Eine Million WLAN-Hotspots - aber nur die wenigsten frei zugänglich

Eigentlich bräuchte es in Deutschland keinen Mangel an öffentlichen Internet-Zugängen geben. WLAN-Hotspots, die in der Theorie für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, sind ausreichend vorhanden. Durch das Konstrukt der Störerhaftung ist an ... mehr... Wlan, Starbucks, Kaffee, Café Bildquelle: Karsten Seiferlin (CC BY-SA 2.0) Wlan, Starbucks, Kaffee, Café Wlan, Starbucks, Kaffee, Café Karsten Seiferlin (CC BY-SA 2.0)

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Nicht nur, dass die aktuellen Logins bei den meisten Anbietern umständig und zeitraubend sind; wenn man mal in die AGB derjenigen schaut, bekommt man schnell das grausen... da ist "für Werbezwecke nutzen" noch das harmlosere...
 
Interessantes Thema, und zwar, weil mir meine Schwester vorgestern darüber berichtet hat, daß ihr Provider (Telekom) ihr einen neuen DSL-Router zugeschickt hat. Der Router verfügt auch über einen offenen Gastzugang, d.h. wer an ihrem Haus vorgeht, kann sich problemlos ins WLAN einklinken. Es seien jedoch - wir kennen das von der Fritz!-Box - zwei unterschiedliche Netze, die der Router bereitstellt: ein privates Netz für sie selbst und eben ein Netz mit Gast-Zugang. Ich habe davon zum ersten mal gehört. Kennt das jemand?
 
@Alter Sack: Das kann fast jeder moderne Router. Dass es aber von Haus einen offenen WLAN-Gastzugang gibt ist aber schon grob fahrlässig.
Und gerade die Telekom-Router sind ja für ihre permanent unsicheren Router berüchtigt (aber auch erst seit sie keine AVM mehr haben).
Bei den Speedport der 9er Reihe empfiehlt die Telekom sogar das deaktivieren des WLAN da es für Hacks geradezu prädestiniert ist.
Generell sind aber alle Router gefährlich die die WPS-Funktion integriert haben (auch wenn diese abgeschaltet ist). Und das seit 2012!!! Behoben wurden diese Bugs erst 2014.
Mehr dazu hier http://blog.devcat-network.de/speedport-hintertur-lasst-jeden-ins-wlan/
 
@Alter Sack: Das System ist realtiv neu. Man registriert sich und es wird ein Hotspot erzeugt, der aber NICHT frei zugänglich ist. Jeder Nutzer ist registriert und kann dann auch das Hotspot-System der Telekom zugreifen. Da geht es nicht um freie W-LAN Hotspots, aber es ist durchaus nicht uninteressant, wenn man sowieso bei der Telekom ist. Dass man ein W-LAN knacken kann, ist eine ganz andere Geschichte.
 
@JoePhi: Vielen Dank! Also doch was völlig Neues. Ich habe noch nie etwas davon gehört. Was kannst Du über die Registrierung sagen? Läuft das über T-Mobile? Kann man sich einmal registrieren und diesen Account dann überall in den verschiedenen WLANs nutzen, oder muß man sich jedesmal neu registrieren?
 
@Alter Sack: Das System heisst W-LAN to go ... schau mal hier: http://www.telekom.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EKI-PK-Site/de_DE/-/EUR/ViewCategoryTheme-Start?CatalogCategoryID=1EcFC7IVNKgAAAE.j7xRrvkl Da findet man eigentlich alle Informationen.
 
@Alter Sack: ...wenn das stimmt (und davon gehe ich aus), dann ist in jedem Fall die Telekom der Provider - und damit haftet deine Schwester nicht - außerdem läßt sich der Gastzugang wohl sperren, ebenso die gesamte WLAN-Funktion. Was mich allerdings verwundert, warum die Betreiber von Hotspots nicht auch Provider-Rechte haben?
 
@ringelnatz111: Naja, bei McDonald's und an größeren Bahnhöfen habe ich auch problemlos Zugang zum WLAN - nach einer Registrierung. Oder vor Starbucks auch - ohne Registrierung.
 
