Telekom-Konzerne fordern Öffnung von Facebook- und WhatsApp-Chats

Die großen europäischen Telekommunikations-Konzerne wollen die neue EU-Kommission stärker gegen die dominierenden Internet-Unternehmen aus den USA in Stellung bringen. Letztere sollen unter anderem ihre Dienste öffnen, statt ihre Nutzer gegen andere ... mehr... Facebook, Windows 7, Messenger, Chat, Desktop, Client Bildquelle: Facebook Facebook, Messenger, Facebook Messenger, Kurznachrichten Facebook, Messenger, Facebook Messenger, Kurznachrichten Facebook

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SMS ist ein Relikt welches damals von D2 Mannesmann als Extra kreiert wurde. Anfangs umsonst, bis plötzlich irgendwer auf die Idee kam 49 Pfennig dafür zu verlangen. Jetzt diese Dinosauriertechnik als "Vorzeigetechnik" anzubringen als offener Standard ist mehr als Dreist. Wenn Vodafone und T-Mobile es jedes mal verschlafen auf Trends aufzusteigen, dann liegt das nicht (in diesem Falle) an Whatsapp/Facebook, Twitter und wie sie alle heißen mögen.
Nächstes mal verlange ich auch Software ohne Kopiermaßnahmen oder ähnliches Restriktionen, denn '89 haben wir ja die Mauer eingerissen.
 
@RobCole: die grundsätzliche Forderung finde ich nicht verkehrt....
 
@0711: ich wäre auch dafür, dass man grundsätzlich messanger unabhängig nachrichten verschicken kann (wobei das via mail ja sowiso möglich ist) und dass ein einheitliches offenes protokoll verwendet wird.
 
@gill_bates: eben, mail/smtp wäre das große vorbild dass es auch mal in den Messenger Bereich schaffen sollte (also jetzt nicht smtp aber xmpp hat ja durchaus dieses potential)
 
@RobCole: Mein Problem daran ist: Wenn ich jemanden erreichen will, schicke ich eine SMS - die kommt an. Ohne Handy ist das Problem: ist der in Facebook? Braucht man ICQ? Skype? MSN? Hangout? Whats Up? ... warte, mir fällt bestimmt noch mehr ein. ^^
Für jeden braucht man einen eigenen Messenger und man muss seinen Gegenüber fragen, wo derjenige angemeldet ist. Die Telefonnummer hat man immer und JEDES Handy kann SMS empfangen. In sofern ist die Aussage schon korrekt. Nur weil die SMS *früher* mal teuer war und aus einem Abfallprodukt der GSM-Spezifikation hervor kam, finde ich sie dennoch viel nützlicher.
Ist dir schonmal passiert, dass du jemanden erreichen wolltest und erst überlegen musstest, über welchen Kanal kannst du den erreichen? Mit SMS ist mir da noch nie vorgekommen. ;-)
 
@larsh: schwachsinn.. jeder der mir erzählen will, dass mehr als vlt 5% der bekannten KEIN whatsapp hat, lügt. 5% legitimieren sicherlich eine allumfassende alternative. dann sollen die telekommunikationskonzerne halt mal was brauchbares selber kreieren. und die aussage, dass man bei SMS weiß ob sie ankommt stimmt so erstens nicht. Wenn der gegenüber in nem keller ohne empfang sitzt, weiß ich auch nix. bei whatsapp (siehe news von gestern) weiß ich inzwischen wie der status ist. hinzu kommt, dass SMS einfach NIX kann... sorry, aber 160 zeichen oder wieviele es sind (man vergisst zu schnell) sind einfach lächerlich. hinzu kommt die fehlende gruppenchat funktion.. SMS ist einfach schrott.. in jeglicher hinsicht.
 
@luckyiam: Von 50 Leuten, deren Handynummer ich im Handy gespeichert hab, sind nur 16 bei Whatsapp. Und es handelt sich beim Großteil um Leute im Alter von 20-30 Jahren.
Bei Facebook sind da schon mehr als die Hälfte, nur fällt auf dass diejenigen, die auch kein Whatsapp haben, ihre Facebook-Nachrichten auch nicht per Messenger auf ihr Handy kriegen sondern nur ein paar Mal am Tag per PC oder mobilem Browser ihre Nachrichten anschauen.
Fazit: Um alle anderen bis auf diese 16 zuverlässig und vor allem sofort zu erreichen, muss ich entweder SMS schreiben oder anrufen.
Kann ja sein, dass bei den unter 20 Jährigen heute >95% Whatsapp haben, aber in meinem um die 25 Jahre alten Bekanntenkreis ist es sehr durchwachsen und das liegt nicht daran, dass sie es nicht benutzen könnten wenn sie wollten. Es gibt halt auch junge Leute, die wollen einfach nicht über zig Kanäle jederzeit erreichbar sein, kann ich auch verstehen. Mir selber reichen auch 100 Frei-SMS/Monat völlig aus, um alles, was ich am Handy an Textnachrichten schicken will, locker abzudecken. Und da kenn ich viele in meinem Alter, bei denen es genauso ist.
 
