MS Produkte konditionieren muss, damit er auch morgen noch Windows und MS Office an Firmen und Verwaltungen verkaufen kann.

Schon als ich noch im Studium war, bekam man als Student Microsoft-Lizenzen für sämtliche Windows-Versionen kostenlos an der Hochschule hinterhergeschmissen (Das habe ich allerdings nie genutzt, da man sich dafür mit Namen und Anschrift registirieren lassen musste und diese Daten mir damals schon mehr wert waren als ein paar Microsoft-Softwarelizenzen.). Microsoft weiss, dass die meisten Leute nach dem Studium nicht mehr auf ein anderes Betriebssystem oder andere Office und Projektsoftware umlernen, wenn sie einmal auf Microsoftprodukte konditioniert wurden, daher gibt es für Schüler und Studenten Lizenzen schon seit langem verbilligt oder eben sogar kostenlos. Das ist ein alter Trick um auf Kundenfang zu gehen, der bei Studenten besonders erfolgversprechend ist, da diese später einmal in Positionen der Wirtschaft kommen können, in denen sie entscheiden, was für die Firma in der sie arbeiten an Software angeschafft wird. Wenn der Chef nichts anders beherrscht als Windows und MS Office, wird das eben gekauft, auch wenn es gleichwertige Software völlig kostenlos gibt.

Aus ökonomischer Sicht ist es idiotisch für Softwarelizenzen zu bezahlen, wenn man gleichwertige Software kostenlos bekommt und diese dann sogar noch besser vor Wirtschaftsspionage schützt, da sie nicht so verbreitet ist und der Quelltext offenliegt, aber Menschen tun eben gerne unvernünftiger Dinge, wenn diese ihrer Lernfaulheit zuträglich sind.
 
@nOOwin: "Das ist ein alter Trick um auf Kundenfang zu gehen, der bei Studenten besonders erfolgversprechend ist, da diese später einmal in Positionen der Wirtschaft kommen können, in denen sie entscheiden, was für die Firma in der sie arbeiten an Software angeschafft wird. Wenn der Chef nichts anders beherrscht als Windows und MS Office, wird das eben gekauft, auch wenn es gleichwertige Software völlig kostenlos gibt."

Wir sehen ja schon bei einigen "Projekten" (München etc.) was es am Ende wird. Alle steigen sie wieder um auf MS.
Wird wohl seine Gründe haben. Und die liegen wohl nicht nur darin, das es kostenlos ist (damaliger Umstieg zu Linux) und Unfähigkeit der MA.
 
@J3rzy: Klar hat das Gründe. Die, welche ich oben genannt habe: Frühe Konditionierung der meisten Menschen auf Windows und MS Office, da das die am weitesten verbreitete Software-Kombination für Büroaufgaben im PC-Bereich ist. Die meisten Menschen lernen erwiesenermassen nicht gerne dazu und versuchen möglichst mit dem durchs Leben zu kommen was sie schon gelernt haben. Wegen dieser Art Lernfaulheit wird dann auch gerne mehr Geld gezahlt um sich selbst nicht weiterbilden zu müssen und trotzdem irgendwie zum Ziel zu kommen. Das sie dafür mit sie funktionell einschränkender, ineffizienter Software wie MS Office arbeiten müssen, die ihr eigenes Potential begrenzt und damit Arbeitszeit (= Geld) verschwendet, sehen die meisten Anwender nicht.

Vielen der oft eitlen "Führungspersönlichkeiten" bricht zudem ein Zacken aus der Krone, wenn sie plötzlich an ihrem Arbeitsplatz mit Software umgehen müssen, die sie nicht kennen und sich von anderen darüber belehren lassen müssen, wie die zu verwenden ist oder eben an einfachsten Aufgaben scheitern. Daher versuchen sie, sobald sie etwas zu sagen haben, alles auf ihnen bekannte Software umzurüsten.

Das Open-Source-Software für die Aufgaben in Behörden funktionell unzulänglicher wäre als Closed-Source-Software kann nach 10 Jahren Verwaltungsarbeit mit einem linuxbasierten System mit OpenOffice in München wohl niemand mehr ernsthaft behaupten. Oder haben die Mitarbeiter dort nun 10 Jahre lang alle Arbeit aufgeschoben, die aufgrund fehlender Funktionalitäten in OpenOffice erst abgearbeitet werden kann, wenn sie irgendwann in ferner Zukunft möglicherweise doch wieder auf Windows und MS Office umsteigen?