@Alter Sack: An Bahnhöfen und MsDonalds ist das Telekom Hotspot. Und Du musst Dich registrieren ... mit Deinem Telefon. Und damit hat die Telekom im Fall des Falles Daten von Dir, die an die Strafverfolgungsbehören weitergegeben werden. Wie das bei Starbucks läuft, k.A. ... aber sobald sich der Nutzer des W-LANs irgendwie registrieren muss, ist das kein komplett freier Hotspot mehr und der Betreiber kann eben die Verantwortung direkt auf den Nutzer weitergeben ... wenn der Mist baut.
 
@JoePhi: Das ist nicht korrekt. Es gibt auch Hotspots der Telekom (z.B. bei Karstadt), da wird eine Mail-Adresse abgefragt. Man kann dort aber alles Mögliche eingeben, da keine Mail mit irgendeinem Zugangscode verschickt wird. Ich nutze das übrigens nahezu täglich! Bei Starbucks muß man gar nichts eingeben. Dort erfolgt der Zugang über die British Telecom (am Hbf in Frankfurt).
 
@Alter Sack: Mein ISP neulich: hat sich über TR-069 remote Zugang verschafft, alle Passwörter gelöscht und das WLan auf Durchzug frei für alle eingeschaltet. Zwangsrouter übrigens. Würde mich nicht wundern, wenn alle Router die von ISPs verkauft oder vermietet werden, derartige Hintertüren wie Scheunentore offen halten.
 
@Rumbalotte: Und du neulich ... Anzeige bei der Polizei, weil das nämlich illegal ist. Erzähl nicht solche Räuberpistolen.
 
Tja - selbst wenn man den Menschen was gutes tun will wird man hier noch dafür bestraft.
 
Und nun? Wo ist das Problem?

Darf ich jetzt auch überall Freibierstände verlangen?
 
@klein-m: ich kann so viel Freibier ausschenken wie ich will.

Unser Internet wird nicht von den Raubkopierern ausgebremst sondern von den Rechtverwertern.
Siehe auch die Aktionen gegen Google.
 
@LastFrontier: Das war doch gar nicht der Punkt, der Punkt ist, dass ein Haufen Leute jeden Scheiß kostenlos haben wollen und nun weinen...

Echt arme Welt... Jeden Scheiß haben wollen, aber nichts für machen wollen...
 
@LastFrontier: Der Vergleich ist etwas unglücklich gewählt. Wenn Du eine Party veranstaltest und Deinen Gästen Alkohol anbietest, kannst Du unter Umständen tatsächlich mit zur Verantwortug gezogen werden, wenn hinterher einer Deiner Gäste zum Beispiel unter Alkoholeinfluß mit seinem Auto einen Unfall verursacht. Du hast als Gastgeber eine gewisse Verantwortung und hättest dem angetrunkenen Gast das fahren unter Alkohol untersagen müssen. Also: ja natürlich kannst Du soviel Freibier ausschenken wie Du willst, aber aus dem Schneider bist Du damit nicht unbedingt, wenn Du dabei nicht ein paar Dinge berücksichtigst. Und damit bist Du auf dem gleichen Stand, wie jemand der sein WLAN zurgänglich machen möchte.
 
@starship: Wenn ich eine Internetanbindung zur Verfügung stelle, bin ich Provider und unterliege den gleichen Bedingungen wie jeder andere Provider auch.
Genau hier versuchen Juristen aber etwas zu konstruieren.
Das Telemediengesetz legt hier nämlich nicht fest ob Provider gewerblich oder privat und/oder kostenlos sind.
Die einzigen die hier ein TamTam machen sind die Rechteverwerter und Abmahnanwälte.

Daher noch einmal die Frage: Was ist der Unterschied zwischen einem Provider wie die Telekom, Vodafon, KD und einem Privaten Anbieter?
 
@LastFrontier: In dem Punkt stimme ich Dir zu: Sobald ich etwas anbiete, bin ich auch als Privatmann ein Provider.
 
@LastFrontier: Ne. Wenn Du Freibier an unter 16jährige ausschenkst, wirst du das nicht lange machen. Auch bei 'kostenlos' gibt es immer irgendwelche Regeln.
 