@luckyiam: " ... die aussage, dass man bei SMS weiß ob sie ankommt stimmt so erstens nicht. Wenn der gegenüber in nem keller ohne empfang sitzt, weiß ich auch nix. "

Dafür gibts Empfangsbestätigungen. Bekommt man eine, kam die SMS auch an.
 
@luckyiam: also ich behaupte mal, mind. 50% meines bekanntenkreises nutzt kein whatsapp oder dergleichen. und in der familie (vor allem die 50+ Generation) sowiso niemand. Also schön mal die Kirche im Dorf lassen.
 
@luckyiam: ich kann dir mit Gewissheit sagen dass weit mehr als 5% meiner bekannten KEIN whatsapp haben...mich eingeschlossen. Ich werde das auch künftig nicht haben und beim Großteil der Personen mit denen ich kontakt habe die derzeit kein wa haben, wird's genauso sein

SMS kennt übrigens Empfangsbestätigungen...lesebestätigung ich glaube sogar auch....aber ja sms ansich ist technisch veraltet
 
@luckyiam: 5%? In meinem Bekanntenkreis sind das ca. 60 % die KEIN WhatsApp nutzen. Die meisten haben entweder Flatrate oder zumindest hohes Telefoniervolumen. Da wird einfach angerufen. Mindestens 15 % wissen nicht mal was WhatsApp ist.
Außerdem habe ich Verwandte in Russland, die ähnlichen Dienst wie WhatsApp nutzen, nur eben von einem russischen Anbieter. Für die habe ich extra App installiert, die ich dann hier in Deutschland wiederum kaum nutzen kann. Auch wenn die vom Funktionsumfang her WhatsApp deutlich überlegen ist. Also für mich würde sich lohnen, wenn so einige WhatsApp-Ähnliche Dienste untereinander kommunizieren können. Ich könnte direkt mein Konto bei Facebook löschen und zwei Apps vom Smartphone löschen.
 
@luckyiam:
1. "weiß ich auch nix. bei whatsapp (siehe news von gestern) weiß" -> Überrraschung, das hat Whats Up nicht erfunden: SMS kann das schon seit über 10 Jahren, nennt sich Empfangsbestätigung. Zugegeben, leider ist diese bei den meisten Handys in den Voreinstellungen deaktiviert.
2. 160 Zeichen: jedes Handy seit mindestens 10 Jahren kann EMS - oder ist dir noch nie aufgefallen, dass du bei >160 Zeichen einfach ne 2. SMS aufmachst? Das EMS-Protokoll sorgt dafür, dass der Gegenüber ebenfalls wieder EINE Nachricht bekommt.
3. 160 Zeichen: Warum ist Twitter so erfolgreich? Achja, die können nur 140 Zeichen. *g*
 
@larsh: Ich rufe einen an, geht er/sie nicht an das Telefon, rufe ich später nochmal an. SMS nutze ich gar nicht, viel zu anstrengend alles auf die 180 Zeichen zu komprimieren. Sollte es dringend sein, dann schicke ich eine Email, die kann auch jeder x-beliebige Email Client lesen ohne das ich dafür zahlen muss (ePost Gedöns lasse ich außen vor).
 
@RobCole:
Dreist ist wenn man an einen Dienst auf den Markt schmeißt obwohl man dafür keine eigene Infrastruktur bis zu den Kunden hat. Dafür dann einfach das Netz der "Konkurrenz" nutzt und diese dann noch mals um Geld bringt weil die Kundschaft die Provider eigenen Dienste nicht mehr Nutzt. Facebook verdient sich dumm und dämlich mit ihrem "kostenlosen" Dienst und die Telekom und wie sie alle heißen haben das nachsehen und müssen es auch noch Zulassen das ihr Netz für Fremddienste der Konkurrenz missbraucht wird.
 