Ein gutes Merkmal zum Erkennen von mentalen Konditionierungen ist es, wenn man Leuten nachweisen kann, dass sie über bestimmte Handlungsweisen die sie praktizieren nie ernsthaft nachgedacht haben bzw. nachdenken und sich somit irrational verhalten.

Der Oberbürgermeister bzw. der Vize-Bürgermeister von München weiss z.B. nicht einmal genau zu begründen, warum er zu Windows/MS-Office zurück möchte, wie hier ersichtlich wird:

http://www.heise.de/open/meldung/Muenchner-Buergermeister-sieht-deutliche-Schwaechen-bei-LiMux-2391735.html

Er sieht angeblich "deutliche Schwächen bei Linux", die aber scheinbar für ihn selbst so undeutlich sind, dass er sie nicht einmal genau benennen, geschweige denn begründen kann, wieso die Probleme die er hervorbringt nun Schwächen von linuxbasierten Systemen sein sollen. Offenbar haben ihm Microsoft-Mitarbeiter noch keinen Marketing-Spruch in den Mund gelegt, mit dem sich Umstellungskosten im zweistelligem Millionenbereich und jährlich einige Millionen Lizenzgebühren auf Kosten des Steuerzahlers kleinreden lassen, damit er sich durch eine "[...]funktionierende, zeitgemäße IT-Ausstattung der eigenen Verwaltung [...] auf Augenhöhe mit Wirtschaft und Gesellschaft wahrgenommen [...]" fühlen kann (Mal ehrlich, der Spruch stammt doch wohl direkt aus der Feder der MS Marketingabteilung und er hat ihn brav aufgesagt. Applaus, Applaus!).
Der Steuerzahler darf also, wenn es nach OB und Vize ginge, für ein reines Imageproblem zahlen, dass die beiden mit Open-Source-Systemen haben. Das ist ziemlich lächerlich, denn das LiMux-Projekt ist längst sogar im Ausland bekannt und bringt Deutschland, in Zeiten wo das Vertrauen in die Sicherheit von amerikanischer Closed-Source-Software seine Existenzberechtigung vollends verloren hat, daher eher Prestige. Auf YouTube kann man sich z.B. Vorträge der LiMux-Verantwortlichen vor Behördenleitern der Schweiz ansehen, welche offenbar gerne so ein Projekt in den eigenen Verwaltungen aufziehen würden.

Das Münchens Vize in dem Heise-Artikel kurz darauf behauptet, dass für ihn das grösste Problem mit LiMux darin besteht, dass er seinen Terminkalender und seine Emails nicht auf SmartPhone oder Tablet einsehen kann (Mal ganz davon abgesehen, dass dies Grundfunktionalitäten sind, die auf Linux-Systemen schon seit über 15 Jahren funtionieren: Ist es für den gemeinen Bürger überhaupt wünschenswert, dass von Behörden Amtgeheimnisse, die seine persönlichen Daten enthalten und sein Leben negativ beeinflussen können wenn sie in die falschen Hände gelangen, auf leicht abhörbare SmartPhones übertragen werden, nachdem selbst das SmartPhone der Kanzlerin schon gehackt wurde?) ist schon ein ziemlicher Lacher, denn die Betriebssysteme von SmartPhones und Tablets sind in der Mehrzahl selber unixoid wie bei iOS oder sogar ein lupenreines Linux wie bei Android. Die stehen also einem Linux-System viel näher als einer Microsoft-Lösung und haben daher eher mit letzterer Probleme.

Zum Schluss gibt er dann sogar zu, "dass nun zunächst genau evaluiert werden müsse, welche Schwachstellen das System warum hat und wie respektive ob diese behoben werden können". D.h. er weiss selber gar nicht worum es geht und wartet nun auf eine Eingabe von aussen, die ihm sagt, wie er die Rückumstellung als vorteilhaft verkaufen soll. Das Einzige was er weiss ist, dass er gegen LiMux ist. Die offizielle Begründung warum das so ist, müssen ihm offenbar erst andere in den Mund legen, weil er gar keine Erfahrung mit Linux-Systemen oder OpenOffice hat.