@JoePhi: Du schenkst an Jugendliche unter 18 Jahren in der Öffentlichkeit überhaupt keinen Alkohol aus.
 
Ich war vor einigen Wochen in den Niederlanden und fand es extrem nutzer- und besucherfreundlich, dass fast überall in mehr als zehn Orten ein offenes und freies WLAN-Netz zur Verfügung stand.

Zudem eine gute Werbung: da sind beispielsweise sechs Cafes in einer Straße. Eines davon bietet ein kostenloses und freies WLAN an - in welches dieser sechs Cafes ich mich setze, ist ja wohl klar...
 
Also wer in einem Hotspot ohne VPN unterwegs ist handelt so oder so schon fahrlässig. Man kann nämlich nie wissen, ob der Hotspot wirklich von dem Provider ist.

Da finde ich das WLAN "eduroam" von den Unis und Forschungseinrichtungen viel besser, denn hier wird WPA2-Enperprise verwendet (man muss nur an einer Institution sein, die an dem Netz teilnimmt und kommt in allen anderen Institutionen die dieses Netz hat auch ins WLAN)
Aber erkläre mal den Ottonamaluser, wie man das z.B. auf seinem mobilen Gerät installiert.
- Zertifikat downloaden & installieren
- Nutzerdaten anstatt des WPA-Schlüssels eingeben

Hier wird er schon bei der Installation des Zertifikats scheitern :(
 
@basti2k: eben - es muss einfach und unkompliziert sein.
Aber öffentliche kostenlose WLAN sind den Providern ein Dorn im Auge. Die haben ja selber alle HOT-Spots - halt nur gegen Geld.

Nachtrag: in einen öffentlichen HOT-Spot geht man auch nicht als Admin rein. Da brauchts kein VPN oder irgendwelche Zertifikate.
Ich betreibe auch einen öffentlichen HOT-Spot. Deswegen kommt mir aber noch lange keiner auf die Rechner im eigenen Netz.
Und was die User da machen ist mir eigentlich wurscht.
Als Provider bist du nicht zur Überwachung verpflichtet und Aufzeichnen musst du auch nichts.

Wieso gilt das für Telekom und Co und der Kneipenbesitzer oper Privatmann soll davon ausgeschlossen sein? Gleiches Recht für alle?!?
Das Telemediengesetz ist da eindeutig. Es sind nur die Rechteverwerter die jetzt plötzlich definieren wollen was ein Provider ist.
Und wenn das Gesetz geändert wird und nur noch Gewerbliche das dürfen, dann melde ich eben für 20.-€ ein Gewerbe an.
Dieser Staat und seine Lobby-Mafia kriegt uns nicht klein.
 
@LastFrontier: So sehe ich das auch, genau das wird nämlich der Knackpunkt sein. Provider lassen sich ja vielleicht noch irgendwie erkennen bzw. bestimmen, aber wo lässt sich bei Cafés und Kneipen eine Grenze ziehen? Was ist mit einer Pizabude, Büdchen? Wo ist der Unterschied z.B. zu einem Friseur, dort halten sich auch Personen auf, oder eben irgendjemanden der irgendeinen Gewerbeschein hat? Und überhaupt, Gewerbeschein? Freiberufler, wie z.B. Ärzte und Erzieher brauchen keinen, haben aber evtl. doch Publikumsverkehr. So dumm werden die Rechteverwerter und Politiker auch nicht sein, dass sie dieses Fass ohne Boden aufmachen.
 
@Lastwebpage: Nicht nur das.
Kein Provider ist verpflichtet Verbindungsdaten und Zeiten aufzuzeichnen.
Wenn also ein Provider nichts aufzeichnet kannst du auch nichts per Gerichtsbeschluss anfordern. So einfach ist das.
Und: Providerkönnen nicht für das Haftbar gemacht werden was über ihre Netze geschickt wird. Das ist schon Verfassungsrechtlich nicht möglich.
 
Hier wäre doch mal ein begrüßenswertes Betätigungsfeld der EU-Kommission: EU-weite Aufhebung der Störerhaftung und gut ist.
 