@KralekM: Die Telekom und wie sie alle heißen müssen sich aber schlichtweg damit abfinden, dass sie nur noch eine Infrastruktur anbieten. Die Zeiten in denen die Unternehmen über Ihre Dienste (Gespräche, SMS usw.) Geld verdient haben sind nunmal vorbei. Dies ist ein Wandel der vllt. nicht jedem Telekom-Anbieter beliebt. Aber ein Autohersteller bspw. zahlt auch nicht für unsere Straßen nur weil seine Produkte diese Infrastruktur nutzen. Das muss immernoch der Kunde machen. So ists jetzt nunmal auch im Bereich der Telekommunikation. Ich als Kunde zahle bei der Telekom oder Vodafone für die Infrastruktur und bei WhatsApp usw. für die Produkte/Dienste.
 
@++KoMa++: volle zustimmung. für mich ist das verhalten ein ausdruck von ideenlosigkeit.. wenn ich nichts mehr habe womit ich geld verdienen kann, sollte ich mir überlegen den markt zu verlassen..
 
@++KoMa++:
Dann braucht man aber auch nicht zu weinen wenn die "Flatrate" fürs Netz wieder 3 Stellig wird! Wenn die Provider keine Kohle über Zusatzdienste mehr bekommen wird eben an andere Stelle gedreht! Die Firmen die die Netze missbrauchen wollen nichts zahlen wegen Netztneutralität etc. also wird und muss das Geld vom Kunden kommen. Im Endeffekt pisst man sich mit den Kostenlose Diensten selbst ans Bein!
 
@KralekM: Dann muss da vllt. ein Umdenken stattfinden. So sollten die Anbieter vllt. nicht alle mit Ihren 100/150 MBit/s Tarifen werben die dann eh sehr schnell bei wirklicher Nutzung gedrosselt werden (müssen), sondern stattdessen ungedrosselte 10 MBit/s Tarife anbieten. In Zukunft ist meiner Meinung nach weniger die Höchstgeschwindigkeit ausschlaggebend, sondern viel mehr die Kapazität. So kann man ja rein rechnerisch (VORSICHT, Milchmännchen-Rechnung) mit einem 100 MBit/s-Anschluss auf einen Schlag zehn Kunden mit 10 MBit/s-Anschlüssen versorgen. Und das gilt ja nicht nur für den Mobilfunk, sondern auch füs Festnetz. Oder vllt. eine variable Tarifstruktur. Ich buche einen 10-20 MBit/s-Tarif (der ja wenn wir ehrlich sind auch für die meisten Dienste ausreicht) und habe eine Highspeed-Option von bspw. 12 oder 24h hoch auf 100 MBit/s. Dies wäre alles etwas bedarfsgerechter gestaltet. Aber die Anbieter wollen einem ja leider nunmal etwas verkaufen was man garnicht braucht. Nur um sich dieses dann teuer bezahlen zu lassen.
 
@KralekM: Blödsinn. Die Firmen zahlen für Zugang zum Netz an ihren ISP. Sie zahlen also im Prinzip die halbe Strecke, die User die andere Hälfte. So hat das bisher immer so funktioniert bis die User-ISP auf die Idee kamen, dass es schön wäre den Teil, für den der User bereits bezahlt hat, sich noch mal von den Firmen bezahlen zu lassen. Wenn hier also jemand versucht irgendwas zu missbrauchen, dann sind es die Endkunden-ISP.
 
@KralekM: Ich hab kein Problem damit mehr Geld zu bezahlen - allerdings ist es ja nicht so das die Infrastrukturkosten übermäßig steigen wenn man sich dann mal die Geschäftszahlen anschaut.
Zudem kriegt die Telekom Geld für Facebook. Das funktioniert folgendermaßen:
Es gibt Nutzer die an die Telekom Geld für den Internetanschluß bezahlen. Wenn der Nutzer 50 % seiner Zeit mit Youtube verbringt dann sind im Prinzip 50% des Geldes dieses Nutzers dafür das Youtube benutzt werden kann.
Würde die Telekom jetzt Youtube aussperren und dem Nutzer ist Youtube wichtig genug dann sucht er sich einen anderen Provider.

Der Traffic eines Anbieters entsteht ja nicht aus dem Nichts. Er entsteht weil die Nutzer diesen Anbieter vehement nutzen wollen. Für diese Nutzung zahlen sie Geld an den Provider damit er ihnen den Zugang zu diesen Diensten technisch ermöglicht. Genau diese Leistung verweigert der Provider aber mit dieser Haltung.
 