Das Dumme an Konditionierungen ist halt, dass sie das Denken komplett ersetzen können und der Konditionierte somit selbst nicht genau benennen kann, warum er eine ankonditionierte Verhaltensweise zeigt. Das ist hier ganz offensichtlich der Fall, wenn aufgrund von ankonditionierten Vorurteilen Entscheidungen getroffen werden bevor überhaupt das notwendige Wissen und notwendige Fakten vorliegen.

Das Einzige was mich wundert, ist die Tatsache, dass es das LiMux-Projekt schon so lange gibt, obwohl Bund, Länder und andere Kommunen überwiegend auf Windows/MS Office setzen. Ich könnte mir nämlich z.B. nicht vorstellen, dass eine Verwaltung über 10 Jahre lang an MS Office festgehalten hätte, wenn fast alle anderen Verwaltungen OpenOffice verwenden würden. Bis zur 2013er-Version konnte man mit MS Office nämlich nicht ein einziges natives Dateiformat eines anderen Office-Paketes am Markt einlesen (Und auch jetzt kann MS Office lediglich das ODF-Format lesen, während OpenOffice bei mir sogar alte Word-Dokumente aus den 90er Jahren öffnen kann, was Word schon seit längerem nicht mehr so ohne weiteres hinbekommt - was das für die Archivierbarkeit von in Word verfassten, amtlichen Dokumenten heisst, wenn ich nach 15 Jahren mit einem aktuellen Word nicht mal mehr meine alten Word-Dokumente auf Anhieb öffnen kann, brauche ich ja wohl nicht zu sagen.). D.h. die einfache Übernahme und Bearbeitung von mit OpenOffice erstellten Formularen anderer/höherer Behörden durch die wenigen kommunalen Verwaltungen mit MS Office wäre in dem Fall komplett unmöglich, weil MS Office keinerlei Importfilter für diese Dokumente hätte.

In einem OpenOffice-Umfeld wäre MS Office somit nicht lebensfähig. OpenOffice in einem MS-Office-Umfeld aber scheinbar schon, wie man am LiMux-Projekt sieht. Man darf also gespannt sein, was passiert, wenn China flächendeckend in Behörden Linux-Systeme mit einem Open-Source-Officepaket einführt. Alle Unternehmen, die dann im chinesischen Markt agieren wollen, und daher mit den Behörden kommunizieren müssen, werden sich nämlich dann überlegen müssen, ob sie weiter auf Microsoft-Software setzen und ständige Probleme im Austauschen und Bearbeiten amtlicher Formulare haben wollen, oder ob sie auf dieselbe Software setzen, die von chinesischen Behörden und chinesischen Unternehmen verwendet wird. Da könnte Microsoft ein riesiger Markt wegbrechen und dann ist die Frage, wann die ersten Unternehmen weltweit mit Open-Source-Software arbeiten, weil China ihr wichtigster Absatzmarkt ist und sie keinen Microsoft/Linux-Mischbetrieb supporten möchten. Da könnte für MS Office die Luft sehr dünn werden.

Die Chinesen geben unseren Politikern und Unternehmen, die sich derzeit nach Belieben mit amerikanischer Software ausspionieren lassen, gerade eine Lehrstunde, wie man politischer und Wirtschaftsspionage einen Dämpfer verpasst und auch wie man Open-Source-Lösungen erfolgreich einführt. Man lässt nicht ein paar Verwaltungen ins Kalte Wasser springen und lacht sich kaputt, wenn die in dem reinen Microsoft-Umfeld der anderen Behörden dann scheitern, nein, man beschliesst von oben, dass man auf Bundesebene kostenlose und speziell von eigenen Experten durchgesehene und abgesicherte Open-Source-Software verwenden möchte und lässt nur noch für diese Formulare und Anwendungen erstellen. Dann werden nämlich die Bundesländer bis hinunter zu den Kommunalverwaltungen in kürzester Zeit auf den Zug aufspringen, um Anträge und Formulare des Bundes auch weiterhin problemlos bearbeiten zu können.