Und genau deswegen unterstützt (treibt) die bayerische Piratenpartei die Feststellungsklage gegen die Störerhaftung. Das Landgericht München 1 hat die Klage zurückgestellt, damit das EugH anhängige Fragen klären kann ob die Passagen im TKG überhaupt zulässig sind.
 
@DavidK: Die bayerische Piratenpartei / Landgericht München. Wenn ich mich richtig erinnere, sollte in München und Berlin nicht irgendwie ein öffentliches und privat aufgebautes WLAN Netz aufgebaut werden, was von den Städten/ Kommunen unterstützt wird? Was ist eigentlich daraus geworden?
 
Ich muss (leider) mal dumm fragen - ist ein offenes und frei zugängliches WLAN eigentlich gegen Mitlauschen brauchbar verschlüsselt? Die gesicherten WLANs sind es, aber wie steht es um die offenen?
 
@FenFire: Jeder kann ein offenes WLAN erstellen und mitschnüffeln. Wurde auch öfter in Reportagen getestet. Erschreckende Ergebnisse, wie viele sich da einloggten - meist eh nur facebook aber wie viele nehmen dasselbe PW für die E-Mail?

Nur einer davon
http://www.focus.de/digital/internet/j-spionage-apps-manipulieren-facebook-eintraege_aid_724385.html
Geht aber sicher professioneller mit einem Linux Laptop und Wireshark usw.
 
@wertzuiop123: Danke. Dass der Anbieter eines offenen WLAN-Hotspots mitlauschen kann ist klar. Aber wenn ich es richtig verstehe können in offenen Netzen auch vertrauenswürdiger Anbieter (z.B. Telekom) Dritte mithören (das suggeriert der Focus-Artikel)? Nachdem auf einem Smartphone wer-weiss-welche Apps im Hintergrund mit Servern Kontakt aufnehmen, ohne dass der Anwender darauf unmittelbar Einfluss nehmen kann, und hier je nach App der Datenverkehr auch unverschlüsselt sein könnte, klingt das für mich als empfehle es sich letztendlich generell, offene WLANs komplett zu meiden.
 
@FenFire: Ganz genau
 
Da lob ich mir die USA. In meinem letzten Urlaub braucht man praktisch keine simkarte (ausser man will telefonieren) weil jeder Mcdonalds, Starbucks...freies Wlan hat. Man braucht nichtmal einen code.

Aber hier geht es ja leider aufgrund der gesetzlichen Regelung nicht
 
Finde ich interessant, denn die Rechtsunsicherheit beim Abhören scheint keinen gross (in Berlin) zu stören. Am Ende haben wir weitere Falten am Bauch und Snowden bleibt sein Leben lang in Russland... für diesen Preis...

Waowwh wir haben echt die Schlauheit erfunden.. die Demokratie.. den Wohlstand ... einfach alles Beste auf dieser Welt... und das,steht einem schlappen Prozent der Weltbevölkerung auch zu, weil sie(wir) die einzigen sind die ihre Legitimation aus klar objektiven Argumenten beziehen... und andere Völker die das dreifache oder vierfache an demokratischen Wahlstimmen haben auch auf dieser erwachsenen Ebene begegnen... da geht es nicht mehr um Geld oder WMDs oder Waffenexporte...

Es gibt kein demokratisches Land auf dieser Erde, welchem nicht aus rein demokratisch anteiligen Gründen eine natürliche Führungsrolle in der Welt zusteht.... und so setzen wir das dann auch durch -.. mit Argumenten und demokratischer Missionierungsarbeit...
Alle anderen argumentieren natürlich im Gegensatz dazu nur aus ihrer verwirrt , egoistischen Gefühlswelt....

In so einem idealen Lebensraum (sollte) hat man (eigentlich) keine Angst (haben) vor solchen 'Kinkerlitzchen', wie Abmahnung, Störerhaftung, zwangsverordnetes WLAN-Zweitnetz, Zwangskündigungen wegen Universal (aka ISDN)... , vorkonfigurierten Miet-Providerroutern ... usw usw
 
Ich hab auch einen HotSpot vor der Tür. QR einscannen ud los surfen. Funktioniert tadellos, allerdings nur surfen und mailen.
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