Man könnte es auch anders formulieren: "hey, wir verdienen nichts mehr mit SMS, weil alle Welt WhatsApp und Facebook nutzt! Baut WhatsApp und Facebook gefälligst so, dass wir da mit kostenpflichtigen Diensten andocken können! Geht ja nicht an, dass die User kommunizieren und wir nichts dran verdienen!"
 
@der_ingo: Den Diensteanbieter den du dann wählst wäre ja dir überlassen
 
@der_ingo:
Netflix hats doch in den USA vorgemacht wie es auch bei uns irgendwann kommen wird.
Wenn eine Firma X übermäßig Daten zum Kunden schicken will und damit auch noch in direkter Konkurrenz zum eigentlichen Netzbetreiber steht, dann soll diese Firma auch Kohle an den Netzbetreiber abdrücken für die Benutzung. Ist doch das normalste der Welt ... außer eben beim Internet
 
@KralekM: Wenn es das normalste auf der Welt ist hast du ja sicherlich ein paar non-Internet-Beispiele wo das so gehandhabt wird.
 
@KralekM: genau, deswegen zahlt eine große Spedition auch höhere Mautgebühren pro LKW als eine kleinere Spedition...ähh...nee.

Aus dem Gejammer der Carrier, bei dem sie von anderen fordern doch gefälligst mitverdienen zu dürfen, eine Aussage contra Netzneutralität zu sehen ist schon ein etwas gewagter Gedankenstunt. Findest du nicht?
 
@der_ingo:
Dein Besipiel ist zwar selten dämlich, genauso wie die meinung der XXX über mir die meinen es wäre selbstverständlich das man "Dinge" die einem nicht gehören einfach so kostenlos benutzen kann. Vieles wird im Alltag geduldet, trotzdem hat man Null Rechte an Dingen die einem Nicht gehören. Wenn ich mir eine Privatstraße zum Arsch der Welt baue dann hat da auch keiner das Recht hier unentgeltlich meinen Weg zu Nutzen. Und wenn ich einem Hans Wurst erlaube gelegentlich mal zu Fuß den Weg zu nutzen dann ist das kein Freifahrtschein das er dann hier 24h am Tag mit einem Betonmischer mir den Weg dicht macht.
PS: Und bzgl. deines dämlichen Mautbeispieles, welches leider nach hinten los geht!
Die Maut richtet sich nach der Anzahl der Achsen des Fahrzeugs, ebenso danach ob man eine LKW mit oder ohne Hänger oder einen Sattelschlepper mit oder ohne Auflieger etc hat! Strecke und Schadstoffausstoß lassen wir mal unter den Tisch fallen. Eine große Spedition mit dicken Fetten Sattelschleppern mit Aufliegern zahlt also eben doch mehr als eine Firma die nur nackte LKWs über Straße schickt. Und wenn es eine ganz ganz kleine Mini Firma ist die nur eine Art Sprinter fährt zahlen die eben Null weil diese unter 12T sind. Facebook zählt jedenfalls vom Datenvolumen zu den Sattelschleppern mit Aufliegeren!
 
@KralekM: du hast ja leider keine Beispiele gebracht, obwohl du behauptet hast, das wäre ja überall so und alles das was du da schreibst mit dem Thema des eigentlichen Beitrages (der Forderung nach Öffnung von Messenger-Protokollen aus Richtung der Carrier) hier sowieso wenig zu tun hat.

Aber um auf deine Aussage bezüglich Netflix noch kurz zurück zu kommen: Netflix zahlt dem Carrier, der die Server von Netflix anbindet und der Endkunde zahlt an seinen Carrier für den Internetzugang. Damit zahlt doch schon jeder. Niemand benutzt etwas unentgeltlich.

Beim Peering der Carrier untereinander wird normalerweise m.W. nichts berechnet, sondern es fließen ja Daten in beide Richtungen, d.h. beide Seiten haben etwas vom Peering und berechnen gegenseitig nichts. Die Telekom ist da die unrühmliche Ausnahme und hält nichts von Peering, aber das ist zuerst mal deren Problem.

Was manche Firmen (sprich die Carrier des Endkunden) jetzt fordern ist, dass Netflix dem Carrier des Endkunden auch noch Geld für die Übertragung zahlt. Und das ist Unsinn, da der Endkunde selber ja schon dafür aufkommt. Ich wüsste nicht, wieso man das als Nutzer gutheißen könnte. Denn es ist klar, wer das am Ende wieder alles zahlt.
 