Ach ja, nur damit kein Missverständnis aufkommt: Ich bin gegen Linux in Behörden, Firmen, auf Webservern und in den Händen von DAUs. Linux-Systeme sind von kompromisslosen Enthusiasten für kompromisslose Enthusiasten designt, die effizient arbeiten wollen und Systeme hassen, die einfach mal morgens nach einem Update mit einem BSOD hochkommen und die man dann erstmal reparieren darf anstatt damit zu arbeiten. Grössere Verbreitung von Linux-Systemen, gerade in Behörden und Konzernen wo man grosse Datenmassen erbeuten kann, führt nur dazu, dass sich mehr kriminelle Hacker und Malwareautoren diesen Systemen zuwenden. Das ist aus meiner Sicht nicht wünschenswert und daher hoffe ich sogar, das Linux aus deutschen Verwaltungen komplett verschwindet. Meine Daten haben deutsche Behörden ohnehin nicht mehr. Es kann mir also egal sein, wenn da über die Windows-Rechner ständig Bevölkerungsdaten von kriminellen Organisationen und Einzelpersonen gestohlen werden.

Leute die Linux nicht zu schätzen wissen, haben Windows als Strafe wirklich verdient. Ein System bei dem das Hauptdateiverwaltungstool "Explorer" seit über 20 Jahren Probleme mit langen Dateipfaden, Sonderzeichen in Datei- und Ordnernamen und in bestimmten Konstellationen sogar Probleme mit gleichlautenden Unterverzeichnisnamen hat, kann man eigentlich gar nicht als Betriebssystem bezeichnen. Aber auf Windows scheinen ja seit jeher sinnlose Funktionen, wie wechselbare Hintergrundbilder und Bildschirmschoner (Wozu braucht man letztere auf LCD-Monitoren eigentlich noch? Die sollten doch ursprünglich nur das Einbrennen des Bildschirminhalts bei Röhrenmonitoren verhindern?) und neuerdings nutzlose, ineffiziente, kindlich bunte Rechtecke und Quadrate wichtiger zu sein, als zuverlässige Grundfunktionen des Betriebssystems.

Ich finde es gut, wenn möglichst viele Leute mit Microsoft-Software arbeiten. Neben denen sehe ich beim Arbeiten mit Linux immer gut und sehr effektiv und professionell aus, ohne mich auch nur dafür anstrengen zu müssen. ;-)
 
@nOOwin: Amen.
 
@nOOwin: Wieso ist es eigtl. immer noch nicht zu jedem durchgedrungen, dass die Lizenzkosten einer Software für Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen vollkommen unbedeutend sind? Da kostet eine Lizenz nur ein Bruchteil von dem, was Privatleute bezahlen. Lizenzkosten sind vollkommen IRRELEVANT, da kosten Kaffee+Kekse für die wöchentliche Besprechung mehr. 99% der Softwarekosten sind Wartungs- bzw. Supportverträge und die gibt eine Firma, bei der es auf 100% Verfügbarkeit und sofortige Fehlerbehebung ankommt, in jedem Fall aus, egal ob die Lizenz der Software einmalig was gekostet hat oder nicht.
Oft ist das für freie Software sogar noch schlimmer. Für Windows und Windows-Software ist es günstiger, vollständigen professionellen Support zu bekommen, der innerhalb weniger Stunden die Systeme im Problemfall wieder in Gang bekommt.
Find mal sowas mit der gleichen Leistung für Linux + freie Software, das kostet im Endeffekt ein Vielfaches. Da gibt es zwar eine große Community, aber die reagiert bestimmt nicht innerhalb weniger Minuten, wenn bei Firma XY der Betrieb still steht weil irgendwas mit der Software nicht mehr richtig läuft. Und jemanden zu finden, der sowas für freie Software macht, die er selber nicht entwickelt hat, wird dann richtig teuer.
Da bezahlt ein Unternehmen lieber einmalig (niedrige) Lizenzkosten für Software aus einer Hand (in dem Fall eben Microsoft) und hat dann weniger laufende Support-Kosten und noch dazu die am meisten verbreitete Software, als auf freie Nischensoftware zu setzen, die zwar einmalig nix kostet aber wofür man dann Unsummen für den Support ausgibt.
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