Also wegen der eigenen Unfähigkeit Trents voraus zu sehen und Kunden mit hohen SMS Preisen zur Kasse zu bitten, soll jetzt die Politik etwas dagegen machen. Es wird wohl einen Grund haben warum die SMS fast ausgestorben ist.
 
@Ashokas: ich muss dabei irgendwie an die Geschichte mit dem Leistungsschutzrecht denken... auch wenn es nur gaaaaaaaaaaaaaaanz entfernt vergleichbar ist...
 
@Ashokas: ich dachte die abzocke mit dem traffic ist eine gute alternative.
 
@Ashokas: Ich zahle für SMS nichts. Flat ist eine tolle Erfindung :)
 
@Knerd: Naja du zahlst so gesehen schon was. Du bezahlst ja die Flat bzw. den Vertrag welcher die Flat beinhaltet.
 
@Ripdeluxe: psst! das wollen die ganzen gratishandykäufer und mobilflatratenutzer nicht hören!
 
@Ashokas: naja aber ein neutraler Messenger Dienst, mit dem man auch wirklich alle erreicht, wäre schon wünschenswert. Man hat es halt verabsäumt SMS entsprechend weiter zu entwickeln.
 
@kottan1970: Gibt es doch (mehr oder weniger). Nennt sich Joyn und war eine Totgeburt.
 
@Ashokas: das war auch von vornherein klar. Man kam mit einem Dienst auf dem Markt, der das kann, was alle anderen Dienste schon lange können - nur anders als diese möchte man pro Nachricht wieder Geld sehen.
Als Joyn vorgestellt wurde, hab ich mich schon gefragt, für wie bescheuert die die Leute eigentlich halten. Dass Joyn nie den Schritt aus der Bedeutungslosigkeit geschafft hat, wundert mich dann auch nicht.
 
Es kann ja auch echt nicht angehen, dass die armen Telekommunikationsfirmen Jahrezehnte lang schlafen und dann nichts von dem Kuchen innovativerer Unternehmen was abbekommen. Unmöglich das ganze.
 
Musikindustrie hat damals den Download-Dienst verpennt -> Raubmordkopierer sind Schuld.
Filmindustrie macht den gleichen Fehler wie die Musikindustrie -> Raubmordkopierer sind Schuld.
Nokia hat den OS-Markt verpennt -> Sind weg vom Fenster (Finnland gibt jetzt Apple die Schuld).
Verlage haben das Internet verpennt -> Google ist Schuld.
TK-Firmen verpennen das Internet -> Internetfirmen sind Schuld.
 
@Seth6699: Ist doch selbstverständlich das die anderen schuld sind. ;)
 
@Seth6699: sehr schön zusammengefasst!
 
@Seth6699: Es is eigentlich nicht Aufgabe der TK-Unternehmen Facebeook und Whatapp zu schaffen.
 
@knirps: richtig. Es ist Aufgabe der TK-Unternehmen das sie mir einen vernünftigen Zugang zu den Diensten geben denn dafür bezahle ich jeden Monat Geld. Gäbe es bei mir einen Alternativprovider zur Telekom (und dem obskuren lokalen Kabelanbieter) wäre ich schon lange gewechselt bei den aktuellen Zuständen.
 
@knirps: Genau, und warum mischen sich die TKs bei so einem Thema überhaupt ein? Ist doch offensichtlich. Weil es Konkurrenzprodukte gibt, die die Kunden nutzen, aber den TKs kein Geld einbringt über ihre Produkte.
 
@Seth6699: Weil, zumindest Facebook, sicher eine nicht unerhebliche Menge traffic produziert.
 
@knirps: Letzten hat hier ein Insider mal gesagt, was 10GB an Traffic kosten..... 5,4Cent. Ne simple SMS die nicht mal 1KB groß ist, kostet das 3-fache.
 
@knirps: Und? Ich zahle doch meinen Traffic mit meinem Datenvolumen. Also kassieren sie doch schon. Nur die bekommen den Hals einfach nicht voll.
 
Microsoft und Yahoo haben so was damals doch probiert. Das war aber auch nix Halbes und nix Ganzes.
 
Meine Forderung: ALLES muss ein offener Standard sein. Wären die Anbieter von Kommunikationsplattformen von Anfang an verpflichtet worden, ihre Protokolle offen zu halten, hätten wir jetzt das Problem nicht.
 
Die Telkos hätten ja zu einem beliebigen Zeitpunkt in der Vergangenheit einen Nachrichtendienst bringen können, der bequem ist und supergünstig bis kostenlos. Gemacht haben die es nicht und jetzt heulen die. Selber schuld. Während ich persönlich eine Öffnung begrüßen würde, finde ich die Telkos hier einfach nur kindisch. Würden MMS kein Vermögen kosten, hätte sich Whatsapp möglicherweise nie entwickelt.
 
@Kirill: klar, damals war SMS ja die eierlegende Wollmilchsau - die schlachtet man nicht ohne Not.
Und ohne Not ist man träge und verschläft die meisten Änderungen in der Hoffnung das die eigene Größe ausreicht um dann schnell einen Dienst hinterherzuschmeißen der in etwa den Anforderungen der Nutzer gerecht wird bevor alle abgehauen sind.
 
Hmm... wenn ihre eigenen Netze für SMS doch so ausgebaut sind, und auch noch Netzbetreiberübergreifend und bereits lange bestehend - sind sie dann nicht die Platzhirsche im Bereich der Telefon-zu-Telefon-Textnachrichtenübertragung?

Am besten so: Facebook et al ermöglichen, per API mit ihren Messenger-Diensten zu kommunizieren (Schnittstelle zu Internet-Messengernetzwerk), und im Gegenzug stellen die Telekommunikationskonzerne analoge APIs zu Verfügung, um mit dem SMS-Dienst zu kommunizieren. Auch zu analogen Preisen. Möchte also die Telekom eine Nachricht in das Facebook-Messenger-Netzwerk versenden, so zahlt sie dafür das selbe wie Facebook, wenn jene eine Nachricht in das SMS-Netzwerk versenden wollen. Ob sich die Telekom wohl Preise von mehreren Cent pro Facebook-Nachricht vorstellt? :) Oder vielleicht wird der Versand von SMS in Zukunft kostenlos (zumindest wenn man sie aus dem Facebook-Messenger, aus WhatsApp o.ä. heraus verschickt)?
 
auf mein handy kommt so ein käse garnicht erst, fb oder wats app. wers brauch. mir langt das handy zum phonen und mal eine sms, mehr brauch ich nicht!
 
Das geht doch am Nutzen vorbei. Ich habe nicht besonders viele, um genau zu sagen gar keine, Telefonnummer rumliegen, die ich nicht in meinem Handy habe (Und mit denen ich auch in Kontakt treten möchte), ich habe also im Prinzip eine geschlossene Benutzergruppe, wo von Außen auch keiner reinkommt. Ein Zweck von Facebook ist es aber u.A. dass man Personen anschreibt, die man vom Namen her kennt. Von daher, welches System ist geschlossener? Telefonnummern oder Facebook?
(Sicher am offenste, in dieser Richtung, ist sicherlich EMail, dort ist es auch problemlos möglich mit Olga und afrikanischen Prinzen in Kontakt zu treten...)
Von der eher technischen Seite aus gesehen, dass ich, als Telekom-Handy-Nutzer mit einem O2 Kunden telefonieren kann (evtl. aber mit Mehrkosten verbunden...), ist ja wohl ausschließlich ein wirtschaftlicher Zwang von Telekom und O2. (Ich wäre mir auch noch nicht mal so sicher, ob dass der Telekom, zu Beginn des "Handy Zeitalters", nicht auch ein Dorn im Auge war)
 
1. Kann man wohl kaum anderen Unternehmen auferzwingen wie sie ihre Software aufzubauen haben. Würde die Telekom oder sonst wer sicherlich auch nicht machen wenn Sie eine hohe Reichweite hätten.

2. Ist es die Telekom, die Ihre marktbeherschende DE Stellung ausnutzt und sich nicht dem Peering Bündnis anschließt. Vllt. sollte man sich erst mal an die eigene Nase fassen?

3. Was bringt dann noch ein sicherer Messanger wenn nach Whatsapp und Co ohnehin wieder alle Luken offen sind?
 
@nexo: zu 1: siehe das tolle Browserauswahlfenster, dass wir jetzt immer nach der Installation von Windows bei den Updates abwählen dürfen.
 
Die Eu -Telekommunikationskonzerne sollen selber mal Ihre Systeme öffnen bevor Sie den Mut aufmachen. Und für so eine Blödsinn verballern die unsere Steuergelder.
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